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Autor: Möbelfertigung

VDM

Deutsche Möbelausfuhren 2020 um 4,5 Prozent gesunken

Corona drückt auf den deutschen Möbelexport: Nach den Erhebungen Angaben des Statistischen Bundesamts sanken die Möbelausfuhren um 4,5 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. „Dabei haben sich vor allem die Lockdowns in vielen Ländern bemerkbar gemacht“, stellt Jan Kurth, Geschäftsführer der Möbelverbände (VDM/VHK), fest. „Erfreulicherweise belebte sich die Nachfrage im vierten Quartal leicht, so dass der Rückstand gegenüber dem vergangenen Jahr im Schlussspurt noch etwas verkleinert werden konnte.“ Bis Ende September hatte das Minus im Vergleich zum Vorjahr noch bei 7,3 Prozent gelegen.
 
Dabei entwickelte sich Großbritannien – das fünftwichtigste Exportland für die deutsche Möbelindustrie – am schwächsten. Die Verkäufe deutscher Möbel in das Vereinigte Königreich sanken im vergangenen Jahr um 9,3 Prozent auf 421 Millionen Euro. „Zu den starken Auswirkungen der Pandemie auf die britische Wirtschaft kamen noch die negativen Brexit-Effekte“, berichtet Kurth.
 
Vor allem der zusätzliche Verwaltungsaufwand macht der deutschen Möbelindustrie derzeit beim Export nach Großbritannien zu schaffen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Möbelverbände bei ihren Mitgliedsfirmen. So beklagen 94 Prozent der befragten Möbelhersteller einen höheren Aufwand infolge der Zollformalitäten. „Größere Anstrengungen sind dabei insbesondere mit Blick auf die Ursprungsregeln und -nachweise nötig“, betont Kurth. Auch geänderte Zollabfertigungsverfahren und neue Vorschriften für Paletten und Exportverpackungen erschweren den Exporteuren die Abwicklung. Zudem berichtet etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen von zusätzlichen Wartezeiten an der Grenze, 30 Prozent der Betriebe verzeichnen Lieferverzögerungen. Für das laufende Jahr stellen sich 42 Prozent der Firmen auf weiter sinkende Exporte nach Großbritannien ein. Mit stabilen Ausfuhren in das Vereinigte Königreich rechnen 36 Prozent, einen Aufwärtstrend erwarten 22 Prozent der Möbelproduzenten.
 
Einbußen gab es im vergangenen Jahr auch bei den Möbelverkäufen auf den wichtigsten Auslandsmarkt Frankreich (minus 5,6 Prozent), nach Österreich (minus 3,5 Prozent), Belgien (minus 5,1 Prozent) und Spanien (minus 10,2 Prozent). Dagegen zogen die Exporte in die Schweiz deutlich an (plus 6,5 Prozent). In den Niederlanden (plus 0,4 Prozent) und Italien (plus 2,7 Prozent) gelang ebenfalls ein Zuwachs.
 
Stark rückläufig entwickelten sich die Möbelverkäufe in die Vereinigten Staaten (minus 14,6 Prozent), dem wichtigsten außereuropäischen Absatzmarkt. Die Ausfuhren nach China gingen nur leicht zurück (minus 5,7 Prozent), wobei es zwischen den einzelnen Produktgruppen erhebliche Unterschiede gab. Für die Küchenmöbelhersteller erwies sich das Reich der Mitte mit einem Plus von knapp 13 Prozent als einer der wichtigsten Wachstumsmärkte. Gleichzeitig brachen die deutschen Büromöbelexporte nach China 2020 um knapp 23 Prozent ein.
 
Auch im Exportgeschäft insgesamt schnitt die deutsche Küchenmöbelindustrie im vergangenen Jahr am besten ab: Die Sparte konnte ihre Ausfuhren nahezu stabil halten. Dagegen mussten die Polstermöbelproduzenten ein Minus von knapp 5 Prozent hinnehmen, die Hersteller von Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbeln verbuchten Einbußen von knapp 3 Prozent.

