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Autor: Möbelfertigung

Gemeinsam innovative PET-Produkte und höchste Liefersicherheit bieten

Diese Nachricht bewegt die Branche – und hat bei einigen Anbietern von Möbel-Folien für Aufregung gesorgt: Schattdecor ist bei Fine Decor ab sofort mit 50 Prozent beteiligt. Doch wie kam es zu dieser Partnerschaft und welche Ziele verfolgen die Unternehmen? Die „möbelfertigung“ sprach mit Roland Auer, Vorstandsvorsitzender von Schattdecor, und Hasan Sekmann, Geschäftsführer von Fine Decor.

möbelfertigung: Herr Auer, Herr Sekmann, warum haben sich Schattdecor und Fine Decor gleich für eine Beteiligung von 50 Prozent entschieden, statt erstmal „nur“ eine Kooperation einzugehen?

Hasan Sekmann: Aus unserer Sicht war das ein logischer Schritt. Natürlich hätten wir unseren Weg auch allein weitergehen können, denn Fine Decor ist gut im Markt positioniert. Doch mit einem starken Partner wie Schattdecor an unserer Seite können wir unsere Ziele deutlich schneller erreichen. So erweitert Schattdecor – seiner Vision konsequent folgend – das Produktportfolio stetig um neue zukunftsfähige Produkte. Gleichzeitig möchte Fine Europa eine schlagkräftige Produktion von nachhaltigen PET-Folien bieten. Hier ergänzen sich die Visionen beider Unternehmen: Dekorkompetenz trifft auf Innovation.

Roland Auer: Hinzu kommt, dass es zwischen den Unternehmen einfach „passt“. Sowohl menschlich mit Herrn Sekmann und seiner Mannschaft als auch hinsichtlich der Produktkompetenzen. Wir beschäftigen uns schon länger mit dem Thema Thermoplast als sinnvolle Ergänzung zu papierbasierenden Substraten. Mit dem Angebot an recyceltem PET erschließen wir einerseits ein neues bedruckbares Substrat, darüber hinaus gehen wir damit auch den konsequenten Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Wenn man sich mit so einer Produktgruppe beziehungsweise einem Werkstoff tiefgehender auseinandersetzt, stellt sich irgendwann die Frage, ob man sich das nötige Know-how selbst aneignet oder sich mit jemandem zusammentut, der die nötigen Kompetenzen bereits besitzt. Mit der Beteiligung haben wir uns für beides entschieden. Ein weiterer und sehr wichtiger Pluspunkt: Fine Decor ist ein absolut gesundes und erfolgreiches Unternehmen ohne Altlasten.

möbelfertigung: Wann haben Sie die Gespräche für die Kooperation begonnen?

Roland Auer: Im April dieses Jahres. Dabei kamen wir sehr schnell und konstruktiv voran. Schnell haben wir gemerkt, dass wir dieselbe Leidenschaft für Produkt und Kunde teilen und voll motiviert an Neuheiten für die Zukunft arbeiten. Zusammen bieten wir die perfekte Symbiose aus nachhaltigem Substrat und langjähriger Designexpertise.

möbelfertigung: Schon jetzt gibt es mit „Fineflex“ ein erstes gemeinsames Produkt. Welche Märkte möchten Sie mit dem, im Bereich der Finished Surfaces erweiterten Portfolios, angehen?

Roland Auer: Ganz klar Zentraleuropa. Hier hat Fine Decor mit seinem gut etablierten Lacklaminat bereits eine sehr starke Position, die wir weiter ausbauen wollen. In nächsten Steps möchten wir die Märkte in Osteuropa, Asien und Nordamerika bedienen.

