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Autor: Möbelfertigung

AUMA

Peter Ottmann zum neuen Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt

Der Vorstand des AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft hat Peter Ottmann (53), Geschäftsführer der NürnbergMesse GmbH, zum 1. Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Peter Ottmann wechselt sich seit 2011 im Vorstand des AUMA mit seinem Geschäftsführerkollegen Dr. Roland Fleck ab. Die Sitzung fand am 9. Juni 2020 im Kongresshaus Kap Europa der Messe Frankfurt statt.

„Der AUMA spielt in dieser herausfordernden Zeit eine herausragende Rolle, gerade wenn es darum geht, die Bedeutung des Messeplatzes Deutschlands national und international zu verdeutlichen. Ich freue mich darauf, in den kommenden drei Jahren den Vorsitzenden des AUMA, Philip Harting, gemeinsam mit dem zweiten Stellvertretenden Vorsitzenden, Klaus Kremers, in seiner anspruchsvollen Aufgabe zu unterstützen“, betonte Peter Ottmann.

Peter Ottmann löst Werner M. Dornscheidt ab, der dieses Amt seit 2009 innehatte. Dornscheidt scheidet Ende Juni als Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf altersbedingt aus. Der AUMA-Vorsitzende Philip Harting würdigte Werner Dornscheidts langjährigen und leidenschaftlichen Einsatz für die deutsche Messewirtschaft und für den AUMA als zentrales Sprachrohr der Branche. Er habe stets das Konzept der Leitmesse in Deutschland verfochten, aber auch im internationalen Wettbewerb das Ziel der weltweiten Themenführerschaft deutscher Veranstalter. Und er habe in vielen Statements klargemacht, wie man die Stärken der deutschen Messewirtschaft durch klare Fokussierung sichert.

Dem AUMA gehören als Verband der deutschen Messewirtschaft 73 Mitglieder an, darunter 38 Verbände der ausstellenden und besuchenden Wirtschaft sowie von Serviceunternehmen und 35 Messeveranstalter.

Im AUMA-Vorstand sind 22 Repräsentanten der Mitglieder vertreten, davon je zur Hälfte Vertreter der Messegesellschaften und Vertreter der Aussteller- und Besucherseite aus Industrie, Handel und Handwerk.

Umsatzplus beim Handwerk im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2020 stiegen die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk in Deutschland gegenüber dem ersten Quartal 2019 um 3,8 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren Ende März 2020 im zulassungspflichtigen Handwerk 0,4 Prozent weniger Personen tätig als Ende März 2019.

In fünf der sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtige Handwerks wurden im 1. Quartal 2020 höhere Umsätze als im ersten Quartal 2019 erwirtschaftet. Die größten Umsatzsteigerungen erzielte das Bauhauptgewerbe (+14,2 %). Umsatzrückgänge gab es in den Handwerken für den privaten Bedarf (-3,2 %), zu dem beispielsweise Friseurinnen und Friseure gehören, und im Kraftfahrzeuggewerbe (-2,5 %).

In drei der sieben Gewerbegruppen waren Ende März 2020 mehr Personen tätig als Ende März 2019. Im Gesundheitsgewerbe nahm die Beschäftigung mit +1,0 Prozent am stärksten zu. Demgegenüber sank die Zahl der Beschäftigten in den Handwerken für den privaten Bedarf (–2,8 %) am stärksten.

„IWF 2020“

Das amerikanische Mega-Event fällt aus

Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurde die „IWF“, die vom 25. bis 28. August in Atlanta stattfinden sollte, abgesagt. Dies wurde nach intensiven Beratungen des „IWF“ Show Management Teams mit dem „IWF“ 2020 Management Committee, dessen Mitglieder die Wood Machinery Manufacturers of America und den Verband der Holzbearbeitungsmaschinenindustrie vertreten, entschieden.

Die durch die Covid-19 hervorgerufenen Rahmenbedingungen, einschließlich begleitender Reisebeschränkungen und Vorschriften der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen, hat es unmöglich gemacht, die Messe durchzuführen, ohne die Gesundheit und Sicherheit aller Aussteller, Teilnehmer und der Gemeinde Atlanta insgesamt zu gefährden.

Den registrierten Teilnehmern der „IWF 2020“ werden am 19. Juni von der „IWF“ alle Einzelheiten bezüglich der Rückerstattung der Anmeldegebühr und der Stornierung von Hotelzimmern mitgeteilt.

