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Autor: Möbelfertigung

SCM Group

Gewinnt den Innovationspreis „Smau“

Die beiden Marken „SCM“ und „CMS“ aus dem Hause des Maschinenbauers SCM Group standen bei der 57. Auflage der jährlichen Innovations-Ausstellung „Smau“ in Mailand im Mittelpunkt: Das italienische Unternehmen bekam dort den Innovationspreis „Smau“ verliehen. Gewürdigt wurde die Softwares und die digitalen Dienste, die in den „SCM“ Maschinen für die Holzbearbeitung und Maschinen zur Bearbeitung von Verbundwerkstoffen, Kunststoff, Marmor, Glas und Metall von „CMS“ zum Einsatz kommen. Generaldirektor Marco Mancini von der SCM Group nahm den Preis im Rahmen einer „Smau“ Live-Show zum Thema „Verknüpfung der Anlagen und integrierte und digitale Produktionsprozesse: die Fabrik wird smart“ entgegen.

Laut Jury ist der Preis „eine Anerkennung des starken innovativen Charakters der Industriemaschinen von ,SCM‘ und ,CMS‘, die mit digitalen Diensten und IoT-Funktionen ausgestattet sind, welche die Leistungsfähigkeit der Produktionsstätten der Anwender im Hinblick auf Effizienz und Produktivität spürbar steigern“. Im Einsatz sind die Maschinen in diversen Branchen von der Möbelindustrie über das Baugewerbe, der Automobilindustrie, dem Schiffbau und der Kunststoffverarbeitung bis hin zur Luft- und Raumfahrt.

Zu den von der SCM Group angebotenen Diensten gehört beispielsweise die kontinuierliche Überwachung und Analyse des Zustands und der Leistung der Maschine an jedem Ort und zu jeder Zeit, die unmittelbare Interaktion und der Informationsaustausch zwischen dem Kunden und dem bereitgestellten technischen Kundendienst – unter anderem im Remote-Modus, die umfassende Reduzierung des Zeit- und Kostenaufwands bei der Lösung eventueller technischer Störungen durch die Möglichkeit der Identifizierung in Echtzeit, um diese Problematik dann langfristig anhand der ermittelten Daten der „Leistungsüberwachung“ zu beseitigen.

Wichtige Grundlage für all das sind die IoT-Plattformen „Maestro connect“ von „SCM“ und „CMS connect“ von „CMS“. Sie garantieren den Betrieb mit höchster Effizienz und Produktivität beim Kunden der SCM Group. „Innovation, Digitalisierung und Kundensupport sind auch weiterhin die wichtigsten Erfolgsfaktoren für unseren Konzern und insbesondere für die Geschäftsbereiche SCM und CMS“, erklärt Mancini weiter. „Der Trend geht auch im Maschinenbausektor dahin, dass sich Maschinenhersteller zunehmend als Dienstleister begreifen, die sich auf die tatsächlichen Anforderungen der Kunden sowie die Optimierung ihrer Produktionsprozesse und Geschäftsprojekte konzentrieren.“

Die Journalistin Simona Regina von „Radio Rai“ moderierte die Veranstaltung. Wer die Übergabe während der „Smau Live-Show“ digital noch einmal erleben möchte, kann dies unter  http://www.triwu.it/streaming/ tun.

Führungswechsel beim Holzbauprofi

Geschäftsführer Richard Jussel übergab im September die Leitung der Blumer-Lehmann AG an ein Dreierteam. Zur Ruhe setzt er sich aber noch lange nicht. Das Thema BIM etwa und interne Projekte werden den leidenschaftlichen Holzpionier weiter beschäftigen. Die Verantwortung und die Aufgaben der Geschäftsführung übernehmen Martin Looser im Bereich Free Form, Markus Rutz im Bereich Holzbau-Excellence und Lukas Osterwalder im Modulbau.

