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Autor: Möbelfertigung

Fachbeirat Küche/Bad diskutiert Digitalisierungsvorhaben

Am 29. September trafen sich die Unternehmensvertreter des Fachbeirats Küche/Bad im Daten Competence Center e.V. (Herford) zu ihrer zweiten, jedoch ersten rein virtuellen Sitzung in diesem Jahr. Mit über 30 Teilnehmer war die Veranstaltung hervorragend nachgefragt und konzentrierte sich neben aktuellen DCC-Vorhaben auf innovative, neue Projektansätze.

Nach der Begrüßung durch DCC-Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer, der das Meeting aus der Geschäftsstelle in Herford leitete, beeindruckten die Gastreferenten Alysson de Lima Matias von IBM Deutschland sowie Heinz Ikenmeyer von X-Integrate Software & Consulting ihre Zuhörer mit dem Thema „Digitalisierung und Automatisierung des Auftragsbearbeitungsprozesses in der Küchenmöbelindustrie“.

De Lima Matias führte in das Thema ein, bei dem es nicht um die bereits installierte elektronische Bestellabwicklung in den Unternehmen geht, sondern um ein wirtschaftliches, effizientes und digitalisiertes Handling eingehender E-Mail-Bestellungen. Dieser Order-Anteil ist in der Küchenmöbelindustrie nach wie vor relevant und muss händisch an- bzw. aufgenommen, kategorisiert und an die jeweils ausgewählten verantwortlichen Mitarbeiter weitergegeben werden.

Um diesen Workflow zu automatisieren, die Bestellbearbeitung zu beschleunigen und Fehler auszuschließen sowie E-Mails und andere eingehende Dokumente IT-gestützt zu erkennen, hat IBM mit dem KI-System „Watson“ sowie verschiedenen Cloud-Packs die entsprechenden Grundlagen geschaffen. Wie Ikenmeyer weiter ausführte, böten sich besonders die bereits hoch industrialisierten Küchenmöbelhersteller für den Einstieg in die „Digital Business Automation“ an.

Daher schlug er einen gemeinsamen Workshop vor mit der Idee, unter dem Dach des DCC eine Best-Practice-Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen. Denn Nolte Küchen und Schüller haben bereits erste positive Erfahrungen gesammelt und betreiben die Integration weitergehender Cloud-Packs in ihre betrieblichen Prozesse mit Blick auf IOT und Machine Learning.

Albrecht Arenz (Dein-Konfigurator) beeindruckte anschließend mit dem gemeinsam mit der Neuen Alno entwickelten Küchenmöbelkonfigurator, der als elektronisches Verkaufshandbuch alle gedruckten Kataloge ersetzen kann. Damit wäre nicht nur ein Schritt für mehr Umweltverantwortung getan, sondern würden erhebliche Kosten in den Unternehmen gesenkt. Auch sind unterjährige Programmänderungen zu jeder Zeit unkompliziert und in Echtzeit möglich.

Auch für den Handel sind die Vorteile relevant: Beratungsgespräche können viel anschaulicher geführt werden, der verfügbare Variantenreichtum ist einfacher erkenn- bzw. auswählbar und das verfügbare Budget bleibt immer im Blick. Da diese Software ausschließlich auf IDM-Daten fußt, kann es ohne umfangreichen Vorbereitungsaufwand überall und sofort eingesetzt werden.

Ganz besonders attraktiv scheint das neue Tool vor allem dort, wo keine der in Deutschland üblichen Planungsprogramme zum Einsatz kommen. Die Tagungsteilnehmer aus der Industrie zeigten sich von Arenz‘ Ausführungen stark beeindruckt. Auch die teilnehmenden Softwarehäuser äußerten Anerkennung, verwiesen jedoch darauf, dass in verschiedenen Planungsprogrammen ähnliche Möglichkeiten angelegt seien.

Wolfgang Schmidt, ebenfalls von X-Integrate und dessen Gründer sowie CEO, berichtete zur „Optimierung betrieblicher Anlagenprozesse“. Er sprach sich für eine konsequente Datenanreicherung zur Geschäftsoptimierung in Fertigung und Logistik aus mit dem Ziel einer immer umfassenderen Digitalisierung von Produktionsprozessen. Dazu nutzbar seien Open Source-Plattformen, wie beispielsweise der Open Integration Hub für KMU. Hinter dieser cloudbasierten Lösung steht Cloud Ecosystem e.V., der Fachverband der deutschen Cloudwirtschaft.

