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Autor: Möbelfertigung

Wurde vom Möbelproduzenten und Onlinehändler Emotion gekauft

Es geht weiter in Preußisch-Oldendorf: Sanierungsexperte Stefan Meyer von der Pluta Rechtsanwalts GmbH hat einen Investor für die Niemann Formholztechnik GmbH & Co. KG gefunden. Käufer des Möbelherstellers ist die Emotion Warenhandels GmbH mit Sitz in Bremen. Mit Wirkung zum ersten Juli 2020 übernahm die Gesellschaft den Geschäftsbetrieb sowie alle derzeit beschäftigten 25 Mitarbeiter. Die Produktion am Standort Preußisch Oldendorf bleibt erhalten. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Pluta-Anwalt Meyer führte den Geschäftsbetrieb der Niemann Formholztechnik zusammen mit seinem Team, zu dem die Rechtsanwälte Christoph Chrobok sowie Philip Konen gehören, seit der Antragstellung im März 2020 vollumfänglich und unter angemessenen COVID 19-bedingten Hygieneschutzmaßnahmen fort. Auf betriebsbedingte Kündigungen konnte trotz eines schwierigen Marktumfeldes verzichtet werden. Parallel dazu startete das Team einen Investorenprozess, der für die Gesellschaft nun erfolgreich abgeschlossen wurde. Für die Muttergesellschaft, die unverändert ohne Einschränkungen am Markt tätige Karl W. Niemann GmbH & Co. KG, ist der Investorenprozess noch nicht abgeschlossen – sei aber durchaus aussichtsreich, wie Pluta mitteilt. Eine Entscheidung wird dazu im Laufe des Monats Juli 2020 erwartet.

Der Fachanwalt und Sanierungsexperte Meyer sagt: „Die vergangenen Monate seit der Antragstellung waren nicht leicht, aber die Fortführung in der Krise ist uns verhältnismäßig gut gelungen. Das liegt insbesondere an den hochmotivierten Mitarbeitern und den Kunden, die dem Unternehmen trotz der Corona-Krise die Treue gehalten haben, wofür ich Mitarbeitern und Kunden sehr dankbar bin. Die Stabilität in der Belegschaft und die Beständigkeit in der Kundenstruktur haben das Verfahren sowie die Investorengespräche maßgeblich positiv beeinflusst. Wir freuen uns sehr über die jetzt gefundene Einigung und den Erhalt sämtlicher Arbeitsplätze.“

Die Emotion Warenhandels GmbH mit der Marke „Emotion-24“ ist als Hersteller und Onlinehändler erfolgreich auf den Gebieten Badezimmermöbel, Waschtische mit Unterschränken, Garderobenmöbel sowie Whirlpools. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und legt großen Wert auf eine nachhaltige Produktion – seit 2012 vollständig in Deutschland. Am Standort in Bremen arbeiten 107 Mitarbeiter, gruppenweit sind es 186 Mitarbeiter.

Emotion-Geschäftsführer Dominik Entelmann sagt: „Die Kombination aus Funktionalität und hochwertiger Möbelqualität ist uns besonders wichtig. Mit der Übernahme erweitern wir den Fertigungsbereich und können Synergien nutzen. Wir wollen unser Unternehmen weiter entwickeln und unseren Wachstumskurs in den kommenden Jahren fortsetzen.“

Die Niemann Formholztechnik wurde 2011 gegründet und ist spezialisiert auf den seriellen Möbelbau und die Fertigung von Formholzteilen. Sie ist ein Tochterunternehmen des traditionsreichen Möbelherstellers Karl W. Niemann GmbH & Co. KG. Beide Gesellschaften stellten im März 2020 aufgrund Liquiditätsschwierigkeiten Insolvenzanträge. Am ersten Mai 2020 eröffnete das Amtsgericht Bielefeld die Verfahren und bestellte Stefan Meyer zum Insolvenzverwalter. Er war in beiden Verfahren zuvor bereits als vorläufiger Verwalter tätig.

