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Autor: Hahn, Sebastian

Verband der deuen Lack- und Druckfarbenindustrie

Schwieriges Marktumfeld belastet Ergebnisse aller Sektoren

In Deutschland wurden 2023 1,47 Millionen Tonnen Lacke, Farben und Druckfarben verkauft – ein Minus von gut 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im laufenden Jahr ist ein weiterer Rückgang um 2 Prozent auf 1,44 Millionen Tonnen zu erwarten, berichtet VdL-Präsident Peter Jansen auf der Jahreswirtschaftskonferenz des Verbands der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL). Der Umsatz der in Deutschland verkauften Lacke, Farben und Druckfarben stieg 2023 inflationsbedingt gegenüber dem Vorjahr um knapp 2 Prozent auf 6,1 Mrd. Euro. Auch im laufenden Jahr erwartet der VdL einen weiteren leichten Anstieg um 1 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro. Neben dem schwachen Inlandsmarkt überraschte auch der deutliche Rückgang der Exporte, in der Menge um 11,3 Prozent auf nur noch 774.000 Tonnen.

Bautenanstrichmittel

Bei den Bautenfarben gab es 2023 in der Menge einen weiteren Rückgang um 4 Prozent. Während der Profimarkt in Deutschland mit -5,5 Prozent deutlich zurückging, konnte sich der DIY-Markt leicht erholen und wuchs um knapp 1 %. Für 2024 prognostiziert der VdL in der Menge einen weiteren Rückgang um 2,5 Prozent auf 734.000 Tonnen. Der Inlandsumsatz wird nur leicht rückgängig sein und bei knapp 1,8 Mrd. Euro liegen.

Industrielacke

Bei den Industrielacken kam es 2023 zu einem leichten Anstieg des Verbrauchs um 1,5 Prozent in der Menge, der Wert stieg preisbedingt um 6,7 Prozent . Während sich Autoserienlacke, Autoreparaturlacke, sonstiger Fahrzeugbau und Korrosionsschutzbeschichtungsstoffe recht erfreulich entwickelten, ging der Verbrauch von Lacken in den übrigen industriellen Bereichen jeweils zurück, besonders ausgeprägt in der Holz- und Möbelindustrie mit einem Minus von knapp 9 Prozent. 2024 wird aufgrund des Auftragsmangels in einigen Abnehmerbereichen mit einem kleinen Minus von 0,5 Prozent in der Menge gerechnet Der Inlandsumsatz dürfte sich aufgrund der Preiseffekte noch um knapp 3 Prozent erhöhen.

Druckfarben

Der Absatz von Druckfarben ist 2023 weiter stark zurückgegangen – es wurden 183.000 Tonnen in Deutschland verbraucht, ein Minus von knapp 13 Prozent. Sowohl die Publikations- als auch die Verpackungsdruckfarben erlitten deutliche Einbußen. Die Aussichten für das laufende Jahr sind wegen der anhaltend schwachen Konjunktur nach wie vor schwach – in Menge und Wert ist ein Rückgang von rund 3,5 Prozent zu erwarten.

Export/Import

Der Export sank 2023 im Wert um knapp 4 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. In wichtigen europäischen Nachbarländern, aber auch in China war die Entwicklung der Abnehmerbranchen besonders in der allgemeinen Industrie relativ schwach. Importiert wurde für 1,3 Milliarden Euro (Minus 8 Prozent ). 2024 wird sich der Außenhandel wertmäßig voraussichtlich um rund 2 % erholen.

Gesamtprognose für 2024

Das Geschäft für die Farbenbranche bleibt auch im Jahr 2024 schwierig – neben dem noch schwachen Bautenfarbenmarkt wird sich auch das Umfeld für die Industrielacke verschlechtern, allenfalls im zweiten Halbjahr könnte sich die konjunkturelle Lage in der Branche leicht aufhellen.