Hasan Sekmann: Wir bieten der europäischen Möbelindustrie mehrere Vorteile, denn im Gegensatz zu unseren Produkten stammen viele PET-Angebote aus Asien. Mit unserer europäischen Produktion sorgen wir für größtmögliche Liefersicherheit. Ein Aspekt, der gerade in den letzten eineinhalb Jahren sehr in den Fokus vieler Unternehmen gerückt ist. Darüber hinaus ist Fine Decor für die hohe Recycling-Quote seiner Produkte bekannt. So verfügt das hier auf der „Sicam“ ausgestellte Produkt „Fineflex“ über einen Recycling-Anteil von 70 Prozent. Auch dieser Faktor spielt für immer mehr Unternehmen – allein aufgrund der wachsenden Nachfrage der Endverbraucher hinsichtlich nachhaltiger Produkte – eine große Rolle. 

möbelfertigung: Wie sehen im Vergleich zu PET die Zukunft von PVC?

Hasan Sekmann: Vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeits-Debatte verliert PVC immer mehr Marktanteile. Bei Fine Decor spielt das Material quasi keine Rolle mehr. Vielleicht macht PVC aktuell noch zwei bis drei Prozent unseres Portfolios aus. Bald wieder es ganz aus unserem Angebot verschwunden sein.

Roland Auer: Gerade die europäische Küchenmöbelindustrie geht stark in den PET-Bereich und pusht das Wachstum für die Produkte.

möbelfertigung: Soll es künftig eigene PET-Kollektionen mit Dekoren geben? 

Roland Auer: Auf jeden Fall. Wir beschäftigen uns sehr stark mit dem Thema Weiterverarbeitung von PET-Folie und loten aus, mit welchen Farben und Lacksystemen sich die besten Ergebnisse erzielen lassen. Bislang ist das Angebot von Fine Decor mit 98 Prozent absolut von Unis dominiert. Natürlich bleibt der Uni-Anteil in Zukunft ebenfalls hoch, wird aber um eine signifikant steigende Menge an Dekoren ergänzt ­– selbstverständlich in der bewährten Schattdecor-Qualität, die Kunden zukünftig auch als PET erhalten können.

Hasan Sekmann: Fine Decor ist bereits für Produkte hoher Qualität bekannt, die sich hervorragend verarbeiten lassen. Nun wird die exzellente Optik der verschiedenen Lackoberflächen, die wir seit langem bieten, zusätzlich durch die starke Designexpertise von Schattdecor ergänzt.

möbelfertigung: Was bedeutet die Beteiligung an Fine Decor für die Hersteller von tiefziehfähiger Folie, wie Continental oder Renolit, mit denen Schattdecor bislang aktiv ist?
Roland Auer: Wir werden natürlich auch in Zukunft mit diesen Unternehmen partnerschaftlich zusammenarbeiten und sind mit diesen bereits in Gesprächen. Denn nichts liegt uns ferner, als diese guten Geschäftsbeziehungen, aus denen viele hervorragende Produkte hervorgegangen sind und noch hervorgehen sollen, zu gefährden.

Erhält Design Award in Japan

Hettichs Schubkasten-Plattform „AvanTech You“ wurde vom Japan Institute of Design Promotion (JDP) mit dem „Good Design Award 2021” ausgezeichnet. Der traditionsreiche Preis ist das einzige umfassende Bewertungs- und Empfehlungssystem für Produktdesign in Japan. Die Auszeichnungen, die jährlich vergeben werden, gelten auch international als Ausweis für exzellente Qualität in Funktion und Design. Die Jury würdigte in ihrer Bewertung des Systems vor allem die unsichtbare Technik und die vielen Möglichkeiten der Individualisierung.

„Das hohe Ansehen des Good Design Awards auch über Japan hinaus macht die aktuelle Auszeichnung für den ,AvanTech You‘ besonders wertvoll“, erklärt Martin Blickmann, Managing Director von Hettich Japan. „Ich freue mich sehr, dass die Jury erneut die gute Funktion und Leistung eines unserer Produkte gewürdigt hat. Denn mit den Lösungen von Hettich können auch unsere Kunden Qualitätsmöbel bauen, die unser aller Leben durch Design bereichern.“

Für Hettich ist es bereits sechste Auszeichnung beim „Good Design Award“ seit 2014.

