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Autor: Möbelfertigung

Branchentag 2021 erneut klimafreundlich durch Unterstützung von Aufforstungsprojekt

Die Folgen des Klimawandels sind immer deutlicher zu spüren. Vor allem der Wald, als Klimaschützer Nummer 1, ist in seiner Existenz durch Dürre, Hitze, Waldbrände, Stürme und Schadorganismen immer mehr bedroht.
Um ihren ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten, entschließen sich mehr und mehr Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen dazu, selbst einen Beitrag zum Kli-maschutz zu leisten. Auch der Branchentag Holz wird in diesem Jahr erneut klimafreundlich durchgeführt. „Der GD Holz, als Veranstalter des Branchentags, arbeitet schon seit einiger Zeit vertrauensvoll mit Fairventures Worldwide zusammen und wird auch in diesem Jahr die verursachten CO2-Emissionen durch Unterstützung von Aufforstungsprojekten kompensie-ren“, so Geschäftsführer von GD Holz Thomas Goebel.
Beim Projekt „100 Million Trees for Borneo“ dreht sich alles um Wiederaufforstung. Seit 2014 pflanzt die Organisation Fairventures Worldwide gemeinsam mit Kleinbauern auf Borneo in Indonesien schnellwachsende Baumarten. Borneo war bis vor 50 Jahren fast komplett bewaldet, und hat dann innerhalb weniger Jahre die Hälfte des Waldes verloren. Die Entwaldungstreiber dort waren hauptsächlich nicht-nachhaltige Waldbewirtschaftung, der verstärkte Anbau von Palmöl und Bevölkerungsdruck. Ein großer Teil dieser Entwicklung trug sich vor der Demokratisierung Indonesiens zu, daher hatte die einheimische Bevölkerung in Borneo kein Mitspracherecht bei Zerstörung ihres Waldes. Diesen Bauern zu helfen, ihre de-gradierten Flächen wieder aufzuforsten, ihnen so ein nachhaltiges Einkommen zu ermöglichen und zugleich eine nachhaltige Holzquelle für die verarbeitende Industrie zu schaffen, das sind die Ziele des Projektes. So wird auch Druck von den verbleibenden Wäldern genommen und Kohlenstoff eingelagert. Fairventures Worldwide arbeitet in diesem Projekt mit lokalen Ge-meinden, der indonesischen Regierung und holzverarbeitenden Unternehmen zusammen, um Aufforstung zu ermöglichen und eine nachhaltige Wertschöpfungskette aufzubauen.
Mit der Unterstützung des GD Holz werden in Borneo ca. 2 Hektar bislang stark degradierte Fläche wieder aufgeforstet. Durch das Wachstum der Bäume und die Durchwurzelung des Bo-dens wird CO2 eingespeichert. Die wieder aufgeforstete Fläche lagert die CO2-Menge ein, die durch den Branchentag verursacht wird. Somit werden die Emissionen der Veranstaltung kom-pensiert und der Branchentag ist klimafreundlich.
Weitere Informationen zum 16. Branchentag Holz sowie Tickets für die Veranstaltung sind er-hältlich unter www.branchentag.de

