Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Optimismus bei der Investorensuche

„Die Verhandlungen sind weitgehend abgeschlossen und ich gehe davon aus, dass es bald zum Vertragsschluss kommen wird.“ So lautet die Angabe von Michael Mönig als vorläufiger Insolvenzverwalter zum Zwischenstand beim Direktvermarkter Alma Küchen auf „küchenprofi“-Anfrage. Demnach sind die Exklusiv-Verhandlungen mit einer Investitionsgesellschaft sehr weit fortgeschritten und könnte es in Ahaus entsprechend weitergehen. Mit der offiziellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens rechnet der Rechtsanwalt zum 1. September. Derzeit wird Insolvenzgeld für die ca. 170 Mitarbeiter gezahlt und der Geschäftsbetrieb wird voll aufrechterhalten. Alle 13 Filialen in Nordrhein Westfalen sind in Betrieb. Eine entsprechende Vorfinanzierung ist erfolgt. Im Falle einer Übernahme sollen sämtliche Beschäftigte am Standort ihre Arbeitsplätze behalten.

Alma Küchen, 1971 von Aloys und Maria Meyer im westfälischen Ahaus gegründet, musste Mitte Juni das vorläufige Insolvenzverfahren beantragen. Zurück liegen mehrere Krisen, schon Ende der 90ersanken Umsatz und Mitarbeiterzahl erheblich. Nach der Insolvenz 2006 wurde das Unternehmen über eine Auffanggesellschaft wiederbelebt.

Thomas Erath ist neuer CFO der Zumtobel Group – Alexander Stieger übernimmt als CFO von Tridonic

Zum 1. August ist Thomas Erath als Chief Financial Officer (CFO) in den Vorstand der Zumtobel Group berufen worden. Er übernahm damit das Mandat von Thomas Tschol, der planmäßig zum 31. Juli den Vorstand verlassen hat.
Thomas Erath (im Bild links) ist bis 31. Juli 2024 bestellt und verantwortet das Finanzressort mit allen verbundenen Themengebieten. Er blickt auf eine langjährige, erfolgreiche Karriere in der Zumtobel Group zurück, wo er wesentliche Impulse zur profitablen Ausrichtung und Führung des Tridonic-Teilkonzerns, unter anderem auch als interimistischer CEO, gesetzt hat.

Thomas Erath hat 1997 das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien absolviert und ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. 2001 trat der gebürtige Vorarlberger der Zumtobel Group bei, wo er zwölf Jahre verschiedene Führungspositionen bekleidete. Mit Erfahrung als CFO in der Textil- und Automobilbranche trat er im Mai 2018 wieder in den Lichtkonzern ein. Als CFO/Vice President Finance & Controlling verantwortete er seither alle damit verbundenen Themengebiete des Components Segments.

Die Nachfolge des CFO von Tridonic trat am 1. August Alexander Stieger (im Bild rechts) an. Er übernahm damit die Verantwortung für die Finanzen in der Geschäftsführung des Technologieunternehmens. Alexander Stieger verfügt über umfassende internationale Erfahrungen in den Finanzbereichen der Zumtobel Group und Tridonic.

Zuletzt leitete Alexander Stieger das Corporate Controlling bei Tridonic und hatte über mehrere Jahre die Funktion des Finance Directors von Tridonic Jennersdorf inne. Seine Karriere startete er im Investment Banking als Equity Research Analyst. 2010 wechselte er zur Zumtobel Group in den Bereich Investor Relations und Strategie. 2013 begann er bei Tridonic zunächst als Controller und übernahm die Leitung von unternehmensstrategischen Projekten, vor allem im Bereich Mergers & Acquisitions. Alexander Stieger studierte International Business Administration und besitzt einen Abschluss der Leopold-Franzens Universität Innsbruck.

Komplexität in der Produktion beherrschbar machen

Die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine optimieren – die Technische Hochschule Rosenheim hat sich in ihrem Forschungsprojekt „Proto_lab“ mit diesem Thema auseinandergesetzt. Mittlerweile ist das Ganze weit vorangeschritten und es gibt bereits eine „Proto_lab“-App. Sie wird beispielsweise erfolgreich in den Fertigungstechnik-Praktika der Studiengänge Holztechnik und Innenausbau an der TH eingesetzt. So durchlaufen die Studierenden anhand konkreter Produktbeispiele aus dem Möbelbereich einen durchgängigen Wertschöpfungsprozess und erkennen dabei die horizontale Verknüpfung der einzelnen Prozessteilnehmer.