Geschäftsführer der brasilianischen Tochter geht in den Ruhestand

Ende dieses Jahres geht Flavio Lufchitz, Geschäftsführer von Schattdecor do Brasil, in den Ruhestand. Ab Januar 2022 wird der brasilianische Standort gemeinsam von Sandra Mohr Ludwig (Vertrieb, Design, Marketing und Kommunikation), Gerson Aldo de Souza (Produktion und Technik) und Carla Mendes (Finanzen, Personal und Administration) geführt.

„Mit Flavio Lufchitz verabschieden wir einen erfahrenen Schattdecor- und Branchenmann in den Ruhestand“, so Roland Auer, Vorstandsvorsitzender der Schattdecor AG. „Er hat zu unserem Erfolg am lateinamerikanischen Markt beigetragen und unsere positive Entwicklung vor Ort erfolgreich begleitet. Stolz blicken wir heute auf zwei hochmoderne, fortschrittliche Standorte, die dank der neuen Geschäftsführung bestens gerüstet in die Zukunft starten. Wir verlieren einen langjährigen Kollegen, aber haben mit Flavio einen treuen Freund gewonnen. Wir wünschen ihm für den Ruhestand nur das Beste.“

Lufchitz verbrachte einen Großteil seiner über 35-jährigen nationalen und internationalen Karriere in der Dekorpapier-Branche. Nach seiner Tätigkeit als Direktor für Produktion und Technik übernahm er 2017 die Gesamtgeschäftsführung von Schattdecor do Brasil. Neben einer Steigerung der Produktionskapazität im Bereich bedruckter Dekorpapiere und dem Erwerb sowie der Integration und Modernisierung des Imprägnierwerks zählt die Umsetzung der Wachstumspläne in Lateinamerika zu seinen größten Erfolgen als Geschäftsführer bei Schattdecor. Er setzte auf eine partizipative Unternehmensführung auf Grundlage der Unternehmensphilosophie und kontinuierlichen Fortschritt ausgerichtet am Kunden. Dank zahlreicher nachhaltiger Investitionen durch Flavio Lufchitz ist der Standort bei der Übernahme durch die neue Geschäftsleitung bestens auf die Zukunft vorbereitet.

Chancen für Büromöbelindustrie unter die Lupe genommen

Die Bürowelt verändert sich schnell und konsequent, wie es noch vor 18 Monaten niemand vorhergesehen hat. Dies geschah gerade mit Beginn der Covid-19-Pandemie, speziell um die Mitarbeiter gesundheitlich nicht zu gefährden.

Grund genug für die Unternehmensberatung Titze, das Thema Büromöbel noch stärker zu differenzieren und in drei thematisch getrennten Marktstudien zu beleuchten.

  • Markt für Bürokorpusmöbel in Deutschland bis 2030
  • Markt für Bürositzmöbel in Deutschland bis 2030
  • Markt für Büroarbeitsplätze in Deutschland bis 2030

Die Studien betrachten im Detail den Status Quo des Marktes und analysieren den wissenschaftlichen Hintergrund der Bürowelt, Marktvolumen, Anbieter- und Handelsstrukturen sowie Sortiment und Trends. Inhaltliche Schwerpunkte setzen die Studien bei der Betrachtung der Absatzchancen in dem deutlich expandierenden Vertriebsweg Onlinehandel und dem Objektgeschäft.

In der Pandemie haben die drei Warengruppen sehr unterschiedlich abgeschnitten. Das Volumen der Inlandsmarktversorgung fiel von 2.482 Mio. Euro in 2020 auf 2.279 Mio. Euro ab. Bürokorpusmöbel stehen mit -7,3% in der Mitte und kommen dem Durchschnitt aller Büromöbel mit -8,9% relativ nahe. Bürositzmöbel schneiden mit -2,4% deutlich am besten ab. Büroarbeitsplätze hingegen sind mit -16,9% der größte Verlierer schlechthin in der Covid-19 Pandemie.

