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Autor: Möbelfertigung

Ist seit 75 Jahren Partner des Handwerks

Er wollte selbstständig und unabhängig sein. Er wollte seiner Familie das Auskommen sichern. Im Juni 1945, mit Ende des Zweiten Weltkriegs, beschließt Adolf Würth, eine Schraubengroßhandlung zu gründen. Heute ist der Konzern mit Sitz im baden-württembergischen Künzelsau Weltmarktführer im Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial. Durchsetzungsvermögen und Beharrlichkeit brachten Adolf Würth ans Ziel. Die Warenbeschaffung war in den Besatzungszonen nicht einfach. Räumlichkeiten waren schwer zu bekommen. In einem Nebengebäude der Künzelsauer Schlossmühle fand man schließlich einen Raum: Auf nur 170 Quadratmeter geht der Anfang des Weltkonzerns zurück.

Die ersten Schraubenlieferungen wurden mit einem geliehenen Ochsenkarren transportiert. Heute fahren täglich 90 LKW mit 2.250 Paletten, 49.000 Paketen und 750 Tonnen bestellter Ware vom Hof der Adolf Würth GmbH & Co. KG nur für die Würth Kunden in Deutschland.

Die erste Verkaufsreise führte Sohn Reinhold Würth 1951 nach Düsseldorf und ist richtungsweisend – raus aus der Region, raus in die Welt. Mit rund 2.000 Mark Umsatz kam er zurück. Sein Vater zeigte sich ihm gegenüber nicht sonderlich begeistert. Zu seiner Frau Alma sagte er heimlich: „Gar nicht so schlecht, was der Lausbub da zustande gebracht hat!“, was Reinhold Würth erst viel später von seiner Mutter erfährt. „Die fünf Lehrjahre bei meinem Vater waren sehr wertvoll für mich“, fasst Reinhold Würth heute die kurze gemeinsame Zeit zusammen. Adolf Würth verstirbt 1954 völlig unerwartet. Im Alter von nur 19 Jahren übernimmt Reinhold Würth den Zweimann-Betrieb.

1962 gründet Reinhold Würth die erste Auslandsgesellschaft in den Niederlanden. Heute gehören über 400 Gesellschaften in mehr als 80 Ländern zur Würth Familie. „Schauen Sie hinter´n Berg und ums Eck“ lautet bis heute das Credo von Reinhold Würth. Die Strukturierung des Unternehmens in die Fachbereiche der Divisionen Metall, Auto, Industrie, Holz und Bau war ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Lösungen suchen, Chancen erkennen, mutig nach vorne gehen und dabei Risiken abwägen und eingehen, waren von Anfang an die Charakterstärken der beiden Würth-Männer. Diese Eigenschaften bestimmen bis heute die unternehmerischen Entscheidungen.

Die Erfahrungen gegen Kriegsende und in den Jahren des Aufbaus haben Reinhold Würth stark geprägt. Nicht aufgeben, durchbeißen, sich konkrete Ziele setzen und visionäres Denken bestimmen seine Persönlichkeit und damit auch den Charakter des Unternehmens. Das weiterzugeben, ist ihm wichtig.

2019 ist für die Adolf Würth GmbH & Co. KG, Keimzelle des Konzerns, Jubiläumsjahr und Erfolgsjahr: Das Unternehmen erwirtschaftet mit 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über zwei Milliarden Euro Umsatz. Der Konzern schreibt mit 14,3 Milliarden Euro ebenfalls einen neuen Rekordumsatz, weltweit haben über 78.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an diesem Erfolg mitgewirkt.

„Wenn man sich das richtig überlegt, ist das schon eine wahnsinnige Erfolgsgeschichte“, resümiert Norbert Heckmann, Sprecher der Geschäftsleitung der Adolf Würth GmbH & Co. KG. „Eine simple Schraubengroßhandlung in dieser eigentlich kurzen Zeit zum Weltmarktführer zu katapultieren, das versetzt auch uns heute noch in Staunen und Demut.“

Die Partnerschaft ist nach wie vor das stärkste Bindeglied zwischen Würth und seinen über 3,7 Millionen Kunden weltweit. Der direkte Kontakt ist entscheidender Vertrauensfaktor. Deshalb ist die Hälfte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst tätig: rund 33.000 weltweit. Sie haben das Ohr am Markt: Würth Produkte haben genau die Merkmale, die Würth Kunden brauchen. Wertvolles Know-how aus der Werkstatt und von der Baustelle fließt direkt in die Produktentwicklung ein. Eine Vertriebsmarke wird zur Herstellermarke.

