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Autor: Möbelfertigung

Wird Mitglied im Förderkreis vom Bund deutscher Innenarchitekten

Als Hersteller nachhaltiger Steinoberflächen für die Welt der Architektur und des Designs engagiert sich Cosentino beim bdia. Der Berufsverband bietet rund 6700 Innenarchitektinnen und Innenarchitekten eine Plattform, die inspirieren und realisieren hilft. Ergänzend gibt es das „C⋅Top Design“ Programm von Cosentino.

„Consentino zielt auf Nachhaltigkeit in der Produktion und im Vertrieb, engagiert sich für die Kreislaufwirtschaft und hat so Vorbildcharakter für andere Unternehmen in der Branche. Damit haben wir einen wichtige Impulsgeber im Kreis unserer Förderkreisunternehmen gewonnen,“ so Frithjof Jönsson, Bundesgeschäftsführer des bdia.

Mit den Cosentino-Produkten lassen sich im Interior Design robuste Küchenarbeitsplatten, ästhetische Möbelfronten sowie großformatige Wandverkleidungen und fugenarme Bodenbeläge in zahlreichen Dekoren realisieren.

„Mit mehr als hundert Designs, Materialstärken von 4 mm bis 30 mm und Formaten bis 3200 mm x 1440 mm lassen sich unsere Oberflächen äußerst vielseitig einsetzen“, sagt Hendrik Willems, Regional Director Benelux & Germany. „Wir möchten gemeinsam mit Innenarchitektinnen und Interior Designern neue Ideen zur Gestaltung von Lebensräumen entwickeln und umsetzen und freuen uns sehr auf den Dialog im bdia!“

Mit „C⋅Top Design“ bietet Cosentino Interior-Experten zusätzlich eine multimediale Plattform, um international Inspirationen zu sammeln und eigene Lösungen zu präsentieren. Services wie die Bemusterung innerhalb von 48 Stunden, Zugang zum E-Commerce, Tools für die Angebotserstellung und Visualisierung sowie Orte für digitale und reale Begegnungen sind ebenfalls Teil des Programms.

Regelinsolvenzen gestiegen

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist im Dezember 2022 um 3,1 Prozent gegenüber November 2022 gestiegen. Im November 2022 hatte die Zahl um 1,2 Prozent gegenüber Oktober 2022 zugenommen. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Verfahren erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor. Die Insolvenzstatistik bildet nur Geschäftsaufgaben ab, die im Zuge eines Insolvenzverfahrens ablaufen, nicht jedoch solche aus anderen Gründen beziehungsweise vor Eintritt akuter Zahlungsschwierigkeiten.

Im Oktober 2022 haben die deutschen Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen 1.245 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren 17,9 Prozent mehr als im Oktober 2021. Bereits im September war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 17,6 Prozent angestiegen.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus den im Oktober 2022 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 0,8 Milliarden Euro. Im Oktober 2021 hatten die Forderungen bei knapp 1,0 Milliarden Euro gelegen.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Oktober 2022 im Baugewerbe mit 251 Fällen (Oktober 2021: 193; plus 30,1 Prozent). Es folgte der Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) mit 206 Verfahren (Oktober 2021: 160; plus 28,8 Prozent).

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist im Oktober 2022 um 15,7 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gesunken. Die Entwicklung der Verbraucherinsolvenzen ist seit Mitte 2020 im Zusammenhang mit einem Gesetz zur schrittweisen Verkürzung von Restschuldbefreiungsverfahren von sechs auf drei Jahre zu betrachten. Die Neuregelung gilt für seit dem 1. Oktober 2020 beantragte Verbraucherinsolvenzverfahren. Sie ermöglicht den Betroffenen einen schnelleren wirtschaftlichen Neuanfang im Anschluss an ein Insolvenzverfahren. Daher ist davon auszugehen, dass viele überschuldete Privatpersonen ihren Insolvenzantrag zunächst zurückhielten, um von der Neuregelung zu profitieren. Dieser Nachholeffekt sorgte ab Anfang 2021 für einen starken Anstieg der Verbraucherinsolvenzen und scheint inzwischen beendet.