Zweistellige Zuwächse im ersten Halbjahr 2021

Die Konjunktur in Österreich nimmt wieder an Fahrt auf. Das spüren auch die Möbelhersteller. Trotz Corona und den Schwierigkeiten auf den Rohstoff- und Beschaffungsmärkten hat die Branche deutlich angezogen. „Mit einem Zuwachs von 18,8 Prozent im ersten Halbjahr 2021 liegen wir sogar über dem Vorkrisen-Zeitraum (2019) und können zuversichtlich in die Zukunft blicken“, erklärt Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie. Für die ersten beiden Quartale dieses Jahres bilanzierten die Möbelhersteller Produktionswerte von 1.172,4 Mio. Euro. Am stärksten nachgefragt waren Teile für Möbel, ohne Sitzmöbel (+26,5 Prozent) mit 208,3 Mio. Euro sowie Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbel, aus Holz (Wohnmöbel) (+16,9 Prozent) mit 181,5 Mio. Euro. Stark zulegen konnten aber auch die Küchenmöbel mit einem Plus von 30,9 Prozent auf 159,6 Mio. Euro. Positiv entwickelten sich außerdem die Ergebnisse für Büromöbel (+11,2 Prozent) mit 134,2 Mio. Euro. Weitere Steigerungen verbuchten Sitzmöbel und Teile dafür (+21,4 Prozent), Ladenmöbeln (+0,3 Prozent), Matratzen (+9,1 Prozent) und Badezimmermöbel aus Holz (+24,7 Prozent). „Die überwiegend mittelständisch geprägten Betriebe haben in den letzten zwei Jahren eine hohe Flexibilität an den Tag gelegt. So gelang es den heimischen Herstellern während des Lockdowns im Handel digitale Lösungen anzubieten und zeitnah Krisen-Strategien umzusetzen“, so Emprechtinger. „Vorteile, die sich jetzt in der Bilanz positiv auswirken.“

ARGE-Mitgliederversammlung mit 125 Delegierten

Vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie fand die ARGE-Konferenz am 30. September und 1. Oktober als Online-Veranstaltung statt. Die Online-Konferenz wurde in diesem Jahr maßgeblich durch das deutsche ARGE-Mitglied, dem Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB), organisiert. Die Veranstaltung war gut besucht, insgesamt haben 125 Delegierte teilgenommen. Alle nationalen Verbände waren mit mindestens einem Delegierten vertreten.

Zu Beginn begrüßte der ARGE-Vorsitzende Denis Schnœbelen, Präsident und CEO von Mantion S.A.S., die zahlreichen Teilnehmer. Schnœbelen vertritt das französische Mitglied L’Union Nationale des Industries de la Quincaillerie (UNIQ) in der ARGE. Anschließend hielt Christophe Sykes, Generaldirektor von Construction Products Europe (CPE), einen Vortrag über den Green Deal der EU und das digitale Jahrzehnt mit den Auswirkungen auf das Baugewerbe. Ein weiteres Thema war der BREXIT und die Herausforderungen bei der CE- und UKCA-Kennzeichnung. Im folgenden Programm hielt Jane Anderson, Direktorin bei ConstructionLCA Ltd, einen Vortrag über die wachsende Nachfrage nach Umweltproduktdeklarationen (EPD) in Europa.

Neben der Jahreshauptversammlung der ARGE folgten Berichte über die Aktivitäten in 2020 und 2021. Trotz der Covid-19-Pandemie konnte die ARGE in den meisten Arbeitsbereichen wieder gute Fortschritte machen.

BIM (Building Information Modeling) ist ein wichtiges Thema für die ARGE. Um BIM für die Schloss- und Beschlaghersteller mitzugestalten wurde die Arbeit an Produktdatenvorlagen in der Working Group BIM unter der Leitung von Dr. Kai Oberste-Ufer (dormakaba) vorangetrieben. Das Ziel ist es eine EN-Norm zu erstellen.

Die ARGE möchte einen Standard für Smart Door Locking (SDL)-Geräte entwickeln. Als Mitglied im Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) begleitet die ARGE Die Arbeit an der technischen Spezifikation für die Sicherheit von SDL-Geräten. Die neue technischen Spezifikation wurde inzwischen entworfen und steht kurz vor der endgültigen Fassung.

Das Schwermetall Blei ist in Legierungen enthalten, die für Komponenten verschiedener Baubeschläge verwendet werden. Über die REACH-Verordnung, die RoHS-Richtlinie und die Abfallrahmenrichtlinie möchte die europäische Gesetzgebung die Verwendung von Blei reduzieren. Die ARGE unterstützt die Hersteller bei der Einhaltung bestimmter gesetzlicher Anforderungen und ist bei diesem Thema aktiv. Zuletzt hat sie einen Antrag auf Verlängerung der RoHS-Ausnahme eingereicht.

