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Autor: Möbelfertigung

VDM

Christine Scharrenbroch wird neue Pressesprecherin

Die Wirtschaftsjournalistin Christine Scharrenbroch (50) wird zum 1. Mai 2020 neue Pressesprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) in Bad Honnef. „Sie kennt die Möbelbranche durch ihre langjährige Berichterstattung für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ ganz hervorragend, ist mit den Personen und entscheidenden Themen bestens vertraut und wird ihre Expertise gewinnbringend für unsere Branche und ihre Unternehmen einbringen“, begrüßt Jan Kurth, Geschäftsführer des VDM, die Personalie.
Die Diplom-Volkswirtin Christine Scharrenbroch absolvierte ein Volontariat bei der „F.A.Z.“ und war dort anschließend mehrere Jahre lang als Wirtschaftsredakteurin tätig. Seit 2004 berichtet die gebürtige Kölnerin als freie Autorin für den „F.A.Z.“-Wirtschaftsteil und weitere Medien über die Unternehmen im Rheinland sowie die Möbelindustrie und den Möbelhandel.

Innerhalb der Verbändegemeinschaft der Holz-, Möbel- und Fertigbauindustrie in Bad Honnef wird Christine Scharrenbroch gemeinsam mit dem Team und dem Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Verbände, Achim Hannott, Möbelthemen in die breite Öffentlichkeit ein- und somit nach vorne bringen. Zwei Schwerpunkte liegen dabei neben der Wirtschaftsberichterstattung in den Bereichen Trends & Einrichtungsthemen sowie – gemeinsam mit der Koelnmesse – in der Kommunikation rund um und über die „Imm Cologne“.

Villeroy & Boch

Corona schlägt sich in den Umsatzzahlen nieder

Der Villeroy & Boch-Konzern erzielte Im ersten Quartal 2020 einen Umsatz in Höhe von 182,4 Mio. Euro (inkl. Lizenzerlöse) und lag damit um 15,3 Mio. Euro ( 7,7 Prozent) unter dem Vorjahresniveau. Infolge der Corona-Pandemie zeigten sich bereits seit Januar spürbare Auswirkungen – vor allem in China. Während in den ersten beiden Monaten das Umsatzniveau des Vorjahres noch übertroffen wurde, mussten im März starke Umsatzrückgänge, vor allem durch die weltweiten Schließungen der Tischkultur-Shops, hingenommen werden.

Die Auftragseingänge des ersten Quartals 2020 führten im Vergleich zum 31. Dezember 2019 zu einer saisonal üblichen Erhöhung des Auftragsbestands um 20,6 Mio. Euro auf 65,4 Mio. Euro. Davon entfielen 46,6 Mio. Euro (31.12.2019: 35,3 Mio. Euro) auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness und 18,8 Mio. Euro (31.12.2019: 9,5 Mio. Euro) auf den Unternehmensbereich Tischkultur.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verminderte sich im ersten Quartal 2020 vor allem aufgrund des durch die Corona-Krise bedingten deutlichen Umsatzrückgangs auf 4,3 Mio. Euro.

Der Unternehmensbereich Bad und Wellness erzielte im ersten Quartal 2020 einen Umsatz in Höhe von 125,8 Mio. Euro (Vorjahr: 131,4 Mio. Euro). Der Umsatzrückgang in Höhe von 5,6 Mio. Euro zeigte sich hauptsächlich in den Geschäftsfeldern Badmöbel (-1,1 Mio. Euro) und Sanitärkeramik (-4,8 Mio. Euro), wo vor allem in China seit Januar verstärkt Umsatzrückgänge aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus zu verzeichnen waren. Erfreulich ist dem gegenüber, dass in dem Geschäftsfeld Armaturen eine Umsatzsteigerung von 5,2 % erzielt werden konnte. Im Geschäftsfeld Wellness erreichte der Konzern einen Umsatz auf Vorjahresquartalsniveau.

