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Autor: Möbelfertigung

Digitalisierung: So gelingen die ersten Schritte

Aus einer Idee soll ein Geschäftszweig werden: Bereits im Herbst 2019 hatten sich die Geschwister Manuel und Sebastian Bruder, Geschäftsführer und Inhaber von Expert Systemtechnik, darauf verständigt, Möbelherstellern dabei zu helfen, in die Digitalisierung einzusteigen. Die Corona-Pandemie befeuert diese Strategie zusätzlich, denn die Westfalen erkennen ganz klar die Chance, sich als Unternehmen neu zu positionieren. Wobei die Bielefelder grundsätzlich dem Maschinenbau treu bleiben, aber ihr fortschrittliches technisches Know-how besser vermarkten.

möbelfertigung: Herr Bruder, in der Lockdownphase hat sich gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung ist – von Homeoffice-Arbeitsplätzen bis Produktionsbegleitung. Wie steht es um die Digitalisierung bei Polstermöbelherstellern?
Sebastian Bruder:
An vielen Stellen ist man nicht gerade an vorderster Front dabei. Aber auch hier entsteht gerade eine echte Chance: Wenn das Thema bei Polstermöbelproduzenten nicht jetzt einen Schub bekommt, wann dann?
Was wir immer wieder feststellen ist, dass viele Unternehmen nicht wissen, wie sie die ersten Schritte machen sollen. Wir als Systemhersteller haben dazu eine klare Idee und zeigen auf, welche Vorteile sich ergeben, wenn Dinge vernetzt laufen und sich Systeme austauschen.

möbelfertigung: Was genau ist das Problem?
Sebastian Bruder:
Viele Hersteller wissen nicht, wie sie ein Digitalisierungsprojekt im eigenen Werk umsetzen sollen. Es fehlt die Strategie und oft auch das Personal. Und aus Unsicherheit, weil es bislang nur Einzellösungen gab, oder aus Scheu gegenüber firmenübergreifenden Datennetzwerken, wird lieber nichts gemacht.
Wenn wir uns irgendwo den Zuschnitt ansehen, dann überlegen wir direkt, wie das Absortieren aussehen muss, damit Teile eines Auftrags im Anschluss komplett in die Näherei gehen können, wie der Datenfluss durchgängig funktioniert und ähnliches.

möbelfertigung: Und die Vorteile dieses Datenflusses leuchten nicht ein?
Sebastian Bruder:
Unser Eindruck ist häufig, dass sich viele Hersteller mit dieser „Durchgängigkeit“ schwertun. Was aber vielleicht daran liegt, dass es keinen Anbieter gibt, von dem ein Polstermöbelhersteller alles kaufen kann, vom Cutter bis zur Nähmaschine. Zudem muss er auch noch den Holzzuschnitt im Gestellbau im Blick behalten, hierüber kommen noch einmal ganz andere Maschinenhersteller mit ins Boot. Und es gibt eben selten die Manpower, derartige Dinge anzuschieben und umzusetzen.
Immer wenn wir mit Unternehmen zusammensitzen und es ist jemand dabei, der die Prozesse im Unternehmen überblickt und kritisch beleuchtet, dann wissen wir, dass es eine Chance gibt, Dinge zu bewegen. Andernfalls bleibt es oft bei ersten Gesprächen. Dort, wo der E-Mail-Account die neuste technische Errungenschaft ist, kann man in der Regel auch mit den Ideen, die wir mitbringen, wenig anfangen.

Das komplette Interview mit den Ideen des Unternehmens Expert Systemtechnik lesen Sie in der „möbelfertigung 4/2020“, die am 20. Juli erscheint. Wenn Sie ein Abonnement besitzen, erhalten Sie die Ausgabe automatisch. Wenn Sie noch kein Abo haben, dann bekommen Sie es hier.

