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Autor: Hahn, Sebastian

Sascha Tapken
Deutscher Kork-Verband

Sascha Tapken ist neuer Geschäftsführer

Der Medienprofi Sascha Tapken hat zum 1. Januar 2024 die Geschäftsführung des Deutschen Kork-Verbands übernommen. Die Neubesetzung ist nötig geworden, weil Dr. Frank B. Müller sich nach 17-jähriger Tätigkeit als DKV-Geschäftsführer in den Ruhestand verabschiedet hat. In seiner Amtszeit konnte Dr. Müller wichtige Erfolge für den 1985 gegründeten Interessenverband verbuchen – u.a. die enge Kooperation mit dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter, die Umsetzung der internationalen Intercork-Kampagnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, der Wiederaufbau des Arbeitskreises Technik/Normung und die damit verbundene Arbeit im DIN, das Thema Korken-Recycling sowie die permanente Anpassung des Qualitätszeichens „Das Kork-Logo“ an den Verbraucherschutz.

Sascha Tapken übernimmt die Verbandsgeschäfte in einer Zeit, in der auch die zwölf Mitgliedsunternehmen in ihren jeweiligen Segmenten vor Herausforderungen stehen – Preisdruck und Inflation, Einbruch der Neubautätigkeit (Fachbereiche „Böden“ und „Technischer Kork“), Änderung von Konsumgewohnheiten in Deutschland („Verschlüsse“) etc.

„Dennoch spricht die Zukunft für dieses nachhaltige Naturmaterial, das uns im Alltag an so vielen Stellen begegnet – in der Welt der Weine, als Fußboden in unseren Wohnungen, im Bereich Mode und Accessoires sowie im Bauwesen zur Isolation gegen Lärm und Wärme bzw. Kälte. Kork setzt überall maßgebliche Akzente“, sagt der Hamburger Kommunikationsexperte, der sich vor zweieinhalb Jahren mit seiner Beratungs- und PR-Agentur Home.Made.Storys. nach einer 20-jährigen Fachverlags-Karriere selbstständig gemacht hat. Er wird nun insbesondere seine kommunikativen Fähigkeiten einbringen, um noch mehr Sensibilität und Sichtbarkeit für das „Wundermaterial“ Kork auf B2C- und B2B-Ebene zu erreichen. Außerdem möchte er die Verbindung zum portugiesischen Dachverband APCOR festigen. Das Agenturgeschäft läuft unabhängig von der neuen Funktion unverändert weiter.

Ein aktuelles Stimmungsbild der aktuellen Marktlage wird Sascha Tapken auf der Fachmesse Domotex in Hannover einholen, wo die drei Mitgliedsunternehmen Amorim Deutschland (Halle 23, Stand A60), Li&Co (Halle 20, Stand B76) und Zipse (Halle 23, Stand A34) vom 11. bis 14. Januar 2024 ausstellen und ihre neuen Korkfußboden-Kollektionen einem internationalem Fachpublikum präsentieren.

Roland Heeger und Claus Neuffer
Schattdecor

„Wir haben uns als Unternehmen in der Welt multipliziert“

„Als ich anfing, waren wir eine sehr gute Druckerei mit Anfängen im Imprägnieren und Lackieren, heute sind wir Oberflächenspezialist.“ 18 Jahre war Roland Heeger als Vorstandsmitglied von Schattdecor für die Ressorts Technik, Forschung und Entwicklung, Innovations- und Prozessmanagement, Informationstechnologie und Digitalisierung verantwortlich. Zum Jahreswechsel erfolgte die Übergabe der Position an Claus Neuffer, der bereits seit 2000 beim Weltmarktführer beschäftigt ist. Die möbelfertigung sprach Ende Dezember mit beiden.

Roland Heeger (links) übergab seinen Vorstandsposten zum Jahreswechsel an Claus Neuffer.

möbelfertigung: Herr Heeger, nach 18 Jahren als Vorstand Technik bei Schattdecor geben Sie Ihren Posten an Claus Neuffer ab. Wie fühlt es sich an, nach fast zwei Jahrzehnten von Bord zu gehen?
Roland Heeger:
Im Moment so, als würde ich im Januar wieder kommen. Claus Neuffer und ich arbeiten natürlich eng zusammen, um viele Themen Stück für Stück zu übergeben. Wahrscheinlich werde ich erst im Januar richtig realisieren, dass bei mir nun ein großes Stück Freiheit entsteht, um etwas anderes zu tun.

