Nutzerorientierte Anwendungen von Schlüsseltechnologien im Fokus
Nur noch ein Jahr bis zur „LivingKitchen“ 2021. Ein Anlass für die Koelnmesse, im Kontext der laufenden „Imm Cologne“ vor der Presse die Trommel lauter zu schlagen. Konkrete Namen, welche Aussteller im nächsten Jahr zu erwarten sind, wollte Messechef Gerald Böse (Foto) gestern allerdings nicht nennen. Vielmehr gehe es um eine „Konzeptkonferenz“. Um zu erklären, wie das angekündigte Zugpferd „Smart Living“ gezäumt werden soll.
Den ersten Vorgeschmack bietet aktuell die „Imm“-Sonderschau „Let’s be smart“ in Halle 4.2, die wie in den Vorjahren von Christian Flötotto konzipiert wurde und nun als „Smart Village“ drei Lebenswelten präsentiert – jeweils wie in einem Appartement mit den Themenbereichen Wohnen, Schlafen, Kochen und Essen für unterschiedliche Bewohner. Ob Assistenzfunktionen mit KI für Senioren, platzsparende und multifunktionale Möbel für die Familie oder das Smart Loft für Early Adopter: Vor allem intelligente Features, die Mehrwert im Alltag stiften, stehen dabei im Vordergrund. Die zukunftsorientiert und zugleich realistisch sind. Denn die „LivingKitchen“ will sich nicht durch abstrakte Visionen profilieren, sondern nutzerorientierte Anwendungen von Schlüsseltechnologien, wie Böse betonte.
Ort des Geschehens ist die neue Halle 1plus, die im kommenden Herbst fertiggestellt wird und dann mit der „LivingKitchen“ 2021 Premiere feiert. Sie umfasst 10.000 Quadratmeter und biete mit ihrer Infrastruktur den idealen Rahmen für die zukunftsorientierte Hightech-Show. Angebunden ist sie durch Übergänge in die Hallen 4.2. und 5.2, sodass Besucher vom Messeboulevard aus durch die etablierte Küchenausstellung in das smarte Areal gelangen.
Das „Smart Village“ wird jedoch nur ein Teil der Konzeption 2021 sein, wie Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement, weiter ausführte. Vielmehr kommen mit den Themen Telekommunikation und Energieversorgung weitere Specials dazu, ebenso wie eine Piazza „Connected World“, ein Supermarkt und eine eigene Zone für den Handel. Insbesondere Hausgerätehersteller wie BSH, Miele, Haier, Samsung oder LG sollen sich von dem Ansatz angesprochen fühlen, um diese nach der breiten Abstinenz 2019 zurückzugewinnen, betonte Pollmann. Denn es sei klar, dass die Unternehmen nicht unbedingt eine zusätzliche Verkaufsplattform brauchen (neben der „IFA“, Anm. d.R.), sondern eine Alternative, die für sie auch Sinn macht.
Insgesamt würde sich die „LivingKitchen“ dann auf rund 36.000 Quadratmeter erstrecken, von der ein Drittel allein das Zugpferd „Smart Living“ in Anspruch nimmt, wenn die Rechnung aufgeht. Wobei die weitgefächerte Thematik nicht nur als medialer und innovativer Anziehungspunkt für die Küchenmesse gilt, sondern künftig jedes Jahr gespielt werden soll.





