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Autor: Möbelfertigung

Ist wieder auf Erfolgskurs

Die Hilti Gruppe hat per Ende August 2021 den Umsatz um 13 Prozent auf 3.601 Millionen Euro. gesteigert. Das Betriebsergebnis und der Reingewinn lagen mit 570 Millionen Euro (+38%) und 433 Millionen Euro (+48%) ebenfalls deutlich über dem Vorjahreszeitraum.

„Im Zuge der weltweit positiven Baukonjunktur konnten wir unsere Erholung vom Einbruch im letzten Jahr fortsetzen. Damit erzielen wir auch gegenüber dem Vorkrisenniveau von 2019 ein Wachstum von rund 5 Prozent in Lokalwährungen“, erklärt CEO Christoph Loos zum Zwischenergebnis.

Erholungstendenzen zeigten sich in allen Geschäftsregionen, obwohl die COVID-19-beding-ten Einschränkungen teilweise wieder verstärkt spürbar sind. Europa konnte ein starkes Wachstum von 15,9 Prozent in Lokalwährungen verzeichnen, insbesondere angetrieben von den Mittelmeerstaaten. Auch Amerika (+10,6%) und Asien/Pazifik (+11,3%) erzielten eine zweistellige Zunahme. Ebenso die Region Osteuropa/Mittlerer Osten/Afrika (+10,7%), wo allerdings die anhaltenden Herausforderungen in der Golfregion das Wachstum bremsen.

Trotz gestiegener Rohstoffpreise und Transportkosten erwirtschaftete die Hilti Gruppe ein Betriebsergebnis, das mit 570 Millionen Euro um 37,7 Prozent über der Vergleichsperiode des Vorjahres lag. Der Reingewinn stieg um 48,2 Prozent auf 433 Millionen Euro.

Für die kommenden Monate ist die Hilti Gruppe zuversichtlich und geht auch unter Berücksichtigung verbleibender Unsicherheiten infolge der COVID-19-Pandemie von einer anhaltenden Erholung aus. Für das Gesamtjahr 2021 wird nach wie vor ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im hohen einstelligen Bereich erwartet.

Ada

Drei Neuzugänge im Management

Das oststeirische Familienunternehmen ADA mit ca. 2.500 Mitarbeitern konzernweit steht für Polstermöbel in Premium-Qualität und begeistert schon seit über 60 Jahren mit Komfort, Funktionalität und Langlebigkeit. Jetzt darf es neue, hochqualifizierte Leader in den eigenen Reihen begrüßen, die den Konzern nach außen vertreten. Gleich drei neue Gesichter sichern kompetente Verstärkung für das Management-Team bestehend aus den drei Vorständen Gerhard Vorraber, Michael Wibmer und Robert Fizimayer sowie dem nun mehrköpfigen C-Levels und vier Stabstellen, das gemeinsam für die Führung aller Werke zuständig ist.

Seit Juni ist Margot Wisiak als Chief Marketing Officer für ADA tätig. In den letzten Jahren war sie international vor allem in Russland, Deutschland und Norwegen als globale Produkt- und Marketingmanagerin tätig. Sie hat für Marken wie Stokke (Premium-Hersteller für Kindermöbel) und pewag (Marktführer im Bereich Industrie- und Schneeketten) sowie für Organisationen wie die Österreich Werbung gearbeitet. Markenbildung und Markenstärkung wie auch die Digitalisierung im Marketing- und Produktmanagementbereich gehören zu ihren Hauptschwerpunkten.

Sven Dokter ist seit August der neue Chief Sales Officer bei ADA. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Leitung und Beaufsichtigung sowie die Entwicklung von Strategie- und Planungskonzepten, für die er auf seine langjährige Erfahrung im Bereich Sales Management zurückgreifen kann. In der Vergangenheit hat er für bekannte Marken wie Geox S.p.A und Wolford gearbeitet. Nach außen bleibt weiterhin Prokurist und Head of Sales Frank Janaschek das Gesicht des Unternehmens.

