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Autor: Möbelfertigung

Alles für die effiziente Zuschnittabteilung auf der „Interzum“

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Zünd, der Spezialist für innovative Zuschnittlösungen für die Polstermöbelindustrie, stellt auf der „Interzum“ 2023 die Produktivität und Zuschnitteffizienz in den Fokus seines Messeauftritts.

Unter dem Motto „Efficiency to rely on“ präsentiert Zünd, gemeinsam mit seinem Softwarepartner Mind, integrierte Zuschnittlösungen, die dem Anwender dabei helfen, seine Produktionsumgebung zu automatisieren und auf höchste Effizienz zu trimmen. Am Stand E040/F049 in Halle 10 erfährt das Fachpublikum die Vorteile des integrierten Lederzuschnitts am Beispiel eines Zünd „D3“ Cutters mit Doppelbalkentechnologie. Zünd widmet seinen Messeauftritt sämtlichen Prozessen zwischen Hauterfassung, Zuschnitt und Absortierung. Das Fachpublikum kann sich über modulare Lösungen für die Digitalisierung und das Nesting, den Textil- und Lederzuschnitt und softwareunterstützte Teileentnahme informieren. Darüber hinaus rückt Zünd seinen integrierten Beratungsansatz in den Vordergrund: „Wir bieten Workflowlösungen für unterschiedlichste Anforderungen und erarbeiten individuell mit unseren Kunden, welche Lösungen am besten zu ihren Herstellungsprozessen und verwendeten Materialien passen. Das bedingt einen einheitlichen Beratungsansatz, der Hardware, Software und Servicedienstleistungen einbezieht“, erklärt Manuel Enriquez, Segment Manager Leder.

Zünd Cutter sind das zentrale Element in einer modular aufgebauten Gesamtlösung, die von der digitalen Erfassung und Qualifizierung über das interaktive oder vollautomatische Nesting und den eigentlichen Zuschnitt bis zum Materialhandling und dem unterstützten Absortieren den kompletten Fertigungsprozess abdeckt. Unabhängig davon, ob für einen kleinen Polsterer, der wenige Teile am Tag schneidet oder für die industrielle Fertigung, bei welcher täglich hunderte Teile zugeschnitten werden. Für die unkomplizierte und effiziente Digitalisierung von Modellteilen zeigt Zünd „Part Scan“. Der flexible und automatische Teile-Digitalisierer erkennt zuverlässig Merkmale und kann sehr einfach in die automatisierte Produktionsumgebung integriert werden. Für die Mustererkennung und die Kompensation von Verzug bei textilen Stoffen kommt die „Over Cutter Camera OCC“ in Verbindung mit modernster Software zum Einsatz.

Unter Effizienz versteht Zünd auch, individuelle Nesting-Methoden anzubieten, die unterschiedlichen Anforderungen Rechnung tragen. Zünd setzt neuste Nesting-Algorithmen ein, die die wahlweise automatische oder interaktive Verschachtelung der Schnittteile auf dem Leder massiv beschleunigen und maximale Materialeffizienz gewährleisten.

Der Anspruch an höchste Effizienz zieht sich weiter bis in den eigentlichen Zuschnitt. Die modularen Zünd Cutter sind sehr universell einsetzbar und können dadurch sehr einfach an individuelle Anforderungen angepasst werden. In der Polstermöbelindustrie, wo neben Leder und Textilien häufig Schäume, Filze oder technische Gewebe verarbeitet, ist der Zünd Cutter als Allrounder die ideale Wahl als zentrale Systemplattform.

