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Autor: Möbelfertigung

ZDH

Erkennbares Bemühen zur Vermeidung eines pauschalen Wirtschafts-Lockdown

Zur Bund-Länder Einigung zur verschärften Bekämpfung der Corona-Pandemie erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): „Bund und Länder haben angesichts der deutlich steigenden Infektionszahlen zu Recht weitergehende Maßnahmen ergriffen und umfassendere Kontaktbeschränkungen beschlossen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Konsequenterweise haben dabei Schritte Vorrang, mit denen private und gesellschaftliche Kontakte verringert werden. Das war und ist der richtige Ansatzpunkt, weil sich die Infektionsdynamik besonders hier beschleunigt. Die Maßnahmen lassen das Bemühen erkennen, den wirtschaftlichen und schulischen Bereich von weiteren Einschränkungen weitgehend auszunehmen. Die ausdrückliche Klarstellung, dass Handwerksbetriebe ihrer Tätigkeit auch in dieser Phase eines Teil-Lockdowns weiter nachgehen können, ist ausdrücklich zu begrüßen.

Es ist gut, dass Bund und Länder einen pauschalen Wirtschafts-Lockdown erkennbar vermeiden wollten, gleichwohl ist das nicht durchgängig gelungen und ein harter und bitterer Tag für viele Handwerksbetriebe. Die großen Anstrengungen und Investitionen vieler Betriebe in den vergangenen Monaten, mit ausgeklügelten Hygienekonzepten Kunden und Mitarbeiter zu schützen, hätten mehr Anerkennung verdient. Manche Handwerksbereiche sind teils unmittelbar, teils mittelbar von den nun anstehenden Schließungen substanziell betroffen. Das gilt etwa für die Lebensmittelhandwerke im Hinblick sowohl auf ihr gastronomisches Angebot als auch ihre Dienstleistungen im Veranstaltungs- und Messebereich. Im Messebereich sind insbesondere Messe- und Ladenbauer betroffen. Die Kosmetiker unterliegen den Schließungsvorgaben für personenbezogene Dienstleistungen. Das neuerliche Herunterfahren des Gastronomie- und Hotelleriebereichs hat negative Konsequenzen für Textil- wie auch Gebäudereiniger. Für Privatbrauereien wird mit der Gastronomie ihr wesentlicher Absatzkanal verschlossen.

Der nun vereinbarte Teil-Lockdown trifft die Betriebe besonders, die durch den ersten Lockdown bereits massiv angeschlagen sind. Es ist zu befürchten, dass viele von ihnen ohne Hilfestellung seitens der öffentlichen Hand die nun beschlossenen weitergehenden Beschränkungen nicht verkraften werden, da ihre Reserven bereits weitgehend aufgebraucht sind. Daher ist es entscheidend, dass das angekündigte zusätzliche Unterstützungspaket zeitnah festgelegt wird. Die vorgesehenen Überbrückungs- und Stabilisierungshilfen von bis zu 75 Prozent der Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahresmonat für kleinere Betriebe bis 50 Mitarbeiter und für größere Betriebe entsprechend des EU-Beihilferechts können helfen, das Gröbste abzufedern. Positive Wirkungen wird die Öffnung des KfW-Schnellkredits jetzt auch für Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten entfalten.

Dass alle Ministerpräsidenten die Corona-Beschlüsse mittragen, ist sicherlich Ausdruck des Ernstes der Lage und vor allem ein klares Signal, wie wichtig gemeinsames Handeln und Solidarität in den kommenden Wochen sind, um die Virusausbreitung zu hemmen. Denn es braucht jetzt den Beitrag eines jedes Einzelnen, durch sein Verhalten und seine reduzierten Kontakte die Infektionsketten zu durchbrechen und auf diese Weise mitzuhelfen, dass Betriebe weiter arbeiten und ausbilden können.“

Boxspring- und Polsterbettenhersteller Frankenstolz mit dem „Goldenen M“ und Label „Möbel Made in Germany“ ausgezeichnet