Die nächste „IWF“ findet vom 23. bis 26. August 2022 statt.

Die Messe in Pordenone findet dieses Jahr nicht statt

Aufgrund der anhaltenden Corona-Situation hat die „Sicam“ beschlossen, die Veranstaltung auf Oktober 2021 zu verschieben. Die Verschiebung um ein Jahr wurde beschlossen, um den jährlichen Messekalender unverändert zu lassen und dem Sektor den bestmöglichen Service zu bieten.

„Leider hat es in diesen Monaten auf allen gesetzgeberischen Ebenen im Ausstellungsbereich völlig an der Ausarbeitung klarer Regeln und Protokolle gefehlt, was es in einem bereits sehr komplexen Moment unmöglich macht, eine für Aussteller und Besucher profitable Veranstaltung zu organisieren“, heißt es in der offiziellen Stellungnahme.

Die 12. Ausgabe der Internationalen Ausstellung von Komponenten, Zubehör und Halbfertigprodukten für die Möbelindustrie findet daher von Dienstag, 12. bis Freitag, 15. Oktober, am üblichen Veranstaltungsort der Messe von Pordenone statt.

VDM

Außenhandel mit Möbeln unter Druck

Der Außenhandel mit Küchen sowie Polster- und Wohnmöbeln gab im ersten Quartal 2020 in der Breite nach, was maßgeblich auf die Handelsbeschränkungen durch die Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Obwohl das Bild überzeichnet scheint und bei Polstermöbeln eine Neuordnung der statistischen Erhebung erfolgte, zeigte lediglich der Küchenexport mit 0,17 Prozent ein stabiles Ergebnis. „Im Außenhandel entfalteten die Einschränkungen des Lockdown für die Möbelhersteller zuallererst Wirkung, während die Inlandsnachfrage die Umsätze vor den Handelsschließungen noch großenteils stabilisieren konnte“, lautet das Fazit von Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie und der Herforder Möbelverbände, zum 1. Quartal 2020.

Im Branchenzweig „Küche“ wuchsen die Außenhandelsüberschüsse im 1. Quartal sogar weiter auf rund 490 Mio. Euro (+1 %). Mit einem zum Vorjahresquartal stabilen Umsatz (+0,17 Prozent) verschoben vor allem die stark rückläufigen Importe (-16,3 Prozent) die Bilanz zugunsten der Ausfuhren. Auf Exportseite sticht vor allem China auf Position 7 mit einem Wachstum in Höhe von 54 % hervor, was die zunehmende Bedeutung des Reichs der Mitte im Außenhandel mit Küchenmöbeln unterstreicht.

Die statistische Auswertung im Segment „Polster“ für das erste Quartal zeigt nahezu durchgängig verminderte Außenhandelsumsätze im Export (gesamt -3,2 %). Diese Marktschwäche wird nur von steigenden Exporten ins Hauptabnahmeland Schweiz sichtbar durchbrochen (+3,6 Prozent). Etwa doppelt so hoch sind die Umsatzrückgänge beim Import (-6,12 Prozent). Zu beachten ist jedoch insgesamt, dass eine Präzisierung der Warengruppen in der Statistik systemisch zu geringeren Umsätzen führt und die Vergleichbarkeit zum Vorjahr eingeschränkt ist.

Bei „Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbeln“ waren die Umsatzrückgänge im Ex- und Import annähernd gleichwertig (-7,83 bzw. -7,81 Prozent). Auffällig ist wiederum der Schlüsselmarkt Schweiz mit einem Exportplus von 16,7 Prozent sowie mit gegenteiligem Trend das Hauptimportland Polen mit einem Rückgang in Höhe von über 15 Prozent. Durch das im Vergleich zum Export deutlich höhere Importvolumen dieses Sektors ging das Außenhandelsdefizit von 222 Mio. Euro (1. Quartal 2019) auf 205 Mio. Euro zurück (-7,8 Prozent).

„Der Außenhandel mit Möbeln bleibt Corona-bedingt weiter eingeschränkt. Obwohl mittlerweile die Grenzen wieder geöffnet sind, drückt die aktuelle Situation in den Auslandsmärkten die Kaufbereitschaft der dortigen Verbraucher. Es besteht jedoch die berechtigte Hoffnung, dass sich die Konsumprioritäten der Verbraucher aufgrund fortbestehender Einschränkungen weltweit zugunsten steigender Investitionen in die eigenen vier Wände verschieben. Das öffnet zusätzliche Export-Chancen für alle Sparten der deutschen Möbelindustrie“, stellt Jan Kurth aus Sicht der Fachverbände für Küche, Polster und Wohnen abschließend fest.