Schmidt schlug vor, im DCC Kompetenzen aufzubauen, um die Daten- und Wertschöpfungskette nicht nur in Richtung Handel bzw. Verbraucher zu betrachten, sondern um die vorhandenen bzw. neu hinzugewonnenen Daten auch ‚zurück‘ in Richtung Fertigung und in den Zuliefersektor zu nutzen. Mit dem Ziel maximaler Datenausnutzung sowie der Vermeidung proprietärer, betrieblicher Lösungen könne das DCC als Plattform fungieren – bis hin zur Daten-Standardisierung für Shopfloor und Intra-Logistik. Er bot deshalb kostenlose Fallstudien für Projektpartner unter den DCC-Mitgliedsunternehmen im Bereich Küche an, um Bedarfe zu analysieren und Ideenkonzepte zu entwickeln.

Nach diesen interessanten Fachvorträgen berichtete Dr. Plümer zum Tagesgeschäft im DCC. Bemerkenswert hier die Installation des Kollaborationssystems „DCC.Just.Social“, dessen Nutzung er allen Teilnehmern empfahl. Wichtig war weiterhin die Kurzvorstellung von Prof. Nektarios Bakakis von der Hochschule Worms, der das DCC in Logistikfragen unterstützen wird. In den nachfolgenden Ausführungen von DCC-Mitarbeiterin Kerstin Richter zum Arbeitskreis Küche/Bad stand vor allem das aktuelle IDM-Format 2.7.0 sowie die Implementierungsschritte zu 2.8.0 im Fokus, wobei letzteres im März kommenden Jahres veröffentlicht werden und ab Juli 2021 in Kraft treten soll.

TCP

Bei Möbelherstellern gibt es oft enorme Optimierungspotenziale

Die Technische Computerprogramme GmbH ist seit mehr als 40 Jahren aktiv und gilt als  ein technologischer Vorreiter. So war das „TCP“ schon in den frühen 80er Jahren bei Nobilia im Einsatz. Gerade bei Neukunden sieht das Unternehmen oft große Optimierungspotenziale. „Es gibt heute noch immer eine Anzahl von Möbelfertigungsunternehmen, die kein spezialisiertes Grafiksubsystem wie „TCP“ einsetzen und stattdessen eines der Handelssysteme nutzen“, erklärt TCO-Geschäftsführer Ulrich Degens. „Sei dies, um die Aufträge überhaupt entgegen nehmen zu können oder um wenigstens irgendein buntes Bildchen zurückschicken zu können. Aus unserer Erfahrung mit einem Randthema dazu wissen wir, dass dies nicht nur nicht mehr zeitgemäß ist, sondern sogar hanebüchen. Da wir nämlich auch den selbstkorrigierenden EDI-Import mit „TCP“ durchführen, wissen wir, welche Abweichungen zum Beispiel bestellte Küchen von dem haben, was der Hersteller tatsächlich liefern würde. Letztendlich muss die Schrankwand oder die Küche beim Einbau sofort passen. Alles andere führt mittelbar zu einem Imageschaden, der auf den Markenhersteller des Möbels zurückgeführt wird.“

Daher liege die beste Optimierung für einen Möbelhersteller liegt darin, dass die ausgelieferten Möbel schlichtweg stimmig sind und den Endkunden begeistern.

Wie TCP dabei konkret helfen kann und obendrein noch Einsparpotenziale für den Möbelhersteller bietet, lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 16. Oktober erscheint.

Weitere Themen: Wie Linak seine Lieferketten auch in Krisenzeiten stabil halt, mit welchen Strategien Ruwi durch die letzten Monate gegangen ist, wie Adler und Dürr die Lackiertechnologie revolutionieren, welche Potenziale das Thema Reisemobile bietet, wie die Homag Group 40 Prozent Marktanteil realisieren will, was „Interzum“-Director Maik Fischer von dem Kölner Megaevent im kommenden Jahr erwartet, auf welche Weise Atmos Vakuuumpressen zu einer wichtigen Größe im Markt werden will, wie Egger seine Position in Sachen Kanten weiter ausbaut, wie der aktuelle Stand bei der „Ligna“ aussieht und, und, und…

Außerdem in der Ausgabe: Das große Special „Werkstoffe & Leichtbau“ sowie die umfassende Übersicht der wichtigsten Dienstleister.