Homing bleibt der Mega-Trend

Umso schwieriger die äußeren Umstände, desto wertvoller wird das eigene Zuhause: Wie sich Inflation, finanzielle Einbußen und Kostendruck auf die Menschen weltweit auswirken, hat Ikea in seinem jüngsten Home Report 2022 untersucht. Mit dem Ergebnis, dass einerseits zwar die existenziellen Sorgen zunehmen, andererseits aber auch der Hang zum Cocooning wichtiger wird.

37.405 Menschen in 37 Ländern ließ Ikea für die YouGov-Studie nach ihren Sorgen und Bedürfnissen befragen. Dass die wirtschaftliche Lage und die finanzielle Situation zu den bewegendsten Themen gehören, wird von 66 bzw. 61 Prozent der Befragten bestätigt. Die Auswirkungen des Klimawandels erreichen 56 Prozent auf dem Sorgen-Barometer. Die Angst vor Arbeitsplatzverlust plagt ein Fünftel weltweit (21 Prozent).

Aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten verwerfen oder verschieben mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Befragten weltweit zugleich ihre Renovierungspläne zu Hause. Jede/r Zehnte geht sogar davon aus, dass sich die steigenden Ausgaben auf wichtige Lebensereignisse wie die Heirat des Partners oder der Partnerin und die Familienplanung auswirken werden.

Auf der anderen Seite stellt Katie McCrory, verantwortlich für den „Life at Home Report“ fest: „Nach zwei Jahren, die durch Lockdowns zum Schutz unserer Gesundheit geprägt waren, sehen viele Menschen nun die Notwendigkeit, vermehrt zu Hause zu bleiben, um Kosten zu sparen. Das hat zur Folge, dass unser Zuhause jetzt mehr leisten muss als jemals zuvor. Alarmierend ist jedoch, dass nur die Hälfte der Befragten weltweit (56 Prozent) bestätigt, sich im eigenen Zuhause wohlzufühlen.“ Was zugleich die Chancen vergrößert, das Thema Cocooning und Einrichtung noch stärker ins Bewusstsein zu rufen: Wenn das Zuhause die eigene Persönlichkeit widerspiegelt, sei die Wahrscheinlichkeit fast doppelt so hoch (1,7-mal), dass die Menschen es als Quelle für mentales Wohlbefinden empfinden. Immerhin: Vier von zehn Personen sagen, dass sie ihr Zuhause positiver wahrnehmen als zur gleichen Zeit im letzten Jahr. Viele Menschen nutzen ihr Zuhause außerdem multifunktionaler als bisher. Arbeiten, Entspannen, Spielen, Sport und noch vieles mehr findet in verschiedenen Räumen im Zuhause statt. Acht Prozent der Befragten weltweit haben in den letzten 12 Monaten sogar teilweise im Badezimmer gearbeitet, gibt die Studie an.

„Es gibt viele Methoden und Kniffe, mit denen wir unsere Lieblingsstücke in Szene setzen und Räume so optimieren können, dass sie unsere Persönlichkeit widerspiegeln. Bei Ikea wissen wir durch die jahrelange Arbeit am Life at Home Report, dass wir uns umso wohler fühlen, je besser uns auch unser Zuhause gefällt“, schlussfolgert Katie McCrory in eigener Sache.

Neue Version der „ISO/IEC 27001“ für mehr Cybersicherheit

Cyberbedrohungen stellen mittlerweile eines der größten Risiken für Unternehmen dar. Deshalb wurde der international etablierte Standard „ISO/IEC 27001“ für Informationssicherheit überarbeitet und enthält nun neue Maßnahmen für mehr Cybersicherheit und Datenschutz. Im Herbst 2025 endet die Übergangsfrist. Ein aktuelles Whitepaper von TÜV Süd gibt einen Überblick.

