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Autor: Möbelfertigung

Hüllmann folgt ab Januar als Vorstandsvorsitzender auf Paasivaara

Der Vorstand des VDMA Fachverbandes Holzbearbeitungsmaschinen hat ab kommendem Januar einen neuen Vorsitzenden: Markus Hüllmann, Mehrheitsinhaber und geschäftsführender Gesellschafter der G. Kraft Maschinenbau GmbH aus Rietberg wurde in der Herbstsitzung des Vorstandes zum Nachfolger von Pekka Paasivaara, scheidender Vorstandvorsitzender der Homag Group aus Schopfloch, ab dem ersten Januar 2021 gewählt.

Die Mitgliederversammlung, die am heute Vormittag in virtuellem Rahmen stattfand, hat per Briefwahl fünf neue Vorstände in das Gremium gewählt: Gregor Baumbusch, Vorstandsvorsitzender der Michael Weinig AG aus Tauberbischofsheim, der bereits als Gast mitgearbeitet hatte; Dieffenbacher-Geschäftsführer Christian Dieffenbacher aus Eppingen; Ove Lange, Geschäftsführer der Anthon GmbH aus Flensburg; Wolfgang Rohner, Geschäftsführer der Ima Schelling Group aus Lübbecke und Heiner Wemhöner, Geschäftsführer der Wemhöner Surface Technologies GmbH Co. KG in Herford.

„Dass wir unseren Vorstand um mehrere führende Branchenunternehmen verstärken konnten, freut mich sehr. Das wird dem Gremium neue Impulse geben. Auch mit meinem Nachfolger Markus Hüllmann ist der Fachverband auf einem sehr guten Weg“, sagte Pekka Paasivaara, der seine Position als Vorstand und Vorsitzender des Vorstandes aus persönlichen Gründen zum Jahresende abgibt.

Weiterhin gehören dem Vorstand an:

  • Dr. Stefan Brand, Geschäftsführer Vollmer Werke GmbH, Biberach
  • Frank Diez, Vorstandsvorsitzender der Ledermann GmbH & Co. KG, Horb, dessen Mandat von der Mitgliederversammlung erneuert wurde
  • Jürgen Köppel, Geschäftsführer der Leitz AG, Oberkochen
  • Matthias Krauss, Vorstandsvorsitzender der Mafell AG, Oberndorf
  • Olaf Rohrbeck, CSO/CTO der Robert Bürkle GmbH, Freudenstadt
  • Dr. Dieter Siempelkamp, Ehrenvorsitzender des Beirates der G. Siempelkamp GmbH & Co. KG, Krefeld und ebenfalls Ehrenvorsitzender im VDMA Fachverband
  • Dr. Stefan Möhringer, Geschäftsführer der Simon Möhringer GmbH & Co. KG, Wiesentheid
  • Peter Schaeidt, Geschäftsführer der Baljer & Zembrod GmbH & Co. KG, Altshausen

Klaus-Jürgen Lange, Geschäftsführer der Anthon GmbH in Flensburg legt sein Mandat aus Altersgründen nieder. „Wir verfolgen eine Vielzahl von aktuellen Projekten, die unsere Branche nach vorne bringen werden. Etwa zur Digitalisierung der Produktion in der Holzwirtschaft, oder auch zur internationalen Marktbearbeitung. Der verstärkte Vorstand wird uns dabei noch schlagkräftiger machen“, kommentierte Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer des Fachverbandes die Vorstandswahl. „Ganz herzlich möchte ich mich im Namen der gesamten Branche bei Pekka Paasivaara bedanken, der den Verband zwei Jahre als Vorsitzender gelenkt hat. Und ebenso herzlich und dankbar verabschieden wir Klaus-Jürgen Lange, der dem Vorstand 32 Jahre lang angehört hat.“

25 Jahre Innovationen für die Türenindustrie

Innovationen am laufenden Band. So lässt sich in doppeltem Wortsinn die Intention auf den Punkt bringen, mit der das Unternehmen Basys seit nunmehr 25 Jahren am Markt agiert. In einem Vierteljahrhundert entstand im lippischen Kalletal ein komplettes Baubeschlagprogramm, Band- und Schließblechsysteme für gefälzte und stumpf einschlagende Innen- und Außentüren. Das inhabergeführte Familienunternehmen versteht sich als Problemlöser für Türen- und Zargenhersteller in ganz Europa sowie für nationale und internationale Kunden aus Handel und Handwerk.

