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Autor: Möbelfertigung

Erhält „Red Dot Award“ für „Corepel“

Die Produktinnovation „Corepel“ wurde beim „Red Dot Award“ mit der höchsten Auszeichnung in der Kategorie Brands & Communication Design ausgezeichnet. Gemeinsam mit der Designagentur Martin et Karczinski wurde das preisgekrönte Konzept erarbeitet und entwickelt. 

Mit dem „Best of the Best“ ausgezeichnet wurde der cross-mediale Auftritt von „Corepel“, der aktuellen Produktinnovation im Holzfussbodensektor. „Corepel“ ermöglicht den Kunden erstmalig, sich nicht mehr zwischen einem wasserfesten oder einem robusten Fussboden entscheiden zu müssen. Es vereint beide Produktvorteile in einer anmutenden und hochwertigen Ästhetik. Das Konzept von Martin et Karczinski greift diese moderne, minimalistische Ästhetik auf und kombiniert sie mit einer kraftvollen, ungesehenen Bildwelt. Mutig bricht der Auftritt dabei mit allen bisherigen visuellen Industriecodes der Branche.

„Die ,Corepel‘-Marke schafft eine einzigartige Verbindung zwischen der kompromisslosen Funktionalität des Bodens und zeitgemäßem Brand Design. Ein absolutes Novum in unserer Industrie», erklärt Fabian Kölliker, Head of Marketing, Swiss Krono Group.

Der eingebettete Holzkern verleiht „Corepel“ aussergewöhnliche Produkteigenschaften: Der Boden ist ausgesprochen wasserfest und enorm widerstandsfähig. Was immer unser Leben mit sich bringt, dieser Boden hält es aus. Mit einem Holzanteil von über 50 Prozent enthält „Corepel“ den höchsten Anteil an erneuerbaren Rohstoffen unter den wasserbeständigen Designböden.

HDH

Geschäftsklima Holz – Lage etwas negativer, Erwartungen steigen gering

Die Geschäftslage der Unternehmen im Holzgewerbe fällt im Juli 2021 zum Vormonat etwas ab, der Wert fällt von +72 Punkte auf 68. Im Juli 2020 hatte dieser Wert bei +25 Punkten gelegen. Die Geschäftserwartungen steigen im Vergleich zum Vormonat leicht von +5 auf +8 Punkte. Im Juli 2020 hatte der Wert bei -5 Punkten gelegen.

Begrüßt Trevor Williams als neuen Vizepräsidenten

Seit Anfang August ist Trevor Williams bei Koch LP als neuer Vizepräsident tätig. Williams war über ein Jahr bei der Koch Gruppe in Deutschland tätig und hat die Zeit genutzt, um sich tiefer in das Portfolio von Koch und seinen Spezialmaschinen einzuarbeiten.

„Wir freuen uns, Trevor Williams in unserem Team begrüßen zu dürfen“, sagt Christian Koch. „Seine hohe vertriebliche und technische Kompetenz, sein Durchsetzungsvermögen sowie seine Teamfähigkeit sind optimale Eigenschaften für diese Aufgabe. Wir sind überzeugt, dass wir mit dem neuen Vice President sehr gut aufgestellt sind, um die zukünftige Entwicklung von Koch LP am Standort Smyrna, GA für den nordamerikanischen Markt zu unterstützen.“

Wir möchten Hans Meier unseren Dank und unsere Anerkennung aussprechen, der eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Koch auf dem US-Markt gespielt hat. Über 35 Jahre lang war er das Gesicht von Koch und hat das Wachstum und den Erfolg des Unternehmens vorangetrieben. Während er seine Rolle als VP aufgibt, freuen wir uns, dass Hans weiterhin Teil der Koch-Familie bleibt und das Team mit seiner Expertise als Senior Key Account Manager unterstützen wird.

Williams ist verheiratet, hat zwei Kinder und stammt ursprünglich aus Südafrika, wo er die letzten 29 Jahre in der Holzverarbeitungsbranche verbracht hat. Zuletzt war er beim größten südafrikanischen Anbieter von Holzbearbeitungsmaschinen tätig: Austro (PTY) LTD, der eine Reihe von italienischen, deutschen und österreichischen Marken vertritt. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Branche, sowohl im Vertrieb als auch in der Technik, da er vor seiner Tätigkeit bei Austro eine Reihe führender deutscher Marken, darunter Koch, auf dem südafrikanischen Markt vertreten hat.