Die 14 ARGE-Umweltproduktdeklarationen für Schlösser und Beschläge werden neu aufgelegt. Zudem wird eine neue EPD für Zugangskontrollhardware erstellt. Die neuen EPDs haben dann eine Gültigkeit von weiteren fünf Jahren.

Die nächste ARGE-Jahreskonferenz findet am 8.-9. September 2022 statt. Ausrichter der Konferenz wird der schwedische Verband der Beschlagindustrie SEM Group sein. Nachdem die geplante Konferenz in Stockholm bereits zweimal verschoben werden musste, soll sie nun im kommenden Jahr nachgeholt werden.

Möbelstoffe im Plus, Umsatzverluste für Matratzenhersteller

Das erste Halbjahr 2021 der deutsche Matratzen- und Textilindustrie waren von den Herausforderungen der Coronapandemie und einer stockenden Rohstoffversorgung plus Preissteigerungen geprägt. Seit Ende 2020 stiegen insbesondere die Preise für PU-Schaum, Garne, Stoffe, Federkerne, Aluprofile oder Verpackungsmaterialien aus Papier und Pappe sowie Kunststoff kontinuierlich an, bis hin zu Preissprüngen im deutlich zweistelligen Prozentbereich im zweiten Quartal, die zu bisherigen Steigerungen noch dazu kamen. Transporte für Vorprodukte aus Übersee haben sich sogar um ein Vielfaches gegenüber dem Vorjahr erhöht. Als Folge waren die Preiskalkulationen der Industrien nicht mehr zu halten, was zu höheren Preisen sowie Lieferengpässe führte. Als weitere Herausforderungen hatten die Unternehmen mit steigenden Energiepreisen sowie Innovationen im internationalen Wettbewerb zu kämpfen, wo nicht alle Hersteller die gleichen Produkt- und Umweltanforderungen einzuhalten haben, wie sie in Deutschland und im europäischen Ausland gegeben sind.

Einer schwierigen Entwicklung standen die Matratzenhersteller gegenüber. Im ersten Halbjahr 2021 hatten sie laut dem Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz einen Umsatzrückgang von Minus 11,3 Prozent und einen Absatzverlust von Minus 6,4 Prozent zu beklagen. Einziger Gewinner bei den Technologien waren Sonstige, zu denen vor allem Wasserbetten und Kindermatratzen gehören. Sie konnten bei Umsatz und Absatz um jeweils rund 30 Prozent zulegen. Die sonst so gefragten Technologien wie Schaum und Federkerne mussten teilweise herbe Verluste hinnehmen. Schaum lag beim Umsatz um Minus 9 Prozent und beim Absatz um Minus 5 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Federkern waren mit Minus 32 Prozent beim Umsatz und Minus 40 Prozent beim Absatz größter Verlierer.

Bei den Warengruppen standen Topper mit Plus 16 Prozent beim Umsatz und Plus 12 Prozent beim Absatz auf der Gewinnerseite. Unterfederungen/Lattenroste blieben mit Minus 15 Prozent beim Umsatz und Minus 22 Prozent beim Absatz hinter dem Vorjahr zurück.

Bei den Heimtextilien waren Möbelstoffe am stärksten nachgefragt, nachdem sie im letzten Geschäftsjahr erstmalig von den Dekostoffen überholt worden waren. Motor für die gute Entwicklung war das Exportgeschäft, das überdurchschnittlich stark angezogen ist. So konnten die Möbelstoffe um 21 Prozent beim Umsatz und 29 Prozent beim Absatz zulegen. Dekostoffe erzielten einen Zugewinn von 5 Prozent beim Umsatz und 3 Prozent beim Absatz. Vor dem Hintergrund des sechsmonatigen Lockdowns, der gerade für den stationären Handel schwieriger war als die kürzeren Lockdowns von 2020, bewertet die Branche dies als positives Ergebnis.