Die Firma f.a.n. frankenstolz Schlafkomfort aus Mainaschaff bei Aschaffenburg ist neues Mitglied der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM). Der Hersteller von Boxspring- und Polsterbetten, Matratzen und Bettwaren verpflichtet sich zur Einhaltung der strengen Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 430 und wird dafür mit dem „Goldenen M“ ausgezeichnet. „Kaum etwas ist so wichtig wie gesunder Schlaf. Maßgeblich dafür sind hochwertige Betten, Decken und Kissen. Wir freuen uns, dass Frankenstolz, als wohl einziger Hersteller, der in ganzer Bandbreite das komplette Produktportfolio in Deutschland produziert, die hohe Qualität seiner Polster- und Boxspringbetten dem Endverbraucher nun noch besser darlegen kann. Denn das ‚Goldene M‘ ist der umfassendste Nachweis über Möbelqualität in Europa“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Zudem hat sich Frankenstolz mit seinen Möbelprogrammen für das neue geographische Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“ zertifiziert, das Endverbrauchern im Handel seit dem ersten August 2020 Aufschluss über die Qualität von Möbeln gibt. „Möbel Made in Germany“ bedeutet gemäß der RAL-Registrierung 0191, dass Konstruktion, Montage und Qualitätsprüfung in Deutschland stattfinden. Zudem muss der für die Qualität relevante Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland erfolgen. Entwickelt und eingeführt hat das Herkunftslabel der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) gemeinsam mit RAL. Die Einhaltung der Anforderungen überwacht die DGM im Auftrag des VDM.

Zum ersten Januar 1955 übernahm Herbert Neumeyer eine kleine Steppdeckennäherei in Aschaffenburg und entwickelte das Unternehmen Frankenstolz zu einem bedeutenden Hersteller von Heimtextilien Made in Germany mit heute internationalem Vertrieb. Auf insgesamt rund 150.000 Quadratmetern Werksfläche an vier Standorten in Mainaschaff, Aschbach/Schlüssel-feld, Oschatz/Merkwitz und Untersiemau bei Coburg fertigen die über 800 Beschäftigten täglich Steppbetten, Kissen, Topper, Matratzen, Boxspring- und Polsterbetten individuell und für jedes Kundensegment.

Ein heute sehr wichtiger Produktbereich sind Boxspring- und Polsterbetten. Diese stammen nicht nur zu 100 Prozent aus deutscher Fertigung, sondern sind entsprechend der DGM-Kriterien auch umfassend auf Gesundheits- und Umweltverträglichkeit, Langlebigkeit und Sicherheit sowie eine einwandfreie Funktion hin getestet. „Gerade bei Boxspringbetten ist es wichtig, dass der Endverbraucher die Qualität erhält, die er sich von dem komfortablen Bettsystem erhofft. Bei den Herstellern der DGM können sie sich dessen sicher sein“, so Winning.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal von Frankenstolz ist die unternehmenseigene Akademie der Ingenieure. Sie ist ein Zusammenschluss von Experten aus den Bereichen Schlafkomfort, Schäume, Federkerne, Textil und Faser mit dem Ziel, Schlafkomfort zu optimieren. Produktinnovationen und -weiterentwicklungen sowie Verbraucher-Analysen in Schlaflaboren werden in der Akademie erstellt beziehungsweise genutzt, um daraus individuelle Lösungen für noch erholsameren Schlaf zu entwickeln.

