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Autor: Hahn, Sebastian

Die beiden Geschäftsführer Philipp und Martin Blum blicken positiv in das kommende Geschäftsjahr.
Blum

Umsatz bleibt nahezu stabil

Blum schließt das Wirtschaftsjahr 2023/2024 per 30. Juni 2024 mit einem Umsatz von 2.297,16 Mio. Euro ab. Mit einem leichten Rückgang von -1,2 Prozent liegt der Umsatz damit auf einem konstanten Niveau zum vergangenen Wirtschaftsjahr. Der Beschlägespezialist begrüßt die stabile Entwicklung und setzt gleichzeitig auf Stabilität für die 9.294 Mitarbeitenden weltweit.

Philipp Blum, Geschäftsführer der Blum-Gruppe, erläutert die Hintergründe: „Die ersten Monate des vergangenen Wirtschaftsjahres waren für uns und die gesamte Branche herausfordernd.  Allerdings zeichneten sich in der zweiten Hälfte des Jahres positive Signale ab und wir nehmen Verbesserungen wahr, auch wenn wir uns nach wie vor in einem schwierigen Marktumfeld befinden. Derzeit liegen vor allem die Kosten für Rohstoffe, Energie und Personal auf einem sehr hohen Level.“ Die Inflation und die damit verbundenen Preissteigerungen spüren auch die Endverbraucherinnen und Endverbraucher, investieren vorsichtiger und Neuanschaffungen werden sehr gut überlegt. In weiterer Folge geht der Ausstattungsgrad von Küchen aktuell leicht zurück, das wirkt sich auch auf Beschlägehersteller aus. Geschäftsführer Martin Blum erkennt darin auch Chancen: „Wir sehen die schwierige Marktsituation als Auftrag an uns, noch mehr auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen. Unsere weltweit 9 294 Mitarbeitenden arbeiten gemeinsam daran, Blum weiterzuentwickeln und unsere Kunden mit innovativen Produkten zu begeistern“

Während die Situation in Nord- und Zentraleuropa weiterhin herausfordernd bleibt, sieht Blum in Osteuropa eine erfreuliche Entwicklung des Marktes – trotz der schwierigen Rahmenbedingungen. In den Regionen Nord- und Südamerika sowie Asien und Pazifik findet eine stabile Seitwärtsbewegung statt, allerdings erholt sich vor allem die chinesische Wirtschaft nur sehr langsam. Die Region Mittlerer Osten und Afrika zeigt weiterhin eine gute Entwicklung.  „Wir sind positiv gestimmt, dass wir mit der Einführung und Vermarktung unserer Neuprodukte die richtigen Impulse setzen“, sagt Philipp Blum und geht weiterhin von einem mittelfristigen Wachstum aus.

Um dieses Wachstum zu ermöglichen, hat Blum auch in diesem Wirtschaftsjahr wieder zukunftsgerichtet Investitionen getätigt: Das Gesamtvolumen im Wirtschaftsjahr 2023/2024 betrug insgesamt 287 Mio. Euro. Ein wichtiger Schritt, den Blum im vergangenen Wirtschaftsjahr gesetzt hat, war der Kauf des belgischen Unternehmen Van Hoecke. Der langjährige Partner und Vertreter für Belgien, Niederlande und Luxemburg wird nun in die Blum-Familie integriert. Zudem wurden weltweit Schauräume überarbeitet beziehungsweise neu eröffnet, wie zum Beispiel in Christchurch, Istanbul, Tunis, Melbourne, Johannesburg oder Tokyo. Ein Großteil der Investitionen von Blum, in diesem Jahr 182 Mio. Euro, entfallen dennoch auf den Hauptstandort Vorarlberg: Die Erweiterung des Werk 6 in Gaißau wurde abgeschlossen, in Bregenz und Höchst schreitet der Ausbau der Werke voran. Auch im Osten Österreichs hat sich das Familienunternehmen eine langfristige Wachstumsmöglichkeit gesichert: In St. Pölten wird das erste österreichische Blum-Werk außerhalb von Vorarlberg entstehen. Der Beschlägespezialist will in Zukunft eine über 100.000 Quadratmeter große Fläche wiederbeleben. „Einen konkreten Starttermin für das neue Werk gibt es derzeit noch nicht, das hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung ab“, erklärt Martin Blum, lobt aber bereits den zukünftigen Standort: „Wir freuen uns, dass wir mit dem Voith-Areal in St. Pölten einen Standort gefunden haben, der sehr gut in unseren europäischen Produktions- und Logistikverbund passt.“

Für die Zukunft setzt das Familienunternehmen weiterhin auf den Standort Österreich: „Hier liegen unsere Wurzeln und wir fühlen uns unserer Heimat verbunden“, ist Martin Blum überzeugt, ergänzt allerdings: „Dennoch müssen wir als exportierendes Unternehmen international wettbewerbsfähig bleiben. In Österreich wie auch Europa haben wir derzeit mit einigen Herausforderungen zu kämpfen – etwa mit hohen Lohnkosten, steigenden Energie- und Rohstoffpreisen oder auch der doch oft mühsamen Bürokratie. Wir wünschen uns, dass hier künftig Maßnahmen gesetzt werden, um die Situation für standorttreue Unternehmen wie uns zu verbessern.“ Für die Zukunft rechnen die beiden Blum-Geschäftsführer mit weiteren Herausforderungen, aber auch einer langfristigen Entspannung der Lage: „Wir sind guter Dinge, dass gegen Ende des Jahres 2024 die Konjunktur anzieht und die Nachfrage an unseren Beschlägen wieder zunimmt“, so Philipp Blum und Martin Blum schließt ab: „Unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung werden wir all unsere Energie, unseren Einfallsreichtum und unsere Innovationskraft nutzen, um weiterhin für unsere Kunden ein zukunftsträchtiger Partner und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein stabiler Arbeitgeber zu bleiben.“