www.zund.com

Wieder als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ bestätigt

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) hat das Unternehmen Ruf Betten aus Rastatt als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ rezertifiziert. Der badische Bettenspezialist ist seit 2017 Mitglied im Klimapakt für die Möbel-industrie und hat seitdem viele Tonnen CO2 eingespart und unvermeidbare Treibhausgasemissionen durch die Unterstützung wichtiger Klimaschutzprojekte kompensiert. „Es ist vorbildlich, wie Ruf Betten beim Klimaschutz am Ball bleibt, schon viele neue CO2-Einsparpotenziale aufgedeckt und genutzt hat und auch 2023 weltweit in zertifizierte Klimaschutzmaßnahmen im UN-Standard und Verified Carbon Standard (VCS) investiert hat“, lobt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Seit sechs Jahren engagiert sich Ruf Betten im DGM-Klimapakt. 2021 erreichte das Unternehmen erstmalig dessen höchste Stufe und wurde als „Klimaneutraler Hersteller“ ausgezeichnet. Jetzt folgte die Rezertifizierung, nachdem bereits eine ganze Reihe an CO2-Einsparmaßnahmen umgesetzt und eingeleitet wurden.

So wurde etwa in eine neue Absauganlage mit Abluftrückgewinnung für die Schreinerei sowie in neue Kompressoren investiert und die Sanierung der Heizungszentrale begonnen. Die Beleuchtung wurde bereits größtenteils von Neonröhren auf LED um-gestellt. Dies soll im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Zudem laufen die Planungen für Photovoltaikanlagen über zwei Produktionshallen. Für Geschäftsreisen sollen Kurzstreckenflüge weiter reduziert werden.

„All diese Maßnahmen verbessern unmittelbar die CO2-Bilanz des Unternehmens und stärken das Engagement der Möbelindustrie zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels und für generationengerechtes Wirtschaften“, betont DGM-Geschäftsführer Winning. Darüber hinaus lasse sich der Einsatz für den Klimaschutz auch sinnvoll vermarkten: Die Teil-nehmer des Klimapakts werden mit dem DGM-Klimalabel sowie nach Ablösung ihrer CO2-Emissionen auch mit dem Label „Klimaneutraler Möbelhersteller“ ausgezeichnet. Damit können sie im Möbelhandel auf ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Umwelt, dem Klima und kommenden Generationen aufmerksam machen und sich von Wettbewerbern abheben. „Endverbraucher werden dieses Engagement zunehmend in ihrer Kaufentscheidung würdigen“, ist Winning überzeugt.

Hat mehrheitlich Anteile der EMC srl erworben

Die Felder Group und die EMC srl arbeiten seit über zwei Jahrzehnten erfolgreich zusammen. Nun haben sich die beiden Unternehmen auf eine tiefergehende Technologiepartnerschaft verständigt. Die Felder Group hat einen Mehrheitsanteil an EMC srl erworben und damit EMC in die Unternehmensgruppe integriert.

Der besondere Fokus liegt dabei im Bereich Schleiftechnologie. Die Felder Group und EMC bieten zukunftsweisende und durchgängige Schleiflösungen für alle Bereiche in der sekundären Holzbearbeitungsbranche an. Von der Einstiegsmaschine bis zu individuellen Innovationslösungen und High-End-Produkten kann die gesamte Prozesskette im Bereich Schleiftechnologie innerhalb dieser Partnerschaft für den Kunden abgedeckt werden. Der zweite große Anwendungsbereich der Schleiftechnologie von EMC ist die Metallbearbeitung, welche in dem Maschinenprogramm von EMC umfänglich abgebildet ist.

Der Umfang des Produkt-Portfolios von Felder Group hat in den letzten Jahren stark zugenommen und auch individuelle Kundenanforderungen und Sonderprojekte rücken vermehrt in den Vordergrund. Gleichzeitig erfordert die hohe Nachfrage aus den unterschiedlichen Märkten und Wachstumsfeldern eine gemeinsame Bündelung der Forschung und Entwicklung sowie Produktionskräfte.

„Als Komplettanbieter im Bereich sekundärer Holzbearbeitung war die Vertiefung und Integration von EMC innerhalb der Felder Group der logische und zukunftsweisende Schritt. Mit EMC wurde ein innovativer Technologiepartner gewonnen, welcher sowohl alle technologischen sowie Soft-Skills mitbringt, um die Prozesskette im Schleifsegment abzudecken“, so Tamara Felder, Chief Marketing Officer Felder Group.