Individuelle Wertarbeit versus Massenware

Corona hat nicht nur die Welt verändert, sondern auch unsere Gewohnheiten. Werte verschieben sich und Alltägliches gewinnt wieder mehr an Bedeutung. Wie zum Beispiel die eigenen vier Wände. „My home is my castle“ ist aktueller denn je. Gleichzeitig wissen wir smarte Intelligenz zu schätzen. Vernetzen uns, organisieren unsere Tage neu und verlegen nicht nur unsere Arbeit, sondern auch Events mit Freunden und mancherorts sogar den Urlaub in die Wohnung. Entsprechend vielseitig muss sie ausgestattet sein. Multifunktional, praktisch und dennoch mit persönlichen Rückzugsorten versehen, soll das „neue Zuhause“ vielen Lebensbereichen auf engstem Raum gerecht werden. Das fordert die Möbelhersteller heraus: „Wir stellen fest, dass die Ansprüche an Einrichtungskonzepte und architektonische Grundrisse zunimmt“, bestätigt Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie. Und sieht sich gut gewappnet: „In diesem Bereich haben die Betriebe aus Österreich in den letzten Monaten ihre Stärken unter Beweis gestellt.“

Denn die Möbel der Zukunft passen sich ihren Nutzern an – und nicht umgekehrt. Ob wandelbare Polstermöbel, individuelle Wohnkonzepte, nachhaltige Schlafsysteme oder Esstische mit patentierter Auszugstechnik und fließendem Übergang in moderne Küchenarchitekturen – made in Austria bringt Produktintelligenz in schöne Formen. Bei den wichtigen Trendthemen wie Individualität, Multitasking und Funktionalität gehören die österreichischen Hersteller von jeher zu den Schrittmachern der Branche. Bezugspunkt ist dabei immer der Mensch und der Wunsch, ihm mehr Wohlbefinden zu verschaffen, sein Leben zu bereichern und persönliche Wünsche zu erfüllen.

Parallel dazu verzeichnen die Trendforscher eine zunehmende Sehnsucht nach Klarheit, Strukturen und Entrümpelung. „Tidyism“ heißt es im aktuellen „Home Report“ des Zukunftsinstituts. Auch diese Entwicklung spielt der Österreichischen Möbelindustrie in die Karten. „Nach dem Motto ‚weniger ist mehr’ wünschen sich die Menschen anstelle von austauschbarer Massenware Produkte mit Mehrwert“, erklärt Emprechtinger. Zudem wächst die Sehnsucht nach Authentizität, Qualität, Natur, Transparenz und Herkunft. „Die Pandemie hat diesen Wertewandel noch beschleunigt, denn in bewegten Zeiten wie diesen nimmt der Bedarf nach Sicherheit, Zuverlässigkeit und regionalen Produkten zu.“

„Glokalisierung“ lautet das Gebot der Stunde. Meint: globale Strukturen vor Ort installieren. Lokale Stärken und Potenziale rücken wieder in den Fokus. Wertschöpfungsketten werden verkürzt und neu geknüpft. So entstehen regionale Netzwerke und zeigen: Es gibt zahlreiche Zulieferer im nahen Umfeld, die nicht nur pünktlich, sondern vor allem auch qualitativ verlässlich liefern. Auch hier sind die Betriebe aus Österreich dem Trend bereits um eine Nasenlänge voraus. Sie fertigen überwiegend am Heimatstandort und beziehen alle notwendigen Werkstoffe und Materialien größtenteils aus Österreich oder dem benachbarten europäischen Ausland. Darüber hinaus punkten sie mit ihrer hohen handwerklichen Expertise.

Das schöne Alpenland blickt wie kaum ein anderes Land auf eine bewährte Handwerks- und Möbeltradition zurück. Diese Liebe zum Holz und zur Natur sowie die gelebte Leidenschaft für Schönheit und Perfektion gehört für die Betriebe zum Selbstverständnis. Ebenso wie Langlebigkeit, wertbeständige Qualität und Nachhaltigkeit. Themen, die im Moment bei den Menschen hoch im Kurs stehen. Wenn es um echte Werte, exklusive Qualität und hohe Flexibilität geht, haben sich die Spezialisten schon lange als Vorreiter etabliert. Mit Möbeln, die international für Langlebigkeit, originelles Design und raffinierte Funktionen stehen, zeigen sie sich resilient gegenüber aktuellen Herausforderungen und gehen – trotz der massiven wirtschaftlichen Einschränkungen – gestärkt aus der Corona-Krise hervor.