Villeroy & Boch

Starkes drittes Quartal

Das dritte Quartal 2020 konnte die Villeroy & Boch AG nach einem unerwartet guten Geschäftsverlauf mit Umsatzerlösen in Höhe von 208,0 Millionen Euro (inkl. Lizenzerlöse) abschließen und lag damit um 6,8 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahresquartal (194,7 Mio. €). Dies gilt sowohl für den Unternehmensbereich Bad und Wellness (+6,5 %) als auch für den Unternehmensbereich Tischkultur (+8,0 %). So ist es bereits nach neun Monaten gelungen, den pandemiebedingten Umsatzrückgang des zweiten Quartals deutlich aufzuholen. Nach den ersten neun Monaten des Jahres 2020 erzielte das Unternehmen einen Konzernumsatz in Höhe von 548,7 Millionen Euro (Vorjahr: 587,9 Mio. €) und konnte somit den Umsatzrückstand des ersten Halbjahres erfreulicherweise von -13,4 Prozent auf -6,7 Prozent verringern.

Der Auftragsbestand zum 30. September 2020 hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2019 mehr als verdoppelt (von 44,8 Mio. € auf 100,5 Mio. €). Davon entfielen 80,7 Millionen Euro (31.12.2019: 35,3 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness und 19,8 Millionen Euro (31.12.2019: 9,5 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Tischkultur.

Aufgrund eines sehr gut verlaufenen dritten Quartals hat der Konzern die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2020 mit einem operativen Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von 10,3 Mio. € abgeschlossen und so den Verlust des zweiten Quartals bereits vollständig kompensiert. Ursächlich hierfür war einerseits die deutlich verbesserte Umsatzentwicklung im dritten Quartal sowie die durch ein stringentes Kostenmanagement erreichten Einsparungen. Dennoch liegt das EBIT aufgrund des durch die Corona-Krise verursachten Nachfrageeinbruchs gepaart mit den initiierten Werksstillständen beziehungsweise -drosselungen des zweiten Quartals weiterhin um 12,0 Millionen Euro unter dem Vorjahresergebnis (22,3 Mio. €).

Im Unternehmensbereich Bad und Wellness konnten im dritten Quartal 2020 Umsatzerlöse in Höhe von 138,4 Millionen Euro (Vorjahr: 130,0 Mio. €) und somit ein in der Höhe unerwartetes Umsatzplus von 6,5 Prozent erreicht werden. Erfreulicherweise zeigte sich dies in allen Geschäftsfeldern, vor allem aber im Geschäftsfeld Wellness (+16,7 %) sowie dem umsatzstärksten Geschäftsfeld Sanitärkeramik (+4,6 %). Unter dem Einfluss des starken dritten Quartals erzielte der Unternehmensbereich Bad und Wellness in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 einen Umsatz in Höhe von 383,8 Millionen Euro (Vorjahr: 401,6 Mio. €) und lag damit nur noch 4,4 Prozent unter Vorjahr (zum Halbjahr: -9,7 %). Der Umsatzrückstand konnte also nach dem dritten Quartal deutlich aufgeholt werden.

Auch für den Unternehmensbereich Tischkultur verlief das dritte Quartal in Summe sehr erfreulich – der Quartalsumsatz lag mit 69,1 Millionen Euro um 8,0 Prozent über Vorjahr (64,0 Mio. €), was dazu führte, dass der Corona-bedingte Umsatzrückstand aus dem ersten Halbjahr (-21,7 %) auf -11,5 Prozent reduziert werden konnte. In der Gesamtsicht auf die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2020 schloss der Unternehmensbereich Tischkultur mit Umsatzerlösen in Höhe von 163,0 Millionen Euro ab (Vorjahr: 184,1 Mio. €). Erfreulicherweise konnte mit den E-Commerce-Aktivitäten das Umsatzplus von 26,0 Prozent im ersten Halbjahr auf 30,9 Prozent zum 30. September 2020 gesteigert werden. Dem gegenüber liegen vor allem das Einzelhandelsgeschäft (-23,5 %) sowie das Projektgeschäft mit Hotel- und Restaurantkunden (-47,6 %) weiterhin pandemiebedingt unter Vorjahr.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 hat der Konzern Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 10,7 Millionen Euro € getätigt (Vorjahr: 17,9 Mio. €). Davon entfielen 7,0 Millionen Euro auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness sowie 3,7 Millionen Euro auf den Unternehmensbereich Tischkultur. Im Unternehmensbereich Bad und Wellness wurden neue Anlagen insbesondere für die Keramikwerke in Thailand und Ungarn erworben. Im Unternehmensbereich Tischkultur wurde im Wesentlichen in den Erhalt und die Modernisierung des Logistikzentrums in Merzig sowie in Neuanschaffungen für die Produktion in Merzig investiert.