möbelfertigung: Werden Sie Schattdecor weiterhin beratend zur Seite stehen oder haben Sie andere Pläne?
Roland Heeger:
Erst einmal will ich die Zeit genießen. Und dann später in Ruhe schauen, was ich wo eventuell noch tun kann. Ich habe keinen Beratervertrag oder ähnliches bei Schattdecor unterschrieben. Natürlich bleibe ich dem Unternehmen, schon allein durch die regionale Nähe, verbunden. Emotional sowieso. Nach so vielen Jahren möchte ich, dass es hier positiv und erfolgreich weiter geht. Zudem fühle ich mich auch den Menschen bei Schattdecor sehr verbunden und möchte auch für sie nur das Beste.
Aber es gibt jetzt keinen konkreten Plan, was als Nächstes kommt. Nach 18 Jahren Sprint möchte ich nun erst einmal etwas Freizeit genießen und habe einige Pläne mit meiner Frau gemacht. Danach schauen wir mal.

möbelfertigung: Sie sind erst 61 Jahre. Bei Schattdecor gibt es die Leitlinie, ab 60 eine Nachfolgeregelung in die Wege zu leiten, ist das so richtig?
Roland Heeger:
60 ist dabei keine starre Grenze. Wie Sie sehen, bin ich 61 und noch da. Es gibt die Regelung, dass man sich ab 60 einmal tief in die Augen schaut und überlegt, wie man die Nachfolge regeln kann. Nun sind wir bei Schattdecor in der glücklichen Lage, dass Herr Neuffer schon lange im Unternehmen ist und in der Vergangenheit bewiesen hat, dass er dieser Aufgabe gewachsen ist.
Wir sind kein Unternehmen, in dem der Nachfolger den Vorgänger nicht mehr kennen lernt. Von daher ist dieser Übergang bereits von langer Hand geplant. Es ist wichtig, dass auch mal neue Gedanken ins Unternehmen kommen.

möbelfertigung: In 18 Jahren ist viel passiert. Gibt es Punkte, von denen Sie sagen: „Das waren die größten Herausforderungen“?
Roland Heeger:
Für mich persönlich war die größte Herausforderung, dass ich damals vor 18 Jahren von außen in diese Branche kam. Das heißt die Holzwerkstoffindustrie, Drucken und die Prozesse waren für mich erst einmal neu. Aber auch eine schöne Herausforderung.
Was ich herausheben kann, ist unser Einstieg in die ESH-Technologie. Das war ein sehr wichtiger Schritt für uns. Und wenn man heute zurückblickt, haben wir uns in diesem Segment sehr umfassende Kompetenzen erarbeitet, die uns im Folienbereich weit nach vorne gebracht haben.
Das zweite ist der Einstieg in den Digitaldruck. Als wir angefangen haben, war das Thema sehr stark in der Diskussion und auch etwas gehypt. Da hieß es an manchen Stellen, dass der Digitaldruck schon bald den konventionellen Tiefdruck ablösen wird. Da hat auch etwas Gelassenheit geholfen. Heute wissen wir, wo welche Technologie ihre jeweiligen Stärken hat.
Zum dritten die Entwicklung eines Kopierschutzes für Dekore. Mit der Einführung einer besonderen Wasserzeichen-Technologie im Jahr 2016 ist es uns gelungen, ein klares Zeichen gegen Dekor-Piraterie zu setzen. Dieser Dekorschutz ist fest mit dem Dekor verknüpft und kann mit der frei zugänglichen „GoDecor“ App ausgelesen und als „Made by Schattdecor“ ausgewiesen werden. Das Thema ist aktueller den je, weshalb wir 2024 mit der Kampagne „Be Original – buy Original“ wieder auf die Thematik aufmerksam machen.
Bei allem, was wir in den Jahren gemacht haben, mussten wir natürlich immer schauen, dass die Dinge marktfähig sind und das war dann durchaus herausfordernd.

möbelfertigung: Schattdecor ist in den letzten 18 Jahren stark gewachsen. Es wurden neue Standorte und viele neue Kapazitäten aufgebaut.
Roland Heeger:
Ja, wir haben uns als Unternehmen in der Welt multipliziert. Zum einen als Drucker, aber wir sind auch verstärkt in die Breite gegangen. Als ich anfing, waren wir eine sehr gute Druckerei mit Anfängen im Imprägnieren und Lackieren, heute sind wir Oberflächenspezialist. Und in allen Märkten weltweit vertreten. Da hat sich extrem viel getan. Für jemanden, der im Technikbereich unterwegs ist, gibt es kaum eine spannendere Aufgabe. Wenn ich heute sehe, was sich an den verschiedenen Standorten entwickelt hat, stellt sich bei mir schon eine gewisse Zufriedenheit ein.

