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Autor: Möbelfertigung

Baugenehmigungen für Wohnungen im April 2022 um 5,1 Prozent gestiegen

Im April 2022 wurde in Deutschland der Bau von 31.152 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 5,1 Prozent oder 1.515 Baugenehmigungen mehr als im April 2021. Von Januar bis April 2022 wurden damit insgesamt 123.659 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt – dies waren 1,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (Januar bis April 2021: 125.553 Baugenehmigungen). In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.

Erstmals beim „Greentech Festival“ in Berlin dabei

Das „Greentech Festival“ ist eine Plattform für Inspiration und Austausch rund um das Thema Nachhaltigkeit und findet vom 22. bis 24. Juni 2022 auf dem ehemaligen Flughafen Berlin TXL statt. Unter dem Motto #togetherwechange verfolgen die Aussteller das Ziel, den technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel für eine klimafreundliche Welt voranzutreiben.

Mit zirkulären Büroaccessoires ist Bene dort erstmals vertreten. Im „Urban Sustainability Hub“ von Drees & Sommer zeigt der Experte für Büroraumgestaltung zukunftsfähige Produktlösungen für das Büro, wie „Bfriends“, „Pixel“ und „Casual“. Besucher erwarten neue Einblicke in eine ökologisch nachhaltige Zukunft der Bau- und Immobilienindustrie.

Ökologisches, ökonomisches und soziales Denken und Handeln haben beim internationalen Büromöbelhersteller mit Sitz in Österreich schon lange Tradition. Nachhaltigkeit wird ganzheitlich gedacht und umfasst alle Unternehmensbereiche, von der Produktentwicklung über Einkauf, Produktion und Logistik, bis hin zur Produktverwertung. Der modulare Aufbau von Bene Büromöbel, wie bei „Pixel“ und „Casual“, gewährleistet nicht nur multiple Anwendungszwecke, sondern auch den Austausch von Komponenten und verlängert damit den Produktlebenszyklus.

Bene setzt auf die ressourcenschonende Produktion von Büromöbeln, kurze Lieferwege und regionales Sourcing der Rohstoffe. Alle Bene Produkte sind Made in Europe und 98 Prozent aller Bene-Lieferanten sind aus Europa. Umweltschutz beginnt beim Design, zieht sich durch die Auswahl der Rohstoffe sowie die Produktion. Bene setzt auf umweltfreundliche Materialien, und das schon im Stadium der Produktentwicklung. Durch intensive Zusammenarbeit mit den Lieferanten stellt Bene sicher, dass alle Beschaffungsrichtlinien für den Umweltschutz mit Prüfberichten und Zertifikaten eingehalten werden.

2021 erhielt Bene als erster österreichischer Möbelhersteller das EU-Ecolabel. Das Umweltgütesiegel der europäischen Kommission wird seit 1992 an besonders nachhaltige Produkte vergeben.

Online-Veranstaltung zum Thema Wettbewerbsrecht

Das Kooperationsnetzwerk Möbelindustrie lädt zur „Prospektive Möbelbranche 2022“ lädt ein. Das Thema der zweieinhalbstündigen Online-Veranstaltung am 23. Juni: „Wettbewerbsrecht ist Mittelstandsschutz“.

Dass der Mittelstand das Rückgrat unserer Wirtschaft ist, wird zwar gern und oft gesagt, aber hat er, nicht zuletzt in der Möbelbranche, überhaupt die Chance auf faire und zukunftssichernde Gewinne? Und kann er sich in einem von Oliogopolen geprägten Absatzmarkt dauerhaft behaupten und dem Endverbraucher ein vielfältiges, innovatives, qualitatives und preiswertes Warenangebot sichern? Das Kooperationsnetzwerk Möbelindustrie hat sich zum Ziel gesetzt, faire und zukunftsfähige Wettbewerbsbedingungen nach dem gesetzlichen Leitbild aufzubauen. Wettbewerb ist der Treibstoff vieler Innovationen, sofern er fair und auf Augenhöhe erfolgt. Wir setzen darauf, dass sich unter diesen Voraussetzungen die effizientesten Prozesslösungen entlang der Lieferkette durchsetzen können und letztendlich auch dem Endkunden zu Gute kommen. Auf der „Prospektive Möbelbranche 2022“ werden hochkarätige Referenten diesen Fragen nachgehen: Wo steht die mittelständische Möbelindustrie und wie kann sie sich dauerhaft behaupten?