„Zahlreiche österreichische Hersteller, die bereits vor dem Lockdown gut aufgestellt waren, konnten von einer gestiegenen Nachfrage profitieren“, resümiert Emprechtinger. Bei der zeitnahen Ausführung der Aufträge kam den überwiegend familiengeführten Klein- und Mittelbetrieben zudem ihre Anpassungsfähigkeit zugute: Sie stellten sich schnell, wendig und ideenreich auf die „neue Normalität“ ein. Quasi über Nacht schufen sie optimale Bedingungen, um die Werke erfolgreich am Laufen zu halten. Doch die Corona-Krise hat nicht nur den Wertewandel und den veränderten Blick der Menschen auf ihr Konsumverhalten bekräftigt, auch in puncto Digitalisierung wurden in Österreich viele kreative Prozesse in Gang gesetzt: Ob Live-Planning am PC im direkten Kundenkontakt oder Video-Konferenzen und Online-Präsentationen – digitale Lösungen waren gefragter denn je und wurden von den heimischen Herstellern in kürzester Zeit entwickelt. „Die erfreuliche Auftragslage zeigt, wie begehrt Möbel made in Austria sowohl im In- als auch im Ausland sind“, so Emprechtinger. „Mit hohem Kundenservice, individuellen Planungsmöglichkeiten, solidem Handwerk und spürbarer Qualität entspricht das Gütesiegel dem gewachsenen Bewusstsein für echte Werte.“

Filmolux

Mit Innendesign-Trends und kürzeren Werbezyklen Schritt halten

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Mit Neschens „easySTYLE“ bietet Filmolux ab sofort eine optimale Lösung Innenräume in einem Schritt umzugestalten. Die selbstklebende Möbelfolie gibt es in einer großen Auswahl an Farben und Designs.

„easySTYLE“ ist eine selbstklebende Folie auf Papierbasis mit einer Vielzahl von Dekoren. Die Folie erzeugt mit minimalem Aufwand hochwertige Ergebnisse und wurde für die schnelle und einfache Anbringung auf Möbeln entwickelt. „easySTYLE“ ist eine ideale Lösung, um mit kürzeren Werbezyklen, wechselnden Einrichtungstrends und saisonalen Promotions Schritt zu halten. Von Holzoptik bis hin zu Beton oder Marmor – das innovative Produkt verwandelt Möbel in einen völlig neuen Look. Es eignet sich für Anwendungen auf fast allen ebenen und glatten Oberflächen wie Sperrholz- und MDF-Platten, Massivholz, Kunststoffen, Metall und lackierten Oberflächen.

Die strukturierten Oberflächen von „easySTYLE“ zeichnen sich durch eine perfekte Imitation der Materialien aus, von denen sie inspiriert wurden. Nach der Anwendung lässt sich die selbstklebende Folie leicht und rückstandslos entfernen. Neben seiner Auswahl von 15 Designs erweist sich „easySTYLE“ auch in Bezug auf die Haltbarkeit als eine gute Wahl.

Das Produkt ist nicht nur kratzfest, sondern verfügt auch über eine zertifizierte Chemikalienbeständigkeit (DIN68861). Im Einklang mit dem kontinuierlichen Bestreben von Neschen das Portfolio nachhaltiger Produkte weiter auszubauen, ist „easySTYLE“ PVC-frei und papierbasiert.

