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Autor: Möbelfertigung

VDM

Inlands- und Auslandsumsatz der Möbelindustrie im Plus

Laut Statistischem Bundesamt lag der Umsatz der Möbelindustrie im Mai 2021 im Vergleich zum Mai 2020 im Plus. Die Hersteller verzeichneten einen Umsatzanstieg von 15,3 Prozent. Dabei stiegen die Erlöse im Ausland um 26,0 Prozent, im Inland gab es ein Plus von 10,3 Prozent. Im durch den ersten Lockdown geprägten Mai 2020 hatte es im Vergleich zum Mai 2019 ein Minus von 24,2 Prozent gegeben. Die Auslandsumsätze waren damals um 28,1 Prozent, die Inlandsumsätze um 22,2 Prozent gefallen.

Investor aus dem Münsterland

Jetzt steht es fest: Der vorläufige Insolvenzverwalter von Alma-Küchen Michael Mönig hat sich mit einer Investorengruppe aus Heek (Kreis Borken/Münsterland) unter der Führung von Ludger Gausling auf die Übernahme des Küchen-Herstellers verständigt. Der vorläufige Gläubigerausschuss hat die Übernahme bereits einstimmig genehmigt, der entsprechende Kaufvertrag soll zur Verfahrenseröffnung am ersten September unterzeichnet werden. Der Investor hat für den Standort im münsterländsichen Ahaus umfangreiche Investitionen angekündigt und will vor allem den Direktvertrieb von Einbauküchen ausbauen. Damit können alle 170 Arbeitsplätze des Unternehmens gesichert werden. Die Produktionsgebäude am Standort Ahaus verbleiben weiterhin im Besitz der Gründerfamilie Meyer. So teilt der vorläufige Insolvenzverwalter auf Anfrage mit.

„Mit Ludger Gausling haben wir einen Investor gefunden, der Alma-Küchen voranbringen und in das Unternehmen investieren möchte“, so Restrukturierungsexperte Eric Coordes von der Mönig Wirtschaftskanzlei. Gausling habe das Unternehmen bereits im vorläufigen Verfahren bei der reibungslosen Abwicklung des erfreulichen Auftragsbestandes von Alma im Insolvenzverfahren unterstützt, um so die fristgerechte Auslieferung durch das Unternehmen zu erreichen. „Damit hat der Investor frühzeitig gezeigt, dass er es ernst meint“, sieht Coordes einer positiven Zukunft für Alma Küchen entgegen.

Der neue Investor ist von der Aufstellung des Traditionsunternehmens aus Ahaus überzeugt und hat genaue Vorstellungen entwickelt, wie er den Küchenhersteller weiter voranbringen möchte. „Wir werden die Produktion effizienter gestalten und dann vor allem das enorme Potenzial des Direktvertriebs von Einbauküchen ausschöpfen. Wir wollen auf diese Weise nachhaltig wachsen“, sagt Gausling. Dieses Wachstum soll in personaler Hinsicht auch durch eine zukünftige Ergänzung der aktuellen Geschäftsführung erreicht werden, um den Ausbau der Geschäftsbereiche zu beschleunigen. Ludger Gausling und das Management freuen sich, gemeinsam mit den Beschäftigten die strategischen Überlegungen zukünftig erfolgreich umzusetzen.

Die Geschäftsführung von Alma-Küchen hatte Ende Juni beim zuständigen Amtsgericht Münster Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht hatte daraufhin Rechtsanwalt Michael Mönig von der Mönig Wirtschaftskanzlei zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Mönig und seinem Team gelang es, gemeinsam mit dem Geschäftsführer Frank Eberle den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Sie konnten so vorhandene Aufträge vertragsgemäß weiterbearbeiten und neue Aufträge entgegennehmen. Bereits zwei Monate nach Insolvenzantrag haben sich Mönig und sein Team nun auf die Übernahme des Unternehmens verständigt.

VDDP

Umsatzzuwachs im In- und Ausland

Mit einem Umsatz von 85,63 Millionen Euro haben die Deutschen Polstermöbelhersteller den Juni 2021 abgeschlossen. Wie der Verband der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP) heute mitteilte, entspricht das einem Plus von 28,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Inland kletterte der Umsatz um 10,34 Prozent auf 48,9 Millionen Euro. Im Ausland wurden 36,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist ein Anstieg von 64,96 Prozent. Davon entfielen 15,68 Millionen Euro auf die Eurozone (+74,04%). Die Exportquote betrug 42,89 Prozent. Das sind 9,45 Prozent mehr als im Juni 2020.

