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Autor: Hahn, Sebastian

Interprint

Hoher Besuch in Arnsberg

Barbara Konner, Hauptgeschäftsführerin der deutsch-brasilianischen Außenhandelskammer in Sao Paolo war im April zu Gast bei Interprint in Arnsberg. Anlässlich der DesignDays 2024 überzeugte sie sich von den Innovationen der international agierenden Gruppe. Beeindruckt von den Erlebnissen versprach sie, den Ausbau der Aktivitäten in Brasilien weiter zu unterstützen.

„Think global, act local“. Mit dieser Philosophie hat sich Interprint seine Position als einer der weltweit führenden Hersteller für dekorative Oberflächen für die Holzwerkstoff-, Fußboden- und Möbelindustrie gesichert. So produziert Interprint auch seit 2015 in Sao Jose dos Pinhais im brasilianischen Bundesstaat Parana. Durch die Produktion im damals neu errichteten Werk gehört Interprint mittlerweile auch in Südamerika zu den führenden Anbietern dekorativer Oberflächen.

Barbara Konner nutzte die DesignDays im April, um sich vor Ort von der Leistungs- und Innovationskraft der Arnsberger Dekordrucker zu überzeugen. Weg vom Trenddenken, hin zu den Bedürfnissen der Kunden war die Devise. Deshalb hat Interprint die verschiedenen flexiblen Editions entwickelt. Vor Ort wurde mit allen Sinnen erlebbar gemacht, welche Relevanz entsteht, wenn sich Kreativität und technologisches Können mit einem starken Kundenverständnis verbinden. Bei der Tour durch die verschiedenen Lifestyle- und Erlebniswelten konnte der brasilianische Gast begeistert feststellen, warum Interprint zu Recht als Impulsgeber, Treiber und Stilberater der Branche gilt.

In einem anregenden Austausch mit CEO Jens Bauer bedankte sich Barbara Konner für das Engagement in Brasilien. Gleichzeitig versprach sie auch, weiterhin die Aktivitäten von Interprint in Brasilien zu unterstützen und lud zu einem Gegenbesuch ein. Im Herbst wird eine Interprint Delegation das Angebot annehmen und Frau Konner das Werk in Sao Jose dos Pinhais näher vorstellen.

Surplex Logo
Surplex

Auktion von Gebrauchtmaschinen aus Schweizer Möbelwerkstätte

Über die Plattform Surplex.com haben Interessierte die Möglichkeit Holzbearbeitungsmaschinen zu ersteigern. Die Auktion für hochwertige Holzbearbeitungsmaschinen aus einer Schweizer Möbelwerkstätte endet am 22. Mai.

Bedingt durch eine Schließung stehen über 200 Artikel zur Versteigerung. Von hochwertigen Maschinen bis Werkstattzubehör ist für jeden Interessierten etwas dabei. Zu den Highlights der Auktion gehören:

  • IMA Novimat/I/R75/950/L20 Kantenanleimmaschine mit Rückführung
  • CEFLA MITO 2P Lackierstraße
  • HEESEMANN MFA IMPRESSION-130 Breitbandschleifmaschine
  • HOLZMA HPP 300/43/43 PROFILINE Plattenaufteilsäge
  • HOMAG OPTIMAT BOF 612/34/13/2 K Bearbeitungszentrum

Die Artikel befinden sich an drei verschiedenen Standorten in der Schweiz und können unter vorheriger Absprache am 21.05. besichtigt werden. Zusätzlich steht eine 3D-Tour zur Verfügung, die einen virtuellen Rundgang und detaillierte Ansichten der Maschinen ermöglicht.

Zur Auktion

RICS

Bautätigkeit gewinnt leicht an Schwung

RICS hat den „Global Construction Monitor“ für das erste Quartal 2024 veröffentlicht. Demnach ist in Europa eine leichte Erholung sichtbar. Zudem wurde in Nord-, Mittel- und Südamerika eine Belebung verzeichnet, und die Bedingungen in MEA sind weiterhin solide. Allerdings wird die Dynamik nach wie vor durch finanzielle Engpässe und einen Mangel an Arbeits- bzw. Fachkräften gebremst, die beide in vielen Teilen der Welt als erhebliche Hindernisse für die Bauindustrie genannt werden.