Die Produktionsstandorte in Hall in Tirol sowie in Imola werden vollumfänglich beibehalten. Die Forschung und Entwicklung sowie die Produktionsstätten in Imola bleiben bestehen und werden in weiterer Folge ausgebaut. Der internationale Vertrieb und Service für die Holzbearbeitung im Bereich Schleiftechnologie wird zu einem großen Teil von der Felder Group übernommen. Die bestehenden Verkaufsstrukturen von Felder und EMC bleiben weiterhin aufrecht.

„Das Team bei EMC freut sich sehr über den Zusammenschluss mit der Felder Group und den Fokus der auf die Schleiftechnologie gelegt wird. Eine einmalige Chance um unsere Expertise und Innovationskraft unter Beweis zu stellen und viele Kunden- und Märkte im vollen Umfang bedienen zu können“, erklärt Ivano Coveri, CEO EMC.

Von Bega zu Nolte Küchen

Und weiter geht es für Rüdiger Schliekmann – offensichtlich war die Bega Gruppe doch noch nicht seine letzte Adresse im Werdegang. Schliekmann war knapp 15 Jahre bei Nobilia, wechselte 2008 zuerst als Geschäftsführer und später Geschäftsführender Gesellschafter zum Maschinenhersteller Ima Klessmann. Von dort aus ging es nicht ganz zwei Jahre zur Horstmann Group, bevor der Manager bei der Bega Gruppe in Lügde eine neue Heimat fand. Im Oktober 2020 übernahm er dort zuletzt die Geschäftsführung der Holding, gemeinsam mit Thorsten und Dieter Hilpert und seit einem Jahr Niko Johns. Es war geplant, dass sich Dieter Hilpert dank dieser Konstellation aus dem operativen Geschehen zurückzieht. Dasraus wird nun nichts, zumindest nicht in dieser Konstellation. Schliekmann hat gekündigt, sein Weg führt in zurück in die Küchenmöbelbranche – back to the roots…

Nach mehr als dreizehn Jahren einer sehr erfolgreichen Zusammenarbeit haben sich Marc Hogrebe, langjähriger technischer Geschäftsführer bei Nolte Küchen und Express Küchen, und die Nolte Group auf Hogrebes Wunsch hin auf eine Trennung zum 30. Juni 2023 verständigt. Schliekmann tritt die Nachfolge als Geschäftsführer Technik an.

Hogrebe nahm seine Tätigkeit bei der Nolte Gruppe im November 2009 bei der damals neu gegründeten Express Küchen GmbH & Co. KG auf und zeichnete verantwortlich für den Aufbau des Werkes und die Umsetzung der Werksentwicklungsplanung. Anfang 2015 übernahm er zusätzlich die technische Geschäftsführung von Nolte Küchen. Mit der von ihm entwickelten „Strategie Technik 2025“ wurden entscheidende Weichenstellungen für die technische Ausrichtung der Werke in Löhne und Bruchmühlen mit Blick auf Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen vorgenommen. Die von ihm verantworteten Maßnahmen haben maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Sortiments- und Umsatzentwicklung beider Unternehmen.

Schliekmann wird sein Amt am 1. Juni 2023 antreten. Er ergänzt das aus Melanie Thomann-Bopp und Heiko Maibach (Vertriebsgeschäftsführung Express Küchen) bestehende Geschäftsführungsteam.

Melanie Thomann-Bopp, die nach dem Weggang von Eckhard Wefing im Sommer vergangenen Jahres den Vertrieb und das Marketing von Nolte Küchen zunächst nur interimistisch übernommen hatte, wird diese Ressorts ab sofort neben dem kaufmännischen Bereich vollverantwortlich vertreten.

