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Autor: Möbelfertigung

Übernimmt Grothaus

Hörmann hat den Pendeltürenhersteller Grothaus übernommen. Damit ergänzt der Tor- und Türhersteller sein bestehendes Produktprogramm im Bereich der Objekttüren um hochwertige Pendeltüren und dazugehörige Zargen.

„Mit dem Know-how und dem Qualitätsanspruch von Grothaus einerseits sowie der Erfahrung und Vertriebsstärke von Hörmann andererseits blicken wir in eine Zukunft voller spannender Aufgaben und Möglichkeiten. Wir freuen uns, den Produktbereich zu erweitern und in den kommenden Jahren zu wachsen“, so Christoph Hörmann, persönlich haftender Gesellschafter der Hörmann Gruppe. „Grothaus wird weiterhin eigenständig am Markt agieren und mit Unterstützung von Hörmann seine Marktposition und sein Produktportfolio weiter ausbauen“, erklärt Christoph Hörmann.

Das Unternehmen Grothaus produziert mit zwölf Mitarbeitenden am Standort in Melle im Landkreis Osnabrück hochwertige Pendeltüren aus PE, PVC, Holz und Edelstahl sowie die dazugehörigen Zargen. Die bisherigen Inhaber Sandra Dixius und Klaus Grothaus bleiben im Unternehmen tätig und übernehmen die Leitung des Vertriebsinnendienstes und die Leitung der Produktentwicklung. „Wir freuen uns sehr, dass Hörmann die Qualität der Pendeltüren und das Know-how unseres Unternehmens überzeugt hat. Gemeinsam haben wir sehr gute Möglichkeiten des nationalen und internationalen Wachstums“, äußern sich Sandra Dixius und Klaus Grothaus zum Verkauf.

Die Geschäftsführung übernimmt ab 1.September 2022 Daniel Kurpiers, der seit vier Jahren bei Hörmann tätig ist und in der Vergangenheit für die Integration der Produkte des zugekauften, französischen Unternehmens Maviflex sowie für den Aufbau des neuen Produktbereiches Stauraumsysteme verantwortlich war. „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe bei Grothaus. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden, Kunden und der internationalen Vertriebsstärke von Hörmann werden wir die weitere Entwicklung des Unternehmens gemeinsam vorantreiben und Synergien bündeln“, so Daniel Kurpiers.

Neue Vertriebsleitung

Seit August ist Dirk Schafranek ist neuer Vertriebsleiter bei Spax für Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien. Er blickt auf eine langjährige Erfahrung in der Holzwerkstoff- und Metallindustrie zurück. Darüber hinaus verfügt er über eine große Expertise im Bereich Tür- und Fenstertechnik und war bereits mehrere Jahre in leitenden Positionen im nationalen und internationalen Vertrieb tätig. 

Mit Dirk Schafranek kann Spax einen Kenner der Branche zum weiteren Ausbau ihrer europaweiten Kundenbeziehungen begrüßen. Gleichzeitig bedankt sich das Unternehmen für die erfolgreiche Arbeit von Harald Hensel in den letzten Jahren und wünscht ihm viel Erfolg auf seinem weiteren beruflichen Werdegang. 

Beendet die CAS-Zusammenarbeit mit Rothenberger

Metabo beendet die Kooperation mit Werkzeughersteller und Sanitär-Spezialisten Rothenberger in der herstellerübergreifenden Akku-Allianz CAS.

„Wir konnten uns nicht auf eine gemeinsame Linie für die strategische Ausrichtung der Allianz verständigen“, sagt Henning Jansen, CEO von Metabo. „Das ist sehr bedauerlich, zumal Rothenberger 2018 einer der neun Gründungspartner von CAS war. Aber eine Allianz wie CAS kann auf Dauer nur wachsen und gut funktionieren, wenn alle Kooperationspartner in wesentlichen Fragen am gleichen Strang ziehen. Das war zuletzt bei Rothenberger nicht mehr der Fall. Deshalb haben wir auch im Interesse unserer derzeit 32 anderen CAS-Partner keine Möglichkeit gesehen, die Kooperation mit Rothenberger fortzusetzen.“