Eröffnet Corona-Testzentrum

Hettich hat gestern kurzfristig am Hauptsitz in Kirchlengern ein Testzentrum für die Abnahme von PCR-Tests eröffnet. Ziel ist es, alle Kolleginnen und Kollegen regelmäßig auf Corona-Infektionen zu testen, um damit mehr Sicherheit zu geben und ein mögliches Infektionsgeschehen frühzeitig zu erkennen. Damit geht das Unternehmen einen Schritt weiter in seiner Teststrategie.
Nach dem kürzlichen Anstieg der Corona-Infektionen am Standort Kirchlengern hat Hettich schnell gehandelt: Ein internes Team hat mit Unterstützung der Mühlenkreiskliniken aus Minden und dem Ärztenetzwerk MuM (Medizin und Mehr) aus Bünde in kurzer Zeit ein eigenes Testzentrum aufgebaut. Nach Prüfung aller örtlichen Gegebenheiten wurde entschieden, dazu ein 250 Meter großes Zelt auf einem der Hettich-Parkplätze zu errichten. Selbstverständlich entspricht das Zelt den Anforderungen des Hygienekonzepts.

„Neben den bereits seit längerem durchgeführten Schnell- beziehungsweise Selbsttests haben wir uns entschlossen, zusätzlich das deutlich sicherere PCR-Testverfahren am Standort Kirchlengern/Bünde einzusetzen. Und das nicht nur einmalig, sondern regelmäßig. Die Schnelltests kommen weiterhin immer dann zum Einsatz, wenn wir sehr kurzfristig oder in einigen Bereichen auch täglich ein Testergebnis benötigen“, so Timo Pieper, Geschäftsführer bei Hettich in Kirchlengern. Die PCR-Tests werden von medizinischem Fachpersonal der Mühlenkreiskliniken aus Minden durchgeführt. Die Kosten für diese Tests übernimmt das Hettich.
Die große Anzahl der Kolleginnen und Kollegen am Hauptsitz des Unternehmens erfordert eine gute Zeitplanung. Eine strikte Zeiteinteilung sorgt für einen reibungslosen Ablauf ohne Warteschlangen. Kolleginnen und Kollegen, die nicht regelmäßig am Arbeitsplatz sind, erhalten Selbsttests, die sie vor Arbeitsantritt zu Hause durchführen können. Mit einem negativen Ergebnis steht dann einem Start am Arbeitsplatz nichts entgegen.

„Wir danken den vielen Hettich-internen Kolleginnen und Kollegen, die sich hier zusätzlich zu ihren eigentlichen Tätigkeiten engagiert haben. Vor allem danken wir den Verantwortlichen der Mühlenkreis Kliniken und des Ärztenetzwerks MuM, die uns hier mit all ihrem Wissen und ihrer Manpower unterstützen. Nur dank der gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten konnten wir unser Testzentrum so schnell eröffnen“, erklärt Pieper weiter. „Wir hoffen sehr, dass wir mit dieser zusätzlichen Maßnahme die weitere Ausbreitung des Virus vermeiden können. Nach allen bereits umgesetzten Schutzmaßnahmen – von Schichtverschiebungen über den Einsatz kontaktloser Fiebermessgeräte bis hin zur Maskenpflicht auf dem gesamten Betriebsgelände – ist das neue Testzentrum ein weiterer wichtiger und logischer Baustein in unserem Pandemie-Schutzplan.“

Wie in anderen Unternehmen in OWL gibt es auch bei Hettich erste Überlegungen, das Konzept um ein Impfangebot zu erweitern, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

„Innovationspreis für Klima und Umwelt“ 2022

Startschuss ist erfolgt

Die Bewerbungsphase für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) hat begonnen. Die Preisträger erhalten insgesamt 175.000 Euro für innovative klima- und umweltfreundliche Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie Technologietransferlösungen für Schwellen- und Entwicklungsländer. Die IKU-Mittel stammen aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums (BMU). Am Wettbewerb teilnehmen können alle in Deutschland ansässigen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Einzelpersonen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Eine konjunkturelle Wiederbelebung nach der COVID-19-Pandemie muss Klimaschutz und Wirtschaftskraft miteinander verbinden. Dazu brauchen wir das Know-how, den Mut und die Kreativität von Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die mit gutem Beispiel vorangehen. Damit können sie als Vorreiter Andere motivieren es ihnen gleichzutun.“