„Ein Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) kann Unternehmen jeder Größe helfen, sich gegen Cyberangriffe und andere böswillige Datenmanipulationen effektiv zu schützen. Mit einer ,ISO/IEC 27001‘-Zertifizierung stärken Unternehmen ihren Schutz vor Cyberangriffen und beugen dem Verlust sensibler Informationen vor“, erläutert Alexander Häußler, Global Product Performance Manager IT and Lead Auditor bei TÜV Süd.

Der Standard „ISO/IEC 27001“ ist die international führende Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS) und damit auch für die Cybersicherheit. Nach einer Überarbeitung im Oktober 2022 löst die neue „ISO/IEC 27001:2022“ die bisher geltende „ISO/IEC 27001:2013“ ab. Dadurch erhält die Sicherheitsnorm eine lange erwartete Anpassung bei Maßnahmen zu IT-Sicherheit, Datenschutz sowie konkrete Maßnahmen zur Cloudsicherheit.

Die wichtigsten Änderungen betreffen die im Anhang A definierten Maßnahmen (Controls): Diese wurden von bisher 114 auf 93 reduziert und in vier Abschnitten neu gegliedert: Organisational Controls (37 Maßnahmen), People Controls (8 Maßnahmen), Physical Controls (14 Maßnahmen), Technological Controls (34 Maßnahmen). Neu eingeführt wurden 11 Maßnahmen. Diese betreffen unter anderem Datenmaskierung (um Daten für Hacker unbrauchbar zu machen), die Überwachung von Aktivitäten (um unübliche IT-Aktivitäten zu entdecken), sowie Informationssicherheit für die Nutzung von Cloud-Diensten.

Die Übergangsfrist beträgt 36 Monate ab Veröffentlichung der Norm, daher muss die Umstellung bestehender Zertifikate auf die neue „ISO/IEC 27001:2022“ bis zum Herbst 2025 abgeschlossen sein. Unternehmen, die bereits nach „ISO/IEC 27001:2013“ zertifiziert sind, haben noch rund drei Jahre Zeit, um den Übergang zum neuen Standard durchzuführen. Sie sollten sich dennoch möglichst bald mit den Neuerungen auseinandersetzen, denn diese haben hohe Bedeutung für die Informationssicherheit.

Erhält erneut das Qualitätssiegel „CrefoZert“

Zum dritten Mal in Folge bestätigte die Firma Creditreform bestätigt der Weber Schraubautomaten GmbH einen Bonitätsindex von 100. Damit erreicht Weber erneut die höchstmögliche Bewertung durch den unabhängigen Finanzanalysten und erhält dafür das Qualitätssiegel „CrefoZert“.
Dieses bescheinigt dem Unternehmen höchste Sorgfalt, Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit in allen geschäftlichen Aspekten. Insbesondere werden Zahlungsfähigkeit und Liquidität mit Bestnoten versehen – Weber erreicht in allen Bewertungen die maximale Punktzahl.
Von allen bundesweit geprüften Unternehmen erreichen nur etwa zwei Prozent den maximalen Bonitätsindex von 100. Deshalb gilt „CrefoZert“ als „Goldstandard“ der Wirtschaftsprüfer und wird nach umfassender Prüfung und Bewertung anhand klar definierter und transparenter Kriterien vergeben.
„Man kann fast schon von einer Tradition sprechen, denn mit der dritten Verleihung von ,CrefoZert‘ in Folge haben wir bewiesen, dass Weber sowohl Technologieführer mit seinen Produkten und Lösungen ist – gleichzeitig aber auch über höchste wirtschaftliche Kompetenz in allen Geschäftsbereichen verfügt“, so Karl Bujnowski, Geschäftsführer bei Weber. „Diesen Weg werden wir in den nächsten Jahren konsequent weitergehen.“
Der Bonitätsindex wird regelmäßig geprüft und muss verteidigt werden. Damit ist sichergestellt, dass die wirtschaftlichen Aktivitäten des Unternehmens dauerhaft stabil und verlässlich sind.