Als neuer Chief Development Officer verfügt auch Andreas Undesser über einen reichen Erfahrungsschatz in der Branche. Beinahe 30 Jahren ist er in der Möbelwirtschaft tätig und arbeitete zuletzt als Chief Consulting Officer bei einem weltweit agierenden Marktführer im Software/Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen. Zu seinen Schwerpunkten gehören unter anderem Innovations- und Fördermanagement, Prozess- und Qualitätsmanagement, Produkt-, Produktions- und Projektmanagement sowie Digitalisierung und Managementberatung. Seit diesem Herbst setzt er seine Kompetenzen zielorientiert für ADA ein. 

Das Leadership-Team setzt auf eine starke Zusammenarbeit und neue Wege, um ADA weiterhin erfolgreich voranzubringen.

Neubau eines Lager- und Logistikkomplexes

In den kommenden Monaten entsteht bei Layer-Grosshandel in Tettnang-Bürgermoos ein neuer Logistikkomplex. Das Platzangebot im dortigen Stammhaus und Zentrallager ist über die Jahre an seine Grenzen gekommen, denn das gesunde Wachstum des Fachhändlers für Handwerk, Industrie und Landwirtschaft macht sich vor allem in einem gestiegenen Bedarf nach Lagerfläche bemerkbar.

Die neuen Räumlichkeiten entstehen auf dem ehemaligen Mitarbeiterparkplatz und dem früheren Standort von Eisenlager und Werkstatt. Der Lager- und Logistikkomplex mit 65 Metern Länge, 49 Metern Breite und 12 Metern Höhe wird hauptsächlich Regalfachanlagen und Palettenregale beherbergen.

Zudem werden dort die Bereiche Kommissionierung, Tourenversand, Paketdienst- und Speditionsversand sowie das Eisenlager angesiedelt. Damit schafft Layer ausreichend Lagerkapazitäten für die Herausforderungen der kommenden Jahre. Laut Bauzeitenplan soll die Außenhülle bereits zum Jahresende fertiggestellt werden, sodass Anfang 2022 der Innenausbau beginnen kann.

Testet Pop-up-Stores in Wolfsburg und Ravensburg

Mit Ikea Pop-ups in Wolfsburg und Ravensburg wird Ikea in diesem Winter ein neuartiges Ladenkonzept testen. Neben den neuen Planungsstudios in Berlin entwickelt Ikea weltweit weitere innerstädtische Konzepte, um noch erreichbarer zu werden. „Mit unseren Ikea Pop-ups evaluieren wir ein neues Format, das auf kleiner Fläche schnelle Vor-Ort-Hilfe und individuelle Beratung ermöglicht“, erklärt Nele Bzdega, Expansion Managerin für Ikea Deutschland.

Ikea wird das neue Ladenkonzept in gut besuchten Einkaufscentern in Wolfsburg und Ravensburg testen. Am 1. November 2021 öffnet der erste Ikea Pop-up in der City-Galerie Wolfsburg (Porschestraße 45) seine Türen für Kund:innen. Anfang 2022 startet ein zweiter Ikea Pop-up im Gänsbühl Center Ravensburg (Gänsbühl 2). Beide Shoppingcenter zeichnen sich durch ihre zentrale Innenstadtlage und gute Erreichbarkeit aus. „In direkter Nachbarschaft zu lokalen Einzelhändlern und Gastronomen haben wir zwei Standorte gewählt, an denen sich viele Menschen gerne aufhalten und ihren Tag verbringen“, so Nele Bzdega. Das neue Format ist als Pop-up auf maximal 18 Monaten zeitlich begrenzt. „In dieser Zeit werden wir bewerten, wie unsere Kund:innen das neue Angebot annehmen und entscheiden, wie wir mit dem Format weitermachen“, erläutert Bzdega.

Getreu dem Motto „Lass uns dein Zuhause gemeinsam planen“ bietet der Ikea Pop-up Unterstützung bei der Suche, Planung und Bestellung von Ikea Einrichtungslösungen. Das neue Format ergänzt das Ikea Online-Angebot und den Beratungsservice der umliegenden Einrichtungshäuser. Auf einer Fläche von circa 75 Quadratmetern helfen kompetente Ikea Mitarbeiter:innen bei Fragen zum gesamten Sortiment und der Planung von komplexen Einrichtungslösungen, wie beispielsweise Küchen und Kleiderschränken. Eine kompakte Präsentation ausgewählter Produkte und digitale Lösungen unterstützen die Ideenfindung. Der Bestell- und Planungsservice wird mit Terminvergaben arbeiten, aber auch für spontane Besuche stehen Plätze zur Verfügung.

