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Autor: Möbelfertigung

Bereits die globale Nummer 2 bei PP-Kanten

Der Holzwerkstoff-Spezialist Egger ist auch in Sachen Kanten auf Erfolgskurs: „Seit ihrem Start hat im Jahr 2016 hat sich die PP-Kantenproduktion am Standort Brilon sehr positiv und dynamisch entwickelt“, so Joachim Dausch, Leiter Vertrieb & Marketing Kante. „Heute sehen wir uns unter den Herstellern weltweit als die Nummer 2 im Bereich der PP-Kanten. Dabei darf man nicht vergessen, dass PP im Hinblick auf die Herstellung und die geforderten Verarbeitungseigenschaften der bei Weitem anspruchsvollste Kantenwerkstoff ist. Somit galt es natürlich, vielfältige Herausforderungen auf dem Weg zu meistern.“

Thomas Streichardt, Bereichsleitung Technik Kante, ergänzt: „Nach unserem Kenntnisstand ist Egger heute der einzige Kantenhersteller, der bei PP-Kanten ausschließlich auf den Digitaldruck setzt. Diese Technolo­gie musste natürlich entwickelt und optimiert werden. Mittlerweile haben wir bereits zwei große Digitaldrucker im Einsatz.“ Dabei kann das Unternehmen in vielen Fällen auf Original-Dateien der Dekorpapierhersteller zugreifen, eine wesentliche Voraussetzung für den perfekten Verbund von Platte und Kante.

Was Egger für dieses Produktsegment außerdem plant, lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 16. Oktober erscheint.

Weitere Themen: Wie Linak seine Lieferketten auch in Krisenzeiten stabil hält, mit welchen Strategien Ruwi durch die letzten Monate gegangen ist, wie Adler und Dürr die Lackiertechnologie revolutionieren, welche Potenziale das Thema Reisemobile bietet, wie die Homag Group 40 Prozent Marktanteil realisieren will, was „Interzum“-Director Maik Fischer von dem Kölner Megaevent im kommenden Jahr erwartet, wie Atmos Vakuuumpressen zu einer wichtigen Größe im Markt werden will, welche Philosophie hinter dem Erfolg von TCP steht, wie der aktuelle Stand bei der „Ligna“ aussieht und, und, und…

Außerdem in der Ausgabe: Das große Special „Werkstoffe & Leichtbau“ sowie die umfassende Übersicht der wichtigsten Dienstleister.

Positive Erfahrungen mit der „Digital Expo“

Vergleichbare Besucherzahlen wie auf einer Präsenzmesse und ein anerkennendes Kundenfeedback – der Baubeschlaghersteller Basys hat nach seiner ersten „Digital Expo“ vom 14. bis 27. September 2020 ein positives Fazit gezogen. Mit dem neuen, gemeinsam mit dem Startup Enra entwickelten Format hatte das Unternehmen die Fensterbau Frontale nachgeholt. Basys fühlt sich nun gut vorbereitet, um auch zukünftig bei Bedarf seine Innovationen bei Band- und Schließblechsystemen digital präsentieren zu können.

„Wir haben ein sehr positives Feedback aus der Kundschaft erhalten“, berichtet Geschäftsführer Jürgen Bartels. Die Kunden schätzten, dass sie den Stand zeitungebunden und ganz entspannt besuchen konnten, bei Bedarf auch mehrmals. In 14 Messetagen registrierte der Aussteller genauso viele Besucher auf seinem digitalen Messestand wie auf der letzten Fensterbau Frontale 2018. Zudem hätten die ausländischen Vertriebspartner die „Digital Expo“ intensiv genutzt, um gemeinsam mit Kunden die Neuheiten zu erkunden.

