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Autor: Möbelfertigung

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Auftragspanel Polstermöbel im Juli

Die Auftragseingangsstatistik Polstermöbelindustrie des VdDP zeigt im Juli eine ähnliche Entwicklung wie die der Wohnmöbelindustrie. Zwar sind die Auftragseingänge insgesamt etwas niedriger ausgefallen, liegen jedoch im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls mit 52,1 Prozent deutlich über dem Vorjahresmonat. Der Auftragseingang aus dem Inland ist mit 55,4 Prozent besser im Ergebnis als der Auftragseingang aus dem Ausland mit 42,0 Prozent. Auch in dieser Sparte der Möbelindustrie scheint die gute Nachfrage an Möbeln angekommen zu sein und sich zu verfestigen.

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Auftragspanel Wohnmöbel im Juli

Die Auftragseingänge in der Wohnmöbelindustrie auf Basis der verbandsinternen Umfrage des VdDW sind im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter im deutlichen zweistelligen Plus. Demnach sind die Auftragseingänge der deutschen Wohnmöbelindustrie im Referenzmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat um insgesamt 57,9 Prozent höher ausgefallen. Der Auftragseingang ist im Inland mit 60,6 Prozent im Ergebnis besser als der Auftragseingang aus dem Ausland mit plus 51,9 Prozent.

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Auftragspanel Küchenmöbel im Juli

Die Deutsche Küchenmöbelindustrie kann für Juli weiterhin über deutliche positive Auftragseingänge berichten. Insgesamt sind im Vergleich zum Vorjahresmonat die Auftragseingänge im Juli um 25,9 Prozent gestiegen. Weiterhin besser läuft das Inlandsgeschäft mit einer Steigerung von 27,9 Prozent. Der Auftragseingang aus dem Ausland ist um 23,3 Prozent gegenüber Juli 2019 gewachsen. Der AE aus dem Ausland – welcher viele Jahre der Wachstumsmotor war – nimmt auch wieder an Fahrt auf. Die Daten beruhen auf Basis der verbandsinternen Umfrage des VdDK.

Die Transparenz durch die Digitalisierung ist ein Wettbewerbsvorteil für die Zukunft

Von den Besten lernen – diesen Ansatz verfolgt die „möbelfertigung“ mit dem Kongress „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“, der am 25. und 26. November im Düsseldorfer Hotel „Nikko“ in die vierte Runde geht. Ein Vorreiter im Bereich der Digitalisierung von Zulieferprodukten ist mit Sicherheit Rehau. Mit dem Service #edgeisdigital beweisen die Bayern, wie intelligent heute eine Kante sein kann. Sowohl die Soll- als auch Ist-Daten der Verbrauchsmaterialien werden hierbei „on tag“ oder über eine Cloud zur Verfügung gestellt. Die Zeit, in der Stammdaten vom Etikett an die Maschine übertragen werden mussten, sind damit vorbei. Zudem gibt es jederzeit einen Überblick über Bestände, den Verbrauch oder die Restmengen. Matthias Hacker ist bei Rehau in der Anwendungstechnik verantwortlich für #edgeisdigital und die Nullfugenbekantung – also ein echter Spezialist in diesem Bereich.

Der studierte Holztechniker Hacker stand bereits jetzt für einige Fragen zur Verfügung:

„möbelfertigung“: Rehau versteht es seit Jahren, sich sehr gut in automatisierte Prozesse der Möbelindustrie einzudenken. Wie digital kann heutzutage eine Möbelkannte sein?
Matthias Hacker:
Transparente und effektive Prozesse sind in der Möbelindustrie von immer entscheidenderem Charakter. Als logische Konsequenz haben wir uns zum Ziel gesetzt, auch das Kantenmanagement über #edgeisdigital mittels „sprechender“ Kantenbandrollen optimal für die Zukunft zu rüsten. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass sich die Kante in den letzten Jahren vom „Schüttgut“ hin zur individuell verwalteten Rolle entwickelt hat.
Diesen Weg wollen wir als Vorreiter beschreiten. Wir ermöglichen unseren Kunden durch digitale Daten vom Kantenband eine Optimierung der Lagerverwaltung, der Fertigungsprozesse sowie eine konsequente Fehlervermeidung in der Verarbeitung. Zudem erhöhen wir durch unseren Service sowohl die Transparenz während als auch die Nachverfolgbarkeit nach der Fertigung – und das bis auf eine einzelne eingesetzte Rolle genau.
Perspektivisch soll #edgeisdigital auch den Bestellprozess auf Basis immer aktueller Bestände vereinfachen und optimieren. Damit schaffen wir eine optimale Vernetzung mit unseren Kunden.

