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Autor: Möbelfertigung

Vorbereitungen für die Herbstmessen abgeschlossen

Es kann losgehen: Die Vorbereitungen für „Area30“ und „Cube30“ vom 18. bis 23. September in Löhne sowie die „Küchenwohntrends“ in Salzburg als Live-Events und andererseits „kuechenherbst.online“ als übergreifende virtuelle Plattform sind abgeschlossen, teilte Veranstalter Trendfairs mit.

Für die „Area30“ seien rund 10.000 Quadratmeter fest gebucht und aufgeplant und über 120 Aussteller sowie Marken dabei, darunter viele bekannte Größen, aber auch zahlreiche Newcomer. Namen und Daten seien tagesaktuell online verfügbar. Damit könne die „Area30“ in diesem Jahr, wie die „Gewinnerbranche Küche“ insgesamt, sehr schnell wieder zu alter Größe aufschließen.

Für die Rundum-Sicherheit aller Messegäste hat Trendfairs viel getan. Neben einer noch großzügigeren Dimensionierung von Ein- und Ausgängen und der Möglichkeit zum frühzeitigen und kontaktlosen Online-Check-in gibt erwartet die Gäste ein Frischluft-Belüftungssystem mit mehrfach stündlichem Luftaustausch. In Kombination mit weiteren Hochleistungsabsauganlagen ist in den Messehallen die maximal durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen zugelassene Besucherzahl gestattet. Das erlaubt allen Messegästen eine Kontaktvielzahl wie zu Vorpandemie-Zeiten. Dass Abstandsregeln, weitgehende Maskenpflicht und die „3G-Eintrittsregel“ gelten – also ausgewiesen Getestet, Geimpft oder Genesen – versteht sich von selbst und ist im Interesse aller.

Auch die begleitende, jedoch deutlich weitgreifendere Online-Messe unter www.kuechenherbst.online erfreut sich guter Nachfrage, teilte Trendfairs mit. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen wurden zahlreiche Neuerungen implementiert, so ein einfacherer und schnellerer Login und der nun mögliche Zugriff von allen Geräten und Betriebssystemen – in zwei Sprachen und weltweit 24/7. Zudem wurden die Zugriffe auf Neuheiten und Themenwelten beschleunigt. Im besonderen Fokus stand die Verbesserung der Kommunikationstools, denn jede Messe – ob virtuell, live oder hybrid – ist nicht nur ein Wettbewerb um die besten Ideen und Lösungen, sondern immer eine wichtige Plattform zu Meinungsaustausch und für gute Geschäfte.

Unter diesen Maßgaben greifen nicht nur „Area30“/„Cube30“ mit „kuechenherbst.online“ Hand in Hand, sondern auch die sich wenige Wochen später anschließende „Küchenwohntrends“ mit der „Möbel Austria“ im österreichischen Salzburg zwischen 6. und 8. Oktober. Neuzugänge im Bereich „Wohnen“ sind beispielsweise Gwinner, Jess oder Tommy M.

„Mehrwerte und eine hybride Brücke bildet der virtuelle Auftritt der kommenden Küchenwohntrends. Freigeschaltet gemeinsam mit www.kuechenherbst.online, ist die neue Web-Version www.kuechenwohntrends.at noch profilierter, leistungsstärker und geschäftsorientierter gestaltet“, verspricht Trendfairs.

Villeroy & Boch

Herausragende Geschäftsentwicklung auch im zweiten Quartal

Die starke Einrichtungsnachfrage treibt die Geschäftszahlen von Villeroy & Boch in die Höhe: Nach einem Umsatzanstieg im ersten Quartal 2021 von +22,4 Prozent erreichte der Konzern im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg von +43,0 Prozent, wobei das Vorjahresquartal stark durch die Corona-Pandemie beeinträchtigt war. Insgesamt konnte der Umsatz im ersten Halbjahr 2021 auf 449,6 Millionen Euro (inkl. Lizenzerlöse) gesteigert werden und liegt damit um 108,9 Millionen Euro beziehungsweise 32,0 Prozent über Vorjahr.