Dazu gehörte die neue Justiertechnologie für das verdeckt liegende „Masterband FX2 120 3-D FD“, die die Dichtigkeit von Haustüren erhöht, die neue Justiertechnologie für das Innentürband „Pivota FX2 80 3-D“, das nun deutlich schmaler ausfällt, zudem das neue „Pivota DX 38 3-D“ mit größerem Öffnungsmaß, was Montage und Stabilität des verdeckt liegenden Band-Bestsellers verbessert, und zu guter Letzt die 3D-Bandaufnahme „STV 135/56 3-D“, die Basys mit einer Dichtlippe ausstattete, um die Dichtigkeit bei Türen in der Gebäudehülle zu verbessern. Neben den Neuheiten legte der Hersteller einen weiteren Fokus auf das auch objektgeeignete verdeckt liegende Glastürband „Pivota DX Glass“ sowie auf das „Pivota DX Close“, ein verdeckt liegendes Türband für stumpf einschlagende Türen mit nicht sichtbarem, integriertem Türschließer.

Für die Präsentation hatte Basys seinen Messestand 1:1 aufgebaut, Erklärvideos gedreht und umfangreiches Informationsmaterial erstellt. Über Live-Chats konnten die Besucher mit ihrem Ansprechpartner in den Dialog eintreten. Das stieß auf große Resonanz. „Ich möchte Ihnen zu Ihrem gelungenen Messeauftritt gratulieren“, schrieb Christian Daschner, Leiter Entwicklung bei der Moralt AG, Hausham. „Es ist wirklich sehr innovativ, die neusten Entwicklungen per Video-Messe kurz und knapp, aber mit allen wichtigen Infos zu präsentieren.“

Besonders interessant fand Daschner das „Masterband“ für Haustüren.

Auch Mathias Haller, Einkaufsleiter bei Koch Türen aus Österreich, schrieb: „Ich habe mit großem Interesse den virtuellen Messestand besucht. Eine wirklich gelungene Präsentation! Optimal ist, dass man sich Beiträge auch mehrmals anschauen und Details dann genauer analysieren kann. Basys hat hier sprichwörtlich aus der Not eine Tugend gemacht.“

Mit der Premiere seiner „Digital Expo“ konnte Basys wertvolle Erfahrungen sammeln und fühlt sich nun in der Lage, seine Innovationen in Zukunft über das gleiche oder ein ähnliches Format zu präsentieren. Eine Präsenzmesse könne die „Digital Expo“ zwar nicht ersetzen, ist Jürgen Bartels überzeugt, aber sie biete eine ideale Plattform, um unabhängig vom Präsenzmessegeschehen mit Kunden über Innovationen und Produktverbesserungen im Gespräch zu bleiben. Die Erklärvideos zu den aktuellen Produkten hat Basys inzwischen für alle zugänglich auf seine Internetseite www.basys.biz/videos gestellt.

Villeroy & Boch

Verbesserte Prognose für das Geschäftsjahr 2020

Der Vorstand der Villeroy & Boch AG hat angesichts der Erholung des Geschäfts in den Sommermonaten heute die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 deutlich angehoben. Er erwartet nunmehr ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 30 bis 35 Millionen Euro. Bisher kommuniziertes Ziel war, die durch die COVID-19-Pandemie bedingten Verluste des ersten Halbjahres im zweiten Halbjahr zu kompensieren und ein positives operatives Ergebnis zu erzielen. Durch ein stringentes Kostenmanagement seit Beginn der COVID-19-Pandemie sowie eine deutlich verbesserte Umsatzentwicklung im dritten Quartal, die sogar über Vorjahr lag, konnte dieses Ziel früher als geplant realisiert werden.

Der Vorstand erwartet, dass sich der positive Umsatztrend im traditionell starken 4. Quartal fortsetzt und das Geschäftsjahr mit einem Gesamtumsatz von maximal sechs Prozent unter Vorjahr abgeschlossen werden kann.

Die neue Prognose steht unter der Annahme, dass es zu keinen weiteren signifikanten Maßnahmen der Staaten zur Eindämmung der Pandemie und damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft kommt.