Außerdem in der Ausgabe: Wie Rolf Benz und Sedus von Smart Data profitieren, mit welchen Plattformen und Lösungen die Maschinenbauer den digitalen Wandel vorantreiben, was Cleaf und Egger jetzt planen, mit welchen Strategien Surteco seine Kompetenzen noch besser bündeln will, warum neue Normen oft auch neue Absauganlagen erfordern, welchen Einfluss Corona aus Sicht von Schattdecor-Design-Expertin Claudia Küchen auf aktuelle Trends hat, wie Ima eine Maschinenvorabnahme online realisieren konnte, welche Potenziale Lott-Lacke in Excimer-Lacken sieht, was Sherwin-Williams im deutschen Markt plant, wie Filmolux Design flexibler macht, was das innovatives Applikationsverfahren von Adler Lacke und Dürr auszeichnet und noch viele weitere, spannende Themen.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Dekorspecial mit vielen Trends, Produktneuheiten, Zahlen und Fakten.

Leichtes Umsatzwachstum und neuer Kurs bei der Akku-Plattform

Bosch Power Tools erzielte im Geschäftsjahr 2019 mit rund 20.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro in über 180 Ländern. Das entspricht nominal einem Wachstum von drei Prozent (wechselkursbereinigt von zwei Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Besonders erfreulich war die Entwicklung im Zubehör- und Messtechnikgeschäft.

Insgesamt konnte Bosch Power Tools 2019 mehr als 100 neue Produkte erfolgreich am Markt platzieren und hat damit seine Innovationskraft einmal mehr unter Beweis gestellt. Ausgangspunkt der Innovationen ist die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Verwender. Heimwerker wollen sich in Haus und Garten selbst verwirklichen. Dafür stehen Neuheiten wie zum Beispiel der „Easycurvsander 12“, der das Schleifen von flachen zu runden bis hin zu gebogenen Oberflächen ermöglicht oder der „Advancedcut 18“ mit „Nanoblade“-Technologie für vielseitiges und nahezu vibrationsloses Sägen zur Verfügung.

Ein weiteres Beispiel ist der „Atino“ aus dem Messtechnikprogramm – ein innovativer Linienlaser mit integriertem Maßband. Für die Zielgruppe der Handwerker zählen im Wesentlichen Effizienz und Effektivität. Genau diese Kriterien werden auch bei der Produktentwicklung zugrunde gelegt.

Aktuelle Beispiele hierfür sind die kabellosen Biturbo-Geräte, die erstmals Leistungsklassen erreichen, die bisher ausschließlich Netzgeräten vorbehalten waren, sowie der weitere Ausbau des Schnellwechselsystems „X-Lock“, mit dessen Hilfe Verwender durch ein einfaches werkzeugfreies Wechselsystem wertvolle Zeit sparen und sicherer arbeiten können. „Innovation ist und bleibt die Basis unseres Erfolgs. Wir bieten eine über Jahrzehnte gewachsene Expertise in der Entwicklung und Fertigung innovativer Elektrowerkzeuge, Gartengeräte, Messtechnik und Zubehöre. Sie wird auch künftig eine wichtige Quelle unseres Wachstums sein“, so Henk Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Power Tools GmbH. „Die Produkt-Roadmap für die nächsten Jahre ist gut gefüllt, wir werden zahlreiche innovative Produkte in den Markt einführen.“

Bosch Power Tools geht sogar noch einen Schritt weiter: Der Geschäftsbereich setzt einen neuen Meilenstein und öffnet sich gegenüber anderen Herstellern bezüglich der Verwendung von Akkus und Ladegeräten. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass kabellose Elektrowerkzeuge und Gartengeräte zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass sie deutlich mehr Komfort bieten als kabelgebundene Geräte. Lediglich ein Verwenderbedürfnis blieb bislang weitestgehend unerfüllt: die Kompatibilität zwischen Geräten und Akkus unterschiedlicher Hersteller.