Doch alles begann zunächst mit Möbelbeschlägen, und zwar in der zum Hettich-Konzern gehörenden Oni Metallwarenfabrik in Herford. Hier übernahm Albert Bartels Senior als Ingenieur für die Fertigungsrationalisierung Ende der 1950er Jahre die Aufgabe, einen neuen Standort für das wachsende Geschäft mit den Möbelscharnieren zu suchen. Bartels fand diesen im Kalletal, managte Umzug und Aufbau des Betriebes und verantwortete fortan die technische Leitung.

Als Bartels Ende der 1960er Jahre auf der „Eisenwarenmesse“ in Köln auf Bernhard Herbers trifft, ebnet das den Weg vom Möbel- zum Baubeschlag. Herbers, Mitbegründer und damaliger Geschäftsführer des Türenherstellers Herholz in Ahaus, konfrontiert Albert Bartels Senior mit der Idee, Beschläge für die automatisierte Türenfertigung zu bauen. So entwickelt das Werk in Kalletal parallel zu den Möbelscharnieren bald die ersten Türenbänder. Das ruft weitere deutsche Industriekunden auf den Plan. Den Vertrieb managt Albert Bartels Senior selbst.

Mitte der 1990er Jahre ändert sich die Gesellschafterstruktur im Hettich-Konzern und mit ihr die Strategieausrichtung. Die Entscheidung zugunsten der Möbelbeschläge hat weitreichende Folgen für das Werk in Kalletal, das zu diesem Zeitpunkt bereits zu 65 Prozent Türbeschläge produziert. So verwirklicht Albert Bartels Senior schließlich seinen Plan und kauft gemeinsam mit Sohn Albert Bartels Junior, der bereits Werkzeugmechaniker gelernt und anschließend Maschinenbau studiert hatte, das Unternehmen mit 65 Mitarbeitern aus dem Hettich-Konzern heraus. So steht der Name Basys seit November 1995 für Bartels Systembeschläge.

Vater und Sohn lösen zunächst den Investitionsstau auf, der aufgrund des vorausgegangenen Sparkurses entstanden war, und widmen sich der Modernisierung des Maschinenparks sowie der Optimierung der Prozesse. Zudem wollen sie der Kleinteiligkeit im Markt etwas entgegensetzen und entwickeln die Baubeschläge – entsprechend der im Unternehmensnamen selbst auferlegten Forderung – nach einer ausgetüftelten Systematik. Die in sich konsistenten Band- und Schließblechsysteme bieten in fräskompatiblen Gruppen Variabilität bei den Tragfähigkeiten und Funktionen. Das reduziert Teile, erleichtert Verarbeitung und Automatisierbarkeit. Basys lässt sich bei der Entwicklung immer wieder intensiv auf die Kunden ein, passt sich mit seinen Produkten den Fertigungsstraßen der Industrie an, behält das Ohr nah am Verarbeiter.

2001 steigt auch Jürgen Bartels, der jüngere Bruder von Albert, ins Familienunternehmen ein, übernimmt die Bereiche Vertrieb und Marketing. In dieser Zeit bekommt Basys gerade die Flaute in der deutschen Türenindustrie zu spüren und beginnt damit, auch im Ausland Kunden zu gewinnen und das Exportgeschäft aufzubauen. Damit einher geht das stete Engagement für einen einheitlichen europäischen Qualitätsstandard für verdeckt liegende Bänder sowie für Zertifizierungen, um den jeweils länderspezifischen Bauverordnungen insbesondere beim Brandschutz zu entsprechen.

