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Autor: Möbelfertigung

Wie beeinflusst COVID-19 den Markt für technische Konsumgüter in Deutschland?

Der Markt für technische Konsumgüter in Deutschland konnte in den ersten drei Märzwochen ein deutliches Umsatzplus verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag das Wachstum in Kalenderwoche 11, der Woche vor den bundesweiten Ausgangsbeschränkungen, bei über 20 Prozent. Vor allem Kühl- und Gefriergeräte waren bei Verbrauchern beliebt. Auch Computer Hardware und Equipment wie zum Beispiel Tastaturen wurden verstärkt nachgefragt. Das sind aktuelle Ergebnisse von Growth from Knowledge (GfK) zum Markt für technische Konsumgüter.

Das Coronavirus (COVID-19) breitet sich weltweit weiter aus. Auch Verbraucher in Deutschland müssen sich mit Einschränkungen in ihrem gewohnten Alltag arrangieren. Dementsprechend verändert sich ihr Kauf- und Konsumverhalten. So verzeichnet der Lebensmitteleinzelhandel aktuell einen Zuwachs, der vor allem auf Hamsterkäufe zurückzuführen ist. GfK-Ergebnisse zeigen, dass in den Kalenderwochen 9 bis 13 der Lebensmitteleinzelhandel (inkl. Drogeriemärkte) im Vergleich zu den Vorjahreswochen ein Umsatzplus von 21 Prozent ausweist. Dabei haben Produkte zur Hautdesinfektion den größten Umsatzsprung gemacht (+368 Prozent), aber auch die klassische Seife (fest/flüssig) konnte um 132 Prozent zulegen. Bei den Nahrungsmitteln werden vor allem Kloß-/Knödel-Trockenprodukte (+114 Prozent), Getreidemehl (+114 Prozent) und Reis (+112 Prozent) sehr stark nachgefragt.

Aber auch im Bereich der technischen Konsumgüter haben sich Verbraucher bereits vor offiziellen Schritten auf Schulschließungen, Ausgangsbeschränkungen und anderen Quarantänemaßnahmen vorbereitet.

„Unsere Point-of-Sales-Daten zeigen, dass der Umsatz im Markt für technische Konsumgüter in Kalenderwoche 11 um 20 Prozent gestiegen ist“, erläutert Markus Wittmann, GfK-Experte im Bereich technische Konsumgüter. „Für Händler und Hersteller ist es aktuell wichtiger denn je, die Entwicklung des Konsumverhaltens zu beobachten und auf diese außergewöhnliche Situation umgehend zu reagieren, indem Preis- und Sortimentsgestaltung den veränderten Realitäten in der Handelslandschaft angepasst werden.“

Die Lebensmittel, die von Konsumenten verstärkt und in vielen Fällen auf Vorrat gekauft werden, müssen natürlich auch aufbewahrt werden. So zeigen GfK-Daten, dass in der Kalenderwoche 12 der Umsatz von Kühlgeräten um 20,6 Prozent gegenüber der Vorjahreswoche angestiegen ist. Gefriergeräte wie Gefriertruhen und -schränke waren bei den Verbrauchern in Deutschland sogar noch gefragter. Der Umsatz konnte im Vergleich zur Vorjahreswoche mehr als verdreifacht werden (+230,2 Prozent).

In vielen Fällen arbeiten Arbeitnehmer in diesen Zeiten, wann immer es möglich ist, im Home Office. Da Schulen geschlossen sind, müssen Kinder zuhause lernen und online unterrichtet werden. Diese Gegebenheiten haben in den ersten drei Märzwochen dazu geführt, dass die Nachfrage nach Computer Hardware und Equipment sprunghaft angestiegen ist. Bei Mäusen, Tastaturen und Headsets wurden in Kalenderwoche 12 im Vergleich zur Vorjahreswoche Umsatzsteigerungen zwischen 23,2 Prozent (bei Headsets) und 75,8 Prozent (bei Tastaturen) verzeichnet. Auch Notebooks wurden verstärkt gekauft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag das Wachstum hier bei 70,1 Prozent.

GfK erhebt durch seine Handelspanels in mehr als 70 Ländern weltweit regelmäßig Daten zum Verkauf von technischen Konsumgütern. GfK Point of Sales Tracking sammelt fortlaufend Vertriebsdaten für mehr als 300 Produktgruppen und deckt dabei wichtige Einzelhändler und alle relevanten Vertriebskanäle ab. Es hilft Händlern und Herstellern, ihren Marktanteil und ihre Markenleistung zu messen und mit der Konkurrenz zu vergleichen.

