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Autor: Möbelfertigung

Teilnahme auch online möglich

Das Zentrum „Holz“ und der Bundesverband Proholzfenster e.V. (BPH) veranstalten am 8. Oktober ein Hybrid-Seminar (Präsenz- und Online-Seminar), bei dem es um Holz- und Holz-Alufenster als wichtige Bestandteile einer nachhaltigen Baukultur geht. Angesprochen sind neben Fensterherstellern insbesondere Architekten, die sich ihre Teilnahme als Fortbildungsmaßnahme anerkennen lassen können.

Das Seminar behandelt die Konstruktion von Holzfenstern und die an sie gestellten Qualitätsansprüche. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich der fachgerechten Montage gemäß des erst kürzlich aktualisierten RAL-Leitfadens. Anhand der Installation einer Montagezarge wird das Thema am praktischen Beispiel vertieft. Besonderen Bezug nimmt das Seminar auf den Einsatz von Holz-/Holz-Alufenstern in größeren Bauprojekten.

Die Fachreferenten vermitteln ihr Wissen mit vielen Praxisbeispielen und im engen Dialog mit den Seminarteilnehmern, so dass sich die Gelegenheit zum fachlichen Austausch bietet.

Aufgrund der Corona-Situation ist die Teilnehmerzahl im Zentrum „Holz“ in Olsberg auf 20 Personen begrenzt. Deshalb wird das Seminar auch online als Webinar live aus dem Schulungsraum übertragen. Die Teilnahme am Präsenz- wie am Online-Seminar wird durch die Architektenkammer NRW als Fortbildungsmaßnahme anerkannt.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.zentrum-holz.de/magazin/holzfenster

Führungswechsel im Maja-Möbelwerk sowie bei KA Interiør und Noteborn

Bewegung bei den Tochterunternehmen der Vivonio Furniture GmbH: Während in Wittichenau bei der Maja-Möbelwerk GmbH die Werkleitung in neue Hände gelegt wird, gibt es bei den dänischen Kollegen von KA Interiør und in den Niederlanden bei Noteborn Neuheiten auf Geschäftsführungsebene.

Die Tochterunternehmen der Vivonio Furniture GmbH stellen sich für die Zukunft auf: Thomas Petzold übernimmt als Werkleiter die Gesamtverantwortung für die Fertigung bei der Maja-Möbelwerk GmbH. Am sächsischen Standort in Wittichenau werden Mitnahmemöbel wie Regale, Schubladenelemente und Kommoden im Drei-Schicht-Betrieb mit 800 Mitarbeitern auf hoch spezialisierten Anlagen produziert. Ein Schwerpunkt bildet dabei die Produktion von Leichtbaumöbeln mit einer hochgradig automatisierten Fertigung.

Mit Thomas Petzold wurde ein neuer Werkleiter gefunden, der die besten Voraussetzungen für die anspruchsvolle Aufgabe mitbringt. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur verfügt über ein breites Know-how sowohl in der Verfahrenstechnik als auch im Projektmanagement und wartet mit langjährigen Erfahrungen aus verschiedenen Führungspositionen, unter anderem bei Infineon und Q-Cells, auf. Er hat seine neue Position bereits angetreten und wird direkt an den Geschäftsführer Uwe Gottschlich berichten.

Zwei weitere Tochterunternehmen der Vivonio Furniture GmbH werden zukünftig eine neue Führung erhalten. Bei KA Interiør im dänischen Grindsted übernimmt ab dem ersten Oktober 2020 René Heisselberg Pedersen die Leitung und löst damit den langjährigen Geschäftsführer Allan Meyer ab, der 25 Jahre lang erfolgreich im Unternehmen tätig war. Als größter Private-Label-Produzent von Schiebetürschränken im skandinavischen Raum bietet KA Interiør seinen Kunden ein breites Sortiment an maßgefertigten Oberflächen, Zubehör und Einrichtungsmöglichkeiten an. Wichtigster Absatzmarkt ist Dänemark, gefolgt von Norwegen und Schweden. René H. Pedersen ist ein international erfahrener Manager, der schon in den USA und in Singapur gearbeitet hat und auf langjährige Führungserfahrung in verschiede­nen Industrien, unter anderen auch im Möbelbereich, zurückblicken kann.