möbelfertigung: Der Markt hat sich in den letzten 20 Jahren massiv verändert. Wir haben Krisen und weltpolitische Veränderungen erlebt und erleben sie immer noch. Wie schätzen Sie diese Entwicklung ein?
Roland Heeger:
Wir hatten als Unternehmen einige Herausforderungen zu stemmen. Glücklicherweise mussten wir aber auch in Krisenzeiten nie große Entlassungsrunden fahren. Wir hatten bei allen Herausforderungen immer den Glauben daran, dass es auch wieder weiter geht. Diese Einstellung ist bei Schattdecor stark verankert. Das liegt unter anderem an unserer Gesellschafterstruktur.
Wo andere Unternehmen Zwängen unterliegen, konnten wir uns immer auf das Vertrauen und den Glauben an das Unternehmen durch die Familie verlassen. Das habe ich immer sehr genossen.

möbelfertigung: Welche Veränderungen haben Sie in der Holzwerkstoff- und Möbelindustrie beobachten?
Roland Heeger:
Wir hatten in der Branche immer einen gesunden Wettbewerb. Die deutsche Möbelindustrie agiert historisch gesehen vielleicht etwas konservativer als die Möbler in anderen Märkten. Manchmal hätte ich mir mehr Flexibilität und Offenheit gewünscht, beispielsweise beim Digitaldruck. Der deutsche Markt war immer sehr preisgetrieben und wir mussten Cent-Diskussionen führen. Ich finde es schade, dass, meiner Meinung nach, dadurch auch Chancen ungenutzt liegen gelassen wurden.
Wir haben glücklicherweise gesehen, dass das weltweit nicht überall so ist. In anderen Märkten ist die Offenheit für neue Themen größer. Beispielsweise ist man in Südamerika viel eher bereit etwas auszuprobieren und im Markt zu testen. Etwas mehr Mut in Mitteleuropa, in der gesamten Kette, würde der Industrie gut zu Gesicht stehen.

möbelfertigung: Herr Neuffer, Sie sind lange dabei. Nun sind Sie bald komplett in der Verantwortung und rücken in den Vorstand nach. Was bedeutet das für Sie persönlich?
Claus Neuffer:
Das kommt ja für mich nicht plötzlich, der Prozess war vorbereitet und geplant. Wir arbeiten schon sehr viele Jahre eng im Team zusammen. Dass, was hier in den vergangenen Jahren gestemmt wurde, war nie eine One-Man-Show sondern immer das Ergebnis von Teamarbeit. Für mich ist die neue Position eine schöne Herausforderung und ich freue mich darauf, mich den kommenden Aufgaben zu stellen.

möbelfertigung: Gibt es Aufgaben, auf denen ein sehr großer Fokus liegt oder haben Sie Ziele, die Sie am dringlichsten mittelfristig erreichen wollen?
Claus Neuffer:
Das Thema Nachhaltigkeit wird künftig noch einmal einen größeren Stellenwert einnehmen. Durch Umweltthemen wird sich in Zukunft viel verändern. In anderen Branchen ist das bereits heute noch sichtbarer.
Momentan sind wir dabei, eine entsprechende Organisationsstruktur aufzubauen und bearbeiten das Thema sehr systematisch. Schon in der Vergangenheit haben wir dabei sehr viel bewegt, zum Beispiel im Bereich Energiereduzierung und in der Erzeugung von regenerativer Energie. Der nächste Schritt wird sein, unsere Prozesse zu dekarbonisieren. Das ist eine große Herausforderung. Dazu kommen einige geopolitische Veränderungen, gerade in den letzten Jahren, die immer wieder noch nicht absehbare Unwägbarkeiten mit sich bringen.

möbelfertigung: Welche konkreten Projekte haben Sie für die Energiereduzierung und den Aufbau regenerativer Energie umgesetzt?
Claus Neuffer:
Vieles, unter anderem wurde in diesem Jahr in Thansau eine Kältezentrale gebaut. Die vielen Kälteaggregate, die bei uns durch das Wachstum entstanden sind, haben wir in einer Anlage zusammengefasst. Dadurch konnten wir in dem Bereich fast 65 Prozent Energie einsparen.
Zudem haben wir im Zentrum von Thansau eine Öko-Heizzentrale gebaut, über die wir den ganzen Standort mit CO2-neutraler Wärme versorgen können. Parallel sind wir gerade dabei einen Solarpark in Thansau zu bauen. Dafür haben wir ein Grundstück gepachtet, das wir in Kürze auch erwerben können. Hier können wir auf 30.000 Quadratmetern einen Solarpark direkt am Firmengrundstück errichten. Mit dem, was wir heute bereits auf dem Dach haben, können wir dann drei MWp Strom erzeugen.