Der Vorstand der Villeroy & Boch AG bewertet die aktuelle wirtschaftliche Lage des Konzerns, die vor allem im zweiten Quartal 2020 stark durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst war, nach dem guten Verlauf des dritten Quartals insgesamt als wieder befriedigend. Zusätzlich zu der weltweiten pandemiebedingten Unsicherheit belasten die globalen Handelskonflikte und der drohende harte Brexit ohne Handelsabkommen den Ausblick.

„Angesichts der erfreulichen Erholung unseres Geschäfts in den Sommermonaten können wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2020 deutlich anheben. Wir erwarten, dass sich der positive Umsatztrend auch im traditionell starken vierten Quartal fortsetzt, sofern das steigende Infektionsgeschehen der Corona-Pandemie keine negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft hat“, so Frank Göring, Vorstandsvorsitzender der Villeroy & Boch AG.

Der Vorstand erwartet nunmehr ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 30 bis 35 Millionen Euro. Bisher kommuniziertes Ziel war, die durch die Covid-19-Pandemie bedingten Verluste des ersten Halbjahrs im zweiten Halbjahr zu kompensieren und ein positives operatives Ergebnis zu erzielen. Durch ein stringentes Kostenmanagement seit Beginn der Covid-19-Pandemie sowie eine deutlich verbesserte Umsatzentwicklung im dritten Quartal, die sogar über Vorjahr lag, konnte dieses Ziel früher als erwartet realisiert werden.

Die neue Prognose steht unter der Annahme, dass es zu keinen weiteren signifikanten Maßnahmen der Staaten zur Eindämmung der Pandemie und damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft kommt.

„German Design Award“ für „Feel Light Grey | Cosmos“

Die „Innovus“ Oberfläche „Feel Light Grey | Cosmos“ ist mit dem „German Design Award“ 2021 in der Kategorie „Excellent Product Design and Elements“ als „Winner“ ausgezeichnet worden. Die offizielle Preisverleihung findet im Februar 2021 statt.

„Feel Light Grey | Cosmos“ aus der „Innovus Artwork“ Kollektion ist eine dekorbeschichtete Platte für den hochwertigen Möbelbau sowie für den anspruchsvollen Innenausbau. Die natürliche Beschaffenheit der matten, dreidimensionalen Melaminoberfläche in Übereinstimmung mit dem authentischen Dekor vereint haptisches Erleben und optische Erscheinung. Angelehnt an textilem Filz, welches u.a. für Behaglichkeit steht, greift das Produkt globale Trends auf und befriedigt das Bedürfnis nach Geborgenheit und Ruhe.

Ob im Ladenbau, in der Küche oder öffentlichen, stark frequentierten Bereichen – „Feel Light Grey | Cosmos“ ermöglicht die Umsetzung einer textilen Materialität wie Filz auch an Orten, in der diese normalerweise nicht zur Anwendung kommt, da die Vorteile der melaminharzbeschichteten Holzwerkstoffplatte, wie Reinigungsfähigkeit, Resistenz, antibakterielle Eigenschaften und Langlebigkeit dies zulässt. Nicht zuletzt ist die optische Erscheinung so konzipiert, dass sie ein Farbmatching mit anderen Dekoren oder Materialien problemlos ermöglicht. Das preisgekrönte Produkt ist in der „Innovus Artwork“ Kollektion verfügbar und somit erhältlich für Industriekunden.

Hebt Prognose für 2020 an

Vor dem Hintergrund einer besser als noch im Sommer erwarteten Markt- und Geschäftsentwicklung hebt Jungheinrich die Prognose für das Jahr 2020 an.