Auf globaler Ebene verzeichnete der Bautätigkeitsindex (CAI) im ersten Quartal einen Wert von +15, gegenüber +10 beim letzten Mal. Die bemerkenswerteste Entwicklung der aktuellen Ergebnisse ist in Europa zu beobachten, wo der CAI zum ersten Mal seit Anfang 2022 wieder leicht im positiven Bereich liegt. Den stabilsten Wert aller Weltregionen weist aktuell die Region Nord-, Mittel- und Südamerika auf: Der CAI stieg hier von +24 in der letzten Umfrage auf jetzt +32.

In Europa verbesserte sich der CAI im ersten Quartal auf +6, nachdem er zuvor bei -6 gelegen hatte. Es ist seit Anfang 2022 damit das erste Quartal, in dem sich der CAI im expansiven Bereich bewegt. Dennoch deutet ein Wert, der nahe bei Null liegt, zum jetzigen Zeitpunkt nur auf eine bescheidene Erholung hin. Im ersten Quartal drehten in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Spanien die jeweiligen CAI-Werte aus dem negativen in den positiven Bereich. Dies ist ein deutlicher Stimmungsumschwung im Vergleich zu dem durchweg negativen Bild, das sich über weite Teile des Jahres 2023 zeigte. In Deutschland stieg der CAI von -21 auf +12. Irland und Italien verzeichneten zum zweiten Mal in Folge CAI-Werte von über +20. Frankreich ist nun der einzige europäische Markt, der einen negativen CAI-Wert aufweist.

Bei den regionalen Zwölfmonatsaussichten in der Arbeitsauslastung hat sich die zuvor negative Einschätzung im privaten Wohnungsbau in Europa in den positiven Bereich gedreht. Hier rechnet ein Nettosaldo von +19 Prozent der Befragten nun mit einem Anstieg, vorher waren es -11 Prozent. Auch im privaten Nichtwohnungsbau rechnen die Umfrageteilnehmer auf gesamteuropäischer Ebene in den nächsten zwölf Monaten mit einer Zunahme der Bautätigkeit.

Elisabeth Emprechtinger
Team 7

Elisabeth Emprechtinger ist neue Marketingleiterin

Mit dem 1. Mai hat Elisabeth Emprechtinger die Team 7 Marketingleitung übernommen. Damit geht das Familienunternehmen aus Oberösterreich einen weiteren entscheidenden Schritt im Generationswechsel – und stellt sich mit starken Impulsen im Brand & Communication Design für die Zukunft auf.

Schon seit Februar 2023 setzt sie zukunftsweisende Impulse im Marketing. Vor allem Projekte im Online-Bereich wie der Relaunch der Website tragen bereits ihre Handschrift. Zuvor begann Elisabeth Emprechtinger als Einrichtungsplanerin im Store Wien, um sich auf ihre Aufgaben im Unternehmen vorzubereiten. Sie verfügt mit erfolgreichen Abschlüssen in Wirtschaftsinformatik und Grafik-Design sowohl über die technische als auch die kreative Expertise für ihre neue Position. Ihr vielseitiges Know-how konnte sie bereits als Grafikdesignerin in einer Werbeagentur und als Consultant Data Analyst bei einer Consulting-Gruppe in Wien einsetzen.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, erklärt Elisabeth Emprechtinger. „Wir wollen unsere Werte und Stärken noch intensiver in der Kommunikation transportieren. Team 7 ist internationaler Impulsgeber für Interior Design mit natürlicher Ästhetik, und das soll auch der Auftritt der Marke auf allen Ebenen widerspiegeln.“

Bereits seit dem 1. Juni 2023 ist Stefan Emprechtinger – neben Hermann Pretzl – Teil der Geschäftsführung und hat zuletzt auch die Vertriebsleitung inne.

Der neu konstituierte Verwaltungsrat von DER KREIS (v.l.n.r.): Klaus Speck, Jan Schreckenberg, Stephan Wörwag, Ernst-Martin Schaible, Andreas Ullrich, Nina Reinecke, Jutta Nagel und Erich Pfleiderer
Der Kreis

Verwaltungsrat neu gewählt

Im Rahmen der diesjährigen Gesellschafterversammlung von Der Kreis am 03. Mai 2024 in Stuttgart wurde satzungsgemäß der Verwaltungsrat turnusgemäß neu gewählt. Gewählt wurden Erich Pfleiderer (Küchenhaus Pfleiderer, Winnenden), Jutta Nagel (Nagel Küchen, Velen), Jan Schreckenberg (Küchenspezialisten Schreckenberg, Leverkusen), Andreas Ullrich (Küchen Ullrich, Füssen) und Nina Reinecke (Die Küche Reinecke, Wolfenbüttel). Für die Einkaufsgesellschaft für Küche und Wohnen mbH ist Geschäftsführender Gesellschafter Ernst-Martin Schaible und die von ihm berufenen Verwaltungsräte, Syndikus Stefan Wörwag und Klaus Speck, Geschäftsführer Euroteam fester Bestandteil.

