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Autor: Möbelfertigung

Stellt Desinfektionsmittel her

Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen: Seit einigen Tagen produziert Österreichs führender Lackhersteller Adler in Schwaz hochwertiges Desinfektionsmittel. Damit leistet das Tiroler Familienunternehmen einen wichtigen Beitrag in der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Im Kampf gegen die Verbreitung des Corona-Virus sind Desinfektionsmittel unverzichtbar: In Krankenhäusern und Altersheimen, in Supermärkten und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Hände und Oberflächen regelmäßig desinfiziert werden, um Viren abzutöten. Doch Desinfektionsmittel sind seit Wochen knapp. Daher hat sich die Unternehmensleitung von Adler kurzerhand entschlossen, selbst Hand- und Flächendesinfektionsmittel zu produzieren. „In unserer hochmodernen Lackfabrik in Schwaz verfügen wir über die erforderlichen Anlagen und das Know-how, um Desinfektionsmittel in hoher Qualität und großer Menge herzustellen“, erklärt Produktionsleiter Romed Staggl. Auf Basis der anerkannten Rezeptur der Weltgesundheitsorganisation WHO wird seit mehreren Tagen „Adler Clean Hand Disinfectant“ für die Hände und „Adler Clean Disinfectant Pro“ für Oberflächen hergestellt. Wie auch bei den Farben und Lacken von Adler gilt auch hier: Qualität ist oberstes Gebot. „Jede Produktionscharge wird in unserem hauseigenen Qualitätslabor auf Herz und Nieren geprüft, bevor sie abgefüllt wird“, betont Staggl.

 „Es ein gutes Gefühl, auf diesem Weg einen Beitrag für die gemeinsame Sache zu leisten“, sagt Claudia Berghofer, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Adler. „Wir haben zahlreiche Vorbestellungen von Gesundheitseinrichtungen und Unternehmen und kommen mit der Produktion kaum nach.“ Mehrere tausend Liter „Adler Clean Disinfectant“ wurden bereits abgefüllt und ausgeliefert. Zwei Tonnen spendet Adler an Altersheime und soziale Einrichtungen im Raum Schwaz. Und auch das Adler-Team profitiert: Mit „Adler Clean Disinfectant“ werden die Hygienemaßnahmen auf dem Werksgelände weiter verbessert, außerdem stellt das Unternehmen seinen Mitarbeitern Desinfektionsmittel für den eigenen Haushalt zur Verfügung. Darüber hinaus hilft der neue Produktionszweig auch, den Betrieb in der Schwazer Lackfabrik aufrechtzuerhalten: „Derzeit sind wir voll produktions- und lieferfähig – vor allem über unseren Onlineshop www.adler-farbenmeister.com erhalten wir so viele Bestellungen wie noch nie. Unser Ziel ist es, diese schwierige Phase ohne Kurzarbeit zu überstehen – die Herstellung von Desinfektionsmitteln wird uns dabei sicher helfen“, erklärt Berghofer.

Derzeit kann das Desinfektionsmittel ausschließlich an Großabnehmer aus Handel, Industrie und Gesundheitswesen geliefert werden. Für entsprechende Anfragen steht das Adler-Team unter desinfektion@adler-lacke.com zur Verfügung. Ab Mitte April soll „Adler Clean Disinfectant“ auch in Kleingebinden für den privaten Gebrauch erhältlich sein: über den Onlineshop www.adler-farbenmeister.at sowie über die Farbenfachhändler „Adler Farbenmeister“, die ihre Kunden derzeit mittels Zustellservice beliefern.

Claudia M. Berghofer, Leiterin Unternehmenskommunikation, Adler-Werk Lackfabrik

„In der Adler-Werk Lackfabrik tun wir in dieser außergewöhnlichen Zeit alles dafür, das Wohl und die Gesundheit unserer Mitarbeiter/-innen zu schützen und unseren Betrieb mit den größtmöglichen Schutz- und Hygienestandards aufrechtzuerhalten. Durch neue Arbeitsmodelle – räumliche Trennung von Teams, versetzte Arbeitszeiten, Homeoffice etc. – haben wir die Zahl der sozialen Kontakte stark reduziert, die Arbeitsplätze werden regelmäßig desinfiziert. Die erforderlichen Mindestabstände können wir in unserer Lackfabrik konsequent einhalten, demnächst sollen die Mitarbeiter darüber hinaus mit Masken ausgestattet werden.

