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Autor: Möbelfertigung

Jetzt anmelden zum Webinar: „Effizient Möbel bauen“

Hettich und „Swood“ von Eficad bieten im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft ein benutzerfreundliches Tool, mit dem „Swood“-Anwender jederzeit auf alle Hettich-Produkte in ihren Bibliotheken zugreifen können, um diese zu aktualisieren sowie Anpassungen zu planen.

Die Hettich Produktdatenbank ist dank des neuen „Hardware Installer“ jetzt innerhalb der „Swood“-Bibliotheken verfügbar. Damit wird das manuelle Einrichten einer Beschlagbibliothek überflüssig. „Swood“-Anwender sind nicht nur auf dem neuesten Stand der innovativen Produktpalette von Hettich, sondern können mit dem Tool auch jedes Datenelement in ihrer 3D-Holzverarbeitung und dem Möbelbau verwenden. Die derzeit verfügbaren Produktreihen sind: „Avantech You“, „Innotech“, „Intermat“, „Arcitech“ und „Sensys“. Weitere werden folgen.

Im englischsprachigen Webinar „Effizient Möbel bauen: Integration von Hettich Beschlagdaten mit dem ,Swood‘ Hardware Installer“ am 29. Juli um 15:30 Uhr wird gezeigt, wie einfach sich mit diesem Tool Hettich-Beschläge als fertige „Swood“-Boxen planen lassen. Kostenfreie Anmeldung unter: https://my.demio.com/ref/UwMmEUucF0iyIldx

„In Zukunft wollen wir noch mehr Branchen bedienen“

Kein Unternehmen ist in Sachen dekorative Oberfläche so breit aufgestellt wie Surteco. Was auch eine Herausforderung ist. So gelingt es nicht immer, die Kompetenzen
effizient zu bündeln. Das soll in Zukunft besser werden, wie CSO Max Betzler und der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Moyses betonen. Zudem wird in Internationa­lität und Innovationen investiert, denn die Gruppe denkt zunehmend sowohl über Europa als auch die Möbel­industrie hinaus.
möbelfertigung: Surteco ist mit einem überschaubaren Umsatz-Rückgang und damit stabil durch das „Corona-Jahr“ 2020 gekommen. Wie ist das gelungen und worin lagen die größten Herausforderungen?
Wolfgang Moyses: Nach dem ersten Schock im zweiten Quartal investierten die Menschen stark in ihr Zuhause. Auch wurden die Baustellen die ganze Zeit betrieben und es fand eine rege Bautätigkeit statt. Zudem sind wir mit unserem Profilbereich stark im Baumarkt vertreten. Von allem haben wir natürlich profitiert.
Max Betzler: Unser Corona-Maßnahmenpaket hat unheimlich gut gegriffen. Alle Standorte weltweit konnten durchgehend produzieren. Das hat uns natürlich sehr geholfen, die starke Nachfrage durch alle Produktsegmente hindurch ab dem dritten Quartal gut zu bedienen.
Insgesamt hatte Surteco international eine gute Konjunktur – durch alle Produktsegmente hindurch. In der Region Ozeanien profitierten wir zudem besonders vom Caravan-Boom, wobei dieser natürlich auch in allen anderen Regionen positiv spürbar war und ist.