Dreifach mit dem „German Design Award“ ausgezeichnet

Das Triple geholt: Mit „Novare“, „Verona“ und „Ina“ erhielt ADA gleich dreimal den „German Design Award 2023“. Zwei Sofas und eine Essgruppe räumten in der Kategorie „Special Mention“ ab. Einer Auszeichnung, die für bemerkenswerte Designleistungen verliehen wird.

„Die Prämierung ist eine große Anerkennung für unsere Arbeit. Ich freue mich sehr, dass gleich drei Möbel mit diesem Award ausgezeichnet wurden. Es zeigt, dass wir den richtigen Weg für zukünftiges Produktdesign eingeschlagen haben“, so Thomas Probst, Head of Design bei ADA.

Andreas Undesser, ADA Chief Development Officer, ergänzt: „Ich bin sehr stolz auf unser Entwicklungs- und Designteam. Der German Design Award genießt sowohl in Fachkreisen als auch weltweit hohes Ansehen. Umso mehr ist das eine Bestätigung für unser Gespür für Trends und Innovationen.”

International zählt der German Design Award branchenübergreifend zu den angesehensten in der Designwelt. Seit 2012 identifiziert der Rat für Formgebung – eines der weltweit führenden Kompetenzzentren im Bereich Design, Marke und Innovationen – internationale Trends. Dieser Premiumpreis zeichnet jährlich Einreichungen im Produkt- und Kommunikationsdesign sowie in der Architektur aus.

Verantwortungsvolle Rahmenbedingungen in Sachen Biomassestrategie gefordert

Angesichts bevorstehender politischer Weichenstellungen in der Umwelt-, Bau- und Wirtschaftspolitik fordert ein Bündnis aus Wald-, Forst- und Holzverbänden, inklusive des HDH, von der Bundesregierung verantwortungsvolle Rahmenbedingungen, die auf einer verlässlichen Datengrundlage fußen. Insbesondere haben die mehr als 20 beteiligten Organisationen dabei die ausstehende Biomassestrategie der Regierung im Blick.

In einem Schreiben an maßgebliche Ministerinnen und Minister betonen die unterzeichnenden Verbände den Stellenwert von Holz für die aktuelle Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Der Nationalen Biomassestrategie komme dabei besondere Bedeutung zu. Allerdings bestehen „zahlreiche sich in der Zielsetzung bzw. Wirkung teilweise widersprechende forst- und umweltpolitische Maßnahmen auf Landes-, Bundes- und Europaebene”, wie es in dem Schreiben heißt. In diesem Zusammenhang verweisen die Verbände auf geplante oder erwogene Maßnahmen zu Nutzungsbeschränkungen im Wald einerseits und auf politische Initiativen zur vermehrten Holznutzung, so durch Initiativen zum klimafreundlichen Bauen, andererseits.

Voraussetzung für die Ausgestaltung einer kohärenten Nationalen Biomassestrategie sei die Verfügbarkeit von aktuellen und validen Daten und Zahlen, wie auch das Eckpunktepapier zur Biomassestrategie feststelle, betonen die Verbände. Erst die Zahlen der vierten Bundeswaldinventur würden eine adäquate und strategische Planungsgrundlage zur Abschätzung von Vorrat, Zuwachs und Nutzungspotential und damit der künftigen Verfügbarkeit von Holz bieten können. Potenzialschätzungen oder gar richtungsweisende ordnungspolitische oder fiskalische Maßnahmen zur Steuerung von Rohstoffflüssen seien ohne eine verlässliche Datengrundlage nicht zu verantworten, mahnen die mehr als 20 Organisationen in ihrem Schreiben an die Bundesregierung. Sie appellieren, die Ausgestaltung der längst überfälligen Biomassestrategie auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Daten für Wald und Holz aufzubauen und die Zwischenergebnisse der Bundeswaldinventur unmittelbar in den Dialogprozess einfließen zu lassen.

