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Autor: Möbelfertigung

Corona verursacht Probleme vor allem beim internationalen Geschäft

Trotz eines zweiten Lockdowns und der damit verbundenen Einschränkungen sieht der VDMA Holzbearbeitungsmaschinen weiterhin gute Chancen auf eine Belebung der Nachfrage und ist mit Optimismus in das Jahr 2021 gestartet. „Wir gehen weiterhin von einem Plus von 3 Prozent im laufenden Jahr aus“, bekräftigte der neue Vorsitzende des Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen, Markus Hüllmann, die Produktionsprognose in einer Online-Pressekonferenz heute Morgen. „Angesichts der vielen, erneut durch Corona bedingten Probleme ist das durchaus ambitioniert.“ Hüllmann ging dabei auf die gerade bei der Lieferung von größeren Anlagen auftretenden Hindernisse im internationalen Geschäft ein. „Wo unsere Mitarbeiter nicht oder nur unter strengsten Vorschriften zur Montage und Inbetriebnahme anreisen können, versuchen wir, mit digitalen Hilfsmitteln den Betreibern eigene Maßnahmen zu ermöglichen. Das gelingt manchmal, oft aber auch nicht. Bei einer nicht erfolgten Abnahme beim Kunden vor Ort gehen dann in Folge die Umsätze mit großem Verzug ein. Ohne hochflexible und engagierte Mitarbeiter geht in einer solchen Lage gar nichts“, erläuterte Hüllmann.
Allerdings sieht Hüllmann gerade in der Digitalisierung auch eine große Chance und schöpft auch daraus Optimismus für die gesamte Branche: „Die Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen sind in diesem Bereich führend – an vielen Stellen haben wir dem gesamten deutschen Maschinenbau einiges voraus. Diesen Technologievorsprung wollen wir natürlich halten und weiter ausbauen. Dafür müssen die Servicestrukturen passen.“
Allerdings weist er auch auf die Veränderungen durch die Digitalisierung hin: „Es wird als Einzelunternehmen schwieriger, wenn nicht sogar unmöglich, Innovationen zu entwickeln und den eigenen Fortschritt zu pushen. Die Zeit der Einzelpatente läuft aus. Vielmehr müssen wir uns strategisch damit auseinandersetzen, miteinander zu arbeiten. Also neue Dinge auch mit Marktbegleitern voranzubringen. Ein Beispiel, bei dem das aktuell bereits der Fall ist, ist OPC UA, wo wir sogar auf europäischer Ebene im Sinne der Kunden an einem Strang ziehen.
Insgesamt sieht Hüllmann vor allem das politische Umfeld für deutsche beziehungsweise europäische Hersteller positiv, hebt hierbei vor allem die abgebauten Handelsbarrieren in der europäischen Union hervor. „Wir sind gut aufgestellt, müssen alle sicher noch ein Stück internationaler werden, aber dann können wir mit einem guten Gefühl in Richtung Zukunft blicken.“

Starkes Wachstum in 2020

2020 war für Lechner ein enorm erfolgreiches Jahr. „Wir haben historische Auftragseingänge verzeichnen können“, so Daniel Griehl, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Lechner. „Bereits im ersten Quartal, also vor den Auswirkungen der Corona-Pandemie, konnten wir im Vergleich zum Vorjahr im Handel Inland einen Zuwachs von 15 Prozent verzeichnen. Diese Entwicklung hat sich fortgesetzt, sodass wir auch ins­gesamt ein zweistelliges Wachstum erreicht haben und äußerst zufrieden mit unserer Performance sein können.“

Mit einer signifikanten Verbesserung des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr zeigt Lechner zudem, dass die operativ umgesetzten Schritte des Change-Management-Prozesses auch zu einer bedeutenden Steigerung von Effizienz und Profitabilität geführt haben. Wichtige Weichen für eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung wurden 2020 auch für für das Auslandsgeschäft gestellt: Für die Tochtergesellschaft in Schweden wurden Geschäftsabschlüsse getätigt, mit denen der Umsatz Ende 2022 voraussichtlich über 70 Prozent gesteigert werden kann.

