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Autor: Möbelfertigung

VDM

Inlands- und Auslandsumsatz der Möbelindustrie im Plus

Laut Statistischem Bundesamt lag der Umsatz der Möbelindustrie im Juni 2021 im Vergleich zum Juni 2020 im Plus. Die Hersteller verzeichneten einen Umsatzanstieg von 8,9 Prozent. Dabei stiegen die Erlöse im Ausland um 14,2 Prozent, im Inland gab es ein Plus von 6,3 Prozent. Im durch die negativen Auswirkungen der Pandemie geprägten Juni 2020 hatte es im Vergleich zum Juni 2019 ein Plus von 1,9 Prozent gegeben. Die Auslandsumsätze waren damals um 4,5 Prozent gefallen, die Inlandsumsätze um 5,4 Prozent gestiegen.

Ständige Konferenz tagte in Bremen

Am 10. November 2021 trafen sich rund 60 Vertreter der Schloss- und Beschlagindustrie sowie des Baubeschlagfachhandels zur 59. Ständigen Konferenz in Bremen. In den Konferenzräumen des Parkhotels Bremen konnten Martin Meesenburg, Sprecher des Arbeitskreises Baubeschlag im ZHH und der FVSB-Vorsitzende Karl Kristian Woelm die Teilnehmer zu diesem nach strengen kartellrechtlichen Compliance-Regeln und Corona-konform durchgeführten Branchentreff begrüßen.

Martin Meesenburg war sichtlich erfreut, dass in diesem Jahr die Ständige Konferenz wieder als physisches Treffen stattfinden konnte. Nach guten Umsatzsteigerungen im ersten Halbjahr prognostizierte er für das Gesamtjahr 2021 ein Umsatzwachstum von knapp sechs Prozent im Baubeschlagfachhandel. Diese trotz Corona positive Entwicklung darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Branche weiterhin mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert sieht. Dazu gehören neben teils massiven Preissteigerungen bei Transportkosten und Rohstoffen auch die im Jahresverlauf zunehmenden Engpässe bei der Warenversorgung. Auch der schon häufig konstatierte Fachkräftemangel wird Hersteller, Handel und Verarbeiter noch länger beschäftigen und kreative Lösungen abverlangen.

Karl Kristian Woelm zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit der derzeit erhöhten Nachfrage, die aber offensichtlich über den tatsächlichen Bedarf hinausgehe. Es sei daher zu vermuten, dass Handel, Verarbeiter und Handwerker mit Blick auf mögliche Versorgungsengpässe zusätzliche Läger aufbauen. Die Befürchtung liegt daher nahe, dass bei einem zukünftigen Rückgang der Nachfrage der Abbau dieses „Sicherheitspolsters“ auch wieder einen Abschwung überproportional beschleunigen könne. Für Arbeiten an einer brancheneinheitlichen Klassifizierung von Produktdaten unter dem Dach von ETIM konnte während der Pandemie leider nur wenig Energie aufgewendet werden. Eine weitere Präzisierung der Klassifikation wird aber als überaus sinnvoll erachtet, Doppelarbeit sollte dabei jedoch unbedingt vermieden werden.

Holger Koch, stellvertretender Geschäftsführer des FVSB, fasste in einem Bericht die wesentlichen Punkte der kürzlich fertiggestellten Innentürenstudie zusammen, die der Fachverband bei B+L Marktdaten beauftragt hat. Der deutsche Innentürenmarkt wird demnach bis 2023 die 11-Millionen-Grenze überschreiten, was einen Absatz von 7,7 Millionen „normalen“ Holzinnentüren, 2,7 Millionen Funktionstüren und 640 Tausend Wohnungsabschlusstüren entspräche. Das größere Potenzial wird derzeit im Eigenheimbau gesehen. Themen wie der „Green Deal“ und „Stadtflucht“ werden die Renovierungstätigkeit der nächsten Jahre tragen. Baubeschlaghersteller können weiterhin von der positiven Entwicklung der Baugenehmigungen und des hohen Bauüberhanges profitieren. Die amtliche Produktionsstatistik weist für den Baubeschlag im ersten Halbjahr ein Plus in Höhe von 15,7 Prozent aus, eine leichte Abflachung zum Jahresende ist jedoch zu erwarten.