HDH

Umsatz mit Kunststoff im In- und Ausland entwickelt sich positiv

Der Umsatz der Kunststoffindustrie ist im Mai 2021 gegenüber Mai 2020 um 28,5 Prozent gestiegen. Dabei verzeichnete der Inlandsumsatz ein Plus von 22,1 Prozent und der Auslandsumsatz stieg ebenfalls um 39,0 Prozent. Der Umsatz im Mai 2020 war im Vergleich zum Mai 2019 um insgesamt 23,7 Prozent gefallen. Dabei war der Umsatz im Auslandsgeschäft um 27,4 Prozent zurückgegangen, im Inland um 21,3 Prozent.

Schon zu 70 Prozent ausgebucht

Unter dem Motto „It`s „Time for Exchange“ geht die „IMM Cologne“ 2022 an den Start. „Und deshalb werden wir zusammen mit der Einrichtungsbranche unsere gemeinsame Business- und Lifestyelplattform wieder erlebbar machen und das ab jetzt 365 Tage im Jahr“, so Claire Steinbrück, Director der „Imm Cologne“. “Mit Blick auf den Januar freuen wir uns schon jetzt darauf, aufregende Innovationen vor Ort zu entdecken, Face-to-Face Business zu gestalten und endlich wieder Neues mit allen Sinnen zu erleben“ so Steinbrück weiter.

Der Wunsch nach einem internationalen Branchentreffpunkt spiegelt sich auch in den vorliegenden Registrierungen zur Messe wider. Mit einem Buchungsstand von rund 70 Prozent, haben bereits namhafte Marken und Hersteller ein klares Bekenntnis für den Re-Start der „Imm Cologne“ abgegeben. 32 Prozent davon haben sich schon aus Deutschland angemeldet, sagte Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement, gestern auf der VDM-Pressekonferenz. Auch der Verband der Deutschen Möbelindustrie macht sich stark für das Januar-Event.

Mit einem hohen Auslandsanteil bleibt die „Imm Cologne“ der Marktplatz für internationale Aussteller mit einer starken Beteiligung aus Europa. Aus Übersee jedoch bleibt sowohl eine Messeteilnahme als auch der Besuch sicherlich Pandiemie-bedingt  schwierig. „Der aktuelle Anmeldestand lässt mich optimistisch in die Zukunft blicken, ist aber noch kein Anlass zur Euphorie,“ so Pollmann. „Ich würde uns und der gesamten Branche wünschen, dass noch mehr Unternehmen mit ihrer Teilnahme ein klares Signal für eine starke Einrichtungsplattform im lukrativsten Markt Europas setzen. Die neuen Corona Bestimmungen und damit der Wegfall der Inzidenz als Gradmesser, die steigenden Impfquoten in Deutschland, Europa und der Welt, sowie ausgeklügelte Hygiene- und Sicherheitskonzepte machen Mut. Wir spüren einen starken Willen der Menschen nach physischen Treffen und Begegnungen. Dies ist unsere Motivation und gibt uns Rückenwind für die anstehenden Veranstaltungen“ so Pollmann weiter. Die Koelnmesse rechnet mit ca. 1.000 Ausstellern auf der „Imm Cologne“.

Mit der Teilnahme setzen folgende Unternehmen bereits ein klares Signal: COR, Schramm, Bielefelder Werkstätten, Kettnaker, Flexform, Minotti, Edra, Prostoria, Brühl, Leolux, Classicon, Lema, Girsberger, TEAM 7, Janua, FreiFrau, Papadatos, Artisan, Tribu, Thonet, Antonio Lupi, MDF, LaPalma, Schönbuch, Fermob, EMU, Jan Kath, Gloster, Eva Solo, Jab Anstoetz, Montis,  Zieta, Calligaris, Decker, Voglauer, Paidi, Schöner Wohnen, Kare Design, Rudolf & Sohn, Anrei, Polipol, Koinor, Ponsel, Hartmann, Hjort Knudsen, Ekornes/Stressless, Gwinner, Venjakob, Theca, Mobliberica, Aresenale, Albrecht Jung, Geberit, Hera, Project Floors, Dallmer, Biffar, Basalte, Kesseböhmer, Auping, Dormiente, Emma, Metzeler Schaum, Schlaraffia, Actona, Gautier, Hasena, Maja Werke, Wiemann Möbel, Aquinos, Furninova, uvm. (Auszug aus der Ausstellerliste, exemplarisch für Hallen oder Themenwelten, Stand 23. August 2021)