Kund:innen können sich ihre Wunschprodukte bequem per Lieferung nach Hause bestellen oder in einem der umliegenden Einrichtungshäuser in Braunschweig bzw. Ulm abholen. Der Verkauf von Mitnahmeartikeln und die Rückgabe von Produkten ist im Ikea Pop-up nicht vorgesehen.

Während Wolfsburg ein komplett neuer Standort für Ikea ist, ist das schwedische Einrichtungsunternehmen in Ravensburg bereits seit 2016 mit der Ikea Bestell- und Abholstation vertreten. Nach sorgfältiger Prüfung hat Ikea Deutschland sich dafür entschieden, mit dem Ikea Pop-up ein neues Planungs- und Bestellangebot in zentraler Innenstadtlage zu schaffen und daher die Bestell- und Abholstation in Ravensburg, Eywiesenstraße 5, bis zum Ende des Jahres 2021 zu schließen.

Neben den klassischen Einrichtungshäusern glaubt Ikea fest an das Potential von kleineren Formaten in zentralen Lagen. Im Berliner Markt hat Ikea zuletzt das dritte Ikea Planungsstudio auf kleinerer Fläche eröffnet, das individuelle Beratung bei komplexen Planungen bietet. „Wir sind der Überzeugung, dass wir die Kundenbedürfnisse bestmöglich mit einem Mix an innovativen Ikea Formaten in verschiedenen Lagen bedienen können. Durch eine gesteigerte Präsenz in Innenstädten und die Vielfalt an digitalen und physischen Formaten schaffen wir ein nahtloses Einkaufserlebnis über alle Kanäle“, so Nele Bzdega.

Die Holzbearbeitungsbranche feilt an „Izy“

Eins bringt die zunehmende Automatisierung in Produktionen mit sich: Die Komplexität, Maschinen untereinander oder aber mit übergeordneten Softwarelösungen wie ERP-Systemen oder Fertigungsmanagementsystemen zu verbinden, nimmt exponentiell zu. Für den Anwender wird das Ganze zunehmend zu einer unlösbaren Aufgabe – beziehungsweise zu einer, zu der viel Geld in die Hand genommen werden muss. Bei neuen Projekten sitzen Anwender, Maschinen- und Softwareproduzent oftmals Wochen im Voraus zusammen, um eine funktionale Lösung zu entwickeln.

Im Jahr 2018 gab es einen ersten Vorstoß im Bereich der Holzbearbeitung, um hier Abhilfe zu schaffen: Es wurde das Projekt OPC UA initiiert. Dabei geht es darum, dass herstellerübergreifend einheitliche Schnittstellen definiert werden. Um am Ende Maschinen verschiedener Produzenten „plug and play“-mäßig in einen Maschinenpark integrieren zu können und trotzdem alle digitalen Möglichkeiten der neuen Technologien direkt zu nutzen. Dieses Projekt hat schnell weite Kreise gezogen und wurde letztlich zu einem europäischen, indem sich auch große italienische Hersteller und die Dachverbände Acimall und Eumabois engagiert haben.

Jetzt ist die Branche noch einen Schritt weiter. Denn es wird mit OPC UA nicht nur an einer europäischen Norm gefeilt, sondern auch an einer speziellen Woodworking Companion Specification. Hierfür haben sich die Maschinenbauer Biesse, Bürkle, Homag, Ima Schelling, SCM, Weber und Weinig zusammengetan. Vereinfacht ausgedrückt: OPC UA beschreibt die Grammatik, die Woodworking Companion Specification ist dann die Sprache, mit der Maschinen der Holzbranche miteinander kommunizieren. Für diese „Sprache“ wurden von den Projektpartnern insgesamt 11 Anforderungen bestimmt, die nun entsprechend vereinheitlicht werden. Um möglichst schnell vorwärts zu kommen, wurde mit den ersten vier Anforderungen (Identifikation von Maschinen verschiedener Hersteller, Überblick über den Maschinenzustand, Überblick über die Meldungen der Maschine sowie Bereitstellung von Informationen für KPI-Berechnungen) begonnen und bereits umgesetzt. Das Ganze nennt sich „Izy“ und selbst der Name transportiert bereits den Anspruch, Dinge zu vereinfachen.

