Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

2020 verlief besser, als anfangs erwartet

Trotz Corona-bedingten Umsatzrückgangs zeigt sich die Unternehmensgruppe Hund Möbelwerke den Umständen entsprechend zufrieden mit dem Abschluss des Geschäftsjahres 2020. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwas über 20 Millionen Euro. „Die Corona-Krise hat vergangenes Jahr ihre Spuren in unseren Geschäftsbüchern hinterlassen“, so Geschäftsführer André Hund. „Der bessere Auftragseingang im dritten und vor allem vierten Quartal konnte die Umsatzrückgänge im Frühjahr und Sommer abmildern, aber nicht mehr ausgleichen.“ Zu schaffen macht dem Unternehmen aktuell die Situation an den Beschaffungsmärkten. „Wir wollten eigentlich unsere Preise dieses Jahr stabil halten“, führt André Hund aus. „Aber die starken Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten zwingen uns zu einer Preiserhöhung.“

Das hohe Investitionsvolumen behält Hund Möbelwerke auch im laufenden Jahr bei. An den beiden Standorten in Biberach/Baden und Sulzdorf werden bis zum Ende des Jahres 8 Millionen Euro – verteilt auf drei Jahre – investiert worden sein. „Wir setzen mit diesen Investitionen ,Industrie 4.0‘-Konzepte um, damit zukünftig Abläufe weiter rationalisiert, kundenindividueller produziert und das Serviceangebot erhöht werden können. Wir lösen somit unser Modularitätsversprechen ein“, erklärt Geschäftsführer Hendrik Hund.

In Biberach wird Mitte dieses Jahres eine komplett neue Vorfertigung installiert, die eine deutlich größere Dekorauswahl erlaubt. In Sulzdorf geht jetzt im Frühjahr eine neue automatisierte Montagelinie für Container und Arbeitsplatzschränke in Betrieb. „Diese Investition gibt uns mehr Flexibilität im Schrank- und Containerbereich“, meint Hendrik Hund, „wir können so die Korpuslinie modularer aufbauen und verfügen über vielfältigere Möglichkeiten, den Arbeitsplatz zu konfigurieren und neuen veränderten Zeiten der Büroarbeit anzupassen.“ In Kürze lanciert das Unternehmen die Weiterentwicklung der bisher sehr erfolgreichen Tischprogramme „Callisto“ und „Thales“, die es zukünftig auch in einer preisgünstigeren „Basic“-Variante ohne Verkettungsoption gibt. „Gleichzeitig wird im Bereich der Tischgestelle das Farbspektrum erweitert“, so Hendrik Hund.

„Wir hoffen, dass wir im Laufe dieses Jahres wieder mehr unserer Kunden in den eigenen Ausstellungen an beiden Standorten begrüßen dürfen, insbesondere in der tollen neuen Ausstellung in Sulzdorf“, resümiert André Hund. „An beiden Standorten zeigen wir unser Konzept der durchdachten und modularen Büroeinrichtung.“ Aber auch digital lassen sich die Hund Möbelwerke finden: Zum einen über die Firmen-Homepage und andererseits im Iba Forum, dem digitalen Showroom und Kompetenzzentrum des Verbandes für Büroarbeit und Arbeitswelt, das sich intensiv mit den Fragen der Zukunft der Arbeit auseinandersetzt.

HDH

Geschäftsklima: Lage verschlechtert sich, Erwartungen positiver

Der ifo-Konjunkturtest für die Kunststoffindustrie zeigt im Februar 2021 eine negative Entwicklung beim Geschäftsklima. Der Wert für die Lage fiel im Februar 2021 gegenüber Januar 2020 von 26 auf 24 Punkte. Im Vorjahresmonat hatte der Wert bei +6 Punkten gelegen. Dagegen stieg der Wert bei den Geschäftserwartungen im Februar 2021 gegenüber dem Vormonat von +15 Punkten auf +24 Punkte. Der Wert im Februar 2020 hatte bei 0 Punkten gelegen. Die Verbesserung der Erwartungen lässt auf eine positive Entwicklung hoffen.

