Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Spatenstich für neue Halle in Kempenich

Ein Highlight in der ansonsten eher schwierigen Phase: Am 24. April 2020 begrüßten die Geschäftsführer der Wolfcraft GmbH, Thomas und Reinhard Wolff, den Landrat Jürgen Pföhler samt Team, den Verbandsgemeindebürgermeister Johannes Bell, den Ortsbürgermeister Dominik Schmitz sowie Vertreter des Bauunternehmens Goldbeck im Kempenicher Industriegebiet zum Spatenstich. Gemeinsam läuteten sie offiziell die Bauphase der neuen Wolfcraft-Logistikhalle ein. Mit dem Neubau strebt Wolfcraft die Erweiterung seiner Logistikfläche auf knapp 15.000 Quadratmeter an.

Mit dieser Investition setzt das heimische Unternehmen inmitten der Krise ein Zeichen der Zuversicht und schafft Perspektiven für die Zukunft. „Der Bau der Halle war seit langem geplant und bleibt ein wichtiger Meilenstein im Rahmen unserer strategischen Planung. In der aktuellen Krise hat sich gerade in der Heimwerkerbranche gezeigt, wie wichtig leistungsfähige, moderne Logistiksysteme sind. Deren Bedeutung wird zukünftig noch wachsen, und so investieren wir mit unserer neuen Halle in einen wichtigen Baustein für den weiteren, langfristigen Erfolg des Unternehmens“, betont Reinhard Wolff.

Logistik hat man bei Wolfcraft schon immer als wichtigen Wertschöpfungsfaktor gesehen. Bereits 1995 hat das Eifler Familienunternehmen in automatisierte Intralogistik investiert. 2017 wurde die Logistikzentrale in Kempenich mit dem Bau einer neuen Halle um 4.650 Palettenstellplätze erweitert. Heute liegen auf insgesamt 10.400 Quadratmeter mehr als 4.000.000 Artikel in Hochregallagern und sind bereit für den Versand. Rotapick-Systeme greifen die Ware vollautomatisiert auf und bringen sie über Transportbänder zu den Mitarbeitern, die die Pakete versandfertig machen. Mit dem Bau der neuen Halle wächst diese Fläche noch einmal um weitere ca. 4.000 Quadratmeter. Damit wird sich die Lagerfläche von 2017 bis 2021 nahezu verdreifacht haben.

Diese Investitionen dienen auch der Erweiterung der Kapazitäten zur Endkundenbelieferung – einer Dienstleistung, mit der Wolfcraft Baumärkte und Fachhändler beim Auf- und Ausbau ihres Onlinehandels unterstützt. Über eine direkte elektronische Anbindung an die Onlineshops werden Kundenbestellungen sofort an die Logistikzentrale durchgeroutet und Wolfcraft übernimmt den Versand.

„Funktionierende Onlinevertriebskanäle sind für den Handel in großen Teilen überlebenswichtig geworden. Hier können wir unsere Partner insbesondere in der Krise optimal unterstützen. Das ist möglich, weil wir in der Vergangenheit weitsichtig in Automatisierung, digitale Vernetzung und neue Lagerflächen investiert haben. Diesem Kurs bleiben wir mit dem heutigen Spatenstich treu“, schaut Wolff zuversichtlich in die Zukunft.

VDM

Erleichtert über Entscheidung zur Komplettöffnung aller Geschäfte

Der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) zeigt sich erleichtert über die an diesem Mittwoch getroffene Entscheidung der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder zur Komplettöffnung aller Geschäfte unter Hygiene- und Zutrittsauflagen. „Unsere Branche ist dringend auf weitere flächenunabhängige Öffnungen im Möbelhandel angewiesen“, betont VDM-Geschäftsführer Jan Kurth.

Die bisherige Öffnungsbeschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wird aufgehoben. Wichtig dabei: Es wird eine maximale Personenzahl von Kunden und Personal bezogen auf die Verkaufsfläche vorgegeben.