„Dem Holzbau gehört die Zukunft. Die heute schon bestehenden Planungs- und Bauprozesse des modernen Holzbaus, kombiniert mit den technischen Möglichkeiten, werden den Holzbau nochmals vorantreiben. Vermehrt auch im städtischen Umfeld.“ Mit dieser Überzeugung entwickelte Richard Jussel die Projekte und Geschäfte der Blumer-Lehmann AG. Und: Den prognostizierten Aufschwung im Holzbau prägte er selbst mit. Nicht zuletzt dank seiner Offenheit für neue Herausforderungen und seiner Begeisterung für innovative Ideen kamen Leuchtturmprojekte wie etwa der Hauptsitz von Swatch in Biel/CH, das Gipfelrestaurant auf dem Schweizer Chäserrugg oder das modulare Geschäftshaus für Kreativunternehmen „Lattich“ in St. Gallen/CH zustande. Aus dem über 35-jährigen Wirken in der Blumer-Lehmann AG und ihren Vorgängerfirmen resultieren nicht nur unzählige realisierte Holzbauprojekte – von Gewerbe-, Industrie- bis mehrgeschossigen Wohnbauten – sondern auch ein außergewöhnliches Firmenwachstum. Kathi Lehmann, CEO der Lehmann Gruppe zollt dieser Leistung großen Respekt und ist sich bewusst: „Ohne die Fähigkeiten von Richard Jussel wäre diese einmalige Entwicklung der Blumer-Lehmann AG niemals möglich gewesen. Für seine bisherigen Verdienste danke ich ihm von ganzen Herzen und freue mich, dass wir auch weiterhin auf seine Kompetenzen im Projektgeschäft zählen dürfen.“

Etwas mehr Aufträge beim Verarbeitenden Gewerbe im August

Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2020 saison- und kalenderbereinigt ein Prozent höher als im Vormonat. Dabei erhöhten sich die offenen Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum Juli 2020 um 0,6 Prozent. Der Bestand an Auslandsaufträgen stieg um 1,1 Prozent. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragsbestand im August 2020 saison- und kalenderbereinigt 0,2 Prozent niedriger.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragsbestand im August 2020 um 1,1 Prozent höher als im Juli 2020. Bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg er um 0,9 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter lag der Auftragsbestand 2,4 Prozent höher als im Juli 2020.

Die Reichweite des Auftragsbestands hat sich leicht erhöht und betrug im August 2020 im Verarbeitenden Gewerbe 6,4 Monate (Juli 2020: 6,3 Monate). Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag die Reichweite des Auftragsbestands im August 2020 bei 3,1 Monaten (Juli 2020: 3,0 Monate). Bei den Herstellern von Investitionsgütern betrug sie 9,1 Monate (Juli 2020: 8,9 Monate) und im Bereich der Konsumgüter 2,5 Monate (Juli 2020: 2,4 Monate).

Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne neue Auftragseingänge theoretisch produzieren müssten, um die vorhandenen Aufträge abzuarbeiten. Sie wird als Quotient aus aktuellem Auftragsbestand und mittlerem Umsatz der letzten 12 Monate im betreffenden Wirtschaftszweig berechnet.

Virtuelle Präsentation bis zum 30.Oktober im „Iba Forum“

Improvisation ist Trumpf in diesen Pandemie-Zeiten. Und da hat sich der Industrieverband Büro und Arbeit (iba) mit seinen Partnern etwas ausgedacht. Die „Orgatec“, die aus bekannten Gründen dieses Jahr nicht stattfindet, schlägt einen neuen Weg ein und geht auf die virtuelle Bühne. Für die Zeit noch bis morgen, den 30. Oktober, haben der Verband, die Kölnmesse, Xing, Frame und das „Personalmagazin“ ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Dadurch finden aktuell große Teile des für die „Orgatec“ 2020 geplanten Programms online statt.

Zeitgleich, nämlich am 27. Oktober eröffnete dann auch der virtuelle Showroom „Iba Forum“. Hund Möbelwerke zeigt sich dort unter anderen mit seinem neuen Lounge-Programm „Connecta“ in einem ansprechenden, freundlich und hell gestalteten virtuellen Showroom. Weitere Informationen zu Themen wie Homeoffice oder Büroraumplanung in Pandemiezeiten finden Interessierte auf der Homepage, die die Hund Möbelwerke mit dem Showroom verlinken.

Einstufung von Messen als Freizeiteinrichtungen unverständlich

Messen in Deutschland sollen ab Anfang November für vier Wochen geschlossen werden. Dies haben am gestern die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Bundesländer neben vielen anderen Maßnahmen vereinbart, um die starke Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.
„Die deutsche Messewirtschaft respektiert grundsätzlich, dass viele Branchen dazu beitragen müssen.“ Dies betonte der Geschäftsführer des Auma – Verband der deutschen Messewirtschaft, Jörn Holtmeier.