Würth denkt in die Zukunft und ist zuverlässiger Partner des Handwerks und der Industrie: Das Potenzial der Multikanalstrategie zeigte sich unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich. Alle zur Verfügung stehenden Kanäle wurden genutzt, um trotz der Kontaktbeschränkungen die Kunden zuverlässig mit Ware zu versorgen – der Beweis, dass der Ausbau der Digitalisierungsprozesse und die Errichtung von mehr als 2.000 Abholniederlassungen in den letzten Jahren greifen.

Ein starkes Wertegerüst hat keine Scheu vor Veränderung Die Unternehmenskultur spielt bei Würth eine tragende Rolle. Sie ist der Rahmen, der alles umfasst. Wie wichtig Werte wie Zuverlässigkeit, Berechenbarkeit, Ehrlichkeit und vor allem auch Bodenständigkeit sind, hat das Unternehmen in diesem Jahr hautnah erlebt. Diese oftmals als traditionell verstandenen Werte haben für den Zusammenhalt gesorgt, der den Konzern durch die aktuelle Krise getragen hat und trägt.

„Die Adolf Würth GmbH & Co. KG ist das Flaggschiff im Konzern“, betont Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe, die Signalwirkung des Mutterunternehmens. „Absolut außergewöhnlich ist der Energieaustausch, der zwischen der Muttergesellschaft und den Tochtergesellschaften stattfindet – das ist fast ein Naturphänomen.“

In den frühen 1970er Jahren entdeckte Reinhold Würth die Leidenschaft zur Bildenden Kunst und beginnt, selbst zu sammeln. „Kunst bereichert unglaublich. Sie vermittelt, was noch möglich ist“, so Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth.

Heute verzeichnet die Sammlung Würth über 18.300 Bilder und Skulpturen aus rund 500 Jahren. Doch der Unternehmer Würth erfreut sich an den Kunstwerken nicht nur selbst, sondern öffnet durch die firmeneigenen Museen und Ausstellungen bereits seit 1991 auch seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Fenster zur Kultur. In nunmehr 15 Spielorte der Sammlung Würth in Europa, die allesamt auch öffentlich zugänglich sind, kommen jährlich rund 500.000 Besucherinnen und Besucher. Außerdem reisen einzelne Leihgaben oder ganze Ausstellungen der Sammlung Würth immer wieder durch die Welt. Als jüngstes Haus kam 2020 das Museum Würth 2 mit einer ständigen Auswahl der Sammlung im von David Chipperfield Architects konzipierten Carmen Würth Forum in Künzelsau hinzu. Dort sind des Weiteren Konferenzräume für bis zu 700 Personen angesiedelt. Seit 2017 befinden sich dort unter anderem zwei Säle, in denen die Würth Philharmoniker beheimatet sind und die die Möglichkeit für ein umfangreiches Kulturprogramm schaffen. Zahlreiche Sponsorings in Kunst, Musik und Literatur runden das gewaltige kulturelle Engagement von Würth ab.

 „Die Beschäftigung mit der Kunst hat mich unglaublich bereichert“, sagt Reinhold Würth. „Sie hat mir oft vermittelt, was alles möglich ist auf dieser Welt.“ Denn Kunst und Kultur bringen frischen Wind in Gedanken und Tun. Insofern sind die Kulturaktivitäten Spiegelbild des permanenten Wandels. „Dieses Unternehmen wäre tot, wenn es statisch wäre“, ist Reinhold Würths tiefe Überzeugung. „Es muss im Grunde jede Woche neu erfunden werden, ohne dass die Wurzeln und die Geschichte verlorengehen. 70 Jahre lang das Werden dieser Würth-Gruppe beobachtet und entscheidend mitgestaltet zu haben, gibt mir gegen Ende meiner Lebensspanne die Dankbarkeit, zusammen mit meiner Frau ein erfülltes Leben durchlebt zu haben, besonders, weil mehr als 78.000 stabile Arbeitsplätze geschaffen werden konnten“, kommentiert Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth.