In Zeiten des Umbruchs verspüren Messen beides zugleich: die Sehnsucht nach Bewährtem und den Drang nach Veränderung und Verbesserung, heißt es aus Köln. Für die „Imm Cologne“  sei dieses Spannungsfeld eine große Chance. Die Chance, klassische Gestaltung einer Messe mit visionären Ideen zu verbinden, das Beste aus beiden Welten innovativ zu verschmelzen und so etwas noch nie Dagewesenes entstehen zu lassen, das sich trotzdem vertraut anfühlt. „Eine Messe muss sich mit dem Markt weiterentwickeln. Mit der ,IMM Cologne 365′ haben wir ein Konzept entwickelt, das die internationale Leitmesse auf ein neues Level hebt und der Industrie die beste Plattform für Business, Netzwerken und Inspiration bietet. Die Marke ,Imm Cologne‘ entfacht so ihre volle Kraft – und das 365 Tage im Jahr,“ so Matthias Pollmann. Die „Imm Cologne 365“ besteht aus drei Bausteinen: Die Live-Messe als der internationale Branchentreffpunkt zum Jahresauftakt, das neue Online-Magazin „the magazine by Imm Cologne“ sowie die digitale Branchenplattform „Ambista“.

gfu Consumer & Home Electronics

Alle Segmente im ersten Halbjahr mit Zuwächsen

Mit einem Plus von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte der Markt für Home Electronics-Produkte (HE), dargestellt im HEMIX, Home Electronics Market Index, die ersten sechs Monate dieses Jahres abschließen. Wie die GFU mitteilte, wurde in dem Zeitraum ein Gesamt-Umsatzvolumen von knapp 22 Mrd. Euro erzielt. Dabei zeigten alle Segmente des HEMIX – von Unterhaltungselektronik über Telekommunikation und IT-Produkte, bis hin zu Elektrohausgeräten – eine positive Entwicklung.

So konnten die Elektro-Großgeräte – nach einem Minus im ersten Quartal – wieder ein Umsatzplus von 8,5 Prozent auf über 4,8 Mrd. Euro aufweisen. Die Elektro-Kleingeräte kamen auf knapp 3,3 Mrd. Euro und verzeichneten damit ein Plus von 13,5 Prozent.

Im Bereich Consumer Electronics wurden knapp 13,9 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Plus von 5,7 Prozent. Dabei entwickelte sich erneut das Segment der privat genutzten IT-Produkte mit einem Umsatzzuwachs von 9,1 Prozent auf rund 4,1 Mrd. Euro am besten. Die privat genutzte Telekommunikation kam auf eine Steigerung von 6,6 Prozent und so auf rund 5,9 Mrd. Euro, während die Unterhaltungselektronik um 0,9 Prozent auf 3,8 Mrd. Euro wuchs.

Die Marktzahlen der HE-Branche werden von der GFU Consumer & Home Electronics GmbH sowie der GfK Retail and Technology GmbH gemeinsam einheitlich für alle Marktteilnehmer in Form des offiziellen Home Electronics Market Index HEMIX erhoben und für jedes Quartal veröffentlicht. Der HEMIX enthält aktuelle Marktinformationen aus den Quellen der beteiligten, kompetenten Partner.

Dirk Lange wird der neue Geschäftsführer

Seit 1. September 2020 ist Poggenpohl Teil der chinesischen Jomoo Group. Die Geschäftsführung hatte bislang interimsweise Ralf Marohn inne, parallel zum Unternehmen RWK Kuhlmann. Mit Wirkung zum 1. September soll sich dies ändern und wird Dirk Lange die Regie übernehmen. Der 56-Jährige ist in Deutschland geboren, in Asien aufgewachsen und hat in den USA studiert, verfügt außerdem über langjährige Führungserfahrung bei deutschen und amerikanischen Premium- bzw. Luxusherstellern der Sanitär- und Innenausstattungsbranche. Davor leitete er sieben Jahre lang die Geschäfte des Bauunternehmens Züblin in China. Zuletzt war Lange als selbstständiger Führungs- und Strategieberater mit Büros in Shanghai und Stuttgart tätig. Zu seinen Kunden zählten börsennotierte und mittelständische Firmen aus der DACH-Region, die er bei ihrer Expansion in Asien begleitete.