Bürokratie und politische Themen

An eine Grenze sind die Unternehmen bei ihren Belastungen durch Vorschriften, Berichtspflichten und bürokratische Regelungen aus Brüssel und Berlin gekommen. Diese hätten inzwischen einen Umfang erreicht, dass Aufwand und Kosten das wirtschaftliche Fortkommen und Innovationen behindern. Hierbei ist insbesondere die Vielzahl an Aufgaben so angewachsen, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen der Menge nicht mehr Herr würden. „Anstrengungen zu Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung sind unverzichtbar – das gilt für die Politik in Deutschland und in Europa“, so VdL-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Kanert. Er fordert effiziente und effektive Gestaltung von Gesetzen, um den bürokratischen Aufwand zu minimieren. „Dies senkt Kosten und steigert die Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.“

Unterdessen bleiben auch im EU-Wahljahr 2024 die Themen des Green Deals für die Mitglieder und den Verband ganz oben auf der Agenda. Anders als von der EU-Kommission zu Beginn der Legislaturperiode beabsichtigt, seien längst nicht alle Initiativen in regulative Maßnahmen gegossen worden. Kanert: „Entscheidende Rechtsetzungsvorhaben stehen hier noch aus und werden vom VdL auch nach der Wahl zum Europaparlament kritisch begleitet.“

CIFM / Interzum Guangzhou
AUMA

Messe in den nächsten fünf Jahren: Mehrheitlich unverzichtbar

Messen in Deutschland erleben nach dem Ende der Corona-Pandemie den zweiten Frühling: Während Besucherinnen und Besucher erst im vergangenen Jahr wieder in übergroßer Zahl auf den 70 deutschen Messeplätzen begrüßt werden konnten (2023: 11,5 Millionen, 2022: 7,6 Millionen), waren es die ausstellenden Unternehmen, die mit Ende aller Messeverbote im späten Frühjahr 2022 mehrheitlich sofort zurück waren auf ihren Branchentreffs (2022: 141.000, 2023: 180.000).

Den hohen Bedarf an Messen als Handelsplatz belegt nun auch eine Studie im Auftrag des Verbands der deutschen Messewirtschaft AUMA, nach der nahezu alle Unternehmen auf ihre spezifische Messe nicht verzichten können. Außerdem geht die Mehrheit der 400 im vergangenen Oktober und November Befragten (rund 64 Prozent) davon aus, dass Messen auch in den nächsten fünf Jahren die gleiche (fast 60 Prozent) oder gar eine steigende Bedeutung (knapp fünf Prozent) haben werden.

Eine nebenbei gewonnene Erkenntnis der Umfrage: Während der Pandemie war über ein Drittel der Unternehmen (35 Prozent) in keiner Weise in der Lage, die Präsenz-Messe durch andere Formate adäquat zu ersetzen. Virtuelle Messeformate konnten sich nach der Pandemie nicht weiter durchsetzen. Gab es 2020 50 virtuelle Angebote, im Jahr darauf gar 66, fand 2022 nur noch eine Messe rein digital statt, 2023 keine einzige.

Der „AUMA-Aussteller-Ausblick 2024/2025“ zeigt, dass größere Unternehmen ihre Marktpräsenz durch verstärkte Messebeteiligungen ausbauen wollen, während kleinere Unternehmen eine gezieltere Auswahl treffen. Außerdem hält der überwiegende Teil der Befragten (71 Prozent) an der Zahl der Messeauftritte fest. Das ist über alle Umsatzklassen hinweg konstant, mit Tendenz zu höherer Stabilität bei Unternehmen mit einem Umsatz von über 125 Millionen Euro.

Messebudgets steigern oder stabil halten will die Mehrheit der Unternehmen (rund 82 Prozent). Steigerungen planen größere Unternehmen mit über 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Der Anteil der Messebudgets am Marketingetat bleibt bei knapp drei Viertel der Unternehmen (70 Prozent) stabil.

Zu den größten Herausforderungen zählen ausstellende Unternehmen stark gestiegene Kosten in fast allen Bereichen (etwa 68 Prozent), den gezielten Einsatz von Budgets aufgrund der wirtschaftlichen Lage (rund 57 Prozent), die Besuchergewinnung (mehr als 44 Prozent) und die geopolitischen Krisen (über 38 Prozent). Der Spagat zwischen Investition und Budgetzwängen beeinflusst auch die Kapazitäten, mit denen sich Unternehmen mit Nachhaltigkeitsthemen beschäftigen können, welche als fünfte Herausforderung (22 Prozent) genannt wurde.

Der „AUMA-Aussteller-Ausblick 2024/2025“ ist einzigartig im deutschsprachigen Raum, sowohl von der Zielsetzung als auch der Qualität und Quantität: Es wurden Unternehmensentscheider befragt, die zuletzt auf Messen ausgestellt haben. Die Befragung erfolgte durch das Institut Bonsai Research im Auftrag des Verbands der deutschen Messewirtschaft.