„Jubiläen zu feiern, ist Teil unserer Unternehmenskultur – mein Vater feierte im letzten Jahr sein 70-jähriges Arbeitsjubiläum, in diesem Jahr seinen 85. Geburtstag und das Unternehmen jetzt sein 75-jähriges Bestehen. Diese Beständigkeit schafft Vertrauen. Vertrauen unserer weltweit 3,7 Millionen Kunden in Würth als zuverlässigen Partner aber auch Vertrauen von mehr als 78.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in uns als Arbeitgeber. Dafür sind wir sehr dankbar“, freut sich Tochter Bettina Würth, Vorsitzende des Beirats der Würth-Gruppe.

Online-Maschinenvorabnahme

Die weltweite Corona-Pandemie hat unser aller Leben gehörig umgekrempelt. Nichts läuft mehr wie gewohnt. So verhindern beispielsweise allgemeine Reisebeschränkungen die Vorabnahme von Maschinen im persönlichen Beisein des Kunden. Doch was tun, wenn die neue Maschine dringend erwartet wird und aufgrund der unsicheren Lage ein Verschieben des Termins unrealistisch ist? „Online-Vorabnahme“ lautet die Antwort der Ima Schelling Group.

Ein kanadischer Kunde hatte für seine Büromöbelproduktion eine Portalbearbeitungsmaschine vom Typ „Bima Px80 E/L“ mit Kontourverleimung, 5-Achsbearbeitung und automatischen Rüsttischen bei der Ima Schelling Group bestellt. Auf der Anlage, die mit zwei separaten Bekantungsaggregaten für Laser und PUR-Leim, zwei Frässpindeln für die 4- und 5-Achsbearbeitung sowie mit zwei mitfahrenden und zwei stationären 18-fach Werkzeugwechslern ausgestattet ist, bearbeitet der Kunde künftig Schreibtischplatten in den unterschiedlichsten Ausführungen. Von einfachen rechteckigen und runden Platten bis hin zu individuellen Freiformen ist alles dabei.

Typischerweise werden neue Maschinen und Anlagen vor der Auslieferung an den Kunden bei der Ima Schelling Group einer Vorabnahme in Anwesenheit des Kunden unterzogen. Corona verhinderte jedoch die Reise des Kundenteams in das Werk nach Lübbecke und drohte den Zeitplan zu verzögern. Wie konnte nun also eine ordnungsgemäße Vorabnahme und damit eine fristgerechte Auslieferung der Portalbearbeitungsmaschine sichergestellt werden? „An der Vorabnahme einer Anlage hängen die nachfolgenden Versand- und Montagevorbereitungen für die Verschiffung zum Kunden. Zudem benötigen wir den Platz in unseren Hallen für nachfolgende Aufträge“, erklärt Jörg Rosemeier, Sales Manager Nord-, Mittel und Südamerika bei Ima Schelling, der auch die Idee hatte, die Portalmaschine quasi über ein Web-Meeting abzunehmen und die Maschinenapplikationen per Videokonferenz live zu demonstrieren.

Sie wollen den gesamten Artikel lesen? Dann freuen Sie sich auf die „möbelfertigung 4/2020“, die am 20. Juli erscheint. Wenn Sie ein Abonnement besitzen, erhalten Sie die Ausgabe automatisch. Wenn Sie noch kein Abo haben, dann bekommen Sie es hier.