Als erster deutscher Hersteller präsentiert das Unternehmen auf dem Messestand von Herholz zur „Bau“ 2001 ein verdeckt liegendes und dreidimensional justierbares Band für stumpf einschlagende Türen und initiiert damit einen neuen innenarchitektonischen Designtrend.

Zahlreiche Preise zeugen bereits von der Innovationskraft des Mittelständlers. Dazu gehört zum Beispiel der German Design Award 2016 für das „Masterband FX2 120 3-D FD“, ein verdeckt liegendes Band für überfälzte Haus- und Wohnungsabschlusstüren mit großem Überschlag und Flügeldichtung, dessen Drehpunkt erstmals im Überschlag liegt. Nur ein Jahr später erhält das verdeckt liegende Band „Pivota DX Close“, das Innentüren ohne sichtbaren Türschließer sanft und selbsttätig ins Schloss zieht, den Innovationspreis „Architektur + Bauwesen“ und ein „Best of best“ beim „Iconic Award: Innovative Interior“ 2018. Seinen vorläufigen Höhepunkt feiert Basys 2018 mit der TOP 100-Auszeichnung als eines der innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands.

Die Innovationen lassen den Auftragseingang stetig ansteigen. Basys begegnet dem Wachstum mit Kapazitätserweiterungen am Standort in Kalletal. 2012 entsteht auf dem Gelände im Gewerbegebiet Echternhagen die dritte Halle, um Platz für Neuinvestitionen zu schaffen. Im Jahr 2017 baut Basys Halle 4 und lagert die Automatenstanzerei um. Damit einher gehen weitere Investitionen, wie beispielsweise in neue Oberflächentechnik. Eine hohe Fertigungstiefe und schlanke, schnelle Produktionsprozesse sorgen für Flexibilität, mit der das Unternehmen individuellen Kundenwünschen nachkommen und kleinere Losgrößen liefern kann.

25 Jahre nach Unternehmensgründung sieht sich Basys gut aufgestellt. 2019 beteiligten sich rund 100 Mitarbeiter auf 5.000 Quadratmetern im Zweischichtbetrieb an der Wertschöpfung. Für 2020 erwarten Albert und Jürgen Bartels, das Vorjahresniveau zu erreichen. In der Coronakrise musste BaSys bislang nicht auf das Instrument Kurzarbeit zurückgreifen, konnte seinen Mitarbeitern sichere Arbeitsplätze bieten.

Mit den deutschsprachigen Kunden in der D/A/CH-Region und in Südtirol sei man, so Jürgen Bartels, bisher relativ stabil durch die Krise gekommen. Der fremdsprachige Auslandsmarkt, auf dem BaSys in erster Linie über Objektgeschäfte agiert, zeige sich durchwachsen. Bei einem Exportanteil von inzwischen 30 Prozent liefert das Unternehmen in 36 Länder weltweit, vor allem innerhalb Europas, aber auch nach Nordamerika sowie in den Nahen und Mittleren Osten.

Albert Bartels Senior zog sich 2012 aus der Geschäftsleitung zurück. Seitdem führen die Brüder Albert und Jürgen Bartels das Unternehmen gemeinsam in zweiter Generation mit klarer Aufgabenteilung. Albert verantwortet als Techniker die Produktion und angegliederte Prozesse, Jürgen leitet Marketing und Vertrieb. Die geringe Mitarbeiterfluktuation führen beide auf ihre bodenständige lippische Mentalität zurück, die zudem dafür sorgt, dass sich Basys als einer der größten Arbeitgeber der Region keine Sorgen um den Fachkräftenachwuchs machen muss. Und auch der Nachwuchs in der Eigentümerfamilie schicke sich schon an, das Unternehmen einmal weiterzuführen zu wollen.