Die Auftragseingänge des ersten Halbjahres 2021 führten im Vergleich zum 31. Dezember 2020 zu einer Erhöhung des Auftragsbestands um 65,8 Millionen Euro auf 166,6 Millionen Euro. Davon entfielen 134,4 Millionen Euro (31.12.2020: 85,1 Mio. Euro) auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness und 32,2 Millionen Euro (31.12.2020: 15,7 Mio. Euro) auf den Unternehmensbereich Dining & Lifestyle.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2021 in beiden Unternehmensbereichen vor allem aufgrund der erreichten Umsatzsteigerung und der umgesetzten Strukturmaßnahmen auf 39,0 Millionen Euro (Vorjahr: -10,0 Mio. Euro). Das Ergebnis des Vorjahres war allerdings durch den mit der Corona-Krise in Zusammenhang stehenden Nachfrageeinbruch und die nachfolgenden Werksstillstände beziehungsweise -drosselungen belastet.

Der Vorstand der Villeroy & Boch AG hat angesichts der weiterhin sehr positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr die Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Geschäftsjahr 2021 deutlich angehoben. Wie in der Ad-hoc-Mitteilung vom 30. Juni 2021 bereits veröffentlicht, wird nun eine Steigerung des Konzernumsatzes auf ca. 885 Millionen Euro (+10,5 %) sowie einen Anstieg des operativen Konzern-ergebnisses von rund 50 Millionen Euro im Vorjahr auf über 75 Millionen Euro erwartet. Die Erhöhung der Ergebnisprognose beruht primär auf der außerordentlich positiven Umsatzentwicklung des ersten Halbjahres sowie auf nachhaltigen Kosteneinsparungen in den Strukturen.

„Die herausragende Geschäftsentwicklung hat sich auch im zweiten Quartal fortgesetzt. Wir verzeichnen konstant hohe Auftragsbestände. Der Stellenwert des Zuhauses und damit die Nachfrage nach unseren Produkten ist erheblich gestiegen“, erklärt Frank Göring, Vorstandsvorsitzender des Villeroy & Boch-Konzerns.

Für das Restjahr erwartet der Konzern nicht zuletzt aufgrund des hohen Auftragsbestands keine wesentliche Veränderung der Dynamik, allerdings ist zu berücksichtigen, dass das zweite Halbjahr 2020 stark von Nachholeffekten im Umsatz und in der Produktion sowie einem anhaltend stringenten Kostenmanagement geprägt war. Folglich lässt sich die Ergebnisverbesserung des ersten Halbjahres nicht linear fortschreiben. Die operative Nettovermögensrendite wird aufgrund der angepassten Ziele in einem Korridor zwischen 22 Prozent und 25 Prozent erwartet.

Michael Then neuer Vorstand für den Bereich Produktion und Oberfläche

Ab Oktober 2021 wird Michael Then, zuletzt Bereichsleiter Produktion Oberfläche, die Nachfolge von Kurt Mack als Vorstand Produktion und Oberfläche antreten. Damit wird das Vorstandsressort, das nach dem Ausscheiden Macks vorübergehend von Roland Auer (CEO) übernommen worden ist, ab Herbst zum Verantwortungsbereich von Michael Then zählen. Weiterhin verantwortet er die Bereiche Produktweiterentwicklung und Qualitätssicherung. Der Schattdecor-Vorstand erweitert sich damit wieder von fünf auf sechs Vorstände.

Roland Auer, Vorstandsvorsitzender der Schattdecor AG: „Zusammen mit Walter Schatt und wenigen anderen Kollegen, zählte Mack zu den ‚Männern der ersten Stunde‘. Auf ihn folgt mit Michael Then wieder ein Schattdecor-Mann, der das Unternehmen von der Pike auf kennengelernt hat – nicht zuletzt durch seine jahrelange Erfahrung im In- und Ausland. Das macht uns sehr stolz. Mit seinen mehr als 23 Jahren bei Schattdecor hat Michael Then ein besonderes Gespür für Unternehmen und Mitarbeiter entwickelt. Wir sind uns sicher, beide werden von seinem Engagement profitieren. Als internationaler Weltmarktführer, der aktuell an 16 Schattdecor-Standorten weltweit produziert, braucht es einen Vorstand, der sich mit vollem Augenmerk und seiner ganzen Kraft auf diesen für uns so wesentlichen und entscheidenden Bereich konzentrieren kann. Wir freuen uns sehr darauf, dass diese verantwortungsvolle Aufgabe auch künftig in vertrauten Händen liegt. Die Berufung zum Vorstand ist zudem ein großes Zeichen von Anerkennung und Wertschätzung für die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit und seinen außergewöhnlichen Einsatz.“

