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Autor: Möbelfertigung

Fachbeirat Polster/Wohnen beschließt Aufbau einer übergreifenden Materialdatenbank

Am 4. März trafen sich die DCC-Fachbeiräte aus Unternehmen der Polster- und Wohnmöbelindustrie, des Möbelhandels sowie Vertreter der Softwarehäuser zur virtuellen Sitzung. Im Fokus stand die Weiterentwicklung des gemeinsamen IDM 3D-Datenformats sowie Überlegungen zur firmenübergreifenden Materialdatenbank für Polstermöbel. Hierzu erfolgte nun der Startschuss.

Der von Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer geführten gemeinsamen Sitzung der Fachbeiräte Polster und Wohnen im Daten Competence Center e.V. (Herford) folgte nach wenigen Formalien die Vorstellung des wissenschaftlichen Beraters Prof. Dr. Nektarios Bakakis (HS Worms).

Dieser berichtete über eine studentische Verbraucherumfrage zu Smarthome und Smart City. Jene vernetzten Städte böten erhebliche Chancen für den Handel, befördern aber andererseits direkte Kontakte der Hersteller zu ihren Kunden. Aufmerksam verfolgt werden sollten die Entwicklungsfortschritte von Smart Cities in Asien, insbesondere in Südkorea. Erste Möbel für einen derartigen Einsatz stehen dort bereits vor der Markteinführung.

Nach der Darstellung neuer Trends im Vertriebskanal „Direct to Consumer“ (D2C) sowie dem geplanten DCC Digital-Index, dem jetzt auch vom Fachbeirat Polster und Wohnen ein „Go!“ erteilt wurde, warb Stefan Willms für das „Cookbook Möbelindustrie“. Das „Kochbuch“ bietet Hilfe bei den strategisch richtigen unternehmerischen Reaktionen auf weltweite Trends. Sein Unternehmen „Morphe“ stehe der Branche für Analyse und Umsetzungs-Roadmaps unterstützend zur Seite, so Willms.

Mit Spannung erwartet wurden die Ausführungen und Vorschläge von Dr. Ekkehard Beier (Intelligentgraphics) zum IDM 3D-Datenformat und der geplanten Materialdatenbank für Polstermöbel. Eingangs stellte Dr. Plümer den hohen Handlungsdruck heraus: So verursacht die Digitalisierung hohe Anforderungen an Bereitstellung von authentischen Materialdaten, der Möbelhandel benötige bzw. fordert diese Informationen und auch die Industrie braucht 3D-Daten – für eine 3D-Darstellung für POS und Online auf allen Gerätearten, als Materialvorschaubilder, für CGI z.B. für Prospekte oder für AR- bzw. Mixed Reality-Modelle.

Dr. Beier vertiefte die Thematik und machte klar, dass Dreidimensionalität zum Standard wird bzw. schon ist. Und zwar in Echtzeit und Top-Qualität, denn gerade die in attraktive Kaufkraft hineinwachsenden, jungen Verbraucher sein hochwertige 3D-Darstellungen von Video oder Gaming gewohnt und setzen dieses Niveau auch bei Einkäufen voraus. Der Chef von Intelligentgraphics wies in diesem Zusammenhang auf mögliche Gefahren hin: Denn jede Abweichung des später erworbenen Polstermöbels von der vorher visualisierten, dreidimensionalen Datensimulation könne (berechtigte!) Reklamationen begründen…

Da das IDM 3D-Datenformat – aktuell fokussiert auf Polster- und Wohnmöbel – jetzt unternehmensübergreifend zur Verfügung steht, sei nun der Aufbau einer innerhalb des DCC nutzbaren Materialdatenbank sinnvoll, so der Referent. Beispielsweise sei die Mehrheit der Bezugsstoffe materialseitig identisch – eine von Unternehmen zu Unternehmen wiederholte Datenerhebung für eine stets identische Modellierung reine Zeit- und Geldverschwendung. Gleiches gelte für Nähte, Texturen und anderes mehr.

Der Fachbeirat folgte diesen Überlegungen geschlossen und startete den Aufbau einer Datenbank für Polstermaterialien unter Management des DCC mit der Option, diese später für Wohnmöbel zu erweitern. Mit Blick auf Kosten und Abläufe wurde gefordert, dass die Datenbeschaffung entlang der Wertschöpfungskette erfolgen solle – die Zurverfügungstellung relevanter Daten also seitens der Leder- bzw. Textilindustrie erfolgen muss. Mutmaßlich werde dies eine herausfordernde Aufgabenstellung.