Für ein politisches Grußwort konnte Andreas Schwab, Mitglied des Europäischen Parlaments und Sprecher der EVP-Fraktion im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz. Als Referenten dabei sind: Maciej Formanowicz Vorstandsvorsitzender Fabryka Mebli ,Forte‘ S.A, der zum Thema „Fairer Wettbewerb ist Mittelstands- und Verbraucherschutz“ spricht und beleuchten wird, wo die europäische Möbelindustrie steht und wie kann sie sich dauerhaft behaupten kann. Dr. Thorsten Käseberg Leiter des Referats für Grundsatzfragen der Wettbewerbspolitik, Kartellrecht und wettbewerbspolitische Fragen der Digitalisierung“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz beleuchtet im Vortrag „Wettbewerbsrecht ist Wirtschaftspolitik“ wohin die Wirtschaftspolitik der aktuellen Regierung steuert und welche wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen zukünftig zu erwarten sind. RA Markus Nessler MBA Markus Nessler – Beratung & Recht –referiert zu „Strategische Denkübungen für den Markenvertrieb“ und stellt die Frage, ob alte Vertriebsmodelle mit überkommenen Vermarktungs- und Konditionssystemen am Ende sind. Und Andreas Ruf, geschäftsführer vom gastgebenen Kooperationsnetzwerk Möbelindustrie fragt „Wie Kooperationen den Mittelstand unterstützen können“, ob faires Wettbewerbsrecht und Kooperationen die Schlüssel dafür sind.

Wer am 23. Juni von 14 bis 16.30 Uhr online dabei sind möchte, die Teilnahme ist kostenlos, kann dies über diesen Einwahllink. Eine vorherige Registrierung ist nicht notwendig.

Startet größtes Investitionsprogramm der Firmengeschichte

Anfang Juni verkündete die Weinig Gruppe den Start eines umfassenden, großangelegten Investitionsprojekts von mehr als 120 Millionen Euro. Davon entfallen rund 70 Millionen EURO allein auf den Standort Tauberbischofsheim, Hauptsitz des bereits seit über 117 Jahren erfolgreichen Unternehmens.

Der Aufsichtsrat hat ein umfassendes, gruppenweites Investitionsprogramm freigegeben, dass die Gruppe und ihren Hauptstandort in Tauberbischofsheim neu aufstellen wird. Für den Standort Voitsberg in Österreich, Sitz der Tochterfirma Holz-Her, wurden vorab bereits 15 Millionen Euro freigegeben, die in Montage, Fertigung und Logistik investiert werden. Das nun verabschiedete Programm fokussiert auf die Massivholz-Division des Maschinenbauers.

Das Traditionsunternehmen mit bereits 117 Jahren Geschichte am Hauptstandort Tauberbischofsheim hat ein völlig neues Standortkonzept aufgesetzt, das die Produktion nachhaltig modernisieren, die Lieferfähigkeit für die Kunden signifikant optimieren und die Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verbessern wird. Unter anderem wird es ein neues Logistikzentrum, ein neues Fertigungskonzept und neue Produktionsanlagen sowie neue Ausstellungs- und Kundenschulungsräume geben. Rund 70 Millionen Euro werden so allein in die Infrastruktur des Standorts Tauberbischofsheim investiert.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand betonen, wie die anstehenden Investitionen das Unternehmen für die Zukunft aufstellen werden. Dr. Thomas Bach, Aufsichtsratsvorsitzender der Weinig AG, macht deutlich, dass es Teil der Weinig-DNA sei, Krisen als Chancen zu begreifen, und dass nicht zuletzt die Corona-Pandemie Raum für konzeptionelle Arbeit gegeben habe: „Wir haben darin eine Chance gesucht, erkannt und genutzt. Als Ergebnis können wir heute zuversichtlich sagen: Weinig ist fit für eine erfolgreiche Zukunft.“

Vorstandsvorsitzender Gregor Baumbusch zeigt auf, dass die holzverarbeitende Industrie eine Wachstumsbranche sei, die gerade in Zeiten von nachhaltigem Denken und Klimaschutz weiter beflügelt werde. Entsprechend groß und weiter ansteigend sei die Nachfrage nach Maschinen und Lösungen, die diesen Markt bedienen. Weitere 40 Millionen werden daher in die Erweiterung des Produktportfolios fließen. Herr Baumbusch sagt dazu: „Wir haben heute schon das breiteste Produktportfolio von allen Anbietern in der Massivholz-Branche weltweit. Besonders im stark wachsenden Segment konstruktiver Holzbau werden wir unseren Kunden zukünftig noch bessere Lösungen aus einer Hand – von WEINIG – bieten können.“

Technikvorstand Dr. Georg Hanrath ergänzt, die Zukunft gehöre dem Dreiklang von nachhaltiger Produktion, nachhaltigen Maschinen und den darauf gefertigten, nachhaltigen Produkten.