Im fünfzigsten Jahr ihres Bestehens erwartet die NürnbergMesse einen Rekordumsatz, das gaben CEO Peter Ottmann (l.) und Dirk Blum, Mitglied des Executive Boards, bekannt.
NürnbergMesse

Rekordumsatz im Jubiläumsjahr

In ihrem Jubiläumsjahr 2024 erwartet die NürnbergMesse einen Rekordumsatz von über 350 Mio. Euro. Doch auch das Vorjahr 2023 – als veranstaltungsschwächeres ungerades Jahr – konnte überzeugen: An den insgesamt 150 Veranstaltungen der NürnbergMesse Group weltweit (2022: 155) beteiligten sich insgesamt 28.135 Aussteller (2022: 23.457) und rund 1,3 Mio. Besucher (2022: 989.338) auf einer Nettofläche von 904.466 Quadratmetern (2022: 841.612 Quadratmeter). Die hohe Beteiligung an Messen, Kongressen und Events führte zu einem Umsatz von 265 Mio. Euro im Konzern, dem immerhin zweithöchsten Umsatz in einem ungeraden Jahr. Damit knüpft die NürnbergMesse fast an ihr Umsatz-Niveau des Vor-Coronajahres 2019 an (285 Mio. Euro). „Unser Messegeschäft hat sich nach der Pandemie viel schneller erholt als gedacht und wächst erfreulich. Mit diesem Rückenwind peilen wir in unserem Jubiläumsjahr einen neuen Rekordumsatz an und investieren gleichzeitig in unsere Zukunft”, so Peter Ottmann, CEO NürnbergMesse Group.

Die Umsatzanteile am Konzernumsatz liegen für das Messejahr 2023 bei den Eigen- und Partnerveranstaltungen bei 29 % Prozent, Gastveranstaltungen und NürnbergConvention tragen rund 28 Prozent bei, MesseService einschließlich der inländischen Tochtergesellschaften Holtmann und Lehrieder liegt bei rund 23 Prozent und der Bereich International macht 20 Prozent aus. Die hohe Zahl von 150 Veranstaltungen in Nürnberg und weltweit führten dazu, dass die NürnbergMesse durchschnittlich drei Veranstaltungen pro Woche durchgeführt hat.

Für das Geschäftsjahr 2024 stehen insgesamt 137 Veranstaltungen im Messekalender, darunter 68 in Nürnberg. Nach der erfolgreichen Akquisition des Messeveranstalters trendfairs 2023 gehören in diesem Jahr auch fünf hochwertige Spezialmessen in den Bereichen Küche, Inneneinrichtung und Technik in Deutschland, Österreich und der Schweiz erstmals zum Veranstaltungsportfolio. Unter den neuen Formaten sticht insbesondere der erste „NürnbergMesse Christkindlesmarkt“ in Indien hervor. Dieser findet vom 30. November bis 1. Dezember 2024 in der IT-Metropole Bengaluru statt und wird organisiert von der Tochtergesellschaft NürnbergMesse India gemeinsam mit dem Deutschen Konsulat und „invest in Bavaria“.

Kräftige Investitionen ins Messegelände, Service und Digital

Um das in Teilen seit dem Gründungsjahr 1974 bestehende Messegelände fit für die Zukunft zu machen, investiert die NürnbergMesse in eine moderne und nachhaltige Infrastruktur – allein im Jubiläumsjahr über 50 Mio. Euro. Neben den Hallen zählen dazu auch die energetische Sanierung und Modernisierung des Mitarbeitergebäudes „NXT74“ am Eingang NCC Mitte. Dort entstehen bis Ende 2025 neue Arbeitswelten und Büros für die Belegschaft. Ein wesentlicher Pfeiler der Nachhaltigkeitsinitiativen der NürnbergMesse ist die CO₂-neutrale Energieversorgung bis 2028. Bis Mitte 2025 wird ein erster Teilabschnitt der hybriden Energieversorgung abgeschlossen sein. Mit rund 21.000 Photovoltaikmodulen auf sieben Hallen und einem Parkhaus wird die Messegesellschaft dann mit ca. 9 Mio. Kilowattstunden grünem Solarstrom jährlich versorgt, was dem Verbrauch einer Kleinstadt mit rund 7.000 Einwohnern entspricht. Aktuell erzeugen die ersten Dachanlagen bereits bis zu 30 Prozent des benötigen Strombedarfs selbst. Neben der PV-Anlage mit Batteriespeichern wird die NürnbergMesse auch in andere Techniken investieren so zum Beispiel in einen neuen Elektrokessel. Ebenso wird bis Ende 2026 die Zahl der E-Ladepunkte auf dem Gelände von derzeit rund 40 auf 200 erhöht werden.