Dank einer vorausschauenden Rohstoff-Bevorratung können wir derzeit ohne Einschränkungen produzieren und sind zu 100 Prozent lieferfähig. Auch viele unserer Kunden haben nach wie vor geöffnet beziehungsweise nehmen die Produktion wieder auf und wir freuen uns, ihnen in dieser schwierigen Phase als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen. Daneben haben wir kurzerhand beschlossen, einen Beitrag zum Kampf gegen die Pandemie zu leisten und Desinfektionsmittel zu produzieren. Unser erklärtes Ziel ist es, diese schwierige Phase ohne Kurzarbeit zu überstehen, dazu trägt dieser neue Produktionszweig natürlich ebenfalls bei.

Langfristig sollten wir alle aus der Krise sicher die Lehre ziehen, den Industriestandort Europa zu stärken und die Unabhängigkeit von außereuropäischen Lieferketten zu erhöhen.“

Um ein Jahr verschoben

Die Organisatoren der „Sylva Wood“ haben aus Sicherheitsgründen beschlossen, die fünfte Ausgabe der Messe zu verschieben, um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Aussteller, Sponsoren, Delegierten, Fachbesucher und Mitarbeiter zu gewährleisten.

Die fünfte Ausgabe wird darum nicht wie ursprünglich geplant vom 29. Juni bis zum 1. Juli dieses Jahres stattfinden, wandert auf das identische Datum im Jahr 2021. Dies ist eine Reaktion auf die Eskalation der aktuellen COVID-19-Situation, die von der Weltgesundheitsorganisation als Pandemie bezeichnet wird, und auf die unvorhersehbare Entwicklung dieser Situation.

Die Verschiebung der fünften Ausgabe der „Sylva Wood“ wird Ausstellern und Besuchern helfen, ihre Teilnahme an der Messe zu planen, um das globale Holznetzwerk wieder zusammenzuführen, um Handel zu treiben und neue Wachstumswege in einem der spannendsten Holzmärkte der Welt zu sichern.

Die „Sylva Wood“ ist Asiens einzige Fachmesse für Holzmaterialien. Die Veranstaltung wird von der China Timber and Wood Products Distribution Association, der Shanghai Timber Trade Association und der Shanghai Pablo Exhibition organisiert. Sie wird auch von French Timber, dem American Hardwood Export Council, American Softwoods, dem Softwood Export Council, Canada Wood, dem Thai Timber Association, dem Malaysian Timber Council und dem National Hardwood Lumber Association unterstützt.

Weitere Informationen zur Messe gibt es unter www.sylvawoodexpo.com/.

Hat Bambeau übernommen

Der weltweit agierende niederländische Bambus-Spezialist Moso International BV aus Zwaag, hat am 10. März 2020 die deutsche Bambeau Becker und Großgarten GmbH aus Frechen übernommen. Bis auf Weiteres werden die Marken und die Vertriebsstrukturen beider Unternehmen unverändert fortgeführt. Moso International ist Europas größter Anbieter von Bambusprodukten für den Innen- und Außenbereich des Baugewerbes wie auch von Sonderanfertigungen für die Branchen Logistik, Möbel- und Automobilbau. Durch den Zusammenschluss können Moso International und Bambeau in den Märkten, in denen Bambus eine mögliche Materialoption ist, stärker auftreten.

„Wir kennen uns seit vielen Jahren und sind uns immer mit großem Respekt begegnet, mit Achtung vor den Leistungen und Erfolgen des anderen“, so René Zaal, Gründer und Geschäftsführer von Moso International. Der Kauf von Bambeau ist für das niederländische Unternehmen ein wichtiger Schritt für den Ausbau seiner Marktposition. „Durch die entstehenden Synergien sehen wir in dieser Akquisition große Potentiale für die Zukunft“, erklärt Michael van Houten, Vertriebsleiter Deutschland, Österreich und Schweiz bei Moso International. Das Frechener Unternehmen Bambeau und der Marktführer Moso International ergänzen sich mit Blick auf den deutschsprachigen Raum durch ihre Marktausrichtungen sowie Vertriebs- und Produktstrukturen bestens. „Für uns ergeben sich vor allem Vorteile im Produktportfolio, der Verfügbarkeit und durch die Bündelung des Knowhows“, so Stefan Becker, Geschäftsführer von Bambeau.