Thomas Dammann, Hauptgeschäftsführer des ZHH, zeichnete ein positives Stimmungsbild des Baubeschlagfachhandels auf. Zwei Drittel der Händler beurteilen die aktuelle Branchenlage mit „gut“, ein Drittel mit „zufriedenstellend“. Die Umsätze im ersten Halbjahr konnten um 8,1 Prozent zulegen, für das Gesamtjahr wird mit einem Wachstum in Höhe von 5,8 Prozent gerechnet. Alle Segmente werden 2021 erneut zulegen: die höchsten Steigerungsraten werden bei Werkzeugen und Maschinen sowie bei Services und Dienstleistungen erwartet, vor den Bauelementen, der Befestigungs- und der Sicherheitstechnik. Auch für das nächste Jahr werden wieder steigende Umsätze prognostiziert, in dem momentanen Marktumfeld sind Mengen- und Preiseffekte aber kaum voneinander abgrenzbar.

FVSB-Geschäftsführer Stephan Schmidt bemängelte, dass der Vorschriftendschungel sich im vergangenen Jahr zum Leid aller Beteiligten nicht gelichtet hat. Die weiterhin nur mühsam zu durchschauende Vielfalt der Normen lassen den Normungsprozess zu einer „never ending story“ werden. Es besteht jedoch Hoffnung auf Besserung: die EU-Kommission hat sich der Thematik angenommen und der Fachverband ist über die ARGE, der europäische Verband der Schloss- und Beschlaghersteller, und deren Vernetzung mit CPE in diese Entwicklung eingebunden. Dass ökologische Aspekte in der Branche Gehör finden, wurde schon vor Jahren mit der Erstellung von Umweltproduktdeklarationen bewiesen. Umso ärgerlicher ist es, dass Unternehmen sich nun mit einem weiteren Bürokratiemonster in Form der SCIP-Datenbank konfrontiert sehen.

Abgerundet wurde das Tagungsprogramm durch zwei interessante Gastvorträge: Elke Harreiß, Veranstaltungsleiterin der Fensterbau Frontale, berichtete über den aktuellen Stand der Vorbereitungen zur nächsten Messe, die vom 29. März bis zum 1. April 2022 in Nürnberg stattfinden wird. Aufgrund der schwer abschätzbaren, pandemischen Entwicklung hätten zwar einzelne Aussteller meist schweren Herzens auf eine Teilnahme verzichtet, die Nachfrage nach den freiwerdenden Flächen sei jedoch gut. Man spüre wieder einen starken Wunsch nach physischen Treffen, nachdem die Veranstaltung 2020 leider ausfallen musste. Die Nürnberg Messe beobachtet die Entwicklungen hinsichtlich Corona genau und passt ihr Hygienekonzept regelmäßig den aktuellen Rahmenbedingungen an, um für alle Beteiligten einen sicheren Messeverlauf zu ermöglichen.

Zuzana Blazek, Senior Researcher für Fachkräftesicherung beim Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, referierte über „Employer Branding und Stellenbesetzung der Zukunft“. Der bereits jetzt in einzelnen Branchen zu beobachtende Fachkräftemangel wird sich auf alle Bereiche ausweiten und verschärfen. Der demografische Wandel wird in Deutschland dafür sorgen, dass zukünftig nicht mehr Arbeitgeber ihre Mitarbeiter aussuchen werden, sondern Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber. Arbeitgeber müssten daher originelle und teils auch unkoventionelle Ideen entwickeln, um ihr Unternehmen für potenzielle Arbeitnehmer interessant zu machen. Dieser Prozess sollte bereits jetzt schon in Gang gebracht werden.