„Schon 2020 haben wir die positiven Resultate unserer Maßnahmen aus dem 2019 gestarteten Change-Management-Prozess gesehen”, so Daniel Griehl. „Die Qualitäts- und Performance-Steigerung ist deutlich.” Die Gründe sieht Daniel Griehl in der strategischen Fokussierung und Kundennähe des Unterneh­mens: Einfache Planung, die Umstellung der Preisliste auf Quadratmeter-Logik, attraktive Produktprogramme – und natür­lich der starke Fokus auf den Handel – machen Lechner zu einem attraktiven Partner. Diesen Weg wird das Unternehmen weiter beschreiten: „Wir haben uns für die nächsten drei Jahre sehr ambitionierte Ziele gesetzt und sind derzeit dabei, einen strategischen Partner zu suchen, der mit uns in die nur logische Fortsetzung unseres Performance-Kurses investiert. Denn: Als verantwortungsbewusstes Unternehmen und zuverlässiger Arbeitgeber möchten und müssen wir unsere etablierte Marktposition als Arbeitsplatten- und Rückwandspezialist weiter stärken – dazu gehört es, das neue digitale Zeitalter voranzutreiben und Prozesse sowie Angebote stetig weiter dynamisch anzupassen.”

Im ersten Quartal gehört der Relaunch der Website zu den Weiterentwicklungsmaßnahmen. Ergänzend dazu werden der Showroom neu gestaltet sowie die Dekorvielfalt von Lechner als 3-D-Modell digitalisiert, sodass analoge, digitale und hybride Präsentations­möglichkeiten die Produktvorstellungen noch plastischer machen.

Produktion des produzierenden Gewerbes im Dezember 2020 unverändert

Die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2020 saison- und kalenderbereinigt zum Vormonat unverändert. Im Vorjahresvergleich war die Produktion im Dezember 2020 kalenderbereinigt 1,0 Prozent niedriger als im Dezember 2019.

Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie, war die Produktion im Dezember 2020 saison- und kalenderbereinigt noch 3,6 Prozent niedriger. Im gesamten Jahr 2020 lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe kalenderbereinigt um 8,5 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) ist im Dezember 2020 gegenüber November 2020 um 0,9 Prozent gestiegen. Innerhalb der Industrie nahmen die Produktion von Vorleistungsgütern um 2,0 Prozent und die Produktion von Konsumgütern um 2,6 Prozent zu. Bei den Investitionsgütern ging die Produktion um 0,5 Prozent zurück. Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung 2,9 Prozent niedriger als im Vormonat. Die Bauproduktion ist um 3,2 Prozent gesunken.

Für den November 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg der Produktion um 1,5 Prozent gegenüber Oktober 2020 (vorläufiger Wert: +0,9 %).

Großbrand im Berliner Werk

Gestern Abend brach in der Hettich Umformtechnik in Berlin Marienfelde ein Feuer aus. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Feuerwehr ist seit gestern Abend mit mehr als 150 Einsatzkräften vor Ort. Die Löscharbeiten dauern derzeit noch an. Erkenntnisse zur Brandursache liegen noch nicht vor.

Hettich betreibt in der Hauptstadt eine Stanzerei, eine Härterei und eine Galvanikanlage auf ca. 18.000 m², davon ca. 5000 m² Galvanik. In letzterer werden Oberflächen für Möbelbeschlagskomponenten elektrochemisch mit Metallen überzogen.

Nach Angaben der Feuerwehr haben verschiedene Messungen in der Umgebung leicht erhöhte Schadstoffwerte ergeben, eine gesundheitsgefährdende Belastung wurde allerdings nicht festgestellt. Trotzdem teilte ein Feuerwehrsprecher gegenüber RBB24 mit, dass Anwohner weiterhin ihre Fenster und Türen geschlossen halten sollten.