 „Wir sind sehr zufrieden, Dirk Lange für die Position des Geschäftsführers gewonnen zu haben“, betont Xiaowei Lin, Aufsichtsratsvorsitzender von Poggenpohl. „Sein Wissen um die internationale Käuferstruktur im gehobenen Interior-Segment sowie die Marktmechanismen werden uns im Erneuerungsprozess nachhaltig vorantreiben und das Wachstum von Poggenpohl gewinnbringend beschleunigen. Zugleich danke ich Ralf Marohn für den Aufbau der Organisationsstruktur, die er für Poggenpohl etablieren konnte.“

„Poggenppohl hat mit seiner handwerklichen Expertise und einem kontinuierlich fortentwickelten Innovationsansatz seit seiner Gründung im Jahr 1892 Küchengeschichte geschrieben“, betont Lange. „Ich freue mich über das Vertrauen, dieses wegweisende Unternehmen weiterführen zu können.“

VDM

Möbelexporte steigen um 22,6 Prozent – fast jedes dritte importierte Möbel stammt aus China

Mit einem Anstieg des Umsatzes von 4,3 Prozent auf 8,4 Mrd. Euro (Onlinenews von heute Mittag) konnte sich die deutsche Möbelindustrie im zweiten Pandemiejahr gut behaupten. Der Onlineanteil habe durch die Corona-Krise einen Schub bekommen und wird vom VDM inzwischen mit 20 Prozent beziffert.

Doch nicht alle Segmente entwickelten sich gleichermaßen positiv. Im Gegenteil: Nach Angaben der amtlichen Statistik verzeichneten die Küchenmöbelhersteller einen kräftigen Umsatzanstieg um 16,3 Prozent auf rund 2,8 Mrd. Euro und wiesen damit eine wesentlich bessere Performance als andere Segmente auf. Einen überdurchschnittlichen Anstieg registrierten auch die Hersteller von Polstermöbeln, deren Umsätze von Januar bis Juni 2021 um 17,5 Prozent auf rund 500 Mio. Euro zulegen konnten. Auch das kleinste Segment der Branche – die Matratzenindustrie – wies ein Umsatzplus in Höhe von 3,5 Prozent auf rund 363 Mio. Euro aus. Die Umsatzentwicklung beim größten Segment der Möbelindustrie – den sonstigen Möbeln (darunter Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel) sowie Möbelteilen – fiel mit minus 5,8 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro dagegen negativer aus als im Branchendurchschnitt. Wie bereits im Vorjahr weisen die konsumgüternahen Segmente der Möbelindustrie einen deutlich besseren Konjunkturverlauf auf als die Investitionsgütersegmente. Die Büromöbelindustrie registrierte mit einem Umsatz von rund 960 Mio. Euro erneut einen Rückgang um 0,3 Prozent. Die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln lagen um 4,4 Prozent über dem Vorjahreswert und erzielten einen Umsatz von rund 867 Mio. Euro.

Bei der aktuellen Auftragslage liegen ebenso Licht und Schatten dicht beieinander. Nach internen Erhebungen der Fachverbände stieg zwar der Auftragseingang in der deutschen Küchenmöbelindustrie in den ersten sechs Monaten um 13,3 Prozent. In der Polstermöbelindustrie wurde jedoch ein Rückgang um 6,6 Prozent und in der Wohnmöbelindustrie sogar ein deutlicher Rückgang um 9 Prozent registriert. Die im Vergleich zur amtlichen Statistik deutlich negativeren Ergebnisse sind vor allem auf das zeitliche Auseinanderfallen zwischen Auftragseingang und Umsatz und den guten Auftragsbestand zum Ende des Jahres 2020 zurückzuführen. Ein weiterer Grund ist die Einbeziehung der ausländischen Produktionsstätten deutscher Hersteller sowie der deutschen Vertriebsgesellschaften ausländischer Hersteller, die von der amtlichen Statistik nicht erfasst werden.

Treiber des Wachstums im ersten Halbjahr waren vor allem die Auslandsmärkte. Die deutschen Möbelexporte stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,6 Prozent auf 4,17 Mrd. Euro. In den meisten europäischen Ländern legte der Export vor dem Hintergrund der Überwindung der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise deutlich zu. Besonders erfreulich ist die Steigerung der Ausfuhren nach Frankreich als mittlerweile wichtigsten Exportmarkt der deutschen Möbelindustrie mit einem kräftigen Plus von 46 Prozent. Die Schweiz als erste Zielregion für deutsche Möbel im vergangenen Jahr belegt aktuell Platz zwei im Ranking der wichtigsten Exportmärkte mit einem signifikanten Plus von knapp 16 Prozent, gefolgt von Österreich mit plus 25,5 Prozent und den Niederlanden mit plus 15,6 Prozent.