Priorität für Transformation zu klimafreundlichem Wirtschaften

„Während die verlässliche Verfügbarkeit von Rohstoffen für andere Schlüsselindustrien wie beispielsweise die Autobranche seit längerem in aller Munde ist, Stichwort E-Mobilität, muss die gesicherte Versorgung der deutschen Holzindustrie mit nachhaltig gewonnenen Rohstoffen aus regionalen Quellen nun endlich ebenfalls Priorität werden. Dazu benötigen wir einen ganzheitlichen politischen Ansatz, der die notwendige gesellschaftliche Transformation hin zu klimafreundlichem, ressourcenschonendem Wirtschaften in den Mittelpunkt des Handelns rückt”, erklärt der Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH), Johannes Schwörer, anlässlich des Schreibens an die Bundesregierung.

Mitzeichnende Verbände der Forst- und Holzwirtschaft: Deutscher Holzwirtschaftsrat e.V., Hauptverband der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industriezweige e.V., Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V., Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V., Fachverband Holzenergie im Bundesverband BioEnergie e.V., Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V., Familienbetriebe Land und Forst e.V., Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V., Deutscher Holzfertigbau-Verband e.V., Verband der Deutschen Möbelindustrie e.V., Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V., Die Papierindustrie e.V., Tischler Schreiner Deutschland, Holzbau Deutschland, Arbeitsgemeinschaft Rohholz e.V., Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V., Deutscher Massivholz- und Blockhausverband e.V., Verband der Deutschen Parkettindustrie e.V., Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V., Bundesverband ProHolzfenster e.V., Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e.V., Bundesverband Innenausbau, Element- und Fertigbau e.V., DFUV – Netzwerk der Forstunternehmen & Forsttechnik e.V., Studiengemeinschaft Holzleimbau e.V.

Inflation soll ab 2023 weltweit sinken, bleibt aber hoch

Für das Jahr 2023 liegt die erwartete Inflationsrate laut Ifo-Institut im weltweiten Mittel bei 7,1 Prozent. Dies stellt einen deutlichen Rückgang im Vergleich zur erwarteten Rate von 9,5 Prozent im dritten Quartal dar, wobei sich die erwarteten Inflationsraten regional sehr stark unterscheiden und in einigen Ländern und Regionen wie in Afrika drastisch höher sind als im Rest der Welt. Trotz des Rückgangs rechnen die Expert:innen vom Info-Institut jedoch auch in den kommenden Jahren mit hohen Inflationsraten. Für 2024 wird eine durchschnittliche Inflationsrate von 5,8 prognostiziert. Auch mit Blick auf das Jahr 2026, bleiben die Inflationserwartungen mit 4,5 Prozent weiterhin hoch.

Regionen mit den höchsten Preissteigerungen 2023 sind: Ostafrika (knapp 35 Prozent), Nordafrika (32 Prozent), Südamerika mit 25 Prozent und Südasien mit 23 Prozent . In Nordamerika (5,2 Prozent), Südostasien (5,3 Prozent), und Westeuropa (5,4 Prozent) liegen die Inflationserwartungen für das Jahr 2023 hingegen deutlich unter dem globalen Durchschnitt. Osteuropa hat innerhalb Europas mit Abstand die höchsten Inflationserwartungen für das Jahr 2023 (15 Prozent), wohingegen Südafrika innerhalb Afrikas mit 6,5 Prozent einen Ausreißer nach unten darstellt.