Der Unternehmensbereich Tischkultur erzielte im ersten Quartal 2020 einen Umsatz in Höhe von 56,0 Mio. Euro (Vorjahr: 65,5 Mio. Euro) und lag damit um 9,5 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Der deutliche Umsatzrückgang ist vor allem auf die behördlich angeordneten fast weltweiten Schließungen der Verkaufsstellen zurückzuführen und wirkt sich auf alle Vertriebskanäle mit Ausnahme des E-Commerce aus. Im Projektgeschäft führte die Corona-Krise bei vielen Partnern weltweit, v.a. im Tourismus- und Gastronomiebereich, zu einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft, so dass die Umsätze in diesem Segment um 15,4 Prozent unter dem Vorjahreswert lagen. Als direkte Gegenmaßnahme wurden die Villeroy & Boch-Mitarbeiter teilweise beurlaubt und wo möglich Kurzarbeitsregelungen in Anspruch genommen. Auch ruhen die Tischkulturwerke in Merzig und Torgau seit Mitte März vorübergehend.

Im ersten Quartal 2020 hat der Villeroy & Boch-Konzern Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 3,5 Mio. Euro getätigt (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro). Davon entfielen 2,7 Mio. Euro auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness sowie 0,8 Mio. Euro auf den Unternehmensbereich Tischkultur. Im Unternehmensbereich Bad und Wellness wurden neue Anlagen insbesondere für die Keramikwerke in Thailand und Ungarn erworben. Im Unternehmensbereich Tischkultur wurde im Wesentlichen in den Erhalt und die Modernisierung des Logistikzentrums in Merzig sowie in Neuanschaffungen von Werkzeugen für die Produktion in Merzig investiert.

Die Corona-Krise hat aufgrund der beschlossenen Maßnahmen in vielen Ländern der Welt eine wesentliche Auswirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung. Der Vorstand der Villeroy & Boch AG revidierte die im Geschäftsbericht 2019 getroffenen Prognosen zu Umsatz und Ergebnis infolge der Corona-Pandemie mit der Ad-hoc-Meldung vom 20. März 2020. Demnach wird erwartet, dass Umsatz und Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres unterhalb der bisherigen Prognose, die ein leichtes Wachstum vorsah, liegen werden.

Der Vorstand hält auch weiterhin an dieser Aussage fest. Die Ungewissheit in Bezug auf die zeitliche Dauer der Corona-Krise und die zukünftige Ausprägung machen eine seriöse Prognose sowohl für die weltweite und regionale Wirtschaftsentwicklung als auch für die Entwicklung des Villeroy & Boch-Konzerns für das Gesamtjahr 2020 aktuell nicht möglich. Für das zweite Quartal 2020 wird trotz der getroffenen Gegenmaßnahmen ein weiterer Umsatzrückgang erwartet.

Ernst-Martin Schaible ist optimistisch

Autohäuser und Möbelhäuser dürfen in einigen Bundesländern wieder öffnen, große Küchenfachgeschäfte aber nicht? Auch nach Ansicht von Ernst-Martin Schaible gibt es keinen Grund für diese Ungleichbehandlung: „Küchenspezialisten haben wie Autohäuser weniger Laufkundschaft und können ihre Kundenfrequenz durch Beratungstermine und Einlasskontrollen problemlos kontrollieren, unter Einhaltung der Schutz- und Hygienevorschriften.“

Der Kreis selbst hat seine Mitglieder mit Leitfaden, Plakatvorlagen, Schutzwänden aus Plexiglas für die Theke und Beratungsplätze bis hin zu Masken und Desinfektionsmittel für den Restart gerüstet. Ein Online-Video mit dem Titel „Online-Küchenplanung – Zeigen Sie Flagge“ wurde schon zuvor zur Verfügung gestellt, um auf Social-Media-Kanälen oder Website die virtuelle Kundenberatung anzubieten.

Zur Sicherung und Stärkung der Liquidität wurde in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat überdies beschlossen, die Boni-Endabrechnung deutlich früher auszuzahlen. Die Bonusausschüttung erfolgt bereits in der Kalenderwoche 17, statt Mitte Mai.