möbelfertigung: Sie sind weltweit tätig und Nachhaltigkeit ist eines der Überthemen dieser Zeit. Wie beurteilen Sie die Durchdringung dieses Themas an Ihren anderen Standorten? Beziehungsweise wird das Thema mit derselben Ernsthaftigkeit wie in Deutschland vorangetrieben?
Claus Neuffer:
Manchmal ist man überrascht, welche Geschwindigkeit das Thema zum Beispiel in China aufnimmt. Hier wurde allein im letzten Jahr eine Solarfläche realisiert, die der installierten Photovoltaik-Gesamtfläche von Deutschland entspricht. Das heißt, in China sind die Ziele vielleicht etwas nach hinten verlagert, dort will man erst 2060 klimaneutral sein, aber wenn man sich dort entscheidet etwas zu tun, dann ist man in der Regel relativ schnell. Ich denke auch dort ist zwischenzeitlich ein sehr starkes Umweltbewusstsein vorhanden. Als wir vor vier Jahren unser letztes Werk in China gebaut haben, waren wir bereits mit strengen Umweltvorschriften konfrontiert.
Sicherlich wird das Thema Nachhaltigkeit in verschiedenen Ländern unterschiedlich beurteilt. Aber nirgends wird das Thema unter den Teppich gekehrt. Man muss in verschiedenen Regionen individuell und unterschiedlich schnell agieren beziehungsweise reagieren.

möbelfertigung: Wie muss sich ein Dekordrucker unabhängig vom Thema Nachhaltigkeit für die Zukunft aufstellen?
Claus Neuffer:
Ich denke, dass wir heute sehr breit aufgestellt sind. Noch wichtiger wird es in Zukunft sein, noch näher beziehungsweise weiter sehr nah am Kunden zu agieren. Schnelligkeit und Flexibilität werden wichtige Erfolgsfaktoren sein. Ganz oben stehen immer Kostenbewusstsein und Wirtschaftlichkeit. Das ist zwingende Notwendigkeit, um im Markt bestehen zu können. Dies gelingt uns durch die hohe Effizienz, die wir mit unseren Anlagen und Prozessen erreichen. Ich denke, dass wir hier auch in Zukunft noch weiteres Potenzial haben.

möbelfertigung: Gibt es etwas, das Sie anders machen werden als Ihr Vorgänger?
Claus Neuffer:
Es gibt keinen Grund, die Dinge grundsätzlich anders zu machen. Schauen Sie sich nur an, wie erfolgreich wir in den vergangenen 18 Jahren agiert haben. Nichtsdestotrotz geht die Entwicklung weiter. Das, was in der Vergangenheit war, kann man nicht 1:1 in der Zukunft fortführen. Dafür ist die Zeit viel zu schnelllebig. Und natürlich habe ich auch ein paar eigene Ideen.
Roland Heeger: Es ist ja auch immer ein Teil Reagieren dabei. Das eine sind Pläne und langfristige Strategien. Das andere sind zum Beispiel Krisen oder Marktdynamiken, die man nicht vorhersehen kann. Es ist ein wichtiger Teil der Aufgabe, auf kurzfristige Veränderungen adäquat zu reagieren.

möbelfertigung: Was erwarten Sie von 2024? Geht es für die Branche aufwärts?
Claus Neuffer:
Wir spüren bereits in den letzten Monaten, dass es wieder aufwärts geht. Das gibt uns Hoffnung für 2024. Trotzdem haben wir unsere Planungen für das kommende Jahr verhalten angesetzt. Aber die Signale sind positiv und natürlich hoffen wir, dass sich das so fortsetzt.

möbelfertigung: Herr Heeger, Ihnen alles Gute für die Zukunft. Herr Neuffer Ihnen natürlich auch und viel Erfolg bei der neuen Aufgabe. Vielen Dank für das Gespräch.
Tino Eggert und Tobias Lorenz

Ulrich Blätz tritt Nachfolge von Hans-Peter Müller an

Am 01.01.24 hat Ulrich Blätz seine Tätigkeit als Regionalleiter bei Der Kreis gestartet. Zum 01. April wird er die Nachfolge von Hans-Peter Müller antreten, der in den verdienten Ruhestand geht und ihn noch bis zu seinem Abschied zum 31.03.24 einarbeiten wird.