Neuer Geschäftsführer

Neuer Geschäftsführer bei Möbel Weirauch (EMV) in Oldenburg ist Kay Weirauch. Vorher bereits als Prokurist in der Geschäftsleitung, trägt er seit Mai 2022 die alleinige Verantwortung. Der ehemalige Geschäftsführer Michael Weirauch, Bruder von Kay, hat das Familienunternehmen verlassen. Grund für die Trennung sind verschiedene Ansichten hinsichtlich der Geschäftsstrategie. Unterstützt wird Kay Weirauch jetzt von der nächsten Generation.

„Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben. Wir haben dank Corona ein umsatzstarkes Jahr 2021 gehabt, doch jetzt geht es darum, Möbel Weirauch zukunftsfit zu machen. Weil wir uns über den Weg nicht einigen konnten, gehen wir jetzt getrennte Wege. Wir, die Gesellschafter, haben uns darauf verständigt, über nähere Details Stillschweigen zu bewahren“, so Kay Weirauch.

Übernimmt den Polstermöbelhersteller Sits

Die Actona Group verstärkt ihre Polsterkompetenz. Nachdem der dänische Konzern, der zur Lars Larsen Group gehört, erst vor kurzem Theca übernommen hat, schlägt er nun bei Sits zu, dessen Hauptsitz und Produktionsstätten sich in und um Brodnica in Nordpolen befinden. „Es ist kein Geheimnis, dass wir die Messlatte hoch gelegt haben, mit unserem finanziellen Ziel, unser Geschäft innerhalb weniger Jahre zu verdoppeln“, sagt der CEO der Actona Group, Jimmi Mortensen. „Daher sind gezielte Akquisitionen ein zentraler Bestandteil unserer Strategie, und Sits kann der Gruppe starke Kompetenzen und neue Wachstumsmöglichkeiten einbringen, die unser bestehendes Geschäft und unsere zukünftigen Wachstumspläne ergänzen.“

Sits wurde 1993 von Erik und Marianne Näsström gegründet. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 2.000 Mitarbeiter:innen und ist in mehreren europäischen Ländern, darunter Dänemark, aktiv.

„Mit Sits im Portfolio sind wir in der Lage, unsere Polstersparte erheblich zu stärken und eine Reihe von Synergien in der gesamten Gruppe zu schaffen, wie z. B. eine effizientere Produktion, eine bessere Materialbeschaffung, erweiterte Vertriebskanäle und eine erhöhte Kapazität“, führt Jimmi Mortensen fort.

Und Erik Näsström ergänzt: „Die Familie freut sich sehr, für Sits ein neues Zuhause mit ähnlichen Werten wie Wertschätzung der Mitarbeiter und faires Wirtschaften gefunden zu haben. Wir danken allen unseren Kollegen, Kunden und Lieferanten für 30 gemeinsame Jahre und freuen uns darauf, die Entwicklung von Sits als Teil der Actona Group zu verfolgen. Wir sind sicher, dass beide Unternehmen davon profitieren und ein großer Erfolg werden!“

Die Wettbewerbsbehörden müssen die Übernahme noch genehmigen. Gründes Licht wird in den kommenden Monaten erwartet.

Feierte sein 75-jähriges Bestehen

Vom 8. bis 10. Juni 2022 feierte der Industrieverband Klebstoffe e.V. (IVK), nach zwei Jahren pandemiebedingtem Ausfall, im Rahmen seiner Jahrestagung sein 75-jähriges Bestehen. Zur Jubiläumsveranstaltung in Düsseldorf hatten sich mehr als 250 Teilnehmer angekündigt.

Am Abend des zweiten Tages begrüßte Dr. Boris Tasche, Vorstandsvorsitzender des IVK, gemeinsam mit Dr. Michael Rauterkus, Wirtschaftsdezernent der Stadt Düsseldorf, die angereisten Mitglieder im K21 – Ständehaus. Im Laufe des Abends wurden Dr. H. Werner Utz (Uzin Utz AG), Dr. Joachim Schulz (EUKALIN Spezial-Klebstoff Fabrik GmbH) und Ansgar van Halteren (ehem. Industrieverband Klebstoffe e.V.) für ihr jahrzehntelanges Engagement mit der Verdienstmedaille der deutschen Klebstoffindustrie ausgezeichnet. Herr van Halteren wurde außerdem am Folgetag auf Beschluss der Mitgliederversammlung mit der Ehrenmitgliedschaft im Verband geehrt.