„easySTYLE“ ist in zwei Rollengrößen erhältlich:

–          10 m x 124 cm

–          25 m x 124 cm

Für Kontaktinformationen besuchen Sie bitte www.filmolux.com

Sedus Stoll Gruppe

Lädt ein zu „New Dimensions“

Dieses Jahr stellt uns mit einer außergewöhnlichen Situation vor neue Herausforderungen. Das betrifft sowohl den persönlichen Alltag, als auch das Arbeitsleben. Dabei kommen viele zu der Erkenntnis, was sie bei der Arbeit besonders schätzen: die Begegnung und Zusammenarbeit mit den Kollegen. Es muss zwar Abstand gehalten werden, soziale Nähe ist dennoch erwünscht. Damit die Menschen sicher und effektiv zusammenarbeiten können, muss der Arbeitsplatz umgestaltet werden.
Das Homeoffice wird zu einem integralen Bestandteil der Arbeitsumgebung und das Büro, wie die Meisten es bisher kannten, definiert seine Grenzen neu. Vor allem jetzt wird klar, dass bestimmte Herausforderungen nur zu bewältigen sind, wenn sich Menschen zusammentun und füreinander da sind.

Sedus hat sich zu all dem viele Gedanken gemacht und lädt am 29. Oktober von 18 bis 19 Uhr MEZ zur Live-Übertragung „New Dimensions“ ein. Es sind Impulsvorträge, Interviews und Beiträgen geplant, zudem gibt es die drei Keynotes „Quo Vadis– Hat das Büro eine Zukunft?“ von Holger Jahnke, Vorstandssprecher Sedus Stoll AG; „Agiles Arbeiten – eine neue Form des Lernens und der Zusammenarbeit“ von Trendexpertin Birgit Gebhardt und „Neue Einrichtungskonzepte und Produktlösungen für das Arbeiten von heute und morgen – überall“, die das Sedus Produktmanagement stemmt.

Seien Sie beim Live Event dabei und melden Sie sich jetzt an unter www.sedus.com.

„Ligna 2021“

Positive Signale aus der Branche

Trotz Covid-19 verzeichnet die „Ligna“ eine hohe Nachfrage nach Standfläche. Erneut werden zehn Hallen und das Freigelände belegt sein. „Dies zeigt, dass sich die Branche gerade nach den vielen Wochen des Social-Distancing mit Lockdown, Ausgangssperren, Online-Events und Videokonferenzen im Homeoffice nach einer Face-to-Face-Veranstaltung sehnt“, so Christian Pfeiffer, Global Director „Ligna“ & Woodworking Shows. „Natürlich kann niemand voraussagen, ob die Pandemie im Mai 2021 weitgehend überstanden oder ein Impfstoff zeitnah zur Verfügung stehen wird. Daher müssen wir realistisch sein. Schon aufgrund der globalen Reisebeschränkung rechnen wir mit weniger internationalen Besuchern als zur „Ligna“ 2019.“

Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer VDMA Holzbearbeitungsmaschinen, ergänzt: „Natürlich gibt es bei den Ausstellern aufgrund der Pandemie viele Unsicherheiten sowie Fragen, die wir in den kommenden Monaten gemeinsam beantworten müssen. Die überwältigende Mehrheit der Aussteller sagt uns, dass es jetzt darauf ankommt, in die Normalität zurückzukommen und den Kunden zu signalisieren: Wir glauben wieder an das Geschäft und wollen mit Euch in den Dialog kommen!“

Was Christian Pfeiffer und Dr. Bernhard Dirr noch von der Weltleitmesse im kommenden Jahr erwarten, lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 16. Oktober erscheint.

Weitere Themen: Wie Linak seine Lieferketten auch in Krisenzeiten stabil halt, mit welchen Strategien Ruwi durch die letzten Monate gegangen ist, wie Adler und Dürr die Lackiertechnologie revolutionieren, welche Potenziale das Thema Reisemobile bietet, wie die Homag Group 40 Prozent Marktanteil realisieren will, was „Interzum“-Director Maik Fischer von dem Kölner Megaevent im kommenden Jahr erwartet, wie Atmos Vakuuumpressen zu einer wichtigen Größe im Markt werden will, welche Philosophie hinter dem Erfolg von TCP steht, wie Egger seine Position in Sachen Kanten weiter ausbaut und, und, und…

Außerdem in der Ausgabe: Das große Special „Werkstoffe & Leichtbau“ sowie die umfassende Übersicht der wichtigsten Dienstleister.

Ehrung für „goldene“ Sägewerksmeisterin

Anlässlich ihres 50-jährigen Sägewerksmeister-Jubiläums wurde Renate Lampe eine besondere Ehre zuteil: Die Holzfachschule Bad Wildungen überreichte ihr einen Goldenen Meisterbrief. Diesen hatte die Bildungseinrichtung zu Ehren der Jubilarin kurzerhand selbst kreiert, da es von der Industrie- und Handelskammer keine goldenen Meisterbriefe gibt.