Georg Konrad Nolte, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Nolte Gruppe, würdigt die großen Verdienste, die Marc Hogrebe in den vergangenen Jahren für die Unternehmen Nolte Küchen und Express Küchen erworben hat. Er bedankt sich im Namen des Beirates und der Familie ausdrücklich für seinen Einsatz und sein Engagement und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Georg Konrad Nolte ergänzt: „Gleichzeitig freuen wir uns, dass es gelungen ist, die vakante Stelle des technischen Geschäftsführers mit Herrn Schliekmann wieder kompetent zu besetzen und so einen reibungslosen Übergang sicherzustellen. Wir wünschen ihm einen guten Start und sind überzeugt, dass das Managementteam den erfolgreich eingeschlagenen Wachstumspfad gemeinsam fortsetzen wird.“

Wer nachlesen will, welchen positiven Einfluss Marc Hogrebe auf den Nolte Küchenbereich hatte, der kann dies in der „möbelfertigung“ 3/2023 tun, die im Laufe dieser Woche erscheint.

„Imm Spring Edition“

Ausstellungskonzept und Eventprogramm

Vom 4. bis 7. Juni findet die „Imm Spring Edition“ in Köln statt. Die Sonderedition der „imm cologne“ zeigt sich mit dem neuen Ausstellungskonzept „Pure Galleries“ experimentierfreudig. Zudem sorgt ein hochkarätiges Eventprogramm für Mehrwert.

Bei „Pure Galleries“ in Halle 11.2 sollen Einrichtungsobjekte „als ästhetischer Ausdruck von Wohnkultur und Designkompetenz“ in ein neues Licht gerückt werden. Wie in einer großen, offen gestalteten Galerie bietet das Konzept kompakte Räume für minimalistische Präsentationen von Markenidentitäten, Visionen und aktuellen Produkten. „Indem wir die Ausstellungsarchitektur nach dem Vorbild einer Galerie entworfen haben, schaffen die einzelnen Markenräume für die Fachbesucherinnen und Fachbesucher neue Perspektiven. Die Einrichtungsobjekte und Präsentationen erscheinen so in unterschiedlichen Betrachtungssphären“, so Bernd Sanden, Direktor der Spring Edition. Das Format wird am ersten Messetag mit einer Vernissage eröffnet.

Das Eventprogramm umfasst unter anderem einen Summit, eine Eröffnungsveranstaltung und die Speakers Corner. Der Summit, den die Messe zusammen mit BVDM und VDM realisiert, dreht sich um die Circular Economy. Er geht am ersten Messetag über die Bühne. Mit dem Sundowner, dem offiziellen Opening Event, wird die „imm Spring Edition“ am Abend des ersten Messetages auf der Piazza eröffnet. Im direkten Anschluss an die Tages-Events Vernissage und Summit soll bei Grillbuffet, Getränken und Musik unter freiem Himmel gefeiert und auf den Restart der internationalen Einrichtungsmesse angestoßen werden.

Snag Tal ist jetzt als Mitglied dabei

Seit März ist Snag Tal Mitglied beim Daten Competence Center. Das 2021 in Herford gegründete Start-up hatte 2021 auf der Sitzung des Fachbeirats Küche/Bad für Aufmerksamkeit gesorgt, als Thomas Leimbrock und Lars Pilgrim ihre Geschäftsidee erstmals der Branche vorstellten.

Snag versteht sich als „digitales Multitool“ für den After Sale. Es digitalisiert, automatisiert und bündelt Prozesse, verknüpft Daten optimal, protokolliert, dokumentiert und ermöglicht eine autarke Kommunikation. Bestandteil des Produktes ist auch die auftrags- und personenbezogene Qualitätssicherung. Entwickelt für die gesamte Möbelbranche, liegt der Fokus im ersten Schritt laut Pressemitteilung auf der Küchenmöbelbranche.