„möbelfertigung“: Wie sind die Rückmeldungen aus der Industrie – wie viele Unternehmen denken überhaupt schon darüber nach, mit „intelligenten“ Zulieferprodukten zu arbeiten?
Matthias Hacker:
Schlagwörter wie Industrie 4.0, IoT oder auch Smart Factory sind in der Möbelfertigung seit Jahren in aller Munde. Die erforderlichen technischen Voraussetzungen werden dazu nach und nach geschaffen, so dass eine immer stärkere Implementierung möglich ist. Hintergrund ist nicht zuletzt, dass die Digitalisierung und die mit ihr einhergehende Transparenz in den Prozessen als klarer Wettbewerbsvorteil für die Zukunft angesehen werden. Diesen Eindruck konnten auch wir zuletzt verstärkt gewinnen: Mit unserem Rehau-Service #edgeisdigital sind wir nun seit Anfang 2020 bei diversen Kunden in Serie.

„möbelfertigung“: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ sein?
Matthias Hacker:
Der Vortrag wird die angesprochene Thematik aufgreifen und das Hauptaugenmerk auf die Digitalisierung legen. Der Fokus gilt hier insbesondere unserem Service #edgeisdigital – also digitale Daten für effektives Kantenmanagement in der Praxis.

Unter www.holzmann-events.de/effiziente-moebelfertigung/ können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich für unseren Kongress anmelden. Bis zum 16. Oktober gilt noch der vergünstigte Frühbucherpreis. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 25. November im Düsseldorfer Hotel „Nikko“ begrüßen zu können.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: Hettich, Homag Group, Interzum, L‘Engineers und Mink Bürsten. Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@holzmann.de.

Gute Resonanz – das Portal bleibt bis 19. November 2020 aktiv

Übergreifend, unabhängig und digital – das sind die Kennzeichen der virtuellen Messeveranstaltung „Kuechenherbst.online“ für die Küchenbranche. Rund 190 Aussteller und Marken trafen zur Format-Premiere zwischen dem 19. und 24. September im Internet auf bisher 23.000 eindeutige Besuche ihrer Messestände von rund 5.000 eindeutigen Fachbesuchern innerhalb der ersten sechs Tage. Als wichtigstes Tool des neuen Portals kristallisierte sich schnell die Visitenkarten-Übergabe heraus, denn darüber lassen sich effizient und direkt echte Leads generieren bzw. Geschäfte anbahnen. Zudem genossen die Live-Videoübertragungen verschiedener Aussteller die besondere Gunst der User. Allen Beteiligten ist nach diesen erfolgreichen Tagen klar, dass dieser virtuelle Küchenherbst eine kluge und zeitgemäße Antwort auf der Suche nach neuen Messeformaten ist – mit anderen Worten: Küche ‚kann‘ digital und Fachmessen funktionieren online.

Messespezialist Trendfairs GmbH aus München hatte den Netzwerkgedanken in den Fokus der virtuellen Veranstaltung gerückt. Die nach Registrierung allen fachlich Interessierten offenstehende Plattform beeindruckt allein im Zeitfenster der parallel stattfindenden „Küchenmeile A30“ mit hervorragenden Eckwerten: 190 Aussteller – darunter die „Architekturwerkstatt Löhne“, „Area30“/„Cube30“, Gut Böckel, „House-4-Kitchen“ oder das „Kitchen Center Löhne“ und branchenbekannte Namen verschiedener Einzelaussteller – registrierten bisher 22.996 eindeutige Besuche auf ihren Messeständen, 4.798 eindeutige Fachbesucher übergaben 4.311 elektronische Visitenkarten an ihre Geschäftspartner während der ersten sechs Messetage.