Ulrich Blätz (57) bringt für die neue Tätigkeit reichlich Erfahrung aus der Küchenbranche mit. Zuletzt war er 20 Jahre als Regionalleiter im Verbandswesen aktiv. Zuvor betreute er unter anderem Kunden für Hausgerätehersteller Küppersbusch und war für Krempl Haustechnik in Bad Kreuznach tätig. Hans-Peter Müller war für die Der Kreis Mitglieder in der Region Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland insgesamt 26 Jahre kompetenter Ansprechpartner.

„Wir freuen uns, dass wir mit Uli Blätz einen erfahrenen und gut vernetzten Branchenprofi gewinnen konnten und wünschen ihm einen guten Start. Hans-Peter Müller danken wir schon jetzt ganz herzlich für seine langjährige, erfolgreiche Tätigkeit bei Der Kreis und wünschen ihm alles Gute für den neuen Lebensabschnitt“, so Ulf Triebener, Der Kreis Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, mit Blick auf die personelle Veränderung.

Blum

Stefan Sacher übernimmt Vertriebsleitung Deutschland Industrie

Stefan Sacher ist seit Anfang des Jahres beim Beschlägehersteller Blum für die Vertriebsleitung Deutschland Industrie verantwortlich. Der gebürtige Augsburger ist seit mehr als 22 Jahren in Österreich wohnhaft und verstärkt bereits seit April 2023 den Vertrieb beim Familienunternehmen. Erfahrungen sammelte der 52-jährige als internationaler Vertriebsleiter bei führenden Unternehmen des Sondermaschinenbaus. In Zukunft bringt Stefan Sacher seine Expertise für Blum in den wichtigen deutschen Markt ein. In der Vergangenheit hatte André Dorner diese Rolle in Personalunion mit der Geschäftsführung von Blum Deutschland inne.  

Hesse Lignal

Ersetzt lösemittelhaltige Nitrolacke durch nachhaltige Alternativen

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie hat der Hammer Oberflächenspezialist Hesse Lignal am 1. Januar 2024 alle Nitrocelluloselacke und lösemittelhaltigen säurehärtenden Lacke aus seinem Sortiment genommen. Stattdessen setzen die Kunden auf nachhaltige Alternativprodukte von Hesse Lignal.

„Unser Transformationsprozess schreitet wie geplant voran“, sagt Jens Hesse, Geschäftsführer des Lack- und Beizenhersteller. „Mit dem Ausstieg aus dem Nitrolackmarkt haben wir nun ein wichtiges Teilziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie erreicht.“ In den letzten Monaten hat das Hammer Familienunternehmen entsprechende Kunden auf nachhaltigere Produkte umgestellt und damit am 1. Januar 2024 die Produktion und den Vertrieb von nicht nachhaltigen Nitrocelluloselacken und lösemittelhaltigen säurehärtenden Lacken eingestellt. Auch einige lösemittelhaltige Zusatzmittel, Farbstoffe, Pigmentkonzentrate und zugehörige Verdünner werden seither nicht mehr angeboten.

„Im Frühjahr 2022 haben wir uns entschlossen, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, um unserer Verantwortung als zukunftsorientiertes Familienunternehmen mit generationsübergreifender Geschichte gerecht zu werden“, erklärt Geschäftsführer Jens Hesse, der das Unternehmen zusammen mit Hans J. Hesse in der dritten und vierten Generation führt. „Für unsere Kinder und Enkel wollen wir zum Erhalt einer lebenswerten Welt beitragen, indem wir Umwelt- und Klimabelastungen minimieren.“

Aus diesem Grund hat die Hesse-Geschäftsführung entschieden, bis 2030 alle lösemittelhaltigen Produkte durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen. Dabei verfolgen sie zwei Ziele: Zum einen soll der Einsatz von flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) reduziert werden, da diese zur Bildung von bodennahem Ozon und zur Entstehung von klimaschädlichem CO2 beitragen können. Zum anderen sollen Produkte, die fossile Rohstoffe enthalten, durch Alternativen aus nachhaltigen Rohstoffen ersetzt werden.

„Unsere Mitarbeiter aus den Abteilungen Forschung und Entwicklung, Produktmanagement und Vertrieb haben viel Energie und Know-how in die Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Alternativprodukten gesteckt“, verrät Jens Hesse. Als nachhaltigere Alternativen stehen heute wasserbasierte Produkte, Lacke aus nachhaltigen Rohstoffen, UV-Lacke und natürliche Öle zur Verfügung.

