Dank hauptsächlich europäischer Zulieferer ohne Engpässe in der Krise
Die Industrieproduktion basiert in zahlreichen Unternehmen auf weltweit verknüpften und hoch komplexen Lieferketten. Dass dies zu Schwierigkeiten führen kann, hat nicht nur die Entwicklung der vergangenen Wochen gezeigt, sondern zeichnete sich bereits in der Finanzkrise 2008/2009 ab. Linak konnte in den vergangenen Wochen seine Kunden wie gewohnt mit elektrischen Hubsäulen und Verstellantrieben beliefern. Das dänische Unternehmen produziert die elektrischen Hubsäulen für den europäischen Büromöbelmarkt ausschließlich in Guderup, nahe der deutsch-dänischen Grenze. Dank eines hohen Automatisierungsgrades können die Hubsäulen zu einem wettbewerbsfähigen Preis produziert werden.
In den vergangenen vier Jahren hat Linak 50 Millionen Euro in den Ausbau der Hubsäulenproduktion für den Möbelbereich investiert. Linak setzt außerdem als europäischer Hersteller bei den Produkten für den Büromöbelmarkt zum größten Teil auch auf europäische Zulieferer. „Wir sind sehr stolz darauf, dass die meisten Bauteile für unsere Hubsäulen von europäischen Zulieferern stammen“, betont Finn Lausten, verantwortlich für den Einkauf der Möbelsparte bei Linak. „50 Prozent des Stahls für die ,DL5‘, ,DL6‘, ,DL17‘ und ,DL19‘ Säulen kommen aus Deutschland. Den Rest bezieht Linak von anderen europäischen Herstellern.“ Auch bei anderen Bauteilen wie Motor, Getriebe, Schrauben oder ähnlichen Elementen setzt der dänische Hersteller auf kurze Einkaufswege und bezieht diese vor allem von europäischen Herstellern. Lediglich bei den elektronischen Bauteilen kommen asiatische Lieferanten ins Spiel. „Das ist ein Ergebnis der weltweiten Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte, in denen die Entwicklung und die Fertigung von elektronischen Bauteilen mehr und mehr nach Asien ausgelagert wurden. Zulieferer in Europa, die den hohen Qualitätsanspruch von Linak erfüllen, gibt es in diesem Bereich kaum noch“, stellt Finn Lausten fest.
Qualität und Lieferfähigkeit haben für Linak oberste Priorität. Kurze Lieferwege ermöglichen nicht nur eine hohe Flexibiltät, sondern wirken sich darüber hinaus auch positiv auf die CO2 Bilanz und die Nachhaltigkeit aus. „Wir müssen für unsere Kunden in Europa nicht den Stahl um die halbe Welt transportieren, was ja nicht besonders nachhaltig ist“, erläutert John Frost, Vice President und weltweit verantwortlich für den Bereich Möbel bei Linak A/S. Linak ist bestrebt, die Produktion möglichst nah an dem jeweiligen Markt aufzubauen. So werden die elektrischen Hubsäulen für den amerikanischen Markt auch in Amerika gefertigt. Hier sind wiederum andere Lieferketten aufgebaut, ohne einen Kompromiss an den Qualitätsanspruch einzugehen. „Das Thema Nachhaltigkeit wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Wir möchten aus diesem Grund unseren Kunden weltweit die Möglichkeit geben, mit uns als Partner ebenfalls nachhaltig zu produzieren“, so John Frost abschließend.













