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Starke Umsatzeinbußen im Ladenbau

Der Einzelhandel ist, wenn nicht sytemrelevant, noch im Lockdown. Das trifft auch viele Unternehmen im Ladenbau. Fehlende Planbarkeit, teure Rohstoffe und Lieferengpässe prägen derzeit den Alltag dieser Branche.

Während sich manche Einzelhandelsbranchen wie zum Beispiel der LEH in 2020 über spürbare Umsatzzuwächse freuen konnten, musste der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes vom 1. Februar 2021 im vergangenen Jahr Umsatzeinbußen von real rund 20,0 Prozent hinnehmen. Die Ladenbaubranche spürt diese besondere Lage im Handel unmittelbar und durchlebt eine ungewohnte Auftragslage, abhängig von der Branche, für die gearbeitet wird. Das wird aus der aktuellen Umfrage unter den Mitgliedern des Deutschen Ladenbau Verbands deutlich. So meldet fast die Hälfte der Ladenbauunternehmen einen schlechteren Auftragsbestand als 2019, während 29 Prozent in 2020 mehr Aufträge als in 2019 verbuchen konnten.

Darüber hinaus sind in den letzten Wochen Klagen über teils deutliche Preiserhöhungen bei Rohstoffen laut geworden. Rund 84 Prozent der Ladenbauer bestätigten in der Umfrage Preisanstiege, besonders bei Stahl.  Auch mit Lieferschwierigkeiten haben die Mitglieder zu kämpfen. Die Ladenbauer spüren die angespannte Lage besonders bei Dekorplatten (58 Prozent) und Metall (52 Prozent). Die Zulieferer wiederum haben Probleme am Materialmarkt bei Elektronikbauteilen, Natur- und Kunststein sowie MDF- und Spanplatten.

Aus Sicht der Umfrageteilnehmer wird sich 2021 wird sich nicht wesentlich von 2020 unterscheiden. Licht am Ende des Tunnels sehen viele erst für Ende des Jahres 2021. Die Zeit haben viele Unternehmen genutzt, in die eigene Infrastruktur zu investieren, Mitarbeiter zu schulen und Prozessabläufe neu zu organisieren.

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