Wechsel in der Geschäftsführung

Bei der G. Siempelkamp GmbH & Co. KG gibt es einen Wechsel in der Geschäftsführung: Der derzeitige CEO und Sprecher der Geschäftsführung, Christoph Michel, verlässt mit dem heutigen Tag den Technologiekonzern Siempelkamp, um sich außerhalb der Gruppe neuen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen. Dr. Martin Stark, Vorsitzender des Beirates, wird ab sofort die Position des CEO als Interimsmanager bis auf weiteres ausfüllen. Für diese Zeit wird Dr. Stark sein Mandat als Beiratsvorsitzender von Siempelkamp ruhen lassen. Der Beirat ist aktuell auf der Suche nach einem geeigneten Kandidaten für eine langfristige Nachfolge an der Spitze des Krefelder Traditionsunternehmens.
Dr. Martin Stark wurde 2017 als Vorsitzender in den Beirat bei Siempelkamp berufen. Er übernahm die Position von Dr. Dieter Siempelkamp, der den Beirat seit seinem Ausscheiden aus der Siempelkamp-Geschäftsführung im Jahr 2003 geleitet hat. Dr. Martin Stark verfügt über eine langjährige Expertise als erfolgreicher Unternehmenslenker, Aufsichtsrat und war bis 2013 Mitglied der Unternehmensleitung des globalen Technologiekonzerns Freudenberg.
Christoph Michel hat bei Siempelkamp seit 2018 gemeinsam mit den Führungskräften die unternehmerischen Weichen gestellt, um das Unternehmen in seiner Entwicklung und Aus-richtung auf den relevanten Märkten weiter zu positionieren und den aktuellen Markterfordernissen anzupassen.
„Für sein Engagement bedankt sich der Beirat der Siempelkamp GmbH & Co. KG bei Christoph Michel und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute. Unternehmerische Kontinuität und Verlässlichkeit sind bei Siempelkamp zentrale Erfolgsfaktoren. Mit Dr. Stark haben wir einen Top-Manager als CEO gewonnen, der den angestammten Weg erfolgreich weitergehen wird, bis wir eine geeignete Nachfolge gefunden haben“, erklärt Dr. Dieter Siempelkamp, Ehrenvorsitzender des Beirates.

Sieht keine Patentverletzung mit Hymmen und verteidigt seine Integrität

Letzte Woche hat Hymmen im Internet darüber informiert, dass das Unternehmen eine Patentrechtsklage gegen Barberán eingereicht hat. Die Spanier nehmen jetzt, nachdem sie auch offiziell über den Vorgang in Kenntnis gesetzt wurden, ihrerseits Stellung:

„Wir haben am 18. Juni mit großem Erstaunen den Fach- und sozialen Medien entnommen, dass Hymmen eine Verletzungsklage gegen uns bezüglich ihrer Patente ,EP 3 109 056‘ und ,EP 2 313 281‘ eingereicht hat“, heißt es aus Castelldefels, einem Ort vor den Toren Barcelonas. „Alle Kunden, die das Unternehmen Barberán kennen, wissen um unsere Integrität – und darum, dass es immer unser Ziel war, beziehungsweise ist, dem Markt Innovationen und die bestmöglichen industriellen Lösungen anzubieten. Bereits im Jahr 2005 hat Barberán mit der Untersuchung der Single-Pass-Digitaldrucktechnologie begonnen. Das führte letztlich zur Entwicklung unseres ersten industriellen Single-Pass-Digitaldruckers ,BIJ300‘, der 2007 auf der ,Ligna‘ ausgestellt wurde. Lange bevor die Firma Hymmen ihre erste Maschine gezeigt hat.
Die ,Ligna‘ 2007 war allerdings erst der Anfang für Barberán und wir haben seitdem nie aufgehört, einen großen Teil unserer Forschungs- und Entwicklungs-Ressourcen in die Entwicklung neuer und verbesserter Lösungen für unsere Kunden zu investieren.
Barberán glaubt fest an einen fairen Wettbewerb, der für unsere Kunden und auch für uns als Hersteller und Anbieter einer Technologie von Vorteil ist. Darum sind wir überzeugt davon, dass unser Unternehmen keine Patente verletzt hat. Wir haben diese Angelegenheit in die Hände einer renommierten deutschen Anwaltskanzlei gelegt, die unsere Integrität entsprechend verteidigen wird.“

Vorstand Dirk Offermanns verlässt das Unternehmen

Nach einem zufriedenstellenden ersten Quartal werden die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie auch bei König + Neurath, hessischer Anbieter für Büromobiliar und Raumsystemen, spürbar. Der Umsatz 2020 liegt nach eigenen Angaben gegenüber den ursprünglichen Planungen zurück. Nach den aktuellen Prognosen des Vorstandes ist für das Geschäftsjahr 2020 mit einem signifikanten Umsatzrückgang zum Vorjahr zu rechnen und auch für das Jahr 2021 wird weiterhin von einer angespannten Marktsituation auszugehen sein. Diese Entwicklung hat auch empfindliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation und zwingt das Unternehmen Kosten auf breiter Ebene zu minimieren, sowie geplante Investitionen zurückzufahren.

Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung hat der Aufsichtsrat in seiner letzten Sitzung auch für den Vorstandsbereich eine personelle Reduzierung beschlossen. Vorstandsmitglied Dirk Offermanns war zu Beginn für den nationalen und zuletzt für den internationalen Vertrieb zuständig. Er wird in bestem beiderseitigem Einvernehmen ab Anfang August 2020 nicht mehr für die König + Neurath AG tätig sein. Seinen Verantwortungsbereich wird zeitgleich Michael Cappello, Vorstandssprecher und zuständig für den nationalen Vertrieb und das Marketing, mit übernehmen.

Beiden Seiten ist es wichtig zu betonen, dass die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit – sowohl zwischen dem Aufsichtsrat und Offermanns, als auch innerhalb des Vorstands – die Basis für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens waren und sind. Dirk Offermanns übernahm im September 2017 die Vorstandsposition Vertrieb und hat gemeinsam mit seinen Kollegen und der Belegschaft das Unternehmen König + Neurath AG positiv weiterentwickelt, in diesem Zeitraum die Marktposition verbessert und deutliche Umsatz- und Ertragssteigerungen realisieren können.

„Wir danken Herrn Offermanns für die sehr erfolgreiche Zusammenarbeit in den letzten drei Jahren und wünschen ihm für die berufliche wie private Zukunft weiterhin viel Erfolg und alles erdenklich Gute“, so der Aufsichtsratsvorsitzender Otmar Stein.

„Stone+tec“

Der Termin für das kommende Jahr steht

Gute Nachrichten für die Steinbranche: Die „Stone+tec“, der zentrale Stein-Branchentreff in Mitteleuropa mit einem umfassenden Angebot rund um Naturstein für die Bereiche Bau, Grabmal, Denkmal und Gestaltung, hat einen neuen Termin. Die Nürnbergmesse gibt in Abstimmung mit dem Fachbeirat bekannt, dass die nächste Ausgabe der Internationalen Fachmesse für Naturstein und Steintechnologie vom 12. bis 15. Mai 2021 im Messezentrum Nürnberg stattfinden wird. Voller Elan starten nun die Planungen für eine erfolgreiche Veranstaltung.

Die „Stone+tec“ musste 2020 aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus auf die wirtschaftliche Situation weltweit verschoben werden. Daraus ergibt sich nun, dass die zweijährig stattfindende Veranstaltung wieder in die „ungeraden“ Messejahre wandert. „So schade es auch ist, dass 2020 keine „Stone+tec“ stattfinden konnte: Das ist unsere Chance, die Messe in einem wirtschaftlich und gesellschaftlich stabileren Umfeld, gerade mit Blick auf die wichtigen Natursteinregionen, stattfinden zu lassen. Wir starten nun voller Optimismus in die Vorbereitungen und freuen uns sehr, Sie vom 12. bis 15. Mai 2021 wieder bei uns in Nürnberg begrüßen zu dürfen“, so Elke Harreiß, Leiterin der „Stone+tec“ bei der Nürnbergmesse.

Interessierte Aussteller können sich bereits den September 2020 im Kalender markieren. Dann startet offiziell die Anmeldephase zur „Stone+tec“ 2021. Alle weiteren Informationen gibt es bereits jetzt unter: www.stone-tec.com/aussteller

Legt einen Zehn-Punkte-Plan für eine nachhaltige „grüne“ Transformation vor

Anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums veröffentlicht der Verband der deutschen Holzwerkstoffindustrie e. V. (VHI) einen Zehn-Punkte-Plan zum Umbau der deutschen Wirtschaft. „Deutschland übernimmt am ersten Juli die EU-Ratspräsidentschaft und damit die Rolle als Vermittler, Makler und Ideengeber“, erklärt VHI-Geschäftsführerin Anemon Strohmeyer. „Wir sehen das als Chance für die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft.“

Der „Grüne Appell“ des VHI im Wortlaut: „Wir blicken zurück auf ein bewegtes Jahrhundert deutscher Industriegeschichte. Die Ausbreitung des Coronavirus in unserem Jubiläumsjahr stellt uns wie die gesamte deutsche Wirtschaft indes vor eine historische Aufgabe. Wir haben das Krisenmanagement der Bundesregierung von Beginn an unterstützt. Wir stehen an der Seite der Politik, wenn es darum geht, Infektionsketten zu unterbrechen, Lieferketten zu sichern und die wirtschaftlichen Lebensgrundlagen der Gesellschaft zu schützen.