„Aus unserem Kundenkreis haben wir bereits zahlreiche positive Reaktionen erhalten. Viele von ihnen sind von der Zukunftsfähigkeit nachhaltiger Produkte ebenso überzeugt wie wir“, fährt der Geschäftsführer fort. „Damit die Umstellung in den Betrieben unserer Kunden reibungslos verläuft, begleiten wir aktiv ihren Transformationsprozess.“ Unter anderem hilft das Hesse-Team den Kunden bei der Auswahl geeigneter Alternativprodukte. Zudem unterstützt die Anlagen- und Technologieberatung des Lackspezialisten Handwerksbetriebe und Industrieunternehmen bei der Umstellung ihrer Maschinen und Prozesse.

„Die Umstrukturierung des ersten Teil-Sortimentes war ein großer Schritt für uns, doch wir sind noch lange nicht am Ziel“, sagt Jens Hesse. „Wir werden weiter engagiert und konsequent an der Entwicklung nachhaltiger Produkte arbeiten, damit bis 2030 alle Produkte mit hohem VOC-Gehalt und Lacke aus fossilbasierten Rohstoffen durch klimafreundlichere Alternativen ersetzt werden können.“

möbel kultur und der küchenprofi

40 Lifehacks für Küchenplanung und Montage

In umsatzschwächeren Zeiten heißt es erst recht: Kosten runter – Margen sichern. Genau hier will die neue Eventreihe „40 Lifehacks“ von möbel kultur und der küchenprofi aus dem Vincentz Network echte Lebenshilfe leisten. Mit praktischen Tipps und Tricks, die Verkäufer und Monteure unterstützen und im Alltag sattelfest machen, um teure Fehler zu vermeiden.

Vier branchenerfahrene Experten werden in fünf Städten praxisnah und leicht verständlich aus verschiedenen Perspektiven je zehn Tipps vermitteln, wie sich Reklamationen weiter reduzieren lassen. Angesprochen sind alle, die mit Küche(n) handeln: Studio-Inhaber und vor allem Mitarbeitende aus dem Verkauf, Backoffice sowie Auslieferung und Montage. Ziel ist nicht nur, Wissen zu vermitteln, sondern auch auszutauschen.

Start ist der 22.04.2024 in Hamburg, weiter geht’s in Köln (13.05.2024), Berlin (03.06.2024) und Frankfurt (10.06.2024) bis zum Finale in München am 27.06.2024. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Argolite Swiss Krono
Swiss Krono

Übernimmt Schweizer Schichtstoffplatten-Hersteller Argolite

Argolite wird Teil der Swiss Krono Group. Die seit 1937 bestehende, in Willisau (Schweiz) ansässige Firma produziert seit 1953 Schichtstoffplatten und fertigt mit rund 80 Mitarbeitern als einziger Schweizer Hersteller HPL (High Pressure Laminate) nach der Qualitätsnorm EN438.

Für Swiss Krono bietet die Übernahme Synergien und Wachstumschancen in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt und stellt zudem ein klares Bekenntnis zum Heimatmarkt beziehungsweise dem Standort in der Schweiz dar.

„Mit diesem Schritt kann die Swiss Krono Group ihre Position im Schweizer Interiors- und Objektgeschäft deutlich ausbauen und die HPL-Kompetenz stärken“, betont Martin Brettenthaler, CEO/ Vorsitzender der Konzernleitung Swiss Krono Group.

Trotz Übernahme bleiben die rechtliche Selbständigkeit der Argolite, der Standort Willisau und die Arbeitsplätze dort erhalten. Rolf Wermelinger, bisher Leiter Marketing und Verkauf hat die Standortleitung der Argolite bereits zum 01.01.2024 übernommen. Ihm steht der bisherige Eigentümer und Geschäftsführer der Argolite Markus Höchli beratend zur Seite.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Herrn Rolf Wermelinger den langjährigen Verkauf- und Marketingleiter der Firma Argolite als Standortleiter gewinnen konnten“, so Roger Braun, Standortleiter Swiss Krono Menznau. „Mit Herrn Wermelinger setzen wir ein klares Zeichen, dass wir den erfolgreich eingeschlagenen Weg der Firma Argolite weiter verfolgen und sich auch für die Kunden nichts ändert. Die Mitarbeitenden der Firma Argolite müssen sich keine Sorgen über ihren Arbeitsplatz machen, denn wir wollen die Eigenständigkeit bewahren und mithelfen, die Firma Argolite in einem gesunden Masse auszubauen und zu entwickeln.“