möbelfertigung: In welchen Bereichen ist ­Surteco aus Ihrer Sicht stark und wo wollen Sie die Schlagkraft erhöhen?
Max Betzler: In Sachen Kante sind wir global sehr gut aufgestellt. Aktuell überlegen wir uns unterschiedliche Vertriebswege. Da sieht es für uns, global betrachtet, heterogen aus.
In diesem Zusammenhang spielt auch das Thema Digitalisierung eine große Rolle und diesbezüglich können wir sicher noch besser werden.
Weit vorne sind wir beim Thema Strukturgeber. Da haben wir mit der LM-10 eine neue Technologie entwickelt und ganz sicher eine Benchmark gesetzt. In der durchimprägnierten Finishfolie sehen wir uns als Marktführer.
Sicherlich mehr geht im Bereich ­Dekorpapier. Da ist Surteco keiner der drei Großen. Was jedoch die Dekorqualität angeht, sehe ich die Surteco als führend an. Diesen Führungsanspruch begründen wir mit den Tätigkeiten von Surteco-Art. Da sind wir die Avantgardistischen und Mutigsten. Und diese Top-Position werden wir in Zukunft mit dem Digitaldruck noch mehr ausspielen.
Nach wie vor existiert Nachholbedarf in ­Sachen Fußboden. Da hat Surteco länger keine Kollektion angeboten. Eine solche gibt es jetzt wieder und sie wird auch gut angenommen. Allerdings herrscht seit Corona das Problem, dass die Holzwerkstoffhersteller, aufgrund der extrem hohen Nachfrage und Lieferengpässen, selbst ältere Kollektionen noch nicht konsequent und breit in die Märkte bringen konnten. Sie sind halt absolut ausgelastet.

Das komplette Interview lesen Sie in der Ausgabe 4/2021 der „möbelfertigung“, die Mitte Juli erscheint.

Außerdem in der Ausgabe: Philipp Blum über die derzeitige Lieferketten-Situation, Leitz und Hunger erklären das Quattrofügen, was nach der Übernahme durch Lectra mit Gerber Technology passiert, Besuch in Continentals Technologie-Zentrum bei Freiburg, Kommentar der F&E-Profis von Adler Lacke über antibakterielle Oberflächen, Sascha Kostros und Dieter Baumanns von Impress über aktuelle Veränderungen im Unternehmen, Claudia Küchen und Sabrina Wieland von Schattdecor über Designtrends, Wie Saviola das Geschäft in Deutschland anheizen will, wie Frisia-Möbelteile besonders Oberflächenschonende Roboter nutzt, warum Kraft Maschinenbau Becker Sondermaschinenbau übernommen hat und noch viel viel mehr.

Außerdem: Die große Übersicht der Dekor-Spezialisten und die große Übersicht der Werkstoff-Spezialisten.

H.B. Fuller ist neuer Kooperationspartner

H.B. Fuller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Klebstoffen für die holzverarbeitende Industrie und arbeitet mit den Werkstoff- sowie Maschinenlieferanten der Branche in enger Partnerschaft zusammen. Die Verbände der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen e.V., Herford, haben mit dem Unternehmen einen neuen, wichtigen Partner für ihr Netzwerk gewinnen können.

Seit 1887 prägt H.B. Fuller nach eigenen Angaben die Klebstoffindustrie maßgeblich. Dabei richtet das Unternehmen seinen Fokus auf die Perfektionierung von Klebstoffen, Dichtungsmitteln und anderen chemischen Spezialprodukten. Der Kundenkreis umfasst Bereiche wie die Elektronik, Einweg-Hygieneartikel und Vliesstoffe, Medizin, Transport, Luft- und Raumfahrt, saubere Energie, Verpackungswesen und Papier, Bauwesen, holzverarbeitende Industrie, Investitions- und Konsumgüterindustrie.

Gehört dem Senat der Wirtschaft Deutschland an

Eine herausragende Würdigung für seine berufliche Leistung erhielt jüngst Dieter Rezbach, Gründer der Lignum Consulting GmbH: Der Branchenexperte für die Holz- und Möbelindustrie wurde in den Senat der Wirtschaft Deutschland berufen und vertritt dort als Senator die Lignum Consulting in einem erlesenen Kreis mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Medien und Kultur.

Der Senat der Wirtschaft vereint Größen, die sich ihrer Verantwortung gegenüber Staat und Gesellschaft besonders bewusst sind. Sie tragen gemeinsam dazu bei, die gemeinwohlorientierten Ziele einer Nachhaltigkeit im Sinne der Ökosozialen Marktwirtschaft praktisch umzusetzen. Der Senat der Wirtschaft lässt damit den traditionellen Gedanken der Senate in der Antike aufleben – ein ausgewogener Kreis von Freunden unabhängigen Geistes folgte dem Gemeinwohl, anstatt allein partikularen Interessen.