HDH

Das Geschäftsklima bei Holz: Lage erholt sich, Erwartungen trüben ein

Das Geschäftsklima im Holzgewerbe erholte sich im Oktober 2020 nach dem leichten Einbruch im August wieder: Der Wert der Geschäftslage stieg im Vergleich zum Vormonat von +33 auf +41 Punkte. Im Oktober 2019 hatte dieser Wert bei +31 Punkten gelegen. Die Geschäftserwartungen fielen im Vergleich zum Vormonat von +8 auf -4 Punkte. Im September 2019 hatte der Wert bei -31 Punkten gelegen.

Hat die Mehrheitsbeteiligung an Ipac aufgegeben

Fagus-Grecon, ein international führender Hersteller von Schuhleisten, Brandschutzsystemen und Messtechnik mit Sitz in Alfeld, hat seine im September 2016 erworbene Mehrheitsbeteiligung an dem österreichischen Messgerätehersteller Ipac GmbH zum 31. Oktober 2020 abgegeben. Die bisher erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Unternehmen in den Bereichen Verkauf und Service wird fortgesetzt.

Harald Jordan, Gründungsmitglied und geschäftsführender Gesellschafter der Ipac hat die Mehrheitsanteile des Unternehmens von Fagus-Grecon übernommen und ist damit Alleineigentümer. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Während der Zusammenarbeit mit Fagus-Grecon hat Ipac das offline Farbmesssystem „ACMS“ weiterentwickelt, sowie die Produktpalette um die nach eigenen Angaben weltweit erste und einzige ortsaufgelöste multispektrale inline Farbmessung erweitert.

Die bestehenden Geschäftsbeziehungen und die inzwischen erreichte Marktposition sichern den von Ipac erfolgreich eingeschlagenen Wachstumskurs.

„Die Entwicklung des Unternehmens, die laufenden Projekte und die Aufrechterhaltung des etablierten Serviceniveaus sind langfristig finanziert. Mit den neuen Produkten ,ACMS zero‘ und ,ICMS zero‘ ist Ipac für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Wir werden unsere Position als attraktiver Partner für die Digitalisierungs- und Digitaldruckprojekte unserer Kunden weiter ausbauen“, so Harald Jordan zur Lage und zum Ausblick für das Unternehmen.

Findet nicht im Mai, sondern Ende September statt

Die „Ligna“ 2021 geht in den Herbst und verschiebt ihren ursprünglichen Veranstaltungstermin vom Mai auf den 27. September bis 1. Oktober 2021. Nach intensiven Überlegungen und Gesprächen sowie mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen des weltweiten Infektionsgeschehens im Zuge der Corona-Pandemie hat die Deutsche Messe gemeinsam mit dem VDMA entschieden, die „Ligna“ im kommenden Jahr um rund fünf Monate zu verschieben.

„Durch die andauernde Pandemie, die zunehmenden Restriktionen und den erneuten Lockdown herrscht eine große Verunsicherung im Markt. Das nehmen wir sehr ernst“, betont Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. „Die Entscheidung zur Verschiebung der ,Ligna‘ ist uns sehr schwer gefallen, aber sie ist die einzig konsequente Maßnahme, um allen Beteiligten Planungssicherheit und die nötige Vorlaufzeit für die Vorbereitungen zu geben. Das entsprechende Hygiene- und Schutzkonzept steht und mit der Durchführung der ,Infa‘ jetzt im Oktober ist auch in der Praxis bewiesen, dass Veranstaltungen in Pandemiezeiten sicher durchführbar sind. Wir müssen bei der ,Ligna‘ berücksichtigen, dass ganze Maschinenparks mit langem Vorlauf und hohem Aufwand konzipiert, aufgebaut und im Live-Betrieb präsentiert werden. Dies erfordert eine Messeplanung von vielen Monaten. Das lässt sich nur in Verbindung mit ausreichend vielen und internationalen Entscheidern auf Besucherseite vertreten. Damit die „Ligna“ als Weltleitmesse dem gerecht werden kann, muss Anbietern wie Anwendern ausreichend Planungssicherheit für eine Teilnahme gegeben sein – und die ist für den September/Oktober deutlich höher als für den Mai 2021.“