Herzlichen Glückwunsch Horst Lach

Horst Lach feiert heute seinen 80. Geburtstag – und eigentlich wollte sich der Hanauer Unternehmer Urlaub nehmen und gemeinsam mit seiner Familie diesen besonderen Tag feiern. Doch das Coronavirus hat seine Pläne geändert, wie bei so vielen anderen auch.

Das stört Lach jedoch nicht im Geringsten: Für ihn ist es wieder eine neue Herausforderung und er läuft zur Höchstform auf. Hand in Hand mit seinem Sohn Robert Lach arbeitet er daran, das Unternehmen trotz der Krise bestmöglich weiterlaufen zu lassen – aktuell aus dem Homeoffice.

Lach hat in seinem 80-jährigen Leben schon einige Krisenzeiten erlebt und mit großem Geschick und Gespür das von seinem Vater 1922 gegründete und von ihm in den 60er Jahren übernommene Unternehmen durch die nicht immer leichten Zeiten gelenkt. Von einer gefragten Diamantschleiferei in den 20er Jahren hat er das Unternehmen fast 100 Jahre später zu einem erfolgreichen Werkzeughersteller entwickelt: Weltweit produziert Lach Diamant hochpräzise Diamant- und CBN-Werkzeuge und erarbeitet gemeinsam mit seinen Kunden aus der Automobil-, Luft- und Raumfahrt, Windkraft-, Elektronik-, der Möbelindustrie und dem allgemeinen Maschinenbau passende Werkzeugkonzepte. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen über 150 Mitarbeiter an den Standorten in Hanau, Lichtenau bei Chemnitz und in Grand Rapids im US-amerikanischen Michigan.

Aber nicht nur in Krisenzeiten beweist Horst Lach sein Geschick und Gespür für den nächsten notwendigen Schritt. In seinen mittlerweile 60 Dienstjahren prägte er mit „aus der Reihe tanzenden“ Ideen und nicht mehr wegzudenkenden Entdeckungen die Werkzeugbranche nachhaltig. So hat sich Horst Lach zum Beispiel 1969 intensiv mit dem damals neuen Schneidstoff „Borazon“ auseinandergesetzt, dessen Potential erkannt und in Folge die ersten CBN-Schleifscheiben für das Werkzeugschleifen hochlegierter Stähle entwickelt.

Die Entstehung neuer Materialien und über deren möglichen – noch nie dagewesenen – Einsatz in der Industrie zu tüfteln, war für Horst Lach wie für andere Kreuzworträtsel zu lösen – nur viel nachhaltiger: So war er quasi als „Mann der 1. Stunde“ mitverantwortlich für den Paradigmenwechsel der Holz- und Möbelindustrie in den 70er Jahren. Mit dem Einsatz von polykristallinem Diamant (PKD) erhöhten sich damals die Standzeiten nicht um Sekunden – wie sie heute gerechnet werden – sondern um Wochen oder gar um Monate. Eine Revolution in der Werkzeugindustrie.

Bis dato arbeitete die Holzindustrie ausschließlich mit Hartmetallwerkzeugen. Der Einzug von künstlich hergestelltem Diamant – dem polykristallinen Diamant – durch DeBeers und General Electric 1973 sollte die Industrie verändern. Doch wie den superharten Schneidstoff, der in Ronden hergestellt wurde, wirtschaftlich bearbeiten? Hier standen die Ingenieure weltweit vor einem Rätsel – schließlich herrschte zu dem Zeitpunkt die Meinung vor, Diamant könne nur mit Diamant bearbeitet werden.

Die zündende Idee kam Horst Lach: Warum nicht die Funkenerosion nutzen? Und tatsächlich: Es funktionierte! Der „elektrische Funken“ als Medium für eine zielgerichtete Formung des superharten PKD gilt als bahnbrechende Entdeckung und ermöglicht seitdem eine wirtschaftliche Bearbeitung der PKD-Ronden. So kann der Schneidstoff für Fräser, Bohrer, Drehwerkzeuge und Sägen genutzt werden. Damit war der Grundstein für die spätere Serienproduktion von Möbeln, Fußböden und Küchen und einige Jahre später auch für die Zerspanung sämtlicher NE-Metalle und Verbundwerkstoffe, z.B. in der Automobilindustrie, gelegt. Ohne diese Idee würde z.B. das Billy Regal eines bekannten Möbelhauses heute nicht 39 Euro kosten, sondern ein Vielfaches davon und für einfachste Einbauküchen müsste man sehr tief in die Tasche greifen. Diamantwerkzeuge werden u.a. auch für die Produktion des iPhones und iPads eingesetzt, die Bohrungen in Flugzeugflügeln sind aufgrund der benötigten Genauigkeit mit Diamantwerkzeugen gefertigt – es gibt unzählige weitere Einsatzbereiche für den superharten Schneidstoff – überall dort wo höchste Präzision benötigt wird.