Mit seinem Statement stellt Matthias Berens, Geschäftsleitung Vertrieb der Bauformat Küchen GmbH & Co. KG, dem neuen Portal ein erstklassiges Zeugnis aus: „Wir, die Baumann Group, haben uns gefreut, an der Online-Messe ,Kuechenherbst.online‘ teilzunehmen. In der Vorbereitungsphase wurden wir professionell von dem Trendfairs Team unterstützt. Die Erstellung des Contents war sehr einfach und ging schnell – wir benötigten keine Unterstützung externer Dienstleister. Das Ergebnis ist super! Viele Kunden von uns informieren sich über die digitale Plattform, da sie in diesem Jahr nicht zur Messe fahren. Wir haben durch diese digitale Plattform die Möglichkeit, auch ohne eine physische Messe Kontakte zu unseren Kunden aufzubauen und wertvolle Leads zu generieren.“

Frank Pohl, Geschäftsführers der SHD Kreative-Planungs-Systeme GmbH, stellt insbesondere den Nutzen der Live-Übertragungen heraus: „In Zeiten der Corona-Pandemie gehen auch die Messeveranstalter neue Wege ‒ Webportale werden zur Bühne für Innovationen, Livestreams und für Produktinformationen. Wir freuen uns über die ausgezeichneten Möglichkeiten neuer digitaler Messeformate, die von der Trendfairs GmbH bereitgestellt wurden und die uns erlaubten, den Besuchern unser neues Produktuniversum ,KPS.Max‘ auf einzigartige Weise zu präsentieren und ihnen somit ein virtuelles Erleben zu bieten. Für besondere Auftritte sorgten unsere drei auf der ,Kuechenherbst.online‘ gezeigten Livestreams. Während der Livestreams konnten in einem Livechat die Zuschauer ihre Fragen stellen und wir haben diese in Echtzeit beantwortet. Mehr Interaktion geht nicht. Auch die Generierung von Leads im virtuellen Messeraum verlief zu unserer vollsten Zufriedenheit. Wir bedanken uns bei der Trendfairs GmbH für die Bereitstellung des digitalen SHD-Messestandes.“

Die virtuellen Messebesuche erfolgten insbesondere während der Kernzeit des traditionellen ostwestfälischen Küchen- und Möbelherbstes mit seinem trotz Corona-Einschränkungen breit gefächerten Ausstellungsangebot. Das erstmals ans Netz gegangene Portal ist formatgemäß 24 Stunden täglich „geöffnet“ und wurde mehrheitlich über beachtlich lange Zeiträume mit teils mehreren Stunden Dauer besucht. Auch wurde das Live-Streaming von Videos intensiv genutzt. So sprechen die bisher 2.656 Bewegtbild-Übertragungen an den sechs Messetagen für sich.

Lasse Naber, Geschäftsführer der Naber GmbH, drückt es aus: „Besondere Zeiten bedürfen besonderer Konzepte. Trendfairs hat mit dem Portal ‚Kuechenherbst.online‘ eine Möglichkeit geschaffen, den Küchenherbst digital stattfinden zu lassen. Selbstverständlich wäre uns eine physische area30 lieber gewesen, aber das digitale Konzept ermöglicht uns unsere Produkte und Neuheiten zu präsentieren, mit unseren Kunden in Kontakt zu bleiben und neue Kontakte zu knüpfen.“

Aus gutem Grund bleibt „Kuechenherbst.online“ noch bis zum 19. November geöffnet, denn die räumliche und zeitliche Unabhängigkeit gilt als ein unbestrittener Vorteil virtueller Veranstaltungen. Mittlerweile wurden die Registrierungs- und Login-Prozesse dauerhaft vereinfacht und manche Aussteller haben auf Grund ihrer gesammelten Erfahrungen in der abgelaufenen Messewoche ihren virtuellen Auftritt angepasst bzw. optimiert. Für Veranstalter Trendfairs sowie für Aussteller und Besucher ist die in überraschend kurzer Zeit entwickelte Messeplattform ein voller Erfolg, die nach der gelungenen Premiere sicherlich ein begehrter Programmpunkt künftiger „Küchenherbste“ werden wird. Mit Blick auf sich ändernde Verhaltensmuster könnte dieser virtuelle Lösungsansatz sogar eine Kommunikationsoption sein, die besonders die heranwachsende Generation von Entscheidern anzieht.