Seit Beginn der Corona-Krise sei der Auftragseingang der heimischen Möbelhersteller um deutlich mehr als 20 Prozent eingebrochen. Beim derzeitigen Hochfahren der Produktion können jedoch vereinzelte Unregelmäßigkeiten und Verzögerungen nicht komplett ausgeschlossen werden. Dies betrifft ursächlich beispielsweise die Verfügbarkeit von Zulieferteilen, Ausfälle des Personals oder Herausforderungen aufgrund der regional sehr unterschiedlichen Öffnungen des Möbelhandels, was zu Verzögerungen bei den Lieferzeiten an den Handel führen kann.

Vor diesem Hintergrund hat die Möbelindustrie schon frühzeitig ein Moratorium bei den Konventionalstrafen gefordert, und der VDM begrüßt ausdrücklich die entsprechende Ankündigung des Bielefelder Möbeleinkaufsverbunds Einrichtungspartnerring VME, im Fall von Corona-bedingten Lieferverzögerungen bis Ende des Jahres auf die Berechnung von Konventionalstrafen zu verzichten. In diesen Krisenzeiten sei eine partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Branche besonders notwendig, und Corona sei ein klassischer Fall von höherer Gewalt, betont Kurth. Er appelliert an den gesamten Möbelhandel, diesem Positivbeispiel zu folgen.

Gibt 100.000 Bienen ein neues Zuhause

Insgesamt drei Bienenvölker nahmen im April und Mai dieses Jahres ihre Arbeit an den Standorten der Ima Schelling Group in Lübbecke (D) und Schwarzach (A) auf. Mit dem Aufstellen der Bienenstöcke will das Unternehmen dem Bienensterben entgegenwirken und einen Beitrag zum Erhalt des Ökosystems leisten.

Wenn es künftig bei Ima Schelling in Lübbecke und Schwarzach noch lebhafter zugeht als üblich, hat dies einen schönen Grund: rund 100.000 Bienen bestäuben seit einigen Tagen Blumen, Bäume und Nutzpflanzen rund um die beiden Unternehmensstandorte. Die fleißigen Flieger, die neben Rindern und Schweinen zu unseren wichtigsten Nutztieren zählen, leisten damit einen entscheidenden Beitrag zum Ernteertrag.

Ima Schelling kooperiert bei der Haltung der Bienenvölker mit Bee-Rent. Die Organisation hat sich dem Erhalt der weltweit bedrohten Bienenpopulationen verschrieben und vermietet Bienenvölker an Privatpersonen, Vereine und Unternehmen. Dabei übernimmt Bee-Rent die Betreuung der Völker, um eine optimale Pflege und artgerechte Haltung der Bienen garantieren zu können.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ima Schelling Group können die Pflege- und Kontrolltermine der Imker begleiten und bei dieser Gelegenheit viel über die Themen Bienen und Umwelt erfahren. Und auch die Kunden des Unternehmens werden von den Bienen profitieren: Der im Herbst geerntete Honig soll künftig als kleines Geschenk für viel Freude und Genuss sorgen.

Deutlicher Rückgang im Auftragseingang des Verarbeitenden Gewerbes im März

Die Zahl der Neuaufträge im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen. Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2020 saison- und kalenderbereinigt 15,6 Prozent niedriger als im Februar 2020. Dies ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2019 gab es einen kalenderberbereinigten Rückgang um 16 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe saison- und kalenderbereinigt 15,5 Prozent niedriger als im Vormonat.

Die Aufträge aus dem Inland gingen im März 2020 im Vergleich zum Vormonat um 14,8 Prozent zurück, die Auslandsaufträge verringerten sich um 16,1 Prozent Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 17,9 Prozent ab. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen um 15 Prozent gegenüber Februar 2020.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im März 2020 um 7,5 Prozent niedriger als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Rückgang um 22,6 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter gingen die Aufträge nur um 1,3 Prozent zurück.

Für Februar 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang um 1,2 Prozent gegenüber Januar 2020 (vorläufiger Wert: -1,4 %).

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im März 2020 saison- und kalenderbereinigt um 11,5 Prozent niedriger als im Vormonat. Für Februar 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 0,5 Prozent (vorläufiger Wert: +0,1 %).

Das Chinageschäft zieht an

Wegen der Corona-Pandemie zwischenzeitig geschlossene Standorte von Fischer Befestigungssysteme und Fischer Automotive sind wieder geöffnet. Eine volle Auslastung der Produktionsstätten unterstreicht die positive Entwicklung in China.