Was genau es bei all dem auf sich hat, das werden Prof. Andreas Heinzmann und Prof. Christian Kortüm von der Technische Hochschule Rosenheim während der 13. „Internationalen Möbeltage Dresden“ am 8. und 9. November 2021 ausführlich erläutern. Und nicht nur das: Es ist geplant, parallel zum Vortrag mit einer Live-Schaltung in das Labor der FH ganz besondere Einblicke zu ermöglichen.

„möbelfertigung“: Starre Verkettung vs. dezentrale Zusammenarbeit von Maschinen: Warum glauben Sie, dass die Zukunft einer Produktion eher bei Fertigungsinseln zu suchen ist?
Prof. Andreas Heinzmann:
Viele Unternehmen wissen nicht, was in drei bis fünf Jahren ihr Produkt sein wird. Wenn wir für die Zukunft flexibel sein wollen und jederzeit durch neue Fertigungswege in der Produktion auf die Anforderungen des Marktes reagieren möchten, bleibt den Unternehmen nicht viel anderes übrig, als in Richtung Zellen und weniger in Richtung starrer Verkettung zu denken. Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen, da eine flexible Zellenfertigung natürlich höhere Teilekosten durch erhöhten Logistikaufwand zur Folge hat.
Prof. Christian Kortüm: Die dezentrale Zusammenarbeit von Maschinen erlaubt es, mehr auf Standardlösungen zurückzugreifen, wodurch die Komplexität in der Produktion in Bezug auf Bedienbarkeit, Wartung und Instandhaltung besser beherrschbar wird.

„möbelfertigung“: Was wird der Schwerpunkt Ihres Vortrages beim Branchenevent „Internationale Möbeltage Dresden“ der „möbelfertigung“ sein?
Prof. Christian Kortüm:
Der Schwerpunkt unseres Vortrags wird es sein, wie man durch roboterbasierte Automatisierung, aber auch durch gezielte Appisierung und Unterstützung der Mitarbeitenden, die Komplexität in der Produktion beherrschbar macht und somit die wertschöpfenden Zeitanteile in der Fertigung erhöht. Hier geht es auch um die Balance zwischen dem Einsatz und der Rolle von Mitarbeitenden und der möglichen Technik und Automatisierungskomponenten.

Unter www.moebeltage.de können Sie mehr über das Programm und die Referenten erfahren und sich für unseren Kongress anmelden. Am 06. September endet die Phase mit einem vergünstigten Frühbucherpreis. Angesprochen sind Möbelproduzenten jeder Sparte, aber genauso Zulieferer und Maschinenhersteller rund um das Thema Möbelproduktion, Möbeldesigner, Produktentwickler und genauso Personaler, die auf der Suche nach den Mitarbeitern von morgen sind. Wir freuen uns sehr darauf, Sie am 08. November im Tagungszentrum der „Dreikönigskirche“ in Dresden begrüßen zu können.

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: Blum, IHD, Kleiberit, Leuco, OE Electrics und Priess + Horstmann. Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses und die begleitende Ausstellung im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@holzmann.de.

Umsatz im Bauhauptgewerbe gestiegen

Positive Entwicklung: Der Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Mai 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,4 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg auch die Zahl der Beschäftigten im gleichen Zeitraum; und zwar um 2,2 Prozent. Allerdings lag der Umsatz im Bauhauptgewerbe in den ersten fünf Monaten 2021 um 3,6 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum, die Zahl der Beschäftigten war hingegen 1,7 Prozent höher.

Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen innerhalb des Bauhauptgewerbes stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat in der Zimmerei mit plus 17,9 Prozent sowie im Gewerk „Sonstige spezialisierte Bautätigkeiten“ (zum Beispiel Betonarbeiten) mit plus 12,5 Prozent erneut am stärksten, während es im „Sonstigen Tiefbau“ (zum Beispiel Wasserbau) mit minus 4,4 Prozent den größten Umsatzrückgang gab.

