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Autor: Möbelfertigung

Vor Corona: Plus von 3,52 Prozent bis Februar

Vor Einbruch der Corona-Krise hat die deutsche Küchenmöbelindustrie einen guten Start hingelegt: So zeigte nach dem Januar, der vor allem im Export ein Plus von mehr als acht Prozent verzeichnete, auch der Februar eine positive Entwicklung. Der Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat stieg um 2,59 Prozent an, so dass die ersten beiden Monate zusammen auf 3,52 Prozent Zuwachs kamen. Im Inland lag der Schnitt bei 1,48 Prozent und im Ausland bei 6,6 Prozent Plus.

Der Betrieb läuft wieder

Team 7 hat nach einem vierwöchigen Stillstand seine Produktion wieder aufgenommen. „Wir haben die Zeit genutzt, um optimale Bedingungen für die Belegschaft zu schaffen“, erklärt Dr. Georg Emprechtinger, Inhaber und Geschäftsführer von Team 7. Hygienische Maßnahmen wie Desinfektions-Stationen, Atemmasken und Arbeitsplätze mit erweitertem Abstand erlauben die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards. Darüber hinaus wurden die administrativen Aufgaben, wo möglich, ins Home-Office verlegt. Parallel dazu arbeitet die Belegschaft in verschiedenen Schichten beziehungsweise Räumen, so dass die Gesundheit und Sicherheit zu jeder Zeit gewährleistet ist. „Wir werden uns auf ein Leben mit der neuen Normalität einstellen müssen“, ist Emprechtinger überzeugt. „Mit der Krise umgehen lernen, wird künftig den unternehmerischen Erfolg ausmachen.“

Team 7 sieht sich dafür gut aufgestellt. Denn die Einrichtungsmarke für nachhaltiges Design und „green living“ blickt auf volle Auftragsbücher. Zunächst werden daher die Aufträge, die bereits vor der Pandemie eingegangen sind, konsequent abgearbeitet. „Gleichzeitig müssen wir uns mit voller Kraft auf die Generierung neuer Umsätze konzentrieren“, skizziert der Geschäftsführer den aktuellen Fahrplan und zeigt sich auch hier vorsichtig optimistisch: „Die letzten Wochen haben die Wertschätzung für ein schönes Zuhause und natürliches Wohnen in den Fokus gerückt.“ Werte wie ein harmonisches Familienleben, Gesundheit, aber auch die Natur als Lebensraum und regionale Produkte, die zuverlässig lieferbar sind, gewinnen an Bedeutung. Diese Tendenz sei bereits in den letzten Jahren deutlich spürbar gewesen und werde sich nach der Corona-Krise noch verstärken.

Hans-Joachim Ebert scheidet als Geschäftsführer bei Sachsenküchen aus

Der langjährige ge­schäfts­führende Gesell­schafter und Mitbegründer der Sachsenküchen H.-J. Ebert GmbH, Hans-Joachim Ebert, ist als Geschäftsführer ausgeschieden. Der 82-Jährige zieht sich damit auch aus dem aktiven Geschäftsbetrieb des Unter­nehmens zurück. Stolze 57 Jahre war er in der Küchenmöbel­branche tätig. Beispiels­weise überführte er Sachsenküchen nach der Wende erfolgreich in die Marktwirtschaft. Unter seiner Führung entwickelte sich das traditionsreiche Unternehmen in den 1990er-Jahren schnell zu einem namhaften Küchenmöbelhersteller. Gleichzeitig stellten sich auch erste Er­folge im Export ein.
Sachsenküchen gehört heute mit fast 112 Jahren zu den ältesten Küchenmöbelherstellern in Deutschland. Mit einem Umsatz von 45,7 Mio. Euro erzielte das Unternehmen im Jahr 2019 das beste Ergebnis der Firmengeschichte. Die Export­quote lag bei 51,7 Prozent, was einer Umsatzsteigerung im Export von 7,0 Prozent entspricht.

Hans-Joachim Ebert übertrug seine Geschäftsanteile (29 Prozent) bereits im Dezember 2018 hälftig an seine beiden Söhne Ralf und Alexander Ebert. Beide sind seit vielen Jahren im Unternehmen tätig. Damit bleiben die Anteile von Hans-Joachim Ebert weiter im Familienbesitz. Die übrigen Geschäftsanteile werden von Heinz-Erwin Ellersiek (45 Prozent) und Matthias Schmidt (26 Prozent) gehalten. Die Unternehmens­leitung liegt weiterhin in den Händen von Elko Beeg, der die Geschäfte von Sachsenküchen seit 2007 erfolgreich führt.