Die Aktivitäten von Fischer in China ziehen deutlich an. Inzwischen sind die Produktionsstandorte von Fischer Befestigungssysteme, als auch von Fischer Automotive bereits seit drei Wochen teilweise wieder ausgelastet. Für die Unternehmensgruppe ist das asiatische Land ein sehr bedeutender Markt, in dem Fischer seit über 20 Jahren tätig ist.

„Die Stückzahl für einzelne Projekte in unserer Automobilzulieferung ist deutlich gestiegen. Das zeigt, dass die Menschen in China wieder Autos kaufen und Autohäuser wie vor der Corona-Pandemie besucht werden“, sagt Andreas Giesinger, Geschäftsführer von Fischer Automotive und Fischer Befestigungssysteme in China. Im Monat April lagen die Umsatzzahlen des Unternehmens im Bereich Befestigungssysteme in China deutlich über dem Plan sowie über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Auch bei Fischer Automotive hat das Geschäft im Vergleich zu Februar und März wieder deutlich angezogen. Denn seit rund zwei Monaten haben auch die Automobilhersteller ihre Produktionen im Land wieder gestartet.

Bei Fischer Befestigungssysteme sind insbesondere chemische Produkte sowie Stahlprodukte, aber auch Installationssysteme (SaMontec) besonders gefragt. Im gesamten Land zog die Nachfrage dazu und zu weiteren Produktgruppen deutlich an. Einzig in und um Peking sind wirtschaftliche Aktivitäten noch verhalten.

Schon am 10. Februar startete Fischer nach zwischenzeitiger Schließung wegen der Corona-Pandemie wieder seine Produktionsstätten für Fischer Befestigungssysteme und Fischer Automotive in Taicang bei Schanghai. Die Aktivitäten verliefen zunächst zurückhaltend. Entsprechende Freiräume wurden genutzt, etwa für ausgiebige Online-Trainings mit Kunden.

Inzwischen sind landesweit im Bau befindliche Infrastrukturprojekte wieder geöffnet. Hier ist Fischer in zahlreichen wesentlichen Projekten aktiv, etwa beim Bau der China-Laos-Eisenbahn.

Dabei handelt es sich um eines von Chinas Neue-Seidenstraße-Projekten. Für die neue Verbindung von Südchina nach Laos werden rund 10.000 Fischer Injektionsmörtel (FIS-HB) und mehr als 100.000 Fischer Ankerstangen (FHB-A N-Stab) verbaut, um die elektrische Oberleitung zu befestigen.

Die schnelle Rückkehr zu normalen Abläufen sieht China-Geschäftsführer Andreas Giesinger einerseits sehr positiv, andererseits auch mit Vorsicht. „Für unsere Aktivitäten ist es gut, dass Geschäfte wieder öffnen, auf Baustellen wieder gearbeitet wird und Autos verkauft werden. Allerdings wird auch sehr genau geprüft, dass alle Vorgaben eingehalten werden“, sagt er.

In keiner der chinesischen Gesellschaften von Fischer gab es einen Infektionsfall. Neben den Standorten von Fischer Befestigungssysteme und Fischer Automotive in Taicang ist das Unternehmen mit der Beratungsgesellschaft Fischer Consulting sowie einer Einkaufsgesellschaft zudem direkt in Schanghai angesiedelt.

Gehört ab nächsten Monat zu Leadec

Das Unternehmen IVG Göhringer aus Holzgerlingen geht neue Wege und gehört ab dem ersten Juni 2020 zu Leadec (www.leadec-services.de), einem der weltweit führenden Anbieter technischer Dienstleistungen in der Automotive- und Fertigungsindustrie. Für IVG als professioneller Problemlöser in der Feldbustechnik ist das eine großartige Chance, das Know-how und die jahrelange Erfahrung in ein global tätiges Unternehmen einzubringen. Gemeinsam wollen bei Hersteller die Themen moderne Produktionsinstandhaltung und Predictive Maintenance weiter vorantreiben.