Im ersten Halbjahr 2020 hatte sich Jungheinrich – trotz des angespannten Marktumfeldes infolge der globalen COVID-19-Pandemie – bereits gut behauptet. Seit mehreren Wochen belebt sich die Kundennachfrage sukzessive. Jungheinrich erwartet deshalb im Restjahr 2020 höhere als zunächst geplante Umsatzerlöse. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die frühzeitig eingeleiteten und konsequent umgesetzten Effizienzverbesserungs- und Kostensenkungsmaßnahmen weiterhin positiv im Ergebnis niederschlagen werden.

Der Vorstand rechnet daher für das Gesamtjahr 2020 aus heutiger Sicht mit einem Auftragseingang zwischen 3,5 Milliarden Euro und 3,7 Milliarden Euro (bisherige Prognose: 3,4 Mrd. € bis 3,6 Mrd. €). Der Konzernumsatz dürfte sich ebenfalls innerhalb einer Bandbreite von 3,5 Milliarden Euro bis 3,7 Milliarden Euro bewegen (bisherige Prognose: 3,4 Mrd. € bis 3,6 Mrd. €). Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) sollte 2020 nach aktueller Einschätzung zwischen 180 Millionen Euro und 230 Millionen Euro liegen (bisherige Prognose: 130 Mio. € bis 180 Mio. €). Für die EBIT-Rendite wird eine Bandbreite zwischen 5,1 Prozent bis 6,2 Prozent erwartet (bisherige Prognose: 3,8 Prozent bis 5,0 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) dürfte 155 Millionen Euro bis 205 Millionen Euro erreichen (bisherige Prognose: 105 Mio. € bis 155 Mio. €). Die EBT-Rendite soll bei 4,4 Prozent bis 5,5 Prozent liegen (bisherige Prognose: 3,1 Prozent bis 4,3 Prozent).

Des Weiteren wird erwartet, dass Jungheinrich zum Geschäftsjahresende keine Nettoverschuldung ausweisen, sondern ein Nettoguthaben von deutlich über 50 Millionen Euro erreichen wird (bisherige Prognose: Nettoverschuldung deutlich unter 50 Mio. €). Der ROCE für das Geschäftsjahr 2020 dürfte zwischen 10 Prozent und 14 Prozent (bisherige Prognose: zwischen 8 Prozent und 12 Prozent) liegen.

Unverändert gegenüber den bisherigen Erwartungen rechnet Jungheinrich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 mit einer leichten Verbesserung seines Marktanteiles in Europa (2019: 20,2 Prozent).

Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass es bis zum Jahresende nicht zu umfangreicheren weiteren Lockdowns bis hin zu Werksschließungen aufgrund der COVID-19-Pandemie kommt und die Lieferketten zur Aufrechterhaltung der Produktion weitgehend intakt bleiben. Die untere Prognosegrenze berücksichtigt bereits gewisse coronabedingte, aktuelle negative Entwicklungen auf Kunden- und Lieferantenseite.

Die Geschäftsentwicklung des Jungheinrich-Konzerns zum 30. September 2020 war vor dem Hintergrund der weiterhin andauernden Pandemie sehr zufriedenstellend. So lag der Auftragseingang bei 2.732 Millionen Euro (Vorjahr: 3.014 Mio. €), der Konzernumsatz betrug nach neun Monaten 2.723 Millionen Euro (Vorjahr: 2.972 Mio. €).

Das EBIT erreichte 150,2 Millionen Euro (Vorjahr: 197,3 Mio. €). Das EBT betrug 133,8 Millionen Euro (Vorjahr: 183,3 Mio. €). Entsprechend lag die EBIT-Rendite bei 5,5 Prozent (Vorjahr: 6,6 Prozent) und die EBT-Rendite bei 4,9 Prozent (Vorjahr: 6,2 Prozent).

Die Quartalsmitteilung der Jungheinrich AG zum 30. September 2020 wird am 10. November 2020 veröffentlicht.