„Wir, die Geschäftsleitung und alle Kolleginnen und Kollegen von Sachsenküchen, sagen Danke und wünschen Herrn Ebert für seinen wohlverdienten Ruhestand viel Gesundheit und Glück.“

Conax ist neuer Vertriebspartner für den E-Commerce von Mauler

Das französische Familienunternehmen Mauler, Hersteller von Produkten zur Gestaltung und Pflege von Holz und anderen Materialien, hat zur Verstärkung seines Vertriebs in Deutschland eine Partnerschaft mit Conax begonnen. Der in Leipzig ansässige Spezialist für E-Commerce wird ab sofort das deutsche Produktsortiment von Mauler über diverse Internet-Plattformen vertreiben, unter anderem beim Online-Shop für Handwerker CUT360, auf den Web-Marktplätzen von Rakuten und Ebay sowie über den Online-Versandhändler Amazon.
Die neue Partnerschaft ist ein Bestandteil der von Mauler Ende 2019 angekündigten verstärkten Digitalisierung der Vertriebskanäle und einer damit einhergehenden neuen Produktstrategie. „Wir werden uns verstärkt an Trends in der Industrie 4.0 wie zum Beispiel der sogenannten Phygital- und Web-to-Store-Strategie orientieren und unseren E-Commerce mit eigener Plattform und Partnern weiterentwickeln und ausbauen. Im Zuge dessen werden wir auch die Unterstützung der Händler auf dem Weg in die Digitalisierung und Entwicklung von einfach anzuwendenden Produkten für Endverbraucher stärker fokussieren“, erklärt Anthony Gutsche, Leiter Marketing und Kommunikation bei Mauler. Ein erster Schritt in diese Richtung sei unter anderem eine anlässlich des 100jährigen Firmenjubiläums in 2019 neu entwickelte DIY (Do-It-Yourself)-Produktlinie, die im französischen Direkthandel vertrieben wird.

Aus seinem Gesamtsortiment von über 100 Produkten hat Mauler bislang rund 40 ausgewählte Produkte für den deutschen Markt adaptiert, darunter auch aktuelle Innovationen aus Frankreich wie zum Beispiel wasserbasierte Bio-Öle für die Pflege und Behandlung von Holzböden, Holzmöbeln und Holzdekor im Innenbereich. Die Rezeptur der farblosen Öle basiert auf nachwachsenden Rohstoffen (über 82 Prozent), die zum Teil pflanzlichen Ursprungs sind. Laut Mauler sind die Produkte eine umweltfreundliche Alternative zu Ölen mit künstlichen Harzen oder aus mineralischen Ölen und wurden gemäß der französischen Emissionsklassifizierungspflicht mit der Raumluftqualitätsstufe A+ ausgezeichnet. „Unser Bio-Möbelöl beispielsweise ist eine Besonderheit auf dem deutschen Markt und für alle Holzarten geeignet; und die Werkzeuge können einfach mit Wasser gereinigt werden, da es sich um ein lösungsmittelfreies Öl auf Wasserbasis handelt“, betont Daniel Mauler, Geschäftsführer bei Mauler, und fügt hinzu: „Unser Ziel ist es, generell auf Lösungsmittel zu verzichten und stattdessen auf qualitativ hochwertige wasserbasierte Öle und Farben und auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen.“ Neben dem für Mauler seit der Unternehmensgründung traditionellen Öko-Design seiner Produkte will das Unternehmen zukünftig auch sein Farb-Design anhand von modernen Farbtrends weiter ausbauen und die französische Lebens- und Wohnart verstärkt in den Vordergrund stellen.

Wer darf öffnen – NRW prescht vor

Die Gemüter nach der Entscheidung der Bundesregierung und der Länderchefs kochen hoch. Warum dürfen Baumärkte, Gartencenter und Autohäuser öffnen, Möbelhäuser aber nur bis zu einer Fläche von 800 qm? Das versteht jetzt auch die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen nicht mehr. Wie in der Pressekonferenz von gestern zu sehen, hat das größte Bundesland nun entschieden, dass dort auch alle Einrichtungshäuser öffnen dürfen. Aber was bedeutet die Beschränkung auf 800 qm überhaupt in Zahlen?