Weiterhin nur selten nachgefragt wurden textile Bodenbeläge. Da sie vorrangig im Hotelgewerbe, Automotive-/Flugzeugbereich sowie im Büro-/Ladenbau eingesetzt werden, die alle vom Lockdown betroffen waren, war die Produktsparte stark gebeutelt und blieb mit Minus 13 Prozent beim Umsatz und Minus 27 Prozent beim Absatz hinter dem Vorjahr zurück. Da zum Ende des 1. Halbjahres die Produktsparte wieder verstärkt nachgefragt wurde, schauen die Hersteller aber positiv in das 2. Halbjahr.

Beim maßkonfektionierten Sicht- und Sonnenschutz wurde eine Umsatzsteigerung von 12 Prozent und ein Absatzplus von 9 Prozent erzielt, das sonst übliche Sommerloch ist in diesem wie auch im Vorjahr ausgeblieben. Saisonbedingt war der Insektenschutz beim Umsatz mit einem Zugewinn von 35 Prozent und einem Absatzplus von 28 Prozent die stärkste Produktgruppe. Plissees konnten bei Umsatz und Absatz jeweils um rund 7 Prozent zulegen, die deutlich teureren Wabenplissee sogar jeweils um rund 20 Prozent. Rollos und Jalousien zählten zu den schwächsten Produktgruppen. Dabei haben Doppelrollos ein Umsatzminus von 2 Prozent und einen Absatzrückgang von Minus 4 Prozent zu beklagen.

Insgesamt zeigte sich die Branche mit den Halbjahresergebnissen zufrieden und blickt positiv in die Zukunft. 

Hörmann Gruppe

Großes Klimaschutzengagement

Hörmann ist sich seiner Verantwortung für die nachfolgenden Generationen bewusst. Deswegen leistet das Unternehmen in vielen Bereichen einen Beitrag zum Klimaschutz. Dazu zählt, überall dort wo möglich, Emissionen zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Seit diesem Jahr werden erstmalig klimaneutrale Tore und Türen angeboten.

„Wir denken grün.“ Unter diesem Motto führt Hörmann bereits seit mehr als zehn Jahren Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen durch. In 2019 hat das Familienunternehmen damit begonnen, das bis dato dezentral an allen Hörmann Standorten umgesetzte Engagement neu aufzustellen und zu zentralisieren. Der Fokus liegt dabei weiterhin auf der Reduktion von Emissionen. Neu hinzugekommen sind Kompensationsprojekte.

Hörmann verfolgt eine Klimaschutzstrategie, der die drei Säulen Berechnung, Reduktion und Kompensation klimaschädlicher Emissionen zugrunde liegen. Zur Berechnung des CO2- bzw. CO2e-Fußabdrucks des Unternehmens werden jährlich die Emissionen aller deutschen sowie mehrerer europäischer Standorte inklusive der dort gefertigten Produkte betrachtet. Daraus ergibt sich der sogenannte Corporate Carbon Footprint.

Dieser ermittelte CO2-Fußabdruck ist die Basis für das Klimaschutzengagement, da daraus hervorgeht, welche Emissionsquellen vorhanden sind und wo Einsparpotenziale liegen. Die gesamte Berechnung basiert auf den internationalen Standards des „Greenhouse Gas Protocols“ und berücksichtigt die sogenannten Scopes 1-3. Diese umfassen die direkten und indirekten Emissionsquellen rund um das Unternehmen, sodass eine ganzheitliche Betrachtung durchgeführt und auch die gesamte vor- und nachgelagerte Lieferkette beachtet wird.

Das Familienunternehmen sieht den nachhaltigsten Weg darin, Emissionen stetig zu verringern. Deswegen werden im Großen und im Kleinen überall dort CO2-Emissionen reduziert, wo es möglich ist. Verbleibende Emissionen, die heute noch nicht vermieden werden können, kompensiert Hörmann durch die Förderung von Klimaschutzprojekten.