Die Anforderungen der Arbeitswelt verändern sich seit Jahren kontinuierlich. Die Bereitschaft zum ortsungebundenen Arbeiten wird in der Berufswelt zum Standard. Einen besonderen Schub erhielt das Thema Home Office allerdings mit dem Beginn der Covid-19 Pandemie im Frühjahr 2020.

Heute ist das Home Office präsenter denn je. Die ersten Erwartungen der Arbeitgeber waren eher nüchtern, denn die Firmen erwarteten, dass im Home Office weniger gearbeitet wird. Alle nun vorliegenden Informationen und Umfragen präsentieren jedoch durchaus differenzierende Ergebnisse, die sowohl positiv als auch negativ ausfallen.

Ein Punkt ist jedoch klar: Ein Arbeitsalltag ohne Home Office ist kaum noch vorstellbar. Egal ob feste Home Office Tage oder eine flexible Gestaltung der Arbeitstage – um das Stichwort hybrides Arbeiten wird die Gesellschaft im Arbeitsalltag kaum mehr herum kommen.

Bemerkenswert ist die Entwicklung des Volumens der Arbeitsplätze für das Home Office in Deutschland. Waren es in 2018 noch 11,7 Millionen, so wuchs die Anzahl bis Ende 2020 auf immerhin 19,0 Millionen an. Und das Wachstum geht bis 2030 kräftig weiter. Unsere Studien differenzieren dabei detailliert nach Bevölkerungsgruppen, Anwendern und auch nach Arbeitsräumen. Gleichzeitig dokumentieren die Marktstudien damit das enorme Potential, das in den nächsten Jahren vom Home Office ausgeht.

So hat Covid-19 in der Verteilung der Home Office Arbeitsplätze nach Anwendern eine signifikante Veränderung verursacht. Heute sind 58,3% aller Nutzer eines Home Offices Beschäftigte, in 2018 waren das erst 48,3%. Aber immerhin 29,9% entfallen auf Studenten und Schüler und 11,8% auf sonstige Privathaushalte.

Auch das Smart Office ist ein wichtiger Bestandteil für das Home Office. Nicht nur Unternehmen, sondern speziell auch private Nutzer eines Home Office Arbeitsplatzes, legen einen hohen Wert auf eine moderne Ausstattung, die den vielen verwendeten mobilen elektronischen Geräten entgegen kommt. Die Welt des Arbeitens und des Wohnens verschmilzt stilistisch zur Einheit.

Der zweite große Hoffnungsträger der Bürowelt bleibt der Onlinehandel. Kein Vertriebsweg wächst vergleichbar schnell. Die Marktanteile variieren dabei zwischen den drei Produktgruppen Bürokorpusmöbel, Bürositzmöbel und Büroarbeitsplätze zwischen 13,0% und 17,0%. Schon bis 2025 werden zwischen 15,0% und 21,0% erreicht sein. In 2030 sogar schon zwischen 18,5% und 26,0% je nach Produktgruppe.

Die drei Studien zum Büromöbelmarkt sind jeweils circa 350 Seiten stark mit knapp 190 Tabellen und Grafiken und sind im September und Oktober 2021 in der jeweils fünften Auflage erschienen.

Der Preis der einzelnen Studie beträgt jeweils 3.000 Euro plus Mehrwertsteuer.

Zu beziehen über:

Unternehmensberatung Titze GmbH, Auf den Stöcken 16, 41472 Neuss

Fon +49-2182-871200, info@titze-online.de, www.titze-online.de

dlv

Investitionsbereitschaft des Handels steigt

Zum vierten Mal in diesem Jahr haben sich die dLv-Mitgliedsunternehmen zu ihrer aktuellen Lage per Umfrage geäußert. Die durchschnittliche Auslastung in der Produktion lag im Befragungszeitraum August/September bei den Ladenbauern bei 98 Prozent, bei den Zulieferunternehmen bei 91Prozent. Einige Firmen sind sogar über 100 Prozent ausgelastet. In den Planungsabteilungen gibt es noch vereinzelt Kurzarbeit, insgesamt jedoch hat sich zum ganz überwiegenden Teil auch in den Büros die Lage wieder normalisiert.