Die bisherige Verwaltungsrätin Simone Rieth wurde von Der Kreis-Chef Ernst-Martin Schaible herzlich verabschiedet. Sie konnte für das Amt nicht erneut kandidieren, da sie nicht mehr Geschäftsführerin und Gesellschafterin ihres bisherigen Unternehmens rk küchenkultur in Böblingen ist. Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde Nina Reinecke, welche die Geschäftsführung ihres väterlichen Unternehmens zusammen mit einem Partner übernommen hat. Sie war von Jugend an aktive Teilnehmerin bei den Der Kreis Nachwuchsförderprogrammen JuniorenKREIS, F&P Management sowie ERFA-Gruppen.

Direkt im Anschluss an die Gesellschafterversammlung fand die konstituierende Sitzung des neuen Verwaltungsrats statt, deren Aufgabe es war, den Vorsitzenden zu wählen. Erich Pfleiderer wurde zum wiederholten Male einstimmig als Vorsitzender bestätigt.

Koelnmesse

Knackt zum 100. Jubiläum Umsatzrekord und eröffnet eines der modernsten Konferenzzentren Europas

Die Koelnmesse feiert ihren 100. Geburtstag und verkündet für den Konzern einen Rekordumsatz von vorläufig 416 Millionen Euro im Jahr 2023. Zu diesem Erfolg trugen weltweit 67 Veranstaltungen bei, darunter 19 Eigen- und 21 Gastveranstaltungen sowie 3 Corporate Events in Köln. Überragend war vor allem der Zuspruch der internationalen Aussteller mit 78 Prozent. „Das Jahr 2023 war ein beeindruckendes Comeback, mit dem die Koelnmesse zu alter Strahlkraft zurückgefunden hat“, sagt Gerald Böse, CEO der Koelnmesse GmbH.

Flankiert durch das Effizienzprogramm RECOVER25 erwirtschaftete die Koelnmesse ein vorläufiges positives Ergebnis von 42 Millionen Euro und übertraf somit die eigenen Erwartungen deutlich. Der Umsatzanstieg um mehr als 70 Prozent basiert auf dem Wegfall der coronabedingten Beschränkungen sowie dem turnusgemäß starken ungeraden Veranstaltungsjahr. Während die Koelnmesse erstmals 2019 einen Umsatz jenseits der 400 Millionen-Euro-Grenze erreichte, waren die Umsätze 2020 auf 94,3 Millionen Euro eingebrochen und erholten sich in den Folgejahren nur langsam auf zunächst 134,2 Millionen Euro (2021) und 240 Millionen Euro (2022). Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich der Konzernumsatz auf vorläufig 416 Millionen Euro.

„Die Gesellschafter haben die Koelnmesse während der schwierigen Pandemiejahre unterstützt. Ich war immer überzeugt, dass das Messegeschäft den persönlichen Kontakt braucht. Die Entwicklung der Zahlen bestätigt dies. Ich bin froh, dass die Messe sich so gut von der Krise erholt hat. Dieses erfolgreiche Messejahr verdankt die Koelnmesse auch ihren engagierten Mitarbeitenden“, betont Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeisterin Henriette Reker den Anteil der Belegschaft am Unternehmenserfolg. Die Mitarbeiterzahl des Koelnmesse Konzerns stieg auf durchschnittlich 1.106 im Jahr 2023 (Vorjahr 1.017) und liegt somit höher als noch in den Vor-Coronajahren. Bundesweit sichert das Kölner Messegeschäft über 18.500 Vollzeit-Arbeitsplätze.

Im Programm der Koelnmesse fanden 2023 weltweit 67 Veranstaltungen statt, an denen über 37.800 ausstellende Unternehmen aus 126 Ländern und mehr als 1,7 Millionen Besucherinnen und Besucher aus 217 Ländern teilnahmen. „Das Messejahr 2023 hat eindrucksvoll gezeigt: Messen bleiben unverzichtbarer Treiber für die Wirtschaft und sind als Plattform für Innovationsaustausch und wegweisende Ideen unersetzlich“, so Gerald Böse. Aktueller denn je seien Messen ein wichtiger Bestandteil für die Herausforderungen der Zukunft und tragen maßgeblich zur Gestaltung einer nachhaltigen Wirtschaft bei.