Corona-Auszeit für Web-Seminare nutzen

Der Schärfspezialist Vollmer bietet ab sofort einen webbasierten Wissenstransfer zu seinen Schärfmaschinen, Technologien und digitalen Lösungen. Gerade in Zeiten von Corona ermöglichen die Web-Seminare nicht nur eine sichere Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen, sondern sind auch eine elegante Möglichkeit, um Corona-bedingte Auszeiten sinnvoll zu nutzen.

Vollmer führt die Web-Seminare über einen Livestream in englischer oder deutscher Sprache durch. Nach einer Anmeldung erhalten die Teilnehmer einen persönlichen Zugang und können zu festgelegten Terminen die Trainings besuchen. Angeboten werden derzeit Web-Seminare zur Erodiermaschine „QXD 250“, zur Werkzeugschleifmaschine „VGrind 360“ sowie zum digitalen Service „Visual Support“, mit dem sich Kunden in Echtzeit mit Vollmer Technikern vernetzen können.

Die Web-Seminare dauern rund 45 Minuten und bestehen meistens aus einem theoretischen und praktischen Teil mit virtuellen Einblicken in die entsprechenden Schärfmaschinen. Teilnehmer haben die Möglichkeit, während der Veranstaltung ihre Fragen über eine Chat-Funktion zu stellen. Beantwortet werden die Fragen im Anschluss an das Web-Seminar für alle Teilnehmer – entweder direkt in einer Frage-Antwort-Runde im Web-Seminar oder via E-Mail im Nachgang. Die Inhalte der Web-Seminare stehen den Teilnehmer und weiteren Interessenten im Nachgang auch als Download zur Verfügung. Außer diesen generellen Web-Seminaren konzipiert Vollmer auch individuelle Web-Seminare für Kunden, um auf spezifische Aufgabenstellungen einzugehen.

„Geplant sind bis zum Ende des zweiten Quartals mehrere Web-Seminare, deren Terminierungen wir entsprechend den Anmeldungen festlegen“, sagt Jürgen Hauger, Geschäftsführer der Vollmer Gruppe. „Über unsere Social-Media-Kanäle von Facebook, YouTube oder LinkedIn informieren wir über aktuelle Web-Seminare und bieten eine Online-Anmeldung an. Zudem können sich unsere Kunden über E-Mail, Telefon oder unsere Webseite über die Web-Seminare informieren.“

Vom VDM zertifiziert – „Möbel Made in Germany“-Status erfüllt

„Uns war schon ganz zu Anfang, als wir unsere Firma gegründet haben, klar, dass für uns nur eine Produktion in Deutschland infrage kommt. Nicht nur für unsere Endkunden, für unsere Händler, sondern vor allem für uns. Weil wir davon überzeugt sind, dass ein perfektes Produkt mit seiner gesamten Wertschöpfungskette genau hier, in der Wiege der Küchenindustrie, entstehen muss“, sagen Daniel Joachimmeyer und Thomas Pabst, Geschäftsführer der DoT GmbH & Co. KG. Dieses Ziel haben sie von Anfang an verfolgt – und erhalten nun die offizielle Bestätigung, dass ihre beiden Unternehmen, die die „Burnout.kitchen“ und den „Eckat“ herstellen, komplett in Deutschland fertigen.

„Wir freuen uns, dass sich mit der DoT GmbH & Co. KG und Der Eckat GmbH zwei einfallsreiche Möbel-Start-ups für unser neues Label zertifiziert haben“, sagt dann auch Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), bei der Urkundenübergabe an den Unternehmensgründer und Geschäftsführer Daniel Joachimmeyer.