Nach seinem Einstieg 1998 als Ingenieur im Bereich Technik, übernahm Then von 2005 bis 2009 die Geschäftsführung am brasilianischen Schattdecor-Druckstandort in Curitiba und wurde dort mit dem Aufbau und der Inbetriebnahme des neuen Werkes betraut. Danach kehrte der gebürtige Rosenheimer in seine Heimat zurück und koordinierte für Schattdecor, von Thansau aus, den Produktionsbereich Folie, wo er zeitweise die Leitung des Digitaldrucks übernahm. 2017 erfolgte die Ernennung zum Bereichsleiter Oberfläche. Mit Michael Then verstärkt ab Oktober 2021 ein weiterer erfahrener Schattdecor-Mann den Vorstand der AG im Bereich Produktion und Oberfläche, Produktweiterentwicklung und Qualitätssicherung.

Mit dem österreichischen „Exportpreis“ 2021 in Silber ausgezeichnet

Es war ein besonderes Fest – die „Exporters´Nite“ am 29. Juni 2021 im Museumsquartier in Wien, im Rahmen dessen die Österreichische Wirtschaftskammer jene Unternehmen auszeichnete, die durch ihr internationales Engagement den wirtschaftlichen Aufschwung in Österreich vorantreiben.

FN Neuhofer freute sich den „Exportpreis in Silber“ in der Kategorie „Handel und Gewerbe“, der Franz Neuhofer, Eigentümer und Geschäftsführer der 10. Generation, von Wirtschaftsministerin Dr. Margarete Schramböck und Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Harald Mahrer übergeben wurde.

„Über den Exportpreis in Silber freuen wir uns sehr und sind stolz darauf, dass damit der tägliche Einsatz aller unserer Mitarbeiter und der sich daraus ergebende Erfolg auf besondere Art gewürdigt wird. Darüber hinaus unterstreicht die Auszeichnung, dass der eingeschlagene Weg der richtige ist“, freut sich Franz Neuhofer.

Das Familienunternehmen besteht seit 371 Jahren. Zur langfristigen Absicherung des Standorts in Zell am Moos wurde bereits in den vergangenen Jahren ein zweistelliger Millionenbetrag in modernste Hobel- und Ummantelungstechnologie, Verpackungsroboter, Anlagenverkettungen, Digitaldrucktechnologie und Lagerhallen investiert. Aktuell wird die größte Investition der Firmengeschichte umgesetzt. Diese sieht neue Lager- und Produktionshallen (8.800 Quadratmeter zusätzliche Produktionsfläche) sowie ein mehrstöckiges Bürogebäude inklusive Schauraum vor.

Fischer

Markenbotschafter Michael Jung im Podcast

Vielseitigkeitsreiter Michael Jung ist einer der erfolgreichsten deutschen Sportler – und Markenbotschafter der Unternehmensgruppe Fischer. Seit Beginn dieser Partnerschaft im Jahr 2012 kann der Ausnahmesportler auf dreimal olympisches Gold und einmal Silber verweisen. Die Olympischen Spiele in Tokio betrachtet Michael Jung als ganz besonderen Wettbewerb, wie er in der Podcast-Reihe „Fischer Highlights“ berichtet.

Die Vorbereitungen für einen der bedeutendsten internationalen Sportwettbewerbe laufen für Michael Jung und seine Pferde „FischerChipmunk“ und „FischerWild Wave“ auf Hochtouren. Darüber sprach der Olympionike jetzt im Podcast „Fischer Highlights“. Zunächst geht es nach Warendorf ins Münster-land, wo sich die Pferde bis zu ihrer Abreise nach Japan in Quarantäne befinden. Was die Beförderung der Vierbeiner nach Fernost angeht, so der Olympionike, sei alles bestens vorbereitet.

Das Vielseitigkeitsreiten umfasst mit Dressur, Geländeritt und Springen gleich drei Disziplinen. „Dieser Wettbewerb ist wie ein Triathlon, man muss in allen drei Bereichen hervorragend sein“, beschrieb der zweimalige Welt- und sechsmalige Europameister die große Herausforderung. Dass er mit zwei Pferden antritt, ist eine Besonderheit: „FischerWild Wave“ steht als Ersatz bereit. Damit ist Michael Jung der einzige Vielseitigkeitsreiter, der mit zwei Pferden für die Olympischen Spiele nominiert wurde. Prof. Klaus Fischer, Inhaber der Unternehmensgruppe Fischer und Michael Jung, arbeiten seit vielen Jahren erfolgreich zusammen.

