Wirtschaftsminister der Bundesländer wollen Zukunft der Messewirtschaft sichern
Die Wirtschaftsminister der Bundesländer fordern, dass die Bundesregierung eine Initiative zur Sicherung und Weiterentwicklung der deutschen Messewirtschaft starten soll. Ansonsten droht die Gefahr, dass die international führende Branche durch die andauernden Corona-bedingten Messe-Absagen geschwächt werde.
Die Wirtschaftsminister betonen, dass in Deutschland weiterhin möglichst viele internationale Leitmessen stattfinden müssen. Denn gerade der deutsche Mittelstand erhalte damit ideale Voraussetzungen für die Stärkung seines Exportgeschäfts. Darüber hinaus müssen die Messegesellschaften trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen in die Lage versetzt werden, dass sie in Digitalisierung, aber auch in die Energie-Effizienz ihrer Messekapazitäten investieren können.
Zudem sollen Messe-Genehmigungen durch die Gesundheitsbehörden so gestaltet werden, dass auch bei Zunahme des Infektionsgeschehens kurzfristige Absagen vermieden werden. Denn gerade die Vielzahl von Absagen kann zu irreparablen Schäden durch Insolvenzen führen. Ebenso müsse es auf anderen Gebieten verlässliche Rahmenbedingungen geben, etwa bei der möglichst ungehinderten Einreise ausländischer Messeteilnehmer. Im Rahmen der Kompetenzen der Länder sei eine möglichst frühzeitige Wiederaufnahme der Messedurchführung anzustreben. Die Konferenz bittet das Bundeswirtschaftsministerium, sich in Beratungen und Verhandlungen zur Stärkung der Messen in Deutschland weiterhin aktiv einzubringen.
„Das ist eine wertvolle Unterstützung und Ermutigung für die Messewirtschaft angesichts von Umsatzrückgängen bei Veranstaltern und Dienstleistern von 70 bis 80 Prozent im Jahr 2020“, so der Auma-Vorsitzende Philip Harting. „Außerdem beklagen die Aussteller in erheblichem Umfang fehlende Geschäftschancen und direkte wirtschaftliche Einbußen aufgrund abgesagter Messen Jeder Schritt zu stabileren Rahmenbedingungen für Messen unterstützt auch die Wirtschaft als Ganzes“.