Außerdem in der Ausgabe: Wie Rolf Benz und Sedus von Smart Data profitieren, mit welchen Plattformen und Lösungen die Maschinenbauer den digitalen Wandel vorantreiben, was Cleaf und Egger jetzt planen, mit welchen Strategien Surteco seine Kompetenzen noch besser bündeln will, warum neue Normen oft auch neue Absauganlagen erfordern, welchen Einfluss Corona aus Sicht von Schattdecor-Design-Expertin Claudia Küchen auf aktuelle Trends hat, wie Ima eine Maschinenvorabnahme online realisieren konnte, welche Potenziale Lott-Lacke in Excimer-Lacken sieht, was Sherwin-Williams im deutschen Markt plant, wie Filmolux Design flexibler macht, was das innovatives Applikationsverfahren von Adler Lacke und Dürr auszeichnet und noch viele weitere, spannende Themen.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Dekorspecial mit vielen Trends, Produktneuheiten, Zahlen und Fakten.

Erster digitaler Holzhandelstag des GD Holz mit guter Beteiligung

Ende Juni fand der 45. Holzhandelstag des Gesamtverbandes Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz) erstmalig in digitaler Form statt. Der GD Holz-Vorsitzende Philipp Zumsteg konnte 100 Teilnehmer zu der insgesamt zweistündigen Veranstaltung begrüßen. Im Rahmen des digitalen Holzhandelstages wurden alle satzungsbedingten Regularien inklusive Abstimmungsverfahren erfolgreich durchgeführt.

Philipp Zumsteg zieht ein positives Resümee der Veranstaltung: „Wir sind sehr zufrieden mit einer guten Beteiligung und einer organisatorisch sehr guten und effizienten Durchführung des diesjährigen Holzhandelstages. Er ist sicher kein Ersatz für unsere sonst üblichen 2-Tages-Veranstaltungen, die geprägt sind vom intensiven Netzwerken im Kreis von Kolleginnen und Kollegen. Angesichts der derzeit gelten-den öffentlichen Beschränkungen sind wir aber sehr froh, diese auf die Erfordernis-se der Satzung reduzierte Veranstaltung ordnungsgemäß durchgeführt zu haben.“

Im Anschluss an die Regularien konnte Unternehmensberater Martin Langen, B+L Marktdaten, noch einen spannenden Ausblick auf die Marktentwicklung von Bau-wirtschaft und Holzhandel im zweiten Halbjahr 2020 geben. Sein Ausblick umfasste auch eine Einschätzung für das folgende Jahr 2021. Derzeit ist der Geschäftsverlauf für den Holzhandel durchaus positiv. Die für alle Teilnehmer interessante Frage war, wie sich die Umsätze in den kommenden Monaten entwickeln werden – hierzu hat Martin Langen in seinen Ausführungen eine klare Einschätzung gegeben. Der Vor-trag steht allen Mitgliedsunternehmen des GD Holz zur Verfügung.

Der 46. Holzhandelstag wird vom 27. Bis zum 28. Mai 2021 wieder in gewohnter Form als analoge Veranstaltung zusammen mit der Kooperation Holzring in München stattfinden.

Deutsche Exporte im Mai 2020 um 9,0 Prozent höher als im April 2020, aber 29,7 Prozent niedriger als im Mai 2019

Im Mai 2020 wurden von Deutschland Waren im Wert von 80,3 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 73,2 Mrd. Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die Exporte im Mai 2020 um 29,7 Prozent und die Importe um 21,7 Prozent niedriger als im Mai 2019.
Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Exporte gegenüber dem Vormonat April 2020 um 9,0 Prozent und die Importe um 3,5 Prozent zu. Gegenüber Februar 2020 – dem Monat vor dem Beginn der Corona-bedingten Einschränkungen – nahmen kalender- und saisonbereinigt die Exporte um 26,8 Prozent und die Importe um 18,2 Prozent ab.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Mai 2020 mit einem Überschuss von 7,1 Mrd. Euro ab. Im Mai 2019 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz noch 20,7 Mrd. Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im Mai 2020 bei 7,6 Mrd. Euro.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Mai 2020 Waren im Wert von 42,4 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 38,4 Mrd. Euro von dort importiert. Gegenüber Mai 2019 sanken die Exporte in die EU-Staaten um 29 Prozent und die Importe aus diesen Staaten um 25,2 Prozent. In die Staaten der Eurozone wurden im Mai 2020 Waren im Wert von 29,9 Mrd. Euro (-29,1 %) exportiert und Waren im Wert von 26,7 Mrd. Euro (-25,2 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Mai 2020 Waren im Wert von 12,5 Mrd. Euro (-28,6 %) exportiert und Waren im Wert von 11,7 Mrd. Euro (-25,3 %) von dort importiert.