Für die Kunden soll sich durch die Integration nichts ändern. Das Expertenwissen von industriellen Netzwerken und Feldbussystemen soll erhalten bleiben, ebenso wie professionelle Dienstleistungen wie Prüfungen, Abnahmemessungen vor Ort bis hin zu Schulungen der Instandhaltungsmitarbeiter. Vielmehr profitieren die Kunden nun zusätzlich von einem vielfältigen Dienstleistungsportfolio entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Produktion. Leadec setzt bereits auf intelligente Lösungen für präventive Instandhaltung, beispielsweise durch den Einsatz modernster Sensoren- und Analysesysteme mit der entsprechenden Datenverarbeitung.

Leadec beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter an mehr als 300 Standorten in der ganzen Welt. Das breite Angebot an Dienstleistungen umfasst unter anderem die Bereiche Engineering, Elektroinstallation, Maschinenumzüge, Produktionsinstandhaltung, Technische Reinigung sowie Technisches und Infrastrukturelles Facility Management. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart in Deutschland blickt auf mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Automobilbranche zurück, ist aber auch in der Luft- und Raumfahrt, der Lebensmittelindustrie, der Pharmazie und anderen Bereichen der Fertigungsindustrie tätig. Im Jahr 2019 erzielte Leadec einen Umsatz von 900 Millionen Euro.

Büroarbeit in der Corona-Krise – jetzt die Rückkehr der Mitarbeiter aus dem Home-Office vorbereiten

Aufgrund der Corona-Krise haben viele Arbeitgeber ihre Büromitarbeiter in das Home-Office „umgesiedelt“. So haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder die Unternehmen dazu aufgefordert, wo immer dies umsetzbar ist, Heimarbeit zu ermöglichen. Ergänzend heißt es in den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards des Bundesarbeitsministeriums für die aktuelle Pandemielage: „Büroarbeiten sind nach Möglichkeit im Home-Office auszuführen, insbesondere, wenn Büroräume von mehreren Personen mit zu geringen Schutzabständen genutzt werden“.

Der Schutz vor Ansteckung und die resultierenden Maßnahmen werden das Arbeitsleben noch viele Monate beeinflussen. Unternehmen sollten daher möglichst frühzeitig beginnen, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, die langfristig einen bestmöglichen Infektionsschutz gewährleisten. Der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA) gibt Empfehlungen für die Büroarbeit in der Corona-Krise. Bei der Rückkehr an den Büroarbeitsplatz heißen die wichtigsten Regeln weiterhin Abstand und Hygiene. Hier geben die genannten Arbeitsschutzstandards des Arbeitsministeriums den Rahmen vor. Unter anderem soll ein Abstand von mindestens 1,50 m eingehalten werden. Außerdem sei die Arbeit so zu organisieren, dass Mehrfachbelegungen von Räumen vermieden werden können bzw. ausreichende Schutzabstände gegeben sind.

Gerade in Gruppen- oder Großraumbüros stellt sich diese Anforderung gleichwohl als schwierig umsetzbar dar. Denn viele Büroräume können nicht bis zu ihrer vollen Kapazität besetzt werden, ohne dass es zu Unterschreitungen der erforderlichen Schutzabstände kommt. Daher kann es erforderlich sein, Teams in zwei Gruppen zu unterteilen, welche die begrenzte Bürofläche zu unterschiedlichen Zeiten nutzen, während die jeweils andere Gruppe im Home-Office arbeitet. Auch müssen seitliche Abgrenzungen zwischen Arbeitsplätzen und Durchgangs- sowie Verkehrswegen gewährleistet sein.

Auch die Anordnung der einzelnen Arbeitsplätze sollte hinsichtlich des erforderlichen Mindestabstands von 1,50 m optimiert werden. Dabei ist das Arbeitsstättenrecht in Deutschland, welches Flächen pro Person, Arbeitsplatzmaße und Abstände definiert, schon eine gute Orientierung, durch die in vielen Büros bereits ein Großteil der Anforderungen erfüllt wird. Wer bislang alle Optionen zur Flächenverdichtung ausgenutzt hat, muss jetzt allerdings einige Anpassungen vornehmen:

·         Die Mindesttiefe für Schreibtische beträgt in Deutschland 80 cm. Werden zwei Tische direkt gegenüber voneinander platziert, ist also – je nach Körperhaltung – ein Mindestabstand von 1,50 m nicht durchgängig gewährleistet. Sofern keine Möglichkeit besteht, einen der beiden Plätze freizuhalten, sollte eine zusätzliche Abschirmung angebracht werden. Diese sollte die Mund- und Nasenpartie deutlich überragen.