Auch in die Digitalisierung ihrer Produkte und Services wird weiter investiert. Der Anteil der Servicedienstleistungen am Umsatz nimmt stetig zu: Mit über 70 Mio. Euro machte er 2023 gut ein Drittel des Gesamtumsatzes in der GmbH aus. Diesen Anteil will die Messegesellschaft durch den Ausbau ihrer Shop-Landschaft im Rahmen von E-Commerce und die weitere Digitalisierung ihres Angebots kontinuierlich steigern. Gleichzeitig gilt es, die Relevanz von Daten zu stärken, weshalb die NürnbergMesse in den kommenden Jahren auch kräftig in ihre IT–Systeme und den Ausbau von Künstlicher Intelligenz (KI) investieren wird. Dirk Blum, CFO NürnbergMesse Group und für Finanzen und Gelände zuständiges Mitglied des Executive Boards, dem neben ihm auch Dr. Thomas Koch (Group Development), Petra Wolf (Product Management) und Dr. Martin Kassubek (Business Development) angehören: „Auf Basis unserer starken Geschäftsergebnisse treiben wir als Team die Transformation in vielen Bereichen weiter voran und machen die NürnbergMesse damit zukunftsfest!“

Die Anzahl der Beschäftigten stieg im Messejahr 2023 um 8,5 Prozent an und erhöhte sich bei der NürnbergMesse Group auf durchschnittlich 1.097 Mitarbeitende weltweit (2022: 1.011), darin enthalten sind 546 Mitarbeitende der GmbH (2022: 545). Weiterhin investiert die NürnbergMesse gezielt in die Ausbildung ihrer zukünftigen Mitarbeitenden: 2023 beschäftigte sie 38 Auszubildende, 20 DHBW-Studierende und zehn Trainees.

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Vielseitige Möglichkeiten für professionelle Anwendungen

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Der Möbelbau steht ständig vor der Herausforderung, Materialien zu finden, die nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch funktional und langlebig sind. High Pressure Laminate (HPL) Platten haben sich hierbei für verschiedene Anwendungszwecke als äußerst vielseitig und robust erwiesen. Vor allem auch in Hinblick auf das Bestreben, nachhaltigen Möbelbau zu betreiben, ist es essentiell, auf langlebige Stoffe zurückzugreifen, die dank höchster Qualität für viele Jahre verlustfrei die gleiche Qualität beibehalten. HPL-Platten bieten vielfältige Möglichkeiten im professionellen Möbelbau. Doch was sind HPL-Platten überhaupt?

HPL-Platten (High Pressure Laminate) bestehen aus mehreren Schichten Kraftpapier, die mit Phenolharzen imprägniert und unter einem Druck von mindestens 5 Megapascal sowie einer Temperatur von über 120 Grad Celsius verpresst werden. Diese aufwändige Herstellungsmethode führt zu einer extrem widerstandsfähigen Oberfläche. HPL-Platten sind nicht nur kratzfest, sondern auch hitze- und stoßbeständig, was sie zu einem idealen Material für stark beanspruchte Möbelstücke wie Küchenarbeitsplatten, Tischplatten und Fassadenverkleidungen macht. Zusätzlich sind sie chemikalienresistent und leicht zu reinigen, wodurch sie besonders in hygienisch sensiblen Bereichen wie Krankenhäusern und Laboren beliebt sind. Mit einer durchschnittlichen Dicke von 0,8 bis 1,5 Millimetern bieten HPL-Platten eine hohe Flexibilität in der Anwendung. Ihre Langlebigkeit und geringe Wartungsanforderungen machen sie zu einer kosteneffizienten Wahl für verschiedene Innen- und Außenanwendungen.

Einsatzmöglichkeiten im Möbelbau

HPL-Arbeitsplatte
  • Arbeitsplatten und Küchenfronten: HPL-Platten sind besonders beliebt für Arbeitsplatten und Küchenfronten, da sie resistent gegen Feuchtigkeit, Kratzer und hohe Temperaturen sind. Ihre Langlebigkeit und einfache Pflege machen sie ideal für den Einsatz in Küchen, wo die Oberflächen täglich stark beansprucht werden.
  • Büro- und Empfangsmöbel: Im professionellen Umfeld, wie Büros und Empfangsbereichen, sind Möbel aus HPL-Platten eine hervorragende Wahl. Die Platten können in verschiedenen Dekoren und Farben bestellt werden, was eine individuelle Gestaltung ermöglicht. Ihre Strapazierfähigkeit gewährleistet eine lange Lebensdauer, selbst bei hoher Beanspruchung.
  • Badezimmermöbel: HPL-Platten eignen sich auch hervorragend für den Einsatz in feuchten Umgebungen wie Badezimmern. Sie sind resistent gegen Wasser und Schimmelbildung, was sie zur perfekten Wahl für Badezimmermöbel macht. Maßgeschneiderte HPL-Zuschnitte sind hier besonders nützlich, um passgenaue Lösungen zu schaffen. Weitere Informationen finden Sie hier: HPL-Platten Zuschnitt.
  • Messe- und Ladenbau: Im Messe- und Ladenbau bieten HPL-Platten durch ihre Flexibilität und Vielfalt in der Gestaltung große Vorteile. Sie können in jeder gewünschten Form und Farbe zugeschnitten werden, was eine individuelle und ansprechende Präsentation ermöglicht.