Im Rahmen des „Ligna.Innovation Network“ Ende September wurde von den Projektpartnern erstmalig umfassend über „Izy“ informiert. Die erste Version, also „Izy 1.0“, eine offene Software, ist mittlerweile über die OPC UA Foundation oder auch den VDMA erhältlich. Die Arbeit des europäischen Arbeitskreises geht natürlich weiter, immerhin gilt es, auch noch die sieben weiteren definierten Anforderungen umzusetzen. Zudem gibt es inzwischen auch eine Zusammenarbeit mit Umati, einer Community des Maschinen- und Anlagenbaus und seinen Kunden zur Verbreitung und Nutzung offener Schnittstellenstandards auf Basis von OPC UA. Umati war bisher vor allem in der Metallbearbeitung aktiv – und freut sich über den Zusammenschluss mit der Holzbearbeitungsbranche. Denn am Ende zählt nur eins: Dass Kunden es bei der Neuinstallation von Maschinen möglichst einfach haben. Und je mehr Industrien auf einer Basis arbeiten, umso eher gelingt es, in Produktionen Holzbearbeitungsmaschinen genauso schnell am Laufen und digital angeschlossen zu haben, wie beispielsweise Roboter oder Werkzeugmaschinen.

„German Innovation Award“

Spannende Produkte und Prozesse gesucht

Ab sofort können sich Unternehmen zum „German Innovation Award“ 2022 anmelden. Der Award des Rates für Formgebung zeichnet international und branchenübergreifend innovative Produkte, Detaillösungen und Prozessabläufe aus und macht großartige Leistungen einem breiten Publikum sichtbar. Dadurch sorgt er für eine gewinnbringende Vernetzung von Expertise und eine erfolgreiche Positionierung am Markt.

Unternehmen aus allen Bereichen der Wirtschaft sowie nichtkommerzielle und staatliche Organisationen können sich für die Teilnahme bis zum 28. Januar 2022 anmelden. Der „German Innovation Award“ 2022 wird in zwei Wettbewerbsklassen vergeben: „Excellence in Business to Consumer“ und „Excellence in Business to Business“. Zusätzlich werden in der übergeordneten Kategorie „Design Thinking“ Projekte ausgezeichnet, die sich auf ihrem Weg zur Innovation agiler Innovationsmethoden wie Design Thinking, Scrum, Lean Startup oder Sprint bedient haben.

Nähere Infos zum Award, zu den Auszeichnungen und Kategorien finden Sie hier:

Die Preisverleihung zur Ehrung der Gewinnerinnen und Gewinner findet am 24. Mai 2022 im Futurium in Berlin statt.

Die wichtigsten Informationen im Überblick:

  • Anmeldeschluss Frühbucher: 19. November 2021
  • Anmeldeschluss: 28. Januar 2022
  • Jurysitzung: 16. Februar 2022
  • Preisverleihung: 24. Mai 2022, Futurium Berlin

Auch 2020 neue Erfolge bei der Dekarbonisierung erzielt

Das Jahr 2020 überraschte die ganze Welt mit nie gekannten Herausforderungen. Interface hat sich davon auf seiner Nachhaltigkeitsreise nicht ausbremsen lassen. Seit 1996 bemisst das Bodenbelagsunternehmen seine Nachhaltigkeitserfolge anhand der „EcoMetrics“ Kennzahlen. Die Ergebnisse des Jahres 2020, die Interface mit seiner sich beständig weiterentwickelnden Nachhaltigkeitsstrategie erzielen konnte, stellt das Unternehmen jetzt der Öffentlichkeit vor.

Mit seiner aktuellen Mission „Climate Take Back“ will Interface aktiv zur Umkehr des Klimawandels beitragen. Das bedeutet, nicht nur die vom Menschen verursachten Schäden zu begrenzen, sondern den Planeten in seinen alten Zustand zurückzuversetzen und einen positiven Einfluss zu hinterlassen. Um dies zu erreichen, setzt Interface auf Dekarbonisierung. Auch deshalb hat sich der Hersteller zum Ziel gesetzt, bis 2040 als Unternehmen CO2-negativ zu werden. Seine Fortschritte auf diesem Weg misst Interface nicht nur anhand des CO2-Fußabdrucks seiner Produkte, sondern des gesamten Unternehmens. Darin sind alle CO2-Emissionen eingerechnet, die es im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit in die Atmosphäre ausstößt.