Massive Probleme bestehen, wie in der Baubranche allgemein, auch im Ladenbau bei den Lieferketten. Fehlende einzelne Komponenten, wie z.B. Chips oder Halbleiter für die Leuchten-Industrie, weiterhin sehr hohe Preise für Rohstoffe oder Frachtcontainer und Lieferengpässe bei Standardmaterialien machen der Branche zu schaffen. Hinzu kommt, dass berichten viele dLv-Unternehmen, ein extremer Mangel an Handwerkern auf den Baustellen. Vorarbeiten werden nicht termingerecht durchgeführt und führen zu einer Kette von Verzögerungen für die nachliefernden Gewerke, so auch den Ladenbau. Vor diesem Hintergrund ist die Planbarkeit und Flexibilität, für die die Ladenbauer stehen, eine große Herausforderung. Kunden müssen sich auf Verzögerungen einstellen, Wünsche nach besonderen Materialien können im schlimmsten Fall über Monate nicht erfüllt werden.

Bei der Frage zur Investitionswilligkeit des Handels berichten insbesondere die Ladenbauer von einer erfreulichen Entwicklung. 32 Prozent der teilnehmenden Firmen bemerken eine große Investitionstätigkeit, 41 Prozent der befragten Unternehmen beobachten nach dem schwierigen vergangenen Jahr eine Normalisierung. Nur noch 27 Prozent klagen über eine eher verhaltene Stimmung im Retail für Ladenbau. Viele Projekte, die im letzten Jahr aufgeschoben wurden, werden nun angestoßen. Bei den Zulieferbetrieben ist die Stimmung gut, 64 Prozent sagen, dass sich die Lage normalisiert hat.

Die meisten Investitionen im Bereich Ladenbau fließen in den Lebensmitteleinzelhandel, gefolgt vom Innenausbau für den privaten Sektor. Weitere bemerkenswerte Investitionsbranchen sind die Gastronomie und Baumärkte. Deutlich verhalten investiert derzeit die Fashion-Branche.

Rund 80 Prozent der dLv-Unternehmen beschäftigen sich bereits mit Nachhaltigkeit im Unternehmen, etwa 12 Prozent starten gerade damit.

„Internationale Möbeltage Dresden“

Die Zukunft der Holzbearbeitung live erleben – Forschung trifft Industrie

Was morgen in der Praxis der Holz- und Möbelbranche wichtig ist, ist in den Forschungseinrichtungen des Landes längst Realität. Ob komplett neue, formaldehydfreie Werkstoffe wie „Superwood“ von Sofia Souidi und dem Fraunhofer WKI oder dem „Particle Grid Board“ der TH Ostwestfalen-Lippe, bahnbrechende kabellose Elektrifizierungslösungen aus dem Institut für Werkstoffe und Holztechnologie der Berner Fachhochschule oder top-moderne Prozessstrategien von der TH Rosenheim: Nur bei den Internationalen Möbeltagen Dresden am 8. und 9. November sind Sie bei der Zukunft der Holzbearbeitung von Anfang an dabei.

Dazu kommen völlig neue Verfahren wie „bioxXprint“, mit dem graduierte Strukturen gedruckt werden oder Predictive Rendering für bessere Ergebnisse im 3D-Druck aus der Berufsakademie Sachsen.

Und wenn Sie Ihre Innovationen schützen wollen, hilft der Key-Note-Vortrag von Dr. Lars Maritzen Ass. Partner bei Kleinert Rechtsanwälte: „Innovationsschutz aus rechtlicher Sicht“. In weiteren Key Notes erklären Thilo Haas, Gründer von Connox, wie sich der Online-Handel verändert hat und Patricia Möckesch, Head of Innovation & Design bei Bene, welche Anforderungen (Büro)-Räume für die Arbeit von heute erfüllen müssen.