Vorteile für Möbelbauer

Die Vorteile für Möbelbauer sind vielfältig und sind dank der fairen Preise für jedes Projekt zu haben – egal ob groß oder klein. Damit Sie als Möbelbauer einen schnellen und übersichtlichen Überblick über die Vorteil von HPL-Platten erhalten, noch einmal eine kurze Übersicht mit den wichtigsten Vorteilen:

  • Langlebigkeit und Robustheit: HPL-Platten zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche Haltbarkeit aus. Sie sind widerstandsfähig gegenüber Kratzern, Stößen und Feuchtigkeit, was sie zu einer langfristigen Investition macht.
  • Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten: Dank der breiten Palette an verfügbaren Dekoren, Farben und Oberflächenstrukturen können Möbelbauer mit HPL-Platten kreative und maßgeschneiderte Lösungen für ihre Kunden entwickeln.
  • Einfache Verarbeitung: HPL-Platten lassen sich leicht zuschneiden und bearbeiten, was die Produktionszeiten verkürzt und die Effizienz erhöht. Maßgeschneiderte Zuschnitte können den Aufwand in der Werkstatt minimieren.

HPL-Platten bieten professionelle Möbelbauern eine Fülle von Möglichkeiten, um langlebige, ästhetisch ansprechende und funktionale Möbelstücke zu schaffen. Ihre robusten Eigenschaften und die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten machen sie zu einem unverzichtbaren Material im modernen Möbelbau. Für maßgeschneiderte Zuschnitte und weitere Informationen besuchen Sie Kunststoffplattenonline.de.

Möbler Meilen 2024 - 8. und 9. Juni 2024 in Hameln
Möbler Meilen

Rekordbeteiligung beim schönsten Sport-Event der Branche

Die Möbler Meilen haben auch in diesem Jahr am 8. und 9. Juni in Hameln alle Erwartungen erfüllt. Wie immer wurde auch bei der Jubiläumsausgabe des Rad-Events gemeinsam geschwitzt, gefachsimpelt, geflachst und vor allem jede Menge gelacht.

In vier Gruppen machten sich die Teilnehmer bei bestem Wetter auf die Strecke durch‘s Weserbergland, den Deister und den Süntel. Mit Mountainbike/Gravel, E-Bike und Rennrad 23 km/h sowie Rennrad 27 km/h war von der 33- bis zur 80-Kilometer-Runde mit anspruchsvollen 740 Höhenmetern an zwei Renntagen für alle etwas dabei. Eingeladen hatte diesmal Pieperconcept. Das Team um Bereichsleiter Frank Klose erntete jede Menge Lob für das mit viel Herzblut und Engagement ausgerichtete Event und die Abendveranstaltung.

Möbler Meilen 2024 – 8. und 9. Juni 2024 in Hameln. Foto: Rene Penno

Vor zehn Jahren hatten Holger Sievers (Cycling Academy, Stolberg), Frank Traphöner (Trend Möbelmarkt, Hennigsdorf), Detlef Wittenbreder (Wittenbreder Einrichtungssysteme, Herford) und Patrick Lahmer (Heka-Möbel, Nienburg) die Möbler Meilen initiiert. Und dabei geht es nicht nur um die sportliche Betätigung und den gemeinsamen Spaß, denn auch in diesem Jahr werden die Erlöse, die nach Deckung aller Kosten übrig bleiben, für einen guten Zweck ausgegeben. Was genau unterstützt wird, entscheiden die Organisatoren in den kommenden Wochen. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise Kindertagesstätten mit Laufrädern und Helmen ausgerüstet.

Der Termin für 2025 steht übrigens bereits fest: Die elften Möbler Meilen finden am 14. und 15. Juni in Minden statt. Gastgeber dann ist die Firma Follmann.

Die „möbelfertigung“ ist auch im kommenden Jahr als Medienpartner am Start. Mehr Fotos gibt es in unserem E-Magazin und unter www.moebler-meilen.de.

Dort können sich Interessenten auch bereits für 2025 anmelden.

Karl Haeusgen, VDMA-Präsident
VDMA

Die Wettbewerbsfähigkeit Chinas im Maschinenbau

Die chinesische Maschinenbauindustrie drängt immer stärker auf die Weltmärkte und wird mit Hilfe einer industriepolitischen Flankierung zu einem unangenehmen Wettbewerber für die deutschen und europäischen Unternehmen. Laut einer neuen Untersuchung des China-Forschungsinstituts Sinolytics im Auftrag des VDMA prognostizieren 61 Prozent der befragten 500 Firmen, dass sie in fünf Jahren nur noch eine durchschnittliche oder sogar schlechte Wettbewerbssituation haben werden, aktuell liegt dieser Wert noch bei 37 Prozent der Firmen. „Die chinesische Maschinenbauindustrie befindet sich derzeit in einer neuen Welle des „Going Global“, die sich durch qualitativ hochwertigere und technologisch fortgeschrittene Produkte zu einem vergleichsweise niedrigen Preis auszeichnet“, erläutert VDMA-Präsident Karl Haeusgen. „Und die schwächelnde Nachfrage im heimischen Markt ist ein zusätzlicher Treiber für die neue Welle der Internationalisierung chinesischer Unternehmen“, ergänzt er. Hinzu kommt, dass China eine expansive Freihandelspolitik verfolgt, die mittlerweile 21 Länder umfasst und chinesischen Firmen vorteilhafte Handels- und Investitionskonditionen in wichtigen Drittmärkten bietet, heißt es in der Studie „China Going Global: Ziele, Maßnahmen, Gegenstrategien“.

