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Autor: Möbelfertigung

Globale Markenkampagne mit Nico Rosberg

Pionier sein – das liegt Jungheinrich im Blut. Seit fast 70 Jahren entwickelt und produziert das Unternehmen zukunftsweisende Lösungen für die Intralogistik. Nun gehen die Hamburger auch im Marketing neue Wege. „Als Traditionsmarke müssen wir uns immer wieder neu erfinden und Innovationen vorantreiben. Das gilt nicht nur für unsere Produkte, sondern auch für unsere Markenkommunikation. Wir setzen deshalb erstmals auf eine reine Digitalkampagne, die wir zeitgleich auf fünf Kontinenten ausspielen“, erklärt Linda Duffy, Vice President Marketing bei Jungheinrich.

Die digitale Kampagne mit dem Claim „We’re the Intralogistics Pioneers“ soll die Markenbekanntheit Jungheinrichs insbesondere bei digitalaffinen Kundengruppen erhöhen und gleichzeitig Jungheinrich als innovativen und attraktiven Arbeitgeber präsentieren, der die Zukunftsthemen Automatisierung, Elektromobilität und Nachhaltigkeit vorantreibt. „Diese Kampagne zeigt, wer wir sind und wen wir suchen: Menschen, die etwas bewegen und die Zukunft der Intralogistik mitgestalten möchten“, so Duffy. Unterstützung kommt von Jungheinrichs Markenbotschafter Nico Rosberg. Der Nachhaltigkeitsunternehmer und Formel-1-Weltmeister von 2016 ist Mitbegründer des Greentech Festivals, einer globalen Plattform für Zukunftstechnologien. „Nico brennt für innovative und visionäre Themen. Genauso wie wir. Zusammen wollen wir unseren Pioniergeist nutzen und unsere Ideen für das nachhaltige Lager der Zukunft noch stärker kommunizieren. Jungheinrich ist die Zukunftsmarke der Intralogistik und als solche wollen wir sie positionieren.“ Bewusst setzt Jungheinrich dabei auf die eigene Belegschaft: „Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt sind wichtige Multiplikatoren, die täglich mit Kunden und potenziellen neuen Talenten im Austausch stehen und unser Markenversprechen zum Leben erwecken“, so Duffy.

Konsequenterweise stehen Themen wie Nachhaltigkeit, effiziente und klimafreundliche Antriebstechnologien sowie die intelligente Vernetzung und Automatisierung von Lagerprozessen im Mittelpunkt der Kampagne. Jungheinrichs Vorreiterrolle innerhalb der Intralogistikbranche in der Lithium-Ionen-Technologie, die umfassende Kompetenz bei Elektromobilität und integrierten Energiesystemen genauso wie KI-Lösungen rund um das Warehouse oder Flottenmanagement unterstreichen das Innovations- und Nachhaltigkeits-Know-how von Jungheinrich.

„Nachhaltigkeit ist tief in der Unternehmenskultur von Jungheinrich verankert“, betont Duffy. „Der verantwortungsvolle Umgang mit unseren Ressourcen ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir wollen Impulse setzen, eingetretene Pfade verlassen und Neues wagen. Genau diesen Spirit transportiert die ,Intralogistics Pioneers‘-Kampagne.“

Maibach kommt für Wefing

Heiko Maibach übernimmt zum ersten September die Geschäftsführung Marketing und Vertrieb bei Express Küchen. Damit ist die Position, die durch den plötzlichen Weggang durch Eckhard Wefing frei geworden war, nun wieder besetzt.

Eckhard Wefing hatte das Management fast zwölf Jahre in seiner Hand und das Unternehmen vom Start weg zu großem Erfolg geführt. Heute zählt Express Küchen, Tochtergesellschaft der Nolte Holding, zu den Top 10 der deutschen Küchenmöbelhersteller. Auch Heiko Maibach (61), Branchenkenner und erfahrener Möbelhandelsexperte, ist ein Mann der ersten Stunde und hatte wesentlichen Anteil am Aufbau des Unternehmens.

„Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die vakante Stelle des Vertriebsgeschäftsführers mit Herrn Maibach wieder kompetent zu besetzen. Gemeinsam mit dem Managementteam – bestehend aus Marc Hogrebe für das Ressort Technik und Melanie Thomann-Bopp für den kaufmännischen Bereich wird er den erfolgreich eingeschlagenen Wachstumspfad weiter fortsetzen“, ist sich Georg Konrad Nolte als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Nolte Group sicher. Heiko Maibach seinerseits freut sich: „Express Küchen hat alle Potenziale für eine weiterhin sehr erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Mit großem Engagement werde ich mich auch in Zukunft für die Umsetzung der Unternehmensziele einsetzen.“

Farben und Lacke für eine nachhaltige Zukunft

Cradle to Cradle ist gewissermaßen der Goldstandard unter den Nachhaltigkeits-Zertifikaten – und Adler der erste Lackhersteller in ganz Europa, dessen Produkte diese Auszeichnung erhielten. Bereits 16 Beschichtungen aus dem Adler-Sortiment tragen mittlerweile das begehrte Nachhaltigkeits-Siegel – darunter auch der neue Alleskönner im Wasserlack-Sortiment „Bluefin Unistar“ sowie die High-End-Holzfensterbeschichtung „Aquawood Diamond“.

Cradle to Cradle bringt die Philosophie einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft in die Welt der Produkte. Der Anspruch lautet: Es gibt keine Abfälle, nur Nährstoffe. Geht die Lebensdauer eines Produkts zu Ende, landet es nicht auf dem Müll, sondern wandert in den Kreislauf zurück: Durch Recycling oder biologische Verwertung bleiben seine Ressourcen erhalten und werden zu Rohstoffen für Neues. Damit dieser Kreislauf-Gedanke Realität werden kann, braucht es Produkte, die perfekt darauf zugeschnitten sind. Produkte wie die Farben und Lacke von Adler – vom Möbellack bis zur Fensterbeschichtung, von der Wandfarbe bis zur Holzschutzlasur.

Es ist ein weiter Weg, bis eine Farbe, ein Lack oder ein Holzschutzprodukt das Zertifikat „Cradle to Cradle“ erhält, und bis dahin gilt es zahlreiche Anforderungen zu erfüllen. Dazu gehört ein umweltschonender Herstellungsprozess mit Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wind- oder Wasserkraft. Darüber hinaus verfügen Cradle to Cradle-Produkte über einen hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe. „Viel Potenzial besteht diesbezüglich bei Lack-Bindemitteln, die aus Biomasse statt Erdöl hergestellt werden“, erklärt Dr. Albert Rössler, Geschäftsleiter Forschung & Entwicklung bei Adler. Das gilt etwa für den rundum nachhaltigen Möbellack „Bluefin Terra-Diamond“, der zu 85 Prozent aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wird. Ähnliche Spitzenwerte erreicht auch das ökologische Holzöl „Pullex Aqua-Terra“ für den Innen- und Außenbereich.

Dazu spielt natürlich auch der Kreislauf-Gedanke eine zentrale Rolle. Schließlich ist Adler Spezialist für die Beschichtung von Holz, das für die Kreislaufwirtschaft geradezu prädestiniert ist. „Man spricht hier von einer Kaskadennutzung“, erklärt Dr. Rössler: Der Baumstamm wird zu Brettern oder Balken verarbeitet, aus denen Fassaden, Fenster oder Möbel hergestellt werden. Sind diese Bauteile am Ende ihrer Lebensdauer angelangt, kann das Holz, statt thermisch verwertet zu werden, in einem nächsten Schritt zu Faser- oder Spanplatten verarbeitet werden. „Unser Anspruch ist es, dass mit unseren Produkten beschichtetes Holz für diese Kaskadennutzung geeignet ist. Längerfristig arbeiten wir sogar darauf hin, dass unsere Beschichtung eine wertvolle Funktion im Recyclingprozess erhält – ganz in dem Sinne, dass Abfall zu wertvollem Rohstoff wird.“