Seit 2017 decken alle deutschen Hörmann Standorte, ob Vertriebsniederlassungen oder Produktionswerke sowie alle in Deutschland ansässigen Tochterunternehmen der Hörmann Gruppe, ihren gesamten Strombedarf zu 100 Prozent mit Ökostrom des Anbieters Naturstrom. Dadurch erreicht das Unternehmen bereits seit mehreren Jahren das Null-Tonnen-CO2-Ziel beim Bezug der Energie durch externe Energieversorger. Weitere Einsparpotenziale nutzt Hörmann durch den Einsatz moderner Blockheizkraftwerke sowie intelligenter Energiemanagement-Systeme, aber auch durch die Verwendung weniger und besser recyclefähiger Verpackungsmaterialien. Beim Transport vieler Produkte nutzt Hörmann das Verpackungsmaterial mehrfach, da es gezielt zurückgeholt wird.

Durch die Förderung von Klimaschutzprojekten in Zusammenarbeit mit ClimatePartner kompensiert Hörmann jährlich über 100.000 Tonnen CO2. In diesem Jahr können dadurch erstmalig im Rahmen einer Verkaufsförderungsaktion klimaneutrale Tore und Türen angeboten werden. Sämtliche Emissionen, die bei der Produktion sowie in der vor- und nachgelagerten Lieferkette entstehen, werden durch drei ausgewählte Projekte kompensiert. Diese stehen alle in einer Verbindung zum Unternehmen: Zum einen werden zwei Windenergieprojekte in Indien unterstützt, wo ein Hörmann Werk ansässig ist. Zum anderen wird ein Aufforstungsprojekt in Uruguay gefördert, da auch drei Unternehmen der Hörmann Gruppe Türen aus dem Rohstoff Holz herstellen.

Ausführlichere Informationen zur Hörmann Klimaschutzstrategie sind unter www.hoermann.de/umwelt zu finden.

Villeroy & Boch

Auch im dritten Quartal erfolgreich

Der Villeroy & Boch-Konzern konnte seinen Umsatz (inklusive Lizenzerlösen) nach einem starken ersten Halbjahr und der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung im dritten Quartal um 24,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 684,5 Mio. Euro steigern. Damit liegt der Konzern deutlich über dem durch die Corona-Pandemie beeinträchtigten Vorjahr und hat sogar ein Umsatzniveau erreicht, das erheblich über dem Vorkrisen-Niveau liegt.

Der Konzern schloss die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2021 mit einem operativen Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von 61,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,3 Mio. Euro) abschließen und somit einen deutlichen Ergebnisanstieg erzielen. Das Ergebnis des Vorjahres war allerdings durch den mit der Corona-Krise in Zusammenhang stehenden Nachfrageeinbruch und die nachfolgenden Werksstillstände und -drosselungen belastet.

 

Der Unternehmensbereich Bad und Wellness erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 einen Umsatz in Höhe von 477,8 Mio. Euro (Vorjahr: 383,8 Mio. Euro) und lag damit um 24,5 Prozent über dem Vorjahr. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahr vor allem im zweiten Quartal 2020 durch die Auswirkungen der Corona-Krise beeinträchtigt war. Erfreulicherweise konnte in allen Geschäftsfeldern ein Umsatzwachstum erzielt werden. Der Umsatzanstieg in Höhe von insgesamt 94,0 Mio. Euro zeigte sich dabei hauptsächlich im Geschäftsfeld Sanitärkeramik (+56,2 Mio. Euro), wo stark vom Trend der Renovierung des häuslichen Umfelds profitiert werden konnte. Aber auch in den Geschäftsfeldern Wellness (+15,2 Mio. Euro) und Armaturen (+12,6 Mio. €) konnten beachtliche Umsatzzuwächse erreicht werden. Der Unternehmensbereich Bad und Wellness schloss in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 vor allem aufgrund der äußerst positiven Umsatzentwicklung mit einem operativen Gewinn (EBIT) von 50,2 Mio. Euro (Vorjahr: 19,3 Mio. Euro) ab.

Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 einen Umsatz in Höhe von 204,7 Mio. Euro und lag um 25,6 Prozent bzw. 41,7 Mio. Euro über dem Vorjahr (163,0 Mio. Euro). Der Vorjahresumsatz war aufgrund der behördlich angeordneten weltweiten Schließungen der Verkaufsstellen und den durch die Corona-Krise verursachten globalen Nachfrageeinbruch erheblich beeinträchtigt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 konnte in fast allen Vertriebskanälen ein Umsatzwachstum erzielt werden. Dies zeigt sich vor allem in den E-Commerce-Umsätzen (+22,0 Mio. Euro) sowie dem Umsatz mit stationären Handelspartnern (+18,8 Mio. Euro). Zudem konnten die Umsatzrückgänge (-0,9 Mio. Euro) in eigenen Einzelhandelsgeschäften, die von dem erneuten Lockdown im ersten und zweiten Quartal 2021 betroffen waren, fast annähernd aufgeholt werden. Der Unternehmensbereich Dining & Lifestyle schloss mit einem operativen Ergebnis (EBIT) von 11,6 Mio. Euro ab und lag infolge der erheblichen Umsatzsteigerung um 20,6 Mio. Euro über dem Vorjahr, das unter anderem auch durch Stillstandskosten in den Werken in Merzig und Torgau belastet war.

In den ersten neun Monaten wurden Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 15,4 Mio. Euro getätigt (Vorjahr: 10,7 Mio. Euro). Davon entfielen 10,7 Mio. Euro auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness sowie 4,7 Mio. Euro auf den Unternehmensbereich Dining & Lifestyle. Im Unternehmensbereich Bad und Wellness wurden insbesondere neue Anlagen für das Keramikwerk in Ungarn und das Möbelwerk in Österreich sowie Werkzeuge für die ViClean-Produktion erworben. Im Unternehmensbereich Dining & Lifestyle wurde im Wesentlichen in den Erhalt und die Modernisierung des Logistikzentrums in Merzig, in Neuanschaffungen von isostatischen Pressen und Presswerkzeugen sowie in die energetische Optimierung eines Ofens investiert.

Der Vorstand der Villeroy & Boch AG hat nach dem starken ersten Halbjahr und der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2021 die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2021 nochmals angehoben. Wie mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 29. September 2021 bereits veröffentlicht, erwartet der Vorstand nun eine Steigerung des Konzernumsatzes auf über 920 Mio. Euro sowie ein operatives Konzernergebnis von über 85 Mio. Euro. Die operative Nettovermögensrendite wird aufgrund der angepassten Ziele in einem Korridor zwischen 25 Prozent und 30 Prozent erwartet.

„Die auch im dritten Quartal anhaltend gute Geschäftsentwicklung spiegelt unsere aktuelle Marktpräsenz wider“, erklärt Frank Göring, Vorstandsvorsitzender des Villeroy & Boch-Konzerns.

Nach wie vor bestehen Unsicherheiten bezüglich des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie. Mögliche Abschwächungen der aktuell sehr guten Entwicklung des Villeroy & Boch-Konzerns im vierten Quartal 2021 könnten sich aus dem weiteren Konjunkturverlauf im Baugewerbe und durch das zukünftige Konsumverhalten der privaten Haushalte ergeben, was derzeit jedoch eher unwahrscheinlich erscheint.

Colorgate

Daniel Hummel wird CTO

Colorgate, einer der führenden Anbieter leistungsfähiger Soft- und Hardwareprodukte für farbkritische Digitaldruck-Anwendungen, verstärkt seine Führungsriege: Seit dem 1. Oktober 2021 ist Daniel Hummel als Chief Technology Officer (CTO) an Bord.