HDH

Umsätze bei Kunststoff entwickeln sich im Dezember 2020 positiver

Der Umsatz der Kunststoffindustrie ist im Dezember 2020 gegenüber Dezember 2019 um 11,5 Prozent gestiegen. Dabei verzeichnete der Inlandsumsatz ein Plus von 11,2 Prozent und der Auslandsumsatz stieg ebenfalls um 11,8 Prozent. Der Umsatz im Dezember 2019 hatte im Vergleich zum Dezember 2018 um insgesamt 0,1 Prozent zugelegt. Dabei war der Umsatz im Auslandsgeschäft um 0,7 Prozent gestiegen und im Inland um 0,3 Prozent gefallen.

Stiftungsprofessur mit Prof. Oliver Strube besetzt

Vor zwei Jahren stiftete die Adler-Werk Lackfabrik einen Lehrstuhl für Chemieingenieurwesen und Materialprozesstechnik an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Nun konnte der Lehrstuhl mit Univ.-Prof. Dr. Oliver Strube besetzt werden, einem ausgewiesenen Experten in den Bereichen Technische Chemie, Beschichtungstechnologie und Materialwissenschaften.

Der Dekan der Fakultät für Chemie und Pharmazie, Univ.-Prof. Hubert Huppertz, sieht der Zusammenarbeit mit großen Erwartungen entgegen: „Mit Oliver Strube ist nun auch das große Gebiet der Reaktionstechnik in Forschung und Lehre verankert. Gemeinsam werden wir hier in den kommenden Jahren massive Pionierarbeit leisten und entsprechende Forschungskompetenz und Infrastruktur aufbauen.“ Das soll nicht nur der Forschung zugutekommen, sondern auch der Lehre im 2019 gestarteten Masterstudium „Chemieingenieurwissenschaften“. Auf eine erfolgreiche Kooperation freut sich auch Adler-Geschäftsführerin Andrea Berghofer: „Mit der Adler Stiftungsprofessur wollen wir einen aktiven Beitrag zu praxisorientierter Forschung und Lehre und zur Ausbildung hochqualifizierter technischer Fachkräfte am Wirtschaftsstandort Tirol leisten. Zusätzlich erhoffen wir uns aus der Zusammenarbeit auch neue Impulse für funktionale, hochwertige und innovative Beschichtungssysteme.“ Dr. Albert Rössler, Geschäftsleiter Forschung und Entwicklung bei Adler, ergänzt: „Forschung und Entwicklung ist eine Erfolgsformel für jeden Industriebetrieb. Dabei sind zwei Aspekte entscheidend: eine gute Basis durch Grundlagenforschung und Menschen mit den richtigen Kompetenzen, um die Zukunft zu meistern. Die Zusammenarbeit von Industrie und Hochschulen ist dabei von essentieller Bedeutung für beide Partner.“

Oliver Strube studierte Chemie an der Technischen Universität Clausthal, wo er 2011 promivierte. Im Anschluss forschte und lehrte er an der FH Bielefeld und an der Universität Paderborn, wo er die von ihm gegründete Forschungsgruppe „Biobased & Bioinspired Materials“ leitete. 2020 habilitierte sich Strube im Fach Technische Chemie und Chemische Verfahrenstechnik. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Bereich bioinspirierter Materialien und deren technischer Anwendungen. Mit diesem Themenfeld wird er sich auch im Rahmen der Adler Stiftungsprofessur an der Universität Innsbruck intensiv beschäftigen. „Ich freue mich auf die spannenden Herausforderungen und die Chance, mit einer weitblickend agierenden Forschungs- und Entwicklungsabteilung eines international tätigen Industrieunternehmens wie Adler Lacke zusammenarbeiten zu können.“

Im Februar war Ausbildungsstart für angehende Holztechniker

Nachdem der letzte Holztechniker-Jahrgang erst kürzlich offiziell verabschiedet werden konnte, starteten am ersten Februar 2021 bereits die nächsten Teilnehmer ihre zweijährige Ausbildung zum Staatlich geprüften Techniker – Fachrichtung Holztechnik, Schwerpunkt Holzbearbeitung an der Holzfachschule Bad Wildungen.