Die Auswirkungen werden anhand von drei Scopes nach dem Treibhausgasprotokoll (GHG Protocol) definiert. Diese teilen sich auf in direkte Emissionen wie die Nutzung von Erdgas in Werken und Bürogebäuden oder Kraftstoffen für Fahrzeuge (Scope 1), indirekte Emissionen aus Strom, der an anderer Stelle erzeugt, aber in den Produktionsstätten verbraucht wird (Scope2) und indirekte Emissionen hinsichtlich der Lieferkette sowie Geschäftsreisen. Die eingekauften Rohstoffe machen 48 Prozent der gesamten CO2-Belastung des Unternehmens aus. Darum arbeitet Interface hier eng mit den Lieferanten zusammen, um die Umweltauswirkungen der Arbeitsabläufe und Materialien konsequent weiter zu reduzieren. Unter anderem unterstützt Interface seine Lieferanten mit seinem Suppliers to Zero Programm und seiner Partnerschaft mit Manufacture 2030. Die Plattform hilft dabei, Projekte zu identifizieren, welche die Auswirkungen auf die Umwelt reduzieren.

Seit dem vergangenen Jahr bezieht Interface in die Ergebnisse seiner Nachhaltigkeitsbemühungen erstmals auch die konsolidierten Zahlen von Teppichfliesen, LVT und nora® Kautschukböden mit ein. Bisher wurden diese ausschließlich im Zusammenhang mit der Produktion von Teppichfliesen ermittelt. Insgesamt konnte Interface sich weiter verbessern und für 2020 folgende Kennzahlen vorlegen:

–       Der durchschnittliche CO2-Fußabdruck der Teppichfliesen beträgt 4,8 kg CO2e/m2 und hat sich damit seit 1996 um 76 Prozent reduziert.

–       75 Prozent der genutzten Energie in den eigenen Fertigungsstätten von Interface und nora stammen aus erneuerbaren Quellen, einschließlich 100 Prozent erneuerbarer Elektrizität. In den globalen Fertigungsstätten für Teppichfliesen kommen bereits 90 Prozent aus erneuerbaren Quellen.

–       48 Prozent der Materialien in den von Interface und nora verkauften Bodenbelägen stammen aus biobasierten oder recycelten Quellen. Für Teppichfliesen liegt der Anteil recycelter oder biobasierter Materialien bei 62 Prozent.

–       Seit 1996 wurden die Treibhausgasemissionen in den Produktionsstätten für Teppichfliesen um 96 Prozent reduziert.

–       Der Wasserverbrauch in den globalen Teppichfertigungsstätten konnte seit 1996 um 88 Prozent verringert werden.

–       Die an Deponien gesendete Abfallmenge aus den globalen Fertigungsstätten für Teppichfliesen konnte Interface um 86 Prozent reduzieren.

 

„Wir haben uns große Ziele gesetzt, um unsere Treibhausgasemissionen zu reduzieren“, sagt Nils Rödenbeck, Vice President und General Manager D/A/CH bei Interface. „Dabei gehen wir strategisch und wissenschaftlich fundiert vor. Wir sehen CO2 nicht nur als schädliches Treibhausgas, sondern verwenden den darin enthaltenen Kohlenstoff als Ressource und Baustein für unsere Produkte. Auf diese Weise wollen wir einen wirksamen Wandel hinsichtlich der Erderwärmung mitgestalten und andere Unternehmen der Branche mit unseren Erkenntnissen inspirieren. Im September 2021 wurden unsere Treibhausgasreduktionsziele durch die Science Based Targets Initiative (SBTi) offiziell bestätigt.“

Weiterhin klimaneutraler Möbelhersteller

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) hat das Unternehmen Alfons Venjakob als „Klimaneutraler Möbelhersteller“ rezertifiziert. Der Hersteller von Ess- und Wohnzimmermöbeln aus Gütersloh hat seine CO2-Bilanz das zweite Jahr in Folge gemäß den DGM-Kriterien erstellt und alle unvermeidbaren Emissionen durch den Kauf hochwertiger Klimaschutzzertifikate abgelöst.