Der Führungswechsel bei Noteborn erfolgt wie geplant: Der frühere CEO und Inhaber Norman Noteborn entwickelte das Unternehmen im Lauf der Jahrzehnte zu einem hochprofessionellen Hersteller für maßgefertigte Ankleiden und Schränke. Er ist wie vereinbart bereits aus dem Unternehmen ausgeschieden. Handwerkstradition verbunden mit neusten Produktionstechniken sowie eine hohe Servicequalität machen heute den Erfolg von Noteborn aus. Die Gesamtverantwortung für das Unternehmen übernimmt nun Bas Philippens, der ebenfalls am ersten Oktober 2020 seinen Posten antritt. Bas Philippens bringt umfangreiche Erfahrungen aus operativen Leitungsfunktionen und als Geschäftsführer mit. Ursprünglich aus der Gegend um Heerlen kommend, hatte er Positionen unter anderem bei Großkonzernen wie Nestlé und GE Healthcare in Deutschland inne, zuletzt beim Kosmetikkonzern Estée Lauder in Antwerpen.

Die neue Führung wird die bestehenden Synergien zwischen den beiden Unternehmen KA Interiør und Noteborn weiterhin nutzen: CSO Kristian Bonde, der bereits seit zwölf Jahren bei KA Interiør beschäftigt ist, wird auch künftig die Vertriebstätigkeiten beider Unternehmen leiten. „Wir freuen uns, dass wir die lange geplanten Veränderungen auf den verschiedenen Führungspositionen so reibungslos durchführen können“, sagt Elmar Duffner, CEO der Vivonio Gruppe. „Das ermöglicht uns, unseren Wachstumskurs fortzusetzen und die positive Entwicklung der letzten Jahre kontinuierlich voranzutreiben.“

Launcht neue Website

Modern, informativ, übersichtlich gestaltet: Die neue Website des Industrieverband Klebstoffe e.V. (IVK) ist online. Mitglieder und Klebstoff-Interessenten können jetzt noch einfacher auf Informationen zugreifen und sich rund um das Thema Klebstoffe informieren. Eine Neuheit: Das Online-Magazin „Kleben fürs Leben“ ist nun stimmig in die Homepage integriert.

Mit der neu gestalteten Website möchte der IVK alle Basisinformationen zum Thema Klebstoffe gebündelt vermitteln und eine bequeme Anlaufstelle zu offenen Fragen schaffen. Neben der optischen Überarbeitung standen bei der Entwicklung des neuen Web-Auftritts vor allem eine erleichterte und übersichtliche Navigation sowie die responsive Gestaltung im Vordergrund. Die Seite fungiert auch weiterhin als gemeinsames Sprachrohr der Verbandsmitglieder und informiert über die Ziele und Anliegen der Klebstoffbranche.

In übersichtlich thematisch gegliederten Bereichen erhalten die Nutzer eine klare Führung beim Einstieg in die Unterseiten. So werden im Bereich „Zahlen & Fakten“ unter anderem Konjunkturdaten und Anwendungsgebiete von Klebstoffen aufgegriffen. Der Pressebereich wie auch Neuigkeiten zu Terminen und Veranstaltungen lassen sich beispielsweise unter „Veröffentlichungen“ finden. Praktisch: Mit nur ein paar Klicks können Nutzer zum praktischen Online Leitfaden „Kleben – aber richtig“, zum informativen digitalen Unterrichtsmaterial „Die Kunst des Klebens“ oder auf das Online-Magazin „Kleben fürs Leben“ gelangen. Fakten zum Verband, seinen Mitgliedern und zum Thema Nachhaltigkeit runden das Online-Angebot ab.

„Wir möchten unserer Funktion als Informations- und Netzwerkplattform, die der IVK in der Öffentlichkeit wahrnimmt, auch in der digitalen Welt professionell nachkommen. Mit der neuen Website haben die Besucher einen schnellen Zugriff auf die neusten Informationen und weitere wichtige Bereiche unseres umfangreichen Leistungsspektrums“, so Dr. Vera Haye, Geschäftsführerin „Kommunikation und Nachhaltigkeit“, zum neuen Web-Auftritt.