Neues Hochregallager in Betrieb genommen

Außen ist es eines der höchsten Hochregallager Deutschlands, innen vollbestückt mit Sensoren und Automatisierungstechnik: Mit hochmoderner Logistik setzt Einhell ein starkes und über Landau hinaus sichtbares Zeichen, um auf die erfolgreiche Power X-Change Strategie zu reagieren, und die deutlich steigende Anzahl an Bestellungen umweltfreundlich, nachhaltig und schnell an die Kunden auszuliefern. Am heutigen Freitag, 12. November, wurde Einhells neues Wahrzeichen offiziell in Betrieb genommen.

Schon die nackten Zahlen sind eindrucksvoll: In nur zehn Monaten Bauzeit entstand das neue Einhell Wahrzeichen. Dabei wurden 2.300 Tonnen Stahl verbaut. 43 Meter Höhe, 142 Meter Länge und 39 Meter Breite ergeben 240.000 Kubikmeter umbauter Raum – was umgerechnet 1134 Durchschnittswohnungen in Deutschland entspricht.

Doch die wahre Größe des Einhell Hochregallagers liegt im Inneren. Über modernste, vollautomatisierte Technik können bis zu 2,3 Millionen Produkte auf über 41.080 Europaletten gelagert und jederzeit computergesteuert über fahrerlose Zweimast-Regalbediengeräte für den Versand bereitgestellt werden.

Das Besondere ist, dass die Produkte nicht nach bestimmten Bereichen geordnet gelagert werden, sondern computergesteuert scheinbar chaotisch über das gesamte Hochregallager verteilt werden.

„Das hat mehrere Vorteile“, erklärt Dr. Markus Thannhuber, der als Mitglied des Einhell Vorstands den Bereich Technik verantwortet: „Wir nutzen damit effektiv die Lagerfläche. Außerdem können wir umgehend reagieren, wenn ein Produkt besonders gefragt ist, weil dann die fahrerlosen Zweimaster in allen fünf Gassen gleichzeitig im Einsatz sind. Und sollten Wartungsarbeiten in einem Bereich notwendig sein, ist auch das kein Problem für uns.“

Spannendes Möbeldesign überzeugt die Jury

Alexander Cedric Jungbluth hat für sein Gesellenstück einen – im wahrsten Sinne des Wortes – spannenden Gestaltungsansatz gewählt: Seine Buchsäule besteht aus dünnem, mit Nussbaum furnierten Sperrholz, das sich durch zwei geknöpfte Ledergurte unter Spannung gegen einige Böden aus Kernleder beweglich und doch stabil zu einem Regal verbindet. Für diesen ungewöhnlichen wie auch innovativen Ansatz zeichnete die Jury den jungen Tischler aus Mönchengladbach beim Landeswettbewerb „Die Gute Form 2021“ mit dem ersten Preis aus.

Insgesamt waren in diesem Jahr 42 Gesellinnen und Gesellen mit ihren Stücken bei dem Wettbewerb auf Landesebene vertreten. Ausgestellt wurden die Möbel Mitte November auf dem Stand des Fachverbandes Tischler NRW im Rahmen der Messe „Mode Heim Handwerk“ in Essen.

Den beabsichtigten Gebrauch seines Möbels als Bücherregal hat Alexander Cedric Jungbluth, der seine Ausbildung bei der Tischlerei Reichenberg-Weiss in Neukirchen-Vluyn absolviert hat, in die Gestaltung einfließen lassen: Zwei der eingespannten Böden tragen kleine Schubkästen. Deren mit Leder belegte Vorderstücke sind in Anlehnung an einen Buchrücken konvex geformt. Die konkaven Rückseiten aus Holz erinnern an den Seitenschnitt eines Buches. „Ich habe im Vorfeld einige Modelle gebaut und mit der Spannung experimentiert, damit die Konstruktion hinterher nicht bricht“, sagt der junge Geselle. Neben den gestalterischen Details lobte die Jury vor allem das harmonische Zusammenspiel der farblich dezent angeglichenen und dennoch leicht abgestuften Oberflächen aus Holz und Leder.