Zum Ausbildungsbeginn begrüßten Schulleiter Hermann Hubing und Klassenlehrer Klaus Wiek die sieben neuen Teilnehmer, die während der kleinen Einführungsveranstaltung schon einmal den Campus kennenlernen konnten. Bevor allerdings der Präsenzunterricht an der Holzfachschule wiederaufgenommen werden kann, wird der Unterricht für die angehenden Holztechniker coronabedingt zunächst als Distanz-Unterricht von zu Hause aus stattfinden.

Investiert 14 Mio. Euro in den Standort Weißbach

Das Technologieunternehmen Continental investiert rund 14 Mio. Euro in zusätzliche Kapazitäten und nachhaltige Produktionsbedingungen an seinem deutschen Standort Weißbach. „Damit sichern wir die Zukunftsfähigkeit unseres Werks für Oberflächenmaterialien und geben gleichzeitig unseren rund 1.000 Mitarbeitern dort eine Perspektive für die Zukunft“, erklärt Dr. Dirk Leiß, der bei Continental die Geschäftseinheit Oberflächen leitet. Zwölf Mio. Euro fließen dabei in eine Anlage zur Folienherstellung, weitere zwei Mio. Euro in eine zusätzliche Abluftreinigungsanlage.

Die neue Folienlinie samt einer Schneidemaschine ermöglicht es dem Standort, weiterzuwachsen. Mit ihr wird die Kapazität des Standorts deutlich steigen. In Weißbach werden unter anderem Design- und Funktionsfolien für Endverbraucher produziert, die ihre vier Wände dekorativ verschönern oder funktional aufwerten wollen. Dieser Trend hat insbesondere in Pandemie-Zeiten stark zugenommen. Im Industriebereich werden innovative, haltbare und wetterbeständige Außenfolien für Fensterprofile, Haustüren, Garagen und Fassaden hergestellt sowie Folien für Küchen-, Bad- und Wohnmöbel.

„Die Nachfrage nach unseren Folienprodukten wächst kontinuierlich“, erläutert Leiß. „Die Investition in eine zusätzliche Produktionslinie erlaubt es uns nun, neue Kunden zu gewinnen, weitere Anwendungen zu erschließen sowie zusätzliche Produkte und Kundendienstleistungen anzubieten.“ Bestandteil der neuen Linie ist eine Folienschneidmaschine, die kundenindividuelle Konfektionierung möglich macht. Die gesamte Anlage wird voraussichtlich Anfang 2023 in Betrieb genommen.

Mit der ebenfalls geplanten neuen thermisch regenerativen Abluftreinigungsanlage bereitet Continental das Werk schon jetzt auf kommende schärfere Grenzwerte vor. Diese Anlage wird voraussichtlich im Herbst 2022 in Betrieb gehen. Mit der zusätzlichen Reinigungskapazität kann der Standort dann stündlich 160.000 Normkubikmeter reinigen – knapp doppelt so viel wie bisher. „Damit haben sogar noch Reserven für Mengenänderungen oder für eine zusätzliche Maschine“, sagt Leiß. Bei einem weiteren Ausbau der Produktion ist die Anlage zudem erweiterbar. „Damit ist diese Investition ein weiterer Schritt auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft.“

Startet durch mit überarbeiteter Internetpräsenz

Die Paul Ott GesmbH – Hersteller von Premium-Kantenanleimmaschinen – hat vor kurzem ihre komplett neu gestaltete Homepage präsentiert. Der neue Internet-Auftritt unter www.ottpaul.com zeigt sich informativ und übersichtlich, vor allem die Einbindung der vielen neuen Videos zum Unternehmen und den Maschinen ist erwähnenswert. Auf der neuen Homepage stellen die Österreicher alle derzeit im Programm befindlichen Kantenanleimmaschinen und Rückführlösungen sehr übersichtlich vor, zu allen Produkten gibt es Informationen im Download. Interessant ist auch die neue Rubrik „Referenzen“ mit Fotos von Kundenlösungen. Auch auf die Präsenz in den Sozialen Medien wird von der Homepage aus verlinkt.

HDH

Bis auf Kunststoffe steigende Preisentwicklung bei Zulieferprodukten

Die Zulieferpreise entwickelten sich im Januar 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat uneinheitlich. Insbesondere der für die Branche wichtige Preis für Schnittholz stieg um 6,6 Prozent. Auch die Preise für Holzwerkstoffe stiegen (+0,3 Prozent), für Schlösser und Beschläge (+0,8 Prozent) sowie für elektrischen Strom (+2,8 Prozent) und Erdgas (10,4 Prozent. Währenddessen fielen die Preise für Kunststoffe (-1,7 Prozent).