Kooperiert mit MAN Truck & Bus

Der Kastenwagen MAN „TGE“ ist ab sofort mit einer Fahrzeugeinrichtung von Würth verfügbar. Das speziell auf den MAN „TGE“ abgestimmte Würth-System nutzt den Laderaum optimal aus und ist individuell an die jeweiligen Anforderungen der spezifischen Branche angepasst. So optimieren sich die Arbeitsabläufe, die Werkzeuge sind stets griffbereit. Dies erleichtert den Arbeitsalltag der Handwerker enorm und macht das Fahrzeug zu einer mobilen Werkstatt auf vier Rädern.

Insgesamt haben Kunden die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Ausstattungspaketen: Einsteiger oder Premium. Zusätzlich kann individuell nach Bedarf bei der Ladungssicherung als auch der Fahrzeugeinrichtung frei zwischen einer Basis- und einer Premium-Variante gewählt werden. Dabei sind alle Pakete uneingeschränkt miteinander kombinier- und ergänzbar.

Für das Komplettpaket zur Verfügung stehen in der „Einsteiger-Version“ der MAN „TGE 3.140“ mit 140 PS (103 KW) und einem 6-Gang-Schaltgetriebe sowie in der „Premium-Version“ der MAN „TGE 3.180“ mit 177 PS (130 KW) und einem 8-Gang-Automatikgetriebe mit einem 4×4 Allrad-Antrieb und Standheizung. Der MAN „TGE“ bietet rund 18 verschiedene Sicherheits- und Assistenzsysteme. Diese umfassen einen abstandsgeregelten Tempomaten (ACC) mit Geschwindigkeitsbegrenzer, einen serienmäßigen Notbremsassistenten sowie einen Spurwechselassistenten, einen aktiven Spurhalteassistenten und eine Einparkhilfe vorn und hinten sowie einen Flankenschutzassistenten.

Verlässlicher Anker auch in Krisenzeiten – deutsche Küchen

Was die Küchenbranche bewegt, ließ sich heute in kompakter Form aus der Mitgliederversammlung der AMK erfahren – die Corona-bedingt nicht im März und erstmals komplett online stattfand. Als Speaker in der Mannheimer AMK-Zentrale waren lediglich Geschäftsführer Volker Irle, sowie Dr. Oliver Streit und Roland Hagenbucher, AMK-Vorstandssprecher, präsent. Immerhin insgesamt 153 Teilnehmer hatten sich am Ende zugeschaltet.

Die wichtigste Botschaft: Trotz Corona-Krise bleibt auch 2020 für die deutsche Küchenbranche ein Jahr des Wachstums und einige Parameter sprechen dafür, dass die positive Stimmung weiter hält. Neben den schon via VdDK veröffentlichten Umsätzen der Küchenmöbelindustrie wurden in der Videokonferenz auch Zahlen aus dem Handel genannt. Zunächst die Entwicklung 2020: Die verkaufte Menge erhöhte sich um 3,9 Prozent, der Umsatz konnte laut GfK um sechs Prozent zulegen. Grund sind die um zwei Prozent gestiegenen Auftragswerte. Noch deutlicher wird das Trading-up in diesem Jahr: Bis Ende Juni des lag zwar die Anzahl verkaufter Küchen noch 1,7 Prozent unter Vorjahr, doch das Plus von 0,5 Prozent korreliert mit einem um 4,3 Prozent gewachsenen Auftragswerten. Ein klarer Trend zu höherer Wertigkeit, der sich nach Einschätzung von Nobilia-Geschäftsführer Dr. Oliver Streit in den darauffolgenden Monaten noch deutlicher fortsetzte. Die Durchschnittswerte pro verkaufter Küchen liegen derzeit bei 9.635 Euro gegenüber 8.541 Euro im Jahr 2017 (jeweils abzüglich des SB-Bereichs, der nicht mehr erfasst wird). Auch eine von der AMK beauftragte Studie durch das Zukunftsinstitut aus Frankfurt bestätigt, dass die „Küche als Anker in Krisenzeiten“ wahrgenommen wird, während die GFK die Umschichtung der Budgets zugunsten des eigenen Zuhauses und Selberkochens anstelle von Reisen, Fashion und Außerhaus-Aktivitäten bestätigt.