„Tegumentum“ – Franca Hahn hat ihr Gesellenstück nach dem lateinischen Begriff für „Schutz und Abdeckung“ benannt. Die junge Tischlerin aus Würselen (Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Mainz, Aachen) hat eine künstlerisch anmutende, schmale Stele gefertigt, die aus einem mit Aquarellpapier beschichteten, offenen Sockel und einem Aufsatz besteht, der mit kunstvoll gefügtem Furnier aus Ahorn und Nussbaum belegt ist. Dieser Aufsatz ist durch einen verdeckten Seilzug stufenlos und selbsthaltend in der Höhe verschiebbar und öffnet so ein kleines Fach. „Ich wollte ein Möbel bauen, in dem man ein besonderes, persönliches Objekt aufbewahren kann“, sagt Franca Hahn. „Das Möbel hat durch seine Bauform, die geheimnisvolle Öffnungsfunktion und seine besondere Materialanmutung einen Objektcharakter, der die Gebrauchsfunktion in den Hintergrund treten lässt“, heißt es im Urteil der Jury. „Man kann an die diskrete Aufbewahrung von Schmuck oder anderer kleinerer Objekte denken, die erst auf den zweiten Blick zu sehen sein sollen.“

Auf dem dritten Platz landete Luisa Kiel aus Minden mit ihrem Gesellenstück „Der Schwarm“. Das Highboard hat die junge Tischlergesellin (Ausbildungsbetrieb: Möbeltischlerei Fabry, Hille) auf ein spitz zulaufend gestaltetes Gestell aus massivem Nussbaum gesetzt, das den aufliegenden, schlichten Korpus auch seitlich einfasst. Ein besonderes Gestaltungselement bilden die stilisierten Vögel, die auf dem blaugrau lackierten Korpus drapiert sind – die dunkel abgesetzten dienen als Griff. „Öffnet man die Türen, entwickelt sich der Innenraum so schön wie es das Äußere verspricht“, urteilt die Jury. „Zwei flache Schubkästen aus Nussbaum sind oben mit einer Kerbschnitzarbeit verziert, die die Tischlerarbeit wirkungsvoll mit einem sehr persönlichen Akzent bereichert und die Herkunft des kleinen Schwarms auf der Front erklärt, der das Schnitzornament als Positivform abbildet. Das Möbel zeigt ein reizvolles Zusammenspiel schlichter Formen und dekorativer Elemente.“

Erstmals hat der Fachverband Tischler NRW in diesem Jahr auch einen Publikumspreis ausgelobt. Die Besucherinnen und Besucher der Messe Mode Heim Handwerk konnten aus den 42 ausgestellten Stücken ihren Favoriten auswählen. Die meisten Stimmen erhielt die „Klangwelle“ von Yven Trossen (Ausbildungsbetrieb: Schreinerei Buchal & Krings, Köln). In sein um 360 Grad schwenkbares Möbel hat der junge Tischlergeselle einen Plattenspieler, einen CD-Player und ein Radio eingebaut, die sich per Bluetooth mit dem ebenfalls integrierten Lautsprecher verbinden lassen. Außerdem bietet die „Klangwelle“ Platz für 64 Schallplatten und 48 CDs. Der Publikumspreis ist mit 400 Euro dotiert.