Der Senat der Wirtschaft ist rein gemeinwohlorientiert und im stetigen Dialog mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft. Die Ehrensenatoren Jean-Claude Juncker, Prof. Günther Verheugen, Prof. Klaus Töpfer, Prof. Jürgen Rüttgers und Rosi Gollmann sind neben vielen weiteren Experten spannende Impulsgeber.

Die ethischen Grundsätze der Wertegemeinschaft des Senats können auch Grundlage und Leitlinie für das wirtschaftliche Handeln der Mitglieder des Senats sein. Fairness und Partnerschaft im Wirtschaftsleben sowie die soziale Kompetenz von Unternehmern und Führungskräften prägen die Arbeit des Senats.

Dieter Rezbach studierte nach einer Ausbildung als Schreiner Holztechnik an der Fachhochschule in Rosenheim. Nach dem Studium stieg er 1987 in eine Unternehmensberatung ein und sammelte umfassende Projekterfahrung im In- und Ausland. Seine Projekttätigkeit unterbrach er für ein Aufbaustudium der Exportwirtschaft an der Fachhochschule in Pforzheim und ein Studium zum MBA an der University of Central England in Birmingham/England. Nachdem er das Beratungsunternehmen zuletzt als Vorstand führte, gründete er 2003 die Lignum Consulting als neutrales und unabhängiges Beratungsunternehmen und Ingenieurbüro. Mit Schwerpunkt auf technischer, organisatorischer und betriebswirtschaftlicher Beratung werden Kunden aus der Möbelbranche, Bauelementehersteller, Caravan- und Reisemobilproduzenten, Fertighausbauer und Unternehmen aus vielen anderen Bereichen von der Neuplanung bis zur Weiterentwicklung ihrer Produktionsbetriebe beraten. Das Unternehmen zählt heute mit 30 Mitarbeitern und Standorten in Deutschland, USA, Kanada und Brasilien als der führende Ansprechpartner in der Branche.

Dieter Rezbach ist neben seiner aktiven Rolle als Geschäftsführender Gesellschafter der Lignum Consulting in verschiedenen Gremien der Branche engagiert. So ist er zum Beispiel Gründer und Beirat des Netzwerkes Holzindustrie Baden-Württemberg und Mitglied im Industriebeirat an der Hochschule Rosenheim.

Dieter Rezbach freut sich über die Ernennung und fühlt sich gleichermaßen geehrt: „Die Zielsetzung des Wirkens des Senats der Wirtschaft ist die Förderung einer ökologischen und sozialen Marktwirtschaft“, fasst Rezbach zusammen. „Im Fokus liegen dabei im Besonderen unternehmerische Verantwortung, werteorientierte Unternehmensführung und die Unterstützung von gemeinwohlorientierter Politik. Eben eine ,Wirtschaft für Menschen‘. Das ist etwas, was mir in meinem eigenen Unternehmen seit dem ersten Tag sehr wichtig ist. Darüber hinaus bin ich gespannt, wie es sein wird, interdisziplinär mit namhaften Personen zusammenzuarbeiten, sie persönlich zu treffen, mich mit Ihnen auf Augenhöhe auszutauschen und die Belange unserer Branche dort positionieren zu können. Das wird mein künftiges Wirken sicherlich noch einmal positiv beeinflussen“, so der Geschäftsführender Gesellschafter.

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Top-Themen der deutschen Ausgabe: Philipp Blum über Rohstoffe und Lieferketten, Leitz und Hunger erklären das Quattrofügen, Besuch in Continentals Technologie-Zentrum bei Freiburg, Kommentar der F&E-Profis von Adler Lacke über antibakterielle Oberflächen, Sascha Kostros und Dieter Baumanns von Impress über aktuelle Veränderungen im Unternehmen, Daniele Merla über die Deutschland-Pläne von Mauro Saviola, Claudia Küchen und Sabrina Wieland von Schattdecor über Designtrends, Max Betzler und Wolfgang Moyses von Surteco über neue Strategien, wie Frisia-Möbelteile besonders Oberflächenschonende Roboter nutzt, warum Kraft Maschinenbau Becker Sondermaschinenbau übernommen hat und noch viel viel mehr.
Außerdem: Die große Übersicht der Dekor-Spezialisten und die große Übersicht der Werkstoff-Spezialisten.