Auch wenn Michael Jung sich darüber freut, dass er trotz Corona nach Tokio reisen und an dem internationalen Event teilnehmen kann, ist er sich bewusst: „Dort wird sicher nicht die gewohnte Atmosphäre herrschen wie sonst bei Olympischen Spielen.“ So wird es diesmal kein richtiges olympisches Dorf geben und auch die Bewegungsfreiheit der Sportlerinnen und Sportler wird stark eingeschränkt sein.

Am 30. Juli jedenfalls geht der mehrfache Olympiasieger in der japanischen Hauptstadt an den Start. Und die Aussichten auf weitere Medaillen stehen gut. Dabei sei es zwar wichtig, hochkonzentriert an den Wettbewerb heranzugehen, parallel dazu aber auch locker zu bleiben, damit die feinfühligen Tiere nicht verkrampfen: „Sie bemerken sofort jede Unsicherheit, jede Nervosität“, verriet der Sportler bei „Fischer Highlights“. Ebenso, dass es ein „Riesenglück“ gewesen sei, das Hobby zum Beruf machen zu können.

Der komplette Podcast ist hierhttps://www.fischer.group/de-de/presse/podcast zu finden.

Wurde für seine Bettenqualität ausgezeichnet

Der Bettenhersteller Meise Möbel hat seinen hohen Qualitätsanspruch unterstrichen. Nachdem das Unternehmen aus Kirchlengern in Ostwestfalen vor drei Jahren der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) beigetreten und im Zuge dessen mit dem RAL Gütezeichen „Goldenes M“ ausgezeichnet worden war, erhielt es jetzt auch die Zertifizierungen „Original DGM Boxspring“ und „Betten der Emissionsklasse A“ entsprechend den jeweiligen Kriterien der DGM. „Wir freuen uns, Meise Möbel mit dem Boxspringlabel und dem Emissionslabel auszeichnen zu dürfen und sind überzeugt, dass der Dreiklang aus diesen beiden Labeln und dem ‚Goldenen M‘ das außerordentlich hohe Qualitätsniveau des Herstellers transparent und eindeutig für den Endverbraucher darstellt“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Wie das „Goldene M“ basieren auch die anderen beiden DGM-Zertifizierungen auf objektiven Qualitätskriterien, deren Einhaltung Meise Möbel im Rahmen von unabhängigen Laboruntersuchungen erfolgreich nachgewiesen hat. Mit dem DGM-Boxspringlabel nach RAL-RG 441 ausgezeichnete Betten werden umfassend qualitätsgeprüft, um dem Kundenbedürfnis nach komfortablem Schlaf sowie den hohen Erwartungen an ein als „Boxspringbett“ deklariertes Bettsystem gerecht zu werden. „Der Begriff ‚Boxspringbett‘ ist nicht allgemeingültig und eindeutig geklärt, sodass Endverbraucher mit Werbeversprechen und Angebotspreisen beim Möbelkauf leicht in die Irre geführt werden können. Anders ist das bei Betten von Meise Möbel, die mit dem Boxspringlabel gekennzeichnet sind. Sie erfüllen klar definierte Qualitätsstandards.“ Das gleiche gilt für Betten des ostwestfälischen Herstellers im Anforderungsbereich Wohngesundheit. Hier dient das Emissionslabel als Zertifizierung, um Endverbrauchern weitere Orientierung und Sicherheit beim Möbelkauf zu geben. Der Emissionsklasse A, welche die Betten von Meise Möbel erreicht haben, liegen die strengsten Grenzwerte zugrunde, die Emissionsklasse D entspricht den gesetzlichen Anforderungen für Schadstoffemissionen. „Betten von Meise Möbel sind damit besonders wohngesund. Sie sind alles in allem sicher, langlebig und eine nachweislich sinnvolle Investition, denn sie schaffen eine optimale Basis für gesunden Schlaf sowie maximale Leistungsfähigkeit am Tag“, schließt Winning.

HDE

Gemischte Signale aus dem Einzelhandel

Die Lage im Einzelhandel ist weiterhin von den Geschäftsschließungen im Lockdown der vergangenen Monate geprägt. So zeigt eine aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter 650 Handelsunternehmen aller Standorte, Größenklassen und Branchen, dass mehr als die Hälfte der Innenstadthändler für das laufende Jahr mit Umsätzen unter Vorjahr rechnet.