Als CTO trägt er künftig die Verantwortung für die Forschung und Entwicklung sowie die technologische Vision des Unternehmens. Hummel hält einen Master of Science in Informatik der Technischen Universität Braunschweig und verfügt über zahlreiche Zusatzqualifikationen, insbesondere als Scrum Master. Als Consultant in einer Hannoveraner IT-Beratung entwickelte er nach seinem Abschluss zunächst komplexe IT-Systeme im Kundenauftrag. Später leitete er für einen kalifornischen Softwareanbieter die Entwicklungsabteilung am Standort Neuseeland. Zuletzt war Daniel Hummel für die Comsysto Reply GmbH, einen auf neue Kommunikationskanäle und digitale Medien spezialisierten IT-Dienstleister, in leitenden Entwicklungspositionen tätig. Die Schwerpunkte seiner bisherigen Tätigkeit lagen in agilen Methoden, Web-Softwareentwicklung sowie der Entwicklung von Cloud-Lösungen.

„Der industrielle Digitaldruck ist für mich ein neues Themenfeld, und ich hoffe, dass ich mit einer frischen Sicht Impulse setzen kann – nicht nur für Colorgate, sondern auch für die RIP- und Farbmanagement-Technologie insgesamt“, erläutert Daniel Hummel. „Ich habe das Colorgate-Team als schlanke, bewegliche Organisation kennengelernt, die in den letzten 25 Jahren zahlreiche neue und viel beachtete Technologien in den Markt eingeführt hat. Hierauf möchte ich aufbauen, um die Position des Unternehmens als innovativer Anbieter von hochwertigen, performanten und kundenfreundlichen Lösungen weiter zu stärken.“

„Mit Daniel Hummel als CTO komplettieren wir unser Führungsteam“, freut sich Thomas Kirschner, CEO von Colorgate, über den Neuzugang. „Als Organisation verfügt Colorgatenun über alle Qualitäten, um nachhaltig zu wachsen und unseren Kunden führende Lösungen für das gesamte Ökosystem des digitalen Drucks anzubieten – angefangen beim eCommerce über die Workflowintegration und Auftragsabwicklung bis hin zur Produktion.“

Eröffnet Trainingscenter

Gemeinsam mit bekannten Schweißexperten aus verschiedenen Social-Media-Kanälen hat Kemper sein neues Training Center am Unternehmenssitz in Vreden eröffnet. Im modernen Industriedesign eingerichtet, bietet der Ort neben Welding Space, Training Room und Showroom eine gemütliche Lounge zum Netzwerken. Auf einer Fläche von mehr als 400 Quadratmetern vereint das Unternehmen zudem echtes Schweißerlebnis mit effektivem Arbeitsschutz. Auch für Schulungen der Kemper-Partner bietet das Training Center zahlreiche Vorteile.

„Arbeitsschutz beim Schweißen wird in Zukunft noch viel wichtiger. Kemper lebt den Gedanken, sicher mit Absaugtechnik zu schweißen, in seinem neuen Training Center konsequent vor“, sagt Christian Cordes (Instagram-Kanal: @deichwerktstatt). „Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall“, sagt Daniel Ossig, der ebenfalls an der Eröffnung teilnahm und beispielsweise über seinen Instagram-Kanal @daniel_ossing täglich mehr als 20.000 Menschen mit schweißtechnikrelevanten Themen versorgt. „Relevante Informationen rund um effektiven Arbeitsschutz beim Schweißen aus erster Hand, State-of-the-art-Absaugtechnik und reale Schweißprozesse in entspannter Atmosphäre machen für mich das Training Center zu einer einzigartigen Anlaufstelle. Man fühlt sich auch als Schweißer sehr wohl.“

Mit dem neuen Training Center will Kemper sein Schulungsangebot weiter intensivieren. Besucher sollen nicht nur theoretisch geschult, sondern der Nutzen soll unmittelbar sichtbar werden. „Sichere Arbeitsumgebungen und gute Luftreinhaltung sind ein Garant für zufriedene Mitarbeiter und somit die Zukunftsfähigkeit vieler Metallbetriebe. Mit unserem neuen Angebot bedienen wir das wachsende Bedürfnis nach sauberer Atemluft am Arbeitsplatz“, betont Björn Kemper, Vorsitzender der Geschäftsführung des Unternehmens. „Unsere Partner sind herzlich eingeladen, bei und mit uns effektiven Arbeitsschutz neu zu entdecken und weiterzuentwickeln.“

„Ifoy“ Award“

Neue Juroren für 2022 berufen

Die „Ifoy“ Organisation gibt die Berufung von drei neuen Juroren bekannt. Neu in die Jury gewählt wurden Peter MacLeod, Nachrichtenredakteur bei „Logistics Business“ in Großbritannien, Rosa Maria Cherubini, leitende Redakteurin bei „Il Giornale della Logistica“ in Italien, und Klaus Koch, Chefredakteur beim Onlinemagazin „LogisticsInnovation.org“ in der Schweiz.