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24,7 Prozent Umsatzplus aber angespannte Liefer- und Rohstoffsituation

Die Blum-Gruppe erwirtschaftete vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 insgesamt 2.376,75 Millionen Euro Umsatz. Das große Wachstum entspricht einer Steigerung von 24,7 Prozent oder 470 Millionen Euro zum Vorjahr. Die durch die Coronapandemie weltweit gestiegene Nachfrage im Möbelbau hat auch beim Vorarlberger Beschlägehersteller für einen überproportionalen Umsatzanstieg gesorgt und war nicht vorhersehbar. „Die eigenen vier Wände haben während der Krise überall auf der Welt an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig gab es eine Verschiebung des privaten Konsums – weg von klassischen Freizeitaktivitäten, hin zu Investitionen ins eigene Zuhause. Unter anderem auch in Küchen und Möbel“, erklärt Philipp Blum, Geschäftsführer von Blum, die Entwicklung.

Obwohl während der Lockdowns die Möbelgeschäfte teilweise von langen Schließungen betroffen waren, stieg die Nachfrage im Bereich Wohnen und Einrichten weltweit an. Die Märkte Westeuropas verzeichneten dabei ein starkes Wachstum, insbesondere Italien, Frankreich, UK und Deutschland. Große Zuwächse gab es auch in Osteuropa, wie etwa in Polen, Russland, Tschechien und der Türkei. Auch die nordamerikanischen Märkte entwickelten sich gut. Umsatzwachstum gab es auch in den Märkten in Asien und Ozeanien – China hat erneut stark dazu beigetragen. Ein positives Jahr verzeichneten ebenfalls Afrika, Südamerika sowie der Nahe und Mittlere Osten. Der Beschlägespezialist beliefert Kunden in mehr als 120 Märkten – seit Frühjahr 2021 zählen mit der Neugründung von Blum Indonesien weltweit insgesamt 33 Tochtergesellschaften und Repräsentanzen zum Unternehmen. Um nah bei den Kunden zu sein, habe sich gerade die internationale Ausrichtung durch die lokalen Organisationen und Verkaufsteams auf der ganzen Welt während der Pandemie als besonders wichtig erwiesen, ist Philipp Blum überzeugt. Die Umsatzverteilung der Blum-Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. „Wir erwirtschaften nach wie vor den größten Teil unseres Umsatzes, nämlich 44 Prozent, in unserem Heimmarkt, der Europäischen Union“, informiert Philipp Blum. Die USA bleiben mit einem Anteil von 13 Prozent der größte Einzelmarkt, die anderen Märkte weltweit tragen 43 Prozent zum Gesamtumsatz bei.

„Die große Nachfrage nach Küchen und Möbeln und somit nach Blum-Produkten ist mehr als erfreulich, stellt uns aber, besonders im Produktionsumfeld, vor extreme Herausforderungen“, gibt Geschäftsführer Martin Blum zu bedenken. Die sichere und verlässliche Versorgung seiner Kunden mit Beschlägen habe für das Vorarlberger Traditionsunternehmen oberste Priorität. „Ein großes Dankeschön gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie haben mit ihrer unglaublichen Einsatzbereitschaft und Flexibilität maßgeblich dazu beigetragen, dieses außergewöhnliche Jahr zu bewältigen“, betont Martin Blum. Mit Ende des Wirtschaftsjahres arbeiten 8.778 Kollegen weltweit für Blum, davon 6.551 in Vorarlberg. Im vergangenen Jahr wurden in Vorarlberg 371 neue Mitarbeitende eingestellt, weltweit 429. Die Lehre – die Ausbildung junger Menschen zu Fachkräften – bleibt für Blum weiterhin ein wichtiger Faktor, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und sich langfristig für die Zukunft aufzustellen. Mit 1. September starten 93 neue Lehrlinge ihre Ausbildung bei Blum in Vorarlberg, 8 junge Menschen in den USA und 2 in Polen.