In die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) wurden im Mai 2020 Waren im Wert von 37,7 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 34,8 Mrd. Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Mai 2019 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 30,5 Prozent und die Importe von dort um 17,5 Prozent ab.

Je nach Handelspartner waren die Exporte im Vorjahresvergleich unterschiedlich stark beeinträchtigt: Während Exporte in die Volksrepublik China im Mai 2020 vergleichsweise moderat um 12,3 Prozent auf 7,2 Mrd. Euro gegenüber Mai 2019 zurückgingen, nahmen die Exporte in die von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Vereinigten Staaten um 36,5 Prozent auf 6,5 Mrd. Euro ab. Die Exporte in das Vereinigte Königreich verzeichneten mit einem Rückgang von 46,9 Prozent auf 3,5 Mrd. gegenüber dem Vorjahresmonat einen besonders starken Rückgang.Die meisten Importe kamen im Mai 2020 aus der Volksrepublik China nach Deutschland. Von dort wurden Waren im Wert von 10,7 Mrd. Euro eingeführt, das waren 23,4 Prozent mehr als im Mai 2019. Die Importe aus den Vereinigten Staaten sanken im Mai 2020 um 26,9 Prozent auf einen Wert von 4,4 Mrd. Euro. Die deutschen Importe aus dem Vereinigten Königreich sanken um 20,3 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro.

Schüller ist jetzt auch „Klimaneutraler Möbelhersteller“

Der Küchenhersteller Schüller wurde von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) jetzt als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ ausgezeichnet. Nachhaltigkeit gehört bei Schüller schon seit geraumer Zeit zur Unternehmensphilosophie: Angefangen bei der Verwendung des natürlichen Rohstoffs Holz ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft, über die Energieerzeugung aus Holzresten der Möbelproduktion, bis hin zur umweltfreundlichen Lieferflotte und Möbelverpackung. „Aufbauend auf diesen Bausteinen war die Zertifizierung als ‚Klimaneutraler Möbelhersteller‘ ein nächster logischer Schritt“, sagt Jochen Winning, Geschäftsführer der DGM. Hierzu hat Schüller eine Bilanz aller CO2-Emissionen des Unternehmens 2019 aufgestellt. Diese sind unterteilt in drei sogenannte „Scopes“.

„Scope 1“ umfasst alle direkten Emissionen, dazu gehören zum Beispiel Treibstoffe für unternehmenseigene PKW und LKW sowie Heiz- und Kühlmittel. Die indirekten Emissionen, die aus der Erzeugung der von dem Unternehmen beschafften Energie resultieren, wie etwa Strom, Fernwärme, Dampf oder Kühlungsenergie, werden im „Scope 2“ erhoben. „Scope 3“ beinhaltet schließlich alle indirekten Emissionen, die aus dem Ablauf aller täglichen Unternehmensprozesse hervorgehen – beispielsweise die Anfahrt der Mitarbeiter, Geschäftsreisen, Papier- und Wasserverbrauch. All diese Emissionen hat Schüller schließlich durch den Erwerb hochwertiger Klimaschutzzertifikate abgelöst.

„Ein Zertifikat entspricht einer Tonne CO2 und kommt beispielsweise Projekten zur Aufforstung oder Trinkwasseraufbereitung zugute. Damit hilft die Investition einerseits der globalen CO2-Bilanz und andererseits der Infrastruktur vor Ort“, so Winning. Als Würdigung seines Engagements erhält das Schüller Möbelwerk schließlich das Label „Klimaneutraler Möbelhersteller“, mit dem es im Handel und bei Endverbrauchern für sich und seine nachhaltig hergestellten Produkte werben kann.