„Für uns und unsere Händler ist es wichtig, so authentisch und transparent wie nur irgendwie möglich zu sein“, so Daniel Joachimmeyer. Durch den Bezug des neuen Standortes im niedersächsischen Bissendorf und ein hohes Investment in Produktionshalle und Firmenausstattung zeigt sich deutlich, dass „uns die Herkunft unserer Möbel sehr wichtig ist. Und dies spiegelt auch das Verständnis unserer Endkunden wider, bei denen das Gütesiegel ‚Möbel Made in Germany‘ eine gewichtige Rolle bei ihrer Kaufentscheidung spielt“, so Joachimmeyer.

Ehe das Label für die Produktion der „Burnout.kitchen“ und den „Eckat“ nun verliehen werden konnte, standen beide Unternehmen erst einmal ausgiebig auf dem Prüfstand. Die strengen Überprüfungs-Kriterien für „Möbel Made in Germany“ wurden vom renommierten Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) festgelegt. Die Anforderungen, die allesamt erfüllt wurden und werden, besagen, dass die Konstruktion, der maßgebliche Teil der Produktion und die Qualitätsprüfung in Deutschland erfolgen müssen.

Ab sofort darf also jede „Burnout.kitchen“ und jeder „Eckat“, dessen Erstauslieferung in diesen Tagen startet, das Label gut sichtbar tragen. „Damit dokumentieren wir für unsere Händler und Endkunden, dass sie ein echtes Stück deutscher Wertarbeit kaufen“, so Daniel Joachimmeyer, der nicht verhehlen kann, dass er „da schon ein wenig Stolz verspürt“ habe, als er gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Thomas Pabst das Label gleich in doppelter Ausführung von Jan Kurth überreicht bekam.

Darf jetzt mit dem „Goldenen M“ labeln

Das Unternehmen Pronorm Einbauküchen aus Vlotho wurde von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) mit dem „Goldenen M“ ausgezeichnet. Das RAL Gütezeichen ist der strengste Nachweis über geprüfte Möbelqualität in Europa. Es basiert auf den Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 430, zu deren Einhaltung sich alle DGM-Mitgliedsunternehmen freiwillig verpflichten, um das hohe Qualitätsniveau ihrer Produkte objektiv und eindeutig für Endverbraucher sichtbar zu machen. „Wir freuen uns, dass sich der Hersteller Pronorm Einbauküchen dazu entschieden hat, sich unserer Qualitätsoffensive anzuschließen und zertifizieren ihn sehr gerne mit dem RAL Gütezeichen ‚Goldenes M‘“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Über die Anforderungen für das „Goldene M“ hinaus hat die DGM jetzt auch die Einhaltung der Kriterien für das geografische Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“ bei Pronorm Einbauküchen überwacht. Gemäß der RAL-Registrierung 0191 muss hierfür die Konstruktion, Montage und Qualitätsprüfung in Deutschland stattfinden. Zudem muss der für die Qualität relevante Herstellungsprozess überwiegend in Deutschland erfolgen. Entwickelt und eingeführt hat das Herkunftslabel der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) gemeinsam mit RAL. Die Einhaltung der Anforderungen überwacht die DGM im Auftrag des VDM. „Das ‚Goldene M‘ und ‚Möbel Made in Germany‘ sind ein solides Fundament für eine vielversprechende Zukunft von Pronorm Einbauküchen. Beide Zertifizierungen kennzeichnen ein nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Unternehmen, dessen Qualitätsprodukte am Markt hervorstechen können“, so Jochen Winning. Im Jahr 2022 feiert Pronorm Einbauküchen sein 50-jähriges Firmenjubiläum und ist dafür auch dank der neuen Label gut aufgestellt.

HDH

Umsatz bei Kunststoff bis Dezember 2020 negativ

Der Kunststoffsektor entwickelte sich im Zeitraum Januar bis Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum negativ: Die Umsätze sanken um -5,7 Prozent. Dabei entwickelten sich die einzelnen Segmente uneinheitlich. Als einziges Segment legten die Baubedarfsartikel aus Kunststoff um 6,4 Prozent zu. Dagegen sanken die Umsätze bei Platten und Folien um 6,3 Prozent. Rückläufig waren auch die Umsätze bei Kunststoffverpackungen (-2,1 Prozent) sowie bei sonstigen Kunststoffwaren (-10,3 Prozent).