Heute verfügt Adler über ein komplettes Sortiment zertifizierter Beschichtungen für jeden Anwendungsbereich rund ums Haus: Das Holz der Fassade ist mit „Pullex Aqua-Terra“ geschützt, die Wohnräume sind mit der Wandfarbe Aviva Terra-Naturweiß oder dem „Legno Aqua“-Öl für Holzvertäfelungen veredelt. Die Holzfenster sind mit „Aquawood“ Natureffekt, die Haustüre mit „Aquawood Protor“ beschichtet. Und für kleine Heimwerkerarbeiten ist der Allzwecklack „Varicolor“ die erste Wahl. Dazu tüftelt die F&E von Adler an zahlreichen weiteren Produkten, die alle Voraussetzungen für eine Cradle to Cradle-Zertifizierung erfüllen. Dr. Albert Rössler ist überzeugt: „Der Kreislaufwirtschaft gehört die Zukunft. Nachhaltigkeit beschränkt sich nicht nur darauf, Umwelt und Klima zu schützen. Es erfordert ganz besonders auch einen effizienten Umgang mit Ressourcen – dazu wollen wir mit den Produkten von Adler einen Beitrag leisten.“

Neue Doppelspitze

Am 01.01.2023 wird Martin Scherrer neues Mitglied der Geschäftsführung der Siempelkamp Gruppe. Außerdem folgt er ab Juli 2023 als Sprecher der Geschäftsführung auf Dr. Martin Stark, der zuletzt die Gruppe erfolgreich führte.

Bereits im Oktober 2022 wird Martin Sieringhaus neuer CFO der Siempelkamp Gruppe und tritt die Nachfolge der langjährigen kaufmännischen Geschäftsführerin Elisabeth Bienbeck-Ketelhohn an. Sie wird nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 im März 2023 aus dem Unternehmen in den Ruhestand ausscheiden.

Martin Scherrer kommt von AstenJohnson, einem Zulieferer der Papierindustrie, wo er zuletzt die Geschäfte als President Eurasia leitete.

„Wir freuen uns, dass wir mit Martin Scherrer und Martin Sieringhaus zwei international sehr erfahrene und erfolgreiche Manager im Anlagenbau und Service für die Siempelkamp Gruppe gewinnen konnten. Scherrer bringt umfassende Erfahrung in der strategischen Entwicklung und der Umsetzung von Veränderungsprozessen mit. Sieringhaus führte ebenso die kaufmännischen Aspekte umfangreicher Veränderungsinitiativen“, so Bertram Staudenmaier Vorsitzender des Siempelkamp Beirats.

Martin Scherrer studierte Wirtschaftswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Nach seinem Abschluss wechselte er zu Voith Sulzer in Schio, Italien, wo er die Bereiche Controlling, Finanzen und Einkauf leitete. Nach verschiedenen leitenden Positionen bei Voith Paper in Indonesien und Brasilien kehrte Martin Scherrer als Executive Vice President Finance & Controlling für den Voith Paper Geschäftsbereich Fabrics zu Voith nach Deutschland zurück. Im Jahr 2005 wurde er zum Senior Vice President EMEA für den Geschäftsbereich Fabrics ernannt.

Bis 2008 war Martin Scherrer bereits ein Jahr lang Mitglied der Geschäftsführung der Konzerndivision Paper, zuständig für die Division Fabrics. Nach der Zusammenlegung der beiden Divisionen Fabrics und Rolls im Jahr 2009 zu „Fabric & Roll Systems“ übernahm er als Chief Operating Officer die operative Leitung der neuen Division. Im Jahr 2011 wurde er zum CFO und Executive Vice President sowie Geschäftsführungsmitglied des Konzernbereiches Voith Paper ernannt und übernahm 2014 die Verantwortung für die Business Line Fabric & Roll Systems. 2019 wechselte er zu AstenJohnson, wo er die Geschäfte in Europa und Asien führte.