CAS ist nicht nur die weltweit erste markenübergreifende Akku-Allianz bei Elektrowerkzeugen, sie hat auch die größte Zahl an teilnehmenden Herstellern. So ist die Zahl  der Kooperations-Partner innerhalb von vier Jahren von anfangs neun auf aktuell 33 gestiegen. Aktuell sind die Unternehmen Metabo, Mafell, Eisenblätter, Collomix, Haaga, Electrostar (Starmix), Eibenstock, Steinel, Rokamat, Elried/edding, Birchmeier, fischer, Prebena, Cembre, Pressfit, Jöst abrasives, Gesipa, Trumpf, Monti, Baier, Scangrip, Cemo, ITH Schraubtechnik, Spewe, Lamello, Promotech, Rico, Virax, Engelbert Strauss, Hellermann Tyton, Jepson Power, Holmatro und eben Rothenberger Teil von CAS. Die Allianz erwartet bis Ende des Jahres ein Wachstum auf 35 Partner, 2023 sollen es sogar 50 werden. „Die Gespräche mit entsprechenden Interessenten laufen“, erklärt Metabo-CEO Jansen. „Wir sind führend bei Anwendungsvielfalt und Kundennutzen, weil wir professionellen Anwendern in Industrie und Handwerk nicht nur alle gängigen Elektrowerkzeuge als Akku-Maschinen bieten, sondern darüber hinaus die breiteste Palette von gewerkspezifischen Spezialmaschinen. Die brauchen unsere Anwender, um effizient erstklassige Arbeit leisten zu können.“

Nach Jansens Worten bestehen gegenüber Rothenberger noch vertraglich vereinbarte Lieferverpflichtungen für CAS-kompatible Akkus und Ladegeräte. Diese würden selbstverständlich erfüllt und die Lieferung erst nach Ablauf des Vertrages eingestellt, erklärte der CEO von Metabo. Rothenberger hatte seit dem Beitritt bei CAS die Akku-Technologie der Kooperation genutzt, um eine ganze Reihe von Elektrowerkzeugen auf Basis der 18-Volt-Akkus anzubieten.

Kreative Konzepte für Küchendesign-Studie präsentiert

Die „Der Kreis Anja Schaible Stifung“ hatte im Herbst 2021 auf der Area30 drei Gewinnerarbeiten aus dem Projekt „Kochen.Leben.Stories“ ausgezeichnet und als Prototypen ausgestellt. Diese waren von Studentinnen und Studenten der TH OWL Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur entworfen waren. Dabei war es Aufgabe der Studierenden, zukunftsfähige Lebens-, Wohn- und Kochräume im Kontext zu aktuellen Herausforderungen wie Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Wohnraumverknappung zu entwickeln. Der Entwurf des „Geschichtenerzählers“ – eines der drei Gewinnerprojekte – ist so realitätsnah, dass hierfür ein zeitgemäßes Marketing- und Vertriebskonzept mit Blick auf eine potentielle Markteinführung erstellt werden sollte.

Dreizehn Studierende der Hochschule für Kommunikation + Gestaltung (HfK+G) Stuttgart haben daraufhin in drei unabhängigen Gruppen unterschiedlichste Konzepte erarbeitet und die Entwürfe Mitte Juli in der Der Kreis Verbundgruppenzentrale in Leonberg präsentiert – und das gesamte Stiftungsteam und die Jury begeistert.

Die Bewertungskriterien waren gemeinsam festgelegt worden und eine Matrix erleichterte der 15-köpfigen Jury die schwere Aufgabe, ein objektives Ergebnis zu ermitteln. Zum hochkarätigen Juroren-Team gehörten etwa Heidrun Brinkmeyer (Ballerina), Helmut Noll (Electrolux AEG), Dr. Hermann Buschermöhle (Kesseböhmer), Mark Linker, Frank Pohl (beide SHD), Marie Seliger (Geschichtenerzähler), Prof. Dr. Thomas Thudium, Prof. Harald Strauß, Prof. Oliver Kempfer, Prof. Jutta Frank (alle HfK+G), Prof. Sandra Bruns (TH OWL) sowie Vertreter von Der Kreis, der Stiftung plus Küchenspezialisten.