Produziert klimaneutral

Das Bewusstsein für nachhaltige Produkte wird bei vielen Menschen immer stärker. Auch beim Kauf von Bauelementen wie Innentüren spielt das Thema Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle und kann zu einem ausschlaggebenden Argument bei der Kaufentscheidung werden. Zeitgemäß und verantwortungsbewusst reagiert der Innentür-Hersteller Huga auf diese Anforderung und ist als klimaneutral zertifiziert. Das Unternehmen hatte sich einer Prüfung durch den externen Dienstleister „Climatepartner“ unterzogen. „Climatepartner“ ist nicht nur darauf spezialisiert, Emissionen zu berechnen und zu reduzieren, sondern auch Klimaschutz-Strategien konkret zu entwickeln. So übernimmt das Gütersloher Unternehmen Verantwortung für ein zukunftsfähiges, nachhaltiges Wirtschaften.

„Wer klimaneutrale Produkte kauft, leistet einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz“, betont Climatepartner auf der eignen Website. „Huga legt bereits viele Jahre Wert auf den Klimaschutz und nutzt seit vier Jahren ausschließlich Strom aus natürlicher Erzeugung. Weiterhin erfolgt die Erzeugung der Wärme mit eigenen Spänen aus der Produktion. Im letzten Jahr haben wir die CO2-Emissionen insgesamt berechnet und waren überrascht, dass zur echten Klimaneutralität nicht viel fehlt“, berichtet der Huga Geschäftsführer Manfred Großjohann. Für die Berechnung werden diverse Faktoren wie beispielsweise der grundsätzliche Energieverbrauch, der Rohstoff-Einsatz, die Verpackung und Logistik, aber auch die Mitarbeiteranfahrt berücksichtigt.

Aufgabe des geprüften Unternehmens ist es, Emissionen dort, wo es geht, vollständig zu vermeiden oder stark zu reduzieren. Für unvermeidbare Klimabelastungen, die während der Prozesskette entstehen, werden ausgleichende Klimaschutzprojekte gefördert. „Wir unterstützen Projekte für Windenergie und Waldschutz“, erklärt Manfred Großjohann weiter und ist stolz, dass alle Huga Türen mit dem Label „klimaneutral“ ab jetzt gekennzeichnet sind. Weitere Informationen zur Klimaneutralität bei Huga sind auf der Unternehmens-Webseite nachzulesen: https://www.huga.de/unternehmen/klimaneutral

Handwerk hatte 1,4 Prozent mehr Umsatz im Jahr 2020

Das zulassungspflichtige Handwerk in Deutschland hat im Jahr 2020 trotz der Corona-Krise einen 1,4 Prozent höheren Umsatz als 2019 erzielt. Treibende Kraft der positiven Entwicklung waren die Umsatzsteigerungen im Bauhauptgewerbe und im Ausbaugewerbe. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse aus den Umsatzsteuervoranmeldungen mit. Die Zahl der Beschäftigten im zulassungspflichtigen Handwerk sank im Jahresdurchschnitt 2020 im Vergleich zu 2019 um 1,3 Prozent. Damit verzeichnete das zulassungspflichtige Handwerk das schwächste Umsatzwachstum der letzten sieben Jahre und den ersten Beschäftigtenrückgang seit fünf Jahren.

Fünf der sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks meldeten im Jahr 2020 niedrigere Umsätze als 2019. Die größten Umsatzverluste hatten dabei die Handwerke für den privaten Bedarf (-5,3 %). Lediglich das Bauhauptgewerbe (+6,2 %) und das Ausbaugewerbe (+4,6 %) des zulassungspflichtigen Handwerks meldeten im Jahr 2020 höhere Umsätze als 2019.