Nach dem kurzfristigen Einbruch im März/April konnte sich die Branche also schnell wieder erholen. Dabei haben sich die gewohnten Verhältnisse allerdings verkehrt: Wurde das Wachstum zuvor vom Export stärker als vom Inlandsgeschäft getragen, war es in diesem Jahr umgekehrt. Und der Blick auf die internationalen Märkte zeigt fast überall Rückgänge. Einzig China macht derzeit eine Ausnahme. Grund genug, um besonders diesen Markt weiterhin intensiv zu bearbeiten. So prüft die AMK aktuell die Beteiligung an der Messe „AWE“ in Shanghai (11. bis 14. März 2021) mit einem deutschen Gemeinschaftspavillion. Die entsprechende Wiederholung auf der „KBIS“ 2021 in den USA muss dagegen durch Absage der Messe ausfallen.

Grundsätzlich sieht die AMK einige positive Anzeichen dafür, dass die Verkäufe deutscher Küchen auch weiterhin stabil bleiben – die trotz oder gerade wegen Corona anhaltende, sehr gute Bautätigkeit ist ein deutlicher Fingerzeig. Zudem erlebt das Kochen in den eigenen vier Wänden einen neuen Boom.

Die Bedeutung der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche wird unterstrichen durch fünf neue Mitglieder im laufenden Jahr, darunter „Rückkehrer“ Allmilmö. Aktuell sind es insgesamt 147 Unternehmen.

Interessant wird sicherlich der am 18. November stattfindende Online-Workshop zum Brexit – die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aktuell mit den möglichen Auswirkungen eines „harten Brexits“ ohne Austrittsabkommen auseinander und will ihre Mitglieder entsprechend informieren.

Die nächste AMK-Tagung ist für den 15./16. März 2021 geplant, sofern es die Bedingungen zulassen, dann auch wieder live in Mannheim.

VS

Expandiert am Standort Tauberbischofsheim

VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken GmbH & Co. KG investiert in die Zukunft und beginnt dazu mit dem Bau eines weiteren Werkes. Das neue Werk 7 entsteht im Industriegebiet „Am Schneekasten“ in Tauberbischofsheim. Am 19. Oktober wurde der symbolische Spatenstich gesetzt, Ende 2021 soll das zweigeschossige Gebäude fertiggestellt sein. Außenanlage und Infrastruktur folgen 2022. Die Kosten für Bau und Ausstattung werden im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen.

Bei dem Schul- und Büromöbelhersteller freut man sich auf die zusätzlichen Kapazitäten auf einer Fläche von insgesamt 17.000 Quadratmetern. Der Bau stellt einen ersten Schritt in einer ganzen Reihe von kapazitätserweiternden Investitionen dar.

„Die Investitionen in das neue Werk und in neue Produktionstechniken sind ein klares Bekenntnis zu unserem Standort Tauberbischofsheim“, sagt VS-Geschäftsführer Philipp Müller: „Wir wollen uns so für die Zukunft rüsten und weiterhin ein stabiler Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Region sein, Wachstum eingeschlossen.“

Bürgermeisterin Anette Schmidt wünscht gutes Gelingen: „Wir sind stolz, ein Unternehmen wie VS bei uns zu haben, das sich zum Standort Tauberbischofsheim bekennt und hier in solch großem Ausmaß investiert, Werte schafft und Arbeitsplätze sichert.“