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„Domotex“ 2022

Bereitet sich auf den Neustart mit 3G und Hybridkonzept vor

Die „Domotex“ verkündete in einer digitalen Pressekonferenz ihre Pläne für die kommende Veranstaltung, die als führende Messe für Teppiche und Bodenbeläge vom 13. bis 16. Januar 2022 als erste Präsenzveranstaltung der Branche in Hannover in den Re-Start geht und mit zusätzlichen digitalen Angeboten durchgeführt werden soll. Nach zwei Jahren Pandemie will die „Domotex“ unter dem Leitthema „Cover New Grounds“ allen Teilnehmern wieder die gewünschte Plattform zum Netzwerken und zum persönlichem Austausch bieten – wenn auch zunächst deutlich kompakter allein in den drei Hallen 11, 12 und 13. Dort können sich ausstellende Unternehmen und Messegäste aus aller Welt über Produktneuheiten und aktuelle Trends der Branche austauschen. Die 3G-Regelung sowie das Hygiene- und Infektionsschutzkonzept machen dies möglich.

„Business findet zwischen Menschen statt, nicht über Bildschirme. Wir haben sehr viele Aussteller und Partner am Markt, die endlich wieder mit uns gemeinsam durchstarten möchten. Jedoch gibt es auch einige Aussteller, die pandemiebedingt noch immer Herausforderungen und Risiken in einer Teilnahme sehen. Äußere Rahmenbedingungen wie beispielsweise ungeklärte Fragen politischer oder wirtschaftlicher Natur in einigen Teilen der Welt erzeugen eine gewisse Unsicherheit im Markt. Dies führt dazu, dass viele Aussteller sich dazu entschlossen haben, sich erst im Januar 2023 wieder an der ,Domotex‘ zu beteiligen“, erläutert Sonia Wedell-Castellano, Global Director „Domotex“, Deutsche Messe AG (Foto). „Wir haben nun dennoch zuversichtlich und mit Blick nach vorne entschieden: die ,Domotex‘ 2022 findet statt. Mit einer angepassten Hallenbelegung wird sie in einer konzentrierten und kompakten Ausgabe stattfinden. Dieses angepasste Konzept besprechen wir nun in den nächsten Tagen mit den ausstellenden Unternehmen. Denn mehr als die Hälfte der Aussteller stehen hinter der ,Domotex‘. Gemeinsam wollen wir den Re-Start der Veranstaltung im Januar 2022 ermöglichen.“

Die Angebotsschwerpunkte „handgefertigte Teppiche“ sowie „maschinell-hergestellte Webteppiche“ rücken zusammen und werden in den Hallen 11 und 12 platziert. Alle bisher geplanten Sonderformate werden beibehalten und in den Hallen 11, 12 und 13 platziert. Die Aussteller der Hallen 11 und 13 bleiben somit unberührt. Aussteller im Bereich Anwendungs- und Verlegetechnik werden noch näher an ihre Kunden der Halle 13 angebunden.

Das neue Hybridkonzept der „Domotex“ bietet sowohl ausstellenden Unternehmen als auch den Messegästen aus aller Welt zahlreiche digitale Services und Beteiligungsmöglichkeiten. Allen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht live dabei sein können, wird die digitale Teilnahme ermöglicht. So wird das bei der vergangenen Veranstaltung neu eingeführte „Domotex-TV“-Format um ein digitales Konferenzprogramm erweitert: ein durchgehendes und buntes Programm mit Live-Vorträgen, Interviews und Diskussionen. Durch das Programm führt Yasmine Blair, renommierte Moderatorin aus Berlin. Das digitale Konferenzprogramm wird aus der Halle 12 live gestreamt. Ein cooles Ambiente mit mehreren Bühnen sowie eine Networking-Lounge mit gastronomischer Versorgung vor Ort versüßen den Aufenthalt und unterstützen den Austausch.

Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sorgen dafür, dass Messe-Gäste an allen Stationen ihres Besuchs den bestmöglichen Gesundheitsschutz erhalten. Sei es in den Messe-Restaurants, auf den Ausstellerständen oder in ihren Hotels. Zur „Domotex“ haben nur Personen mit Impfnachweis, Nachweis der Genesung von einer SARS-CoV2-Infektion oder mit aktuellem negativem Testnachweis Zugang (3G-Regelung). Für alle anwesenden Personen ist die Angabe persönlicher Daten für eine effiziente Kontaktnachverfolgung verpflichtend. Alle Messeteilnehmer:innen sollen den Mindestabstand von 1,50 m zueinander einhalten können. Um auf dem gesamten Messegelände die notwendigen Abstandsregeln einhalten zu können, bietet der Veranstalter in Eingangsbereichen, Hallen, Tagungs- und Besprechungsräumen großzügige Bewegungsflächen an. In allen Bereichen des Geländes werden Spender mit Desinfektionsmitteln gut sichtbar installiert. Türklinken, Handläufe bei Treppenanlagen und häufig genutzte Oberflächen werden gereinigt und desinfiziert. Dies gilt auch für die sanitären Anlagen. Grundsätzlich müssen alle Personen in geschlossenen Räumen eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung (FFP2 oder OP-Maske) tragen. Es erfolgt eine permanente Durchlüftung von Eingängen, Hallen und Konferenzräumen mittels hochmoderner Belüftungsanlagen. Alle Personen werden über die grundlegenden Hygiene- und Verhaltensregeln auf dem Messegelände informiert (Begrüßung ohne Handschlag, Husten/Niesen in die Armbeuge, regelmäßige Händereinigung, Berühren des Gesichts vermeiden).

Die Deutsche Messe AG steht im ständigen Austausch mit den zuständigen Gesundheitsbehörden. Für medizinische Betreuung auf dem Gelände ist rund um die Uhr gesorgt.

Manfred Stern, der wie kaum einer die Yaskawa Europe verändert hat, ging in den Ruhestand

Manfred Stern kam 2008 mit einer klaren Vision zu Yaskawa: das japanische Technologieunternehmen als erfolgreichen europäischen Player zu etablieren. Dass ihm dies gelang, belegen die Zahlen: Verdopplung des Umsatzes auf heute 600 Mio. Euro, Steigerung der Mitarbeiterzahl um 700 auf über 1.900 (davon mehr als 400 Ingenieure in Entwicklung und Applikation), Gründung von zehn Tochter-Unternehmen auf heute 23 u. a. in Südafrika, Polen und der Türkei sowie die Eröffnung der ersten Roboterfabrik außerhalb Asiens in Slowenien sind nur einige Erfolge, die Manfred Stern in den 13 Jahren bei Yaskawa zusammen mit einem hochmotivierten Team erreicht hat.
Zusätzlich zu seiner Verantwortung für die europäische Yaskawa-Organisation wurde er 2015 in das bis dahin rein japanisch besetzte Board des Yaskawa Electric Konzerns mit Sitz in Kitakyushu, Japan, berufen.
Die Nachfolge wurde in den vergangenen Jahren bereits schrittweise umgesetzt: Bruno Schnekenburger ist seit März 2019 CEO und Präsident von Yaskawa Europe, seit März 2020 Executive Officer der Yaskawa Electric Corporation Japan und seit September 2021 Chairman der Yaskawa Europe Holding.
Die Voraussetzungen für ein weiterhin stabiles nachhaltiges Wachstum der Yaskawa Europe sind damit gegeben: Mit 23 eigenen Landesvertretungen und einem Netzwerk von mehr als 100 Vertriebspartnern und Systemintegratoren ist Yaskawa immer nahe beim Kunden. Die heute acht lokalen Fertigungswerke in Europa sollen in Zukunft weiter ausgebaut werden.
Derzeit entsteht in Eschborn ein neues europäisches Headquartergebäude mit großer Akademie und Innovationszentrum, das Ende 2022 bezogen werden soll. Mit der Grundsteinlegung am 22. September 2021 wurde Manfred Stern offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Führungswechsel bei der Schoeller Textil AG

Beim Schweizer Textil- und Technologieunternehmen Schoeller Textil AG gab es einen Führungswechsel: Mitte Juli trat der Geschäftsführer Siegfried Winkelbeiner seinen wohlverdienten Ruhestand an und übergab nach zehnjähriger Tätigkeit beim innovativen Traditionsbetrieb das Ruder an Joachim Kath. Joachim Kath kommt aus der Chemiebranche und ist seit eineinhalb Jahren bei Schoeller als COO tätig.