Die Website ist für alle aktuellen Browser, Mobilgeräte und auch für Tablets optimiert und entspricht damit den neuesten Standards. Den Verbandsmitgliedern stehen weiterhin exklusive Informationen und Downloads in einem geschützten Intranet-Bereich zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.klebstoffe.com

Schließt Veräußerung des Bauchemiegeschäfts ab

Am 30. September 2020 hat BASF den Verkauf des Bauchemiegeschäfts an eine Tochtergesellschaft von Lone Star, ein globales Private-Equity-Unternehmen, mit Wirkung zu Mitternacht abgeschlossen. Der Kaufpreis ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Finanzschulden beträgt 3,17 Milliarden Euro. Das Bauchemiegeschäft firmiert nun als neu gegründete MBCC Group mit Hauptsitz in Mannheim.

Vertriebsgesellschaft in Deutschland gegründet

Der Kanten- und Imprägnierspezialist, für die Möbel- und Holzwerkstoffindustrie sowie den Fachhandel, Lignadecor mit Hauptsitz in Istanbul, hat im Mai 2020 eine neue Vertriebsgesellschaft gegründet, die Lignadecor Deutschland GmbH, mit dem Geschäftsführer Herrn David Braunstayn (der gleichzeitig der Inhaber der Muttergesellschaft ist) und neuem Country Sales Manager Herrn Waldemar Brem.

Brem hat seit seinem Karrierestart 2002 bei MeisterWerke fundierte technische und kaufmännische Oberflächenerfahrungen bei Döllken und Klöckner Pentaplast ausgebaut und bringt daher ideale Voraussetzungen für die Position mit.

„Ich bin mir der Verantwortung bewusst und freue mich sehr auf meine neue Herausforderung mit Lignadecor und möchte einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg leisten“ so Brem und weiter „bereits in der Startphase habe ich höchste Motivation und Umsetzungsfreude des gesamten Teams erlebt, dies wurde direkt mit Neukunden aus der Küchenzulieferindustrie und dem Fachhandel belohnt“.

Kunden von Lignadecor bestätigen durch Intensivierung der Geschäftsbeziehung ein großartiges Produktportfolio, exzellenten Service, kurze Entscheidungswege und hohe Qualitätsstandards.

Findet nicht als klassische Präsenzmesse statt

Obwohl die Messe München ein bewährtes Hygienekonzept vorweisen kann, wird die „Bau“, Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, nicht vom 11. bis 16. Januar 2021 als klassische Präsenzmesse stattfinden. Dies ist das ganz klare Votum der heutigen Sitzungen der Messe München mit Fachbeirat und Kuratorium der „Bau“. Vielmehr wird vom 13. bis 15. Januar 2021 ein hybrides Format realisiert, das den Ausstellern die Möglichkeit bietet, ihre Innovationen einem breiten Publikum vorzustellen. Der digitale Teil dieser Veranstaltung wird auch ein wichtiger Bestandteil der klassischen Präsenzmesse „Bau“ 2023 sein.

Noch im Juni hatte die Messe München in Übereinstimmung mit beiden Gremien verkündet, die Veranstaltung planmäßig im Januar 2021 umzusetzen – allerdings mit dem Vorbehalt, die Entwicklung abzuwarten und die Lage Ende September noch einmal zu überprüfen, bevor die Aussteller das Gros ihrer Messeinvestitionen getätigt haben. Dazu Dr. Reinhard Pfeiffer, stv. Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München: „Sinkende Infektionszahlen und Grenzöffnungen gaben im Juni die berechtige Hoffnung auf eine deutliche Besserung der Situation. Leider haben sich die Vorzeichen im Laufe des Septembers stark geändert. Auch wenn eine Präsenzmesse mit unseren Schutz- und Hygienemaßnahmen möglich wäre, hat die Ausweisung von immer mehr Risikogebieten in ganz Europa mit den damit verbundenen Reisebeschränkungen jetzt diese Entscheidung gefordert. Nach unserer Ausstellerumfrage, die wir in den letzten Tagen gerade auch vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Covid-19-Situation durchgeführt haben, hält nunmehr der weitaus überwiegende Teil unserer Aussteller seine Teilnahme an der Präsenzmesse für unrealistisch, da in der jetzigen Situation davon auszugehen ist, dass nur wenige der ursprünglich erwarteten Besucher vor Ort sein werden.“