Vor dem Hintergrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2020 sowie der weiterhin hohen Netto-Liquidität haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der ordentlichen Hauptversammlung am 30. Oktober 2020 für das Geschäftsjahr 2019 eine Gesamtdividende von 0,55 Euro je Vorzugs-Stückaktie sowie 0,50 Euro je Stamm-Stückaktie abzüglich der bereits gezahlten Abschlagszahlung auf den Bilanzgewinn in Höhe von 0,20 Euro je Vorzugs-Stückaktie sowie 0,15 Euro je Stamm-Stückaktie vorzuschlagen, d.h. eine weitere Dividendenzahlung von 0,35 Euro je Aktie.

Hinweis: Der Zwischenbericht zum dritten Quartal 2020 wird planmäßig am 20. Oktober 2020 veröffentlicht und detaillierte Informationen zur Geschäftsentwicklung in beiden Unternehmensbereichen enthalten.

HDH

Umsatz mit Holz steigt im Inland deutlich

Das Holzgewerbe vermeldete im Juli 2020 insgesamt steigende Umsätze. Während die Inlandsumsätze um 10,2 Prozent anzogen, stiegen die Auslandsumsätze moderat um 1,1 Prozent. Damit lag der Gesamtwert 7,8 Prozent über dem Wert vom Juli 2019. Damals hatte es einen Umsatzzuwachs von insgesamt 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gegeben. Dabei hatte der Umsatzzuwachs im Inland bei 1,4 Prozent gelegen und der Umsatz im Ausland war um 1,4 Prozent gesunken.

Digitalisierte Prozesse sind auch für Möbelimporteure immens wichtig

Welche Chancen bieten sich der Branche mit Elementen von Industrie 4.0 im globalen Wettbewerb? Hochgradig automatisierte Produktionen können dabei helfen, in einem Hochlohnland wie Deutschland Gewinn bringend zu produzieren. Diese Thematik – unter anderem – steht auf der Agenda des Kongresses „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“, der am 25. und 26. November im Düsseldorfer Hotel „Nikko“ in die vierte Runde geht. Und welches Unternehmen könnte es besser beleuchten, als der nach eigenen Angaben umsatzstärkste Möbelhändler in den Kernsegmenten Junges Wohnen, SB und Mitnahme? Für die Bega-Gruppe ist es unerlässlich Produktionsstandorte innerhalb und außerhalb Deutschlands zu prüfen, immerhin strebt das Unternehmen eine langfristige Zusammenarbeit mit Lieferanten und Herstellern an. Darüber hinaus ist „Digitalisierung“ durchaus auch für die Bega-Gruppe selbst ein wichtiges Schlagwort.

Rüdiger Schliekmann, Geschäftsführer der Bega-Gruppe, ist Referent am zweiten Kongresstag und gibt Einblicke in das, was den Möbelgiganten aktuell bewegt.

„möbelfertigung“: Die Bega-Gruppe ist weniger als Hersteller, sondern vielmehr als Importeur bekannt. Hat die zunehmende Transparenz durch Digitalisierung dennoch eine Bedeutung für das Unternehmen?
Rüdiger Schliekmann:
Gerade für uns als größter Importeur von Möbeln ist die Digitalisierung und die damit entstehende Transparenz ein großes Thema. Wir stellen unseren Lieferanten beispielsweise einen völlig digitalisierten Prozess von der Entwicklung des Möbels bis hin zur 0 Serie zur Verfügung. Und auf der anderen Seite erwarten unsere Kunden von uns eine transparente Lieferkette, bei der alle Fragen zur Logistik oder Qualität in Realtime beantwortet werden.