Für das gesamte erste Halbjahr 2020 ergibt sich damit ein Polstermöbel-Umsatz von 500,7 Millionen Euro (+ 17,5 Prozent). Davon wurden 309,25 Millionen Euro im Inland generiert (+7,03%). Im Ausland erzielten die hiesigen Hersteller 191,47 Millionen Euro ( +39,52%), wobei 80,35 Millionen Euro in der Eurozone erwirtschaftet wurden (+54,68%). Die Exportquote kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,75 auf 38,05 Prozent nach oben.

„Go“ für ZAO Muroms Greenfield-Projekt

Erste Platte am 26.11.2020, Aufnahme des Dreischichtbetriebs im März 2021, nun ist der nächste Meilenstein erreicht: Die Benchmark-OSB-Anlage des russischen Holzwerkstoffproduzenten ZAO Murom wurde im Juli abgenommen – ein Erfolg nicht zuletzt angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen.

Die neue OSB-Anlage wurde als Greenfield-Projekt am Standort von ZAO Murom in der Region Vladimir errichtet. Herzstück ist eine „ContiRoll“ Generation 9 im Format 8,5‘ x 30,4 m. In der Komplettanlage ist die gebündelte Kompetenz der Siempelkamp-Gruppe enthalten: Pallmann und CMC als Frontend- Spezialisten innerhalb der Gruppe steuerten die Rohmaterialaufbereitung sowie die Sieb-, Beleimungsund Streutechnik bei. Energieanlage und Trommeltrockner lieferte Büttner, für das Engineering war Sicoplan zuständig. Enthalten sind zudem die Siempelkamp-Neuentwicklungen für die OSB-Produktion, die ihre positiven Eigenschaften in der Anlagen-Performance bereits unter Beweis gestellt haben: die Pressenbeheizung, eine Trennmittelauftragsvorrichtung für die pMDI-Nutzung und die „Strandcatcher“. Mitten im Pandemie-Geschehen gelang es Ende November 2020, die erste OSB auf der Komplettanlage made by Siempelkamp zu produzieren. Der Weg für die weitere Inbetriebnahme war damit geebnet – trotz der extremen Winterphase mit Dauerniedrigtemperaturen von unter -30°C und starken Schneefällen. Die innovative OSB-Linie mit einer Jahreskapazität von über 280.000 m3 ermöglicht es Murom, diverse Rohmaterialsortimente einzusetzen, unter anderem Abfälle aus der Sperrholzproduktion, die einen weiteren Fokus des Anlagenbetreibers bildet.

Die Maschinen und Komponenten der Anlage ermöglichen die Produktion eines hochwertigen und weltweit absetzbaren Holzwerkstoff-Produktes mit klaren Wettbewerbsvorteilen. Dieses Produkt trifft bereits jetzt auf großen Zuspruch in den Märkten des Kunden. Die Anlage produziert mittlerweile auch sehr dünne OSB mit einer Plattendicke von 6,0 mm – in Russland ein Alleinstellungsmerkmal für ZAO Murom.

„Wir freuen uns über den erfolgreich geführten Abnahmeprozess, mit dem ZAO Murom ein weiteres starkes Fundament für die Holzbearbeitung erhält und künftig auf neue Investitionen im Holzwerkstoffbereich Einfluss nimmt“, so Konstantin Putintsev, Generaldirektor OOO Siempelkamp (Russland).

HDH

Umsatz mit Holz im In- und Ausland positiv

Das Holzgewerbe vermeldete im Mai 2021 positive Umsatzentwicklungen im In- und Ausland. Während die Inlandsumsätze um 25,9 Prozent stiegen, kletterten die Auslandsumsätze um 59,8 Prozent. Damit lag der Gesamtwert um 33,8 Prozent über dem Wert vom Mai 2020. Damals gab es ein Umsatzminus von insgesamt 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei hatte der Umsatzrückgang im Inland bei 7,2 Prozent gelegen und der Umsatz im Ausland war um 18,8 Prozent gefallen.

Kontinuierlicher Ausbau des Patentportfolios für digitale Strukturen

Unilin Technologies freut sich bekannt zu geben, dass das Europäische Patentamt ein neues europäisches Patent auf digitale Strukturierungstechnologien erteilen wird. Das spezifische Patent EP 3 381 710 wird das Patentportfolio von Unilin Technologies auf „digitale Strukturierungstechnologien“ für Paneele weiter ausbauen.