Zustimmung erhält Reinhard Pfeiffer von Dieter Schäfer, dem langjährigen Vorsitzenden von „Bau“ Fachbeirat und Kuratorium: „Die Entscheidung vom Juni war richtig. Damals wäre es viel zu früh gewesen, die ,Bau‘ in Frage zu stellen. Uns war allen klar, dass Ende September Klarheit geschaffen werden muss. Daher war es auch konsequent, letzte Woche eine Umfrage durchzuführen. Fachbeirat und Kuratorium stehen hinter der Entscheidung, die ,Bau‘ 2021 durch ein hybrides Format zu ersetzen.“

Eine Verschiebung der „Bau“ wurde mit Fachbeirat und Kuratorium diskutiert. Hierzu erklärt Martin Hörmann, der stellv. Vorsitzende dieser beiden Gremien: „Eine Verschiebung der Messe war für uns nie eine ernsthafte Option, weil sie den zweijährigen Innovationszyklus, an dem sich die ,Bau‘ seit jeher orientiert, unterbrochen hätte. Internationale Aussteller und Besucher sind ein Markenkern der klassischen ,Bau‘. Unter den aktuellen COVID 19 Rahmenbedingungen hätten wir diese Erwartung nicht erfüllen können.“

Die „Bau“ 2021 wird sich im Vergleich zu den Vorjahren in einem deutlich veränderten Erscheinungsbild präsentieren. Das hybride Format umfasst neben einer kompakten Ausstellungsfläche ein digitales Zusatzangebot vor allem für die Aussteller und Besucher, die aufgrund der Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können.

Im ICM Internationales Congress Center München sowie in bis zu zwei Messehallen werden sich Austeller präsentieren können, aber auch Foren und Sonderschauen werden dort umgesetzt. Unternehmen, die sich vor Ort präsentieren wollen, haben die Wahl zwischen kompakten Systemständen und einer individuellen Standgestaltung.

Im digitalen Teil der Veranstaltung stehen Vorträge und Diskussionen aus den Foren als Live-Stream sowie als aufgezeichnete Videos für ein globales Publikum zur Verfügung. Darüber hinaus haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte virtuell in eigenen Online-Sessions zu präsentieren. Um sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen bietet das hybride Format außerdem virtuelle Networking Module an. Angedacht ist auch, die traditionellen „Bau Info Talks“ in das hybride Format zu integrieren.

Details zum neuen Format sowie Informationen zu den Teilnahmemöglichkeiten für Aussteller und Besucher stehen voraussichtlich ab Mitte Oktober online unter www.bau-muenchen.com zur Verfügung. Aussteller, die ihren Stand für die klassische Präsenzmesse bereits fest gebucht hatten, können sich weiterhin vor Ort präsentieren. Andere Aussteller, die bereits abgesagt haben, können ihre Teilnahme, ob digital oder vor Ort, unter den neuen Vorzeichen noch einmal überdenken

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe gesunken

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt lag der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juli 2020 saison- und kalenderbereinigt 5,6 Prozent niedriger als im Juni 2020. Das aktuelle Ergebnis deutet auf eine leichte Abkühlung der Baukonjunktur hin. Allerdings war der Auftragseingang im Juni 2020 auf Grund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen.

Kalenderbereinigt lag der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juli 2020 um 4,9 Prozent niedriger als im Rekordmonat Juli 2019 – der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert an Aufträgen. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres.

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 Prozent weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 Prozent.

Edwin Lingg in den Vorstand gewählt

Am 18. September traf sich der Deutsche Korkverband zur Mitgliederversammlung. Dabei standen turnusmäßige Wahlen im Fokus, bei der der in diesem Gremium für Belange rund um Korkbodenbeläge Vorstand Volker Henjes (Hebo) sein Amt an Nachfolger Edwin Lingg (Lico) übergab. Am Tagungsort Kenzingen, Sitz von Gastgeber und Mitgliedsunternehmen Zipse, berieten vorgelagert die Fachgruppen Verschlüsse, Bodenbeläge sowie Technischer Kork spartenspezifische Themen.