Martin Sieringhaus ist Diplom-Wirtschaftsingenieur – Schwerpunkt auf Controlling und Maschinenbau – und studierte an der Technischen Universität in Kaiserslautern. 1999 startete er seine Karriere bei Voith Turbo als Assistent der Geschäftsführung und wurde im nächsten Schritt Head of Controlling der Division Industry. Im Jahr 2006 wechselte er dann für viele Jahre als CFO und Vice President in den Konzernbereich Paper. In dieser Zeit verantwortete er 3 Jahre lang das Voith Paper Asien-Geschäft als CFO in Shanghai. Im Anschluss führte Herr Sieringhaus für den Voith Vorstand ein weltweites Projekt und wurde in 2016 zum CFO und Executive Vice President sowie Geschäftsführungsmitglied des Konzernbereichs Voith Digital. Seit 2018 leitete er schließlich als CFO und Geschäftsführer den Konzernbereich Voith Turbo verantwortlich für Finance & Controlling, IT & Prozesse und den Einkauf.

„Für den jahrelangen Einsatz und das Engagement bedankt sich der Beirat der Siempelkamp GmbH & Co. KG bei Elisabeth Bienbeck-Ketelhohn. Ebenso Dr. Martin Stark gilt ein großer Dank für die erfolgreiche Führung der Gruppe in den letzten drei Jahren und für die vielen Optimierungsmaßnahmen und gesetzten Schwerpunkte im Bereich der Geschäftsprozesse und Digitalisierung. Beiden wünscht der Beirat für ihre Zukunft alles Gute. Mit der starken Doppelspitze können wir den neuen Transformationsweg erfolgreich weitergehen und die Siempelkamp Gruppe in die Zukunft führen.“, erklärt Dr. Dieter Siempelkamp, Ehrenvorsitzender des Beirates.

„Textiles Matter“ als Fokusthema

Die „Heimtextil“ Trend Preview 23/24 präsentierte richtungsweisende Designkonzepte und Inspirationen für die textile Einrichtungsbranche. Mit „Textiles Matter“ setzt die „Heimtextil“ 2023 Maßstäbe für die zukunftsorientierte und nachhaltige textile Einrichtung von morgen. Dabei steht Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt. Aus dem Flemings Hotel Riverside Frankfurt präsentierte Marta Giralt Dunjó von der Zukunftsforschungsagentur FranklinTill (Großbritannien) die Design-Prognose 23/24. Auf der „Heimtextil“, vom 10. bis 13. Januar 2023 in Frankfurt am Main, setzen die Inszenierungen progressiver Neuheiten im „Trend Space“ Impulse.

Das internationale Publikum kommt an den Heimtextil Trends nicht vorbei. Mit geballtem Analyse- und Fachwissen untersucht der Trend Council der „Heimtextil“, bestehend aus dem Studio FranklinTill (London), dem Stijlinstituut Amsterdam und der dänischen Agentur Spott Trends & Business, die Zukunft für den nationalen und internationalen Markt. Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft stehen dabei so stark, wie nie zuvor, im Fokus und setzen den Trend für die Saison 23/24.

„Wir freuen uns, mit der ,Heimtextil‘ Trend Preview 23/24 einen Ausblick auf die Zukunft der textilen Einrichtung zu geben und eine Orientierung zu bieten. Damit zeigen wir Möglichkeiten und Lösungen auf, die Branche in eine nachhaltige Zukunft zu begleiten“, berichtet Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt.

„Textiles Matter“: Verantwortung tragen
Textilien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. So vielfältig die Ansprüche der Nutzer:innen sind, so vielfältige sind auch die Einsatzzwecke der Materialien und ihre Herstellung. Dies stellt die internationale Industrie vor eine große Herausforderung. Die Textilindustrie bezieht ihre Rohstoffe aus einer Vielzahl von Quellen und nutzt zahlreiche Verfahren zur Herstellung einer unendlichen Vielfalt von Produkten. Dies bietet großes Potenzial für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Textilindustrie. Die „Heimtextil“ Trends zeigen Möglichkeiten auf, dieses Potenzial zu nutzen und nachhaltige Entwicklung zu fördern. Unter dem Motto „Textiles Matter“ werden Ansätze der Kreislaufwirtschaft vorgestellt, die dem Markt Impulse für eine nachhaltige Entwicklung liefern.