Viele dachten vielleicht auch „jetzt ist er verrückt geworden, jetzt will er Holz mit Diamant bearbeiten“, als er auf der „Ligna“ 1979 als erstes Unternehmen weltweit ein komplettes Diamant-Werkzeug- und -Sägen-Programm für die Holzindustrie präsentierte. Wie oben erwähnt mit großem Erfolg für die Zukunft – nicht nur für sein Unternehmen – sondern für die gesamte Branche.

Für diesen revolutionären Schritt, Diamant als Schneidstoff für die Holzindustrie einzusetzen, wurde Horst Lach 1999 von der Firma DeBeers mit dem „DeBeers Diamond Award“ ausgezeichnet.

Diese Entdeckung führte Horst Lach zu einem weiteren mutigen Schritt: Zusätzlich zu dem Werkzeuggeschäft begann er Schärfmaschinen nach dem „Lach-EDG-Funkenschleif“-Verfahren (Electrical Discharge Grinding) zu bauen und diese mit seinen Ingenieuren auf den heutigen technisch hoch-entwickelten Stand weiterzuentwickeln – weltweit sind diese Maschinen in Schärfbetrieben bis heute im Einsatz.

Horst Lach zeichnet sich aus durch Mut, Intelligenz und großer Risikobereitschaft – mit einem untrüglichen Gespür für Innovationen, Neues zu denken und dies auch – entgegen vieler Unkenrufe – zu wagen. Die lange Liste der erfolgreichen Patente und umgesetzten Werkzeuglösungen haben Horst Lach den Namen „Pionier der Diamant- und CBN-Werkzeugbranche“ eingebracht und so manchem Mitbewerber das ein oder andere weiße Haar beschert. So löste z.B. die Entwicklung im Jahr 1999, eine Schneidplatte zum Drehen von Aluminium mit einem Spanbrecher auszustatten, Jubelrufe bei den Kunden aus. Endlich war ihr Problem gelöst: Der störende lange Span wird nun in kleinste Teile gebrochen und Beschädigungen in den weichen Legierungen der Werkstücke waren Geschichte.

Horst Lach kann sich auf ein großartiges Team von Mitarbeiten an allen Standorten verlassen und wird neben seinem Sohn Robert auch tatkräftig von seinen Töchtern Iris, Denise und Annabelle unterstützt. Stolz ist er auf diese dritte Generation, die gemeinsam mit ihm das Unternehmen erfolgreich weiterführt. Aktuell schreibt er aus Sicht eines Zeitzeugen den 12. Teil einer fortlaufenden Serie über die spannende Entwicklung von Diamant- und CBN-Werkzeugen und -Schleifscheiben in der modernen Industrie – nachzulesen online auf www.lach-diamant.de oder auf Wunsch auch per Email oder Post – Anfragen gerne an office@lach-diamant.de.

Horst Lach selbst sieht seine größten Errungenschaften im beruflichen Bereich, doch sein Elan und Engagement zeigen sich auch in seiner Freizeit. Nach wie vor ist der 80-jährige Unternehmer in jeder freien Minute auf dem Golfplatz unterwegs – mit voller Energie und Schwung erfolgreich dabei. Aber allem voran durchlebt er mit „seinem“ Verein sämtliche Höhen und Tiefen: Das Team der Eintracht Frankfurt feuert er als großer Fan live bei allen Heimspielen im Stadion mit seinem tiefen Bariton an.

Für ihn ist es eine private Herzensangelegenheit, die Hanauer Region im kulturellen wie sportlichen Bereich regelmäßig zu unterstützen – so steht zum Beispiel eine von ihm gesponserte Märchenfigur auf dem Platz vor dem Goldschmiedehaus in seiner Heimatstadt Hanau.

Ein Leben voll bahnbrechender Entdeckungen und Errungenschaften. Herzlichen Glückwunsch Horst Lach!