International von Bedeutung ist die Zusammenführung der Forschung & Entwicklungsabteilungen. Beide Unternehmen haben eigene Entwicklungs- und Produktionsstätten vor Ort und in China, die wertvolle Grundlagenforschung für die Produktentwicklung leisten; künftig werden die Teams zusammenarbeiten und damit die Innovationskraft im Markt deutlich erhöhen. Das gemeinschaftliche Arbeiten ist wichtig, um die immensen Potenziale, die Bambus bietet, nutzen zu können. Das Ziel von Moso International ist und bleibt es, völlig branchenunabhängig zu denken und sinnvolle Produkte für die internationalen Märkte zu entwickeln und zu fertigen. „Deshalb wird die zentrale Frage sein: Wo kann Bambus klassische Materialien bestens ersetzen? Das kann, neben den bereits bekannten Terrassendielen, Böden und Plattenmaterialien ebenso im Fassadenbau mit Pfosten-Riegelkonstruktionen und als Sonnenschutz sein wie auch mit Produkten für den öffentlichen Raum und die Automobilindustrie“, beschreibt René Zaal die Pläne für die Zukunft.

Von Bodenbelägen über Platten und Furniere bis zu Outdoor-Produkten und Balken für ganz unterschiedliche Anwendungen – durch diese Entwicklungskette hat Moso International erkannt, dass es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für Bambus gibt, beispielsweis als Ersatz für Aluminium und andere ressourcenintensive Materialien. Durch den Kauf von Bambeau kann Moso International diese Ziele mit einem größeren Kompetenz-Team und mehr Nachdruck umsetzen.

„Interzum“ verlängert die Early-Bird-Phase

Seit nunmehr 60 Jahren ist die „Interzum“ Impulsgeber für die globale Möbelzulieferindustrie, hier zeigt die Branche ihre ganze Innovationskraft – es gibt keine bessere Gelegenheit, um Kunden und Interessenten aus aller Welt aktuelle Produktentwicklungen und innovative Lösungen zu präsentieren. Auch 2021 stehen neue spannende Themen und innovative Trends im Mittelpunkt der Messepräsentationen. Dies unterstreicht der aktuelle Anmeldestand, der ungebrochen hoch ist.

Wie alle internationalen Messen wird auch die „Interzum 2021“ im Post-Corona-Zeitalter eine entscheidende Rolle dabei spielen, den beteiligten Branchen die Lösungen und Trends für eine wieder erfolgreiche Zukunft zu zeigen. Produktion, Logistik, Vertrieb und Kommunikation werden sich verändern, die Vernetzung der Akteure, die Reaktivierung wirtschaftlicher Beziehungen und die Etablierung von Neugeschäft werden wichtiger sein als je zuvor. Es ist entscheidend für alle Marktteilnehmer, dies jetzt schon aktiv vorzubereiten.

Damit Sie sich nun erst einmal darauf konzentrieren können, die unmittelbaren Folgen der Coronakrise zu managen, gibt die Koelnmesse Ihnen mehr Zeit, sich für eine Teilnahme an der „Interzum 2021“ zu entscheiden. Die Early-Bird-Phase wird deshalb bis zum 15. Juni 2020 verlängert.

Anmelden geht leicht und schnell mit der Online-Anmeldung.

Erfolgreich aufgenommene Desinfektionsmittel-Produktion und Kooperation mit Berentzen

In Zeiten der Corona-Krise reagiert Remmers auf die aktuelle Ausnahmesituation. Neben zahlreichen innerbetrieblichen Schutzmaßnahmen für die Belegschaft hat der niedersächsische Anbieter von Bautenschutz-Produkten, Holzfarben und -lacken sowie Bodenbeschichtungen kurzfristig einen Teil seiner Produktion für die Bekämpfung des Virus umgestellt: Der familiengeführte Betrieb produziert am Unternehmenssitz in Löningen Desinfektionsmittel und gibt diese zum Selbstkostenpreis an Rettungsdienste, medizinische Einrichtungen und öffentliche Institutionen zwischen Wilhelmshaven, Oldenburg, Cloppenburg, Delmenhorst und der Wesermarsch ab. Die Desinfektionsmittel entsprechen dabei den Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Bereits kurz nach dem Produktionsstart konnten mehr als 5.000 Liter zur Verfügung gestellt werden, inzwischen folgten richtige Großmengen. „Es ist für uns selbstverständlich, dass wir mit diesem Angebot unserer gesellschaftlichen Verantwortung für die Region nachkommen“, so Remmers-Vorstandsvorsitzender Dirk Sieverding. Leider war Remmers aufgrund der großen Nachfrage an Grenzen gestoßen, denn zuletzt war das dafür benötigte Ethanol nicht mehr verfügbar.