Gemeinsam drängen wir das Coronavirus zurück. Gemeinsam meistern wir die Krise. Die Bundesregierung hat ein gewaltiges Konjunkturpaket vorgelegt: Stärkung der Binnennachfrage, Förderung von Investitionen, Senkung der EEG-Umlage. Es ist ein Zukunftspaket für die deutsche Wirtschaft. Es ist ein starkes Signal für die deutsche Industrie in einer existenzbedrohenden Zeit. Die Bundesregierung stellt die richtigen Weichen zur rechten Zeit. Dafür sind wir dankbar.

Dennoch darf das Konjunkturpaket nicht den Blick auf die solidarisch zu tragende, gesamtwirtschaftliche Herausforderung verstellen. Wir sind uns sicher: Die wirtschaftliche Erholung wird noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Und sie nimmt alle Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in die Pflicht. Die Corona-Pandemie ist die ökonomische Herausforderung des Jahrzehnts. Gleichzeitig bietet sie eine einmalige Chance. Denn der Wandel hin zu einer noch klimafreundlicheren und widerstandsfähigeren Wirtschaft rückt jetzt in Reichweite. Die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft erscheint möglicher denn je. Wir können die Corona-Krise und die Klimakrise gleichzeitig bewältigen. Darin liegt auch eine große Chance für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft.

Wir appellieren an alle Akteure in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft, diese Transformation mit visionärer Kraft zu gestalten. Wir sind überzeugt, dass Investitionen in Umwelt- und Klimaschutz, in kohlendioxidarme Wertschöpfungsketten und Produkte neue Impulse für Wachstum und Beschäftigung setzen, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stärken und deutsche Unternehmen widerstandsfähiger gegen künftige Krisen machen. Der Schlüssel liegt in der Effizienzsteigerung der Rohstoffverwendung und der konsequenten Etablierung der Kreislaufwirtschaft.

Die deutsche Holzwerkstoffindustrie sieht sich traditionell dem nachhaltigen Wachstum verpflichtet. Wir stehen für die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder, die ressourceneffiziente Verwendung der Rohstoffe, die Schaffung langlebiger und recyclingfähiger Produkte und verstehen uns am Ende der Kreislaufwirtschaft als Säule der Energiewende: Der im Holz gespeicherte Kohlenstoff wird in unseren Produkten gebunden und nach mehrmaliger Nutzung in Kaskaden hocheffizient energetisch verwertet. Wir produzieren in geschlossenen Kreisläufen und schaffen innovative, nachhaltige Produkte für die Bereiche Bau, Möbel und Verpackungen. So sichern wir Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Lebensstandards. Wir können unseren Beitrag zur nachhaltigen Transformation des Wirtschaftssystems leisten. Und wir werden unseren Beitrag leisten – auf nationaler und auf europäischer Ebene. 

Als größter Produzent in Europa unterstützen wir uneingeschränkt den „European Green Deal“ und das ambitionierte Ziel, Europa bis 2050 klimaneutral umzubauen. Dafür muss jetzt der Grundstein gelegt werden. Es liegt in der deutschen Verantwortung, die europäische Vorreiterrolle anzunehmen. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft bietet hierfür die Gelegenheit. Neben der Bewältigung der Corona-Folgen und dem Wiederaufbau der Wirtschaft muss der Klimaschutz einen Schwerpunkt der EU-Ratspräsidentschaft bilden. Die Präsidentschaft steht unter dem Motto „Gemeinsam. Europa wieder stark machen.“ Und wir meinen: Nachhaltiges Wachstum ist die beste Strategie für Wirtschaftswachstum und ein starkes Europa.

Die nachhaltige Transformation steht am Anfang des zweiten Jahrhunderts unserer Verbandsgeschichte. Wir gehen es voller Zuversicht und Tatkraft an: Wir blicken zurück. Und wir schauen nach vorn. Wir schaffen Beschäftigung. Und wir schaffen Wirtschaftskraft. Wir schaffen eine lebenswerte Welt.“

Welche Maßnahmen für die Transformation aus Sicht der Holzwerkstoffindustrie erforderlich sind, hat der VHI in einem Zehn-Punkte-Plan dargelegt, den es hier im Download gibt: Zehn-Punkte-Plan des VHI.