Neben den drei Siegern zeichnete die Jury drei weitere Stücke mit Belobigungen aus: Eine Belobigung erhielt Eric Kraft (Ausbildungsbetrieb: Tischlerei Reichenberg-Weiss, Neukirchen-Vluyn) für sein Objektmöbel aus sehr dünnem HPL-Richlite. Die Grundstruktur wird durch eine umlaufende, vertikale Bespannung aus elastischen Schnüren eingefasst. Durch diese durchlässige, fast transparente Hülle, lassen sich Gegenstände im Möbel platzieren. Eine weitere Belobigung ging an Paul Theodor Bolzen (Ausbildungsbetrieb: Mantz Gmbh & Co. KG, Mönchengladbach) für sein Sideboard aus Eiche und MDF. Die Gestaltung des Möbels ist einem Holzstapel nachempfunden, der von Gurten zusammengespannt wird. Der Stauraum wird außen jeweils durch Schubkästen erschlossen und in der Mitte durch eine Klappe. „Ein feingliedriges Möbel mit eleganten Proportionen“, lobt die Jury. Ebenso eine Belobigung erhielt Lea Franziska Bersch (Ausbildungsbetrieb: Metrica GmbH & Co. KG, Senden) für ihr Aufbewahrungsmöbel „Naturspiel“ aus MDF, Eiche und Räuchereiche. Aus Furnierlagen geformte Bögen, die stilisierten Gräsern ähneln, bündeln sich über Eck zu filigranen Stollen. Ein Teilstück eines Bogens ist herausnehmbar und dient durch den eingelassenen Magneten als Griff. „Eine sehr gelungene Umsetzung der beliebten, unsichtbar magnethaltenden Grifflösung“, so die Jury.

Experimentieren, kreatives Potenzial fördern und fordern – das ist das Ziel des Gestaltungswettbewerbes „Die Gute Form“. Seit fast 35 Jahren zeigt das Tischlerhandwerk in NRW mit dem Wettbewerb und einer Ausstellung der prämierten Gesellenstücke, wie gestalterisch begabt die Nachwuchskräfte sind. Die drei Sieger dürfen sich über Geldpreise in Höhe von 750, 600 und 500 Euro freuen. Die Siegerstücke auf Platz 1 und 2 werden zudem im nächsten Jahr beim Bundeswettbewerb an den Start gehen.

Alle Stücke des diesjährigen Landeswettbewerbs gibt es unter: www.tischler.nrw/dgf-2021

Siegerehrung „Die Gute Form“ 2021 Rheinland-Pfalz

Der Raumteiler aus Holz und Mineralwerkstoff von Felix Dettinger ist das diesjährige Siegerwerkstück des Wettbewerbs „Die Gute Form“ in Rheinland-Pfalz. Dettinger wurde in der Barz Einrichtungen GmbH in Kaiserslautern ausgebildet. Lukas Bauer aus der Bellheimer Schreinerei Kraus belegt mit seinem moosbedeckten Lowboard den zweiten, Matthias Boos, ausgebildet in der Schreinerei Helf in Andernach, den dritten Rang. Boos hatte einen Couchtisch mit überraschendem Innenleben zum Wettbewerb eingereicht.

Die Jury sprach zudem zwei Belobigungen aus. Fabian Bersch von der Schreinerei Helf GbR in Andernach und Mohamed Sauber, der bei Euro BBW in Bitburg ausgebildet wurde, wurden im Rahmen der Siegerehrung, die gestern im Foyer der Handwerkskammer Rheinhessen in Mainz stattfand, besonders erwähnt. Insgesamt hatten drei Tischlergesellinnen und 13 Tischlergesellen aus Rheinland-Pfalz ihre Werkstücke zur „Die Gute Form“ 2021 angemeldet.

Hendrik Hering, Landtagspräsident und Schirmherr der „Die Gute Form“ in Rheinland-Pfalz, forderte in seiner Festrede mehr Respekt vor den Leistungen des Handwerks. Ein guter Weg dahin sei – wie beim Wettbewerb – einzelnen Leistungen junger Nachwuchstalente in der Öffentlichkeit dazustellen. Diese beeindruckten schon allein durch ihre überzeugende Formgebung und hochwertige Machart. 