Klaus Koch, der bereits in seiner vorherigen Funktion als Chefredakteur des Schweizer Magazins „Logistik & Fördertechnik“ Teil der „Ifoy“ Jury war, wurde in seiner neuen beruflichen Stellung wieder in das Gremium gewählt. Er wird unterstützt von Christian Doepgen als Stellvertreter, Chefredakteur und Verlagsleiter des International Transport Journal (ITJ) mit Sitz in Basel. Beide wollen künftig die „Ifoy“ Juryentscheidungen gemeinsam treffen und werden dabei vom Flurförderzeug- und Sicherheitsexperten Martin Schmid beraten. Schmid ist Inhaber und Geschäftsführer von LogisticsInnovation.org.

Peter MacLeod war ebenfalls bereits vor einigen Jahren als Chefredakteur von „SHD Logistics“ in Großbritannien Teil der „Ifoy“ Jury und kehrt nun in seiner Funktion als verantwortlicher News Editor für den Onlinebereich von „Logistics Business“ in das Gremium zurück.

Die ebenfalls neu in die Jury gewählte Rosa Maria Cherubini aus Italien tritt die Nachfolge von Maurizio Peruzzi an, der in den Ruhestand geht. Als seine Stellvertreterin war Cherubini bereits in der Vergangenheit in der „Ifoy“ Jury aktiv. Rosa Maria Cherubini ist beim Magazin „Il Giornale della Logistica“ fachlich verantwortlich für den Bereich Intralogistik.

Damit sind insgesamt 26 Vertreter international führender Logistikpublikationen aus 20 Nationen in der „Ifoy“ Jury vertreten. Sie dürfen die weltbesten Neuerscheinungen unter den Intralogistikprodukten und -lösungen Anfang 2022 wieder testen und beurteilen.

Derzeit läuft die Bewerbungsphase für den „Ifoy Award“ 2022. Anbieter von Produkten und Lösungen können sich noch bis zum 30. Oktober 2021 mit ihren Neuerscheinungen und Lagerprojekten in insgesamt 13 Kategorien bewerben. Auch Start-ups haben die Chance, eine Trophäe zu gewinnen.

Der „Ifoy Award“ gilt aufgrund seiner Expertise als maßgeblicher Innovationspreis der Intralogistik. Der Wahl geht ein umfangreiches Audit mit Nominierungs- und Testzyklen voraus. Die für das Finale nominierten Geräte und Lösungen durchlaufen anlässlich der „Ifoy Test Days“ vom 18. bis zum 23. März 2022 auf dem Gelände der Messe Dortmund individuell abgestimmte Fahr- oder Funktionstests, darunter das rund 80 Kriterien umfassende „Ifoy“ Testprotokoll sowie den wissenschaftlichen „Ifoy“ Innovation Check. Außerdem reisen Juroren und deren Berater-Teams aus der Wirtschaft an, um die Finalisten selbst zu begutachten, bevor sie ihr Votum abgeben. Im Rahmen der „Ifoy Test Days“ findet auch 2022 wieder das Test Camp Intralogistics statt, in dessen Rahmen innovationsinteressierte B2B-Fachbesucher zugelassen sind. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Bewerbungen für den „Ifoy Award“ sind ausschließlich via Internet unter www.ifoy.org möglich. Die Teilnahmebedingungen können bei der IFOY Geschäftsstelle (www.ifoy.org) angefordert werden.