Die weltweiten Gesamtinvestitionen für das vergangene Wirtschaftsjahr liegen bei 259 Mio. Euro, 176 Mio. davon in Vorarlberg. Blum investiert auch in diesen herausfordernden Zeiten konstant und langfristig in die Erweiterung der Gebäude, Maschinen und Anlagen. „Durch die langfristigen Planungen waren wir überhaupt in der Lage, dieser unerwartet starken Nachfrage bestmöglich zu begegnen“, so Martin Blum. Die Erweiterung im Werk 4 in Bregenz wird noch im Sommer in Betrieb genommen. Im Werk 6 in Gaißau ist der Start für den Ausbau der Produktion und des Hochregallagers bereits erfolgt, die Inbetriebnahme ist für Mitte 2023 geplant. „Wir bekennen uns damit auch weiterhin klar zum Produktionsstandort Vorarlberg“, informiert Martin Blum. Im Sinne einer gesunden Wachstumsstrategie stärkt die Blum-Gruppe mit weltweiten Investitionen die internationale Ausrichtung. Die Betriebserweiterung in Polen geht ebenso voran, Blum rechnet mit einer Fertigstellung ab Herbst 2023. Der Bau des Produktionsstandorts China wird Anfang 2022 abgeschlossen sein. „Das ist ein stark wachsender Markt – um die Nachfrage im chinesischen Markt abzudecken, haben wir uns für den Aufbau einer lokalen Produktion entschieden. Das bringt uns eine höhere Flexibilität, wir sind näher bei unseren Kunden und vermeiden lange Transportwege“, erklärt der Geschäftsführer.
Der massive Bedarf in der Küchen- und Möbelbranche sowie anderen Industrien führt seit Monaten zu einer enormen Verknappung bei Rohmaterialien wie Stahl. „Auch unsere Kunden müssen derzeit leider länger auf unsere Produkte warten“, informiert Martin Blum und ergänzt: „Nur durch die teilweise angepassten Lieferzeiten ist es uns möglich, die rapide gestiegene Nachfrage aus den Märkten zu bedienen.“ Der Stahlpreis hat sich nahezu verdoppelt, aber auch Kunststoff, Verpackungen, Zink oder Aluminium sind von massiven Preissteigerungen betroffen. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Transportwesen: Die gesamte internationale Lieferkette ist unter Druck, sowohl im Land- als auch im Seeverkehr wurden die Preise teilweise empfindlich erhöht. „Auch wenn die Situation aktuell sehr herausfordernd ist, sorgen unsere langjährigen Partnerschaften mit unseren Lieferanten zumindest für eine gewisse Stabilität“, ist Martin Blum überzeugt.
Auch in einem turbulenten Wirtschaftsjahr sieht Blum die laufenden Innovationen bei den Produkten und Services als Versicherung für die Zukunft. Mit der hybriden Veranstaltung „Blum Connects“ im Rahmen der Weltleitmesse „Interzum“ nutzte das Familienunternehmen digitale Technologien – in einer Kombination aus lokalen Veranstaltungen bei den Marktorganisationen und digitalen Elementen präsentierte der Beschlägehersteller seine Innovationen weltweit seinen Kunden. „Revego“, das Pocketsystem als Lösung zum Verschließen großer Fronten ist erstmals bei verschiedenen Kunden im Einsatz und bietet individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für kleine und große Räume. Für minimalistisches Design steht „Aventos HKi“, ein Beschlag, der selbst beim Öffnen kaum sichtbar ist. Auch dem Trend nach dunklen und metallischen Oberflächen kommt Blum bei den Möbelbeschlägen nach. „Wir versuchen, die Designwünsche unserer Kunden nach mehr Individualität in Küchen und Möbel mit unseren Beschlagslösungen zu unterstützten“, berichtet Philipp Blum.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung werden die internationalen Lieferketten sowie die Verfügbarkeit beim Rohmaterial noch länger so angespannt bleiben. „Wir hoffen, dass uns – auch aufgrund der hohen Durchimpfungsrate – weitere Lockdowns erspart bleiben“, sagt Philipp Blum. Gleichzeitig stelle sich die Frage, ob der Homing-Trend und die damit verbundene Verschiebung des privaten Konsums von Dauer seien. Für Philipp Blum ist klar: „Die Erfahrungen, die wir als Unternehmen in den letzten eineinhalb Jahren gemacht haben, bringen uns weiter voran. Die digitalen Möglichkeiten bieten viele Chancen, allerdings haben sie auch aufgezeigt, dass persönliche Gespräche und der Austausch nicht ersetzbar sind.“ Für das gesamte Unternehmen gelte weiterhin, für die weltweiten Kunden ein verlässlicher Partner zu sein.