Sonae Arauco

Grüne Energie im Aufwind

Ein neu errichteter deutscher Windpark im Harz wird die Werke von Snonae Arauco in Nettgau, Meppen und Kaisersesch mit grüner Energie versorgen. Diese soll rund 15 Prozent des Verbrauchs der deutschen Sonae Arauco Werke abdecken. An seinem Standort in Beeskow produziert das Unternehmen bereits seine eigene Energie aus Biomasse. Für die Energie, die ENGIE liefert, erhält Sonae Arauco Zertifikate, die den Bezug aus erneuerbaren Energiequellen bestätigen.

„Ausschlaggebend für unsere Entscheidung, Windenergie zu beziehen, ist unserBestreben, unsere CO2-Emissionen langfristig zu senken“, sagt Dr. Steffen Körner, Geschäftsführer der Sonae Arauco Deutschland GmbH. „Der Vertrag mit ENGIE hat zunächst eine Laufzeit bis Ende 2028. Dies gibt uns die Möglichkeit, unseren Bedarf nach Ablauf der fünf Jahre anzupassen.“

Sonae Arauco setzt sich für die nachhaltige Weiterentwicklung seiner gesamten Wertschöpfungskette ein, um seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Der Vertrag mit ENGIE ist Teil einer Reihe von Initiativen, die für die verschiedenen Industriestandorte des Unternehmens geplant sind. Durch die Investitionen in erneuerbare Energien wird ein bedeutender Anteil des Energiebedarfs in den Werken gedeckt und die Abhängigkeit von Energie aus fossilen Brennstoffen verringert. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit den Dekarbonisierungszielen von Sonae Arauco.

Neben der Nutzung von grüner Energie trägt Sonae Arauco auch durch seine Produkte zu einer CO2-Reduktion bei. Da Holz die besondere Fähigkeit besitzt, CO2 zu speichern, wird jedes Jahr durch die weltweit von Sonae Arauco auf den Markt gebrachten Produkte eine große Menge CO2 zurückgehalten. Derzeit treibt das Unternehmen mehrere Projekte voran, mit denen es der Herausforderung des Klimawandels begegnen will.

Umsatz im Jahr 2023 um 4,3 Prozent gesunken

Deutliches Minus in 2023: Im vergangenen Jahr hat die deutsche Möbelindustrie laut amtlichen Zahlen rund 18 Milliarden Euro umgesetzt. Das sind 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Sowohl auf dem Heimatmarkt (minus 4,6 Prozent) als auch im Auslandsgeschäft (minus 3,6 Prozent) entwickelte sich der Umsatz rückläufig. Die Exportquote belief sich auf 33,4 Prozent.

„Unsere Branche leidet schon seit etlichen Monaten unter der Kaufzurückhaltung der Konsumenten, deren Ursachen wir in der Inflation, der eingebrochenen Baukonjunktur, der politischen Verunsicherung und den geopolitischen Krisen sehen. Von der schwachen Nachfrage sind vor allem die verbrauchernahen Möbelsparten betroffen und weniger die Investitionsgütersegmente wie Büro- und Ladenausstattung“, berichtet Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie.

Während der Umsatz im ersten Halbjahr unter anderem aufgrund von Auftragsüberhängen, Preiserhöhungen und statistischen Sondereffekten lediglich um 0,2 Prozent unter dem Vorjahr lag, wurde in der zweiten Jahreshälfte ein kräftiges Minus von 8,4 Prozent verbucht. „Die derzeitige Marktschwäche spiegelt sich auch in unseren verbandsintern erhobenen Auftragseingängen wider, die im Gesamtjahr 2023 nach Stückzahlen im Durchschnitt um rund elf Prozent unter dem Vorjahr lagen”, erläutert Kurth.

Zu den stärksten Einbußen kam es im vergangenen Jahr im Segment der „Sonstigen Möbel“, zu denen auch die Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel gezählt werden. Der Umsatz dieser Sparte sank im Vorjahresvergleich um 12,6 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Rückgänge mussten auch die Hersteller von Matratzen (minus 11,2 Prozent auf 524 Millionen Euro) und Polstermöbeln (minus 3,2 Prozent auf rund 1 Milliarde Euro) hinnehmen. Bei den Küchenmöbeln gab es leichtes Minus von 0,3 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro. Zulegen konnten dagegen die Büromöbelproduzenten (plus 2,6 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro) sowie die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln (plus 3,3 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro).