Chinesische Strategien und Subventionen
Besonders herausfordernd wird dieses „Going Global“ zum einen, weil die chinesischen Firmen anders agieren als amerikanische oder europäische Firmen. „Sie nehmen bewusst kurz- und mittelfristige Verluste in Kauf, um langfristig Marktanteile zu erobern, und investieren in enorm große Produktionskapazitäten, bevor sie mit einem Produkt an den Markt gehen“, heißt es in der Studie. Zum anderen wird der Aufstieg der chinesischen Maschinenbauindustrie nach wie vor stark von chinesischer Industriepolitik flankiert. Ziel der Regierung in Peking ist es, Exporte chinesischer Firmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu fördern und damit den Aufstieg in Drittmärkten zu ermöglichen.

„Die Mehrheit der befragten Mitgliedsfirmen misst Subventionen eine hohe Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Maschinenbauer in Drittmärkten zu“, sagt VDMA-Präsident Haeusgen. Chinesische Maschinenbaufirmen erhalten demnach sowohl direkte Subventionen aus zentralen und lokalen Fördertöpfen (2022 im Schnitt circa 15,7 Millionen Euro pro Unternehmen), als auch indirekte Subventionen, etwa in Form vorteilhafter Landnutzung, günstiger Strompreise oder leichtem Zugang zu Kapital. Zudem vergibt der chinesische Staat auch gezielte Förderungen, um Unternehmen den Schritt in internationale Märkte weitgehend kosten- und risikofrei zu ermöglichen. Dazu zählen Subventionen für die Teilnahme an Auslandsmessen, Anmeldungen von Patenten im Ausland, Produkt- und Systemzertifizierungen oder internationale Marketingkosten.

China als Markt kurz- und mittelfristig nicht ersetzbar
„China ist aktuell der zweitwichtigste Exportmarkt und ausländischer Investitionsstandort für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau und wird es auch in absehbarer Zukunft bleiben. Umgekehrt ist China der wichtigste Maschinenlieferant Deutschlands. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir unsere eigenen Stärken fördern. Der Schlüssel für eine Position der Stärke ist die eigene internationale Wettbewerbsfähigkeit, die wir selbst aktiv beeinflussen können und müssen“, betont der VDMA-Präsident. Für die Unternehmen entstehen daraus verschiedene Handlungsoptionen. Märkte müssen gezielt ausgewählt, verteidigt oder auch einmal verloren gegeben werden. „Wir müssen unsere Technologieführerschaft behaupten und unser Produktportfolio neu denken“, sagt Haeusgen. Dabei zählt besonders, Service, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit zu betonen. Auch unternehmerische Allianzen können einen Teil dazu beitragen, der chinesischen Konkurrenz die Stirn zu bieten. Und schließlich haben die Firmen zumindest auf dem europäischen Markt die Möglichkeit, politische Instrumente anzustoßen, mit denen die Marktverzerrung durch die chinesischen Wettbewerber teilweise ausgeglichen wird, etwa durch Anti-Dumping- und Anti-Subventionsverfahren.

Schutzmaßnahmen im Einklang mit der WTO
Aber auch die europäische Politik ist gefordert, den EU-Binnenmarkt vor Wettbewerbsverzerrungen aus China zu schützen. Dabei sollten Maßnahmen eingesetzt werden, die im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) stehen. „Die EU kann dabei helfen, passende Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen sich der deutsche und europäische Maschinenbau diversifizieren können. Dazu müssen weitere Freihandelsabkommen mit Partnerländern in Asien abgeschlossen und das Mercosur-Abkommen endlich umgesetzt werden“, sagt Haeusgen. Bei Produkten aus China, die die „nationale Sicherheit“ bedrohen könnten, müssen besondere Mechanismen greifen und faire Wettbewerbsbedingungen auf dem EU-Binnenmarkt sichergestellt werden.

Exportkontrolle in Richtung China verbessern
An die deutsche Politik richtet der VDMA den Appell, die Exportkontrolle in Richtung China zu verbessern. Die bestehenden Regelungen passen nicht mehr zu den aktuellen strategischen Herausforderungen durch China. Manche Exportbeschränkungen machen in Richtung China keinen Sinn mehr, an anderer Stelle gibt es klare Lücken. „Aktuell agiert die Bundesregierung weitgehend einzelfallorientiert, was zu unzumutbar langen Laufzeiten bei den Exportgenehmigungen führt. Eine neue Exportkontrollstrategie in Richtung China ist dringend erforderlich“, mahnt der VDMA-Präsident.

Auch die Markterschließungsaktivitäten der Bundesregierung könnten verbessert werden. „China ist für unsere Industrie kurz- und mittelfristig nicht ersetzbar und Exporte in das Land sorgen in Deutschland für gut bezahlte und hoch qualifizierte Arbeitsplätze“, mahnt der VDMA-Präsident. Die deutsche Politik kann mit ihren Förderinstrumenten zudem dabei helfen, neue Absatzmärkte außerhalb Chinas zu erschließen. „So brauchen wir zum Beispiel endlich ein funktionierendes Exportkreditversicherungssystem für kleine Auftragswerte. Es geht für unsere Unternehmen um eine Diversifizierung der Geschäfte zur Stärkung der Resilienz“, resümiert Haeusgen.