Die BBE Handelsberatung, München, hat in ihre Datenbank geschaut. Demnach sind  von den bundesweit gut 8.000 Möbel- und Küchenhäusern „nur“ etwas weniger als die Hälfte von dem verlängerten Shutdown betroffen. Von den rund 4.500 Häusern, die öffnen dürfen, sind jedoch zwei Drittel Küchenfachgeschäfte. „Das ist eine eindeutige Wettbewerbsverzerrung zugunsten des kleinflächigen Küchenhandels“, sagt Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsleitung der BBE Handelsberatung, zu der Tabelle, die Sie hier herunterladen können.

Und auch, wenn es  jetzt so aussieht, als seien gar nicht so viele Unternehmen von den Maßnahmen betroffen, stimmt das nur in Bezug auf die Zahl der Standorte. Umsatzmäßig ist der Möbelhandel, wenn es bei der eigentlichen Regelung mit max. 800 qm bleibt (Ausnahme NRW), sehr wohl sehr stark betroffen. Denn von den Top 30 im deutschen Möbelhandel, die laut „möbel kultur“-EXTRA einen Marktanteil von rund 68 Prozent haben, darf, nach der Regelung von gestern, kaum jemand öffnen.

Forschungsprojekt „Seamless“ gestartet – Entwicklung einer Simulations-Plattform für Smart Services

Der Bereich Aftersales, der unter anderem Prozessoptimierungen, Schulungen, Instandhaltungen, Umbauten und Modernisierungen umfasst, wird für viele Maschinen- und Anlagenbauer zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Wertschöpfung – so auch für Dieffenbacher. Aus diesem Grund haben sich zehn Unternehmen und Institute zusammengefunden und das Forschungsvorhaben „Seamless“ (Simulationsgestützte assistenzsystem-basierende Engineering- und Maintenance-Dienstleistungen für Lean Aftersales-Services) ins Leben gerufen.
Ziel des Projektes ist „die Entwicklung und Bereitstellung von Simulationstools auf einer cloudbasierten Plattform […], die es Anwendern erlaubt, unterschiedliche Simulatoren synergetisch zu kombinieren und für smarte Services zu nutzen“. Konkret bedeutet dies, dass verstärkt Simulationstools genutzt und verschiedene Simulationssysteme untereinander und mit den realen Produktionsanlagen vernetzt werden sollen. Die angestrebte Plattform soll Unternehmen dabei unterstützen, aus Echtzeit-Daten zu lernen, Prozesse automatisiert zu steuern und bessere Entscheidungen zu treffen.

Ein denkbarer neuer Service, der aus dem Forschungsprojekt abgeleitet werden könnte, ist der Einsatz von Augmented-Reality-Assistenzsystemen bei Service-Einsätzen. Über Datenbrillen oder mobile Endgeräte könnten Servicetechniker, Dienstleister oder auch Kunden fachlich unterstützt und so die Effizienz von Service-Einsätzen gesteigert werden. Ein weiteres Beispiel könnte die Umstellung auf eine verschleißbasierte Planung von Service-Einsätzen sein. Durch die Verbesserung von Auswertungen und Vorhersagen in der Instandhaltung mittels simulationsgestützter Zustandsüberwachung, könnte eine Vielzahl drohender Ausfälle bei kritischen Anlagenkomponenten frühzeitig erkannt und der nötige Service-Einsatz geplant werden, bevor es zum Ausfall kommt.

Die Koordination des Forschungsvorhabens übernimmt die SimPlan AG aus Hanau. Die weiteren Projektpartner neben Dieffenbacher sind die Actimage GmbH aus Kehl, die EKS InTec GmbH aus Weingarten, die Exapt Systemtechnik GmbH mit Sitz in Aachen, das Karlsruher FZI Forschungszentrum Informatik, die Aachener Innolite GmbH, die Seeburger AG aus Bretten, die Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement der TU Chemnitz und das Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Seamless“ wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Förderbereich „Komplexe Produkte, Produktionsprozesse und -anlagen (Smart Services)“ gefördert und vom Projektträger Forschungszentrum Karlsruhe betreut.