Alle Finish-Folien sind formaldehydfrei erhältlich

Schon heute ist ein Großteil der Finish-Folien des Oberflächen- und Dekorspezialisten Impress formaldehydfrei und nach EN-717-1 zertifiziert. Auf Wunsch bietet Impress ab sofort die gesamte Palette an Finish-Folien frei von Formaldehyd an und wird damit bereits jetzt der zum 1. Januar 2022 in Kraft tretenden neuen IOS-MAT-003-Formaldehyd-Vorschriften gerecht.
Impress ermöglicht so schon heute allen Nutzern und Anwendern von Finish-Folien ihre Produkte rechtzeitig auf die neuen Norm-Anforderungen umzustellen. „Wir unterstreichen damit unsere Innovations- und Technologieführerschaft für sichere und hohen Anforderungen entsprechende Oberflächen im großindustriellen Maßstab“, sagt Sascha Kostros, Impress Head of Decor Management.

Pfleiderer

Erfolgreich von Klimaschutzinitiative zertifiziert

Die vom Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) im Dezember lancierte Brancheninitiative „Klimaschutz Holzindustrie“ hätte nicht besser starten können: Mit Pfleiderer Deutschland GmbH ist einer der Big Player der Branche Teil der neuen Initiative geworden. „Wir freuen uns sehr, dass sich das Unternehmen uns angeschlossen hat“, so HDH-Hauptgeschäftsführer Denny Ohnesorge. „Damit legt einer der führenden Holzwerkstoffhersteller in Europa den Grundstein für ein klimaneutrales Branchenunternehmen.“ Allein in Deutschland sind rund 2.000 Mitarbeiter für die Unternehmensgruppe tätig.

Pfleiderer CCO Stefan Zinn erklärt: „Wir sind davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit einen wesentlichen Faktor für wirtschaftlichen Erfolg darstellt. Zusammen mit dem HDH übernehmen wir Verantwortung und lassen eine CO2-Bilanzierung unserer fünf deutschen Unternehmensstandorte mitsamt aller Tochterfirmen erstellen. Damit können wir aktuelle und künftige Kostentreiber und CO2-Emittenten noch besser als bisher identifizieren, erweiterte betriebliche Energiemanagementmaßnahmen ergreifen und konsequent den nächsten wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiges Wirtschaften gehen.“

Durch die Teilnahme an der Initiative erhält das 1894 gegründete Traditionsunternehmen, dessen Fokus auf Möbelbau, Holzfachhandel, Innenausbau und konstruktivem Holzbau liegt, das HDH-Label „CO2-Bilanz und Emissionsreduzierung“. Weitere Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität werden derzeit in Zusammenarbeit mit der zuständigen Gesellschaft für Klimaschutz für die Holzindustrie (GKH GmbH) vorbereitet.

„Wir unterstützen Pfleiderer Deutschland dabei, sich auf bevorstehende Belastungen durch regulatorische Klimaschutzmaßnahmen vorzubereiten, Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Umwelt und die Wirtschaft abzuschwächen und das Unternehmen insgesamt wettbewerbsfähiger zu machen“, erklärt Ohnesorge. „Jedes Unternehmen der Initiative trägt dazu bei, den CO2-Fußabdruck der Branche dauerhaft zu reduzieren und nach Möglichkeit unvermeidbare Emissionen nachhaltig zu kompensieren.“

Die Initiative baut auf den Erfahrungen des Klimapaktes der Möbelindustrie auf. Vor dem Hintergrund immer wichtiger werdender Klimaschutzmaßnahmen ist sie ein Angebot an alle Unternehmen der Holzindustrie, sich mit der Unterstützung des Hauptverbandes und seiner Mitgliedsverbände klimaneutral zu stellen. Alle Branchenunternehmen können in einem dreistufigen Verfahren zum zertifizierten Hersteller klimaneutraler Produkte werden.

In Schritt 1 erfolgt die Ermittlung der CO2-Bilanz eines Unternehmens und die Reduzierung seiner Emissionen. In Schritt 2 erfolgt die Zertifizierung als klimaneutrales Unternehmen. Durch die Kompensation des CO2-Ausstoßes, beispielsweise über die Förderung verschiedener Klimaprojekte, wird das Unternehmen klimaneutral. Der dritte Schritt zielt dann auf die Produkte. Mit Hilfe der Kompensation des CO2-Ausstoßes werden letztlich die eigenen Produkte als klimaneutral zertifiziert.

Zur Initiative: klimaschutzholzindustrie.de