Smart-Data-Projekte bei Rolf Benz und Sedus

Die Vorteile der Digitalisierung stehen außer Frage. Trotzdem sind viele Unternehmen oft zurückhaltend, wenn es um das Anstoßen und Umsetzen von Digitalisierungsvorhaben geht. Häufig fehlen Know-how und Ressourcen. Dabei können sie mit entsprechender Unterstützung, wie zum Beispiel durch Sicos BW, das eigene Potential konsequenter erschließen und gewinnbringende Projekte initiieren, wie die Beispiele Rolf Benz und Sedus zeigen.

Rolf Benz nutzt moderne Produktionsverfahren. „Dabei ist allein die Schnittoptimierung von Naturleder ist ein hoch ausgefeilter Prozess, denn: Jedes Prozent Verschnitt weniger ist für das Unternehmen ein relevanter Wettbewerbsvorteil“, führt Sicos-Geschäftsführer Dr. Andreas Wierse aus. „Unsere  Aufgabe war es also, mit Hilfe maschineller Lernmethoden Ansätze für Prozessverbesserungen zu finden.“

Die Erstanalyse konzentrierte sich darauf, externe beziehungsweise systematische Einflussfaktoren zu klassifizieren beziehungsweise bekannte zu bestätigen, um Potenziale für eine mögliche Verschnittverringerung zu identifizieren. Das Resultat: Auf Basis von Smart Data-Methoden entwickelte das Expertenteam einen Ansatz, der eine automatisierte Aufstellung und Überprüfung von Hypothesen – unter Einbeziehung weiterer Daten – ermöglicht.

Die Herausforderung bei Sedus: Die Kunden können die Einzelmerkmale von Bürostühlen flexibel und individuell konfigurieren, was die präzise Planbarkeit des Produktionsprozesses erschwert. „Ziel der Analyse war es deshalb, nach Abhängigkeiten in den Daten zu suchen, die es ermöglichen, Prognosen für die Produktionsmengen von spezifischen Ausstattungsvarianten für den Folgemonat durchzuführen“, so Dr. Andreas Wierse.

Mittels der vom SDSC-BW durchgeführten Datenanalyse konnte die Präzision von Vorhersagen – basierend auf dem vorhandenen Datenmaterial – demonstriert und evaluiert werden. Die Ergebnisse lieferten insbesondere wertvolle Hinweise zur Identifikation von fehlenden Informationen im Datenbestand, die für präzisere Vorhersagen erforderlich sind.

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Außerdem in der Ausgabe: Mit welchen Plattformen und Lösungen die Maschinenbauer den digitalen Wandel vorantreiben, was Cleaf und Egger jetzt planen, mit welchen Strategien Surteco seine Kompetenzen noch besser bündeln will, warum neue Normen oft auch neue Absauganlagen erfordern, welchen Einfluss Corona aus Sicht von Schattdecor-Design-Expertin Claudia Küchen auf aktuelle Trends hat, wie Ima eine Maschinenvorabnahme online realisieren konnte, welche Potenziale Lott-Lacke in Excimer-Lacken sieht, was Sherwin-Williams im deutschen Markt plant, wie Filmolux Design flexibler macht, was das innovatives Applikationsverfahren von Adler Lacke und Dürr auszeichnet und noch viele weitere, spannende Themen.

Darüber hinaus finden Sie in der aktuellen „möbelfertigung“ das große Dekorspecial mit vielen Trends, Produktneuheiten, Zahlen und Fakten.

Erste Azubis offiziell verabschiedet

Am 3. Juli 2020 fand an der Holzfachschule Bad Wildungen die erste offizielle Verabschiedung seit der Wiedereröffnung der Schule statt. Insgesamt erhielten 24 Holzbearbeitungsmechaniker-Azubis der Fachrichtung Sägeindustrie ihre Abschlusszeugnisse.