„Kinvaro T-Slim“ mit „Red Dot Design Award“ 2020 ausgezeichnet

Erneute Auszeichnung für Grass: Nachdem zuletzt das Schubkasten-System „Vionaro“ mit dem begehrten „Red Dot Award“ geehrt wurde, erhält Grass die Auszeichnung in diesem Jahr in der Kategorie „Product Design“ für das neue, am Markt einzigartige Bewegungs-System „Kinvaro T-Slim“.

Der „Red Dot Award“ steht für Werte, die in der Produktentwicklung besonders wichtig sind und die ihren Beitrag zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb leisten: Innovation und hohe Designqualität. Die internationale Jury verleiht das Qualitätssiegel lediglich an Produkte, die eine hervorragende Gestaltung aufweisen. Dementsprechend begehrt ist der Award. Allein im letzten Jahr wurden rund 6.500 Produkte eingereicht. Aus dieser enormen Anzahl an Einreichungen wurde „Kinvaro T-Slim“ als herausragendes Produkt ausgewählt. Grass gewinnt den beliebten Design-Award damit zum fünften Mal.

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung mit dem ,Red Dot Award‘“, sagt Harald Küper, Produktmanager bei Grass. „Der Award bestätigt uns in allem, was wir von unseren Kunden gehört haben: dass ,Kinvaro T-Slim‘ derzeit im Markt seinesgleichen sucht und mit seinen Vorteilen absolut den Zeitgeist trifft.“

Verleiht kurzfristig Kennzeichnungssysteme

Nachrichten über Solidarität in der Bevölkerung gibt es derzeit viele, täglich werden neue lokale Netzwerke zur Nachbarschaftshilfe gegründet, soziales Engagement wird großgeschrieben. Bluhm Systeme überträgt dieses Prinzip jetzt in die Geschäftswelt, denn die Auswirkungen der Corona-Krise spüren vor allem auch die produzierenden Unternehmen.

„Unser Ziel ist es, das aktuelle Engagement und die Hilfeleistung in dieser Krise einfach in die Business-Welt zu übertragen“ sagt Volker Bluhm, Prokurist des Kennzeichnungsexperten Bluhm Systeme aus Rheinbreitbach. „Also haben wir überlegt, welche Ressourcen uns zur Verfügung stehen und wie wir als Unternehmen jetzt wirklich nachhaltig helfen können.“

Denn in Krisenzeiten ist jetzt schnelle und unkomplizierte Hilfe gefragt. Unternehmen, die Nahrungsmittel oder Hygieneartikel produzieren, geraten aktuell aufgrund von Hamsterkäufen an ihre Kapazitätsgrenzen. Leere Regale sowie Angst vor Ansteckung im Einzelhandel führen zudem zu florierendem Online-Shopping. Teilweise verzeichnen Online-Händler zurzeit eine Steigerung des Bestellaufkommens von bis zu 500 Prozent.

Bei zahlreichen Unternehmen müssen die Produktions- und Logistikprozesse zurzeit auf Hochtouren laufen. Gleichzeitig sind die Themen Kennzeichnung und Fälschungsschutz mit Blick auf den Mangel an Hygieneartikeln wie Mundschutz und Desinfektionsmitteln wichtiger denn je.

Ab sofort können betroffene Unternehmen Geräte zur Direktkennzeichnung von Produkten wie Tintenstrahldrucksysteme oder Laserbeschrifter kurzfristig bei Bluhm ausleihen. Auch zahlreiche verschiedene Etikettendrucker und Druck-Spendesysteme für den Versand von Kartons oder die Etikettierung von Paletten stellt Bluhm unverzüglich bereit.

Direktbeschrifter eignen sich insbesondere zur Kennzeichnung von Produkten und Kartonagen mit zahlreichen Daten wie Chargeninformationen, MHDs und Barcodes. Neben Tintenstrahldruckern, die verschiedene Technologien wie Thermischen, Piezo oder Continuous Inkjetdruck verwenden, hält Bluhm Systeme ebenfalls Laserbeschrifter in seinem Portfolio. Lasermarkierer zeichnen sind durch fälschungssichere Kennzeichnungsergebnisse aus.

Etikettierer und Etikettendruckspender werden oftmals zur Beschriftung von Kartons und Paletten eingesetzt. Neben Einsteigersystemen, die individuelle Versandkartons wiegen, messen und kennzeichnen, bietet Bluhm Geräte und Software, die komplette Logistikprozesse vollautomatisch steuern können.