„möbelfertigung“: Rechnen Sie damit, dass die hochgradige Automatisierung von Möbelproduktionen in Deutschland dazu führt, in Zukunft wieder wettbewerbsfähiger gegen Osteuropa zu sein?
Rüdiger Schliekmann:
So groß sind die Abstände aus unserer Sicht gar nicht mehr. Wir kaufen inzwischen auch wieder in Deutschland Möbel ein und nicht nur im konventionellen Bereich, sondern auch im großen Stil zerlegte Ware. Polen ist eine der am stärksten wachsenden Volkswirtschaften in Europa: Die Energiepreise und die Lohnkosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen und in manchen Branchen schon auf deutschem Level angekommen. Zudem wurde auch in Polen in den letzten Jahren sehr stark in Produktionsstandorte investiert, gerade im Hinblick auf Automatisierung – oft mit Unterstützung von EU Mitteln. Wenn wir allerdings weiter nach Osteuropa schauen, sieht die Welt noch anders aus. Lohnintensive Produkte wie zum Beispiel Polstermöbel werden hier in großen Mengen produziert.

„möbelfertigung“: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ sein?
Rüdiger Schliekmann:
Ich werde vor allem die digitalen Herausforderungen des Möbelhandels beleuchten.

Unter www.holzmann-events.de/effiziente-moebelfertigung/ können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich für unseren Kongress anmelden. Bis zum 16. Oktober gilt noch der vergünstigte Frühbucherpreis. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 25. November im Düsseldorfer Hotel „Nikko“ begrüßen zu können.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: Hettich, Homag Group, Interzum, L‘Engineers und Mink Bürsten. Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@holzmann.de.

„Kinvaro T-Slim“ erhielt einen „German Design Award“

Erneute Auszeichnung für „Kinvaro T-Slim“: Nachdem das Bewegungs-System im Frühjahr den „Red Dot Award“ erhielt, folgte nun der „German Design Award“. Die Jury prämierte „Kinvaro T-Slim“ in der Kategorie „Excellent Product Design – Furniture“.

„Wir freuen uns über die zweite Auszeichnung von ,Kinvaro T-Slim‘“, sagt Albert Trebo, Geschäftsführer bei Grass. „Wir haben mit ,Kinvaro T-Slim‘ ein Produkt entwickelt, das wirklich einzigartig am Markt ist, und mit seiner Gestaltung Möglichkeiten eröffnet, die kein anderes Produkt bietet.“

„Kinvaro T-Slim“ ist das dünnste, effizienteste Klappen-System, das Grass je entwickelt hat. Es vereint puristische Ästhetik, höchste Stabilität und die Kunst der perfekten Bewegung auf beispiellose Weise. Das Klappen-System fügt sich nahezu unsichtbar in das Möbelstück ein, eröffnet so neue Möglichkeiten für den Oberschrank und bietet Möbeldesignern und Konstrukteuren maximale Flexibilität. Neben dem ästhetischen Plus bringt die Reduktion einen weiteren Nutzen: Das Klappen-System braucht nur wenig Platz, sodass der vorhandene Stauraum optimal genutzt werden kann.

Übernimmt System TM A/S aus Dänemark

Die Homag Group verstärkt ihre Aktivitäten im neuen Marktsegment Bauelemente-Lösungen durch den Erwerb von 80 Prozent der Anteile am dänischen Engineering- und Fertigungsunternehmen System TM A/S. System TM ist ein führender Anbieter von Optimierungs- und Systemlösungen für die holzbearbeitende Industrie. 2019 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 130 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von etwa 30 Mio.Euro.

Neben der Konzentration auf die Möbelbranche wird innerhalb der Homag Group ein neues Geschäftsfeld Construction Elements Solutions“ geschaffen. In diesem neuen Geschäftsfeld werden die Massivholz-, Produktions- und Verarbeitungstechnik sowie die bestehenden Aktivitäten um die Marke Weinmann zusammengefasst. Bereits Anfang des Jahres hat Homag seine Beteiligung an Weinmann auf 100 Prozent aufgestockt.