Professorin Maja Göpel, Schirmherrin des IKU: „Wir gestalten Zukunft jeden Tag: mit unseren Innovationen und Technologien, mit unserem Verhalten, unseren Entscheidungen und unseren Regeln des Zusammenlebens. Der Deutsche Innovationspreis für Klima und Umwelt ermutigt Unternehmen und Institutionen, diesen schöpferischen Anteil an unserer Realität für die richtigen Ziele einzusetzen.“

Gesucht werden nachhaltige Lösungen in sieben Kategorien:
• Prozessinnovationen für den Klimaschutz
• Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz
• Umweltfreundliche Technologien
• Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen
• Kooperation mit Entwicklungs- und Schwellenländern bei technischen oder sozialen Innovationen für Umwelt- und Klimaschutz
• Innovation und biologische Vielfalt
• Nutzung des digitalen Wandels für klima- und umweltfreundliche Innovationen

Bis zum 21. Juni 2021 können sich deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen um den bereits zum achten Mal ausgeschriebenen Preis bewerben. Schirmherrin des IKU ist Professorin Maja Göpel.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI bewertet alle Bewerbungen nach streng wissenschaftlichen Kriterien und legt die Vorauswahl einer Jury vor, die sich aus hochrangigen und interdisziplinären Expert:innen zusammensetzt. Das IKU-Presseteam begleitet alle Aktivitäten medial und unterstützt die nominierten Kandidat:innen sowie die späteren Preisträger:innen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit rund um die Auszeichnung. Die Gewinner:innen werden im Rahmen einer festlichen Preisverleihung im März 2022 in Berlin geehrt. Jede:r Preisträger:in erhält eine persönliche Auszeichnung und ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.

Weitere Details zum IKU 2022 gibt es auf der Website. Die Bewerbung ist online, per E-Mail oder postalisch möglich. Zu allen Fragen stehen persönliche Ansprechpartner:innen zwischen 9 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 0611-60939011 zur Verfügung.

Verknappung von Rohstoffen spitzt sich zu

Bei aktuell guter Nachfrage nach Klebstoffen sieht sich der Detmolder Klebstoffhersteller in Folge von Anlagenstillständen bei einigen europäischen und US-amerikanischen Chemieherstellern mit Lieferengpässen bei Schlüsselrohstoffen und Vorprodukten von Klebstoffen konfrontiert.

Bereits vor den Anlagenstillständen war die Verfügbarkeit von Schlüsselrohstoffen für die Klebstoffherstellung eingeschränkt. Der Wintereinbruch in den südlichen Bundesstaaten der USA hat die Situation weiter verschärft, da dieser zum Ausfall eines großen Teils der US-amerikanischen Raffineriekapazität sowie der dortigen Chemieproduktion geführt hat. In Folge sind auch die Lieferketten der internationalen Standorte des Detmolder Unternehmens in Mitleidenschaft gezogen worden.

Nach Einschätzung des US-amerikanischen Klebstoffverbands (ASC) wird es Wochen oder sogar Monate dauern, bis die Lieferketten in und aus den USA wiederhergestellt sind.

Zusätzlich erschwert wird die Situation durch die derzeit langen Transportlaufzeiten und die eingeschränkte Verfügbarkeit von See- und Landfrachtkapazitäten. Dieses hat im globalen Rohstoffmarkt auch signifikante Auswirkungen auf die derzeitige Versorgungslage in Europa und Asien.