Interessierte Unternehmen melden sich unter 02224 7708-642 oder info@bluhmsysteme.com

ZDH

Betriebsbefragung zur Corona-Pandemie

Um die Folgen der Corona-Pandemie für die Handwerkswirtschaft besser beurteilen zu können, hat der ZDH gemeinsam mit vielen Handwerkskammern und Fachverbänden des Handwerks Handwerksbetriebe zu deren Auswirkungen auf die aktuelle Geschäftstätigkeit befragt. Die Umfrage wurde vom 23. bis zum 25. März 2020 durchgeführt. Insgesamt haben sich 4.895 Betriebe an der Befragung beteiligt.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und Europa hat zu drastischen Einbrüchen bei der Geschäftstätigkeit der Handwerksbetriebe geführt. So berichten aktuell drei von vier Betrieben von coronabedingten Umsatzrückgängen (77 Prozent). Im Gesamthandwerk sind die Umsätze der Betriebe dabei um durchschnittlich 53 Prozent zurückgegangen. In den einzelnen Handwerksbranchen ist das Bild etwas differenzierter: Am häufigsten von Umsatzeinbrüchen betroffen sind die Gesundheits-, die Kfz- und die persönlichen Dienstleistungshandwerke wo jeweils mehr als 90 Prozent der Betriebe von Umsatzrückgängen berichten. Die prozentual höchsten Umsatzrückgänge gibt es ebenso bei persönlichen Dienstleistern (88 Prozent) und den Gesundheitshandwerken (76 Prozent). Derzeit noch am geringsten fällt die Betroffenheit in den Bauhauptgewerken aus.

Viele Abnehmer handwerklicher Produkte leiden unter Umsatz- und Nachfragerückgängen. Auch private Kunden sagen aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus bspw. Familienfeiern oder Installateurstermine ab. Dadurch hat sich der Auftragsbestand der Betriebe stark verringert – im Gesamthandwerk liegt die Quote der stornierten Aufträge aktuell bei 45 Prozent, insgesamt berichten 55 Prozent der Betriebe von Stornierungen. Von stornierten Aufträgen berichten am häufigsten die Lebensmittel- (85 Prozent), persönlichen Dienstleistungs- (77 Prozent) und Kfz-Betriebe (75 Prozent). Hingegen deutlich seltener davon betroffen sind die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (40 Prozent) und die Bauhaupthandwerke (45 Prozent). Die höchsten Stornierungsquoten gibt es bei den persönlichen Dienstleistern (82 Prozent) und den Gesundheitshandwerken (60 Prozent). Während diese Quote in den Bau- und Ausbauhandwerken sowie bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf mit etwa einem Drittel deutlich geringer ausfällt.

Zudem fehlen in vielen Betrieben Mitarbeiter, weil sie an dem Virus erkrankt sind, unter Quarantäne stehen oder aufgrund der geschlossenen Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen nicht zur Arbeit kommen können. Davon sind auch viele Gewerke betroffen, die zur Sicherung der Grundversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln oder zur Wartung und Instandhaltung von Infrastrukturen und Fahrzeugen unerlässlich sind – leider ist das Bewusstsein dafür, welche Bedeutung viele Handwerker für das Allgemeinwohl haben, noch nicht überall vorhanden und nicht alle unabkömmlichen Gewerke wurden von den zuständigen Stellen als systemrelevant eingestuft. Aktuell sind 36 Prozent der Betriebe von einem coronabedingten Personalausfall betroffen, womit im Gesamthandwerk durchschnittlich jeder dritte Mitarbeiter ausfällt. Noch deutlich dramatischer stellt sich die Situation bei Gesundheitshandwerkern und persönlichen Dienstleistern dar: Hier fallen sogar 50 bzw. 72 Prozent der Beschäftigten im Befragungszeitraum aus.

Aktuell sind auch die internationalen Lieferketten durch Produktionsausfälle in vielen betroffenen Staaten gestört oder unterbrochen. Damit wird die Versorgung mit dringend benötigten Materialien, Vorprodukten, Komponenten oder Betriebsmitteln erschwert. Die Folge ist eine zunehmende Angebotsverknappung bei handwerklichen Dienstleistungen und Produkten. Derzeit sind im Gesamthandwerk 31 Prozent der Betriebe von diesen Versorgungsschwierigkeiten betroffen, die sich natürlich zusätzlich negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Besonders von den Lieferproblemen betroffen sind die Bau- und Ausbauhandwerke sowie die Handwerke für den gewerblichen Bedarf und den Kfz-Bereich, wo jeweils mehr Betriebe als im gesamthandwerklichen Durchschnitt von entsprechenden Engpässen berichten.