Bezüglich der langfristigen Inflationserwartungen sind große Unterschiede in den Erwartungen der Expertinnen und Experten zu erkennen. In Osteuropa sinkt für das Jahr 2026 die erwartete Inflationsrate auf 7,5 Prozent. Im Vergleich zu diesem nach wie vor hohen Wert liegen in West-, Nord- und Südeuropa die Erwartungen für das Jahr 2026 im Vergleich nur noch zwischen 2,5 und 3,8 Prozent. Wie bereits in den Ergebnissen im dritten Quartal 2022 wird dabei in Westeuropa in der langen Frist die niedrigste Inflationsrate erwartet. Ebenso rückläufige erwartete Inflationsraten liegen in Nordamerika mit einer Inflationserwartung von 2,8 Prozent im Jahr 2026 vor.

Die Schätzungen basieren auf einer aktuellen Umfrage des Economic Expert Survey (EES) des Ifo Instituts und des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik auf globaler Ebene, an der im Dezember 1.537 Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus 133 Ländern teilnahmen.

Rückblick 2022 – der Gebrauchtmaschinenmarkt blieb stabil

2022 ist vorbei. Seine Auswirkung noch lange nicht: Der Ausbruch des Krieges hat die Unsicherheit der Industrie weiter verschärft und bereits bestehende Probleme wurden noch verstärkt. Trotz aller Ungewissheit liefen die Geschäfte für einige Industriezweige jedoch gut, zum Beispiel für den Gebrauchtmaschinenmarkt. Er kann von Lieferkettenproblemen und bedrohlicher Inflation profitieren.

Zeitenwende – das Jahr 2022 in einem Wort zusammengefasst. In Deutschland wird jeden Dezember das Wort des Jahres gekürt. Der Begriff soll einen sprachlichen Jahresrückblick in nur einem Wort geben. 2022 lautet es also Zeitenwende. Und in der Tat bedeutete der Kriegsbeginn im Februar den Beginn einer neuen Zeit – mit weitreichenden Folgen für die Wirtschaft, die Unternehmen und jeden Einzelnen.

Mit dem Corona-Dauerthema begann das Jahr 2022. Nach über zwei Jahren Pandemie verbesserte sich die Stimmung jedoch deutlich und in vielen Ländern fielen die Beschränkungen. Für die Wirtschaft im Großteil der Welt bedeutete der Jahresanfang also Zuversicht und eine wieder Anlauf nehmende Produktion. Die Nachfrage war groß und die Investitionsbereitschaft stieg.

Eine Ausnahme bildete China. Das Land hat auf eine Null-Covid-Strategie mit allerstrengsten Restriktionen gesetzt. Produktionen standen immer wieder still und Häfen wurden komplett geschlossen. Die Lieferkettenproblematik blieb also weiter bestehen. Nicht nur Materialien fehlten, auch die Logistik schwamm. Für die europäische Wirtschaft hieß das, dass wichtige Produkte für die eigene Fertigung nicht verfügbar waren, obwohl sie diese gerade wieder richtig anlaufen lassen wollten. Die vollen Auftragsbücher im Maschinen- und Anlagenbau trafen auf die Lieferengpässe als Folge der Pandemie.

Gut für den Gebrauchtmaschinenmarkt! Denn wer lange Lieferzeiten für Neumaschinen nicht akzeptieren konnte oder wollte, kaufte sofort verfügbare Gebrauchte. Schon in den Coronajahren 2020 und 2021 kamen Käufer vermehrt auf den Gebrauchtmaschinenmarkt. Und wer durch die Coronakrise kommen wollte, musste auf Flexibilität setzen. Für Verkäufer stellte der Handel mit Gebrauchtmaschinen eine Möglichkeit dar, die eigene Produktion zügig umzustrukturieren.

Im Februar begann Russland den Krieg mit der Ukraine. Die EU beschließt im Laufe des Jahres acht Pakete mit Sanktionen gegen Russland und Belarus. Neben der EU haben auch viele andere Länder, wie die USA, Kanada und weitere europäische Länder den Sanktionen angeschlossen. Die Lieferschwierigkeiten aus der Corona-Pandemie wurden somit durch den Wegfall von ukrainischen und russischen Produkten nochmals befeuert.