Das Ergebnis zwischen dem Erstplatzierten Gruppe B und Zweitplatzierten C fiel äußerst knapp aus, letztlich gewann die Arbeit mit den meisten Stimmenanteilen. Während die Projektarbeit der Gruppe A auf Rang drei relativ rasch umgesetzt werden könnte, punkteten die beiden anderen Präsentationen mit noch mehr Tiefe. Dabei legte Gruppe C größeren Wert auf die vertriebspolitisch-betriebswirtschaftliche Ebene, während das Siegerprojekt sehr stark zu emotionalisieren vermochte.

Die kreativen, jungen Bachelorabsolventen der HfK+G erhalten eine Auszeichnung plus Teilnahmebescheinigung und ein gestaffeltes Preisgeld entsprechend der jeweiligen Platzierung. Zudem fließt ein Zuschuss in die Kasse der Hochschule.

Alle Studierenden werden zur Ehrung und Zertifikatsübergabe auf den kommenden Der Kreis Kongress (5.-7. Mai 2023) nach Kassel eingeladen. Hier werden die Arbeiten für die „Der Kreis Anja Schaible Stifung“ dem Fachpublikum präsentiert.

Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal leicht gestiegen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 2. Quartal 2022 gegenüber dem 1. Quartal 2022 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – nach neuesten Berechnungen um 0,1 Prozent gestiegen. Damit hat es das Vorkrisenniveau des 4. Quartals 2019 erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) fiel die Entwicklung etwas positiver aus als in der Schnellmeldung am 29. Juli 2022 berichtet. „Trotz der schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich die deutsche Wirtschaft in den ersten beiden Quartalen 2022 behauptet“, sagt Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes. Im 1. Quartal 2022 war die deutsche Wirtschaft um 0,8 Prozent gewachsen.

Die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe ging um 0,5 Prozent zurück; vor allem die energieintensiven Branchen wie die chemische Industrie sowie die Metallerzeugung und -verarbeitung dämpften die Entwicklung. In den meisten Dienstleistungsbereichen führte die Aufhebung der Corona-Beschränkungen dagegen zu einem Anstieg der Wirtschaftsleistung. Im Baugewerbe sank die Bruttowertschöpfung im 2. Quartal 2022 im Vergleich zum Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt kräftig um 2,4 Prozent

Die Wirtschaftsleistung wurde im 2. Quartal 2022 von rund 45,5 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 664 000 Personen oder 1,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und wieder mehr als vor Corona.

In den anderen großen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) hat die Wirtschaft im 2. Quartal 2022 stärker zugelegt als in Deutschland: So stieg das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP im Vergleich zum 1. Quartal 2022 in Spanien um 1,1 Prozent, in Italien um 1,0 Prozent und in Frankreich um 0,5 Prozent. Einige kleinere Länder verzeichneten hingegen ähnliche Zuwächse wie Deutschland oder sogar leichte Rückgänge.

Für die EU insgesamt meldete das europäische Statistikamt Eurostat nach vorläufigen Berechnungen einen BIP-Anstieg um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten (USA) nahm im Gegensatz zur Entwicklung in Deutschland und der EU im 2. Quartal 2022 um 0,2 Prozent ab. Im Vorjahresvergleich liegen die BIP-Wachstumsraten der anderen EU-Mitgliedstaaten fast alle höher als in Deutschland.

Verglichen mit dem 4. Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der Corona-Pandemie, zeigt sich, dass das BIP in Deutschland im 2. Quartal 2022 erstmals wieder das Vorkrisenniveau erreichte (0,0 Prozent). Hingegen lag die Wirtschaftsleistung in Spanien (‑2,5 Prozent) weiterhin deutlich unter dem Niveau des 4. Quartals 2019, während die EU insgesamt (+2,0 Prozent), Frankreich (+1,0 Prozent) und Italien (+1,0 Prozent) ihr Vorkrisenniveau übertrafen. Die Vereinigten Staaten verzeichneten trotz des leichten Rückgangs ein noch stärkeres Wachstum von 2,5 Prozent im Vorkrisenvergleich.