Schaible ist optimistisch, dass es nach der Corona-Krise einen Aufschwung in der Küchenbranche geben wird: „Die deutsche Küchenindustrie wird eine der stärksten Motoren für den Wiederaufschwung der deutschen Wirtschaft nach der Corona-Pandemie sein und auch wieder stabile Wachstumsraten erwirtschaften können. Das Küchenfachgeschäft wird dabei eine wichtige Rolle spielen und den Aufschwung maßgebend beeinflussen.“

Michael Jakal übernimmt Geschäftsführung

Michael Jakal verantwortet seit kurzem die Geschäftsführung der Lichtbasis GmbH aus Estenfeld bei Würzburg. Der Lichtspezialist setzt damit auf eine Stärkung und Ausbau seiner Position im professionellen Lichtmarkt.

Michael Jakal bringt eine 30-jährige Erfahrung in der Elektronikbranche mit und kann auf unterschiedlichsten Management- und Vertriebsfunktionen aufbauen. Vor seinem Wechsel zu Lichtbasis war Jakal beim Elektronikdistributor Distrelec tätig, zuletzt als Geschäftsführer für Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und die Niederlande.

Lichtbasis hat in den letzten Jahren sein Lösungsgeschäft im Bereich Shop/Retail kräftig ausgebaut und unter anderem in eine eigene Lichtplanungsabteilung inklusive Montageservice investiert. Jakals langjährige Vertriebserfahrung soll weiteres Wachstum in diesem Segment generieren und auch auf internationaler Ebene weitere Schritte nach vorn ermöglichen. Auch in Digitalisierungsfragen wird Jakal einen wertvollen Beitrag leisten. Bei Distrelec und früheren Stationen hat Jakal diverse digitale Projekte und Transformationsprozesse begleitet.

„Ich freue mich auf die neuen Aufgaben bei Lichtbasis“, so der 48-Jährige. „Ich möchte das Potential der Marke Lichtbasis systematisch entfalten. Dabei werde ich mich insbesondere auf den Ausbau des Lösungsgeschäfts und des E-Commerce konzentrieren, aber auch darauf, (digitale) Prozesse weiter zu verbessern.“

Ada

Schritt für Schritt wieder Richtung Vollproduktion

Polster- und Bettenspezialist Ada startet in dieser Woche wieder sukzessive mit seiner Produktion. Wegen Corona hatte das Unternehmen aus Anger Mitte März den Betrieb eingestellt. Nachdem die Geschäfte in Österreich langsam wieder öffnen, plant auch da, in den nächsten Wochen Schritt für Schritt in die Vollproduktion überzugehen.

„Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv vorbereitet, zum Schutz unserer Mitarbeiter zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen und unsere hohen Hygienestandards noch verstärkt“, erklärt Ada-Vorstand Gerhard Vorraber. Zu diesen Maßnahmen gehören etwa Fieberkontrollen, Schutzmasken, Mindestabstände und umfassende Desinfektionsmöglichkeiten.

„Wir nehmen die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern sehr ernst“, betont Vorraber. „Neben der Erarbeitung von Maßnahmen zum Gesundheitsschutz haben wir auch einen Stufenplan für die Produktion entwickelt.“

Auf Beschluss der Österreichischen Bundesregierung sind seit dem 14. April nun bereits kleine Möbelhändler unter 400 qm Fläche wieder geöffnet und mit 2. Mai werden auch die größeren nachziehen. „Wir haben versucht, unsere Lager gut zu füllen, um Engpässen möglichst entgegenzuwirken und unsere Partner beliefern zu können“, so Vorraber. Seit dem 20. April dürfen teilweise auch die Lager in Deutschland und Österreich wieder angefahren werden.