Von den behördlich angeordneten Betriebsschließungen sind vor allem die Gewerke mit Ladenlokal betroffen. Im Gesamthandwerk erreicht der Anteil dieser Betriebe bereits 16 Prozent und dürfte weiter zunehmen. Besonders betroffen sind die persönlichen Dienstleister im Handwerk: Inzwischen mussten bundesweit 76 Prozent der Betriebe vorübergehend schließen.

Im Vergleich zur Vorwoche haben die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäfte der Handwerksbetriebe noch einmal zugenommen: 58 Prozent der Inhaber melden, dass sich der Umsatzrückgang innerhalb einer Woche verstärkt hat. Hinzu kommen 54 Prozent, die von einer Zunahme bei den Auftragsstornierungen berichten, und 26 Prozent, deren verfügbare Personalkapazitäten nochmals zurückgegangen sind. Auch die Probleme bei der Verfügbarkeit von Materialien, Vorprodukten, Komponenten und Betriebsmitteln haben sich im Vergleich zur Vorwoche bei mehr Betrieben verschärft (29 Prozent) als verringert (7 Prozent). Am deutlichsten verschärft hat sich die Umsatz- und Auftragssituation in den Gesundheits- sowie den Kfz- Gewerken. Hingegen hat sich die Personalsituation am merklichsten in den Bauhauptgewerken verschlechtert. Die Versorgungslage für Materialien, Vorprodukte, Komponenten und Betriebsmittel hat sich ebenfalls in den Bauhaupt- sowie den Handwerken für den gewerblichen Bedarf am deutlichsten im Vergleich zur Vorwoche verschlechtert.

Die Betriebe passen sich der herausfordernden wirtschaftlichen Situation an und haben bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt oder geplant, um auf den Nachfrageeinbruch bzw. auf die gestörten Lieferketten zurückzuführende Produktionsausfälle zu reagieren. Im Gesamthandwerk benennen 42 Prozent der Betriebe den Abbau von Arbeitszeitkonten als geeignetes Mittel, 43 Prozent die Anordnung von Urlaub für die Beschäftigten und 58 Prozent die Beantragung von Kurzarbeitergeld für (Teile) der Belegschaft. Darüber hinaus ist für 11 Prozent die Kündigung von Mitarbeitern vorstellbar und für 18 Prozent die vorübergehende Schließung des eigenen Betriebs. Den Abbau von Überstunden wollen am häufigsten (53 Prozent) die Handwerke für den gewerblichen Bedarf nutzen. Bei der Anordnung von Urlaub sind dies wiederum die Handwerke für den gewerblichen Bedarf sowie die Ausbaugewerke (jeweils 50 Prozent) die Gewerkegruppen, die dies am häufigsten benennen. Kurzarbeit wird vor allem von den Gesundheits- (79 Prozent), den Bauhaupt- (75 Prozent) und den Kfz-Gewerken (71 Prozent) genannt. Zu Kündigungen würden notfalls vor allem die Lebensmittelhandwerker (17 Prozent) greifen. Beinahe ebenso häufig die Kfz- (15 Prozent) und die Gesundheitshandwerker (14 Prozent). Betriebsschließungen werden am häufigsten von den persönlichen Dienstleistungsgewerken genannt (53 Prozent).

Um die aktuelle wirtschaftliche Schwächephase zu überstehen, sind für die Handwerksbetriebe vor allem nicht zurückzahlbare Zuschüsse das Mittel der Wahl, wenn sie sich ein Unterstützungsinstrument aussuchen dürften (69 Prozent). Aufgrund seiner kleinteiligen Struktur würden vielen Betrieben bspw. Darlehen oder Kredite, die von 31 Prozent genannt werden, nur bedingt nützen. Vielfach wird befürchtet, diese auch nach der Überwindung der wirtschaftlichen Schwächephase nicht zurückzahlen zu können. Überwiegend begrüßt werden zudem die zumindest zum Teil bereits umgesetzten Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld (61 Prozent) sowie die vorgesehenen Steuerstundungen (55 Prozent). Auf Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld setzen vor allem die Gesundheitshandwerke und die Bauhauptgewerke (jeweils 73 Prozent). Steuerstundungen werden wiederum am häufigsten von den Gesundheitshandwerkern präferiert (69 Prozent). Liquiditätshilfen sehen vor allem die Kfz-Gewerke als geeignet an (42 Prozent). Zuschüsse insbesondere die persönlichen Dienstleistungsgewerke (80 Prozent), die Kfz- (77 Prozent) und die Gesundheitshandwerke (74 Prozent).