Darum ist das Unternehmen jetzt sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Die Remmers Gruppe und die Berentzen-Gruppe haben für die Herstellung des dringend benötigten Desinfektionsmittels eine Kooperation vereinbart, um im größeren Stil Krankenhäuser, Rettungsdienste und andere medizinische Einrichtungen beliefern zu können. Der Spirituosenhersteller aus Haselünne hat dem Hersteller von bauchemischen Produkten sowie Holzfarben und -lacken im benachbarten Löningen dazu in dieser Woche insgesamt 40.000 Liter Ethanol geliefert.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Projekt gemeinsam mit einem Mittelständler aus unserer Heimatregion sozusagen nachbarschaftlich umsetzen können“, erklärt Oliver Schwegmann, Vorstand der Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft, und führt weiter aus: „Auf unseren eigenen Produktionslinien ist eine industrielle Fertigung von Desinfektionsmitteln nicht möglich, weil die Anlagen nicht explosionsgeschützt sind und sich auch nicht umrüsten lassen.“

Bei Remmers hingegen verfügen die Anlagen über den entsprechenden Schutz, weil dieser für die Herstellung der Produkte des Unternehmens notwendig ist. „Wir haben die Produktionsmöglichkeit aber keine gesicherte Rohstoffverfügbarkeit, während die Berentzen-Gruppe den Rohstoff aber keine diesbezügliche Produktionsmöglichkeit hat. Da lag die Idee nahe, mit der Berentzen-Gruppe zu kooperieren“, so Dirk Sieverding, Vorstandsvorsitzender der Remmers Gruppe AG.

Beide Unternehmen betreten in den Zeiten der Coronavirus-Pandemie Neuland. Während Remmers bislang nie Desinfektionsmittel hergestellt hatte, hat die Berentzen-Gruppe nie zuvor sogenannten vergällten – chemisch unverzehrbar gemachten – Rohalkohol aufbereitet. Dafür war eine behördliche Sondergenehmigung erforderlich.

„Diese Kooperation soll einen Teil dazu beitragen, als Unternehmen in diesen herausfordernden Zeiten im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen. Wir sehen uns gerade hier in der Region in einer gesellschaftlichen Verantwortung, der wir gerne nachkommen“, sind sich Schwegmann und Sieverding einig.

Abgegeben wird das von Remmers nach WHO-Rezeptur gefertigte Desinfektionsmittel ausschließlich an Rettungsdienste, medizinische und öffentliche Einrichtungen, nicht aber an Privatpersonen und gewerbliche Kunden.

Mittlerweile sind viele Medien auf die neuartige Produktion bei der Remmers Gruppe aufmerksam geworden, es gibt bereits vier verschiedene Filmproduktionen dazu.

Link: https://www.sat1regional.de/fehlendes-desinfektionsmittel-norddeutsche-firmen-reagieren-kreativ-und-helfen/

Link NOZ: https://www.noz.de/video/47992/farben-und-lackhersteller-remmers-fertigt-desinfektionsmittel-an

Link Nord-West-Media TV: https://www.nwm-tv.de/news/news-anzeigen/?news_id=13869

Link NDR: https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Corona-Firmen-reagieren-kreativ-und-helfen,corona1438.html

Optimierte Geländeplanung für die kommende „Interzum“

Die Welt ist angesichts der aktuellen Situation mehr denn je in Bewegung, aber sicher ist, dass es auch ein Business nach der Krise geben wird. Messen wird dabei eine besondere Bedeutung zukommen, denn sie sind für eine Wirtschaft Motor und Impulsgeber zugleich. Darüber hinaus schaffen Messen einen Raum und eine Begegnung, die sich virtuell so nicht abbilden lässt. „Internationale Leitmessen wie eine ,Interzum‘ sind pure Energie, die sich entfaltet, wenn Menschen zusammentreffen, im persönlichen und emotionalen Austausch stehen und sich daraus dann Business ergibt“, so Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse. „Deshalb bereiten wir uns unvermindert auf die ,Interzum 2021′ vor, denn wir wollen die Erfolgsgeschichte der Messe fortschreiben,“ so der Geschäftsbereichsleiter weiter. Das große Interesse an der „Interzum“ spiegelt sich auch im aktuellen Anmeldestand wider.