Klaus Kullmann, Vorstand der Jowat SE: „Wir bedauern die Engpasssituation und bemühen uns nach Kräften, auch in dieser Zeit ein zuverlässiger Lieferant und Partner für unsere Kunden zu sein. Unsere globale Ausrichtung hilft uns, flexibel zu agieren und die Auswirkungen von Lieferengpässen so gering wie möglich zu halten. In dieser beispiellosen Situation sind Lieferausfälle jedoch kaum zu vermeiden.“

Veranstaltet eine Tombola für Newsletter-Leser

Man muss auch mal „Schwein“ haben – erst recht in Zeiten wie diesen. Darum verlost die Harting Technologiegruppe exklusiv für Newsletter Abonnenten bis August monatlich hochwertige Preise. Die Tombola geht los mit einem Werkzeugkoffer, der jedes Elektriker-Herz höherschlagen lässt. In der Hauptauslosung im August gibt es sogar einen 90 km/h flotten Elektroroller im klassischen Schwalbe Design zu gewinnen.

Über die Anmeldung zum Newsletter gibt es automatisch ein Teilnahmelos, bis zu 10 weitere Lose lassen sich durch zusätzliche Aktivitäten sammeln, um die Gewinnchancen zu erhöhen. Weitere Informationen gibt es HIER.

Auftragsanstieg beim Verarbeitenden Gewerbe im Januar

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2021 saison- und kalenderbereinigt 1,4 Prozent höher als im Dezember 2020. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2020 gab es kalenderbereinigt einen Anstieg um 2,5 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im Januar 2021 saison- und kalenderbereinigt 2,8 Prozent höher als im Dezember 2020.

Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragseingang im Januar 2021 saison- und kalenderbereinigt um 3,7 Prozent höher.

Im Vergleich zum Vormonat fielen die Aufträge aus dem Inland um 2,6 Prozent, die Auslandsaufträge erhöhten sich dagegen um 4,2 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 3,9 Prozent zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 4,4 Prozent.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Januar 2021 um 0,2 Prozent über dem Vormonatsniveau. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 3,3 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter fielen die Aufträge um 5,8 Prozent.

Für Dezember 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse insgesamt ein Rückgang um 2,2 Prozent gegenüber November 2020 (vorläufiger Wert: -1,9 %).

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im Januar 2021 saison- und kalenderbereinigt um 1,1 Prozent niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2020 gab es kalenderbereinigt einen Rückgang um 2,2 Prozent. Für Dezember 2020 ergab sich nach der Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 2,0 Prozent gegenüber November 2020 (vorläufiger Wert: +1,9 %).

Lieferketten drohen zu reißen – Rohstoffknappheit weitet sich dramatisch aus

Die schwierige Versorgungssituation mit Spanplatten ist seit Monaten Branchenthema. Schreiner berichten, dass große Beschläge-Anbieter mittlerweile zum Teil Lieferzeiten von mehr als drei Monaten haben. Der Pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff berichtet über einen guten Jahresstart, sieht diesen aber durch eine deutliche Knappheit an Rohstoffen gefährdet. Der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie spricht von einer regelrechten Preisrallye seit dem zweiten Quartal 2020. Messing verteuerte sich in den letzten elf Monaten um fast 53 Prozent. Im Stahlbereich war die Preisdynamik am Spotmarkt noch größer. Nimmt man die pandemiebedingten Tiefststände zur Jahresmitte als Basis, fallen die Steigerungsraten in den vergangenen acht Monaten noch dramatischer aus: der Preis für Warmbreitband stieg um drei Viertel.
Und jetzt warnt auch der Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) in einer Pressemitteilung.
Dort heißt es: Die Nachfrage nach Büromöbeln hat sich seit dem vierten Quartal 2020 deutlich erholt. Nun könnte die Umsetzung neuer Arbeitswelten aber erneut ins Stocken geraten, denn ausgerechnet jetzt drohen die Lieferketten zu reißen. Der IBA appelliert daher an die Käufer von Büromöbeln, ihre Projekte zügig in Angriff zu nehmen und eventuelle Verlängerung der Lieferzeiten einzuplanen.Derzeit fehlen den europäischen Stahlherstellern und vielen Kunststoffverarbeitern die für ihre Produktion erforderlichen Rohstoffe. Auch Spanplatten sind knapp. Gleichzeitig führen die Engpässe bei Vormaterialien zu steigenden Beschaffungskosten im teils zweistelligen Bereich. Wie viele andere Branchen ist auch die Büroeinrichtungsindustrie erheblich von dieser Entwicklung betroffen. „Unsere Mitglieder berichten uns, dass zugesagte Lieferungen von Rohmaterialien und Komponenten in vielen Fällen kurzfristig verschoben werden. Das führt zwangsläufig zu Verzögerungen bei der Produktion und Auslieferung der Möbel und anderer Einrichtungsgegenstände“, beschreibt Thomas Jünger, Geschäftsführer des IBA, die Lage. Die Wiesbadener Branchenvertreter erwarten, dass sich Hersteller und Kunden auf langfristige Probleme einstellen müssen. Auch sei davon auszugehen, dass die deutlich steigenden Materialpreise zu merklichen Preissteigerungen bei den Büromöbeln führen werden. So lautet die Empfehlung des IBA: „Wer sein Unternehmen fit für neue Herausforderungen machen will, sollte das am besten zügig in Angriff nehmen und auf alle Fälle mehr Zeit bis zur Realisierung einplanen.“