Eröffnet drei neue Flagshipstores

Team 7 setzt auf mehr Präsenz: Zusätzlich zu den 14 vorhandenen Flagshipstores in der D-A-CH-Region – 12 eigene und 2 händlergeführte – eröffnet der österreichische Hersteller von Naturholzmöbeln im September drei weitere. In der Rheinstraße 2 in Bregenz am Bodensee werden auf 334 qm Naturholzmöbel für die Bereiche Küche, Essen, Wohnen, Schlafen und Kind inszeniert. In der Neuturmstraße 5 in München eröffnet Team 7 zum bereits bestehenden den ersten reinen Küchenstore in Deutschland. Und die dritte neue Dependance befindet sich in der Märkischen Straße 60 in Dortmund. „Aktuell verzeichnen wir eine positive Entwicklung und einen hohen Zuspruch für die Marke“, erklärt Team 7 Inhaber und Geschäftsführer Dr. Georg Emprechtinger. „In den stimmungsvollen Ausstellungen und feinsinnig gestalteten Wohnwelten kommt unsere Naturholz-Kompetenz hervorragend zur Geltung. Und dort, wo sehr intensive und fachkundige Beratung erfolgt, verzeichnen wir die besten Umsätze.“

Nachfolger von Gerhard Wimmer steht in den Startlöchern

Veränderungen an der Spitze von Wimmer Massivholzmöbel: Anfang 2023 wird Stephan Rotter als Geschäftsführer die Unternehmensleitung verstärken. Wie die beiden Gesellschafter Gerhard Wimmer und Stefan Thür erläuterten, wird mit dem strategischen Schritt, einen zusätzlichen externen Mitgeschäftsführer an Bord zu holen, eine Nachfolge-Regelung eingeleitet. Stephan Rotter wird in diesem Zuge die Gesamtverantwortung für die Wimmer Wohnkollektionen GmbH übernehmen.

„Mit Stephan Rotter kommt eine hochqualifizierte und erfahrene Führungskraft zu uns, die bereits jahrelange Erfahrung im Bereich Massivholzmöbel gesammelt hat. Er bringt neben dem Know-how auch den Ehrgeiz und die Begeisterung mit, die erfolgreiche Entwicklung von Wimmer fortzuführen“, so die beiden Gesellschafter.

Seine Karriere in der Möbelbranche begann Stephan Rotter im Vertriebsaußendienst u.a. mit dem Vertrieb der italienischen Marken Linea Casa und Dall Agnese. 2006 übernahm er die Vertriebsleitung bei Voglauer und war dort bis 2016 als Bereichsleiter Möbel tätig. In den darauffolgenden zwei Jahren stieg Rotter in der Agentur Hermann Ruck ein. Bis zuletzt war er als Geschäftsführer bei Stahlbau Aschenbrenner tätig. In seiner neuen Position übernimmt Stephan Rotter die Aufgaben von Gerhard Wimmer als CEO. Wimmer wird noch bis Ende 2023 unterstützend im Unternehmen bleiben. Stefan Thür hat künftig die Gesamtverantwortung in der Wimmer Unternehmensgruppe (Holding) inne.

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni um 5,5 Prozent gesunken

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2022 kalender- und saisonbereinigt um 5,5 Prozent gegenüber Mai 2022 gesunken. Auch im Vorjahresvergleich zum Juni 2021 ging der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang deutlich zurück, und zwar um 11,2 Prozent. Nominal (nicht preisbereinigt) lag der Auftragseingang jedoch aufgrund der gestiegenen Baupreise mit einem Volumen von 8,6 Milliarden Euro 4,1 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Im 1. Halbjahr 2022 sanken die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum real um 3,5 Prozent, während sie nominal um 11,9 Prozent stiegen.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Juni 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,3 Prozent zurückgegangen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise um 6,2 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. Im 1. Halbjahr 2022 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 2,7 % und stiegen nominal um 12,6 Prozent.

Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen erhöhte sich im Juni 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,6 Prozent.

Umsatzwachstum im ersten Halbjahr

Westag veröffentlichte heute seinen Halbjahresbericht. Im ersten Halbjahr 2022 konnte das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 120,4 Mio. Euro erzielen. Diese liegen um 5,3 Prozent höher als die Erlöse im Vorjahreszeitraum (114,3 Mio. Prozent). Dies lag zum einen an Preisanpassungen zur Kompensation der im ersten Halbjahr durch Rohstoff und Energie getriebenen Inflation und zum anderen an der geänderten Nutzung der internen Stromerzeugung.