Der im September 2020 begonnene Neustart der Messewirtschaft, von dem viele Branchen profitieren, werde dadurch aber unterbrochen und erheblich verzögert, weit über dem geplanten Stillstand von vier Wochen hinaus. Von Seiten der Aussteller drohen ein Verlust an Vertrauen in die Planbarkeit von Messebeteiligungen, aber auch in die Entscheidungen der Politik. Denn es sei sehr irritierend, dass Messen als einzige Business-orientierte Events betroffen sind. Unverständlich sei insbesondere, dass Messegelände als Freizeit-orientierte Einrichtungen bezeichnet würden. Ein Großteil der Messen seien Business-to-Business-Veranstaltungen und auch Publikumsmessen dienten in erster Linie dem Verkauf und der Kundeninformation.

Der Auma erwarte, dass Messen kurzfristig wieder aus dem Zusammenhang mit Freizeit-orientierten Einrichtungen und Veranstaltungen herausgenommen werden, spätestens bei der Überprüfung der aktuellen Beschlüsse Mitte November.

Der Auma-Geschäftsführer: „Die deutsche Messewirtschaft braucht dringend Planungssicherheit, auch damit ihre internationale Bedeutung nicht beschädigt wird. Eine Gleichstellung von Messen mit dem Groß- und Einzelhandel ist mehr als berechtigt. Beides findet in ähnlich strukturierten Räumen statt und hat weitgehend identische Funktionen.

Feierte Dienstag die Eröffnung eines weiteren Planungsstudios

Am vergangenen Dienstag um 10 Uhr eröffnete Ikea das zweite Planungsstudio in direkter City-Lage mitten in der Potsdamer Fußgängerzone, unweit des dortigen Brandenburger Tores. Das zweistöckige Planungsstudio ist Bestandteil der kleinen Einkaufsmeile „Luisenforum“.

Mit den beiden Planungsstudios in Pankow – eröffnet am 1. September – und Potsdam setzt Ikea die ersten neuen Store-Formate in Deutschland um. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun nach dem erfolgreichen Start in Pankow auch mitten in der Innenstadt von Potsdam unseren Kunden genau dort begegnen, wo sie sich bewegen. In Deutschland folgen wir damit unserer neuen Expansionsstrategie, den Fokus zukünftig auf Metropolregionen und Innenstädte zu legen“, sagt Dennis Balslev, Geschäftsführer von Ikea Deutschland.

Pankow und Potsdam sind Formate in zentraler Citylage – erreichbar zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Berliner Raum ist eine von rund 40 Metropolregionen weltweit, in denen neue Ikea Konzepte entstehen.

In den neuen Touchpoints unterstützen Ikea Mitarbeitende bei komplexen Planungen, wie beispielsweise Küchen oder Schrank- bzw. Regalsysteme und entwickeln gemeinsam mit den Kunden Lösungen, um deren Einrichtungsideen optimal umzusetzen. Mit den Planungsstudios schafft Ikea neue Möglichkeiten für ein modernes Einkaufserlebnis, bei dem Kunden ihre Wunschprodukte auf einfache und komfortable Weise suchen, finden, auswählen und bestellen. Der Planungs- und Beratungsservice arbeitet in Pankow und Potsdam überwiegend mit Terminvergaben. Über www.Ikea.de können Kunden Planungstermine vereinbaren.

In der Brandenburger Straße 5-6 im Potsdamer Luisenforum eröffnete das Ikea Planungsstudio auf rund 1.600 Quadratmetern Verkaufsfläche. Hier können sich die Kunden auf zwei Stockwerken inspirieren lassen und ihre Planungen zu einem vereinbarten Termin mit einem Mitarbeiter erstellen und umsetzen. Das Planungsstudio in Potsdam widmet sich den verschiedenen Bereichen des Zuhauses: Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer und Badezimmer. In der Ausstellung werden vor allem modulare Systeme sowie Home smart Produkte gezeigt und für Kunden erlebbar gemacht.