Auch der VDMA als Mitveranstalter der „Ligna“ sieht die Verschiebung des Veranstaltungstermins als einzig probates Mittel, um die weltweit wichtigste Messe für die internationale Holzindustrie im Sinne aller Beteiligten erfolgreich durchführen zu können. „Die Verschiebung der ,Ligna‘ ist absolut notwendig. Für unsere Unternehmen und die Kunden der holzbe- und verarbeitenden Industrie ist sie die weltweit wichtigste Plattform“, sagt Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer im VDMA Fachverband Holzbearbeitungsmaschinen. „Die Branche braucht diesen Marktplatz. Wir wollen mit der ,Ligna‘ im September 2021 ein Signal zum Aufbruch senden, das neue Impulse und Investitionen im weltweiten Markt auslöst.“

„Wir freuen uns schon jetzt auf zahlreiche Innovationen vor allem in den drei Fokusthemen der ,Ligna‘ 2021 Transformation der Holzbearbeitung, Vorfertigungsprozesse im Holzbau sowie Prozesstechnologien der Bioökonomie“, ergänzt Christian Pfeiffer, Global Director „Ligna“ & Woodworking Shows bei der Deutschen Messe. „Die ,Ligna‘ 2021 wird auch im September, dann erstmalig als hybride Veranstaltung, ihre Funktion als führendes Branchen-Event unterstreichen und das weltweite Angebot an Werkzeugen, Maschinen und Anlagen der Holzbe- und -verarbeitung präsentieren.“

Rohstoff-Verknappung führt zu Engpässen in der Möbelindustrie

Volle Auftragsbücher, aber eine stockende Rohstoff-Versorgung: Die Möbelindustrie in Österreich muss sich in den nächsten Wochen auf Lieferengpässe einstellen. Aktuell befindet sich die Branche insbesondere in den Bereichen Federkerne und Schaumstoffprodukte in einer angespannten Situation. So steht die Federkernproduktion aufgrund der steigenden Nachfrage in der Möbelbranche, aber auch durch vorgelagerte Versorgungsschwierigkeiten mit Walz und veredeltem Draht stark unter Druck.

Gleichzeitig zeichnet sich bei der Lieferung von Schaumstoffen ebenfalls eine schwierige Versorgungslage ab. In diesem Bereich haben durchgeführte Wartungen und außerplanmäßige Stillstände bei Rohstofflieferanten zu einer dramatischen Verknappung von Polyol- und TDI-Produkten geführt. Die Konsequenz daraus sind signifikante Preiserhöhungen bei den Zukaufprodukten, was sich auf die komplette Lieferkette auswirkt und somit auch die Möbelindustrie belastet. Hinzu kommt, dass nach dem Corona-bedingten Lockdown im März dieses Jahres der Verkauf von Matratzen und Möbeln deutlich gestiegen ist.

Auch wenn ausreichende Kapazitäten verfügbar wären, könnten Matratzen ohne die genannten Basismaterialien der Rohstofflieferanten nicht produziert werden. Fazit: Die aktuelle Marktsituation im Zusammenspiel mit der akuten Versorgungsproblematik zieht längerfristig Produktionsrückstände nach sich. So stellt sich die Österreichische Möbelindustrie darauf ein, dass die Lieferengpässe vermutlich noch bis Ende des ersten Quartals 2021 zu spüren sein werden.

Volle Auftragsbücher, aber eine stockende Rohstoff-Versorgung: Die Möbelindustrie in Österreich muss sich in den nächsten Wochen auf Lieferengpässe einstellen. Aktuell befindet sich die Branche insbesondere in den Bereichen Federkerne und Schaumstoffprodukte in einer angespannten Situation. So steht die Federkernproduktion aufgrund der steigenden Nachfrage in der Möbelbranche, aber auch durch vorgelagerte Versorgungsschwierigkeiten mit Walz und veredeltem Draht stark unter Druck.