„Wir haben all die Jahre das Unternehmen Schoeller mit einem Segelschiff verglichen und mussten viele stürmische Herausforderungen meistern“, fasste der scheidende CEO Siegfried Winkelbeiner (rechts im Bild) seine Schoeller-Ära in einem Satz zusammen. Gemeinsam hat man es als Team geschafft und konnte die Reputation als Innovationsleader stärken.

Durch spannende Kooperationsprojekte mit bestehenden und neuen Kunden eröffneten sich nicht selten bisher unbekannte Geschäftsfelder und Märkte. Selbst die enorme Frankenaufwertung und die aktuelle Pandemie hat Schoeller unter Siegfried Winkelbeiners Leitung erfolgreich überstanden. Oberstes Credo war für ihn immer, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem die Mitarbeitenden und das Management die Möglichkeit haben, ihre Talente und Fähigkeiten für das Wohl der Schoeller Gruppe umzusetzen.

Die Stabübergabe war langfristig geplant. Seit Februar 2020 hat sich Joachim Kath (links im Bild) bei Schoeller als COO in enger Zusammenarbeit mit Siegfried Winkelbeiner auf die Übernahme der Geschäftsleitung vorbereitet. Joachim Kath ist gebürtiger Flensburger (DE) und hat nach seinem Chemieingenieur-Studium in Karlsruhe seinen beruflichen Werdegang in der chemischen Industrie bei Ciba (-Geigy) / BASF in Basel (CH) gestaltet. Die Stationen über 30 Jahre umfassen Engineering, Produktion, Marketing & Verkauf in verschiedenen Managementfunktionen – in einer Vielzahl von Geschäftsfeldern für sehr unterschiedliche Industrien und Anwendungsgebiete; Joachim Kath war global unterwegs. Gute 12 Jahre dieser Tätigkeiten waren auf die Textilveredelung ausgerichtet, mit einer sehr intensiven Reisezeit in Asien und einem dreijährigen Aufenthalt in den USA.

Auf die Frage, wie er sich selber sieht, antwortet er: „Der rote Faden, der sich bei mir durch alle Aufgaben und Tätigkeiten zieht, ist Prozessorientierung, Interesse an neuen Wegen, ein Sinn für das Machbare – mit dem Ziel, Kundennutzen und -zufriedenheit zu erzielen.“

Als große Aufgabe sieht Joachim Kath, dass Schoeller sich auch in Zukunft mit außergewöhnlichen Produkten den sich verändernden Marktanforderungen stellen und sich neu erfinden kann. Innovation in leistungsstarke, nachhaltige Produkte, hohe Qualität, Verlässlichkeit, Produktivität und den Kunden im Zentrum aller Aktivitäten zu sehen – dies sind wesentliche Schlüssel für den fortwährenden Geschäftserfolg von Schoeller.

Die beiden CEOs kennen sich von ihren Tätigkeiten und gemeinsamen, internationalen Projekten bei Ciba-Geigy und BASF. Für Joachim Kath ist es ein Privileg, die Erfolgsgeschichte von Schoeller weiterschreiben zu dürfen und dabei auf die facettenreichen Initiativen und außerordentlich engen Kundenbeziehungen von Siegfried Winkelbeiner in so vielen Marktsegmenten, Geografien und Projekten aufbauen zu können. Diesen Zielen gerecht zu werden ist Anspruch und Herausforderung zugleich.