Die Analyse der weiteren Auswirkungen auf den Geschäftsablauf hat gerade erst begonnen. Hinweise auf freie Galvanikkapazitäten nimmt Hettich gerne entgegen.

 

Spendet 3.000 Euro an die Tettnanger Tafel und das Kinderhospiz St. Nikolaus

Da im Jahr 2020 alles anders war, konnte auch die beliebte Layer-Hausmesse in Tettnang nicht stattfinden. Normalerweise treffen sich hier Kunden und Hersteller, um sich über Produktneuheiten und innovative Techniken auszutauschen.

Ein großer Bestandteil jeder Hausmesse ist die Tombola, bei der vom Akku-Bohrer über den Linienlaser bis zum Baustellenradio hochwertige Profi-Produkte verlost werden.

Die Tombola fand nun im Rahmen des Layer-Online-Adventskalenders statt. Hinter den virtuellen Türchen versteckten sich täglich neue, exklusive Angebote. Mit dem Kauf eines Adventskalender-Aktionsproduktes sicherte sich jeder Kunde automatisch die Chance auf den Tagesgewinn.

Zusätzlich spendete Layer pro verkauftem Aktionsprodukt einen Euro für den guten Zweck. Der daraus resultierende Spendenbetrag wurde großzügig auf 3.000 Euro aufgerundet und zu gleichen Teilen zwischen der Tettnanger Tafel e.V. und dem Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach aufgeteilt.

Ein großer Dank gilt dabei den Layer-Kunden, denn ohne die rege Teilnahme am Online-Adventskalender wäre das gar nicht möglich gewesen.

VDM

Rückläufige Umsätze bei Möbeln bis November 2020 im Minus

Die Umsätze der Möbelindustrie sanken nach amtlichen Angaben im Zeitraum Januar bis November 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,7 Prozent. Dabei entwickelten sich die einzelnen Segmente uneinheitlich. Die Büromöbel wiesen mit minus 11,7 Prozent den höchsten Rückgang auf. Die Laden- und Objektmöbel landeten bei minus 8,5 Prozent, die „sonstigen Möbel“ – also beispielsweise Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel, nicht gepolsterte Sitzmöbel und Möbelteile – bei minus 8,1 Prozent. Etwas verhaltener fielen die negativen Veränderungsraten bei den Polstermöbeln mit minus 0,4 Prozent aus, bei den Küchenmöbeln stieg der Umsatz um 3,7 Prozent. In allen Segmenten mit Ausnahme der Laden- und Objektmöbel war der Rückgang bei den Auslandsumsätzen weiter signifikant höher als im Inlandsgeschäft.

Erfolgreiche Abnahme der Benchmark-Anlage bei Klaipedos Mediena

Abnahme für Europas modernste Spanplattenanlage: In Akmene/Litauen feierte Klaipedos Mediena (VMG) diesen bedeutenden Meilenstein für sein bereits drittes Greenfield-Spanplattenwerk, das mit Siempelkamp als Partner entstand.

Alle Abnahmetests für unterschiedliche Plattenstärken zwischen 4 und 30 Millimeter wurden erfolgreich absolviert; die vertraglich fixierte Qualität und Kapazität sind erreicht. Nach dem Grand Opening im Sommer 2020 betreibt VMG die neue Anlage nun mit einer Produktionskapazität von 2.000 Kubikmeter pro Tag. Das Werk in Akmene unterstützt die expandierende Möbel- und Küchenproduktion des Unternehmens, das unter anderem exklusiv für Ikea fertigt.