Neben der Lieferkettenproblematik ist durch die Sanktionen das Angebot der Energieträger stark verringert worden. Es folgte eine Energiepreissteigerung, welche die Produktion teurer werden ließ. Wieder ein Pluspunkt für den Gebrauchtmaschinenmarkt, denn diese Maschinen wurden bereits gefertigt und sind nicht von steigenden Produktionskosten abhängig. Damit blieb der Preis der angebotenen Maschinen zunächst stabil.

Nicht nur die Energie, sondern alles wird teurer. Da Energie für die Fertigung sowie beim Transport der Waren benötigt wird, steigen die Preise auch außerhalb des Energiesektors. Von Inflation spricht man dann, wenn der Anstieg des Preisniveaus länger anhält. Die Inflationsrate in der EU war im November 2022 auf durchschnittlich 11,1 % angestiegen und somit auf dem höchsten Wert seit Bestehen der Staatengemeinschaft.

2022 war der Umsatz auf dem Gebrauchtmaschinenmarkt stabil, denn er ist nicht so inflationsanfällig wie der Maschinen- und Anlagenbau. Die Preise der verkauften Gebrauchtmaschinen stiegen im Laufe des Jahres leicht an, allerdings nicht so sehr wie die der neuproduzierten Anlagen. Grund hierfür war in erster Linie eine konstant hohe Nachfrage bei geringfügig sinkendem Angebot, denn die verunsicherten Unternehmen haderten abgeschriebene Maschinen abzugeben.

Beim Industrieauktionshaus Surplex, bei dem gebrauchte Maschinen und Betriebseinrichtungen für die Metall-, Holz- und Baubranche versteigert werden, wurden 2022 genauso viele Gebote abgegeben wie im Vorjahr. Auch der Umsatz blieb nahezu konstant auf Rekordniveau. Bei etwas weniger angebotenen Auktionsgegenständen hieß das für die Verkäufer, dass mehr Gebote und mehr Geld pro Maschine erzielt werden konnten.

Was kommt nach der Inflation? Vermutlich die Rezession, also ein sinkendes Bruttoinlandprodukt (BIP). In welchem Ausmaß es 2023 fallen wird, da sind sich die Experten nicht einig. Für das verarbeitende Gewerbe droht demnach eine sinkende Nachfrage für ihre Produkte. Die große Insolvenzwelle, die schon zu Corona erwartet wurde, blieb auch in Kriegszeiten bisher aus. Aber für 2023 wird sie erwartet. Schätzungen zufolge werden die weltweiten Insolvenzen 2023 um fast 20 % zunehmen. Damit wird wieder das Niveau von vor der Pandemie erreicht werden. Europa könnte besonders stark von der Zunahme der Insolvenzen betroffen sein.

Bei einer Insolvenz muss es schnell gehen. Surplex kann Insolvenzverwalter und die involvierten Banken unterstützen. Das internationale Unternehmen bietet nicht nur beim Verkauf der Insolvenzmasse einen Rundumservice an, z: B. Unterstützung bei der weltweiten Vermarktung und Rechnungslegung. So kann das Insolvenzverfahren zügig und erfolgreich abgeschlossen werden. Und für die Käufer bedeutet jede Standortschließung, dass sehr gepflegte Anlagen auf dem Markt für Gebrauchtmaschinen angeboten werden. Surplex hilft ihnen bei der Demontage, Transport sowie Export- und Zollangelegenheiten. Auch in schweren Zeiten dürfen Investitionen nicht eingebüßt werden. Allerdings steht dabei Kostenoptimierung an erster Stelle. Im Vergleich zu Neumaschinen sind gebrauchte Anlagen deutlich günstiger und sofort verfügbar. Beides sind essenzielle Faktoren bei der Investitionsplanung.