Diesem Bedürfnis hat sich Bosch Power Tools jetzt angenommen und öffnet seine 18 Volt-Akku-Plattform des Bereichs „Home & Garden“ für andere Hersteller. Speziell für den Einsatz rund um das Zuhause hat der Bereich gemeinsam mit Gardena die „Power for All“ Alliance ins Leben gerufen: Künftig können mit ein und demselben 18 Volt-Akku sowohl Elektrowerkzeuge, Gartengeräte und Haushaltsgeräte von Bosch als auch Produkte der Marken Gardena, Emmaljunga, Gloria, Wagner und Rapid betrieben werden. So sparen Verwender beim Kauf von Produkten der Allianz künftig Geld, Platz und Zeit. Sich stapelnde, nicht kompatible Akkus und Ladegeräte unterschiedlicher Marken gehören damit der Vergangenheit an. Gemeinsames Ziel ist es, dem Verwender das größte herstellerübergreifende Akku-System und damit das breiteste Anwendungsspektrum für sein Zuhause zu bieten. Die Anzahl der Partnerunternehmen in der Allianz wird sukzessive ausgebaut, wodurch sich für die Verwender eine noch breitere Anwendungsvielfalt ergibt – und damit ein weiteres Plus an Flexibilität.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Unsicherheiten gestaltet sich eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr schwierig. „Das konjunkturelle Umfeld war und ist für uns sehr anspruchsvoll. Wir müssen uns darauf einstellen, dass auch die nächsten Monate von einer großen Volatilität der Märkte geprägt sein werden“, sagt Henk Becker. Seit Anfang des Jahres gibt es weltweit immer wieder Schließungen von Baustellen, Baumärkten und Fachhändlern im Zuge der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. „Derzeit beobachten wir jedoch einen Aufwärtstrend. In vielen Ländern kehrt das öffentliche Leben schrittweise zur Normalität zurück und die Nachfrage nach Elektrowerkzeugen und Gartengeräten zieht an. Wir sind davon überzeugt und setzen alles daran, gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen. Die in unserer DNA fest verankerte Innovationskraft und unsere globale Aufstellung werden uns dabei helfen“, so Henk Becker.

Der Weg zurück zu persönlichen Begegnungen wird geebnet

Zur sicheren Wiederaufnahme ihrer Veranstaltungen hat die Messe Frankfurt ein Konzept entwickelt, das detaillierte hygienische, medizinische und organisatorische Maßnahmen umfasst. Hygiene, Abstand und Frischluftzufuhr sind wichtige Faktoren des Konzepts, das von den zuständigen Behörden des Landes Hessen genehmigt wurde. Zur Anwendung kommt es bei den ersten Veranstaltungen im Herbst und den Frühjahrsmessen in Frankfurt am Main – inklusive der kommenden Heimtextil (12. bis 15. Januar 2021).

„Trotz und gerade wegen der Pandemiesituation bekommen wir zurückgemeldet, dass ein großer Anteil der internationalen Branchenmitglieder der Heimtextil zu Jahresbeginn sehr positiv entgegenblickt“, sagt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt. „Der Wunsch nach persönlichen Begegnungen ist enorm. Das Bedürfnis ist da, sich über neue Produkte, Trend- und Marktentwicklungen auszutauschen und den Geschäften nach dem Re-Start Anschub zu geben. Wir spüren großes Vertrauen seitens unserer Aussteller, dass wir der Branche eine sichere Handelsplattform mit guten Erfolgsaussichten bieten können, und setzen hierfür alles in unserer Macht stehende in Bewegung.“

Um die sichere Wiederaufnahme des Messebetriebs zu ermöglichen, hat die Messe Frankfurt ein Konzept erarbeitet und mit den Behörden abgestimmt, in dem hygienische, medizinische und organisatorische Maßnahmen berücksichtigt sind. Oberstes Gebot ist die Sicherheit und die Gesunderhaltung aller Aussteller, Besucher, Partner und Mitarbeiter. „Wir haben alle Aussteller mit Hinweisen und Empfehlungen für ihren Messeauftritt versorgt, die den aktuellen Bestimmungen entsprechen.