Große Umfrage von Dr. Wieselhuber & Partner und „möbel kultur“

Restart Möbelwirtschaft

Wie stark hat die Pandemie die Möbelbranche erwischt? Welche strategischen Überlegungen bewegen die Branche? Und was zählt in Zukunft? Gemeinsam mit der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner führt die „möbel kultur“ eine groß angelegte Befragung in der Industrie und im Handel durch, um zu erfahren, wo jetzt die Knackpunkte nach dem Corona-Restart liegen. Ihre Meinung ist deshalb besonders gefragt.

Der Zeitpunkt ist günstig, um bestehende Geschäftsmodelle kritisch zu hinterfragen. „Unter der Headline ,Corona-Restart‘ fordern wir Industrie und Handel dazu auf, gemeinsam über die Zukunft der Branche nachzudenken und Schlüsse aus den Umfrageergebnissen zu ziehen. Im Fokus der Betrachtung steht die Entwicklung in den nächsten 18 Monaten. Denn in dieser Zeit kommt es darauf an, die richtigen Weichen zu stellen.“, sagt Dr. Timo Renz, Managing Partner von W&P.

Für den Experten sind drei Perspektiven für den „Corona-Restart“ existenziell und stehen daher im Mittelpunkt der Befragung: Erstens die Marktsicht. Hier geht es darum, die Entwicklungen in Segmenten, Vertriebskanälen und Ländermärkten einerseits sowie neue bzw. veränderte Präferenzen der Kunden andererseits unter die Lupe zu nehmen. Im zweiten Teil werden Wertschöpfung und Supply Chain beleuchtet: Wo treten seit der Pandemie Engpässe auf? Wie verändern sich Lieferketten? Diese und weitere Fragen sollen Aufschluss darüber geben, wie die Branche hier positioniert ist: Was leistet die Fabrik? Und wie stellt sich der Handel auf, um seine Kunden kompetent zu bedienen?  Im dritten Themengebiet geht es abschließend um die Performance-Persepektive: Wo liegen die Ertrags- und Verlustquellen? In welchen Bereichen wird wirklich Geld verdient? Und vor allem – welche Wachstumsfelder können für die Zukunft erschlossen werden?

Der Fragebogen nimmt ca. 15 bis 20 Minuten in Anspruch. Zeit, die sich für Sie lohnt. „Wir wollen alle einladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen, um eine Standortbestimmung der Möbelbranche vornehmen zu können. Die gemeinsam erarbeiteten Ergebnisse werden alle Teilnehmer schlauer machen und Ihnen bei ihren anstehenden strategischen Entscheidungen als Gradmesser dienen“, sagt möbel-kultur­-Chefredakteur Sascha Tapken. Diejenigen, die an der Umfrage teilnehmen, genießen zudem den Vorteil, bereits vor der Veröffentlichung eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse zu bekommen. Alle anderen müssen sich bis September gedulden.

Machen Sie mit! Zur Umfrage geht es hier.

Guter Jahresauftakt für Haustürfüllungshersteller

Hersteller von Haustürfüllungen verzeichnen trotz der aktuellen wirtschaftlichen Situation eine gute Auftragslage und zufriedenstellende Auslastung für das erste Quartal. Die Fachgruppe Haustürfüllungen des Pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. blickt zuversichtlich in das Jahr 2020.

Nach drei schwächeren Jahren ziehen die Hersteller von Haustürfüllungen für die ersten Monate des Jahres, trotz der durch die Corona-Pandemie aufgetretenen Störungen in der Lieferkette und den notwendigen Schutzmaßnahmen in den Unternehmen, ein positives Zwischenfazit.

Während sich die schwache Marktentwicklung bei Ein- und Zweifamilienhäusern weiter fortsetzt, verzeichnen die Hersteller ein Anziehen der Nachfrage im Modernisierungsbereich. Der Markt für Haustürfüllungen entwickelt sich dabei besser als der Fenster- und Türenmarkt insgesamt, da dieser deutliche Einbußen, bedingt durch den spürbaren Nachfragerückgang im Nichtwohnungsbau, verzeichnen wird. Erfreulich ist darüber hinaus, dass wieder vermehrt hochwertige Lösungen bei Haustürsystemen nachgefragt werden.