Mit dieser Auszeichnung hatte Renate Lampe sicherlich nicht gerechnet. Nachdem ihr Schulleiter Hermann Hubing vor drei Jahren bereits die Ehrennadel in Gold der Holzfachschule verliehen hatte, durfte sich die Petershagener (NRW) Sägewerksmeisterin nun über den Goldenen Meisterbrief freuen. Überreicht wurde ihr die Urkunde von Schulleiter Hermann Hubing, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Holzfachschule Bad Wildungen Reinhard Nau sowie der Stellvertretenden Landesvorsitzenden der FDP Hessen Bettina Stark-Watzinger. „Dein Leben lang musst du jeden Tag etwas lernen und musst dich immer weiterbilden. Deswegen bin ich der Holzfachschule auch immer treu verbunden geblieben.“, sagte die sichtlich gerührte Jubilarin anschließend bei ihrer kurzen Danksagung.

Der Holzfachschule Bad Wildungen ist Renate Lampe schon von Beginn ihrer beruflichen Karriere an treu: Um den elterlichen Betrieb, die Fritz Lampe KG, leiten zu können, absolvierte sie 1968/69 die Lehrgänge für kaufmännische Lehrlinge und vom 5. Januar bis 17. April 1970 schließlich auch die Fortbildung zum „Sägewerksmeister“ in Bad Wildungen. Auch nach ihrem Meisterabschluss war Renate Lampe eng mit der nordhessischen Bildungseinrichtung verbunden und setzte sich immer für die Belange der Auszubildenden ein. So war sie von 1981 bis 1990 die Erste Vorsitzende des Sägewerksmeistervereins Bad Wildungen e.V., zu deren Ehrenvorsitzenden sie 1990 ernannt wurde.

Die deutsche Küchenmöbelindustrie setzt Maßstäbe

Industrie 4.0, bestehen im internationalen Wettbewerb, Möglichkeiten und Stolpersteine auf dem Weg zur modernen Produktion – darum wird sich erneut alles beim vierten Kongress der „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ am 25. und 26. November im Düsseldorfer Hotel „Nikko“ drehen. Und zwar absolut praxisbezogen: Neben Anwendungsbeispielen aus der Küchen- und Badmöbelindustrie gibt es auch Referenten aus dem Maschinenbau, der Unternehmensberatung und der Zulieferindustrie, die sich konkret mit der Möbelindustrie befassen. 

Einer der Referenten des zweiten Konferenztages ist Dirk Krupka. Der Geschäftsführer Technik bei Häcker Küchen gibt hier bereits einen kleinen Einblick in seinen Vortrag:

„möbelfertigung“: Welchen Aspekt der Digitalisierung – beziehungsweise von Industrie 4.0 – wollen Sie in Ihrem Unternehmen keinesfalls mehr missen?
Dirk Krupka:
Wir arbeiten bereits seit einigen Jahren an der durchgehenden Digitalisierung unserer gesamten Prozesskette. Die Realisierung ist uns auf der Basis unseres Wertschöpfungssystems gut gelungen. Wenn Sie so fragen, ist es schon schwer vorstellbar, darauf verzichten zu wollen.
Unsere durchgehenden elektronischen Prozessketten, von der Händler-Herstellerkoppelung bei der Auftragsannahme, über das Monitoring unseres Fuhrparkes durch den Kunden selbst, bis zur elektronischen Reklamationsabwicklung bieten unseren Kunden alle Möglichkeiten.
Losgröße eins und durchgehende Automatisierungslösungen sind mittlerweile Selbstverständlichkeiten. Ich glaube übrigens, dass Sie von den führenden Küchenmöbelherstellern vergleichbare Antworten bekämen, da die deutsche Küchenmöbelindustrie hier insgesamt Maßstäbe setzt.