„Der Baggerbiss für das neue Produktionsgebäude der VS ist gerade in der aktuellen Corona-Krise ein gutes Signal“, ergänzt Landrat Reinhard Frank. „Dadurch wird deutlich, dass das traditionsreiche Unternehmen VS nicht nur eine erfolgreiche Vergangenheit vorweisen kann, sondern auch an einer positiven Zukunft arbeitet. Die VS ist einer unserer erfolgreichen europäischen Marktführer. Mit dieser Zukunftsinvestition stärkt sie gleichermaßen ihre Stellung und leistet einen wichtigen Beitrag für die positive wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und des Landkreises.“

Bauarbeiten für „T-Lab Campus Diemerstein“ für angewandte Holzbauforschung sollen noch dieses Jahr beginnen

Der Startschuss für den Bau eines Versuchslabors für innovativen und experimentellen Holzbau ist gefallen: Kürzlich hat der Forschungsbereich „T-Lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe“ an der TU Kaiserslautern (TUK) die Genehmigung für das Auftaktgebäude, eine Werk- und Forschungshalle, erhalten. Die Finanzierung des „T-Lab Campus Diemerstein“ erfolgt durch die Stiftung der TUK sowie über das „Leader“-Programm der Europäischen Union. Entwurf, Planung und Umsetzung übernimmt ein interdisziplinäres Team aus Forschenden, Lehrenden und Studierenden mit dem Ziel, die Konstruktion an den Anforderungen einer umweltverträglichen, zirkulären Wertschöpfung auszurichten.

Die Bauarbeiten auf dem unbebauten Grundstück am Eingang des Diemersteiner Tals sollen noch in diesem Jahr starten. Die TUK ist dort bereits mit der Villa Denis und dem zugehörigen Gästehaus vertreten und ebenso Pächter der benachbarten Fläche, auf der künftig der „T-Lab Campus Diemerstein“ für die angewandte Holzbauforschung entstehen wird. Der Bebauungsplan für die zur Verfügung stehenden rund 3.700 Quadratmeter ist erstellt. Nach und nach sollen nun vis-à-vis der Villa Denis innovative Holzbauten und Versuchsbauten im Maßstab 1:1 mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten entstehen.

„Der Holzbaucampus im Diemersteiner Tal ermöglicht es uns, unsere Forschungsinhalte im Bereich des Bauens mit nachwachsenden und kreislaufeffizienten Rohstoffen sichtbarer zu machen“, erläutert Prof. Stephan Birk, der den Forschungsbereich „T-Lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe“ an der TUK leitet. „Das freie Grundstück bietet die perfekte Fläche für Versuchsbauten sowie Raum für Workshops und Seminare. Gleichzeitig können wir so dazu beitragen, den Standort weiter aufzuwerten und zu beleben.“

Den Auftakt macht eine Werk- und Forschungshalle. Das rund 360 Quadratmeter große Gebäude wird im Innenraum eine flexibel nutzbare Fläche bieten, die für Veranstaltungen oder aber für den Bau sowie die Montage von Mock-ups und Demonstratoren im Rahmen laufender Forschungsprojekte genutzt werden kann. Für die Primärkonstruktion, die Fassade sowie den Ausbau soll Holz zum Einsatz kommen. Mit seiner architektonischen Gestalt wird der längs zum Tal ausgerichtete Neubau den Kriterien einer konsequenten Kreislaufwirtschaft aller Bauprodukte, Bauelemente und Bauteile entsprechen. Die Planungsgrundlagen sowie das Entwurfskonzept sind in mehreren gemeinsamen Lehrveranstaltungen der Fachgebiete Baukonstruktion und Entwerfen (Univ. Prof. Stephan Birk) sowie Tragwerk und Material (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Graf) mit Studierenden entstanden. Die weitere integrale Planung erfolgt bis ins Detail ebenso durch die beiden Fachgebiete sowie mit Unterstützung von externen Partnern, darunter die Technische Hochschule Bingen (Prof. Andreas Winkels und Prof. Martin Pudlik). Die bauliche Umsetzung soll mit ausgesuchten Firmen sowie unter Beteiligung der Studierenden durchgeführt werden.