Gut zwölf Monate vor Eröffnung der nächsten „Interzum“ am 4. Mai 2021 zeigt das neue Konzept seine klaren Konturen: Mit neuer Messehalle 1plus die Hallenbelegung optimiert, Zuliefersegmente räumlich zusammengeführt und durchgängige Strukturen revitalisiert.

Augenfällig vor allem die neue Halle 1plus, die 2021 für das Segment „Materials & Nature“ erstmals in das Messekonzept integriert sein wird. Doch diese neue Halle ist nur ein Aspekt einer noch tiefer greifenden Strukturoptimierung der Ausstellungsfläche: Die räumliche Zusammenführung der Ausstellungsegmente ermöglicht es Ausstellern, sich wieder geschlossener in Angebotsschwerpunkten zu präsentieren. Die Folgen: Eine deutliche Effizienz- und Qualitätssteigerung für die Messebesucher, und damit erfolgreichere Kontaktaufnahme, erleichterte Geschäfte und schnellere Abschlüsse.

Bereits zur „Interzum 2019“ wurde für das neue Konzept das Fundament gelegt: Mit der Integration der Halle 10.1 in den Bereich „Textile & Machinery“ entstand eine geschlossene Hallenverbindung, eine Art „Band“, von Halle 9 über 10.1 bis in die Etagen 1 und 2 der Halle 11. Damit waren die Zulieferer für die Matratzenherstellung, für Stoffe und für die Materialverarbeitung auf einem zusammenhängenden Besuchsgang zu finden.

Diese Art der Besucherführung wird künftig aber auch für das Segment „Materials & Nature“ Geltung erlangen. Die Hallen 6, 4.2, 5.2 und 1plus bilden einen weiteren verbundenen Zirkel. Die Attraktivität dieser Beplanung hat bisher viele Aussteller überzeugt, sich bei der kommenden „Interzum“ frühzeitig zu engagieren – und erfreulicherweise nicht nur treue Bestandskunden, sondern zudem bisher nicht in Köln vertretene Global Player wie Financiera Maderera, S.A. oder Yildiz Entegre.

Der Bereich „Function & Components“ profitiert ebenfalls vom neuen Hallenkonzept, indem neben dem Schwerpunkt in den Hallen 7 und 8 künftig ein zweiter Hotspot in Halle 10.2 Gestalt annimmt. Dank der Konzentration auf nur zwei Zentren für den Beschlagbereich können im Frühjahr 2021 erfreulich viele Laufwege entfallen, sodass alle Besucher schnell und direkt ihre geplanten Geschäftsgespräche angehen können.

Selbstverständlich bleibt es in einem Jahr auch dabei, dass die Komponentenanbieter für die Büromöbelindustrie weiterhin als geschlossene Gruppe platziert sind. Die Geländeoptimierung ermöglicht es, mit dem Umzug von der Halle 5.2 in die Halle 5.1 das Erfolgsmodell für diese in sich homogen Gruppe fortzuführen.

„Ich bin überzeugt, dass wir mit unserer umfassend optimierten Geländeplanung einen großen Schritt nach vorn machen. Für die Zufriedenheit und den Geschäftserfolg unserer Aussteller und Besucher haben wir unsere internationale Leitmesse auch in diesem Aspekt justiert. Und mit Blick auf anstehende Veränderungen im Messegeschäft wollen wir für eine langfristig hohe Anziehungskraft und ein scharfes Profil der ,Interzum‘ genau jetzt die Fundamente nachhaltig vertiefen“, so das Fazit von Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse.