Henjes führte die Fachgruppe „Bodenbeläge“ als Vorstandsmitglied seit 2012. In seiner Amtszeit erfolgte der Eintritt des DKV in den DIN e.V., wurde im Jahr 2014 der Arbeitskreis Normung/Technik ins Leben gerufen und die Korkbodennorm DIN EN 12104 grundlegend überarbeitet. Die 2014 und 2019 vorgenommenen Verschärfungen der Prüfkriterien zum „Kork-Logo“, die dieses Qualitätszeichen für Korkböden der DKV-Mitglieder deutlich über anderen marktgängigen Zeichen positioniert, gingen ebenso auf Initiativen von Volker Henjes zurück wie die Erweiterung der Absatzstatistik des Verbands um neue Produktgruppen wie beispielsweise digital bedrucktes Korkfertigparkett.

Ebenfalls einstimmig wurden die beiden weiteren DKV-Vorstände in ihren Ämtern bestätigt: Rüdiger Bleckmann (H. Gültig) als Sprecher des Vorstands und der Fachgruppe Verschlüsse sowie Dieter Schenkling (Leonwood) als Vorstand mit der Verantwortung für den Fachbereich Technischer Kork/Dämmstoff. Die Amtszeit des dreiköpfigen Vorstands des Deutschen Kork-Verbands endet regulär nach zwei Jahren 2022.

It’s OWL

Sechs neue Projekte

Für die Weiterentwicklung des Spitzenclusters It‘s OWL hatten sich 13 Projekte in einer Ausschreibung des Landes Nordrhein-Westfalen beworben. Sechs davon wurden nun  ausgewählt. In den Projekten entwickeln 17 Unternehmen und fünf Forschungseinrichtungen gemeinsam Ansätze und Lösungen für die Produktion der Zukunft. Das Land NRW plant, die Vorhaben mit Mitteln in Höhe von bis zu 4,9 Mio. Euro zu fördern.

„Der Spitzencluster it‘s OWL ist ein Erfolgsmodell für eine gelingende Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft mit großer bundesweiter Strahlkraft“, so Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart. „In den ausgewählten Projekten erschließen Forscherinnen und Forscher gemeinsam mit den mittelständischen Unternehmen neue Technologien für die digitale Transformation. Die Partner greifen Handlungsbedarfe aus der Industrie auf und entwickeln praxisorientierte Ansätze und Lösungen, die andere Unternehmen in der Region und ganz Nordrhein-Westfalen nutzen können. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für eine wettbewerbsfähige Industrie in Nordrhein-Westfalen.“

Aufgrund der Digitalisierung und Optimierung von Prozessen besteht in Unternehmen ein steigender Bedarf an betriebsspezifischen Softwareanwendungen. Da in vielen Unternehmen ein Mangel an IT-Fachkräften besteht und IT-Abteilungen zumeist in hohem Maße ausgelastet sind, ist diese Vorgehensweise kostenintensiv und mit langen Bereitstellungszeiten verbunden. An einer Alternative arbeitet das Projekt ‚Pro-LowCode‘. Durch Low-Code-Programmierung ist es möglich, Softwareanwendungen ohne tiefe Programmierkenntnisse mittels einer grafischen Benutzeroberfläche zu erstellen. Der Vorteil: Beschäftigte in Unternehmen können sich mit ihrem Expertenwissen direkt an der Softwareentwicklung beteiligen. Projektpartner sind die TH OWL, die Universität Paderborn und die Unternehmen S&N Invent, Homag Kantentechnik und Denios.

Wie Roboter Abläufe in Unternehmen vereinfachen können, damit beschäftigt sich das Projekt „CogeP“. In dem Projekt werden die Einsatzmöglichkeiten für Cobot-unterstützte Prüfplätze erforscht. Ein Cobot ist ein kollaborativer Roboter, der gemeinsam mit Menschen arbeitet und nicht durch Schutzeinrichtungen von diesen getrennt ist. In dem Projekt wird beispielsweise in Kooperation mit Diebold Nixdorf eine Anwendung zum Echtgeldtest für Geldautomaten entwickelt. Durch den Einsatz eines Roboters werden Testabläufe mit Echtgeld automatisiert. Das Unternehmen verspricht sich durch die Automatisierung mehr Effizienz in den Bereichen Entwicklung und Fertigung. An einer Lösung mit Diebold Nixdorf arbeiten das Fraunhofer IEM und die verlinked GmbH.