Auch Wolfram Lehnen, der stellvertretende Landesinnungsmeister von Tischlerrheinland-pfalz sowie der Hausherr, Kammerpräsident Hans-Jörg Friese, hoben die Vorbildfunktion der Wettbewerbsteilnehmer für andere Auszubildende, aber auch für allgemein am Tischlerhandwerk interessierte Jugendliche hervor. Indem sie zeigten, was man mit drei Jahren Ausbildung, gepaart mit Kreativität und Ideenreichtum erschaffen könne, weckten die Nachwuchstischler Lust am Arbeiten mit dem zeitgemäßen und nachhaltigen Werkstoff Holz.

Jurymitglied Karin Bille und Hermann Hubing, Geschäftsführer von Tischlerrheinland-pfalz, der durch die Siegerehrung führte, lobten das hohe Niveau der Wettbewerbsarbeiten, die sich durchaus auf einer Ebene mit Meisterstücken bewegten. Hubing rief die Teilnehmer dazu auf, beharrlich an der Erweiterung ihres Wissens und Könnens zu arbeiten. Die Schecks mit dem Preisgeld für Sieger und Belobigte sowie die überreichten Verpflegungsgutscheine für die Holzfachschule Bad Wildungen seien genau zu diesem Zweck gedacht.

Der Wettbewerb „Die Gute Form“, der jährlich vom Landesinnungsverband des Tischlerhandwerks unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Landtagspräsidenten ausgerichtet wird, richtet sich die jahrgangsbesten Gesellinnen und Gesellen ihrer Tischler- oder Schreinerinnung. Die jeweiligen Landessieger nehmen im kommenden Jahr an dem Gestaltungswettbewerb auf Bundesebene teil. Die Ausstellung mit allen Werkstücken der „Die Gute Form“ 2021 Rheinland-Pfalz kann bis zum 11. November im Foyer der Handwerkskammer Rheinhessen in Mainz besichtigt werden.

HDH

Umsatz mit Holz im In- und Ausland positiv

Das Holzgewerbe vermeldete im Juni 2021 positive Umsatzentwicklungen im In- und Ausland. Während die Inlandsumsätze um 40,2 Prozent stiegen, kletterten die Auslandsumsätze um 71,1 Prozent. Damit lag der Gesamtwert um 47,9 Prozent über dem Wert vom Juni 2020. Damals gab es ein Umsatzplus von insgesamt 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei hatte der Umsatz im Inland um 5,7 Prozent zugelegt, im Ausland um 2,2 Prozent.

HDH

Umsatz bei Kunststoff bis Juni 2021 wieder positiv

Der Kunststoffsektor entwickelte sich im Zeitraum Januar-Juni 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum positiv: Die Umsätze stiegen um 14,4 Prozent. Die Baubedarfsartikel aus Kunststoff legten um 14,5 Prozent zu, Platten und Folien um 17,5 Prozent. Positiv waren auch die Umsätze bei Kunststoffverpackungen (+8,0 Prozent) sowie bei sonstigen Kunststoffwaren (+14,4 Prozent).

Ada

Austria Gütezeichen für Polstermöbel und Betten

Ada setzt ein Zeichen für Vertrauen, höchste Gütestandards und über 50 Prozent Wertschöpfung in Österreich – die Polstermöbel und Betten von „Ada Austria Premium“ tragen jetzt das „Austria Gütezeichen“. Damit werden Werte wie hohe Qualität, traditionelles Handwerk, modernste Technologie und ökologische Verantwortung klar und sichtbar für den Käufer kommuniziert.