Der Umsatz im Inland entwickelte sich positiv (5,7 Mio.; plus 6,8 Prozent zum Vorjahr), wohingegen der Exportumsatz nahezu auf Vorjahresniveau verblieben ist (plus 0,4 Mio; + 1,2 Prozent). Damit reduzierte sich die Exportquote von 27,0 auf 26,0 Prozent.

Die Betrachtung je Produktbereich zeigt, dass der Umsatz Türen/Zargen im ersten Halbjahr 2022 deutlich über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (plus 15,7 Prozent) liegt. Die Zuwächse zeigten sich insbesondere im Handelsgeschäft des Inlandes. Hier sind neben den durchgeführten Preiserhöhungen sowohl Produktmixeffekte zu höhermargigen Produkten als auch leichte Volumensteigerungen gegenüber dem Vorjahr zu bemerken. Die Veränderungen im Baumarktgeschäft des Produktbereiches Türen/Zargen sind ebenfalls positiv gegenüber dem 1. Halbjahr 2021. Im Produktbereich Oberflächen/Elemente zeigt sich nach wie vor ein deutlicher Umsatzrückgang von 9,9 Prozent, der überwiegend volumengetrieben ist. Der Vorstand und das Management arbeiten umsatz- wie auch kostenseitig an verschiedenen Themen, um die Ergebnisauswirkung daraus zu kompensieren. Die deutlich über dem Vorjahr liegenden Umsatzerlöse im Zentralbereich sind auf die gestiegenen Umsätze mit der KWK-Anlage zurückzuführen (plus 2,7 Mio. Euro). Dies liegt an der seit Januar 2022 wieder vollständigen Vermarktung der erzeugten Strommengen sowie an den aktuell höheren Strompreisen.

Das bereinigte EBITDA gemäß IFRS, welches die operative Leistung des Unternehmens aufzeigt, verringerte sich im Berichtszeitraum von 5,9 Mio. € auf 5,1 Mio. €. Im ersten Halbjahr 2022 haben sich die bereits im Vorjahr gestiegenen Beschaffungskosten weiter erhöht und wirkten sich entsprechend negativ auf die Ergebnisentwicklung aus. Die aufgrund dieser Entwicklung seit dem letzten Jahr mehrfach durchgeführten eigenen Preiserhöhungen konnten die Kostensteigerungen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig ausgleichen.

Die Materialquote betrug im ersten Halbjahr 2022 57,5 Prozent und lag damit um 7,5 Prozentpunkte über der Quote des Vergleichszeitraums 2021. Grund hierfür waren die oben genannten Preiserhöhungen auf den Beschaffungsmärkten. Infolge des gestiegenen Umsatzes sowie der gesunkenen Mitarbeiteranzahl sank die Personalquote im ersten Halbjahr von 34,2 Prozent auf 32,0 Prozent.

Die Gesellschaft hatte im ersten Halbjahr 2022 weitere 275.778 Vorzugsaktien zu einem Preis von 27,50 Euro je Aktie erworben. Die somit vom Unternehmen gehaltenen 504.456 Vorzugsaktien, die gemäß § 272 Abs. 1a HGB mit dem Eigenkapital verrechnet wurden, sind von der Gesellschaft mit Eintragung vom 28.04.2022 im Handelsregister eingezogen worden. Das gezeichnete Kapital verringerte sich dadurch um 1.291.407,36  auf 11.622.673,92 Euro.

Zum 30.06.2022 beschäftigte die Westag AG durchschnittlich 1.157 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 30.06.2021: 1.205).

Durch die rückläufige gesamtwirtschaftliche Situation und die nicht absehbaren weiteren Folgen des Ukraine-Krieges und der daraus resultierenden weiterhin hohen Belastung durch stark gestiegene Energiepreise sieht die Westag AG die Aussichten für die 2. Jahreshälfte verhalten. Die im ersten Quartal eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenreduzierung wurden im 2. Quartal fortgesetzt und werden in den nächsten Monaten weiter wie geplant umgesetzt und, wenn nötig, weiter intesiviert. Die daraus resultierenden Kosteneinsparungen werden voraussichtlich fünf Mio. Euro (Full Year Effekt) betragen.