Hat sich zur Absage der 50-Jahr-Feier entschlossen

Eigentlich war ein großes Fest mit Kunden, Geschäftspartnern und Freunden des Hauses geplant, denn Prüm schreibt 2020 50 Jahre seit der Unternehmensgründung. Jetzt hat sich der Türhersteller dazu entschieden, alle Festaktivitäten zu stoppen und die lange geplanten Feierlichkeit im September abzusagen.

„Die Corona Krise hat zu gravierenden Einschnitten in unserem sozialen und wirtschaftlichen Leben geführt. Wir sehen daher in den nächsten Monaten unsere primäre Aufgabe darin, die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden zu schützen und die wirtschaftlichen Schäden zu minimieren, um alle Arbeitsplätze zu erhalten.
Daher haben wir uns schweren Herzens entschlossen, unsere Jubiläumsveranstaltung am 17. September abzusagen. Wir sind uns sicher, dass es auch in Zukunft wieder Gelegenheiten zum Feiern geben wird, zum jetzigen Zeitpunkt haben sich die Prioritäten allerdings verschoben. Nun kommt es zunächst darauf an, die noch nie dagewesene Herausforderung zu meistern. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und bleiben Sie gesund! Ihr Prüm-Türenteam“, heißt es seitens der Eifeler.

Website präsentiert alle Informationen und Quellen, die Unternehmen jetzt helfen können

Die ganze Welt durchlebt eine sehr kritische Zeit. Die durch die Covid-19-Pandemie verursachte Notlage zwingt Menschen, Familien, Unternehmen und Organisationen, ihr tägliches Leben auf radikale und oft dramatische Weise zu ändern. In den frühen Tagen des Virusausbruchs beschleunigte stellte Acimall sofort auf intelligentes Arbeiten um, um die Geschäftskontinuität für alle Mitgliedsunternehmen und Partner zu gewährleisten. Der Verband ist also einsatzbereit und alle Dienstleistungen sind garantiert.

Die Verschiebung der „Xylexpo“, der alle zwei Jahre stattfindenden Ausstellung, die vom Mitgliedsverband der Confindustria organisiert wird, hat zu einer großen Anzahl von Informationsanfragen geführt, die von der Organisation reibungslos bearbeitet wurden.

Acimall hat auch einen direkten Kanal zwischen der Confindustria – dem Unternehmerverband, in dem sie die Holzbearbeitungstechnologiebranche vertritt – und ihren Mitgliedsunternehmen eröffnet und jede Mitteilung und Initiative an die italienischen Unternehmen vermeldet.

„Dies sind schwierige Zeiten, und wir müssen alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um unsere Mitgliedsunternehmen, insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen, zu unterstützen“, sagte Lorenzo Primultini, Präsident von Acimall. „Seit Anfang Mai haben wir mit Unterstützung von Confindustria und Federmacchine daran gearbeitet, die Regierungsbehörden für die Maßnahmen zu sensibilisieren, die zur Unterstützung unserer Industrie und der Produkte aus Italien erforderlich sind und haben die verfügbaren Ressourcen eingesetzt, um den Aufschwung zu beschleunigen, wenn diese Krisenzeit endlich vorbei ist“.

Die Website www.acimall.com stellt alle Informationen und Quellen vor, die betroffenen Unternehmen helfen können und unterstützt das starke Engagement der Confindustria bei der Suche nach möglichen Lösungen.

Acimall hat auch beschlossen, konkrete Unterstützung gegen den Virus zu leisten und lädt alle Mitgliedsunternehmen ein, das provisorische Krankenhaus zu unterstützen, das im Inneren der Rathäuser von Fieramilano eingerichtet wurde. (http://www.fondazionecomunitamilano.org/fondi/fondo-ff-lottacoronavirus/).