Dr. Boris Tasche (Henkel AG & Co. KGaA) wurde als Vorstandsvorsitzender für die nächsten zwei Jahre bestätigt und tritt seine nunmehr siebte Amtszeit an. Mit 100 Prozent Ja-Stimmen spiegelt die Wahl das große Vertrauen wider, das er in der mittelständisch geprägten Klebstoffindustrie genießt. Ebenfalls mit 100-prozentiger Zustimmung wurde Dr. René Rambusch als stellvertretender Vorsitzender bestätigt und komplettiert somit den BGB-Vorstand des IVK.

Recticel Schlafkomfort heißt jetzt Aquinos Bedding Germany

nde 2021 gab Recticel bekannt, seine Bedding-Sparte an Aquinos verkaufen zu wollen. Dies ist inzwischen abgeschlossen. Seit dem 1. April ist die Recticel Schlafkomfort GmbH Teil der portugiesischen Gruppe. Wie Schlaraffia in einem Schreiben an seine Geschäftspartner bekannt gegeben hat, wurde nun auch der Name geändert. Ab sofort firmiert das Unternehmen unter Aquinos Bedding Germany GmbH. Dies ist mit Bekanntmachung der Eintragung im Handelsregister vom 24. Mai rechtskräftig. Eingetragene Geschäftsführer sind Carlos Aquino und Boudewijn Dezutter. „Die vollständige Integration wird in den nächsten Wochen weiter Gestalt annehmen, doch es wird sich dadurch weder am Tagesgeschäft, noch an Ihren Vertriebsteams bzw. Ansprechpartnern etwas ändern. Insofern freuen wir uns auf die Fortführung unserer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und eine auf Wachstum ausgerichtete gemeinsame Zukunft“, so Boudewijn Dezutter.

Die 1985 gegründete Aquinos-Gruppe befindet sich in Privatbesitz und hat ihren Hauptsitz in Sinde – Tábua (Portugal). Aquinos ist einer der größten Hersteller von Polstermöbeln und Matratzen in Europa mit mehr als 3.300 Mitarbeitern und Produktionsstätten in Portugal, Frankreich und Polen. Die Aquinos-Gruppe erzielte 2020 einen Jahresumsatz von 370 Mio. Euro.

Exporte nach Russland brechen weiter ein

Die deutschen Exporte in die Russische Föderation waren im zweiten Monat seit Kriegsbeginn in der Ukraine weiter rückläufig, nachdem sie im März 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat bereits um knapp 60 % eingebrochen waren. So exportierte Deutschland im April 2022 Waren im Wert von 828,2 Mio. Euro nach Russland, das waren 64,1 % weniger als im Vorjahresmonat. Große Rückgänge verzeichneten abermals die Exporte von Maschinen, die gegenüber April 2021 um 57,7 % auf 226,9 Mio. Euro sanken, und die Exporte chemischer Erzeugnisse, die um 53,1 % auf 114,1 Mio. Euro zurückgingen.

Dem starken Rückgang der Exporte nach Russland stand auch im April 2022 wertmäßig ein deutlicher Anstieg der Importe gegenüber. Die deutschen Importe aus Russland stiegen um 41,9 % auf 3,7 Mrd. Euro an. Wichtigste Importgüter aus Russland waren Erdöl und Erdgas mit einem wertmäßigen Anstieg um 37,8 % auf 2,2 Mrd. Euro. Weitere wichtige Importgüter waren Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (+94,3 % auf 0,4 Mrd. Euro) sowie Kohle (+334,7 % auf 0,4 Mrd. Euro). Mengenmäßig war die Entwicklung gegenläufig. Im April 2022 wurden mengenmäßig 26,1 % weniger Waren aus Russland importiert als im Vorjahresmonat. Die wertmäßigen Steigerungen bei den Importen sind hauptsächlich auf die gestiegenen Preise – vor allem im Energiebereich – zurückzuführen.

Der Importüberschuss im Außenhandel mit Russland betrug im April 2,9 Mrd. Euro. Im März hatte er 3,4 Milliarden Euro betragen.