Damit die Messe für alle sicher und erfolgreich stattfinden kann, gilt es, Standkonzepte neu zu durchdenken. Darüber hinaus sind die zum Zeitpunkt der Veranstaltung vorgeschriebenen Schutz- und Hygieneregeln zu beachten“, sagt Olaf Schmidt.

Bei allen Maßnahmen zur Verbesserung der Hygiene auf dem Gelände orientiert sich die Messe Frankfurt an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Zudem beruhen alle Bestimmungen auf den geltenden Anforderungen der „Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung“ des Landes Hessen vom 7. Mai 2020.

Abstandhaltung steht beim Schutz- und Hygienekonzept und der daraus abgeleiteten Neuplanung der Messehallen und Stände an erster Stelle: Die Stände haben – gemäß der aktuellen Vorgaben – eine Mindestgröße von 18 Quadratmetern, um 1,5-Meter-Abstände zwischen Ausstellern und Besuchern beziehungsweise zwischen Besuchern untereinander wahren zu können. Ebenso werden einige Gänge zwischen den Ständen deutlich verbreitert. Fünf Meter breite Boulevards dürfen in beide Richtungen passiert werden. Schmälere Gänge von drei Metern können sicher im Einbahnstraßenprinzip genutzt werden. Ob und in welchen Situationen eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen ist, hängt von der aktuellen Gesetzeslage ab, die Stand heute für Januar 2021 noch nicht absehbar ist.

Wichtig für Aussteller: Auch die Standbaukonzepte sind hinsichtlich der Abstands- und Hygieneregeln anzupassen. Das bedeutet in erster Linie, dass für die Stände eine großzügigere Planung mit klar gekennzeichneten und kontrollierbaren Ein- und Ausgängen vorzusehen ist. Zudem sollen die Stände einen geringeren Bebauungsgrad aufweisen, um weiterhin möglichst vielen Personen gleichzeitig den Standbesuch zu ermöglichen. Auch bei geplanten Vorträgen und Präsentationen am Stand sind Aussteller angehalten, Abstands- und Hygieneregeln zu bedenken.

Auf dem Gelände verteilt, an den Ein- und Ausgängen der Messe sowie der Stände stehen Desinfektionsspender zur Verfügung. Kontaktflächen wie Theken, Tische, Vitrinen, Displays und Exponate werden nach Besucherwechseln regelmäßig gereinigt und desinfiziert. Höherfrequentierte Bereiche und Flächen auf dem Gelände werden vom Servicepersonal intensiver und häufiger gereinigt. Auch die Belüftung der Hallen wird auf ein bestmögliches Level optimiert: Die leistungsfähige Lüftungstechnik mit bis zu 100 Prozent Außenluft über den Ausstellungsflächen und den Gängen der Messehallen garantiert eine hohe Frischluftversorgung.

Die Messe Frankfurt mit ihrem Gastronomie-Tochterunternehmen Accente wird weiterhin die kulinarische Versorgung ihrer Gäste ermöglichen – entsprechend der gültigen Vorgaben für die Gastronomie in Hessen. Verzichten müssen Messebesucher auf offene Speisen und Getränke.

Für Aussteller und Besucher der Messe ist eine vollständige Registrierung inklusive Selbsterklärung über den aktuellen Gesundheitszustand erforderlich. Um eine Nachverfolgbarkeit aller Teilnehmer zu gewährleisten, sind Tickets nur an bestimmten Tagen gültig. Online-Tickets ermöglichen eine vollständig elektronische Registrierung und kontaktfreies Bezahlen.