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Insgesamt rückläufige Möbelumsätze bis Juli 2020

Die Umsätze der Möbelindustrie sanken nach amtlichen Angaben im Zeitraum Januar bis Juli 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,9 Prozent. Dabei entwickelten sich die einzelnen Segmente uneinheitlich. Die „sonstigen Möbel“ – also beispielsweise Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel, nicht gepolsterte Sitzmöbel und Möbelteile – wiesen mit minus 12,8 Prozent den höchsten Rückgang auf. Die Büromöbel landeten bei minus 12,1 Prozent und die Laden- und Objektmöbel bei minus 10,7 Prozent. Etwas verhaltener fielen die negativen Veränderungsraten bei den Polstermöbeln mit minus 7,7 Prozent und bei den Küchenmöbeln mit minus 1,7 Prozent aus. In allen Segmenten mit Ausnahme der Laden- und Objektmöbel war der Rückgang bei den Auslandsumsätzen signifikant höher als im Inlandsgeschäft.

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Umsätze der Möbelindustrie im Juli 2020 im Minus

Laut Statistischem Bundesamt lagen die Umsätze der Möbelindustrie im Juli 2020 im Vergleich zum Juli 2019 im Minus. Die Hersteller verzeichneten einen Umsatzrückgang von 3,1 Prozent. Dabei sanken die Erlöse im Ausland um 7,9 Prozent und die Inlandsumsätze sanken um 0,7 Prozent. Im Juli 2019 hatte es im Vergleich zum Juli 2018 ein Plus von 6,5 Prozent gegeben. Die Auslandsumsätze waren damals um 5,5 Prozent und die Inlandsumsätze um 7,1 Prozent gestiegen.

4,5 Prozent mehr Aufträge im August beim Verarbeitenden Gewerbe

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2020 saison- und kalenderbereinigt 4,5 Prozent höher als im Juli 2020. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2019 gab es einen kalenderbereinigten Rückgang um 2,2 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im August 2020 saison- und kalenderbereinigt ebenfalls 4,5 Prozent höher als im Juli 2020.

Die Corona-Krise prägt seit einigen Monaten die Entwicklungen im Verarbeitenden Gewerbe. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang im August 2020 saison- und kalenderbereinigt um 3,6 Prozent niedriger.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im August 2020 um 1,7 Prozent, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 6,5 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 14,6 Prozent zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 1,5 Prozent gegenüber Juli 2020.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im August 2020 um 4,5 Prozent über dem Vormonatsniveau. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 4,7 Prozent und im Bereich der Konsumgüter stiegen die Aufträge um 4,2 Prozent.

In der größten Branche des Verarbeitenden Gewerbes, der Automobilindustrie, ist der Auftragseingang im August 2020 weiter angestiegen (+0,9 % zum Vormonat) und liegt damit 0,3 Prozent über dem Vorkrisenniveau im Februar 2020. Für den Auftragseingang im Maschinenbau ergab sich im August 2020 ein Zuwachs von 11,4 Prozent zum Vormonat, im Vergleich zu Februar 2020 liegt er noch 5,8 Prozent niedriger.

Für Juli 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse insgesamt ein Anstieg um 3,3 Prozent gegenüber Juni 2020 (vorläufiger Wert: +2,8 %).

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im August 2020 saison- und kalenderbereinigt mit 0,1 Prozent leicht unter dem Vormonatsniveau. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Umsatz im August 2020 saison- und kalenderbereinigt 9,9 Prozent niedriger. Für Juli 2020 ergaben die Revisionen keine Ergebnisänderungen. Der Anstieg von 5,2 Prozent gegenüber Juni 2020 wurde damit bestätigt.

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Der Trend zum Cocooning verstärkt sich

In Zeiten von Corona gewinnt eine gemütliche und komfortable Ausstattung des eigenen Zuhauses noch stärker an Bedeutung. Durch Homeoffice, Reisebeschränkungen und Veranstaltungsabsagen verbringen die meisten Menschen mehr Zeit in den eigenen vier Wänden als sonst. „In der Folge stellen sie ihre Einrichtung auf den Prüfstand. Die Budgets werden zugunsten der Wohnung umgeschichtet und lang gehegte Renovierungs- und Anschaffungswünsche umgesetzt“, sagt Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM).