„Ligna 2021“

Frühbucher-Rabattphase verlängert bis zum 31. Juli

Die Deutsche Messe und der VDMA Holzbearbeitungsmaschinen als Veranstalter der „Ligna 2021“ in Hannover (10. bis 14. Mai 2021) verlängern den Frühbucherrabatt um zwei Monate. Stichtag ist nunmehr der 31. Juli 2020.Christian Pfeiffer, Global Director „Ligna“ & Woodworking Shows bei der Deutschen Messe: „Angesichts der derzeit schwierigen Situation rund um die Auswirkungen der Coronakrise, die auch vor den Unternehmen der Holzbe- und -verarbeitung nicht Halt macht, möchten wir unseren Ausstellern entgegenkommen und ihnen etwas mehr Zeit geben, sich den aktuell notwendigen unternehmerischen Aktivitäten widmen zu können. Gerade nach der im Jahr 2021 hoffentlich überstandenen Corona-Pandemie ist es umso wichtiger, die Produktion wieder hochzufahren, die Wirtschaft anzukurbeln und die Kunden im persönlichen Gespräch zu beraten und zu informieren. Wir tun auf jeden Fall alles, um den Unternehmen die bestmögliche Plattform zu bieten, ihre Produkte und Lösungen dem internationalen Markt zu präsentieren.“

Elf Einrichtungshäuser in NRW öffnen morgen wieder

Seit gestern dürfen in Nordrhein-Westfalen auch Einrichtungshäuser mit einer Verkaufsfläche von über 800 Quadratmetern wieder öffnen. Diese Regelung betrifft alle elf Ikea Einrichtungshäuser in NRW.

„Wir freuen uns über die Möglichkeit, in Nordrhein-Westfalen wieder für unsere Kunden zu öffnen. Um uns intensiv und sorgfältig darauf vorzubereiten, haben wir entschieden, dies erst am 22. April zu tun“, sagt Dennis Balslev, Geschäftsführer Ikea Deutschland. „Dabei achten wir besonders darauf, höchste Sicherheits- und Hygieneauflagen einzuhalten. Denn die Sicherheit und Gesundheit unserer Kunden sowie Mitarbeitenden haben für uns stets höchste Priorität.“

Für die Wiedereröffnung hat Ikea ein umfassendes Sicherheits- und Hygienekonzept entwickelt. Die Maßnahmen gehen dabei zum Teil über die geltenden behördlichen Auflagen hinaus. Eckpunkte sind unter anderem:

  • Der Zutritt zum Einrichtungshaus wird so gesteuert, dass sich maximal eine Person pro 20m² Verkaufsfläche im Einrichtungshaus aufhält. Auf diese Weise lässt sich ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern in allen Bereichen gewährleisten.
  • IKEA Kunden werden durch Hausdurchsagen und eine durchgehende Kommunikation vor, am und im Einrichtungshaus auf die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln aufmerksam gemacht.
  • Um Warteschlangen zu vermeiden und den Kundenstrom zu entzerren, gelten weitestgehend die bisherigen, regulären Öffnungszeiten – über einzelne lokale Abweichungen informiert IKEA auf der Website
  • Das Kundenrestaurant, Bistro, Småland sowie alle Spielbereiche bleiben bis auf Weiteres geschlossen.  
  • An allen Beratungsständen, Kassen und Tresen werden Plexiglas-Scheiben installiert. Die Mitarbeitenden erhalten eine persönliche Schutzausrüstung (Mundschutz sowie Handschuhe). Auch für Desinfektionsmittel in ausreichender Menge ist gesorgt.

„Wir wissen, dass viele Kunden auf die Wiedereröffnung unserer Einrichtungshäuser gewartet haben. Um einen Ansturm zu Beginn möglichst zu vermeiden, bitten wir darum, die ersten Tage nach der Öffnung zurückhaltend zu nutzen“, so Dennis Balslev. Kunden werden gebeten, alleine oder mit maximal einer Begleitperson zum Einrichtungshaus zu kommen. Empfohlen wird dabei mit Blick auf die Sicherheit anderer Besucher sowie der Mitarbeitenden das Tragen eines Mundschutzes. 

Ikea bittet Kunden zudem, die erste Zeit nach der Wiedereröffnung nicht für Rückgaben zu nutzen. Bei Fragen rund um das Rückgaberecht oder Reklamationen können sich Kunden auf der Website informieren oder per Kontaktformular an den Kundenservice wenden. Für Produktrückgaben oder die Einlösung von Aktionskarten schafft Ikea kulante Regelungen. 