„Wir freuen uns, in dieser herausfordernden Situation ein mit den Behörden abgestimmtes Konzept für eine sichere Durchführung der Heimtextil 2021 erarbeitet zu haben und damit der internationalen Branche eine Perspektive für ihre Geschäfte zu Jahresbeginn bieten zu können“, so Olaf Schmidt. Entsprechend der behördlichen Vorgaben ist damit zu rechnen, dass sich die Schutz- und Hygieneregeln der Messe Frankfurt bis zur Heimtextil im Januar aktualisieren werden.

Anpassungen werden tagesaktuell hier veröffentlicht: www.messefrankfurt.com/hygiene. Weitere Informationen für Aussteller zum Thema Covid-19 und den daraus resultierenden Besonderheiten für die Heimtextil 2021 finden sich unter: www.heimtextil.messefrankfurt.com/covid19

Hausmesse im Oktober fällt aus

Die für Ende Oktober 2020 geplante Hausmesse anlässlich des 30-jährigen Bestehens von TopaTeam findet dieses Jahr nicht statt. Ein Ersatztermin für 2021 wird rechtzeitig bekannt gegeben.
„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt Walter Greil, Geschäftsführer der TopaTeam GmbH. Doch angesichts der Corona-Pandemie stehe nun der Schutz aller Beteiligten im Vordergrund. „Die zahlreichen Auflagen wie Abstand und Schutzmaske machen es unserer Meinung nach unmöglich, die Hausmesse zu unserem 30-Jahr-Jubiläum so zu gestalten, wie wir es gewohnt sind – mit angeregten Gesprächen und ausgelassener Partystimmung.“

Die TopaTeam-Hausmesse, die in der Regel alle zwei Jahre unter einem besonderen Motto stattfindet, ist ein wichtiges Forum für Partner, Lieferanten und TopaTeam-Mitarbeiter und stets ein Highlight für alle Teilnehmer. „Die Vorbereitungen für unsere Jubiläumsmesse liefen bereits auf Hochtouren“, erklärt Walter Greil. „Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr die Messe und unser Jubiläum gebührend nachholen können.“

Bleibt klimaneutraler Hersteller

Auch hier bleibt der Umweltschutz im Fokus: Häcker Küchen aus Rödinghausen wurde von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) als „Klimaneutraler Hersteller“ rezertifiziert. Im vergangenen Herbst hatte sich das Unternehmen dem DGM-Klimapakt für die Möbelindustrie angeschlossen und seine CO2-Emissionen des Vorjahres analysiert und vollständig kompensiert. Jetzt hat sich Häcker auch für das Jahr 2020 klimaneutral gestellt und wurde dafür von der DGM ausgezeichnet.

Ausgehend von allen unternehmerischen CO2-Emissionen hat Häcker Küchen eine CO2-Bilanz aufgestellt. Darauf aufbauend können vermeidbare Emissionen im kommenden Jahr eingespart und unvermeidbare Emissionen weiter analysiert werden. Die Summe aller CO2-Emissionen aus 2019 hat der Küchenmöbelhersteller durch den Erwerb sogenannter Klimaschutzzertifikate abgelöst. Für jede Tonne CO2 wurde ein Zertifikat gekauft. Diese Zertifikate fördern Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt, beispielsweise bei der Gewinnung erneuerbarer Energien oder bei der Aufforstung.

„Der DGM-Klimapakt ist ein Gemeinschaftsprojekt, mit welchem die teilnehmenden Möbelhersteller ihr Verantwortungsbewusstsein für unseren Planeten und das Klima beweisen. Wir freuen uns sehr, dass Häcker Küchen erneut dabei ist und Flagge beim Klimaschutz zeigt“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning, und erklärt weiter: „Neben einer besseren Umwelt wird Häcker für sein Engagement auch mit dem Label ‚Klimaneutraler Möbelhersteller‘ ausgezeichnet. Das Label ist ein wertvolles Verkaufsargument, ebenso wie etwa das RAL Gütezeichen ‚Goldenes M‘ oder das ‚Emissionslabel‘, mit denen Häcker Küchen ebenfalls ausgezeichnet ist.“