Die für das Gastveranstaltungs-, Kongress- und Eventgeschäft verantwortliche Tochtergesellschaft Koelncongress übertraf mit einem Ergebnis in Höhe von voraussichtlich sieben Millionen Euro ebenfalls ihre eigenen Ergebniserwartungen für 2023.

„Die Handbremse des Handels in Richtung Messe hat sich gelöst“, freut sich Oliver Frese, COO der Koelnmesse. Besonders erfreulich sei, dass nach einem starken Comeback der ausländischen Aussteller nun auch deutsche Aussteller mit einem Buchungsplus von teilweise 15 bis 30 Prozent zurückkommen. Dieser Aufwärtstrend spiegelt sich auch in der steigenden Zahl der Messebesucherinnen und Besuchern aus Deutschland, bei denen ein Plus von über 20 Prozent zu verzeichnen ist. „Nahezu alle Handelsketten aus Deutschland waren auf den aktuellen Messen in Köln wieder vertreten. Dabei haben viele Händler direkt vor Ort substanzielle Aufträge und Ordervolumina vergeben“, berichtet Frese aus Rückmeldungen der ausstellenden Unternehmen.

„Wir haben das Geschäftsjahr wieder ambitioniert geplant und erkennen aber gleichzeitig, dass noch viele Herausforderungen vor uns liegen und wir uns in volatilen Märkten bewegen“, blickt Prokurist Volker Ahrberg auf das laufende Jahr. Die erwartete Wirtschafts- und Geschäftsentwicklung zugrunde gelegt, liegt im turnusbedingt schwächeren Jahr 2024 der geplante Umsatz für den Konzern bei 369,5 Millionen Euro. „Wichtig ist, nicht aus den Augen zu verlieren, worum es uns geht: um eine auch finanziell nachhaltige Messewirtschaft als Basis einer guten Zukunft.“ Für das laufende Messejahr stehen 70 Veranstaltungen an. Zu den Messe-Highlights im zweiten Halbjahr 2024 in Köln zählen unter anderem die internationalen Leitmessen Spoga+Gafa, die Gamescom, DMEXCO und Orgatec.

Carsten Bungard verstorben
Likora

Firmengründer Carsten Bungard verstorben

Die Likora GmbH in Horn-Bad Meinberg trauert um Carsten Bungard. Der Gründer und langjährige Geschäftsführer des Unternehmens ist am 29. April im Alter von 70 Jahren verstorben.
Carsten Bungard gründete die Likora GmbH im Jahr 1983 und legte damit den Grundstock für einen erfolgreichen Familienbetrieb, der sich über die letzten 40 Jahre als global agierender Hersteller von Oberflächen-Lösungen etablieren konnte.

Weiteres Wachstum im Blick entschied sich Carsten Bungard im Jahr 1990 für den Umzug in eine neu errichtete Halle im ostwestfälischen Horn-Bad Meinberg, den heutigen Sitz von Likora.
Seit Beginn seiner Karriere hatten Service, Flexibilität, Persönlichkeit und individuelle Lösungen oberste Priorität – Werte, die bis heute tief in der Likora-Philosophie verankert sind.
2010 legte Carsten Bungard zusammen mit Lamigraf die Basis für die erste Ausbaustufe der heute intensivierten, erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem spanischen Dekordrucker.

Durch die leider sukzessive Verschlechterung seines Gesundheitszustands entschied sich die Familie dazu, im Jahr 2012 den Generationswechsel zu vollziehen. Sein Sohn Christian Bungard übernahm die Geschäftsführung und leitet seitdem die Geschicke des Unternehmens.
In dieser Zeit durfte Carsten Bungard durch eine Organ-Transplantation seinen zweiten Geburtstag feiern, wurde Großvater und konnte die Entwicklung seines Unternehmens aus einer neuen Perspektive genießen. Bis zuletzt hat er alle Entwicklungsschritte der Likora mit großem Interesse verfolgt.

„Mit meinem Vater verlieren wir eine unheimlich charismatische und geschätzte Persönlichkeit, die uns und vielen langjährigen Wegbegleitern schmerzhaft fehlen wird“, so Christian Bungard.