Die webbasierte Auftragsvorbereitungssoftware ‚Snag Web‘ basiert auf der deutschen Low-Code-Plattform ‚Intrexx‘. Für Nutzer ist die ‚Snag App‘ relevant – die mobile und offlinefähige Anwendung für Anlieferung, Montage, (jährliche) Inspektionen, Begutachtungen oder Demontage. Auf Handelsseite ist neben den klassischen Küchenstudios auch von den Großen der Küchenspezialisten schon ein Unternehmen Kunde von Snag. Seitens der Industrie vertraut seit kurzem der erste Küchenmöbelhersteller den Dienstleistungen des Unternehmens.

Gründer Thomas Leimbrock und Anke Lübbe bringen mehr als 25 Jahre Erfahrung aus dem Küchenhandel und der Küchenindustrie mit. Lars Pilgrim deckt mit seiner langjährigen Erfahrung im IT-Bereich den Part der Softwareentwicklung ab. Hinzu kommt ein Team von Entwicklern sowie ein gewachsenes Netzwerk von IT-Partnerunternehmen.

„Es ist schön, jetzt Mitglied und Teil des DCC zu sein – ein für die Branche wichtiger und wertvoller Zusammenschluss für die Themen der Zukunft“, so die drei führenden Köpfe des Start-ups und weiter: „Insbesondere bei dem für uns spannenden Bereich des After Sale freuen wir uns auf die Mitarbeit in den Arbeitskreisen.“

Auch für die Arbeit von DCC-Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer, dessen Assistenz Anika Degenhard und die DCC-Mitglieder aus der Industrie ist dieser Beitritt wichtig. Denn gerade im After Sales-Segment kristallisiert sich zunehmend das Beanstandungsmanagement als ‚bottleneck‘ heraus, welches deshalb ein wichtiges Thema im DCC geworden ist. Erst unlängst wurde dazu ein eigenständiger Arbeitskreis gegründet, in dem sich Snag Tal intensiv einbringen wird. Eine Aufgabe wird die Definition neuer Formate für das digitale Handling von Reklamationen sein.

Bauen Zusammenarbeit aus

BASF und Swiss Krono bauen ihre langjährige Partnerschaft in Bezug auf nachhaltigere Lösungen und Prozesse weiter aus. Mit der Entwicklung neuer Produkte und der Berechnung des CO2-Fußabdrucks (PCF, „Product Carbon Footprint“) arbeiten beide Unternehmen gemeinsam an der Dekarbonisierung der Holzwerkstoffindustrie.

„Unsere Kunden fragen verstärkt nachhaltig hergestellte Produkte nach. Wir bieten darum unser gesamtes Portfolio an Aminoharzen auch biomassebilanziert an und ersetzen im Rohstoffmix der BASF fossile Rohstoffe durch nachwachsende. Dieser Anteil, der für die Produktion der Aminoharze zum Einsatz kommt, wird per Massenbilanzverfahren unseren Endprodukten zugewiesen. Das bedeutet, dass alle unsere biomassenbilanzierten Aminoharze bei gleichbleibenden Produkteigenschaften und Qualitäten einen deutlich niedrigeren PCF aufweisen als das jeweils konventionelle Pendant. BASF ist damit der erste und zurzeit einzige Anbieter solcher Leime und Tränkharze“, erläutert Wolfgang Gutting, Vice President Amino Resins & Nitrogen Based Chemicals bei BASF.

Aminoharze sind für die Produktion von Holzwerkstoffen das wichtigste Bindemittel. BASF produziert Aminoharze am Standort Ludwigshafen bereits seit mehr als 90 Jahren. Deren Weiterentwicklung hin zu einer nachhaltigeren Produktalternative steht im Zeichen der neuen Initiative „Rethink – Recalculate – Reform“, denn seit 2022 berechnet BASF den PCF der Produkte nach einem standardisierten Verfahren. Die Kunden können auf dieser Basis wiederum ihre individuellen CO2- Emissionen kalkulieren.

Mit der Markteinführung von „Kauramin Balance“, bei dessen Produktion 50 Prozent CO2 eingespart wird, und „Kaurit Zero“, das einen PCF von 0 aufweist, bietet BASF seit kurzem ein Portfolio mit deutlich niedrigeren PCFs im Vergleich zu herkömmlichen fossilen Aminoharzen an.