„In Anbetracht des ökologischen Notstands, in dem wir uns derzeit befinden, steht die Textilindustrie in der Verantwortung, ihre Prozesse zu überprüfen und zum Besseren zu verändern. Aus diesem Grund verfolgen wir bei dieser Ausgabe der ,Heimtextil‘ Trends einen materialorientierten Ansatz und konzentrieren uns auf die Beschaffung, das Design und die Nachhaltigkeit von Materialien. „Textiles Matter“ zeigt das Potenzial der Kreislaufwirtschaft auf und würdigt Designinitiativen, die schön, relevant und vor allem nachhaltig sind“, erklärt Marta Giralt Dunjó von FranklinTill.

Wandel durch Kreislaufwirtschaft
Die kommende „Heimtextil“ 2023 stellt im Trend Space Ideen und Lösungsansätze der textilen Kreislaufwirtschaft vor. Wie werden Textilien nachhaltig produziert? Welche Möglichkeiten der Wiederverwertung gibt es? Wie sieht optimales Recycling textiler Produkte aus? Im Rahmen der Kreislaufwirtschaft werden Materialien immer wieder einem Nutzungskreislauf hinzugefügt. Somit verringert sich auf der einen Seite der Bedarf an neuen Rohstoffen und auf der anderen Seite die Produktion von Abfall. Anorganische Materialien wie Nylon, Polyester, Kunststoffe oder Metalle können im technischen Kreislauf ohne Qualitätsverlust recycelt und wiederverwendet werden. Organische Materialien wie Leinen oder Bast werden im biologischen Kreislauf wieder in die Natur zurückgeführt. Die vier Trend-Themen „Make and Remake“, „Continuous“, „From Earth“ und „Nature Engineered“ leiten sich daraus ab.

„Make and Remake“: Gebrauchte Materialien, Altbestände oder Stoffreste erhalten ein neues Leben. Dabei rückt die Ästhetik des Reparierens in den Fokus und wird als gezieltes Designelement des recycelten Produkts eingesetzt. Mit hellen und fröhlichen Farben und Techniken wie Überdrucken, Überfärben, Bricolage, Collage oder Patchwork entstehen neue und kreative Produkte. Überlagerte Farbmuster und Grafiken führen zu gewagten und maximalistischen, zugleich bewussten Designs.

„Continuous“: Das Trend-Thema „Continuous“ beschreibt geschlossene Kreisläufe, in denen Materialien immer wieder zu neuen, abfallfreien Produkten recycelt werden. Vermeintliche Abfallstoffe werden getrennt und zu neuen Fasern, Verbundwerkstoffen und Textilien wiederaufbereitet. Synthetische sowie zellulosehaltige Garne werden somit abfallfrei produziert. Dank technisch fortgeschrittener Rückgewinnungsverfahren behalten die Materialien ihre ursprüngliche Qualität und Ästhetik. Zweckmäßigkeit, Minimalismus und Langlebigkeit bestimmen das Design der „Continuous“ Produkte.

„From Earth“: Hier stehen die Natürlichkeit und der Einklang mit der Natur der organischen Materialien im Mittelpunkt. Natürliche Färbungen vermitteln Wärme und Weichheit. Unvollkommene Texturen, Abnutzungen und Unregelmäßigkeiten präsentieren eine ökologische und erdverbundene Ästhetik. Erdige und botanische Farbtöne, natürliche Variationen und haptischer Reichtum dominieren den Bereich „From Earth“. Unbearbeitete und rohe Oberflächen sowie ungebleichte Textilien, natürliche Farbstoffe betonen die Materialien in ihrem ursprünglichen Zustand.

„Nature Engineered“: Natürlichkeit wird neu interpretiert. „Nature Engineered“ wertet organische Materialien wie Bast, Hanf, Leinen und Nesseln mit mechanischen Mitteln auf und perfektioniert diese. Modernste Techniken bereiten natürliche Textilien zu anspruchsvollen und intelligenten Produkten auf. Klare Linien und Formen, kombiniert mit weichen Beige- und Brauntönen kennzeichnen dieses Thema.

Die nachhaltigen und zukunftsweisenden Trends werden im „Trend Space“ der „Heimtextil“, vom 10. bis 13. Januar 2023 in Frankfurt, systemisch inszeniert und bilden das Herzstück der Fachmesse. Für Besucher:innen aus aller Welt bieten die Trends eine Orientierung und ermöglichen den Blick in die Zukunft der Wohn- und Objekttextilien.