Darüber hinaus gibt es im neuen Planungsstudio Potsdam auch eine kleinere Auswahl von Mitnahmeartikeln. Dazu gehören zum einen saisonale Produkte wie Weihnachtsdekoration oder Sommeraccessoires und zum anderen solche, die das Angebot ergänzen, wie beispielsweise passende Bettwäsche.

Auch mit den beiden Planungsstudios in Pankow und Potsdam und den bestehenden vier Ikea Einrichtungshäusern im Berliner Raum ist das Potenzial der Hauptstadt für Ikea noch nicht ausgeschöpft. „Pankow und Potsdam sind für uns der Auftakt – darüber hinaus haben wir auch Pläne für weitere Standorte direkt in der Hauptstadt“, erläutert Dennis Balslev. In Berlin sieht Ikea Potenzial für weitere drei bis fünf Planungsstudios sowie einen „XS-Store“ in prominenter Lage. Bei dem „XS-Store“ handelt es sich um ein kleines Einrichtungshaus in zentraler Lage mit rund 8.000 bis 10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, das nahezu das gesamte Sortiment zeigt, aber weder über Warenlager noch SB-Halle verfügt.

Kooperation mit dem Verband Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

Der Deutsche Kork-Verband e.V. aus Herford hat seine Arbeit im Bereich Technischer Kork zuletzt deutlich intensiviert. Hintergrund ist die steil steigende Nachfrage insbesondere nach Kork als Dämmstoff. Da die Interessenslage des DKV auf diesem Feld sich in vielen Punkten mit dem Fachverband „VDNR“, Verband Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen e.V. aus Wuppertal deckt, gehen beide Organisationen wechselseitige Mitgliedschaften ein und bündeln Kompetenz und Schlagkraft.

Der VDNR ist der Zusammenschluss von Unternehmen, die Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Zellulose, Jute, Hanf, Kork, Flachs, Schafwolle, Schilf, See- und Wiesengras und Stroh oder Systeme aus diesen Dämmstoffen herstellen. Der Verband ist aus dem vormaligen Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD) hervorgegangen, der 2003 in München gegründet worden war.

Als technisch orientierte Organisation initiiert, fördert und begleitet der VDNR die anwendungsbezogene Forschung, beteiligt sich an nationaler und internationaler Normung, teilt Erfahrungen und Erkenntnisse durch aktive Kommunikation und unterstützt Politik, Planer, Verarbeiter und Verwender in technischen Fragen. Der Verband ist Mitglied im Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM), der European Panel Federation (EPF), Natureplus und dem Informationsverein Holz.

Der Deutsche Kork-Verband e.V. wurde bereits 1985 gegründet und konzentriert sich ganz auf die Wahrnehmung und Förderung aller Belange rund um den nachwachsenden Rohstoff Kork. Neben der branchenpolitischen Interessenvertretung der Mitgliedsfirmen liegen die Schwerpunkte der Verbandstätigkeit in der Qualitätssicherung für Produkte aus Kork, in der Verbesserung der Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden sowie in der Initiierung und Unterstützung von Forschungsprojekten über Kork und die daraus entstehenden Endprodukte. Der DKV ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv.

Die seit längerem gute Zusammenarbeit beider Verbände schafft die Grundlage für die gegenseitige Beitritts- und Kooperationsvereinbarung. Gemeinsam wollen beide Branchenorganisationen für besseres öffentliches Gehör und intensivere Nutzung nachwachsender Rohstoffe im Bauwesen und verwandten Bereichen sorgen. Auch im Bereich der Normung gilt es, gleiche Anwendungs- und Wettbewerbsbedingungen für die „Nachwachsenden“ wie für tradierte synthetische Dämmstoffe zu schaffen.

Neues Werk für Korpusfertigung in Betrieb genommen

Am 27. Oktober wurde das neue Werk 2 der Leicht Küchen AG im Industriegebiet Gügling offiziell in Betrieb genommen. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren und einer Investitionssumme von fast 90 Mio. Euro wurde das hochautomatisierte Werk zur Produktion der Küchenmöbel feierlich eingeweiht. Mit diesem neuen Werk 2 schafft die Leicht Küchen AG die Voraussetzungen für weiteres Wachstum, da am langjährigen Standort in Waldstetten die Kapazitätsgrenzen ausgeschöpft waren und notwendige Folgeinvestitionen in neue Anlagentechnik nicht effizient hätten umgesetzt werden können.