Diese Produkte sind nur ein Beispiel für die Transformation des Produktportfolios, die der Bereich Monomers im Rahmen seiner „Sustainability Roadmap“ verfolgt. Das Portfolio an Produkten mit geringerem CO2-Fußabdruck wird erweitert: Bis 2025 soll für alle großen Produktlinien mindestens eine zirkuläre Alternative angeboten werden. Gleichzeitig wird der Unternehmensbereich technische Optimierungsmaßnahmen priorisieren, um CO2-Emissionen in der Produktion weiter zu reduzieren.

Swiss Krono setzt entlang der gesamten Wertschöpfungskette konsequent auf ein zertifiziertes Energiemanagement, den Einsatz erneuerbarer Energien, Rohstoffe aus nachhaltigen Quellen und einen ressourcenschonenden Fertigungsprozess. An den integrierten Standorten der Gruppe werden über 90 Prozent der eingesetzten Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen gewonnen und recyclierbare Rohstoffe wo immer möglich eingesetzt. „Unsere zehn Produktionsstandorte in Europa und den USA ermöglichen es uns, unsere Ressourcen regional zu beschaffen, um Transportwege zu minimieren. Wir arbeiten kontinuierlich an Innovationen und Optimierungen, um unsere Produkte ganzheitlich noch ökologischer herzustellen und holzbasierte Lösungen für alle Lebens- und Wohnbereiche zukunftsfähig zu entwickeln“, unterstreicht Fabian Kölliker, Head of Group Marketing, Swiss Krono Group.

Mit dem Einsatz von „Kauramin Balance“ leistet Siwss Krono mit der Herstellung eines innovativen Design-Fußbodenbelags Pionierarbeit: Auf der „Bau 2023“ stellte das Unternehmen sein neues Biokomposit-Produkt mit einem Kern aus 80 Prozent Holz vor, welches durch den Einsatz des BASF-Produkts einen um mindestens 30 Prozent niedrigeren PCF aufweist.

Mit „Red Dot“ und „iF Design Award“ ausgezeichnet

Gleich zweimal prämiert: Die Eckschranklösung „Trigon“ wurde sowohl mit dem „Red Dot Award: Product Design 2023“ als auch dem „iF Design Award 2023“ von den Juroren für seine herausragende Formgestaltung ausgezeichnet.

Bei der vom Design Zentrum Nordrhein-Westfalen ausgelobten Auszeichnung „Red Dot“ gingen für die diesjährige Bewertungsrunde Einreichungen aus rund 60 Ländern ein. Alle der etwa 7.900 angemeldeten Produkte wurden von einer vierzigköpfigen internationalen Jury aus 20 Ländern über mehrere Tage individuell bewertet. Ende März traf die mit Spannung erwartete Entscheidung nun im Hause Ninka ein: Der Trigon erhält den „Red Dot Award: Product Design“. Die offizielle Preisverleihung wird am 19. Juni in Essen stattfinden.

Im April dieses Jahres schließlich der zweite Paukenschlag: Auch die in Hannover ansässige iF Industrie Forum Design GmbH, die seit langem international hoch beachtete Designpreise vergibt, zeichnete den Trigon in der Kategorie ‚Küche‘ mit dem „iF Design Award 2023“ aus. Mit 290 von den Juroren vergebenen Punkten liegt diese Eckschranklösung weit über dem Durchschnitt sowohl nach der ‚Kategorie‘ (273 Punkte) als auch in der großen Gruppe der eingereichten ‚Produkte‘ (275 Punkte).

Zur Jurierung standen 2023 insgesamt über 10.500 Einreichungen von rund 4.700 Teilnehmern aus 56 Ländern. Die 133 Juroren aus 20 Nationen haben nun ihre Entscheidung gefällt – und die Preisvergabe in Berlin wird am 15. Mai stattfinden. Angemeldet ist Trigon zudem für den „interzum-Award 2023“. Hier wird unternehmensintern noch ‚gefiebert‘, denn die Bekanntgabe der Preisträger und die Verleihung der Awards wird erst am 8. Mai sein.