Neues von Continental, Kraft, Lectra, Schattdecor und der „Sicam“

Sie ist wirklich randvoll mit guten und exklusiven Themen und vor allem zahlreichen Interviews: Die Ausgabe 4/2021 der „möbelfertigung“. Sie erfahren beispielsweise, wie Continental seine Position als Technologieführer und Innovationstreiber ausbaut – denn in Freiburg eröffnete der Konzern unlängst das Technologiezentrum für funktionalen Druck. Die „möbelfertigung“ machte sich vor Ort ein Bild.

Auch bei der G. Kraft Maschinenbau waren wir. Nur knapp 14 Tage, nachdem öffentlich bekannt gegeben wurde, dass von Kraft mehrheitlich Anteile an der Becker Sondermaschinenbau GmbH erworben wurden. Inhaber Markus Hüllmann nahm sich viel Zeit für ein sehr angenehmes Treffen.

Was hat CEO Daniel Harari von Lectra vor, jetzt nachdem der langjährige Marktbegleiter Gerber Technology übernommen wurde? Und wie kam es überhaupt zu dieser Übernahme? Das hat das Team der „möbelfertigung“ interessiert. Darum haben wir auch dort das Gespräch gesucht.

Claudia Küchen hat das Thema Design beim Weltmarktführer Schattdecor geprägt, wie niemand sonst. Als Vorstand verantwortet sie aktuell neben dem Design auch die Ressorts Marketing, Kommunikation und Dekormanagement weltweit. Die Abteilungsleitung für das Designteam hat Sabrina Wieland inne. Im Doppel-Interview sprechen die beiden Kreativen unter anderem über digitale Recherche- und Präsentationsmöglichkeiten, Designtrends in einer schnelllebigen Welt und die neue Kollektion.

Die „Sicam“ 2021 vom 12. bis 15. Oktober in Pordenone soll die erste Präsenzmesse der Zulieferbranche seit Beginn der Pandemie Anfang 2020 werden. 90 Prozent der Fläche von 2019 sind belegt, sagt Messe-Chef Carlo Giobbi. Zwar haben einige Beschläge-Größen abgesagt, dafür sind namhafte Neu-Aussteller aus dem dekorativen Segment dabei.

 

Außerdem in der Ausgabe: Philipp Blum über Rohstoffe und Lieferketten, Leitz und Hunger erklären das Quattrofügen, Kommentar der F&E-Profis von Adler Lacke über antibakterielle Oberflächen, Sascha Kostros und Dieter Baumanns von Impress über aktuelle Veränderungen im Unternehmen, Daniele Merla über die Deutschland-Pläne von Mauro Saviola, Max Betzler und Wolfgang Moyses von Surteco über neue Strategien, wie Frisia-Möbelteile besonders Oberflächenschonende Roboter nutzt, womit die Ima Schelling Group aktuell bei Kunden punktet und noch viel mehr.

Und natürlich: Die große Übersicht der Dekor-Spezialisten und die große Übersicht der Werkstoff-Spezialisten.