In sechs Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks waren im Jahr 2020 durchschnittlich weniger Personen beschäftigt als 2019. Im Handwerk für den privaten Bedarf nahm die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr am stärksten ab (-4,3 %), während sie im Bauhauptgewerbe marginal zunahm (+0,1 %).

Im Vergleich mit anderen zulassungspflichtigen Handwerken verzeichneten die Konditor- (-14,0 %) und Friseurunternehmen (-12,1 %) die größten Umsatzverluste. Auch die Zahl der Beschäftigten nahm bei den Konditor- (-6,0 %) und Friseurunternehmen (-4,9 %) am stärksten ab. Die pandemiebedingten Einschränkungen haben diesen beiden Gewerbezweigen besonders zugesetzt. Im Gegensatz dazu erzielten die Zweiradmechaniker im Vergleich zum Vorjahr einen Rekordanstieg beim Umsatz (+29,9 %) und bei den Beschäftigten (+6,8 %).

VHK

Dr. Carsten Linnemann besprach Corona-Situation mit der Möbelindustrie

Am 8. März fand die gemeinsame Sitzung der Vorstände des VHK Westfalen-Lippe e.V. und des Fachverbands Serienmöbel des Handwerks e.V. (Herford) statt. Auf Einladung der Verbände schilderte der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion Dr. Carsten Linnemann seine Sicht auf die aktuelle Lage der Corona-Krise sowie des Mittelstands in Deutschland und stellte sich den Fragen der Möbelbranche.

Verbandsvorsitzender Andreas Wagner verwies gemeinsam mit Geschäftsführer Jan Kurth auf die aktuell schwierige Lage der Unternehmen, die seit Jahresbeginn aufgrund des geschlossenen Möbelhandels einen Rückgang der Auftragseingänge von rund 60 Prozent verkraften und mehrheitlich Kurzarbeit anmelden mussten.

Diese Vorlage nutzte Dr. Linnemann, um die aktuellen Öffnungsbeschlüsse bei der schrittweisen Rücknahme des Shutdowns zu analysieren. Diese bewertet er kritisch mit ihrer reinen Fixierung auf Inzidenzwerte kritisch, zumal die jetzt in großer Zahl anlaufenden Schnell- und Selbsttest die Inzidenzen tendenziell erhöhen werden. Aus einer Sicht komme es jetzt auf einen Dreiklang aus Impfen, Testen und Nachverfolgen an. Wirksame Hilfe bei der Nachverfolgung könne auch die Luca-App leisten, die beispielsweise auch im Möbelhandel weitere Öffnungsschritte möglich mache.

Für die Möbelbranche zeigte sich der Politiker auch vor dem Hintergrund der aktuell hohen Sparquote in Deutschland zuversichtlich – trotz aller Unwägbarkeiten aus Politik und Verwaltung. Die mittelständische und regional verwurzelte Struktur wird helfen, die konjunkturellen Blessuren anfangs des Jahres zu überwinden.

Die Vorstände der Verbände gaben dem Abgeordneten mit auf den Weg, für schnelles Internet zu streiten und die sich für eine europäische Harmonisierung der Branche einzusetzen. Gerade den exportorientierten Unternehmen seien unterschiedliche Regelungen in den einzelnen Mitgliedsstaaten – etwa beim Thema elektrifizierte Möbel oder Nachhaltigkeit nicht zuzumuten.

Ein weiteres Thema der Sitzung war der aktuelle Planungs- und Entwicklungsstand der Lehrfabrik der Möbelindustrie, den der Leiter des Projektmanagements, Markus Kamann, vorstellte und dabei auf die vorgesehene Ausstattung der über 2.000 Quadratmeter großen Maschinenhalle, die bereits zugesagten öffentlichen Mittel, den Standort und die Lehrinhalte hinwies.

Abgerundet wurde die Veranstaltung von den tarifpolitischen Rahmenbedingungen für die Holz- und Möbelindustrie in Westfalen-Lippe, die Geschäftsführer Klemens Brand mit Verweis auf die Themen Demografie und Entgelte präsentierte.