Cross-Mitgliedschaft seit Juni

Das Daten Competence Center e.V. (DCC) gestaltet und koordiniert als gemeinsame Kommunikations- und Standardisierungsplattform seit mehr als zwei Jahrzehnten den Datenaustausch von Möbelindustrie und -handel. Das DCC organisiert auch seit 2016 die Brancheninitiative Zimlog, die seit kurzem als eigenständiger DCC-Fachbeirat operiert. Arbeitsschwerpunkt dieses Gremiums ist das anerkannte Nadelöhr in der Wertschöpfungskette Möbel – die Logistik. Um die künftige Arbeit noch effektiver zu gestalten, haben DCC und der Bundesverband Möbelspedition und Logistik e.V. (AMÖ) nun die gegenseitige Mitgliedschaft in ihren Organisationen beschlossen.

Die AMÖ vertritt seit rund 140 Jahren die Interessen der deutschen Möbelspediteure. Zu den rund 850 Mitgliedsunternehmen, die in 18 Landesverbänden organisiert sind, zählen Umzugsspediteure, Neumöbellogistiker, Kunstspediteure sowie Spediteure von EDV und Medizintechnik.

Dierk Hochgesang, Hauptgeschäftsführer der Branchenorganisation mit Sitz im hessischen Hattersheim nahe Frankfurt, freut sich, dass nach langen Jahren vertrauensvollem fachlichen Austauschs nunmehr das DCC assoziiertes Mitglied in der AMÖ geworden ist und die AMÖ umgekehrt Mitglied im DCC werden konnte: „AMÖ und DCC arbeiten bereits seit längerem im Rahmen der Zukunftsinitiative Möbellogistik zusammen und bringen jetzt durch die Cross-Mitgliedschaft der Organisationen ihren Willen zum Ausdruck, die Aktivitäten für einen Dialog von Möbelindustrie, Möbelhandel und Möbellogistikern sowie gemeinsamer Initiativen der Branchen enger zu verzahnen.“

„Wir sind überzeugt“, so Hochgesang weiter, „dass wir mit der jetzt institutionalisierten Zusammenarbeit eine neue Stufe für die Zimlog, die aus einer Logistik-Initiative der Verbände heraus entwickelt worden war, erreichen. Gegenseitiges Verständnis ist eine wesentliche Voraussetzung, um gute Ergebnisse für alle Beteiligten zu erzielen.“

DCC-Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer unterstreicht diese Aussagen: „Mit dem Handelsverband Möbel und Küchen verbindet uns schon länger eine gegenseitige Partnerschaft. Wichtig ist, dass wir jetzt auch mit Blick auf die Möbellogistik die Reihen schließen. Denn Lagerung und Transport von Möbeln sind akute Hotspots: ob Fahrermangel, Wartezeiten oder IT, ob alternative Antriebe, CO2-Bilanz oder Dieselpreise – der langfristige Erfolg der Möbelbranche in Deutschland hängt maßgeblich an einer top-vernetzten, perfekt funktionierenden und hochwertigen Logistik.“

Steigt in den Markt für Möbelfolien ein

Vor allem in der Objektausgestaltung und im Messebau sind Flexibilität und Aktualität essenziell. Gewünscht werden Gestaltungsmöglichkeiten, mit denen man schnell auf veränderte Trends reagieren oder jahreszeitliche Akzente setzen kann. Diese Anforderungen kann die Filmolux Group, in Deutschland vertreten durch Filmolux Deutschland, ein Tochterunternehmen von Neschen Coating, erfüllen. Nun steigt das Unternehmen in den Markt der Dekor- und Möbelfolien ein.