VDM

Corona-Beschlüsse unzureichend und unlogisch

Zu den gestrigen Beschlüssen der Bund-Länder-Schaltkonferenz zur schrittweisen Lockerung der Corona-Restriktionen erklärt Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM):

„Die ergriffenen Maßnahmen zu einem schrittweisen Re-Start der Wirtschaft sind unzureichend und in sich nicht schlüssig. Während kleinere Einzelhandelsflächen bis 800 qm unter Auflagen öffnen dürfen, bleiben größere Häuser mit entsprechenden Abstandsflächen und tendenziell geringeren Frequenzen geschlossen. Gerade aber solche Häuser können Schutzmaßnahmen und Abstandsregelungen wesentlich besser umsetzen. Aus unserer Sicht darf eine Öffnung nicht von der Größe, sondern muss von einem überzeugenden Hygiene- und Zugangskonzept abhängen. Ein Besucher pro 100 qm Verkaufsfläche ist aus unserer Sicht eine praktikable und flächenunabhängige Größe, um Ansteckungsgefahren im Handel zu minimieren. Wenn wir nicht den kompletten stationären Handel bedienen können, droht ein extremer wirtschaftlicher Schaden auch auf Seiten der Industrie.

Da jetzt kleinere Läden und einzelne Branchen ohne ersichtlichen Grund privilegiert werden, droht die bislang große Unterstützung in Bevölkerung und Wirtschaft zu den politisch beschlossenen Corona-Maßnahmen zu schwinden. Wir bedauern es sehr, dass die flächenunabhängige Wiedereröffnung des Möbelhandels zwar in der Beschlussvorlage der gestrigen Schaltkonferenz noch enthalten war, dann aber im Zuge der Beratungen gestrichen wurden.“

Weitere Informationen unter www.moebelindustrie.de.

Per Roboter gegen Covid 19

Aktuell rüsten Roboter-, Montage- und Automations-Experten rüsten aktuell im Eilverfahren industrielle Produktionslinien um und entwickeln neue Ideen für den Kampf gegen die Corona-Pandemie. Hier einige interessante Beispiele:

Der Maschinenbauer PIA Automation aus Amberg bei Nürnberg fertigt normalerweise vollautomatische Produktionsanlagen für die Automobil- und Konsumgüterindustrie, zählt aber auch Medizintechnikunternehmen zu seinen Kunden. Innerhalb weniger Wochen nach Ausbruch der Krise nahm PIA zunächst am Standort in China zwei stillgelegte Produktionslinien wieder in Betrieb und rüstete auf die vollautomatische Fertigung von bis zu 140.000 Schutzmasken (abhängig von Typ und Material) pro Tag um. Mit dem Know-how aus diesem Pilotprojekt arbeitet der oberpfälzische Maschinenbauer mittlerweile an zahlreichen Folgeaufträgen und stellt selbst neue Montagelinien in Deutschland für die Fertigung von Gesichtsmasken her. In wenigen Wochen steht die erste Auslieferung auf der Agenda. Damit lassen sich mehr als 1 Million Atemschutzmasken pro Tag herstellen.

Das Projekt ist kein Einzelfall: Der Maschinenbauer Ruhlamat aus Marksuhl in Thüringen hat ebenfalls Nägel mit Köpfen gemacht und mit enormem Tempo eine Produktionslinie für chirurgische Einwegmasken entwickelt. Das Filtermaterial für den Atemschutz lässt sich je nach den benötigten Sicherheitslevels flexibel verarbeiten.

Das Roboter im Gegensatz zum medizinischen Personal immun sind, nutzt der Industrie-Dienstleister BoKa Automatisierung aus Unterfranken. Die vollautomatische Anlage erinnert an das Kundenerlebnis in einem Drive-Thru-Schnellrestaurant und kann von jedem Autofahrer für einen Corona-Test genutzt werden. Über ein Tablet identifiziert sich der Autofahrer durch das Seitenfenster seines Fahrzeugs und ein Roboterarm überreicht das Teströhrchen. Eine Videoanleitung leitet die Probenentnahme an. Das Teströhrchen wird danach wieder automatisiert zurückgenommen. Danach wird jeder Testteilnehmer telefonisch über das Ergebnis einer möglichen Coronavirus-Infektion informiert.

Der sprunghafte Anstieg von Covid-19-Testverfahren erfordert die Durchführung zahlreicher Bluttests. Dieser Prozess wird traditionell von Laboranten in Kliniken händisch durchgeführt, ist sehr zeitaufwändig und monoton – also ein idealer Prozess, um automatisiert zu werden. Im Universitätsklinikum Aalborg in Dänemark gibt es bereits ein Labor, das auch schon vor der Coronakrise von der Automatisierung profitierte. Täglich werden bis zu 3.000 Blutproben in dem größten Krankenhaus in der Region Nordjütland von zwei Kuka Robotern sorgfältig sortiert. Die Mitarbeiter sind von einem enormen Arbeitsaufwand entlastet und können sich auf anspruchsvolle Tätigkeiten abseits der Routine konzentrieren.