Gleichzeitig zeichnet sich bei der Lieferung von Schaumstoffen ebenfalls eine schwierige Versorgungslage ab. In diesem Bereich haben durchgeführte Wartungen und außerplanmäßige Stillstände bei Rohstofflieferanten zu einer dramatischen Verknappung von Polyol- und TDI-Produkten geführt. Die Konsequenz daraus sind signifikante Preiserhöhungen bei den Zukaufprodukten, was sich auf die komplette Lieferkette auswirkt und somit auch die Möbelindustrie belastet. Hinzu kommt, dass nach dem Corona-bedingten Lockdown im März dieses Jahres der Verkauf von Matratzen und Möbeln deutlich gestiegen ist.

Auch wenn ausreichende Kapazitäten verfügbar wären, könnten Matratzen ohne die genannten Basismaterialien der Rohstofflieferanten nicht produziert werden. Fazit: Die aktuelle Marktsituation im Zusammenspiel mit der akuten Versorgungsproblematik zieht längerfristig Produktionsrückstände nach sich. So stellt sich die Österreichische Möbelindustrie darauf ein, dass die Lieferengpässe vermutlich noch bis Ende des ersten Quartals 2021 zu spüren sein werden.

HDH

Umsätze im Holzgewerbe bis Juli 2020 größtenteils im Plus

Die amtlichen Zahlen zu den Umsätzen im Holzgewerbe lagen im Zeitraum Januar bis August 2020 über dem Niveau des Vorjahres. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Umsätze um 1,3 Prozent. Dabei lagen die einzelnen Segmente teils im positiven, teils im negativen Bereich. Die Umsätze bei Holzverpackungen sanken um -0,3 Prozent. Der Baunahe Bereich legte um 5,2 Prozent zu. Bei den Holzwerkstoffen ging es um -3,3 Prozent nach unten, während die Umsätze der Sägewerke um 1,3 Prozent stiegen.

Ist unter den Finalisten beim „Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur“ 2021

Der „Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur“ prämiert in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) herausragende und beispielhafte Leistungen im Bausektor, die Beiträge zur Transformation zu nachhaltigem Leben und Wirtschaften leisten und darüber hinaus große Innovationskraft sowie eine hohe gestalterische Qualität aufweisen. Der sechsgeschossige Holzmassiv-Wohnbau „Walden 48“ in Berlin von den Scharabi Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Anne Raupach wurde von der Jury in die Runde der drei Finalisten gewählt. Der konstruktive Holzbau stammt von Rubner Holzbau.

Der „Deutsche Nachhaltigkeitspreis“ prämiert vor allem wegweisende Beiträge zur Transformation in eine nachhaltige Zukunft. Der Preis will alle wichtigen Akteurinnen und Akteure zum Wandel motivieren, sie über Grenzen hinweg vernetzen und Partnerschaften anregen. Er zeigt an den besten Beispielen, wie ökologischer und sozialer Fortschritt schneller gelingen kann. Der Nachhaltigkeitspreis fokussiert auf jene Transformationsfelder, in denen es besonders großen Handlungsdruck gibt. Die Felder spiegeln die Sustainable Developments Goals (SDGs) der Vereinten Nationen (UNO) und die Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung wider: Klima, Biodiversität, Ressourcen, Fairness und Gesellschaft. Europas größte Auszeichnung für ökologisches und soziales Engagement wird zum dreizehnten Mal vergeben, über 800 Einreichungen in sieben Kategorien verdeutlichen den Stellenwert des Preises. Der Sieger in der Kategorie Architektur wird am 4. Dezember 2020 in Düsseldorf bekanntgegeben.