Pekka Paasivaara, Vorstandsvorsitzender der Homag Group: „Wir wollen Systemlieferant für die gesamte Prozesskette im Bereich der Bauelemente, inklusive zum Beispiel des Brettsperrholzes (Cross-Laminated Timber, CLT), werden und damit in diesem Segment weiter wachsen. Wir befinden uns bereits in einer guten Ausgangsposition. Mit System TM gewinnen wir einen erfahrenen, führenden Hersteller mit High-End-Produkten und hoher Reputation in der Projektabwicklung hinzu“.

Markus Vöge, Executive Vice President Vertrieb und Marketing der Homag Group: „Die Geschäftsmodelle von System TM und Weinmann unterstützen die strategischen Ziele im Bereich der Nachhaltigkeit. Mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz können wir umweltfreundliche, qualitativ hochwertige Gebäude und ein gesundes Wohnumfeld erreichen. Die strategische Partnerschaft mit Hundegger, die 2019 begonnen wurde, bleibt ein wichtiger Bestandteil unseres neuen Geschäftsfeldes“.

Jan J. Samuelsen, CEO von System TM: „Die Firmengründer und ehemaligen Mehrheitsaktionäre, Poul und Ingrid Thøgersen, haben beschlossen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, in den Ruhestand zu treten und das Eigentum an neue Aktionäre zu übertragen, die an die Geschäftsphilosophie von System TM glauben und die positive Entwicklung des Unternehmens weiterhin unterstützen. Homag ist für uns der ideale Partner, denn neben unserem bestehenden Geschäft mit Kapp- und Keilzinkenlösungen können wir damit auch in den Bereich Brettsperrholz expandieren. Wir sehen in diesem Geschäftsfeld ein gutes Wachstumspotenzial. Die neue Aufstellung ist für uns ein logischer Schritt, da wir in Nordamerika bereits sehr erfolgreich mit Homag zusammenarbeiten“.

Investition für ein weiteres Hochregallager in Nagold

Häfele baut am Stammsitz in Nagold sein Versandzentrum weiter aus und stärkt den Standort im Nordschwarzwald. Den Beginn der Bauarbeiten markierte ein symbolischer Spatenstich. Als Ehrengäste waren die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sowie der Nagolder Oberbürgermeister Jürgen Großmann und der Hauptgeschäftsführer der IHK Nordschwarzwald Martin Keppler eingeladen.

Die Ministerin sparte nicht mit anerkennenden Worten für die Standorttreue, die Weitsicht und den Mut des Nagolder Familienunternehmens, das sich als Hidden Champion und Vorreiter der Digitalisierung einen Namen gemacht habe. Unternehmensleiterin Sibylle Thierer begründete die zweistellige Millionen Investition mit den steigenden Anforderungen der Häfele Kunden in aller Welt an Schnelligkeit, Flexibilität, Effizienz, Sortimente und Serviceangebote.

„Wir brauchen mehr Platz für neue Dienstleistungen und neue Sortimente und wir wollen unsere Lieferzeiten noch weiter reduzieren“, sagte Sibylle Thierer. Ein ehrgeiziges Vorhaben, wenn man bedenkt, dass heute in Deutschland bei Häfele bis 16 Uhr bestellte, als Paket versendbare Ware schon am nächsten Tag den Kunden erreicht. Vor diesem Hintergrund leuchtet es ein, dass angesichts des Dauerstaus im Verkehr rund um Stuttgart solche Ziele nur mit einem zweiten Lager im Norden Deutschlands erreicht werden konnten. Seit Oktober 2019 gibt es in Lehrte bei Hannover dieses zweite Häfele Versandzentrum in Deutschland.

Im Nagolder Industriegebiet entsteht derzeit das vierte Hochregallager mit angeschlossenem Wareneingangsgebäude. Es bietet Platz für über 15.000 weitere Europaletten und erweitert die Gesamtkapazität auf 65 000. Das unterstreicht die strategisch bedeutende Position des Nagolder Versandzentrums als internationale Drehscheibe für Beschlagtechnik sowie als Herz der viel gelobten und weltbekannten Häfele Logistik. Seit 46 Jahren schlägt es dort und versorgt von Deutschland aus die gesamte Welt.