„möbelfertigung“: In Bezug auf eine zunehmende Digitalisierung wird immer von neuen Geschäftsmodellen gesprochen. Sehen Sie solche konkret für Ihr Unternehmen? Oder ist es vielmehr eine Verbesserung der vorhandenen Ressourcen?
Dirk Krupka:
Neben der Verbesserung von Prozessen zur Effizienzsteigerung, insbesondere in den Dimensionen Qualität und Kosten, kann durch die Digitalisierung ein zusätzliches Dienstleistungsangebot geschaffen werden.
Im Idealfall wird das Produkt oder auch der Prozess, zur Basis einer fortlaufenden Kommunikation mit unseren Kunden. Im Zentrum unserer Überlegungen steht für uns nach wie vor die Partnerschaft mit unseren Händlern, die wir in allen Geschäftsprozessen bestmöglich unterstützen wollen.
Erfolgreiche Unternehmen werden ihren Weg gemeinsam mit ihren Kunden gehen. Wichtig ist bei allen Ansätzen die Generierung eines wahrnehmbaren Zusatznutzens. Für die Planung und die Umsetzung gibt es keine Vorlagen oder Standards.

„möbelfertigung“: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ der „möbelfertigung“ sein?
Dirk Krupka:
Die Komplexität unseres Tagesgeschäftes stellt hohe Anforderungen an unsere Mitarbeiter und an den gesamten Führungsprozess. Für uns als Küchenhersteller ist es wichtig, das Problemlösungsverhalten vor Ort – auf dem „Shopfloor“ – optimal durch digitale Ansätze zu unterstützen. Mögliche Prozessabweichungen von unseren Standards werden so durchgängiger und vor allem rechtzeitig erkannt.
Die Schwerpunkte meines Vortrages sind deshalb das digitale „Shopfloor-Management“ und unsere Ansätze im Rahmen des „Predictive Maintenance“ zur Optimierung der Maschinenverfügbarkeit. Hier liegen enorme Potentiale.

Unter www.holzmann-events.de/effiziente-moebelfertigung/ können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich für unseren Kongress anmelden. Bis zum Freitag gilt noch der vergünstigte Frühbucherpreis. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 25. November im Düsseldorfer Hotel „Nikko“ begrüßen zu können.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: Hettich, Homag Group, Interzum, L‘Engineers und Mink Bürsten. Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@holzmann.de.

So lässt sich die Komplexität in der Produktion beherrschen

Der Markt mit Freizeitfahrzeugen boomt. Seit Jahren steigen die Zulassungszahlen bei Reisemobilen, Wohnwagen und Campervans. Was die Hersteller von solchen fordert, denn abgesehen von steigenden Stückzahlen werden mittlerweile hochgradig individuelle Fahrzeuge nachgefragt. Losgröße 1 wird immer häufiger.

Dabei muss die Komplexität der Fahrzeuge bereits im Konstruktionsprozess berücksichtigt werden. Basis hierzu bilden gleichartige und wiederkehrende Abläufe über alle Fahrzeugtypen. Die Standardisierung von Konstruktionsprinzipien und Baugruppen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor dafür.

Flexibilität im Sinne der „Lean Production“ Prinzipien ist gefragt und muss über alle Wertschöpfungs-Prozesse eines Freizeitfahrzeuge-Produzenten abverlangt werden. Beginnend bei der Möbelteile-, der Aufbauteile-, der Polsterteilefertigung bis hin zu den gesamten logistischen Materialströmen im Unternehmen.

Parallel zu den Produktions- und Materialprozessen gilt es, die Datenstrukturen für diese Flexibilität zu schaffen. Die Beherrschung der Daten ist grundlegende Voraussetzung für Technologie und Automatisierung.

Wie diese Datenstrukturen aussehen, lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung“, die am 16. Oktober erscheint.

Weitere Themen: Wie Linak seine Lieferketten auch in Krisenzeiten stabil halt, mit welchen Strategien Ruwi durch die letzten Monate gegangen ist, wie Adler und Dürr die Lackiertechnologie revolutionieren, auf welche Weise die Homag Group 40 Prozent Marktanteil realisieren will, was „Interzum“-Director Maik Fischer von dem Kölner Mega-Event im kommenden Jahr erwartet, wie Atmos Vakuuumpressen zu einer wichtigen Größe im Markt werden will, welche Philosophie hinter dem Erfolg von TCP steht, wie Egger seine Position in Sachen Kanten weiter ausbaut, wie der aktuelle Stand bei der „Ligna“ aussieht und, und, und…

Außerdem in der Ausgabe: Das große Special „Werkstoffe & Leichtbau“ sowie die umfassende Übersicht der wichtigsten Dienstleister.