Im Bereich „Graphics“ war Filmolux in der Vergangenheit beispielsweise mit Fußboden-, Wand- und Glasfolien und großformatigen Druckmedien für den Inkjet Digitaldruck unterwegs. In diese Range wird sich nun die neu aufgenommene und von Neschen produzierte Möbelfolie „Easystyle“ einreihen. Manchem wird das Produkt vielleicht noch unter dem Namen „Tecosmart“, wie es bis vor kurzem noch in der Surteco geführt wurde, bekannt sein. Seinerzeit entstand die selbstklebende Folie als ein Nebenprodukt der Digitaldruckanstrengungen der Surteco, für die Filmolux Geschäftsführer Lars Chabalowitz damals verantwortlich zeichnete. Neschen fungierte schon zu dieser Zeit als Beschichter für den selbstklebenden Rückstrich des Produkts, war also schon von Beginn an in den Herstellungsprozess des Produkts involviert. Chabalowitz selbst wird in der Patentschrift benannt und hält sein „Baby“ nun wieder, beim neuen Arbeitgeber, in eigenen Händen.

„Wir machen uns schon seit längerem darüber Gedanken verstärkt in den Interieurmarkt einzusteigen und da passt so ein Produkt hervorragend in die bestehende Produktrange“, erläutert Erik Geutjes, Head of Marketing bei Neschen. „Hinzu kommt, dass unsere Kunden wie Werbetechniker, Ladenbauer und Messebauer das Interieurdesign als bespielbares Betätigungsfeld zunehmend für sich erkennen“, ergänzt Lars Chabalowitz. Ein Kundensegment zu dem Filmolux historisch gesehen einen guten Zugang hat.

Doch worum handelt es sich bei „Easystyle“ genau? Das Produkt wird auf Basis einer papierpasierenden Finishfolie rückseitig mit einem wasserbasierten, acrylathaltigen Kleber beschichtet.

Was das Produkt „kann“ und den kompletten Artikel lesen Sie in der „möbelfertigung 4/2020“, die am 20. Juli erscheint. Wenn Sie ein Abonnement besitzen, erhalten Sie die Ausgabe automatisch. Wenn Sie noch kein Abo haben, dann bekommen Sie es hier.

Außerdem in der Ausgabe: Mit welchen Plattformen und Lösungen die Maschinenbauer den digitalen Wandel vorantreiben, was Cleaf und Egger jetzt planen, mit welchen Strategien Surteco seine Kompetenzen noch besser bündeln will, warum neue Normen oft auch neue Absauganlagen erfordern, welchen Einfluss Corona aus Sicht von Schattdecor-Design-Expertin Claudia Küchen auf aktuelle Trends hat, wie Ima eine Maschinenvorabnahme online realisieren konnte, was das innovatives Applikationsverfahren von Adler Lacke und Dürr auszeichnet  welche Potenziale Lott-Lacke in Excimer-Lacken sieht, was Sherwin-Williams im deutschen Markt plant und noch viele weitere, spannende Themen.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Dekorspecial mit vielen Trends, Produktneuheiten, Zahlen und Fakten.

Armin Heß verstärkt Geschäftsführung

Als Sprecher der Geschäftsführung für den wichtigen Unternehmensbereich Befestigungssysteme hat Armin Heß am ersten Juli seine neue Aufgabe bei der Unternehmensgruppe Fischer begonnen. Über seine Sprecherfunktion hinaus wird Heß als Geschäftsführer die Bereiche Vertrieb und Marketing übernehmen. Der 53-Jährige verfügt über langjährige Berufserfahrung in Familienunternehmen. Er besitzt darüber hinaus umfangreiche Branchenkenntnisse.

Die Fischer Deutschland Vertriebs GmbH wird seit dem ersten Juli wieder schwerpunktmäßig von Michael Geiszbühl verantwortet. Er hatte Fischer Deutschland bisher parallel zu seiner Aufgabe als Geschäftsführer Vertrieb und Marketing geführt. Zusätzlich verantwortet er künftig die Aktivitäten in den weiteren europäischen Landesgesellschaften in Frankreich, Österreich, Niederlande und Belgien.