Im Monat Dezember 2023 lag der Umsatz der deutschen Möbelhersteller mit 1,25 Milliarden Euro um 9,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dabei verzeichneten alle Möbelsparten – mit Ausnahme der Laden- und sonstigen Objektmöbel – Rückgänge.

„Die Auftragslage bleibt auch zu Beginn des laufenden Jahres angespannt“, sagte Kurth. Das Marktumfeld stelle sich weiterhin herausfordernd dar. Sorgen bereite der Branche neben dem schwachen Konsumklima vor allem der stockende Wohnungsneubau, der dringend politisch gestützt werden müsse. Anlass zu vorsichtigem Optimismus sieht der Verbandsgeschäftsführer im Rückgang der Inflation und den perspektivisch für das zweite Halbjahr zu erwartenden Leitzinssenkungen durch die Europäische Zentralbank.

VDMA

Kurzarbeit nimmt zu – Stammbelegschaften sollen gehalten werden

Im Maschinen- und Anlagenbau, dem größten industriellen Arbeitgeber in Deutschland, waren zum Jahresende 2023 insgesamt rund 1,03 Millionen Mitarbeiter beschäftigt. Zwar sind in der Schlüsselbranche trotz Konjunkturflaute im Jahresverlauf noch 13.600 Stellen (plus 1,3 Prozent) entstanden. Der Beschäftigtenaufbau hätte jedoch stärker ausfallen können. Anfang 2023 plante die Mehrzahl der Unternehmen noch, ihr Stammpersonal bis Ende des Jahres auszuweiten. Das war seinerzeit wenig überraschend, denn die Lieferkettenengpässe hatten sich deutlich reduziert und der hohe Auftragsbestand sollte abgearbeitet werden. Die dafür dringend benötigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden jedoch vielerorts aufgrund des hartnäckigen Arbeitskräftemangels nicht gefunden.

„Im Januar 2023 sahen sich 45 Prozent der Unternehmen im Maschinenbau durch Fachkräftemangel behindert. Noch nie zuvor im wiedervereinigten Deutschland war der Fachkräftemangel so stark. Aber nicht nur Fachkräfte fehlten, sondern Arbeitskräfte insgesamt“, sagt VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Im weiteren Jahresverlauf schlug sich die konjunkturelle Flaute immer stärker am Arbeitsmarkt nieder. Die bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten offenen Stellen – im April noch mehr als 14.000 – sanken kontinuierlich und lagen zum Jahresende noch bei etwa 12.000. Das ifo Beschäftigtenbarometer zeigt seit dem Spätsommer an, dass mehr Unternehmen im Maschinenbau ihre Belegschaft reduzieren als aufbauen wollen. Und auch die VDMA-Blitzumfragen belegen, dass die Mitgliedsfirmen ihre Einstellungsabsichten reduziert haben.

Logo Messe Frankfurt
Messe Frankfurt

Startet sieben Messen in Zentralasien

Die Messe Frankfurt baut ihre Präsenz auf dem zentralasiatischen Markt aus und lanciert sieben Veranstaltungen aus ihrem Portfolio in Taschkent, Usbekistan. Die strategisch günstige Lage des Landes an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien macht es zu einem vielversprechenden Handels- und Verkehrsknotenpunkt, der den wirtschaftlichen Austausch mit der gesamten Region erleichtert. Die verstärkte Präsenz des Frankfurter Messeunternehmens auf dem zentralasiatischen Markt wird Geschäftsmöglichkeiten fördern und die nachhaltige Entwicklung von Schlüsselindustrien wie Kosmetik, Textilien und Bekleidungsstoffe, Automobilbau, Logistik und Transport vorantreiben.

Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, äußerte sich zuversichtlich über die Erweiterung des Asien-Portfolios des Unternehmens: „Als eines der weltweit führenden Messeunternehmen engagieren wir uns in Zentralasien und unterstreichen damit die Chancen für eine stärkere global-wirtschaftliche Interaktion. Die Region ist ein Knotenpunkt zwischen Asien und Europa und Teil der chinesischen ‚Belt and Road‘ Initiative. Daher spielen Länder wie Usbekistan eine zunehmend wichtige Rolle beim Austausch zwischen Ost und West. Sein robuster Verbrauchermarkt, seine offene politische und wirtschaftliche Landschaft sowie seine geografische Lage machen das Land zu einem attraktiven Handelspartner und Investitionsziel.“

Stephan Buurma, Managing Director Asia und Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt, fügt hinzu: „Die Messe Frankfurt ist ein idealer Partner für Usbekistan, um unsere Position auf der globalen Bühne zu verbessern. Unser Vertriebsnetz in 180 Ländern und Regionen wird die Aufmerksamkeit von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen auf sich ziehen. Usbekistan entwickelt sich beispielsweise zu einem Hotspot für Textilien. Das Land ist zwar bereits einer der größten Baumwollexporteure der Welt, aber es gibt auch Möglichkeiten für Importe und Investitionen in die Modernisierung der Textil- und Bekleidungsindustrie. Unsere Marktanalyse offenbart auch einen Mangel an Messeangeboten für den Kfz-Ersatzteilmarkt, und das, obwohl die Branche ein wichtiger Pfeiler im verarbeitenden Gewerbe des Landes ist.”

„Vor diesem Hintergrund kann die Messe Frankfurt mit der Lizenzvergabe für sieben Markenveranstaltungen in den Branchenclustern Consumer Goods, Mobility & Logistics sowie Textiles & Textile Technologies ihre Unterstützung anbieten. Bei dieser Geschäftsausweitung arbeiten wir eng mit unserem etablierten Partner Business Media Central Asia (BMCA) zusammen. Das Unternehmen ist bereits ein erfahrener Organisator der Automechanika Astana und der Futuroad Expo Astana. Mit deren lokalen Ressourcen und unserem internationalen Netzwerk sind wir in einer starken Position, um diese Veranstaltungen erfolgreich auf den Markt zu bringen”, ergänzt Buurma. 

Matthias Rothbrust vom „Hawa Concepta III“-Innovation-Team (2. von links) nahm am 27. Januar 2024 bei der Preisverleihung des Kitchen Innovation Award im Rahmen der Ambiente in Frankfurt den „Golden Award – Best of the Best“ aus den Händen von Susanne Nick, Projektleiterin Kitchen Innovation Award, und Dr. Uwe Lebok, Vorstand des beauftragten Marktforschungsinstituts K&A Brand Research AG, entgegen. Rechts im Bild: Stephan O. Hansch, CEO LifeCare.Network.
Hawa

„Best of the Best“ bei Küchenmöbeln

Die von der Schweizer Hawa Sliding Solutions AG gemeinsam mit Mö­beldesignern, -herstellern, Planern, Nutzern und Monteuren entwi­ckelte Produktfamilie „Hawa Concepta III“ hat mit einem „exzellenten Gesamteindruck“ und einer „überdurchschnittlichen Kundenorientie­rung“ überzeugt. Verbraucher kür­ten die neuste Generation Dreh- und Falt-Einschiebebeschläge beim „Kitchen Innovation Award“ 2024 zum besten Produkt in der Kategorie Küchenmöbel und -ausstattung. Hawa erhielt damit die höchste Auszeichnung, den „Golden Award – Best of the Best“. 

Intelligente Stauraumlösungen für schnelles Aufräumen. Ein klares, zu­rückhaltendes Design in einheitlicher Farbgebung. Innovative Möglich­keiten, mühelos Ordnung zu halten. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Trendstudie, mit der LifeCare.Network, auslobende Insti­tution des „Kitchen Innovation Award“, das Marktforschungsinstitut K&A Brand Research AG beauftragt hatte. Darin entwickelt sich die Küche der Zukunft immer mehr zum Multifunktionsraum.

Mit der patentierten Lösung für Dreh- und Falt-Einschiebebeschläge hat Hawa die Zeichen der Zeit frühzeitig erkannt. Ihr Name „Hawa Concepta III“ steht für hohe Verwandlungskunst am Möbel. Im Wandumdrehen verschwinden ganze Küchenzeilen hinter einer einheitlich gestalteten und flächenbündigen Front, oder zuvor verborgene Küchenfunktionen werden sekundenschnell verfügbar. Die flexible Nutzung ermöglicht die Integration eines Homeoffice genauso wie das Öffnen der Küche zum Wohnraum.