„Die klimafreundlichsten Unternehmen unseres DGM-Klimapakts bilanzieren, reduzieren und neutralisieren ihre CO2-Emissionen. Dafür werden sie mit dem DGM-Label ‚Klimaneutraler Möbelhersteller‘ ausgezeichnet“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning und freut sich über den wertvollen Beitrag von Alfons Venjakob zum Klimaschutz.

Die DGM hat den Klimapakt für die Möbelindustrie im Jahr 2016 gegründet, um sich als verantwortungsbewusste Branche innerhalb der deutschen Wirtschaft hervorzutun und aktiv am Erreichen des 1,5-Grad-Ziels der Vereinten Nationen (UN) mitzuhelfen. Die beteiligten Unternehmen werden von der DGM als Teilnehmer des Klimapakts oder als klimaneutrale Möbelhersteller ausgezeichnet. „Diese Auszeichnung kommt in der Öffentlichkeit und nicht zuletzt beim Endverbraucher sehr gut an“, weiß Winning. Immer öfter nehme unternehmerisches Engagement zum Wohle der Umwelt und kommender Generationen auch Einfluss auf Kaufentscheidungen – so auch bei Möbeln, sagt der DGM-Geschäftsführer.

Um „klimaneutral“ zu werden hat das Unternehmen Alfons Venjakob seine CO2-Bilanz durch umfangreiche interne Energieeinsparmaßnahmen und den Erwerb von Klimaschutzzertifikaten ausgeglichen. Ein Zertifikat neutralisiert eine Tonne CO2. Die Zertifikate kommen Projekten überall auf der Welt beispielsweise zur Aufforstung, regenerativen Energiegewinnung oder Trinkwasseraufbereitung zugute. Sie unterstützen die Infrastruktur vor Ort und bessern die globale CO2-Bilanz auf.

Vorstand für weitere zwei Jahre bestätigt

Im neuen Häcker-Werk 5 in Venne begrüßten VdDK-Vorstand Dirk Krupka und Geschäftsführer Jan Kurth die Mitglieder des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (Herford). Im Zentrum der Mitgliederversammlung standen die Vorstandswahlen, bei denen die Führungsspitze mit Stefan Waldenmaier (Leicht Küchen) als Vorsitzendem sowie Dr. Lars Bopf (Nobilia-Werke) und Dirk Krupka (Häcker Küchen) als dessen Stellvertreter einstimmig im Amt bestätigt wurde. Ebenfalls einstimmig wurde der erweiterte Vorstand mit einigen Änderungen gewählt. Den ausscheidenden Beisitzern Delf Baumann (Bauformat), Manfred Wippermann (Nolte Küchen) und Jörg Loew (Burgbad) folgen aus den jeweiligen Unternehmen Matthias Berens, Melanie Thomann-Bopp und Eckhard Wefing sowie Stefan Sallandt.

Zur aktiven Unterstützung bei der Normungsarbeit auf nationaler und europäischer Ebene bei den Themen Nachhaltigkeit und „Circular Economy“ riefen VdDK-Vorstand und Geschäftsführung eindringlich auf. Da diese Schwerpunkte die Branche über Umweltproduktdeklarationen oder Trennbarkeit sowie Recyclingfähigkeit von Materialien sehr stark prägen werden, muss die deutsche Küchenmöbelindustrie versuchen, hier die Rahmensetzungen direkt zu beeinflussen. Dies auch deshalb, weil das zuständige Arbeitsgremium CEN TC 207 eine extrem hohe Arbeitsdynamik an den Tag legt.

Die Mitgliederversammlung wurde begleitet von einer ausführlichen Besichtigung des neuen Werk Nr. 5 von Häcker Küchen in Venne bei Ostercappeln in Niedersachsen. Nach weniger als zwei Jahren Bauzeit fertigen hier aktuell rund 300 Mitarbeiter auf einer Produktionsfläche von rund 110.000 qm etwa 320 Einbauküchen am Tag. Die Produktion startete im August vergangenen Jahres und ist auf weiteres Wachstum ausgelegt. Der verfügbare Baugrund von über 21 Hektar sowie strategisch platzierte, freie Erweiterungsflächen unter Dach lassen aus Venne noch manche Überraschung erwarten.