·         Falls Sitz-Steh-Arbeitstische genutzt werden, müssen die Abschirmungen so angebracht werden, dass sie sich zusammen mit der Tischfläche nach oben oder unten bewegen. Wo dies nicht möglich ist, sollten sich gegenüberliegende Arbeitsplätze stets in derselben Position befinden. Dies verhindert eine mögliche Virenverbreitung von stehenden auf sitzende Personen.

·         Der Standard-Arbeitsplatz hat eine Breite von mindestens 1,60 m. Das Arbeitsstättenrecht lässt allerdings Ausnahmen zu, so kann an in Reihe aufgestellten Tischen die Arbeitsplatzbreite auf 1,20 m verringert werden. In dem Fall müssen die Abstände zwischen den einzelnen Elementen vergrößert oder zusätzliche Abschirmungen installiert werden.

·         Seitliche Abschirmungen der Arbeitsplätze zu angrenzenden Wegeflächen sollten ebenfalls geprüft werden. Um eine ausreichende Abschirmung auf Stehhöhe zu gewährleisten, können vorhandene Stellwände mit transparenten Aufsätzen aus Glas oder Kunststoff ergänzt werden. Diese und andere Maßnahmen bringen auch nach der Corona-Krise Vorteile bei Schallschirmung und Privatheit.

·         Für häufig genutzte Wege innerhalb größerer Büroeinheiten sollte möglichst eine Laufrichtung festgelegt und markiert werden.

Bei der Umsetzung der Corona-spezifischen Arbeitsschutzstandards sollte eine langfristige Ausrichtung im Fokus stehen, da diese Schutzmaßnahmen das Arbeitsleben wohl noch viele weitere Monate beeinflussen werden. Um eine fachgerechte und langfristige Umsetzung zu gewährleisten, können Unternehmen auch auf die kompetente Beratung von Büromöbelexperten wie den Quality Office-Fachberatern zurückgreifen.

Einmal ins Büro zurückgekehrt, stellen vor allem die gemeinsam genutzten Räumlichkeiten eine Herausforderung im Arbeitsalltag dar. An Orten wie Aufzügen, Küchen oder Besprechungsräumen, an denen häufig Personenansammlungen entstehen, empfiehlt das Arbeitsministerium sichere Schutzabstände und Warteflächen, die mit Klebeband markiert sind. Versetzte Arbeits- und Pausenzeiten sind außerdem hilfreich, um den Mindestabstand im Kontakt zu den Kollegen zu gewährleisten.

Nonterritoriale Arbeitsweisen, welche keine feste Zuordnung von Arbeitsplätzen vorsehen, erweisen sich unter den aktuellen Umständen ebenfalls als problematisch. Um einer Ansteckungsgefahr durch geteilte Büroausstattung entgegenzuwirken, sollten Unternehmen auf nonterritoriales Arbeiten und Desk-Sharing in den nächsten Wochen verzichten und ihren Mitarbeitern feste Arbeitsplätze zuweisen. Wo dies nicht möglich ist, müssen die Arbeitsflächen regelmäßig mit geeigneten Mitteln desinfiziert werden. Tastatur und Maus sollten jeweils nur von einer Person genutzt werden und ggf. von einem Rechner zum anderen umziehen.

Die aktuellen Entwicklungen bedeuten aber nicht, dass die New Work Trends der modernen Arbeitswelt wieder durch Einzelbüros und statische Arbeitsweisen abgelöst werden. „Dass sich die Anforderungen an den Büro-Arbeitsplatz ständig dynamisch verändern, ist schon länger der Fall – und zumindest das kommt den Unternehmen in der Corona-Krise bei allen sonstigen negativen Auswirkungen zugute. Besonders das flexible Arbeiten, auch aus dem Home-Office, wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen“, betont Hendrik Hund, Vorsitzender des IBA. Umso wichtiger sei es für Arbeitgeber weiterhin, das Büro zu einem identitäts-stiftenden Ort zu machen, der auch im Rahmen der aktuellen Gegebenheiten die Gemeinschaft stärkt sowie Kreativität und Kommunikation fördert.