möbelfertigung 4/24

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Hesse und Hymmen

Synchronpore für digital gedruckte Dekore

Die Anlagenprofis von Hymmen und die Lackexperten von Hesse Lignal haben in den letzten Jahren eng zusammengearbeitet um das Digital Lacquer Embossing Verfahren – also die Strukturierung von digital gedruckten Dekoren – entscheidend zu verbessern. Das von Hymmen patentierte Verfahren nennt sich DLEplus. Wie die gemeinsame Arbeit aussah und welche Verbesserungen erzielt wurden, erklären die Geschäftsführer Dr. René Pankoke und Jens Hesse im Interview.

möbelfertigung: Herr Hesse, Herr Dr. Pankoke: Was ist für Kunden im Moment das Wichtigste bei der Oberflächenherstellung?
Jens Hesse:
Heute geht es nicht mehr um die Lieferung von Lacken oder Maschinen. Vielmehr geht es oft um das Einführen von komplexen Lösungen. Diese sind nur im Team, also mit dem Kunden und den Lösungsanbietern zu ­implementieren.
Viele Prozesse bei unseren Kunden benötigen hohe und damit auch abgestimmte Kompetenzen, Maschinen und Lacke müssen da oftmals eng aufeinander abgestimmt sein und die ­Anforderungsprofile der Kunden im Vorfeld für alle Beteiligten transparent gemacht werden. So werden alle Herausforderungen früh sichtbar und können gemeinsam gelöst werden.
Dr. René Pankoke: Grundsätzlich stimme ich Herrn Hesse zu. Aus Sicht von Hymmen als Anlagenbauer und Spezialist für digital ­gedruckte Oberflächen sehen wir außerdem das ­Thema von perfekten haptischen und optischen Oberflächen als sehr wichtig an. Dazu gehört ­gerade im Fußbodenbereich eine perfekte und synchrone Struktur auf einem Top-Druckbild. Und natürlich die sonstigen Anforderungen der Kunden im Lebenszyklus der Produkte – also Kratzfestigkeit, Pflege der Oberfläche etc.

möbelfertigung: Was verbirgt sich hinter dem DLEplus-Verfahren?
Dr. René Pankoke:
Das DLEplus-Verfahren steht bei uns für die weiterentwickelte Version unseres DLE = Digital Lacquer Embossing-Verfahrens. Hiermit können wir mit noch größerer Porentiefe bis deutlich über 120 µm eine perfekt synchrone – das heißt vollständig zum Dekordruckbild passende – Oberfläche erzielen. Und dies geht bei vollständiger digitaler Druckflexibilität.
möbelfertigung: Welche Eigenschaften muss der Lack für das Verfahren denn aufweisen?
Jens Hesse: Es ist eben nicht nur ein einzelner Lack, der auf die Anlage eine Aufgabe ­erfüllen muss, sondern es sind gleich mehrere. Die ­Substrate sind bei allen Kunden individuell, damit fängt es schon einmal an. Die Bedruckbarkeit der Grundierung für die farbigen Dekore, die Eignung des Strukturlackes je nach Kundenwunsch für den Druck der Strukturen. All das ist zu berücksichtigen.
Die Anforderungsprofile der Kunden hinsichtlich der Gesamtperformance, zum Beispiel bestimmte Abrieb-Normen je regionaler Märkte, ergeben sich im Gesamtaufbau und sind ebenso sehr individuell je Kunde.

möbelfertigung: Welche Vorteile bietet das DLEplus-Verfahren den Anwendern denn ­genau?
Dr. René Pankoke:
Das DLEplus-Verfahren ist die digitale Strukturierung als Ergänzung zum bestehenden digitalen Dekordruck. Wir erhalten also die gleichen hervorragenden Dekorbilder mit abgestimmter und porengenauer, synchroner Struktur. Dies funktioniert nur mit dem abgestimmten Lackverfahren und nicht mit einer Prägematrize, wie bei melaminbasiertem Dekordruck, weil diese Prägematrize für jedes Dekorbild wieder neu angefertigt werden muss.
Jens Hesse: Hinzu kommt die Möglichkeit, die Porentiefe und Porenausprägung individuell über Prozessparameter zu beeinflussen. Durch diese Optionen grenzt sich das DLEplus Verfahren deutlich vom klassischen mechanischen Embossing ab. Ein weiterer Riesenvorteil ist Freiheit bei den Dekoren und damit die Möglichkeit von deutlich kleineren Losgrößen.

möbelfertigung: Und gibt es auch Nachteile? Wie steht es zum Beispiel um die ­Geschwindigkeit?
Dr. René Pankoke:
Aus Kapazitätssicht und Anlagengeschwindigkeit sehen wir keine Nachteile. Die bereits im Markt angelaufenen Anlagen für digitalen Dekordruck mit DLEplus im Fußbodenbereich laufen mit einer ­Anlagengeschwindigkeit zwischen 25 m/min. und 35 m/min. Vorschub. Damit erreichen wir ­Kapazitäten, die tendenziell eher über denen ­einer herkömmlichen Melaminverpressung liegen.
Zu den Herausforderungen im Bereich der Prozessbeherrschung kann Herr Hesse sicher noch etwas sagen. Von Hymmen-Seite haben wir dazu allerdings auch schon sehr erfolgreich unser cloudbasiertes Unterstützungs- und ­Analyse-Tool www.smart2i.cloud eingesetzt.
Jens Hesse: Ein Nachteil könnte tatsächlich die höhere Komplexität des Prozesses sein. Die Anlagenbediener müssen ein sehr hohes Prozessverständnis mitbringen. Wir bieten dafür gemeinsam mit Hymmen intensive Schulungen an. Durch die Vielzahl der Anlagen, die bereits produzieren, liegt sowohl bei uns als auch bei Hymmen ein enormes Erfahrungswissen vor.