Vorstandswechsel und neue Organisationsstruktur

Mit Wirkung zum 1. Juli 2020 hat der Aufsichtsrat Thomas Sampers (56) in den Vorstand der Renolit SE berufen. Der Diplom-Betriebswirt löst zugleich das amtierende Vorstandsmitglied Dr. Axel Bruder ab, der seit 2005 Teil des Gremiums war. Dr. Bruder wechselt zum gleichen Zeitpunkt nach Erreichen der Altersgrenze auf eigenen Wunsch hin in den Ruhestand. Nach Ausscheiden aus dem Vorstand wird er dem Unternehmen weiter beratend zur Seite stehen.
Thomas Sampers ist seit 2017 für die Renolit Gruppe tätig und leitete bislang die Geschäftseinheit Healthcare (ehemals Renolit Medical). Im Rahmen seiner Vorstandsfunktion wird er neben der Geschäftseinheit Healthcare mit den dazugehörigen internationalen Produktionsstandorten Commerce (USA), Valparaíso (Chile), Enkhuizen (Niederlande), Thansau (Deutschland) und Peking (China) auch den zentralen Bereich Corporate Supply Chain betreuen.
Neben der personellen Veränderung im Vorstand, die im letzten Jahr begann und nun ihren Abschluss findet, gibt es auch Veränderungen in der Organisationsstruktur der Renolit Gruppe: Das Unternehmen teilt sich nun in 13 Geschäftseinheiten/Market Units auf. Die geänderte Organisationsstruktur geht auf die neue Unternehmensstrategie zurück. Diese wurde erarbeitet, um das Unternehmen bis zum Jahr 2025 noch zielorientierter aufzustellen. Die neue Strategie gibt unter anderem Antworten auf die Fragen: Wo will die Renolit Gruppe in fünf Jahren stehen? Welche Trends bestimmen die Zukunft des Unternehmens? Welche Weichen müssen jetzt für den weiteren Erfolg des Unternehmens gestellt werden?

Die Renolit Gruppe wird sich in Zukunft noch deutlicher als innovatives Familienunternehmen positionieren, das mit seinen Kunststofffolienlösungen und verwandten Produkten Maßstäbe in verschiedenen Branchen setzt. „Mit der neuen Strategie haben wir die Perspektive vom Markt her auf Renolit gerichtet. Folglich haben wir unsere Geschäftseinheiten angepasst, um Wachstumschancen schneller und innovativer nutzen zu können“, erklärt Vorstandsvorsitzender Michael Kundel.

Um noch fokussierter agieren zu können, hat Renolit seine Kompetenzen in verschiedenen Produkt- und Entwicklungsfeldern gebündelt und zugleich Bereiche getrennt. „Die einzelnen Marktsegmente sind zunehmend komplexer geworden und haben gleichzeitig innovative Neuproduktentwicklungen in angrenzenden Märkten vorangetrieben. Durch die Neuausrichtung können wir unsere Märkte sehr zielgerichtet bedienen, noch besser auf die spezifischen Kundenbedingungen eingehen und gleichzeitig mehr Transparenz für neue chancenreiche Marktsegmente schaffen”, beschreibt Michael Kundel den Hintergrund für die neue Organisationsstruktur, die Anfang Mai 2020 in Kraft getreten ist.

Die Renolit Gruppe teilt sich in folgende Geschäftseinheiten auf: Exterior Solutions, Visual Communication, Interior Surfaces, Roofcare, Pool, Protect, Composites, Healthcare, Facade, Wind Energy, Civil Engineering, Maritime und B2C.
Die neue Unternehmensstruktur ist ab 1. Juli 2020 auf der Website renolit.com einsehbar.