Das soll auch in den kommenden Jahren so bleiben, wie ein weiterer geplanter Ausbau in Nagold deutlich macht. Von den Anfängen vor nahezu einem halben Jahrhundert bis heute ist das Nagolder Versandzentrum im Schnitt alle drei Jahre gewachsen. In der ganzen Welt sind seitdem bei den 38 Häfele Niederlassungen zahlreiche weitere Logistikzentren entstanden.

Sibylle Thierer nennt das aktuelle Engagement in schwierigen Zeiten eine mutige und weitsichtige Investition in zukünftiges Wachstum. „Damit soll es uns gelingen, unsere Geschäftspartner in aller Welt jeden Tag aufs Neue für Technologie- und Logistik-Exzellenz zu begeistern“, sagt die Unternehmensleiterin. Häfele-Kunden in aller Welt dürfen sich vor diesem Hintergrund auf eine immer schnellere und noch zuverlässigere Versorgung freuen.

Endspurt beim Bewerbungscountdown

Die Bewerbungsphase für den „Ifoy Award“ 2021 geht auf die Zielgerade. Nur noch eine Woche lang können sich Anbieter von Produkten und Lösungen um den „Ifoy Award“ 2021 bewerben. Das Bewerberportal auf www.ifoy.org schließt am 15. Oktober 2020.

Zur Wahl für eine Bewerbung stehen insgesamt 13 Kategorien – die nahezu alle Einsatzgebiete der Intralogistik abdecken. Neben Staplern, Lagertechnikgeräten und Sonderfahrzeugen sind Fahrerlose Transportsysteme (FTS), Shuttles, Roboter, Lastenfahrräder, Drohnen, Krane, Software und Apps sowie erfolgreich realisierte, ganzheitliche Lagerkonzepte für eine Bewerbung zugelassen. Darüber hinaus werden herausragende technische Details oder Komponenten prämiert, wie zum Beispiel ergonomische Innovationen, Sicherheitslösungen oder Automatisierungskomponenten. In der Kategorie „Start-up of the Year“ können sich neu gegründete Unternehmen mit innovativen Prototypen oder funktionsfähigen Entwicklungen um einen „Ifoy Award“ bewerben.

Bewerbungen sind ausschließlich via Internet unter www.ifoy.org möglich. Die Teilnahmebedingungen können bei der Ifoy Geschäftsstelle angefordert werden.

Der International Intralogistics and Forklift Truck of the Year („Ifoy Award“) hat sich als Indiz für Wirtschaftlichkeit und Innovation etabliert und gilt aufgrund seiner fachlichen Expertise als maßgeblicher Innovationspreis in der Intralogistik. Die Jury, der die Chefredakteure internationaler Leitmedien der Logistik angehören, entscheidet unabhängig, nach transparenten Kriterien und auf der Basis fachlicher Expertise. Basis der Entscheidung ist das dreistufige Audit. Die für das Finale nominierten Geräte und Lösungen durchlaufen anlässlich der „Ifoy Test Days“ Anfang 2021 auf dem Messegelände in Hannover individuell abgestimmte Fahr- oder Funktionstests, darunter das rund 80 Kriterien umfassende Ifoy Testprotokoll sowie den wissenschaftlichen Ifoy Innovation Check. Entscheidend ist, dass die Nominierten nicht miteinander verglichen werden, sondern mit ihren Wettbewerbsgeräten am Markt. Außerdem reisen Juroren und deren Berater-Teams aus der Wirtschaft an, um die Finalisten selbst zu begutachten, bevor sie ihr Votum abgeben.

Träger des „Ifoy Award“, der unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie steht, ist der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik im VDMA. IFOY Partner ist die „Hannover Messe“. Palettenpartner des „Ifoy Award“ ist Chep, Weltmarkführer im Pooling von Paletten und Behältern. Partner für den Bereich Logistikimmobilien ist Garbe.