möbelfertigung: Wie lange haben Sie an dem Verfahren gearbeitet? Was waren Stolpersteine bei der Entwicklung?
Dr. René Pankoke:
Zunächst einmal haben wir die erste Version des DLE (Digital Lacquer Embossing-Verfahren) vor nunmehr 6 Jahren entwickelt. Die damit erzeugten Oberflächen waren optisch schon sehr gut, aber von der Haptik noch nicht tief genug. Das jetzt neu im Markt angelaufene DLEplus-Verfahren haben wir vor ca. 4 Jahren begonnen, zu entwickeln. Wichtige Voraussetzung für eine industrietaugliche Funktionsfähigkeit ist aber hier eine sehr genaue Abstimmung mit dem Lackpartner, was die einzelnen Verfahrens- und Prozessschritte angeht. Dazu haben wir mit der Firma Hesse Lignal in den letzten 2 Jahren gemeinsam in unserem Technikum eine Vielzahl von Entwicklungsreihen durchgeführt, deren Ergebnis jetzt bei unseren Referenzkunden positiv zu sehen ist.

möbelfertigung: Wie kam es dazu, dass Hesse und Hymmen eine Partnerschaft eingegangen sind?
Jens Hesse:
Die Zusammenarbeit hat sich ­tatsächlich langsam entwickelt. Hesse und ­Hymmen kennen sich natürlich schon lange, durch viele Projekte in der Oberflächen­beschichtung. Daher gab es bereits enge Kontakte und eine hohe gegenseitige Wertschätzung für die jeweilige Leistungsfähigkeiten. Die ­Innovationskraft von Hymmen hinsichtlich des DLEplus-Verfahrens haben wir natürlich beobachtet und waren dann mit den richtigen Produktlösungen und mit einer hohen Bereitschaft zur Stelle, als es darum ging, das Verfahren von der Lack-Seite zur Serienreife zu bringen.
Dr. René Pankoke: Wie Herr Hesse erwähnt hat, hat sich die vertiefte Zusammenarbeit aus der langjährigen gemeinsamen Verbindung und ­einer Vielzahl von früheren Projekten entwickelt. Insbesondere ist bei Hymmen die ­internationale Aufstellung und die Bereitschaft von ­Hesse, auch Kunden außerhalb von ­Europa, zum Beispiel in USA und in China direkt zu versorgen, sehr positiv aufgenommen worden.
Nach den üblichen Anfangsschwierigkeiten in der gemeinsamen Entwicklung haben wir uns in den letzten zwei Jahren gemeinsam ein exzellentes Knowhow in diesem Verfahren aufgebaut, das wir ­unseren Kunden als Partner zur Verfügung stellen wollen.

möbelfertigung: Herr Hesse, Sie haben für das Verfahren Investitionen getätigt. Wie sehen die aus?
Jens Hesse:
Unser Invest teilt sich auf zwei wesentliche Bereiche auf. Zum ­einen ging es darum, sehr viel Man-­Power bei der ­Lackentwicklung und der Verfahrensoptimierung einzubringen. Die eingesetzten Stunden sind unzählbar, da steckt auch unglaublich viel Herzblut der ­Anwendungstechniker und Entwickler drin. Ohne das wäre das nicht leistbar gewesen. Der zweite Bereich sind die ­vertrieblichen Strukturen.
Die DLEplus Anlagen verkaufen sich weltweit. Wir haben in Europa ein gut ausgebautes Netz an Projektleitern und Anwendungstechnikern. Trotzdem sind die DLEplus-Projekte sehr komplex und wir bündeln die Kräfte, gewährleistet durch eine hohe Mitarbeiterflexibilität bei der Betreuung der Kunden. Da kann ich vor unseren Technikern nur den Hut ziehen. Ein tolles Engagement. Erst recht, wenn es um die Sicherstellung des ­globalen Service geht.
In den USA eine Tochtergesellschaft zu gründen, das war der einfache Part. Aber den Service in den USA und in China zu gewährleisten, das geht nur mit einem super Team an engagierten Mitarbeiter.

möbelfertigung: Ist das Verfahren schon bei einem Hersteller im Einsatz?
Dr. René Pankoke:
Ja, wie bereits bei den anderen Fragen angeklungen, haben wir in den letzten zwei Jahren 8 neue ­große Anlagen bei verschiedenen Kunden ­international verkauft. Von diesen ­Anlagen sind aktuell 2 Anlagen industriell produktiv. Die nächsten 3 Anlagen stehen kurz vor der Markteinführung ihrer Produkte. Und die ersten Kunden sind nach der Einlaufphase sowohl mit ihren Produkten im Markt als auch mit der Anlagen- und ­Prozesstechnik sehr zufrieden.

möbelfertigung: Haben Sie bereits ­weitere Kooperationen oder neue ­gemeinsame Entwicklungen geplant?
Jens Hesse:
Der Fokus liegt tatsächlich auf dem Einfahren der Anlagen bei den Kunden, die die Technologie bereits gekauft haben und in Zukunft kaufen werden. Es gibt wirklich viele Interessenten. Das bindet viele Kapazitäten. Aber wir freuen uns sehr darauf.
Dr. René Pankoke: Dem kann ich nur zustimmen. Wir haben aktuell bereits Diskussionen über Erweiterungsinvestitionen dieser ersten Bestandskunden. ­Natürlich gibt es immer Ideen im Hinterkopf, aber aktuell konzentrieren wir uns auf das ­bestehende Verfahren und das hohe ­Interesse am Markt.