Michaela Schleypen, Owner & Creative Head von Floor to Heaven

„Mich hat für mein Unternehmen der erste Schock bereits im Januar ereilt: Die Ausbreitung des Coronavirus in China führte dazu, dass meine dort ansässige Produktion – ohne von einer Ansteckung betroffen zu sein – quasi gänzlich lahmgelegt war. Wir haben es dennoch geschafft, uns frühzeitig anzupassen, haben leichte Verzögerungen bei den Lieferzeiten gleich bekannt gegeben. Hinsichtlich der Fertigung läuft heute wieder alles völlig normal.

Die wirtschaftlichen Veränderungen und entsprechenden Konsequenzen kommen derzeit sehr zeitversetzt bei uns an, da unsere Kunden weltweit zu unterschiedlichsten Zeitpunkten Ihren Shutdown erfuhren. Entsprechend der aktuellen Auftragslage haben wir noch Auslieferungen bis in den Mai hinein.

Was den Auftragseingang angeht spüren wir mittlerweile leider einen Stillstand. Es gibt sehr, sehr viele Anfragen, jedoch viel weniger Aufträge durch stillgelegte Projekte, verlangsamte Bemusterungen oder Verzögerungen oder sogar komplette Stilllegung bei den Planungen.

Wir produzieren – aber es erscheint mir trotzdem so, als sei mein Universum kurzfristig lahmgelegt. Denn die Basis meiner Unternehmung lebt über den Kontakt zu Kunden und Interessenten. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass nach dem momentanen Stopp ein wahnsinniger Hype auf die Interiorbranche zurollen könnte. Als Ergebnis dessen, womit wir uns alle aktuell vermehrt befassen: Es zählt nicht mehr der Urlaub, nicht das Auto, nicht die neueste Fashion. Sondern unsere eigenen vier Wände. Ich bin mir sicher, dass die derzeitige Situation dazu führen wird, dass das eigene Zuhause, unser „Nest“ nun an erste Stelle rutschen wird. Und wir es erneuern und verschönern möchten, denn es ist der Platz, an dem wir uns am Ende zurückziehen mussten!“

Hilfspakete vor Ort

Ikea möchte in der Corona-Krise und den aktuellen Herausforderungen seiner Verantwortung als großer Einzelhändler gerecht werden. Mit dem Soforthilfe-Programm „Wir packen das gemeinsam – Ikea schnürt Hilfspakete vor Ort“ stellt das Unternehmen mit deutschlandweit 53 Einrichtungshäusern Sachspenden in Höhe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Engagement ist Teil einer globalen Konzerninitiative, die Sachspenden in Höhe von insgesamt 26 Millionen Euro für 30 Ikea Märkte weltweit umfasst.


„In diesen unsicheren Zeiten möchten wir den Menschen den Alltag ein kleines bisschen besser machen“, sagt Dennis Balslev, CEO und Chief Sustainability Officer
Ikea Deutschland. „Hierbei haben wir vor allem Krankenhäuser im Blick, die ihre Kapazitäten erweitern müssen, um infizierte Menschen zu behandeln. Gleichzeitig sehen wir einen höheren Bedarf an Schutzräumen für Frauen und Kinder, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, oder für obdachlose Menschen. Gerade Kinder in Gemeinschaftsunterkünften brauchen eine besondere Unterstützung.“


Um schnell und unbürokratisch zu helfen, hat
Ikea eine entsprechende Sortimentsliste zusammengestellt. Konkret geht es dabei um Ikea Produkte wie beispielsweise Matratzen, Möbel, Aufbewahrung und Textilien für Behelfskrankenhäuser (zur nicht-medizinischen Verwendung) und Notunterkünfte sowie Spiel- und Bastelmaterial für Kinder in Gemeinschaftsunterkünften.


„In einem ersten Schritt gehen jetzt unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort auf die Kommunen, Organisationen und Vereine zu, um den konkreten Bedarf im Einzelfall abzuklären“, erläutert Christiane Scharnagl, Sustainability Managerin
Ikea Deutschland. Es gibt bereits erste kleine Erfolgsgeschichten: „So haben wir die neuen Räume einer Jugendwohngruppe komplett eingerichtet, damit diese für mögliche Verdachtsfälle vorbereitet ist. Zusätzliches Geschirr ging an ein Pflegeheim, Aufbewahrungsboxen an den Katastrophenschutz. Und einer Kindernotunterkunft konnten wir gerade mit kompletten Betten und Spielsachen helfen.“