Leicht ist einer der führenden Hersteller für Premiumküchen weltweit und bekannt für sein variantenreiches und flexibel planbares Produkt. Die Mengensteigerungen der letzten Jahre erforderten daher für das Fertigungslayout des neuen Werks innovative und zukunftsweisende Lösungen, um diese Vielfalt effizient produzieren zu können. Mit dem neuen Fertigungskonzept vereinen sich die Vorzüge einer variantenreichen Losgröße 1-Fertigung mit den Effizienzvorteilen einer klassischen, genormten Massenfertigung.

Ein leistungsfähiges Datenmodell in Verbindung mit modernster Anlagen- und Transporttechnik lässt die zigtausend täglich anfallenden Bauteile oder Bauteilgruppen fast vollständig automatisiert fertigen, so dass diese immer zur korrekten Zeit an den jeweiligen Fertigungs- und Montageanlagen teilautomatisiert angeliefert werden. Dieser sequentielle Fertigungsgedanke sorgt dafür, dass immer nur die Ware in Bewegung oder im Fertigungsprozess ist, die in einer definierten Zeitzone benötig wird. Es werden keine Bauteile in klassischer Lagerfertigung produziert. Die Durchlaufzeit wird damit deutlich minimiert und im Gegenzug wird die Effizienz des Anlagenverbunds optimiert, bei Bewahrung einer äußerst variantenreichen Produktion.

Ein für die Effizienz des Systems entscheidender Anlagenkomplex ist der Bereich der „Sortierung- und Reihenfolgebildung“. Die täglich zu produzierenden Korpusbauteile werden in zeitlich und inhaltlich chaotischer Reihenfolge im Säge- und Bekantungszentrum erzeugt. Diese Bauteile werden anschließend in einem vollautomatischen Sortierzentrum von Robotersystemen in die richtige Reihenfolge gebracht und zeitnah in mobilen Transporteinheiten gestaut. Jede dieser mobilen Transporteinheiten hat im Sinne des sequentiellen Fertigungsgedanken einen exakten Zielort und Zeitzone, da aus anderen Bereichen andere Bauteile nach gleicher Logik zugesteuert werden. In der Möbelindustrie innerhalb Deutschlands ist dieses System das erste seiner Art und wird von einem führenden Hersteller für Robotik-Systeme im Automotivbereich hergestellt. Deutschlandweit setzt Leicht damit neue Maßstäbe für diesen Teilbereich. Im Werk 1 am Firmenstandort in Waldstetten wird die Fertigung der Fronten und des gesamten Umfelds verbleiben und sukzessive zu einem Kompetenzzentrum für diesen Teilbereich ausgebaut. Die im Werk 1 produzierten Bauteile werden per Shuttle, nach sequenzieller Logik, ins 4 km entfernte Werk 2 verbracht und dort mit dem Korpus verheiratet.

Ebenfalls erfolgt der weltweite Versand vom Standort Gügling. Leicht ist bereits seit 2018 als CO2 neutraler Hersteller zertifiziert und wird mit dem Werk 2 diesen Anspruch auch weiterhin erfüllen. Zur Reduktion der CO2 Emission wird beispielsweise etwa 1/3 der Dachfläche mit PV-Anlagen ausgestattet sein. Zur Verbesserung der Biodiversität sind fast 50 % dieser Dachflächen begrünt und im Außenbereich sind weniger Flächen als zulässig versiegelt worden. Auch diese sind begrünt und zum Großteil als Blühwiesen (etwa 4.000 qm) angelegt. Weiterhin wird in einer ersten Phase ein Baumbestand von über 50 Bäumen angelegt.

Knapp 3,5 Prozent mehr Aufträge beim Bauhauptgewerbe im August

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2020 saison- und kalenderbereinigt 3,4 Prozent höher als im Juli 2020.

Kalenderbereinigt war der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im August 2020 0,3 Prozent niedriger als der August 2019. In den ersten acht Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,3 Prozent.

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im August 2020 rund 6,6 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 0,3 Prozent weniger als im August 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten acht Monaten 2020 nominal um 0,5 Prozent.