Das Wohnhaus „Walden 48“ sei ein sehr gelungenes Beispiel innerstädtischer Nachverdichtung. Die Vorbildwirkung des Projektes liege in der hohen Qualität architektonischer Gestaltung. Als Gebäude mit starkem Anteil an sichtbaren Holzoberflächen und -fassaden sei es beispielhaft für den urbanen Holzbau und setze einen Meilenstein im Diskurs um den Wohnungsbau in Holzbauweise, der gerade in Berlin einsetzt – so die Jury für den „Deutschen Nachhaltigkeitspreis“ 2020, für den der Wohnbau zusätzlich zum „Architekturpreis Berlin“ 2020 nominiert wurde.

Das Projekt wurde durch Scharabi Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Anne Raupach realisiert. Die Architekten haben bereits vor 15 Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und sich auf den Baustoff Holz spezialisiert. Heute zählen Sie zu den Spezialisten im mehrgeschossigen Holzbau im urbanen Kontext. Den nur rund 5 Prozent höheren Projektkosten im Vergleich zu konventioneller Bauweise standen zahlreiche Vorteile des Holzbaus gegenüber, wie beispielsweise eine um etwa drei Monate verkürzte Bauzeit verbunden mit einer größeren nutzbaren Netto-Grundfläche bei gleicher Brutto-Grundfläche aufgrund geringerer Bautiefe der Fassaden.

Neun Berufseinsteiger und ein neuer Ausbildungsberuf

Im September 2020 haben neun junge Menschen ihre Berufsausbildung beim Großfachhändler Seefelder begonnen. Die Azubis absolvierten zunächst ein Einstiegsprogramm, um ihren zukünftigen Betrieb und die neuen Kollegen kennenzulernen. Seefelder sieht sich als Experte, um den täglichen Bedarf von Tischlern, Schreinern sowie Verarbeitern aus dem holz- und metallverarbeitenden Handwerk sowie kleinerer und mittlerer Industriebetriebe an Beschlägen, Montagetechnik und Werkzeugen zu decken. Derzeit arbeiten an insgesamt neun deutschen Standorten rund 190 Mitarbeiter.

Erstmals bildet das Unternehmen in diesem Jahr neben Kaufleuten für das Groß- und Außenhandelsmanagement zwei Kaufmänner im E-Commerce aus. In der verantwortungsvollen Position agieren sie an der Schnittstelle zwischen Einkauf, Marketing, Logistik, Buchhaltung und IT. Im Zentrum stehen die verkaufsfördernde Produktpräsentation im Webshop und den Social Media-Kanälen sowie Planung, Umsetzung und Auswertung von zielgruppen- und produktspezifischen Onlinemarketingmaßnahmen.

„Das perfekte Zusammenspiel von Außen- und Innendienst, Katalog, Webshop und Abholshops ermöglicht unseren Kunden eine flexible Bestellung rund um die Uhr und die bedarfsgerechte Lieferung respektive Abholung der Ware. Mit qualifiziertem Nachwuchs wollen wir den Bereich E-Commerce für unser Sortiment, das rund 200.000 Artikel umfasst, weiter ausbauen“, erläutert Seefelder-Vertriebsleiter Christian Zierer die Bedeutung des neuen Ausbildungsberufs für das Unternehmen.

Während ihrer dreijährigen Ausbildung durchlaufen die Azubis alle relevanten Seefelder-Abteilungen vom Innendienst und dem Thekenverkauf über Kommissionierung, Warenein- und -ausgang bis hin zur Stammdatenpflege und dem Marketing. Zu den Unterrichtsfächern an der Berufsschule gehören betriebs- und gesamtwirtschaftliche Prozesse, Prozesse im E-Commerce, Vertrags- und Projektmanagement sowie kaufmännische Steuerung und Kontrolle.

Bei Seefelder freut man sich über den Fachkräftenachwuchs. Ziel ist es, den jungen Menschen eine gute Ausbildung zu bieten und darüber hinaus einen zukunftsorientierten Arbeitsplatz mit attraktiven Perspektiven. Derzeit absolvieren 21 junge Menschen ihre Ausbildung im Unternehmen.