„Ligna.Innovation Network“ 2021

Viel Zuspruch aus der Branche

Am 27. September startet mit dem „Ligna.Innovation Network“ 2021 ein neues digitales Format für die internationale holzbe- und verarbeitende Industrie. Vor den anhaltenden Herausforderungen durch die weltweite Covid-19-Pandemie trifft das digitale Event aus Expo, Conference und Networking auf positive Resonanz in der Branche. Unternehmen wie Biesse, Bürkle, Dieffenbacher, Fagus-Grecon Greten, Homag, Hymmen Maschinen- und Anlagenbau, Imos, Institut für Holztechnologie, LEUCO, Mafell, Minda, SCM, Siemens, Siempelkamp, Spänex, Steinemann, Stela Laxhuber, Weima, Weinig oder 20-20 haben sich bereits entschieden, ihre Anlagen, Produkte und Innovationen beim „Ligna.Innovation Network“ 2021 zu präsentieren.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: „Die Branche hat in einem ,Ligna‘-Jahr das Bedürfnis, über aktuelle Trends zu diskutieren, Innovationen vorzustellen und mit interessierten Akteuren zu netzwerken“, sagt Christian Pfeiffer, Global Director „Ligna“ & Woodworking Shows, Deutsche Messe, Hannover. „Dort, wo sich Bedingungen verändern, müssen wir gemeinsam neue Antworten finden, um unseren Branchenmarktplatz ,Ligna‘ nachhaltig zu gestalten. Das ,Ligna.Innovation Network‘ ist eine solche neue, gemeinsam gestaltete Antwort.“

Raphaël Prati, Chief Marketing & Communications Officer, Biesse Group, Italien, unterstreicht die Bedeutung des digitalen Formats: „Der ,Ligna‘ ist es gelungen, sich als Referenzmesse für die Holzbearbeitungsindustrie weltweit zu positionieren. Der Grund für diesen Erfolg ist ihre Fähigkeit, sich an die Veränderungen in der Industrie und an die technologische Entwicklung anzupassen. Das ,Ligna.Innovation Network‘ ist ein klares Beispiel dafür und Biesse teilt diesen Ansatz. Die digitale Veranstaltung sowie die gesamte ,Ligna‘-Plattform sind ein Schlüsselfaktor in unseren Go-to-Market-Plänen, weil sie uns eine einzigartige Gelegenheit bieten, mit der globalen Industrie in Kontakt zu treten, um unsere neuen Lösungen zu präsentieren.“

Neben den Bereichen Expo und Networking bietet auch das zweitägige Konferenzprogramm des „Ligna.Innovation Networks“ neue Formate, um sich über Trends zu informieren und Kontakte anzubahnen. So wird live aus dem H´Up in Halle 18 auf dem Messegelände Hannover ein interaktives Kongressprogramm auf zwei Bühnen ausgestrahlt. Diese bilden die bekannten „Ligna“-Veranstaltungen „Wood Industry Summit“ für die Primärindustrie und das „Ligna.Forum“ für die Sekundärindustrie ab.

Das zweitägige Konferenzprogramm orientiert sich inhaltlich an den Fokusthemen der „Ligna“. Beim „Wood Industry Summit“ digital wird der Schwerpunkt auf „Prozesstechnologien der Bioökonomie“ liegen. Er hebt die wirtschaftlichen und technischen Innovationen hervor, die sich durch neue Be- und Verarbeitungsmöglichkeiten von Holz als wichtigste nachwachsende Ressource ergeben. Neben den politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau der nachhaltigen und zirkulären Holzverwendung als Stützpfeiler einer nachhaltigen Bioökonomie werden neue Ideen zur Verwendung des Rohstoffes Holz, die Förderung von Start-up-Unternehmen und Markteinführung neuer Produkte, die Holzverwendung im Bauwesen sowie die Umsetzung der ersten holzbasierten Bioraffinerie in Deutschland beleuchtet. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Digitalisierung der Prozessketten der Forst- und Holzwirtschaft sowie Innovationen im Bereich der Sägewerkstechnik.

Beim „Ligna.Forum digital“ werden die Fokusthemen Transformation in der Holzbearbeitung sowie Vorfertigungsprozesse im Holzbau diskutiert. Auf der Agenda stehen unter anderem Vorträge über Robotik in der Holz- und Möbelindustrie sowie Fertigung eines Mustermöbels unter Anwendung von RFID-Technik. Zudem wird aufgezeigt, wie man mithilfe der Digitalisierung Projektgeschäft, Handelsgeschäft und Lohnarbeit vom Auftragseingang bis zur Planung, Fertigung und Montage mit gleichen Ressourcen durchführt. Ebenso werden Trends und Entwicklungen in der Fußbodenproduktion thematisiert.

Am dritten Veranstaltungstag wird das DIPA-Symposium des DIPA-Verbandes zur Oberflächengestaltung mit Digitaldruck (Digital Printing Association) als hybrides Event live aus dem H´Up gestreamt. Die Konferenz mit deutsch- und englischsprachigen Vorträgen und Podiumsdiskussionen zu aktuellen Trends, Erfahrungsberichten und Präsentationen bietet Antworten zum Thema Oberfläche selbst gestalten. Sie regt zur Vernetzung an zwischen Interessierten und Unternehmen, die Digitaldruck bereits erfolgreich einsetzen oder in Zukunft einsetzen wollen.