Villeroy & Boch

Partnerschaft mit Dornbracht wird beendet

Zum Ende des Jahres 2023 beenden Villeroy & Boch und Dornbracht ihre langjährige Partnerschaft im Segment Badarmaturen. Damit laufen die im Rahmen der bisherigen Lizenzvereinbarung geregelte Fertigung und der Vertrieb von Villeroy & Boch-Badarmaturen durch Dornbracht im kommenden Jahr aus. Service und Ersatzteile für die Produkte bleiben weiterhin verfügbar. Mit dieser einvernehmlichen Entscheidung reflektieren die Unternehmen ihre jeweils veränderten strategischen Ausrichtungen.

Villeroy & Boch und Dornbracht blicken auf eine 20-jährige Zusammenarbeit im Armaturenbereich zurück. Deren Beendigung ist für Villeroy & Boch zugleich Startpunkt, den in außereuropäischen Märkten wie unter anderem China und der Golfregion bereits vor Jahren eingeschlagenen Weg eines eigenen Armaturensortiments konsequent fortzusetzen. Bei Dornbracht führt die im Jahr 2020 unter neuem Management begonnene Transformation des Unternehmens zu einer konsequenteren Ausrichtung auf die Kernkompetenzen der Marke und zum Ausbau des Portfolios und der Services.

Mit dem Launch von Bad- und Duscharmaturen sowie Accessoires wird Villeroy & Boch ab September 2022 auch in den europäischen Kernmärkten mit einem Eigensortiment vertreten sein. Die Entwicklung der Armaturen erfolgt über die eigenen Kompetenzzentren in Mettlach und Vargarda/Schweden, unterstützt durch ein internationales Produktionsnetzwerk.

Im Wohnungsbau geht es erst 2023 wieder bergauf

Verzögerungen bei den Bauleistungen und die permanente Teuerung der Baupreise haben es dem Wohnungsbau schon 2021 zunehmend schwer gemacht. 2022 haben sich die Unsicherheiten noch intensiviert – und das Drama rund um die erst weggefallenen Neubaufördermittel und dann auf 2023 verschobene Neuaufstellung der Bauförderlandschaft kommt als Tüpfelchen auf dem i noch hinzu. Die Prognose von BauInfoConsult für die nächsten Jahre fällt daher für diesen Sektor ungewohnt verhalten.

Diese ungünstigen Bedingungen spiegeln sich auch in der Bauprognose für den Wohnungsbau im Jahr 2022 wider. Demnach stagnieren die Genehmigungen für neue Wohngebäude 2022 bei minus 0,2 Prozent zum Vorjahr. Etwas, wenn auch nicht viel Bewegung kommt nur vom Mehrfamilienhaussektor (plus 1,1 Prozent). Eine etwas bessere Entwicklung ist 2023 zu erwarten (mit 3,0 Prozent mehr Genehmigungen, wobei beide Hauptsegmente des Wohnungsbaus Verbesserungen aufweisen).

Schon aufgrund der positiven Genehmigungsentwicklung 2021 deutet sich für 2022 wieder ein Aufwärtstrend bei den Fertigstellungen an: So dürften 2022 bereits wieder 2,5 Prozent mehr Wohngebäude fertiggestellt werden – doch wohlgemerkt im Vergleich mit dem schwachen Ergebnis von 2021. Verglichen mit dem Fertigstellungsergebnis 2020 etwa liegen die für 2022 prognostizierten 105.528 Gebäude um 7,0 Prozent drunter.

Auch 2023 soll die Fertigstellungszahl wieder in ähnlichem Ausmaß ansteigen (plus 2,3 Prozent). Der Geschosswohnungsbau lässt den Eigenheimsektor beim Wachstum erneut um Längen zurück, doch ist auch bei den vom privaten Bau dominierten Segmenten ein leichtes Fertigstellungsplus zu sehen. Ähnliche Dimensionen wie 2020 werden wohl aber nicht vor 2024 erreicht – ein schnelles Ende der Wohnungsengpässe ist also leider in den nächsten Jahren eher unwahrscheinlich.