Die veränderten Lebens- und Wohnsituationen ziehen neue Bedürfnisse hinsichtlich der Möblierung nach sich. Ein Beispiel ist das Homeoffice: Während die meisten Berufstätigen bislang nicht oder nur sporadisch von zu Hause gearbeitet haben, hat sich der Heimarbeitsplatz in der Pandemie vielfach als Dauerlösung etabliert. Damit wachsen die Ansprüche an die Ausstattung. „Wer jeden Tag mehrere Stunden lang im Homeoffice tätig ist, wünscht sich einen professionell eingerichteten Arbeitsplatz“, sagt Kurth. Zu empfehlen ist vor allem ein ergonomischer Bürostuhl, der ein dynamisches und damit rückenfreundliches Sitzen ermöglicht. Immer beliebter werden auch elektronisch höhenverstellbare Schreibtische, da sie wechselnde Arbeitspositionen ermöglichen und damit ebenfalls zur Rückengesundheit beitragen.

Viele Familien stehen aus Platzgründen vor der Herausforderung, ihren Schreibtisch im Ess- oder Wohnzimmer unterzubringen. „Die deutsche Möbelindustrie bietet dafür zierliche, optisch ansprechende Modelle an“, sagt Kurth. Im Sortiment sind auch besonders platzsparende, multifunktionale Lösungen: Etwa der Ausziehtisch, bei dem sich die Tischplatte aus einer Art Bürocontainer herausfahren lässt. Oder der raumsparende, flach an der Wand stehende Sekretär mit einer herausklappbaren Schreibtischplatte. Um tagsüber den Arbeits- vom Wohnbereich abzutrennen, kommen mobile Stellwände in Frage. Sie lassen sich abends bequem beiseiteschieben – genauso wie Rollcontainer, in denen Büromaterialien verstaut werden können.

Eine Folge von Corona ist auch der Umstand, dass zu Hause mehr gekocht wird als früher. Nicht nur entfällt durch die Tätigkeit im Homeoffice der Besuch in der Betriebskantine. Auch Treffen mit Familie und Freunden finden seltener außerhalb, sondern vermehrt in den eigenen vier Wänden statt. Dann wird gemeinsam und aufwändig gekocht, sich unterhalten und eine entspannte Zeit genossen. Die Küche soll dafür den geeigneten optischen und funktionalen Rahmen bieten – vor allem, da Koch-, Ess- und Wohnbereich heutzutage meist fließend ineinander übergehen. Der Wunsch nach einer neuen Küche wird derzeit vielfach umgesetzt, wie die deutsche Küchenmöbelindustrie spürt. Die Branche rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzplus von drei Prozent.

Im Trend liegen Schrankfronten in Grau oder in Schwarz sowie Kombinationen von hellen Mattlackoberflächen mit Holz- oder Betonoptiken. Neu im Markt sind geriffelte Echtholzoberflächen mit einer linearen Stäbchenstruktur. Bei den Arbeitsplatten stehen als Materialien unter anderem Hightech-Schichtstoffe mit Antifingerprint, Naturstein, Edelstahl, Keramik und verschiedenste Dekore zur Verfügung. Meist werden die Küchen minimalistisch gestaltet – mit glatten Fronten, grifflos oder mit Griffleisten sowie mit filigranen Arbeitsplatten. Beliebt ist aber auch der moderne Landhausstil mit den typischen Kassettenfronten und Metallgriffen. Für eine optimale Nutzung des Stauraums sorgen intelligente Auszugssysteme und Schrankinnenausstattungen. Leistungsfähige Dunstabzüge und leise Geschirrspüler ermöglichen eine hohe Aufenthaltsqualität in der offenen Wohnküche.

Als Entspannungsort und abendlicher Treffpunkt dient in vielen Familien das Sofa. Viele Haushalte haben hier in den vergangenen Wochen nachgerüstet. Gefragt sind vor allem Sofas und Sofalandschaften, die über viele Funktionen verfügen. Für eine Relax-Position lassen sich auf Knopfdruck Rückenlehnen nach hinten und Fußklappen hochfahren. Sitztiefen können ebenso verstellt werden wie Kopfstützen oder Armlehnen. Bei den Bezügen stehen pflegeleichte Textilien und Lederoptiken im Vordergrund, farblich dominieren warme Naturtöne wie Beige, Braun oder Anthrazit.