Mit „Unika“ erfindet Domus Line die Multitasking-Beleuchtung

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In den eigenen vier Wänden macht das richtige Zubehör oft den Unterschied aus. Als sich die Idee des Wohnbereichs als ein Ort, der auf die persönlichen Anforderungen zugeschnitten sein muss durchsetzte, führte dies zur Planung von einfach zu bedienenden und ergonomischen Gegenständen mit neuen Funktionen.  Wer wie Domus Line Beleuchtungs- und Stromversorgungssysteme konstruiert und herstellt, findet in der Küche eine besondere Inspirationsquelle: Die Suche nach Lösungen, die der Lichtleistung neue, scheinbar elementare, aber keineswegs banale Funktionen hinzufügen, ist eine absolut reizvolle Herausforderung.

Nicht nur elektrische Küchengeräte müssen mit Strom versorgt werden (Amazon listet 16 Kategorien auf, darunter Küchenmaschinen, Wasserkocher, Toaster, Kaffeemaschinen, Stabmixer, Reiskocher und viele mehr), sondern auch das Smartphone oder andere Geräte müssen geladen werden, vielleicht während man gerade die Lieblings-Playlist bei Spotify hört oder auf YouTube dem Star-Koch bei der Zubereitung der einzig wahren Tagliatelle al Ragù zuschaut.

Dass in der Küche viele Steckdosen und USB-Anschlüsse benötigt werden, ist keine Neuigkeit, ebenso wie ihre leider oft störende Präsenz: sie benötigen häufig viel Platz, sind unschön anzusehen und befinden sich meist überall außer dort, wo man sie benötigt. Einbaulösungen in der Küchenarbeitsplatte (wie zum Beispiel die versenkbaren Steckdosenleisten) beanspruchen kostbaren Platz, der für eine Schublade unter der Arbeitsplatte genutzt werden könnte. Sie reduzieren die Arbeitsfläche, die außer von den Steckdosen auch von den störenden Stromkabeln der Küchengeräte belegt wird, welche die Speisenvorbereitung und das Kochen behindern. Zudem befinden sich diese Steckdosentypen häufig zu nah an der Spüle oder am Kochfeld, woraus sich eine potenzielle Gefährdung durch Flüssigkeiten und die Hitze des Kochfelds ergibt.

Als Antwort auf diese Probleme hat Domus Line „Unika“ entwickelt, eine Multitasking-Leuchte mit Leuchtrand, die eine Steckdose, einen doppelten USB-Anschluss und sogar einen Multifunktionsschalter integriert. All dies befindet sich gemäß der Philosophie des less is more in einem abgeschrägten zylindrischen Korpus mit eleganten und essentiellen Linien, der als Unterbaulichtlösung für die Wandanbaumontage vorgesehen ist.

„Unika“ vereint minimalistisches Design und maximale Funktionalität in einer Lösung, die für eine perfekte Beleuchtung der Küchenarbeitsplatte sorgt und gleichzeitig Steckdosen bereitstellt, die aufgrund ihrer Lage unter dem Küchenoberschrank oder Wandregal in einer absolut sicheren Position sind und zudem dem Kabelgewirr der Küchengeräte auf der Arbeitsplatte den Garaus machen.

„Unika“ kann mit einem Touch-Schalter konfiguriert werden, der auch bei Berührung mit nassen Fingern sicher ist und die Ein- und Ausschaltung, die Helligkeitsregelung und die Einstellung der Farbtemperatur (d.h. der Lichtfarbe) der einzelnen Leuchte und aller anderen in der Küche vorhandenen „Unika“ Leuchten ermöglicht, einschließlich der Leuchten mit integrierten Steckdosen und USB-Anschlüssen mit Schnellladefunktion. Die Wandanbaumontage unter dem Küchenoberschrank oder Wandregal verbirgt zudem die rückseitigen Kabel und erleichtert den Anschluss an die Stromversorgung und das Netzteil.