Ein Statement für „made in Austria“. Die Ada Möbelwerke stehen seit mehr als 60 Jahren für Qualität, Nachhaltigkeit und Komfort und gehören bereits seit Jahrzehnten zu den führenden Polstermöbel-, Betten- und Matratzenproduzenten in Europa. Der hohe Anspruch an Präzisionsarbeit in Manufaktur-Qualität, innovatives Design, erlesenes Handwerk und moderne Hightech wurde jetzt mit dem „Austria Gütezeichen Möbel“ honoriert. Damit setzt der Premium-Hersteller ein klares Statement für österreichische Produkte.

Was steckt dahinter? Auf Initiative der Österreichischen Möbelindustrie wurde 2021 die „Güterichtlinie Möbel“ überarbeitet und ein neues Siegel geschaffen, das neben dem „traditionellen“ Austria Gütezeichen heimische Möbel mit überdurchschnittlicher Qualität kennzeichnet. Das offizielle Zertifikat garantiert, dass die Produkte auf einem Niveau gefertigt werden, das über den gesetzlichen Anforderungen liegt, und die Hersteller über 50 Prozent Wertschöpfung in Österreich generieren. Laufende Überprüfungen durch unabhängige, staatlich autorisierte Prüfstellen sichern eine kontinuierliche und stabile Qualität.

Für den Endverbraucher bedeutet das: Ehrlichkeit, Transparenz und Sicherheit – erkennbar auf einen Blick. Deshalb wird das „Austria Gütezeichen Möbel“ der ÖQA („Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualität“) zukünftig beim Möbelkauf eine immer wichtigere Rolle spielen, denn es gibt dem Kunden Sicherheit in puncto Qualität, Material und Verarbeitung. Davon ist man auch bei ADA überzeugt.

Mit Hauptsitz in der Oststeiermark in Österreich gehören die ADA Möbelwerke zu Europas führenden Herstellern von Polstermöbeln, Betten, Matratzen und Lattenrosten. Hier trifft traditionelle Handwerkskunst auf modernes Design, smarte Funktionen und einzigartige Lieblingsstücke. Mit fünf Produktionsstandorten in Österreich, Ungarn und Rumänien bietet der Polstermöbelexperte zudem ein großes Produktsortiment – angefangen bei Möbeln für die Ersteinrichtung bis zum gehobenen Wohnen. Diese enorme Vielseitigkeit spiegelt sich vor allem in den Eigenmarken „ADA AUSTRIA premium“ und „ADA trendline“ wider. Nahezu alle Möbelstücke der Top-Marke „ADA AUSTRIA premium“ werden als Unikat „made in Austria“ hergestellt und stehen für Wohnqualität auf höchstem Niveau, während sich die Modelle der Trendline-Linie durch ihre besonders umfangreiche Planungskompetenz auszeichnen. Ergänzend zu den Eigenmarken arbeitet ADA bereits seit vielen Jahren mit den Lizenzpartnern BIRKENSTOCK, JOOP! und Tom Tailor zusammen.

Lädt ein zum „Digital Foam Summit“

Am 30. November und 1. Dezember 2021 veranstaltet Bäumer, Hersteller von Maschinen und Anlagen zur Schaumstoffverarbeitung, den ersten „Digital Foam Summit“. Die Veranstaltung bietet Professionals aus der Schaumstoffindustrie an zwei Tagen aktuelle Best Cases aus der Praxis für die Praxis, Insider-Tipps in der Verarbeitung von Schaumstoff und ähnlichen Materialien, Präsentationen von Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen und zeigt exklusiv Neuentwicklungen.

Die Veranstaltung wird im Live-Stream übertragen, die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmer haben nicht nur die Möglichkeit, während aller Live-Sessions ihre Fragen zu stellen, sondern können im Anschluss an die jeweiligen Vorträge an den Tischen der Referenten weiter diskutieren oder sich in kleinen Gruppen an runden Tischen austauschen. Bäumer freut sich darauf, Impulse zu geben und sich mit anderen Unternehmen der Schaumstoffindustrie über relevante Entwicklungen und Themen auszutauschen.

Anmeldung sind unter www.baeumer.com möglich.