Markus Höchli, Eigentümer der Argolite, zeigt sich ebenfalls hoch erfreut: „Mit der Swiss Krono Group habe ich den richtigen Partner für die Zukunft der Argolite gefunden. Als weiterhin selbständige Firma ist sichergestellt, dass die Werte, die Philosophie und der Spirit der Argolite weiterleben werden.  Nach 27 spannenden, abwechslungsreichen und erfüllenden Jahren bei der Argolite darf ich erfreut verkünden, dass mein Stellvertreter Rolf Wermelinger die Standortleitung übernehmen wird. Zusammen mit dem bisherigen Leitungsteam Iris Blättler (Leiterin Controlling, Finanz- und Rechnungswesen) und Hanspeter Walker (Leiter Produktion) führen sie das Unternehmen in gewohnter Weise fort.“

Startete mit über 2.800 Ausstellern

Mit über 2.800 Ausstellern aus 60 Ländern und einem Internationalitätsgrad von 95 Prozent startete die Heimtextil 2024 und bleibt auf Wachstumskurs. Zur Eröffnung stellte die Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Fokus des Panel-Talks. Wie beschleunigt KI textile Designprozesse? Welche praxiserprobten Umsetzungen gibt es bereits in der Heimtextilbranche? Welche Maßnahmen sind notwendig, um Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden? Expert*innen beleuchteten vielfältige Ansätze und Lösungen – von der Tool-Kombination bis zur Integration in Unternehmensrichtlinien.

Die Heimtextil gibt mit über 2.800 Ausstellern aus 60 Ländern samt Internationalitätsgrad von 95 Prozent den Startschuss ins neue Messejahr. Mit einem ausstellerseitigen Anstieg um 25 Prozent im Vergleich zur vorherigen Ausgabe bleibt die Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien auf Wachstumskurs über alle Produktsegmente und eine Vielzahl an Nationen hinweg. „Unsere Messemarken sind resilienter denn je zurück und bieten insbesondere mittelständischen Unternehmen Stabilität über Ländergrenzen hinweg. Trotz Konjunkturtrübung setzt die Heimtextil ihr Wachstum fort und ermöglicht eine Marktübersicht zu globalen Trends der Wohn- und Objekttextilbranche“, so Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, in seiner Eröffnungsrede.

Zur Eröffnungspressekonferenz diskutierten die Panel-Teilnehmer*innen Anja Bisgaard Gaede, Gründerin der Trendagentur Spott trends & business, Danny Richman, KI-Berater und Erfinder der KI-basierten Design-App Fabric Genie, und Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt, unter der Moderation von Alexandra Bohn, Style Content Director der F.A.Z. Quarterly, das Potenzial von Künstlicher Intelligenz im textilen Produktdesign.

Künstliche Intelligenz im textilen Produktdesign

ChatGPT, Midjourney, Dallee: Seit 2023 sind einflussreiche Tools für Text-, Bild- und Design-Generierung für Unternehmen und Privatpersonen sehr leicht zugänglich. Heute sind sie fest im Alltag integriert und führen nachhaltige Veränderungen in Arbeitsprozessen herbei. Auf dem Panel-Talk wurde beleuchtet, wie Künstliche Intelligenz kreative Prozesse beschleunigt, eine rasante Erstellung von Designs ermöglicht und zeitaufwendige Zeichenprozesse am Computer übertrifft. Zudem bietet KI Empfehlungen für die Materialauswahl – basierend auf spezifischen Kriterien und gewünschten Eigenschaften des Endprodukts, sei es für Nachhaltigkeit oder im Objektgeschäft.

Potenzial von KI im textilen Design heben: kostengünstig und einfach

Danny Richman präsentierte in seiner Keynote den praxiserprobten Use Case von Fabric Genie, einer KI-Designanwendung für Online-Shops. Nutzer laden Bilder ihrer Zimmer hoch und beschreiben ihre Designwünsche. Die KI generiert Vorschläge, aus denen die Nutzer das gewünschte Design auswählen können. In seinen Ausführungen ging Richman auch auf die Reaktionen der Öffentlichkeit, einzigartige Textildesigns zu erstellen, ein. „KI ist uns als Menschen in der Fähigkeit, Muster in Daten zu erkennen, überlegen. Gleichzeitig ist dieses Potenzial für Unternehmen einfach und kostengünstig zu heben. Backend-Codes zu generieren oder die Integration maßgeschneiderter Anwendungen via APIs – all das ist einfach mit KI umzusetzen,“ so Richman.