Funktionalität, Bedienkomfort, Innovationsgrad, Produktnutzen und Design – das waren die Kriterien, an denen sich die „Hawa Concepta III“-Familie im Wettbewerb messen lassen musste und denen die Beschläge vollumfänglich standhielten. Sie erfüllen aber noch eine weitere Anfor­derung der Verbraucher: Ihre Langlebigkeit trägt zur Nachhaltigkeit ei­ner Küche bei.

Deutscher Säge- und Holzindustrie Bundesverband

Kritik an der EU-Entwaldungsverordnung

Nach dem Abschluss der Testphase zur Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung und der erneuten Verschiebung der Abstimmung zur EU-Lieferkettenrichtlinie, bekräftigt der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) seine Kritik an den Vorhaben und warnt vor Verwerfungen für Wald und Holz.

„Der Testlauf in den teilnehmenden Unternehmen der Säge- und Holzindustrie hat deutlich gezeigt, dass die Umsetzung der EUDR in der Praxis derzeit nicht möglich ist“, so DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus. „Neben den fehlenden technischen Voraussetzungen bestehen auch bei den inhaltlichen Vorgaben weiterhin offene Fragen und der unverhältnismäßige bürokratische Aufwand droht zu erheblichen Verwerfungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu führen. Wir appellieren daher an die Politik, die Rückmeldungen und Sorgen der Branche ernst zu nehmen und die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um eine rechtssichere und praktikable Umsetzung in einem ausreichenden Zeitrahmen zu gewährleisten.“

Mit der Einführung der EUDR wird auch die Wald- und Holzwirtschaft in Deutschland und Europa künftig von umfangreichen Nachweis- und Dokumentationspflichten betroffen sein. „Wir unterstützen ausdrücklich das Ziel der EUDR, der weltweiten Entwaldung entgegenzuwirken. Allerdings mahnen wir dringend eine differenzierte und vor allem praxistaugliche Umsetzung der Vorgaben an, um negative Auswirkungen auf die Klimaschutzpotenziale von Wald und Holz zu vermeiden“, betont Möbus.

Melanie Bockemühl, Siempelkamp
Siempelkamp

Dr. Melanie Bockemühl ist neue Beirätin

Ab sofort bildet sich die Digitalisierungsstrategie Siempelkamps auch in der Besetzung des Beirats ab: Mit Wirkung zum 01. Januar wurde die Digital-Expertin Dr. Melanie Bockemühl in den Beirat der G. Siempelkamp GmbH & Co. KG gewählt. Damit verankert das Unternehmen die strategische, digitale Ausrichtung auch in diesem Gremium, denn Dr. Melanie Bockemühl verfügt über umfangreiche Expertise als Digitalstrategin.

Als Partnerin und Managing Director bei der Boston Consulting Group hat sie als Co-Lead der globalen Digital Economy-Initiative den Aufbau des Digitalgeschäfts vorangetrieben. Anschließend setzte sie als Partnerin bei Bain & Company Akzente im EMEA Digital Practice Leadership-Team und begleitete digitale Transformationsprojekte bei zahlreichen großen Unternehmen. Sie besetzte dann die Position des Vice President & Partner Global Business Services bei IBM und verantwortete sich hier dem Bereich der Digitalagenturen und des Digital-Beratungsgeschäfts.

Als Senior Vice President Strategy & Transformation bei Diebold Nixdorf zeichnete sie verantwortlich für das globale Transformationsprogramm im Bereich Operations, das die gesamte Wertschöpfung von R&D, Supply Chain, Produktion bis hin zum Service-Geschäft beinhaltete. „Digitale Lösungen in allen Bereichen zu entwickeln und zu etablieren, ist entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Wir freuen uns, mit Dr. Melanie Bockemühl eine neue Beirätin gewonnen zu haben, die die Ausrichtung der Siempelkamp-Digitalstrategie mit ihrer umfassenden Expertise begleitet“, so Bertram Staudenmaier, Vorsitzender des Siempelkamp-Beirats. „Digitalisierung spielt eine maßgebliche Rolle in der Zukunftsausrichtung der Siempelkamp-Gruppe. So begrüßen wir Dr. Melanie Bockemühl als Beraterin, die uns dabei unterstützt, unsere Digitalisierungsinitiativen konsequent weiter voranzutreiben“, ergänzt Martin Scherrer, CEO der Siempelkamp-Gruppe.