Mehr infos: https://www.domusline.com/de/

Video zum Produkt:

https://youtu.be/_6Qu75qX_3k

Verzeichnet zweistellige Zuwachsraten

Duravit geht gestärkt aus der Corona-Krise hervor. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 konnte die Duravit Gruppe ihren weltweiten Umsatz im ersten Halbjahr 2021 um 34 Prozent steigern. Um den deutlichen Corona-bedingten Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2020 zu relativieren, hilft ein Vergleich mit 2019. Das Wachstum gegenüber 2019 beträgt stolze 18 Prozent. Überproportional starkes Wachstum konnte in dem unverändert boomenden Markt China verzeichnet werden.

Auch der deutsche Markt steuerte mit einem Plus von 19 Prozent ganz erheblich zu dem Erfolg im ersten Halbjahr 2021 (Duravit AG exklusive Akquisition) bei. In Deutschland konnten mit dem Großhandel mit über 70 Prozent Umsatzanteil sehr gute Wachstumsimpulse erreicht werden.

„In den vergangenen Jahren lag das durchschnittliche Umsatzwachstum bei drei bis vier Prozent – dieses Tempo wollen wir in diesem und den kommenden Jahren deutlich steigern. Mit unserer strategischen Ausrichtung ‚Das Badezimmer aus einer Hand‘ sind wir auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen“, sagt Duravit CEO Stephan Tahy, der das Unternehmen seit nunmehr einem Jahr führt. „Duravit hat sich während der Pandemie stark weiterentwickelt. Dieser Schritt in die Zukunft war und ist eine absolute Teamleistung, die höchstes Lob verdient.“

Auf der Produktseite wurde das Wachstum unverändert stark durch Erfolge im Bereich der Keramik gestützt. Speziell Produkte von Philippe Starck und Neueinführungen wie die „D-Neo“ Serie konnten das Wachstum vorantreiben. Den Trend nach mehr Hygiene konnte Duravit mit Dusch-WC’s bedienen. Die „Sensowash“ Dusch-WC-Reihe war dabei im Jahr 2021 ein Volltreffer.

Die große Nachfrage nach den unterschiedlichsten Produkten, die sich in den vollen Auftragsbüchern widerspiegelt, kann derzeit trotz der Rohstoffknappheit gedeckt werden, ohne dass es zu langen Lieferzeiten für die Kunden kommt. Hauptgrund hierfür ist, dass Duravit schon seit Jahren auf eine „local-for-local-Strategie“ mit regionalen Produktionen und Beschaffungswegen setzt. Die aktuellen Rohstoff-Preiserhöhungen spürt auch Duravit. „Dennoch fahren wir aktuell in allen Märkten auf maximaler Kapazität und freuen uns über das großartige Teamwork unserer Mitarbeiter, die den Erfolg trotz des herausfordernden Umfelds stemmen. Sie sind die Säulen unseres Erfolgs und der wahre Markenkern“, so CEO Stephan Tahy.

„Der Großhandel ist und bleibt unser wichtigster Vertriebskanal. Premium-Produkte erfordern bestmögliche Beratung und höchste Kompetenz“, so Jürgen Beining, neuer Vertriebschef Europa bei Duravit.

Gleichzeitig arbeitet Duravit weiter konsequent an der Digitalisierung aller Bereiche. „Während der Corona-Krise mit ihren weitreichenden Beschränkungen konnte jeder die Bedeutung digitaler Vertriebswege selbst erfahren“, ergänzt Beining. „Aus diesem Grund konzentrieren wir uns darauf, den Mehrwert für unsere Kunden mit digitalen Serviceangeboten nachhaltig auszubauen.“

In Zukunft wird Duravit die Produkt-Offensive fortsetzen. Geplant sind unter anderem zwei neue Serien mit Stardesigner Philippe Starck. Ebenso soll der bisherige Erfolg des Armaturensegments weiter ausgebaut und damit der Fokus auf das „Badezimmer aus einer Hand“ verstärkt werden. In Kooperation mit einem internationalen Netzwerk von Designern wie Bertrand Lejoly schafft Duravit so einzigartige Badezimmer-Welten in höchster Qualität. Um diesen Anspruch zu unterstreichen, bietet das Unternehmen seit März 2021 eine lebenslange Garantie für über 20 seiner Keramikserien.