 

Eine wertvolle Entwicklung in Zeiten von Social Distancing: Das Unternehmen Life Science Robotics (LSR) hat mit „Robert“ einen Roboter zur Mobilisierung von Patienten entwickelt. Eine hervorragende Unterstützung für Physiotherapeuten bei ihrer Arbeit.

RobShare, ein Unternehmen der Hahn Group Rheinböllen, unterstützt Bewohner von Pflegeheimen, während der Besuchsverbote Kontakt zu Familienmitgliedern zu halten. „James“ heißt der nette Kommunikationsautomat. Der Roboter besucht die Menschen in den unter Quarantäne stehenden Räumen und schaltet Familienmitglieder einfach per Videokonferenz zusammen. RobShare bietet die Miete der Roboter kostenfrei an. „Wir verdienen an dieser Aktion keinen Cent, sondern müssen nur zusehen, dass unsere Selbstkosten größtenteils abgedeckt werden“, so Konstantin Dick von der Hahn Group. „Deshalb haben wir bereits mit der Suche nach Sponsoren begonnen, damit die Aktion für die Pflegeheime komplett kostenfrei angeboten werden kann.“

Der von Blue Ocean Robotics fährt autonom durch Krankenhäuser und strahlt dabei konzentriertes UV-C-Licht aus, um Bakterien und andere schädliche Mikroorganismen zu eliminieren. Auf diese Weise können Krankenhäuser eine Desinfektionsrate von 99,99% garantieren – was das Risiko für Patienten, Personal und Angehörige verringert, sich mit gefährlichen Infektionen zu infizieren. 

Aktuell zeigt aktuelle Lage, dass das Gesundheitswesen schnell an seine Grenzen stoßen kann, wenn Laborkapazität fehlt, oder wenn die bestehenden Test-Installationen nicht flexibel genug umrüstbar sind für Testvarianten oder neue, abgewandelte Testverfahren. In dieser Situation bieten Laborroboter eine wertvolle Alternative zur manuellen Testdurchführung

Wettbewerb als Leitprinzip der wirtschaftlichen Erholung

Das Leitungsgremium des International Competition Network (ICN Steering Group) hat am vergangenen Donnerstag eine Erklärung zur Durchsetzung des Wettbewerbsrechts während und nach der Coronavirus-Krise veröffentlicht. „Die Krise fordert von den Kartellbehörden gleichzeitig Aufmerksamkeit und Augenmaß. Der weltweite Austausch ist für die richtigen Reaktionen auf diese globale Herausforderung unabdingbar. Das ICN gibt seinen Mitgliedern mit der Erklärung eine Richtschnur an die Hand, wie sie in transparenter Weise eine angemessene Flexibilität zeigen und gleichzeitig wettbewerbliche Rahmenbedingungen für eine schnelle wirtschaftliche Erholung sicherstellen können”, sagt Andreas Mundt (Foto), Präsident des Bundeskartellamtes und seit September 2013 Vorsitzender des ICN-Leitungsgremiums.
Die ICN Steering Group sieht die Herausforderungen für Wettbewerbsbehörden weltweit. Sie bekräftigt die Bedeutung des Wettbewerbsprinzips und fordert die Mitgliedsbehörden auf, gegenüber wettbewerbswidrigem Verhalten wachsam zu bleiben. Die Erklärung würdigt die Fähigkeit der Behörden, in ihren Entscheidungen zu bewerten und zu berücksichtigen, welche Bemühungen von Unternehmen zur Bereitstellung von benötigten Gütern und Dienstleistungen notwendig sind. Die ICN Steering Group ermutigt die Behörden zu einem transparenten Umgang mit den erforderlichen Anpassungsmaßnahmen und bestärkt diese darin, für den Wettbewerb als Leitprinzip der wirtschaftlichen Erholung zu werben. Die ICN Steering Group wird sich weiterhin für die Zusammenarbeit der Behörden in dieser herausfordernden Zeit einsetzen.

Das ICN ist die bedeutendste Vereinigung von Wettbewerbsbehörden weltweit. Es umfasst 140 Wettbewerbsbehörden aus 129 Staaten. Der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, ist seit September 2013 Vorsitzender des ICN-Leitungsgremiums.

Die vollständige Erklärung ist auf der Internetseite des ICN abrufbar.