„Unilin Technologies hat bereits im Jahr 2009 Patentschutz für digitale Strukturierungstechnologien beschrieben und angemeldet“, erklärt Jasmine Geerinckx, Business Development Manager bei Unilin Technologies. „Diese Patente schützen Drucktechnologien, die 3D-Strukturen auf der Oberfläche von Platten erzeugen können. Das Hauptverfahren zur Herstellung der strukturierten Schicht umfasst mindestens zwei Schritte, nämlich einen ersten Schritt, bei dem eine Kunststoffschicht auf das Substrat aufgebracht wird, und einen zweiten, nachfolgenden Schritt, bei dem ein Relief oder eine Struktur auf der Oberfläche erzeugt wird. Eine solche Struktur wird durch die Verwendung eines digital gedruckten, lackabweisenden Mittels oder einer selektiven Maske erreicht, die das darunter liegende, synthetische Material während einer mechanischen Abtragsbehandlung schützt.“

Dieses Patentportfolio wird unter dem Namen „Digitouch“ vermarktet. Es handelt sich um eine digitale Komplettlösung für den Druck lebensechter 3D-Texturen direkt auf Platten. „Digitouch“ sorgt für ein echtes Aussehen und Gefühl.

Unilin Technologies verfügt über weltweiten Patentschutz für diese digitalen Strukturtechnologien mit mehr als 90 Patenten und 11 Anmeldungen und befindet sich in umfangreichen Verhandlungen mit vielen seiner Partner, um das Patentportfolio zu lizenzieren.

HDH

Umsatz bei Kunststoff bis Mai 2021 wieder positiv

Der Kunststoffsektor entwickelte sich im Zeitraum Januar-April 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum positiv: Die Umsätze stiegen um 12,8 Prozent. Die Baubedarfsartikel aus Kunststoff legten um 14,8 Prozent zu, Platten und Folien um 15 Prozent. Positiv waren auch die Umsätze bei Kunststoffverpackungen (+5,4 Prozent) sowie bei sonstigen Kunststoffwaren (+13,6 Prozent).

Ewe-Küchen

Als klimaneutral ausgezeichnet

Das Unternehmen Ewe-Küchen ist von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ ausgezeichnet worden. Als neuer Teilnehmer im DGM-Klimapakt ist der österreichische Küchenhersteller mit Sitz in Wels direkt auf die höchste Stufe der Klimaschutzinitiative gesprungen. Ein weiterer Produktionsstandort des zu 100 Prozent in Österreich fertigenden Unternehmens befindet sich in Freistadt. 96 Prozent der verarbeiteten Hölzer stammen aus heimischen und europäischen Wäldern. Mit dem DGM-Label „Klimaneutraler Möbelhersteller“ kann Ewe‑Küchen Endverbraucher fortan noch besser von der gelebten Nachhaltigkeit des Unternehmens überzeugen, ist sich DGM-Geschäftsführer Jochen Winning sicher.

„Wir freuen uns sehr, dass sich mit Ewe-Küchen ein weiteres nachhaltiges Unternehmen aus Österreich unserem Klimapakt angeschlossen hat, um einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, so der DGM-Geschäftsführer. Andreas Hirsch, Geschäftsführer Ewe-Küchen, ergänzt: „Umweltverantwortung und Nachhaltigkeit sind für Ewe-Küchen wesentliche Bestandteile des Wertesystems und daher werden diese Themen seit Jahren eigenverantwortlich vorangetrieben. Unsere Küchen haben nicht nur den Anspruch, ein schönes und ansprechendes Designstatement zu sein, sondern auch ein nachhaltiges Produkt. Die Kennzeichnung ist für uns daher eine logische Konsequenz und bestätigt uns in unserem Tun.“ Das Ziel des Anfang 2016 gegründeten Klimapakts für die Möbelindustrie ist die Bilanzierung, Reduzierung und Neutralisierung von CO2-Emissionen. Die Grundlage bildet die CO2-Bilanz der teilnehmenden Unternehmen, der sogenannte Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck). Dieser wird in Zusammenarbeit mit einer professionellen Klimaschutzberatung erstellt und analysiert. Zweitens werden die CO2-Emissionen so weit wie möglich reduziert, und drittens im Idealfall schließlich vollständig abgelöst – so wie es Ewe-Küchen nun vorgemacht hat. „Die Ablösung der Treibhausgasemissionen erfolgt durch den Erwerb von Klimaschutzzertifikaten, die von Projektbetreibern auf der ganzen Welt angeboten werden und der Infrastruktur am Projektstandort sowie der globalen CO2-Bilanz zugutekommen“, erklärt Winning und er ergänzt: „Auch wenn die Möbelproduktion nicht gänzlich ohne CO2-Emissionen auskommt, kann jeder Hersteller viel Gutes für das Klima tun – so wie auch jeder einzelne Mensch. Denn Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der die Möbelindustrie gerne vorangeht, um andere Branchen, Unternehmen und Menschen zu motivieren ebenfalls mitzumachen“, schließt der DGM-Geschäftsführer.