Künstliche Intelligenz im Trend Space der Heimtextil

Anja Bisgaard Gaede beleuchtete, wie Unternehmen den Einstieg in KI finden und welche Aspekte bei der Implementierung zu beachten sind. Dabei diskutierte sie nicht nur technische Fragen, sondern auch die Gestaltung von Unternehmensrichtlinien sowie den Schutz vor Urheberrechtsverletzungen. Auch der aktuelle Stand bei der Anwendung von KI für Textildesign sowie Grenzen standen im Fokus. Gaede erörterte die Bedeutung von geeigneten Anweisungen (Prompts) und unterschied zwischen effektiven und weniger wirksamen Vorgaben. Ein weiterer Fokus lag auf der Kombination verfügbarer KI-Tools. „Es ist an der Zeit, mit KI voranzuschreiten. Jedoch mit Vorsicht und der Überlegung, was es braucht, dies gut umzusetzen. Hybride Maschine-Mensch-Interaktion und kollektive Intelligenz sind fester Teil zukünftiger Arbeitsabläufe“, so Bisgaard Gaede.

Zudem gab sie einen Ausblick auf die KI-Anwendungen und Workshops im Trend Space der Heimtextil. Dort können Besucher Künstliche Intelligenz und Augmented Reality hautnah erleben und testen. Der AI-Image-Creator ermöglicht es, mit verschiedenen Prompts einzigartige textile Kunstwerke zu generieren, während im Bereich des textbasierten Lernens ein Tool wertvolles Faktenwissen vermittelt.

Heimtextil 2024: noch größere Vielfalt textiler Innovationen, Materialien und Design

Weltweite Business-Kontakte und Place-to-be für die internationale Branche der textilen Inneneinrichtung – auf der Heimtextil werden textile Innovation, Materialien, Interior Design und Trends in 2024 noch intensiver und in noch größerer Vielfalt erlebbar.

Auf insgesamt 17 Hallen finden Einzelhändler, Großhändler, Industrie, Designer, Möbel- und Bettwarengeschäfte, Innenarchitekten, Raumausstatter, Architekten, Hotelgestalter und viele weitere Entscheidungsträger das breiteste und tiefste Angebot an Wohn- und Objekttextilien: von dekorativen Möbelstoffen bis hin zu Textilien für Schlafzimmer, Badezimmer, funktionale Textilien, Tapeten, Teppichen bis hin zu Gardinen und Sonnenschutzsystemen.

Die internationale Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien wächst in 2024 mit zwei neuen Hallen. Dazu gehört die Ebene 5.1 für das neue Produktsegment Carpets & Rugs.100 globale Anbieter rollen hier ihre Neuheiten und Designhighlights in diesem ersten gemeinsamen Auftritt in Frankfurt aus. Das breite Spektrum reicht von handgewebten über maschinell gefertigte Webteppiche bis hin zu schmutzabsorbierenden Läufern.

Eine zusätzliche Hallenebene wurde 2024 für das globale Sourcing geschaffen. In diesem Produktsegment trifft Private Label-Exzellenz auf Volumen – mit einem starken Angebot an hochwertigen industriellen und handwerklichen Haustextilien (Hallen: 10.0 bis 10.4) und Heimtextilien (Hallen 6.0, 5.0 und 6.1).

Produktion im November 2023 gesunken

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist die reale (preisbereinigte) Produktion im Produzierenden Gewerbe im November 2023 gegenüber Oktober 2023 saison- und kalenderbereinigt um 0,7 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2022 war die Produktion im Produzierenden Gewerbe im November 2023 kalenderbereinigt sogar 4,8 Prozent niedriger. Die Industrieproduktion sank im gleichen Zeitraum um 4,4 Prozent.

Damit war die Produktion den sechsten Monat in Folge rückläufig. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich war die Produktion von September bis November 2023 um 1,9 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor. Im Oktober 2023 sank die Produktion gegenüber September 2023 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse um 0,3 Prozent (vorläufiger Wert: minus 0,4 Prozent).

Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) nahm im November 2023 gegenüber Oktober 2023 saison- und kalenderbereinigt um 0,5 Prozent ab. Dabei ging die Produktion von Investitionsgütern um 0,7 Prozent zurück, die Produktion von Vorleistungsgütern um 0,5 Prozent und die Produktion von Konsumgütern um 0,1 Prozent. Außerhalb der Industrie verzeichnete die Energieerzeugung im November 2023 einen Zuwachs von 3,9 Prozent. Die Bauproduktion sank im Vergleich zum Vormonat um 2,9 Prozent.

In den energieintensiven Industriezweigen ist die Produktion im November 2023 gegenüber Oktober 2023 saison- und kalenderbereinigt um 3,1 Prozent gestiegen. Im Dreimonatsvergleich war die Produktion in diesen Industriezweigen von September bis November 2023 um 0,9 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor. Gegenüber dem Vorjahresmonat November 2022 sank die energieintensive Produktion im November 2023 um 4,0 Prozent. Eine Analyse zur Produktion in diesen Industriezweigen ist auf der Themenseite „Industrie, Verarbeitendes Gewerbe“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.