Digitaldruck in Vollbreite kommt noch 2020

In Sachen Produktportfolio ist die Surteco Gruppe enorm breit aufgestellt. Dieses zu einer hohen Durchschlagskraft zu bündeln, stellt wie vor eine Herausforderung dar. Die „möbelfertigung“ fragte bei Geschäftsführer Maximilian Betzler und Joerg Dietz, Head of Design, nach dem Stand der Dinge, sowie aktuellen Strategien, zu denen auch ein noch konsequenterer Einstieg in den Digitaldruck gehört.

möbelfertigung: Herr Dietz, Sie sind mit dem Ziel bei der Surteco angetreten, die Designkompetenz der Gruppe zu bündeln. Wie sind Sie vorgegangen?
Joerg Dietz: Die verschiedenen design-relevanten Produkte, die wir unseren Kunden bieten können –seien es Dekorpapier, Kantenbänder, oder Papier- und Kunststofffolien – werden für sich mit neuen Designimpulsen versehen. Aber gerade auch die Kombination der Themen miteinander bietet ein enormes Potential an Designideen und Innovationen. In der Zusammenarbeit den Fokus hierauf zu richten hat uns neue Räume geöffnet und die Arbeit des Teams verändert.

möbelfertigung: Was bedeutet das für Ihre Kunden?
Maximilian Betzler: Wir sind dabei, das Alleinstellungsmerkmal der Surteco Gruppe, das in der Vielzahl unterschiedlicher Oberflächenprodukte liegt, den relevanten Kunden am Markt noch konsequenter zu präsentieren.
Dabei geht es uns in erster Linie darum, unseren Kunden das Leben einfacher zu machen, in dem wir ihnen Komplettlösungen zum Thema Oberfläche anbieten.
Kein Wettbewerber hat die Produktvielfalt und kann daher Design-Uniformität so umfangreich wie die Surteco spielen. 

möbelfertigung: Wie sehr beeinflussen die Möglichkeiten des Digitaldrucks ihre Arbeit? Wie sehen Sie Surteco in Sachen Digitaldruck aufgestellt?
Maximilian Betzler: Surteco druckt seit den frühen 90ziger Jahren digital. Insofern haben wir viel Erfahrung mit der Technologie. Diese Erfahrung und der interne Qualitätsanspruch haben dazu geführt, das Surteco bezüglich des Drucks auf Vollbreite erst letztes Jahr eine zufriedenstellende Lösung gefunden hat, die nun implementiert wird.
Ab dem vierten Quartal dieses Jahres sollten wir soweit sein, erstklassige Produkte in Vollbreite dem Markt anbieten zu können.

Das komplette Interview lesen Sie in der „möbelfertigung 4/2020“, die am 20. Juli erscheint. Wenn Sie ein Abonnement besitzen, erhalten Sie die Ausgabe automatisch. Wenn Sie noch kein Abo haben, dann bekommen Sie es hier.

Außerdem in der Ausgabe: Mit welchen Plattformen und Lösungen die Maschinenbauer den digitalen Wandel vorantreiben, was Cleaf und Egger jetzt planen, warum neue Normen oft auch neue Absauganlagen erfordern, welchen Einfluss Corona aus Sicht von Schattdecor-Design-Expertin Claudia Küchen auf aktuelle Trends hat, wie Ima eine Maschinenvorabnahme online realisieren konnte, welche Potenziale Lott-Lacke in Excimer-Lacken sieht, was Sherwin-Williams im deutschen Markt plant, wie Filmolux Design flexibler macht, was das innovatives Applikationsverfahren von Adler Lacke und Dürr auszeichnet und noch viele weitere, spannende Themen.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Dekorspecial mit vielen Trends, Produktneuheiten, Zahlen und Fakten.