Die Auszeichnungen sind ein großer Erfolg für diese noch junge Eckschranklösung. Nicht nur die natürlich-organisch gestylten Dreh-Schub-Böden mit reliefartiger Fassade faszinierten bei der Bewertung. Auch der Beschlag, der für alle Ausführungen und Schrankbreiten zum Einsatz kommt, beeindruckte die Juroren. Gemeinsam sorgen beide System- Bestandteile für maximale Raumnutzung in Unterschränken bzw. in der innovativen Doppel-, der Abschluss- oder der Halbkreis-Ecke. Deutlich wird diese Alleinstellung auch in den Einzelwertungen zum „iF Design Award“, wo Trigon im Segment „Funktion“ mit 75 von 100 gegenüber den durchschnittlichen 50 Punkten Mitbewerber weit hinter sich lässt.

Absatz mehrschichtiger Bodenbeläge geht 2022 um 14 Prozent zurück

Die weltweiten Verkaufszahlen der MMFA-Mitglieder zeigen im Vergleich zu 2021 über alle Kategorien hinweg für das Jahr 2022 einen Gesamtrückgang in Höhe von minus 14 Prozent für mehrschichtige Bodenbeläge. Dieser rückläufige Trend erstreckt sich mit Ausnahme von zwei Regionen über den gesamten Globus: Afrika und Australien/Ozeanien. Die Kategorie „Holz“ litt im vergangenen Jahr mit einem Umsatzrückgang von fast minus 16 Prozent gegenüber 2021 am meisten. Bei den Polymerprodukten macht der Verlust minus 13 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

In der Kategorie Holz war der Rückgang mit einem weltweiten Minus von 16 Prozent und einem Absatz von 12,8 Mio. m² insgesamt sehr ausgeprägt. In ähnlicher Weise ging der Absatz von Polymerprodukten um minus 13 Prozent zurück, wobei im Jahr 2022 91 Mio. m² verkauft wurden.

LVT Flexible Click ist die Kategorie, die mit einem Rückgang von minus31 Prozent (32 Mio. m² verkauft) am stärksten gelitten hat. Die MMFA-Mitglieder verkauften 7,3 Mio. m² an EPC-Produkten, was einem Rückgang von minus 21 Prozent entspricht. In der am besten abschneidenden Kategorie stieg das Verkaufsvolumen von SPC-Produkten um plus 5,5 Prozent auf insgesamt 51,6 Millionen verkaufte Quadratmeter.

Der Rückgang bei allen Polymerprodukten blieb in Europa relativ gering. Trotz der Verkaufsrückgänge bleiben die größten Märkte im Vergleich zu 2021 immer noch dieselben. Westeuropa bleibt mit 49,5 Mio. m² verkaufter Fläche, was einem Rückgang von minus acht Prozent gegenüber 2021 entspricht, weiterhin die mengenmäßig wichtigste Region. Deutschland (15 Millionen m² im Jahr 2022) und Frankreich (13 Millionen m²) sind die Länder, in denen die MMFA-Mitglieder am erfolgreichsten sind. Es folgen die USA mit 30 Mio. m², was einen Rückgang von minus 22 Prozent gegenüber den Verkaufszahlen von 2021 bedeutet. Im Gegensatz dazu verzeichnen Australien/Ozeanien mit plus 20 Prozent (976.886 m²) und Afrika mit + 18,5 Prozent (775.599 m²) ein Wachstum im Jahr 2022.

In Europa ist die Kategorie der SPC-Produkte mit 27,3 Mio. m² verkaufter Fläche im Jahr 2022 (+ elf Prozent) am erfolgreichsten, gefolgt von LVT Click mit 17 Mio. m² (minus 27 Prozent) und EPC-Produkten mit (4,4 Mio. m²; entspricht minus 9 Prozent).

