Folgen des Iran-Kriegs: Erwartungen in Kunststoffindustrie brechen weiter ein
Die Stimmung in der deutschen Kunststoffindustrie trübte sich im April weiter ein. Die Unternehmen zeigten sich zwar zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage als im Vormonat, blickten jedoch wesentlich pessimistischer auf das kommende halbe Jahr. Die Einschätzung zur aktuellen Lage verbesserte sich auf -5,2 Punkte (Vormonat: -6,7 Punkte). Der Ausblick auf das kommende halbe Jahr brach dagegen regelrecht ein, der aktuelle Wert liegt bei -42,7 Punkten (Vormonat: -22,5 Punkte). In der Summe sank der Konjunkturindikator im Berichtsmonat deutlich auf -25 Punkte (Vormonat: -14,8 Punkte).
Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Entwicklung der einzelnen Segmente bleibt die Stimmung in der Kunststoffindustrie uneinheitlich. Im Durchschnitt der vergangenen drei Monate schätzten die Hersteller von technischen Kunststoffteilen (+0,8 Punkte) die aktuelle Geschäftslage als geringfügig positiv ein, während diese von den Herstellern von Platten und Folien (-22,4 Punkte), Kunststoffverpackungen (-12,2 Punkte) und Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen (-3,6 Punkte) deutlich negativer beurteilt wurde. Die Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr fielen in allen Segmenten der Kunststoffindustrie negativ aus.
Die negative Entwicklung des Geschäftsklimas ist aus der Sicht des HDH vor allem auf den durch Iran-Krieg verursachten Anstieg der Energie- und Rohstoffkosten und auf die zunehmende Bedrohung der Lieferketten zurückzuführen. Die geopolitischen Risiken und die sprunghafte US-Zollpolitik erhöhen die Unsicherheit für die Unternehmen.

Im April zeigt die aktuelle Geschäftslage in der Kunststoffe verarbeitenden Industrie keine wesentliche Veränderung gegenüber dem Vormonat und verbleibt auf leicht negativem Niveau. Die mittelfristigen Geschäftserwartungen verschlechtern sich hingegen sehr deutlich und fallen damit tief in den negativen Bereich. In der Summe verschlechtert sich das Geschäftsklima deutlich.
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