Endgültige Absage für die Mailänder Möbelmesse

Es war leider zu erwarten: Die Ausgabe 2020 des „Salone del Mobile.Milano“ ist angesichts der andauernden Coronavirus-Pandemie abermals vom kommenden Juni auf das nächste Jahr verschoben worden. Die Veranstaltung findet nun vom 13. bis 18. April 2021 statt. Die Ausgabe, die zugleich das sechzigjährige Jubiläum bedeutet, wird dabei eine besondere werden: So werden die sonst alternierend stattfindenden „Satelliten“ zum gleichen Zeitpunkt zusammenkommen.
Im April 2021 werden also die große Einrichtungsmesse „Salone Internazionale del Mobile“ mit den Spezialmessen „Workplace 3.0“ (Büro), „S.Project“ (ganzheitliches Wohnen) und „Euroluce“ (Beleuchtung) mit der für ursprünglich 2020 geplanten „Eurocucina“ (Küche), „FTK“ (Technology for Kitchens) und Badausstellung geclustert.

Die branchenweite Messe werde eine neue Gelegenheit bieten, um Synergien der gesamten Lieferkette zu mobilisieren, so heißt es von Seiten der Messeveranstalter. Noch nicht veröffentlicht ist die Planung, wie sich die jeweiligen Themen auf dem Messegelände verteilen. Denn bislang galten alle Mailänder Messen in den letzten Jahren als vollbesetzt und ausgebucht. Ebenso bleibt die künftige Terminierung der Messen, die bislang im Zwei-Jahres-Zyklus liefen, noch unbeantwortet.

Auch aus Köln steht noch die Antwort aus, wie sich die „Livingkitchen“ 2021 zu der Ballung der internationalen Küchenmessen – mit nur drei Monaten Abstand – stellt.

Unterstützt die CNC-Industrie – Nutzung der Plattform kostenlos möglich

Seit Wochen werden existenziell bedrohliche Probleme in der produzierenden Industrie noch dramatischer. Das Beben und die zahlreichen Nachbeben zum Ausbruch des Corona Virus zeigen, wie anfällig die komplexen, globalen Lieferketten sind. Verschärft wird die Situation durch das Verlassen auf die liebgewonnenen, punktgenauen Just-in-Time-Lieferungen. Kommt eine Lieferung nur einen Tag später, potenziert sich diese Lücke in vielen anderen Teilen der Supply-Chain zum riesigen Problem. Stillstand, massive Umsatzeinbrüche, Kostenexplosion, Vertragsstrafen bei Lieferverzug, bis hin zur Kurzarbeit können die Folgen sein, wenn die Produktions- und Lieferkettenausfälle länger andauern. Orderfox.com trägt als schnelle, einfache und kostengünstige Lösung dazu bei, die Folgen von Corona & Co. abzuwehren. Darum bietet das Unternehmen der CNC-Branche an, die Plattform ab sofort und vorerst bis 30. April 2020 kostenlos zu nutzen.

Flexibilität und Schnelligkeit sind gefordert, wenn Einkäufer kurzfristig neue und zuverlässige Lieferanten mit sofort verfügbaren CNC-Kapazitäten – oder CNC-Fertiger neue Produktionspartner finden wollen. Orderfox.com unterstützt alle Unternehmen, die mit Ausfällen unterschiedlichster Art zu kämpfen haben, durch zahlreiche Plattform-Features: Schnelle Identifikation von hochqualitativen Partnern anhand derer Zertifikate, Kompetenzen und technischen Ausstattungen. Suche von Partnern in jedem Gebiet der Erde. Eingrenzen der Suchen auf kilometergenaue Umkreise. Reduzierter Reiseaufwand durch schnelle und sichere digitale Abwicklung von CNC-Aufträgen, inklusive Echtzeitdialog der Geschäftspartner über eine Chatfunktion. Schnelligkeit durch reduzierte Prozessaufwände mit standardisiertem, sicheren Auftrags- und Angebotsmanagement.

Besonders in Zeiten mit schwierigem Beschaffungsumfeld und wirtschaftlichen, globalen Schwankungen ist Orderfox.com ein unverzichtbares Instrument, den Flow in den Lieferketten zwischen Auftraggebern und Produzenten sicherzustellen. Lieferengpässe in manchen Regionen können durch das aktiv werden in anderen Regionen behoben werden – Lieferketten und Lieferfähigkeiten können auch in Krisenzeiten aufrechterhalten werden. Neue Produktionsketten können durch das schnelle Finden von geeigneten, lieferfähigen Partnern in jeder Region der Weltmärkte aufgebaut werden. Dass Orderfox.com mit seinen weltweit über 20.000 aktiven Mitgliedern auf dem richtigen Weg ist, zeigt gerade die aktuelle Corona-Entwicklung. Dieser globalen Krise begegnet man am besten mit einem globalen Instrument, das seine Stärken auch regional ausspielt.