Preisrallye – Preise für Messing und Stahl haben sich binnen eines Jahres verdoppelt

Die vom Fachverband ausgewerteten Marktdaten für die wichtigsten Vormaterialien belegen, dass sich die Preissituation seit dem zweiten Quartal 2020 verschärft hat. „Insbesondere in den letzten Monaten war eine zunehmende Beschleunigung dieses Trends im Bereich der NE-Metalle und der verschiedensten Stahlprodukte festzustellen. Für Unternehmen wird es immer aufwendiger, ihren Bedarf zu decken“, erläutert Holger Koch, stellvertretender Geschäftsführer des Fachverbandes Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB).
Nach verbandseigenen Auswertungen lagen die Preise im Februar für Aluminium durchschnittlich um 17,0 Prozent über den Vorjahreswerten. Mehr als doppelt so stark stiegen die Preise für Kupfer (+45,2 Prozent), Messing (+36,8 Prozent) und Nickel (+38,0 Prozent). Die Teuerungsrate von Zink liegt dazwischen, dessen Preis ist binnen Jahresfrist um fast ein Viertel angestiegen. Somit sind sämtliche Produktbereiche der Schloss- und Beschlaghersteller von den markanten Preisanstiegen der NE-Metalle betroffen.

„Die pandemiebedingten Preisrückgänge zum Jahresbeginn 2020 waren nur von kurzer Dauer. Seit dem zweiten Quartal ist eine regelrechte Preisrallye im Gange. Das unter anderem für die Schließzylinderherstellung wichtige Messing verteuerte sich zum Beispiel in den letzten elf Monaten um fast 53 Prozent“, erläutert Koch und ergänzt: „Wir befinden uns gerade auf einem Zehn-Jahres-Hoch, ein ähnlicher Sprung war zuletzt zum Jahresende 2016 zu sehen.“

Im Stahlbereich war die Preisdynamik am Spotmarkt noch größer. Binnen Jahresfrist verteuerten sich Warmbreitband (+51,6 Prozent), kaltgewalzte Bleche (+47,7 Prozent), feuerverzinkte Bleche (+46,1 Prozent) und Walzdraht in Ziehgüte (+45,2 Prozent) erheblich. Nimmt man die pandemiebedingten Tiefststände zur Jahresmitte als Basis, fallen die Steigerungsraten in den vergangenen acht Monaten noch dramatischer aus: der Preis für Warmbreitband stieg um drei Viertel.

Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Europäische Stahlhersteller fahren ihre Produktionsmengen nach früheren Kapazitätsanpassungen nur langsam wieder hoch. Importe tragen durch Schutzmaßnahmen der EU sowie steigender Absatzchancen in Asien kaum zur Entlastung bei. Die Kosten für Rohstoffe, insbesondere Eisenerz, Schrott oder auch Zink und Nickel haben deutlich zugelegt. Zudem versuchen Händler und Einkäufer der stahlverarbeitenden Industrie mit Aufstockungen ihre Lagervorräte weiteren Preisanstiegen und möglichen Lieferengpässen zu entgehen.