Erste Komplettküche und Deutschland-Offensive

Das dänische Designküchenlabel Reform geht in die Offensive und stellt sich breiter auf. In Hamburg-Ottensen hat unlängst der dritte Showroom in Deutschland eröffnet, der vierte in München soll noch in diesem Jahr folgen. Die Gründer Jeppe Christensen und Michael Andersen waren 2014 in Kopenhagen mit der Idee gestartet, Ikea-Küchen durch andere Fronten upzugraden. Jetzt verfügt der Direktvermarkter über ein eigenes Komplettprodukt. Vorgestellt wurde in der Friedensallee 3-5 ein gerade gelaunchtes modulares Schranksystem, nachdem schon zu Jahresbeginn eigene Schubladen ins Sortiment aufgenommen worden waren. „Damit streben wir ein anderes Qualitäts- und Servicelevel an“, sagt Isabel Meyer, die PR-Managerin für die DACH-Region.

Neu ist, dass Reform Küchen bald auch Geräte mit anbieten wird. „Wir verhandeln gerade mit der BSH-Gruppe, welche Marke oder Marken es werden“, verrät Rebecca Werst, Geschäftsführerin für die DACH-Region sowie Belgien und Frankreich. Bisher wollte Reform keine Geräte verkaufen, weil der Preiskampf im Internet so groß ist. Doch weil Reform Küchen jetzt auch Schränke und Schubladen im Portfolio hat, möchte man das Alles-aus-einer-Hand-Paket offerieren.

Trotz Corona-Pandemie gibt Reform seine ursprünglichen Umsatzziele für 2020 nicht auf. 2019 waren es laut Werst etwas über zehn Mio. Euro Umsatz, und für 2020 ist eine Verdoppelung geplant. „Es ist noch in keinem Jahr so viel passiert wie in diesem, von daher ist das Wachstum durchaus realistisch“, erklärt sie. 70 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen zurzeit. Vermarktet wird online und über Showrooms. Wie in Hamburg ist Vielfalt Trumpf. Gebürstetes Aluminium von David Thulstrop ist zu sehen oder ein „Match“-Sideboard, das immer zu mindestens 80 Prozent aus recyceltem Polyethylen bestehen und zu 100 Prozent recycelbar sein muss. Das „Up“-Design steht für eine andere Art Nachhaltigkeit. Die Schränke bestehen aus End- und Reststücken des Douglasienholzes von Dinesen, die für deren hochwertige Bodendielen keine Verwendung fanden. „Wir bringen sie in die Kreislaufwirtschaft“, so Isabel Meyer.

Markenzeichen von Reform sind der runde eingelassene Griff und auch die kubisch klare Form, die durch dieselbe Stärke der Fronten und die nicht überstehenden Arbeitsplatte hervorgerufen wird. Trotz der vielen Neuheiten: „Die Basisküche in Linoleum ist auf jeden Fall nach wie vor unser Bestseller in Deutschland“, versichert Rebecca Werst. Und der deutsche Markt liefere sich zurzeit schon mit dem dänischen ein Kopf- an-Kopfrennen hinsichtlich des Umsatzes, obwohl der Heimatmarkt einen großen zeitlichen Vorsprung habe.

Generalbevollmächtigung für Andreas Pötz und ein neuer CSO für die Surteco GmbH

Der Vorstand der Surteco Group SE hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats den bisherigen Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Finanzen und Rechnungswesen der Surteco GmbH, Herrn Andreas Pötz, ab 1. Juli 2020 zum einzelvertretungsberechtigten Prokuristen und Generalbevollmächtigten der Surteco Group SE ernannt. Herr Pötz verantwortet künftig als CFO die Bereiche Controlling, Rechnungswesen, Personal, Recht, Steuern, Investor Relations, IT, Treasury und allgemeine Verwaltung der Surteco Group SE und des Surteco Konzerns.

Die Gesellschaft bedankt sich bei Herrn Andreas Riedl, dessen Vorstandsvertrag am 30. Juni 2020 auslief, für seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit und sein Engagement für den Konzern.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2020 übernimmt Herr Maximilian Betzler die Vertriebsverantwortung für den europäischen Markt zusätzlich zu den Regionen Nordamerika und Ozeanien als CSO der Surteco GmbH sowie die Vertriebsverantwortung für die Dakor Melamin Imprägnierungen GmbH und Surtecoart GmbH. Herr Pötz und Herr Betzler legen im Zuge ihrer neuen Aufgaben die Tätigkeiten als Geschäftsführer der Surteco GmbH nieder. Herr Wolfgang Moyses und Herr Manfred Bracher übernehmen nun wie geplant die Geschäftsführung der Surteco GmbH und den Vorstand der Surteco Group SE in Personalunion. Somit wurde ein weiterer wichtiger Schritt in der Verschlankung der Konzernstrukturen vollzogen.