Ronja Zoppke, International Marketing & Sustainability Manager, Aquinos Bedding.
Aquinos Bedding

Geht 2024 die Umsetzung des Digitalen Produktpasses an

Zukünftig werden alle Produkte mit einem Digitalen Produktpass versehen werden. Aquinos Bedding legt mit Matratzen schon mal vor: Die RFID-Etiketten auf den Produkten können am Ende des Lebenszyklus im Recyclingzentrum gescannt werden, so dass die Demontagebetriebe die bei der Herstellung verwendeten Materialien sofort erkennen und sie effizienter und effektiver trennen können. Auch Endkunden werden in der Lage sein, den QR-Code mit ihrem Smartphone zu scannen. Ronja Zoppke, International Marketing und Sustainability Manager von Aquinos Bedding, erklärt, warum das Unternehmen jetzt schon aktiv ist.

möbelfertigung: Frau Zoppke, warum begrüßen Sie den Digitalen Produktpass?
Ronja Zoppke:
Als Hersteller sehen wir uns in der Verantwortung, eine Vorreiterrolle in Sachen Kreislaufwirtschaft einzunehmen. Der Digitale Produktpass ist der logische und absolut notwendige nächste Schritt. Das Thema Nachhaltigkeit ist in unserer Produktstrategie mit besonderem Fokus auf die Recyclingfähigkeit verankert: Die Schonung ökologisch wertvoller Ressourcen, die Vermeidung von Abfällen und die nachhaltige Produktgestaltung (Ökodesign) sind Prinzipien, mit denen wir uns intensiv auseinandersetzen. In Deutschland haben wir zum Beispiel unter der Marke Schlaraffia bereits eine modulare Öko-Design-Matratze auf dem Markt. Sie besteht aus leicht zu trennenden Komponenten, die alle recycelbar sind. Am Ende ihrer Lebensdauer kann sie einfach in ihre Einzelteile zerlegt und recycelt werden. Der Digitale Produktpass ist nun der letzte logische Schritt, um dieses Öko-Design über die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zur Entsorgung und Wiederverwertung recycelbar zu machen, denn er ermöglicht es den Recyclingunternehmen, in wenigen Sekunden zu erkennen, aus welchen Komponenten das Produkt besteht.
Obwohl wir davon ausgehen, dass unsere heutigen Produkte erst nach etwa 10 Jahren oder mehr entsorgt werden, da wir großen Wert auf Langlebigkeit legen, ist es an der Zeit, den Digitalen Produktpass einzuführen. Je schneller er flächendeckend eingeführt wird, desto mehr wird in zehn Jahren identifizierbar sein.
Außerdem steht die gesetzliche Verpflichtung vor der Tür. Derzeit nennt die EU das Jahr 2027 als spätesten Termin für die Einführung des Digitalen Produktpasses. Wir wollen vorbereitet sein und mit gutem Beispiel vorangehen. Nicht die neue Rechtslage, sondern die umfassende Umsetzung wird ein zufriedenstellendes Ergebnis liefern. Um dies zu erreichen, gehen wir mit gutem Beispiel voran, indem wir sehr früh mit der Einführung beginnen. Durch aktive, offene Kommunikation und Vernetzung wollen wir Industrie und Handel zum Mitmachen anregen. Umdenken ist hier der Schlüssel zum Erfolg.


möbelfertigung: Wie trägt der Digitale Produktpass denn zur Kreislaufwirtschaft bei?
Ronja Zoppke:
Vor allem bei komplexen Produkten wird es beim Recycling wichtig sein, das Produkt zusammen mit den Informationen bereitzustellen, welche Materialien verwendet werden und wie sie zusammengesetzt sind.
Bislang ist die Zerlegung von Matratzen sehr mühsam, ein großer Teil wird manuell durchgeführt, was ziemlich ineffizient und kostspielig ist. Es gibt Studien, die die thermische Verbrennung derzeit als effizienter beschreiben.
Das wollen wir aber in einer Kreislaufwirtschaft nicht mehr hinnehmen – wir wollen Wertstoffe wieder nutzbar machen. Hier wird der Digitale Produktpass eine wichtige Rolle spielen, um den Recyclingprozess effizienter zu gestalten oder in manchen Fällen überhaupt erst zu ermöglichen. Das macht den Digitalen Produktpass unverzichtbar für die Kreislaufwirtschaft. Man kann von außen nicht sehen, was in einer Matratze oder einem Bett steckt, also muss man die Informationen bereitstellen. Am Ende des Lebenszyklus eines Produkts muss das Recyclingunternehmen wissen, wie es zu demontieren und zu entsorgen ist.