Der britische Markt erlebte nach der Unterzeichnung des Handelsabkommens mit der EU im ersten Halbjahr 2021 ein Comeback mit einem beachtlichen Plus von 25 Prozent. In fast allen anderen europäischen Exportmärkten wie Belgien, Italien, Spanien, Polen, Schweden und Dänemark wurden ebenfalls deutliche Anstiege verzeichnet. Auch wenn zu berücksichtigen ist, dass die Vorjahreswerte mit einem Minus des gesamten Exports von knapp 12 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 deutlich negativ ausgefallen waren, liegt das aktuelle Außenhandelsniveau zur Jahresmitte 2021 immerhin um rund 10 Prozent über 2019.  

Auch die außereuropäischen Exportmärkte entwickelten sich im bisherigen Jahresverlauf positiv. Besonders erfreulich war aus Branchensicht, dass der weltweit größte chinesische Möbelmarkt nach der Überwindung der Folgen der Corona-Krise wieder die Rolle des Konjunkturmotors in Asien übernahm – die deutschen Möbelexporte nach China kletterten im ersten Halbjahr 2021 um 13 Prozent. Während das Wachstum in Russland mit plus 7 Prozent ebenfalls ordentlich ausfiel, wurden die Exporte in die USA angesichts der für Europäer nach wie vor geschlossenen Grenzen etwas stärker in Mitleidenschaft gezogen. Die deutschen Möbelexporte über den Atlantik gingen um 0,1 Prozent zurück. Saudi-Arabien entwickelte sich vor dem Hintergrund der Pandemie zwar ausgesprochen positiv (+38,7%), allerdings bewegten sich die Ausfuhren in dieses aufstrebende Land noch auf einem relativ niedrigen Niveau. Die Industrieexportquote – dies ist der Anteil der von den heimischen Möbelherstellern direkt ins Ausland gelieferten Ware am Gesamtumsatz der Branche – lag im ersten Halbjahr 2021 infolge des überdurchschnittlichen Anstiegs der Exporte bei 33 Prozent und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Angesichts der schnellen Erholung der Möbelnachfrage in den wichtigsten Exportmärkten geht der VDM davon aus, dass die Exportquote im Gesamtjahr 2021 einen neuen Rekordwert erreichen dürfte.

Aber auch auf der Importseite hat sich im ersten Halbjahr 2021 einiges getan, jedoch mit unterschiedlichen Ausschlägen. Nachdem die deutschen Möbelimporte im Gesamtjahr 2020 nur leicht gestiegen waren, legten sie von Januar bis Juni kräftig um 23 Prozent auf 4,9 Mrd. Euro zu. Mit einem außerordentlich hohen Zuwachs von 45 Prozent auf knapp 1,5 Mrd. Euro stiegen die Einfuhren aus China überdurchschnittlich stark. Damit löste das Reich der Mitte Polen (+9%) als das bisher wichtigste Möbelherkunftsland ab. Fast jedes dritte nach Deutschland importierte Möbel (knapp 30%) stammt inzwischen aus China. Der Anteil Polens an den Gesamtimporten ging dagegen auf rund 27 Prozent zurück. Die Importe aus dem drittplatzierten Italien legten um 13 Prozent zu. Auch die Einfuhren aus Vietnam (+25%), Rumänien (+16%), der Türkei (+36%) und Frankreich (+28%) stiegen deutlich, während die Einfuhren aus Österreich (-3,3%) und Großbritannien (-3,0%) zurückgingen. Trotz der aktuellen Verschiebungen in Richtung China weist die Struktur der deutschen Möbelimporte weiterhin eine hohe Konzentration auf: Allein auf die beiden wichtigsten Lieferländer China und Polen entfallen aktuell rund 57 Prozent der gesamten deutschen Möbelimporte.