Die Wiedereröffnung der Einrichtungshäuser gilt zunächst ausschließlich in Nordrhein-Westfalen. Kunden aus NRW sowie aus anderen Bundesländern können selbstverständlich weiterhin online über die IKEA Website einkaufen und sich ihre Ware liefern lassen. In den meisten Einrichtungshäusern steht außerdem der Service „Click & Collect“ zur Verfügung, also die Möglichkeit, Produkte über die Website zu bestellen und sie zeitnah vor Ort im Einrichtungshaus abzuholen.

Matthias Delius ist neues Vorstandsmitglied

Der Aufsichtsrat der Ehlebracht Holding AG mit Sitz im ostwestfälischen Enger hat die Erweiterung des Vorstands der Ehlebracht Holding AG auf zwei Vorstandsmitglieder beschlossen. Zum 1. April 2020 ist Matthias Delius zum weiteren Vorstandsmitglied, neben dem seit 2004 amtierenden und auch zukünftigen Vorstandsvorsitzenden Bernd Brinkmann, bestellt.

Der Aufsichtsrat untermauert mit der Bestellung von Matthias Delius zum Vorstandsmitglied die auf Kontinuität ausgerichtete Unternehmensführung des Ehlebracht -Konzerns und seiner Konzerngesellschaften. Der heute 52 jährige Matthias Delius ist bereits seit mehr als 20 Jahren im Ehlebracht Konzern bei der Konzerngesellschaft Elektra in Enger aktiv. Im Jahr 2010 wurde er zum Geschäftsführer der Elektra bestellt und übernahm ein Jahr später, nach dem Ausscheiden des langjährigen Geschäftsführers und Vorstandsmitglieds Hans-Jürgen Holz in den Ruhestand, die Alleingeschäftsführung von Elektra. Zudem hat Matthias Delius nach der Beschlussfassung der Vorstände Bernd Brinkmann und Hans-Jürgen Holz im Jahr 2003 zum Aufbau einer Produktionsstätte in China maßgeblich den Aufbau der heutigen Konzerngesellschaft Elektra Industrial China initiiert. Elektra Industrial China verfügt heute über vier Produktions- und Montagestandorte in China. Im Rahmen der angestrebten Kontinuität im Management der Unternehmensgruppe wird Matthias Delius auch zukünftig der Geschäftsführung der Elektra Gesellschaft für elektrotechnische Gesellschaft mbH angehören. Gemeinsam mit Boris Niessing, der dort den Bereich Marketing und Vertrieb als Geschäftsführer verantwortet, führt er bei Elektra die Geschäfte. Zudem wird er auch weiterhin den Vorsitz im Board of Directors der chinesischen Konzerngesellschaft Elektra Industrial China Co., Ltd. innehaben und das für den Ehlebracht-Konzern bedeutsame Geschäft in China eng mit dem dort ebenfalls langjährig aktiven Geschäftsführer, David Wang, weiter entwickeln.

Gemeinsam verantworten Bernd Brinkmann als Vorstandsvorsitzender und Matthias Delius als neuer Vorstand der Ehlebracht Holding AG das Geschäft des gesamten Ehlebracht-Konzerns und damit aller Gruppenunternehmen.

Auswirkungen von Covid 19 fallen im Holzhandel verschiedener Länder sehr unterschiedlich aus

Um eine Bestandsaufnahme der Auswirkungen der Covid-19-Krise auf den Holzmarkt vorzunehmen und zu messen, organisierten der Europäische Holzhandelsdachverband (ETTF) und die Europäische Organisation der Sägewerksindustrie (EOS) am 15. April eine gemeinsame Telefonkonferenz. Vertreter aus elf europäischen Ländern trugen zu einer lebhaften Diskussion bei, die das Wissen der Teilnehmer über die Krise und ihre Auswirkungen erweiterte.