möbelfertigung: Die genauen Richtlinien, wie der Produktpass auszusehen hat sind noch nicht klar. Warum fangen Sie jetzt schon an?
Ronja Zoppke:
Warum warten? Wenn es um Nachhaltigkeit und die Kreislaufwirtschaft geht, müssen Lösungen eher früher als später gefunden werden – ein Umdenken kann nur gemeinsam erreicht werden. Unserer Meinung nach macht es keinen Sinn, im Geheimen an der bestmöglichen Lösung zu basteln. Es ist viel wichtiger, dass wir handeln. Wir gehen gerne proaktiv vor, wollen andere inspirieren und motivieren und stellen uns gerne dem offenen Dialog innerhalb der Branche.
Gerade weil der Digitale Produktpass sicherlich auch Herausforderungen mit sich bringt, ist es wichtig, aktiv zu werden. Dabei profitieren wir natürlich auch von der engen Zusammenarbeit mit Triple R, das nicht nur als Lieferant, sondern auch als Wissensnetzwerk fungiert.


möbelfertigung: Viele Unternehmen – insbesondere kleinere – machen sich große ­Sorgen, ob sie überhaupt in der Lage sein werden, ­einen Digitalen Produktpass zu erstellen. Wie organisieren Sie Ihre Daten?
Ronja Zoppke:
Der Digitale Produktpass ist in der Tat eine Herausforderung. Aber eine, der wir uns gerne stellen, weil sie nicht nur sinnvoll, sondern absolut notwendig ist. Deshalb wollten wir auch so früh wie möglich mit der Umsetzung beginnen.
Im Moment gibt es noch keine genauen Vorgaben, welche Daten in den Digitalen Produktpass aufgenommen werden müssen. Wir priorisieren daher die Informationen, die für die Nutzung am Ende des Lebens wichtig sind. Die meisten Daten sind vorhanden, wir müssen sie nur sammeln und digital in einer Datenbank speichern. Da die Daten digitalisiert sind, können wir sie jederzeit ändern und ergänzen – je nach den Anforderungen des Gesetzgebers. Die frühzeitige Kennzeichnung ist im Moment wichtiger als die Vollständigkeit der Daten.

Das Interview finden Sie auch in der Ausgabe 3/24 der möbelfertigung. Noch mehr zum Digitalen Produktpass gibt es dort zum Beispiel von Dr. Olaf Plümer zu lesen, der das Konsortium Furniture X vorstellt.

Podcast Licht
Möbelfertigung. Der Podcast. #Folge 38

Licht im Möbel und in Räumen

Die Bedeutung von Licht am und im Möbel, sowie natürlich in Räumen, ist nicht zu unterschätzen. Welche Rolle dieser Aspekt spielt ­– und welche er spielen sollte – beleuchtet die neue Ausgabe unseres Podcasts.
Darüber spricht Stefan Müller, Redaktionsleiter der „möbelfertigung, mit dem Gründer des Lichtinstituts Melalux, Rolf Göbel, der sich in Zusammenarbeit mit dem Melatoninforscher und Intensivmediziner Prof. Dr. Soyhan Bagci mit den biologischen, physiologischen und psychologischen Wirkungen von Licht auf den Menschen beschäftigt.

Direkt reinhören können Sie HIER – und auch überall sonst, wo es Podcasts gibt, von Deezer bis Spotify.

Haben Sie den letzten Podcast schon gehört, unsere Nachberichterstattung zum Messedoppel Holz-Handwerk und Fensterbau-Frontale in Nürnberg? Auch dieses Hörstück finden Sie auf unserem Podcastportal: https://moebelfertigungpodcast.libsyn.com/ Wir haben für diesen Podcast auch viele O-Töne aus der Branche für Sie recorded, mit dabei sind unterschiedlichste Unternehmen von der Weinig Group, über Schmalz und Salvamac, bis Atmos und Leitz.

Sie haben ein spannendes Thema, über das Sie gern mal mit einem Redakteur der „möbelfertigung“ im Podcast diskutieren möchten? Dann melden Sie sich bei Doris Bauer, doris.bauer@vincentz.net

Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ihr Produkt in einem Podcast zu bewerben. Oder auch als Premium-Sponsor bei jedem neu erscheinenden Podcast genannt zu werden. Genauso ist es möglich, einen gesamten Podcast zu Ihrem Unternehmen zu recorden. Über sämtliche zur Verfügung stehenden Möglichkeiten informiert Sie gerne Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@vincentz.net