Die gemeinsame Nutzung der Büroflächen führt außerdem zu erweiterten hygienischen Anforderungen, denn an dieser Stelle ist das Risiko einer Schmierinfektion hoch. Laut einer US-amerikanischen Studie können Covid-19-Viren auf Plastik- und Stahloberflächen zwei bis drei Tage lang nachgewiesen werden. Daher ist es sinnvoll, mit den Mitarbeitern vor der Rückkehr ins Büro einige Hygiene- und Verhaltensregeln zu besprechen.

Das Bundesarbeitsministerium gibt ebenfalls einige Hinweise, welche Maßnahmen am Büroarbeitsplatz sinnvoll sind:

·         Befolgen der Husten- und Niesen-Etikette (in die Armbeuge)

·         Regelmäßige und gründliche Handhygiene

·         Regelmäßige Reinigung und Desinfektion von gemeinsam genutzten Flächen (z.B. Schrank- oder Türgriffe, Küchenutensilien und Knöpfe an Kopierer oder Kaffeemaschine) sowie des persönlichen Arbeitsplatzes

·         Anstreben eines möglichst „papierlosen“ Arbeitsplatzes, da Dokumente häufig durch mehrere Hände wandern – sauber und aufgeräumt bietet der Schreibtisch Viren und Bakterien kaum Lebens-raum

·         Regelmäßiges Lüften, um die Zahl der Krankheitserreger in geschlossenen Räumen zu verringern

Für die Koordination dieser Maßnahmen sei idealerweise der Arbeitsschutzausschuss des Unternehmens zuständig, andernfalls biete sich die Einrichtung eines Koordinations-/Krisenstabs an. Die gesamten Arbeitsschutzstandards des Arbeitsministeriums für die Corona-Krise sind hier abrufbar.

Die Licht-Weltleitmesse fällt in diesem Jahr aus

Die aufgrund der Coronakrise vor einigen Wochen von März auf den 27. September bis 2. Oktober 2020 verschobene „Light + Building“ in Frankfurt am Main wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Denn aufgrund erneuter Bewertung der aktuellen Situation und zehn Wochen nach erstmaliger Verschiebung ist, mit Blick auf die gemeinsame Entscheidung von Bund und Ländern, dass Großveranstaltungen bis mindestens Ende August in Deutschland nicht stattfinden dürfen, eine planungsgemäße Vorbereitung und Durchführung nicht sichergestellt.

Der nächste Termin für die „Light + Building“ (inklusive „Intersec Building“): 13. bis 18. März 2022.

„Die aktuellen Auflagen gepaart mit anhaltenden globalen Reiserestriktionen und der potenziellen Gefährdung der individuellen Gesundheit machen es im Jahr 2020 unmöglich, die ,Light + Building‘ durchzuführen“, bemerkt Wolfgang Marzin. „Gleichzeitig müssen wir im Interesse von Ausstellern und Besuchern unnötige Kosten frühzeitig abwenden. Die Entscheidung ist uns allen nicht leichtgefallen, aber wir richten nun unsere Energie darauf, die nächste ,Light + Building‘ turnusgemäß im Jahr 2022 durchzuführen.“ Die Entscheidung betrifft ebenfalls „Intersec Building“. Als Plattform für vernetzte Sicherheitstechnik wird das Format als integraler Teil der „Light + Building“ nun in 2022 seine Premiere feiern.

„Die ,Light + Building‘ ist für die Unternehmen der Licht- und Gebäudetechnik von ganz besonderer Bedeutung – hier blicken die Branchen mit neuesten Technologien weit in die Zukunft. So sehr wir die Absage bedauern, befürworten wir sie auch. Angesichts der vielfältigen Unsicherheiten und Herausforderungen, war es richtig, diese Entscheidung jetzt gemeinsam und im partnerschaftlichen Dialog zu treffen“, formuliert ZVEI-Präsident Michael Ziesemer. 