Die Verluste in der Kategorie Holz betrugen minus 24 Prozent (minus 36.846 m²) in Nordamerika und minus 16 Prozent sowohl in Westeuropa (minus 2.258.162 m²) als auch in Lateinamerika (minus 7.163 m²), während Australien/Ozeanien mit +401Prozent und 7.417 verkauften m² im Jahr 2022 (+5.938 m² im Vergleich zu 2021) das größte Wachstum verzeichnete.

Für alle Polymer-Click-Produkte stellten die USA im vergangenen Jahr mit 30,3 Mio. m² den weltweit größten Markt für die MMFA-Mitglieder dar (minus 22 Prozent im Vergleich zu 2021). In Westeuropa waren die drei wichtigsten Länder Deutschland (15 Millionen m²; entspricht minus10 Prozent), Frankreich (13 Millionen m²; entspricht minus 7 Prozent) und Großbritannien (4 Millionen m²; entspricht minus 14,5 Prozent).

Auf globaler Ebene waren die USA im vergangenen Jahr mit insgesamt 19,8 Mio. m² (minus acht Prozent) ebenfalls der größte Markt für Produkte der Kategorie „Rigid Click“, gefolgt von Deutschland (10 Mio. m²; entspricht plus zwei Prozent) und Frankreich (7 Mio. m²; entspricht +20 Prozent). Betrachtet man den osteuropäischen Markt genauer, so liegt Polen an erster Stelle (1,3 Mio. m²; entspricht minus 3 Prozent), gefolgt von der Tschechischen Republik (750.231 m²; entspricht +37 Prozent).

Was den Absatz der Kategorie „LVT Click“ betrifft, so ist Frankreich mit 5,9 Mio. m² für MMFA-Mitglieder in Westeuropa weiterhin der größte Markt für flexible LVT Click-Produkte, trotz eines Rückgangs der Verkaufsmenge um 27Prozent. Es folgen Deutschland mit 4,9 Mio. m² (minus 27,5 Prozent) und Großbritannien (2,3 Mio. m²; minus 28 Prozent). In Osteuropa war die Russische Föderation im Jahr 2022 der größte Markt für LVT Click-Produkte (647.327 m²; entspricht minus 29 Prozent). In Nordamerika sind die USA nach wie vor der größte Markt, auf dem im Jahr 2022 10,5 Mio. m² (minus 39 Prozent) LVT Click-Produkte verkauft wurden.

Für Holzprodukte waren die größten Märkte des MMFA im Jahr 2022 Deutschland (8,5 Millionen m²; entspricht minus 16 Prozent), Österreich (1,4 Millionen m²; entspricht minus sieben Prozent) und Dänemark (434.222 m²; entspricht minus 29 Prozent). In Osteuropa war die Tschechische Republik mit 413.439 m² der größte Markt (minus 4 Prozent).

Mit der Rückkehr der Verkaufszahlen auf das Niveau von 2019 hat die Pandemie den MMF-Markt eindeutig auf den Kopf gestellt, was darauf hindeutet, dass der starke Anstieg der Verkaufszahlen zwischen 2020 und 2021 künstlich war. Der Renovierungsminus und Heimwerkerdrang der Verbraucher sowie die Erhöhung der gelagerten Mengen durch Großminus und Einzelhändler haben die Verkaufszahlen in den letzten Jahren in die Höhe getrieben. Allerdings haben die höheren Logistikminus und Rohstoffkosten den Absatz der MMFA-Mitglieder im Jahr 2022 stark beeinträchtigt. Darüber hinaus haben sich der Konflikt in der Ukraine und die anschließende Energiekrise stark auf den Absatz der MMFA-Mitglieder ausgewirkt. Es ist daher schwer abzuschätzen, ob der Rückgang der MMF-Verkaufszahlen für Bodenbeläge von Dauer sein wird oder ob der Markt bald zu seinem normalen Rhythmus zurückkehren wird.