Der Ausbruch des Coronavirus hat weitreichende und schwerwiegende Auswirkungen auf die Holzwertschöpfungskette. Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede zwischen den europäischen Ländern: Wo das Coronavirus einen höheren Tribut forderte, war auch die Wirtschaft am stärksten betroffen. Der Bausektor, ein grundlegender Markt für die Holzindustrie, hat in Ländern wie Spanien, Italien, Großbritannien und Frankreich einen Schlag erlitten – ebenso bei Unternehmen, die besonders in dieser Ländergruppe agieren. In anderen Teilen Europas, beispielsweise in Skandinavien, Deutschland und den Niederlanden, hat sich der lokale Bausektor stabiler gezeigt. Auch für diese Länder könnte aber im dritten Quartal eine Krise in Sicht sein. Mit der Logistik verbundene Sektoren wie Paletten schneiden vergleichsweise besser ab als mit dem verarbeitenden Gewerbe verbundene Sektoren wie die Möbelindustrie. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, haben die Säger teils zweistellige Produktionsreduktionen eingeführt, wobei die Reduzierungen in Skandinavien vergleichsweise geringer waren als in Mitteleuropa.

Es wird erwartet, dass der Do It Yourself-Sektor (DIY) den Markt stützen wird, da die Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen. Zudem bleiben die DIY-Märkte derzeit größtenteils geöffnet. Insgesamt ist es wahrscheinlich, dass Länder, die diese Krise mit weniger Opfern bewältigen, sich in den kommenden Monaten stärker nach innen wenden und ihre Verkäufe auf ihren lokalen Markt lenken werden.

Darüber hinaus sind die Märkte in Übersee für EOS- und ETTF-Mitglieder sehr wichtig. Die Teilnehmer des Online-Meetings betonten, dass sich China als grundlegender Kunde und Produzent in den letzten Wochen erholt habe, während die Verkäufe in die USA zurückgingen. Der indische Markt ist vollständig eingebrochen, während es in einigen südostasiatischen Ländern erste Schwierigkeiten gibt. Die mangelnde Verfügbarkeit von Containern (und deren gestiegene Preise) sind immer noch eine Herausforderung, aber die Situation scheint sich im Vergleich zu vor einigen Wochen zu verbessern. Die Teilnehmer betonten, dass der ungehinderte Fluss von Rohstoffen und Waren von grundlegender Bedeutung ist, um die langfristige Lebensfähigkeit der Branche sicherzustellen.

Sowohl die Sägewerke als auch der Handel waren sich einig, dass die Tätigkeit als regionales Lager gebietsbezogene Einschränkungen von Angebot und Nachfrage abfedern kann und sie somit eine wichtige Funktion für die allgemeine Marktstabilität und eine funktionierende Lieferkette darstellen. Einige Länder sind auch mit Arbeitskräftemangel konfrontiert. Sofern die Gesundheits- und Sicherheitsstandards eingehalten werden, muss der freie Arbeitsmarkt gewährleistet sein. Gleichzeitig sollten gewerbliche Kreditversicherer den Markt nicht mit restriktiven Maßnahmen behindern. Versicherungsunternehmen (Rückversicherer) müssen weiterhin Kreditlinien vergeben und dürfen kein Öl ins Feuer gießen, indem sie den Cashflow in einem bereits turbulenten Markt behindern.

Mit Blick auf die Zukunft waren sich beide Organisationen einig, dass die Länge und Intensität der Krise für das Muster der Erholung von entscheidender Bedeutung sein werden. Wenn das Coronavirus in den kommenden Monaten neutralisiert wird, besteht die Hoffnung auf eine Rückkehr zu einer fast normalen Situation – dem Holzsektor im ersten Quartal ging es gut. Ein solches „V-förmiges“ Ergebnis ist ein Best-Case-Szenario. Wenn jedoch die allgemeine Wirtschaft und der Bausektor im dritten und vierten Quartal verhalten bleiben, wird ein anhaltender Rückgang die Holzindustrie stark belasten, selbst in Ländern, die den Sturm bisher überstanden haben.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Wirtschaft als Reaktion auf die Pandemie einige strukturelle Veränderungen erfahren wird. Die Auswirkungen dieser Änderungen sind derzeit nicht vorhersehbar, werden aber wahrscheinlich auch in der Holzindustrie zu spüren sein.