Hermann Hubing, Geschäftsführer und Schulleiter der Holzfachschule Bad Wildungen, sowie Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Säge- und Holzindustrie (DeSH), überreichten den Schülern am heutigen Mittag ihre Abschlusszeugnisse und entließen sie somit ins Berufsleben. Darüber hinaus wurden die drei besten Auszubildenden für ihre herausragenden Leistungen geehrt. So durften sich Marc Diekwessels, Auszubildender bei Hans Kühling e.K., und Marcel Weishahn, Auszubildender bei der Gebrüder Hosenfeld GmbH, die beide die Abschlussnote 1,8 erreichten, den zweiten Platz teilen. Johannes Kühling, Auszubildender bei der Heinrich Holtmeyer und Sohn GmbH, wurde mit der Abschlussnote 1,0 als Abschlussbester ausgezeichnet.

Aufgrund der jüngsten Corona-Ausbrüche in den Landkreisen Gütersloh und Warendorf wurden zunächst nur die 24 Holzbearbeitungsmechaniker-Azubis der Fachrichtung Sägeindustrie geprüft und verabschiedet. Ein Großteil der Holzbearbeitungsmechaniker-Azubis der Fachrichtungen Hobel-, Holzleimbau- und Holzwerkstoffindustrie sowie deren Prüfer stammen aus eben diesen Landkreisen. Daher wurde in Absprache mit der IHK-Kassel beschlossen, deren Prüfungen und Verabschiedungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Umsatz im Bauhauptgewerbe im April 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent gestiegen – Keine erkennbaren Corona-Effekte

Im April 2020 ist der Umsatz im Bauhauptgewerbe um 2,4 Prozent gegenüber dem April 2019 gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Wie schon im März zeigten sich somit auch im April 2020 noch keine erkennbaren Effekte der Corona-Pandemie auf Umsatz und Beschäftigung im Bauhauptgewerbe. In den ersten vier Monaten 2020 stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,7 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 1,9 Prozent.
Im Tiefbau stiegen die Umsätze im April 2019 um 5,2 Prozent. Dagegen sanken die Umsätze im Hochbau um 0,5 Prozent im Vorjahresvergleich. Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen innerhalb des gesamten Bauhauptgewerbes verzeichneten der Leitungstiefbau und Kläranlagenbau mit +9,3 Prozent sowie das Gewerk „Abbrucharbeiten und vorbereitende Baustellenarbeiten“ mit +8,7 Prozent und der Bau von Straßen mit +8,1 Prozent besonders hohe Umsatzsteigerungen.

Kommunikation auf der Virtuellen Messe der „möbelfertigung“

Was ist auf einer Messe besonders wichtig? Natürlich die präsentierten Neuheiten aber vor allem auch die Kommunikation. Darum haben wir weiter an unserer Virtuellen Messe-Plattform „Dexpo“ gefeilt. Das Netzwerk von  „Digital Expo @ möbelfertigung“ eröffnet Ihnen jetzt zahlreiche Kommunikationswege. Sie können öffentliche und private Gruppen erstellen, Nachrichten und Dateien versenden (Video)-telefonieren und chatten. Dafür müssen Sie sich lediglich auf der Seite registrieren.

Eine genaue Erklärung und ein FAQ finden Sie HIER.

„Digital Expo @ möbelfertigung“ soll für alle Interessierten einen schnellen Überblick über Neuheiten und aktuelle Trends der Branche bereithalten. So können in Zeiten ohne Messen neue Entwicklungen schnell öffentlich gemacht werden. Aber auch auf einer Messe kann „Dexpo“ ein hilfreiches Tool sein, um potenziellen Besuchern des Messestandes zu zeigen, worauf sie sich freuen können. Die Plattform ist selbstverständlich für mobile Endgeräte optimiert und kann wie eine App dem Startbildschirm hinzugefügt werden.

Wenn Sie Interesse haben, Produkte auf unserer Plattform zu präsentieren, kontaktieren Sie bitte einen unsere Media-Berater.

Hans-Christian Hahn, hans-christian.hahn@holzmann.de, 040 – 63 20 18 – 43.Beate Wulf, beate.wulf@holzmann.de, 040 – 63 20 18 -12.
Christoph Pacholski, christoph pacholsi@holzmann.de, 040 – 63 20 18 – 38.Sarah Johanson, sarah.johanson@holzmann.de, 040 – 63 20 18 – 22.