HDH

Hat die Geschäftsführung des Deutschen Holzwirtschaftsrates übernommen

Zum ersten Juni 2020 hat der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) die Geschäftsführung des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) von der Arbeitsgemeinschaft Rohholz (AGR) übernommen. Steffen Rathke, Präsident des DHWR, und Vizepräsident Erwin Taglieber bleiben beide weiterhin in ihrer Funktion – ebenso wie Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge, der seit dem ersten Januar 2020 zugleich Hautgeschäftsführer des HDH ist. Geschäftssitz des DHWR ist weiterhin Berlin, wo auch der HDH ein Hauptstadtbüro betreibt.

Das gemeinsame Ziel sei es, so Ohnesorge, die „Kooperation unserer holzwirtschaftlichen Verbände weiter zu fördern“, das „Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb unserer Branche zu stärken“ und die „gesellschaftliche und politische Akzeptanz von Holz und Holzprodukten weiter zu vergrößern“. Ohnesorge dankt der AGR für die professionelle Führung der Geschäfte seit 2012. Die Geschäftsführung des DHWR wird gemäß Satzung durch einen aus dem Kreis der Mitgliedsverbände bestellten Geschäftsführer ausgeführt.

Der HDH ist der Dachverband der deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie. Er vertritt als Arbeitgeber- und Fachverband die gemeinsamen Belange von neun Regional- und 12 Fachverbänden – vornehmlich aus der industriellen Verarbeitung. Der DHWR bündelt die gemeinsamen Interessen der Holzindustrie mit dem Handwerk, dem Handel und der Zellstoff- und Papierindustrie. Er vertritt damit die Interessen der gesamten deutschen Holzwirtschaft mit über 70.000 Betrieben, die mit circa 650.000 Beschäftigten einen Umsatz von etwa 120 Milliarden Euro generieren.

Nolte ist ab heute Rheinspan

Nach der Ankündigung von Saviola, die Hälfte der Anteile der Nolte Holzwerkstoff GmbH & Co. KG, die sich im Besitz der Familie Nolte befindet, zu übernehmen, wurde heute das Closing unterzeichnet. Mit dieser Unterschrift entsteht nun die Rheinspan GmbH & Co. KG. Damit ist Saviola, der in den letzten Jahren als Lieferant deutscher Küchenmöbel-Hersteller Erfolge verbuchen konnte, auch als Produzent in Deutschland aktiv.

„Italien und Deutschland werden zunehmend im Zeichen einer Kreislaufwirtschaft vereint“, so der Vorsitzende der Saviola Gruppe, Alessandro Saviola. „Die Investitionsprojekte haben sich nicht geändert, und wir arbeiten an einem Programm unter dem Gesichtspunkt der Investitionen und der gemeinsamen Berichterstattung. Unsere Mitarbeiter haben bereits während der Aktivitäten der letzten Zeit, die vor dem Abschluss durchgeführt werden mussten, begonnen zusammenzuarbeiten. So besteht großes gegenseitiges Vertrauen in dieses Joint Venture zwischen Italien und Deutschland, von dem wir so viel erwarten.“

Die Saviola Gruppe ist das führende Spanplattenunternehmen in Italien und ein weltweit wichtiger Holzrecycler mit 13 Werken und 1.500 Mitarbeitenden, aufgeteilt in vier Geschäftsbereiche (Saviola – Holz, Sadepan – Chemie, Composad – Möbel und Saviolife – Lifescience). Die Saviola Gruppe gilt als Erfinder der zu 100 Prozent recycelten Spanplatte

Nolte Holzwerkstoff, ab heute Rheinspan genannt, ist mit 69 Jahren Erfahrung in der industriellen Herstellung von Spanplatten – nach eigenen Angaben – der älteste noch aktive und sich in Familienbesitz befindliche Spanplattenhersteller der Welt. Die erste Spanplatte von Nolte Holzwerkstoff wurde 1951 in Rheda-Wiedenbrück produziert, seit 1972 ist das Unternehmen im rheinland-pfälzischen Germersheim tätig.

Der bisherige Markenname „Rheinspan“ wird zum neuen Firmennamen. Das in vierter Generation geführte Familienunternehmen beschäftigt am Standort Germersheim derzeit rund 200 Mitarbeitende.