VDM

Möbelindustrie mit 4,3 Prozent Plus im ersten Halbjahr 2021

Die deutsche Möbelindustrie zeigt sich auch im zweiten Pandemiejahr robust: Von Januar bis Juni betrugen die Umsätze der Hersteller rund 8,4 Mrd. Euro – ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Inlandsumsatz entwickelte sich vor dem Hintergrund der langen Phase der Handelsschließungen mit plus 1,5 Prozent nur leicht positiv. Dagegen konnte der Auslandsumsatz im ersten Halbjahr 2021 kräftig um 10,6 Prozent zulegen. Das Exportgeschäft profitierte vom rückläufigen Infektionsgeschehen in wichtigen europäischen Exportmärkten, der im Vergleich zu Deutschland früheren Aufhebung der Lockdown-Maßnahmen, der schrittweisen Rückführung der internationalen Reiseeinschränkungen und dem Handelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Bei der Bewertung dieser Ergebnisse muss allerdings auf die äußerst schwachen Vorjahreswerte verwiesen werden – aufgrund der ersten Pandemiewelle brachen die Umsätze der deutschen Möbelhersteller im ersten Halbjahr 2020 um 10,2 Prozent (Inlandsumsatz -8,6 %, Auslandsumsatz -13,4 %) ein. Um einen Vergleich zum Vor-Krisenjahr 2019 zu ziehen: Die Branche liegt im ersten Halbjahr 2021 immer noch um 6,3 Prozent unter dem Umsatzniveau des ersten Halbjahrs 2019.

„Schon im zweiten Jahr in Folge erlebt die deutsche Möbelindustrie coronabedingt einen äußerst volatilen Geschäftsverlauf. Der zweite, mehrmonatige Lockdown seit Mitte Dezember 2020 führte bei unseren Herstellern zu einer massiven Verschlechterung der Auftragslage. Mit der Schließung der Möbelhäuser brach ihnen über Monate hinweg in der ansonsten umsatzstärksten Zeit des Jahres der Hauptabsatzkanal weg“, fasst VDM-Geschäftsführer Jan Kurth die Lage zusammen. „Viele Unternehmen mussten Kurzarbeit anmelden. Erste positive Impulse gab es dann im Frühjahr mit Lockerungen auf wichtigen Auslandsmärkten wie Österreich. Eine weitere Belebung brachten die Öffnungsschritte im hiesigen Möbelhandel im Mai. Der Nachholbedarf in Sachen Wohnen und Einrichten war spürbar, wenn auch nicht so hoch wie nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr.“

Die wieder anziehende Nachfrage stellte die Möbelbranche gleichzeitig vor große Herausforderungen, denn bei vielen wichtigen Vormaterialien bestehen weiterhin erhebliche Engpässe. Neben Holzwerkstoffen seien unter anderem Metallkomponenten, Beschläge, elektronische Bauteile, Polsterschäume, Bezugsstoffe und Verpackungsmaterialien knapp. „In unserer jüngsten Verbandsumfrage gaben 42 Prozent der befragten Möbelhersteller an, dass sich die Materialversorgung im Juli 2021 gegenüber dem Vormonat weiter verschärft hat und es wegen der Engpässe zu Einschränkungen und Verzögerungen in der Produktion kommt. Die Planung von Kapazitäten wird erheblich erschwert, die Kalkulationsbasis verändert sich massiv infolge der Verteuerung der Vorprodukte. Es ist davon auszugehen, dass die höheren Produktionskosten in der Wertschöpfungskette weitergegeben werden müssen. Zwar setzt unsere Branche alles daran, ihre Lieferfähigkeit sicherzustellen. Dennoch kommt es derzeit aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen in einigen Bereichen zu Verlängerungen bei den Lieferzeiten.“

Für das Gesamtjahr geht Jan Kurth von einem Umsatz auf Vorjahresniveau von ca. 17,23 Milliarden Euro aus. Im Vergleich zum Umsatzniveau des Jahres 2019 würde dies einem Rückgang von rund 4 Prozent entsprechen. Für eine positive Entwicklung sprechen eine hohe Sparquote und der Anstieg der Baugenehmigungen. Doch bei allen positiven Signalen gibt es in unserer Branche auch Sorgenfalten, die vor allem von der schwierigen Beschaffung herrühren.

Positive Signale erwartet der VDM von der „imm cologne 2022“, an der der Verband intensiv zusammen mit der Koelnmesse arbeitet. Im Ausland plant der VDM im Jahr 2022 Gemeinschaftsbeteiligungen an insgesamt acht Auslandsmessen in den USA, China, Russland, Vereinigten Arabischen Emiraten und Schweden. Diese Länder stehen seit Jahren im Fokus der Exportaktivitäten des VDM-Arbeitskreises Export und werden dies vor dem Hintergrund der Marktgröße und der starken Nachfrage nach hochwertigen Möbeln auch in den kommenden Jahren bleiben.