Marktbeobachter sehen die momentane Stahlpreisentwicklung nachfrageseitig trotz knapper Versorgungslage zwar nicht gerechtfertigt und erwarten ein Abflachen der Preisanstiege, die Luft für kurzfristig wieder merklich niedrigere Preise scheint allerdings gering. Die Kurvenverläufe erinnern an die Preissprünge 2016/17 und der daran anschließenden Seitwärtsbewegung.

Geht eine strategische Partnerschaft mit Barberan SA ein

Der Softwarehersteller Printfactory arbeitet künftig eng mit Barberan SA zusammen – beide Unternehmen gaben heute eine strategische Partnerschaft bekannt. Barberan SA wird ab sofort die Workflow-Software „Printfactory Automation“ nutzen, um den Kunden eine automatisierte Druckvorbereitung für die „Jetmaster“-Serie anzubieten.

Das 1929 gegründete Unternehmen Barberan SA gehört zu den führenden in der Entwicklung und Herstellung von Anlagen für die Oberflächenveredelung mittels Digitaldruck. Die Digitaldruckanlagen kommen in vielen Branchen wie der holzverarbeitenden Branche, Dekorations-, Verpackungs- und Schilderindustrie zum Einsatz.

Die digitalen Drucktechnologien von Barberan sind das Herzstück vieler Produktionsbetriebe und steuern komplette End-to-End-Produktionsumgebungen. Die Kunden produzieren industrielle Produkte auf einer Vielzahl von Substraten wie Holz, Kork, Kunststoff, Keramik und Metallen. Überall ist die industrielle Fertigung dabei auf Genauigkeit, Zuverlässigkeit und maximale Anlagenverfügbarkeit angewiesen.

Der Software von Printfactory unterstützt Industrie 4.0-Abläufe, so dass komplett automatisierte Druckprozesse Realität werden. „Printfactory Automation“ bereitet die Produktionsdateien vor, plant sie und verschachtelt sie über seine Cloud-Server, während Status, Auftragskriterien und Produktionsmetriken nahtlos und automatisch an die MIS- und Web2Print-Systeme des Kunden gemeldet werden.

„Dies ist eine großartige Partnerschaft für uns“, erklärt Erik Strik, CEO von Printfactory. „Sie beweist, dass die Cloud-Automatisierungsfunktionen unserer Workflow-Software für den industriellen Digitaldruck geeignet sind. Durch die Automatisierung der Elemente der Auftragsvorbereitung und des Farbmanagements eines Industriedruckers können die Anwender ihre Rendite deutlich maximieren. Und sich auf die Herstellung ihrer Produkte konzentrieren, besser, schneller und mit minimaler Verschwendung oder Unterbrechung.“

Auch bei Barberan zeigt man sich erfreut über die Partnerschaft: „Diese Zusammenarbeit bedeutet einen weiteren großen Schritt in Richtung Automatisierung von Prozessen und Arbeitsabläufen im industriellen Druck, da sie die Integration von Druckvorstufen- und Farbmanagement-Tools in einer einzigen Plattform ermöglicht. Da es sich zudem um eine Multi-User-Lösung handelt, die auf Cloud-Konnektivität basiert, können Druckereien die Aufgaben der Druckvorstufe dezentralisieren und fortschrittliche Farbressourcen innerhalb des Ökosystems des Kunden gemeinsam nutzen“, beschreibt Isaac Contreras, Elektronik- und Farbspezialist von Barberan.

Die Printfactory-Software wird über ein weltweites Händlernetz vertrieben: Sie sorgt für eine höhere Produktivität, garantiert niedrigere Tintenkosten ohne Beeinträchtigung der Druckqualität, verbessert die Margen dank reduziertem Ausschuss und sorgt für gleichbleibende, konsistente Farben. Die Partnerschaften des Unternehmens mit Anlagenherstellern versprechen nicht nur für Standardmärkte, sondern auch für industrielle Anwendungen vielversprechende Ergebnisse.