Auf regionaler Ebene weist die Prognose erhebliche Unterschiede auf. So erholt sich der Wohnungsneubau im Norden im Prognosezeitraum noch nicht von der im Jahr 2021 deutlichen negativen Tendenz: Nach zwei glimpflichen Jahren (immerhin: Stagnation mit minimalem Wachstum 2022 und 2023) wartet am Ende des Prognosezeitraums schon wieder eine negative Tendenz auf. Immerhin: Zumindest der niedersächsische Wohnungsmarkt kommt relativ gut durch die nächsten Jahre.

Etwas besser sehen die Aussichten für den Osten aus: Hier ist in den nächsten Jahren bis zum Ende des Prognosezeitraums bestenfalls ein leichtes Plus zu erwarten. Die Impulse kommen vor allem aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg, während der sächsische und Berliner Wohnungsmarkt weiter schwach bleiben.

Im Süden ist laut unserer Prognose dagegen schon ab 2022 wieder fast alles beim Alten und die Tendenz bis 2024 weiter auf einer soliden Wachstumsspur. Die Zuwachsraten in Bayern sind jeweils am stärksten. Auch der Westen kann in den nächsten Jahren wieder etwas an Boden gut machen, wenn auch mit weniger deutlichen Zuwächsen. Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland kommen etwas stärker in Gang als der größte westdeutsche Wachstumsmarkt Nordrhein-Westfalen.

Nicht verpassen: Video-Interview am 14. September

„Was macht eigentlich das DCC“? Dieser Frage geht Sascha Tapken von Home.Made Storys. am 14. September ab zehn Uhr im Video-Interview mit DCC-Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer auf den Grund.

Der Netzwerker und Sympathieträger ist von Beginn an – also seit 1998 – dabei und hat seitdem viel für den besseren Datenaustausch zwischen Handel und Industrie getan.

Im Interview schaut er zurück auf die Geschichte des DCC, erklärt die wichtigsten Begriffe und Themenfelder und gibt einen Überblick über die wichtigsten laufenden Projekte. Gerade Branchenteilnehmerinnen und Branchenteilnehmer, die die Arbeit des DCC noch nicht im Detail kennen, sollten sich Video-Interview nicht entgehen lassen.

Das Gespräch wird etwa eine halbe Stunde dauern.

Darüber hinaus gibt es schon vorher die Möglichkeit Fragen an Dr. Olaf Plümer einzureichen unter der E‑Mail-Adresse: info@moebeldigital.de.

Starwood erreicht Dreischichtbetrieb

Am 28.06. produzierte Starwood erfolgreich die erste Platte auf seiner Siempelkamp-Dünnplattenanlage für MDF am Standort Inegöl. Nun ist auch der stabile Dreischicht-Betrieb erreicht.

Der „Erste-Platte-Termin“ gilt als zentraler Meilenstein während der Startphase einer Holzwerkstoffanlage – ab diesem Zeitpunkt bis zur Abnahme steht auf der Baustelle im Fokus, die Produktions- und Qualitätsziele zu erreichen, die mit der Anlage realisiert werden sollen. In Inegöl kam es am 28. Juni zur ersten Zielerreichung; die Erste Platte wurde erfolgreich im Automatikbetrieb produziert. Nach einer Top-Hochlaufkurve ist nun auch der stabile Dreischicht-Betrieb erreicht.

„Wir gratulieren dem Starwood-Team herzlich zu den erreichten Meilensteinen und freuen uns, mit unserer Hochleistungs-Anlage dazu beizutragen, dass die Kapazität dieses Standorts beträchtlich erweitert wird. Zugleich danken wir für das Vertrauen in unsere Leistung, das zu mittlerweile bereits fünf gemeinsamen Projekten geführt hat!“, so Ulrich Kaiser, Head of Sales Siempelkamp.

Insgesamt produzieren nun drei Siempelkamp-„ContiRoll“-Anlagen MDF, L-MDF und Dünnplatten in Inegöl. Die Gesamtleistung dieser drei Anlagen wird nach der Hochlaufphase der neuen Linie eine Kapazität von mehr als 2.500 bis 3.000 m³/Tag ermöglichen. Das Dickenspektrum der neuen Anlage ist auf 1,5 bis ca. 18 mm ausgelegt.