Feiert 20-jähriges Jubiläum

Für den italienische Maschinenbauer Dalso mit Sitz in Schio ist das Jahr 2021 ein ganz besonderes: Vor 20 Jahren hat sich das Unternehmen auf die Planung und den Bau von industriellen Automatisierungssystemen für die Holzbearbeitung spezialisiert, zahlreiche Herausforderungen gemeistert und immer wieder innovative Automatisierungsprojekte vorangetrieben. Abgesehen von diesem Meilenstein sieht Dalso das laufende Jahr auch als wichtigen Ausgangspunkt für neue Entwicklungen.

Das Unternehmen mit Sitz in Schio in der Provinz Vicenza entstand aus der Erfahrung des Gründers Lucio Dal Soglio und aus der Kultur des Opfergeistes: eine Vision, bei der man davon ausgeht, dass jede Anstrengung notwendig ist, um ein besseres Ergebnis und eine ständige Verbesserung des Unternehmens und seiner Produkte zu gewährleisten.

Firmengründer Lucio Dal Soglio erklärt: „Dalso ist entstanden mit der Vision, dass jede Anstrengung dazu beiträgt, das Unternehmen voranzubringen, bessere Produkte zu bieten und ein ausgezeichnetes Ergebnis zu erzielen. Zwanzig Jahre Tätigkeit als Maschinenproduzent in der Holzbearbeitung sind nur der erste Meilenstein, den wir erreicht haben. Ich habe mehr als dreißig Jahre Erfahrungen in der Automatisierungsbranche gesammelt seit dem Beginn meiner Karriere bis ich Eigentümer und kaufmännischer Leiter eines Unternehmens wurde. Es war oft eine Kombination aus Engagement und Opfern, um aus einem ,Startup‘ ein solides Unternehmen zu formen, mit einem konstantem Wachstum von Umsatz, Mitarbeitern, Räumen, Geschäftsbereichen, Kunden und Märkten.
Entscheidend war in den letzten Jahren aber vor allem die große Kundenzufriedenheit. Sie hat dazu geführt, dass wir 2016 an unseren aktuellen Standort umziehen konnten, der mit etwa 4.000 Quadratmetern viel Platz bietet. Die Mitarbeiterzahl ist nochmals gestiegen und wir haben uns industrieller aufgestellt. Darüber hinaus haben wir in diesem Jahr die ISO 9001-Zertifizierung erneuert, die die Qualität der Arbeit und der Endprodukte offiziell unterstreicht – was letztlich eine Leistung der Mitarbeiter ist. Und wir sehen die vergangenen 20 Jahre als neuen Ausgangspunkt, der den Enthusiasmus im gesamten Unternehmen befeuert, um zukünftige Projekte mit dem gleichen Engagement und der gleichen Leidenschaft zu realisieren.“

Ein Abbild dessen sind die beiden jüngsten Automatisierungslinien, die derzeit projektiert werden: Eine Sägenbeschickung für die Herstellung von Holzprofilen. Das Ganze ist konzipiert für Plattenpakete und bis zu fünf Ladestationen, die Anlage arbeitet dabei völlig autonom. Die zweite Linie automatisiert Prozessschritte einer Parkettfertigung.

Dalso feiert das 20-jährige Jubiläum in dem Bewusstein, dass es sich vor keiner Widrigkeit ausbremsen lässt – auch nicht von einer Pandemie wie in den letzten 1,5 Jahren. Sowohl bei der Ausarbeitung von Kundenkonzepten, als auch letztlich in der organisatorischen und praktischen Umsetzung dieser werden immer wieder neue Wege gegangen, um bestmögliche Lösungen zu schaffen.