Ausstellung zum 30-jährigen Jubiläum

Das Design Center Baden-Württemberg geht auf eine spannende Zeitreise durch die Produktwelt der letzten 30 Jahre. Dabei war die Produktwelt vor drei Jahrzehnten war noch eine andere. Damals stand ein Mobiltelefon mit 60 Speicherplätzen, beleuchteten Tasten und kompakter Bauweise an der technologischen und gestalterischen Spitze. So sah das jedenfalls die Jury des ersten Internationalen Designpreis Baden-Württemberg und verlieh dem „Micro T.A.C.“ von Motorola die damals neue Design-Auszeichnung. Nur fünf Produkte kamen 1991 in die „Hall of Fame“ des Design Centers in Stuttgart.

In diesen 30 Jahren hat sich der Internationale Designpreis Baden-Württemberg zu einer festen Größe in der Wirtschaft etabliert und wird seit langem unter dem kompakten Label „Focus Open“ jährlich ausgelobt. Dieses Jubiläum feiert das Design Center Baden-Württemberg mit einer retrospektiven Ausstellung, für die aus allen Phasen prämierte Original-Produkte zusammengetragen wurden und nun zu sehen sind.

Der Gründungsimpuls für den Internationalen Designpreis Baden-Württemberg kam übrigens 1988 von dem damaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth. Womit er auf einer Wellenlänge mit dem Design Center lag, dessen ureigene Aufgabe schon immer war, Unternehmen von der wettbewerbsrelevanten Wirkung des Designs zu überzeugen. Design hilft, Produkte zu verbessern, am Markt zu differenzieren und fördert so den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg. Beispiele aus dem Ländle sind Kärcher, Festo, Bosch, Hansgrohe, Wiha, Blanco oder Recaro, aber auch zahlreiche KMUs, die das Rückgrat der baden-württembergischen Wirtschaft bilden.

Der von einer unabhängigen, sechsköpfigen Expertenjury bewertete Internationale Designpreis Baden-Württemberg ist nach wie vor ein Schaufenster des aktuellen Designs. Auch in diesem Jahr präsentiert der „Focus Open“ genannte Preis erneut zahlreiche Benchmarks des Designs – ab dem 9. Oktober werden im Museum MIK in Ludwigsburg die aktuell prämierten Produkte zu sehen sein. Darunter neben Möbeln und Leuchten auch Produkte für den professionellen Einsatz, Ausstellungskonzeptionen oder Materialien mit nachhaltigem Anspruch.

Felix Kröncke kommt als Vertriebsdirektor

Hülsta Individual (ehemals Furncon) agiert als Objektausstatter für verschiedenste Segmente. Mit Felix Kröncke bekommt das Team ab 1. September Verstärkung. Er übernimmt die Position des Vertriebsdirektors und soll Projekte und Kooperationen vorantreiben. Felix Kröncke war zuletzt als Director Sales Germany der Haworth GmbH tätig und hat in den vergangenen Jahren die deutsche Vertriebsorganisation von Haworth erfolgreich neu ausgerichtet.
Schon seit vielen Jahren widmen sich Teams der Hüls Unternehmensgruppe der vollumfänglichen, individuellen Ausstattung von Objekten: Zahlreiche Hotels und Apartmentanlagen ebenso wie Kreuzfahrtschiffe oder repräsentative Hospitality-Bereiche sind von Hülsta Individual ausgestattet worden. Auch die Realisierung von Wohnwelten für Privatkunden nach Maß, die weit über die standardisierte Produktepalette für Endkunden hinausgehen, gehören zu den Kompetenzen.

„Als Spezialisten für Objektausstattung kreieren wir mit Hülsta Individual nicht nur passgenaue Möbelelemente, sondern erschaffen weltweit im Full-Service Lebensräume, die begeistern. Besonders für dieses Segment verzeichnen wir derzeit hohen Zulauf und sehen weiteres Wachstumspotenzial. Deshalb freuen wir uns sehr, mit Felix Kröncke nun einen erfahrenen Vertriebsprofi an Bord zu haben, der unsere Netzwerke weiter aus- und aufbaut und mit einem engagierten Team wichtige Impulse für Wachstum setzen wird“, so Dr. Thomas Knecht, geschäftsführender Gesellschafter der Hüls Unternehmensgruppe.