 „In der aktuellen Situation hätten wir den positiven, gemeinschaftlichen und innovativen Geist, den die ,Light + Building‘, seit jeher ausmacht, nicht erleben können“, ergänzt der Vorsitzende des ZVEI-Fachverbands ElektroinstallationssystemeDaniel Hager. „Jeder ist mit dem Kopf gerade woanders und soziale Distanz passt nicht zu einer Messe. Deshalb sollten wir alle nach vorne blicken: Die Messe soll als Leuchtturm der Branche und als ideenträchtige Austauschplattform weiter Bestand haben. Ich bin sicher: Mit neuer Energie haben wir im März 2022 eine bessere Ausgangslage für die Veranstaltung.“

Parallel dazu unterstrich ZVEH-Präsident Lothar Hellmann: „Die ,Light + Building‘ hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu ‚der‘ Informations- und Technologieplattform der Branche entwickelt. Was die Weltleitmesse so unverzichtbar macht, ist der intensive Austausch. Dass das persönliche Gespräch, allen Möglichkeiten der modernen Kommunikation zum Trotz, durch nichts zu ersetzen ist, ist eine wichtige Erfahrung der Corona-Krise. Ich schaue daher mit Vorfreude auf die ,Light + Building‘ 2022, bei der Klimaschutz, Elektromobilität und Digitalisierung einen wichtigen Schwerpunkt bilden werden.“

Zudem äußerte sich Holger Heckle. Der Vorsitzende des Bundesverband des Elektrogroßhandels (VEG) sagte: „Wir können die Entscheidung in vollem Umfang nachvollziehen. Es ist wirklich bedauerlich für die E-Branche, dass 2020 keine ,Light + Building‘ stattfinden kann und wir ohne unsere wichtigste Messe auskommen müssen. Aber Gesundheit geht vor.“

Hobelwaren Betriebe profitieren von Investitionen in Haus und Garten

Das Produkt Hobelware profitiert von gestiegenen Investitionen in das Zuhause. Durch die große Nachfrage nach gehobeltem Holz für den Innen- und Außenbereich war die Produktion der Unternehmen der Hobelwarenbranche in ganz Mitteleuropa auch im März und April 2020 gut ausgelastet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten so auch stabil durch die schwierige Zeit geführt werden und es geht nach einem sehr guten Jahr 2019 auch 2020 weiter bergauf.

Zahlreiche Renovierungsarbeiten und kleine Umbauten besonders im privaten Bereich wurden jetzt verstärkt umgesetzt. Mehr Zeit im eigenen Zuhause zu verbringen, bedeutet offensichtlich auch mehr Investitionen ins Eigenheim zu stecken. Da in Deutschland der Betrieb der offiziellen Baustellen nie unterbrochen wurde, gab es auch dort große Nachfrage..

„Normalerweise haben wir um Ostern herum immer einen Engpass gehabt. Das ist sicher dem Umstand geschuldet, dass andere Industrien wie zum Beispiel Automobil- und Zulieferin-dustrie ihre Produktionen gänzlich eingestellt hatten und somit viel Laderaumkapazität zur Verfügung stand. Besonders durch den hohen Zusammenhalt der Belegschaften wurde vieles gemeinsam umgesetzt, so auch die innerbetrieblichen Logistik- und Schutzmaßnahmen wegen Covid-19, diese galten als oberste Priorität zum Schutz der Angestellten“, so Vorstandsmitglied Torsten Herzel, VEH Henkel in Göttingen-Cordes Gruppe zur aktuellen Lage.

Nur in wenigen Regionen wurden Betriebe durch einen kompletten „Shut Down“ dazu gezwungen die Produktion kurzfristig einzustellen beziehungsweise stark zu.

„Durchgängige Produktion war nur vereinzelt nicht möglich. Hier hat man sicher verloren, was heuer schwer wieder aufzuholen sein wird. Dennoch sind die Betriebe zuversichtlich, dass 2020 ein gutes Jahr für den Absatz von Hobelwaren sein wird. Im Außenbereich für Terrassen, Fassaden und Zäune, im Innenbereich für Wand- und Deckenbekleidungen und Fußböden aus Vollholz,“ so Norbert Salfinger vom Holzcenter Weiss und technischer Experte des VEH.