Die Siempelkamp-Anlage gilt als eine der innovativsten, ökonomischsten und nachhaltigsten Spanplattenanlagen weltweit: Kernkomponente ist die „ContiRoll“ der Generation 9 im Format 8‘ x 45,4m. Die Leimtechnologie ist auf formaldehydarme bzw. -freie Leime ausgerichtet, die „Wesp“ Filtertechnik erfüllt höchste Umweltstandards. Zerkleinerungs- und Frontend-Technologie steuerten die Siempelkamp-Töchter Pallmann und CMC bei, Büttner den Trommeltrockner. Die Schleif- und Aufteilanlage bearbeitet sämtliche in West- und Osteuropa gängigen Plattenformate. Für den Transport der Messerringe zwischen Messerringzerspaner und Schärfroboter kommt ein „RundSchienen“-Wagen der Siempelkamp-Tochter Strothmann zum Einsatz.

Über das genannte Plattenstärke-Spektrum hinaus ist die Anlage für die Produktion von 3 Millimeter-Platten geeignet – im Spanplatten-Segment eine große Herausforderung. „Wir freuen uns, VMG nach der erfolgreichen Abnahme dabei zu unterstützen, seine Produktionskapazitäten mit einem umweltfreundlichen Anlagenkonzept zu erweitern. Die nunmehr dritte Siempelkamp-Anlage für unseren Kunden entstand in herausfordernden Zeiten; sodass diese reibungslos verlaufene Abnahme einen besonderen Meilenstein darstellt“, so Jürgen Philipps, Sprecher der Geschäftsführung der Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH.

Im juristischen Bereich stärker aufgestellt

Seit dem ersten Januar 2021 verstärkt Frau Dr. iur. Martina Kütemann das Juristen-Team in der Herforder Geschäftsstelle der Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen e.V. Die Fachanwältin für Arbeitsrecht wird Mitgliedsunternehmen in allen Bereichen des Individual- und Kollektivarbeitsrechts einschließlich des Tarifvertragsrechts sowie den damit in Zusammenhang stehenden sozialrechtlichen Fragestellungen beraten und vertreten.

Die Rechtsanwältin, Mediatorin und Dozentin absolvierte nach Abitur und Berufsausbildung zur Bankkauffrau ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Osnabrück. Später promovierte sie berufsbegleitend am Lehrstuhl von Professor Dr. Hans-Jürgen Ahrens an der gleichen akademischen Bildungseinrichtung. Dr. Kütemann ist verheiratet und lebt im ostwestfälischen Löhne.

Nach Referendariat im Landgerichtsbezirk Bielefeld und zweitem juristischen Staatsexamen hat sich Dr. Kütemann als Rechtsanwältin im Amtsgerichtsbezirk Bad Oeynhausen niedergelassen. Aufgrund nachgewiesener Erfahrungen im Arbeitsrecht verlieh ihr die Rechtsanwaltskammer Hamm 2005 den Titel „Fachanwältin für Arbeitsrecht“.

Vor ihrer jetzigen Tätigkeit war Dr. Kütemann als Verbandssyndika und Mitglied der Geschäftsführung über zehn Jahre beim Unternehmerverband für den Kreis Gütersloh e.V. tätig. Parallel hat sich die 1968 geborene Rechtsanwältin einen hervorragenden Ruf als Dozentin für arbeitsrechtliche Schulungen und Workshops, wie beispielsweise der Rechtsanwaltskammer Hamm, erworben.

VDM

Inlandsumsätze der Möbelindustrie im November 2020 im Plus

Laut Statistischem Bundesamt lagen die Umsätze der Möbelindustrie im November 2020 im Vergleich zum November 2019 im Plus. Die Hersteller verzeichneten einen Umsatzanstieg von 5,0 Prozent. Dabei stiegen die Erlöse im Ausland um 1,5 Prozent, die Inlandsumsätze um 6,6 Prozent. Im November 2019 hatte es im Vergleich zum November 2018 ein Minus von 4,0 Prozent gegeben. Die Auslandsumsätze waren damals um -4,3 Prozent gefallen, ebenso die Inlandsumsätze um -3,9 Prozent.