Jährlich 32 Tonnen CO2-Einsparung durch neue Photovoltaik

Nachhaltigkeit und Kohlendioxid-Minimierung sind für die Ninkaplast GmbH (Bad Salzuflen) gelebte unternehmerische Verantwortung. Nachdem 2020 im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens mit der umfangreichen Investition in drei neue, deutlich energieeffizientere Spritzgussanlagen weitere Schritte zu einem signifikant verminderten CO2-Fußabdruck gegangen wurden, folgt nun die Inbetriebnahme von 302 gekoppelten Photovoltaik-Modulen mit einer Gesamtleistung von 99.660 Watt.

Die Flachdach-Anlage auf der an der Bundesstraße 239 gelegenen Industriehalle ist, wie heute üblich, in Ost-West-Richtung ausgerichtet. Jedes der 302 einzelnen PV-Module hat eine Leistung von 330 Watt. Bei durchschnittlicher Sonneneinstrahlung können rund 80.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt werden. Damit werden jährlich etwa 32 t Kohlendioxid eingespart.

Über zwei 40 kW-Wechselrichter fließt der eigenerzeugte Strom in das Unternehmen und substituiert Teile der Fremdeinspeisung. Am Wochenende hingegen, wenn bei Ninka weitgehende Produktions- und damit Verbrauchsruhe herrscht, wird der von der PV-Anlage erzeugte Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Geschäftsführer Klaus Henning Wulf zu dieser 70.000 EUR-Investition: „Wir sind schon ein wenig stolz und sehen uns auf dem richtigen Weg mit Blick auf die langfristig angestrebte Klimaneutralität. Kaum einleuchtend ist allerdings, dass wir – wie andere, nicht-private PV-Stromerzeuger auch – für unsere eigenerzeugte erneuerbare Energie zusätzlich noch EEG-Umlage zu zahlen haben.“

„MEM-Industrial“ 2021

„Tecno Mueble Internacional“ findet als Präsenzmesse statt

Wie ursprünglich geplant wird die „MEM Industrial-Tecno Mueble Internacional“ vom 18. bis 21. August 2021 auf der Expo Guadalajara als Präsenzveranstaltung stattfinden. Das hat das Organisationskomitee der „MEM Industrial-Tecno Mueble Internacional“ (MEM-TMI), bestehend aus Hannover Fairs México und dem Verband der Möbelhersteller von Jalisco (Afamjal), zusammen mit den lokalen Behörden und der Expo Guadalajara bestätigt. Natürlich wird es ein strenges Sicherheits- und Hygieneprotokoll für alle Besucher und Teilnehmer.

Laut Azul Ogazón, Direktorin des „MEM-TMI“, „hat die Regierung des Bundesstaates Jalisco die wirtschaftlichen Aktivitäten auf der Expo Guadalajara unterstützt, unter der Bedingung, dass Veranstaltungen wie die unsere eine Reihe von strengen Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und des Wohlbefindens aller Teilnehmer umsetzen. Im letzten Jahr haben das Organisationskomitee der ,MEM-TMI‘ und die Expo Guadalajara gemeinsam an Gesundheitsmaßnahmen und -protokollen gearbeitet, die den höchsten internationalen Standards entsprechen, sowie an Technologien der neuen Generation, die es uns ermöglichen werden, die Gesundheit unserer Besucher und Aussteller zu schützen. Hannover Fairs México, Afamjal und Expo Guadalajara möchten diese Gelegenheit nutzen, um unser Engagement zu bekräftigen, zur wirtschaftlichen Reaktivierung des Sektors und zur Schaffung von Geschäftsmöglichkeiten für die Holz- und Möbelindustrie vom 18. bis 21. August beizutragen.“

Die Präsidentin von Afamjal, Teresa Calderón Durán, wies darauf hin, dass die Möbelbranche für das Land im Allgemeinen und für Jalisco im Besonderen von großer Bedeutung ist, da sie rund 25.000 Menschen beschäftigt und einen erheblichen Beitrag zur lokalen Wirtschaft leistet. „Daher ist es notwendig, die Möbelproduktionskette durch Maschinen und Produktionsmittel von Weltrang zu ergänzen, ohne dabei die Forstwirtschaft zu vergessen, die ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zur mexikanischen Wirtschaft leistet.“

„Die neuen Zeiten“, fügte Calderón Durán hinzu, „verlangen nach neuen Technologien und der Digitalisierung, um einen Markt zu bedienen, der zunehmend nach innovativen Produkten verlangt, die fast sofort geliefert werden können. Deshalb braucht die Möbelindustrie Zulieferer, die mit dem Fortschritt in der Branche mithalten können.“