Neu erworbenes Wissen in der Ausbildung direkt an einer Werkzeugmaschine oder bei der Montage anwenden zu können, darum geht es im Projekt „iAtA“ (Intelligente Assistenz für die technische Ausbildung). Möglich macht dies ein Extended-Reality-Assistenzsystem (XR). XR-basierte Systeme unterstützen Nutzer, indem in Echtzeit Informationen in das Blickfeld der Mitarbeiter eingeblendet und akustisch ergänzt werden können. Digitale Assistenzsysteme haben sich bereits in einigen Unternehmensbereichen, zum Beispiel in der Wartung und Instandhaltung, etabliert. Nun sollen sie die Ausbildung in Unternehmen verbessern. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten, Nachwuchskräfte fit für digitale Technologien zu machen. Die Forschungspartner der Universität Bielefeld und des Fraunhofer IOSB-INA arbeiten hierfür mit den beteiligten Praxispartnern Miele, Böllhoff und Phoenix Contact sowie dem Aktionszentrum Multi Media eng zusammen.

Auch im Projekt „Emerge“ spielt Augmented Reality (AR) eine große Rolle. Der hohe Entwicklungsaufwand macht es gerade für kleine und mittlere Unternehmen schwierig, die Potenziale dieser Technologien zu nutzen. Im Projekt „Emerge – Systematik zur Einführung individueller AR-Lösungen“ wird ein Instrumentarium erstellt, um den Einsatz von AR-Lösungen in Unternehmen zu unterstützen. Dazu werden Anwendungen in den Bereichen Produktentwicklung, Fertigung und Vertrieb entwickelt, die in Lösungsbausteinen, Leitfäden und Schulungsangeboten für Unternehmen verfügbar gemacht werden. Projektpartner sind Fraunhofer IEM sowie die Unternehmen Scanblue Engineering, Weidmüller und Westfalexwerk.

Mit Process Mining beschäftigt sich „BPM-I4.0“. Dabei handelt es sich um eine Methode zum Erkennen, Analysieren und Verbessern von Geschäftsprozessen anhand von Daten. In bestimmten Branchen wie dem Online-Handel ist der Ansatz bereits etabliert, aber noch nicht in industriellen Prozessen. Die Gründe: Die Prozesse weisen nur sehr selten große Datenmengen auf, die für Process-Mining-Verfahren vorausgesetzt werden. Die Universität Paderborn, das Fraunhofer IEM sowie die Unternehmen Contact Software, Weidmüller und GEA arbeiten daran, dies zu ändern. Dazu werden in dem Projekt beispielhaft die Produktentstehung von Weidmüller und die Auftragsabwicklung von GEA untersucht und verbessert. Bei GEA werden die Auftragsdaten zwar systematisch und automatisch erfasst. Die derzeitige Qualitätsüberwachung anhand dieser Daten ist allerdings nur mit einem hohen manuellen Aufwand möglich. Ausgehend von Process Mining soll die Qualitätsüberwachung vorausschauend optimiert und effizienter gestaltet werden. 

Die Vernetzung von Maschinen, Geräten und Anwendungen im Internet of Things (IoT) stellt hohe Anforderungen an die Produktentwicklung. Es besteht eine Diskrepanz zwischen dem hohen Bedarf an individuellen Sensoren und den am Markt verfügbaren Elektronik-Technologien. Die Lösung sind Sensoren, die individuell mit Hilfe von Additive Manufacturing AM (3D Druck) und Mechatronic Integrated Devices (MID) gefertigt werden. Dank MID werden mechanische und elektrische Funktionen in einem Bauteil integriert. Dort, wo es bisher schwierig war, Sensoren zu platzieren, ist es mit Hilfe der neuen Technik möglich. Im Rahmen des Projekts „Merlin“ (Smarte drahtlose MID Sensorsysteme für IOT Anwendungen) sollen neue Einsatzmöglichkeiten von AM-MID-Applikationen im Maschinen- und Anlagenbau analysiert werden. So geht es im Projekt unter anderem darum, bei der Firma Berg & Co einen Sensor auf rotierende Spannwerkzeuge zu integrieren. Dadurch sollen verschlissene Lager frühzeitig erkannt werden, um eine gleichbleibende Produktqualität zu erreichen und einen Ausfall zu vermeiden. An dem Projekt arbeiten das Fraunhofer IEM, die TH OWL, Lenze SE, CP contech electronic, steute Technologies sowie Berg & Co.