Sebastian Hahn

Verkauf des Maschinenparks von Hülsta mit Open House am 23. und 24. Juli

Aufgrund der Schließung der Hülsta-Werke Hüls GmbH & Co. KG in Stadtlohn, Deutschland, hat Ferwood S.p.A. eine große Auswahl an Maschinen und Produktionslinien für die Herstellung von Möbeln und anderen Holzkomponenten aus dem Bestand des Unternehmens exklusiv im Angebot.

Lüders & Partner GmbH, als führendes Auktionshaus, hat eine exklusive Zusammenarbeit mit Ferwood S.p.A. vereinbart, um die großen Maschinen in einem Ausschreibungsverfahren zu verkaufen. Interessenten können sich die Maschinen am 23. und 24. Juli vor Ort genau ansehen.

Mehr dazu gibt es hier: https://www.ferwoodgroup.com/ww/full-factory-for-sale?refName=box8

Zumtobel Group

Umsatzrückgang aber positiver Ausblick

Im Geschäftsjahr 2023/24 waren die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch für die Zumtobel Group herausfordernd, das betraf vor allem das Geschäft mit Komponenten. Das Lighting Segment konnte sich erfreulicherweise in dem fordernden Marktumfeld behaupten und verbuchte nur einen leichten Umsatzrückgang von 1,5 Prozent. In der Folge verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang in Höhe von 6,8 Prozent auf 1.127,0 Mio. EUR, währungsbereinigt lag das Minus bei 5,8 Prozent. Das operative bereinigte Ergebnis (bereinigtes EBIT) belief sich auf 57,3 Mio. EUR (Vorjahr: 84,3 Mio. EUR). Die bereinigte EBIT-Marge beträgt 5,1 Prozent, sie liegt damit in der Mitte der prognostizierten Spanne von 4 Prozent bis 6 Prozent. Unterm Strich weist die Zumtobel Group einen Unternehmensgewinn von 24,7 Mio. EUR aus.

Im Geschäftsjahr 2023/24 sanken die Materialkosten und Lagerabwertungen in den bereinigten umgesetzten Leistungen. Die Entwicklungsaufwendungen indes stiegen im selben Zeitraum um 4,7 Mio. EUR auf 68,0 Mio. EUR. Die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungskosten (inkl. Forschung) stiegen um 10,1 Mio. EUR auf –346,0 Mio. EUR. Weitere Kostentreiber waren zudem kollektivvertragliche Personalkostenerhöhungen.

Als Ergebnis reduzierte sich das bereinigte Gruppen-EBIT von 84,3 Mio. EUR auf 57,3 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24, das ergibt eine bereinigte EBIT-Marge von 5,1 Prozent. Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtszeitraum 34,9 Mio. EUR (Vorjahr: 66,0 Mio. EUR). Darauf entfielen Ertragsteuern in Höhe von –10,2 Mio. EUR (Vorjahr: –6,1 Mio. EUR). Das Jahresergebnis lag bei 24,7 Mio. EUR. Somit ergab sich für die Aktionäre der Zumtobel Group AG ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 43,0 Mio. Aktien) von 0,57 EUR (Vorjahr: 1,39 EUR).

Zum 30. April 2024 ist die Bilanzsumme mit 987,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1.002,4 Mio. EUR) nahezu unverändert. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht von 42,1 Prozent auf 43,1 Prozent zum Bilanzstichtag. Da die Zumtobel Group im abgelaufenen Geschäftsjahr ungeachtet der schwierigen Bedingungen einen deutlich positiven Unternehmensgewinn von 24,7 Mio. EUR erwirtschaftet hat, plant der Vorstand, dem Aufsichtsrat und in Folge der für den 2. August 2024 anberaumten Hauptversammlung eine Dividende von 25 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2023/24 vorzuschlagen. Das entspräche rund 43,7 Prozent des Nettogewinns (2022/23: rund 30 Prozent). Gemessen am Schlusskurs des Geschäftsjahres 2023/24 würde die Dividendenrendite damit 4,2 Prozent betragen.

Das Management der Zumtobel Group beurteilt die aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Lage als nach wie vor angespannt. Diese macht es schwierig, die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2024/25 vorauszusagen. Der weitere Verlauf des Krieges in der Ukraine sowie der Krise im Nahen Osten, die Entwicklung der Preise für Energie, Rohstoffe und Transport sowie die Entwicklung der Inflations- und Zinssituation werden einen wesentlichen Einfluss auf die Weltwirtschaft und damit auch auf den Erfolg der Zumtobel Group haben. Vor diesem Hintergrund und mit Hinweis auf die genannten Unwägbarkeiten erwartet der Vorstand der Zumtobel Group für das Geschäftsjahr 2024/25 den Umsatz zumindest leicht über Vorjahresniveau. Die bereinigte EBIT-Marge wird den Erwartungen zufolge zwischen 3 Prozent und 6 Prozent betragen.