„Die positive Entwicklung in den letzten Wochen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass das erste Halbjahr insbesondere für den Innenstadthandel verloren ist. Extrem gelitten hat der Bekleidungseinzelhandel, dessen Erlöse um rund ein Drittel geschrumpft sein dürften“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Laut aktueller HDE-Konjunkturumfrage berichten fast drei Viertel aller Innenstadthändler von gesunkenen Umsätzen in den ersten sechs Monaten des Jahres. Etwas weniger schlecht lief es in Branchen, die im Bereich Freizeit, Heim und Garten aktiv sind. Dort lagen die Umsatzverluste in den ersten vier Monaten etwa im Bereich Heimwerken bei 16 Prozent, im Möbelhandel bei zwölf Prozent. Einzelne Sortimente legten im bisherigen Jahresverlauf deutlich zu. Dazu zählen der Fahrradhandel und der Lebensmittelhandel. Große Umsatzgewinne erzielt weiterhin der Online-Handel. Der HDE hebt angesichts eines Umsatzsprungs von rund 30 Prozent von Januar bis April seine Prognose für dieses Segment auf ein Umsatzplus von knapp 20 Prozent an (vorher +17 Prozent). Die Umsätze steigen somit auf insgesamt knapp mehr als 87 Mrd. Euro.

Für die kommenden Monate erwartet eine Mehrheit aller Händler eine Fortsetzung des Erholungsprozesses. So rechnen 44 Prozent mit einer Umsatzsteigerung im zweiten Halbjahr, aber nur 17 Prozent mit sinkenden Erlösen. Insgesamt sieht der HDE in seinem Szenario für 2021 deshalb ein Umsatzwachstum von nominal +1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr für den Einzelhandel in Deutschland. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es keine weiteren Lockdowns gibt und die Coronazahlen weiter niedrig bleiben. Der stationäre Einzelhandel büßt in diesem Szenario 1,1 Prozent seiner Erlöse ein, der stationäre Nonfood-Handel allein landet dabei bei einem Minus von minus 4,2 Prozent, der Lebensmittelhandel wächst um 3,1 Prozent.

„Die Krise ist noch nicht vorbei, für viele Einzelhändler ist die Lage nach wie vor sehr schwierig. Die Branche braucht jetzt die richtigen Rahmenbedingungen von der Politik, um nach der Krise wieder durchstarten zu kennen“, so Genth. Die Händler stellen dabei nach der HDE-Umfrage insbesondere Forderungen gegen neue Steuerlasten, für mehr Wettbewerbsfairness in der Plattform konomie und Unterstützung für Innenst dte in den Vordergrund.

Erfolgreich durch die Krise gekommen

Die Pandemie hat unsere Gesellschaft, aber auch die Wirtschaft vor große Herausforderungen gestellt. Viele Unternehmen mussten ums Überleben kämpfen. Allerdings zeigte sich, dass Betriebe, die bereits vor der Krise gut aufgestellt waren, die vergangenen Monate eindrucksvoll meistern konnten. Dazu gehört die Österreichische Möbelindustrie. Sie begegnete den Herausforderungen mit hoher Resilienz und war in der Lage, sich schnell an die neuen Gegebenheiten anzupassen. „Viele Unternehmen sind gewachsene Betriebe mit einer eigenen Geschichte – oft entstanden aus Tischlereien oder Sattlereien im Herzen Österreichs“, erklärt Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie. „Die große Liebe zum Werkstoff Holz verbunden mit smartem Erfindungsreichtum und einem ausgeprägten Servicegedanken setzte große Kräfte frei.“ Das war auch während der Pandemie auf allen Ebenen spürbar.

So gelang es der Branche, den Digitalisierungsschub der Corona-Krise intelligent und kreativ zu nutzen: Ob Planungen am PC im direkten Kundenkontakt oder Video-Konferenzen und Online-Präsentationen – die heimischen Hersteller konnten aufgrund des Lockdowns im Handel zeitnah digitale Lösungen anbieten und Strategien umsetzen. „Die Unternehmen haben eine hohe Flexibilität und Veränderungsbereitschaft an den Tag gelegt“, so Emprechtinger. Mit Erfolg: „Die erfreuliche Auftragslage zeigt, wie begehrt Möbel made in Austria sowohl im In- als auch im Ausland sind.“ Denn die heimischen Hersteller sind mit dem Werkstoff Holz verwachsen, schätzen traditionelle Werte und sind wahre Spezialisten im hochwertigen Möbelbau. Mit ihrem ausgezeichneten Kundendienst, individuellen Planungsmöglichkeiten, solidem Handwerk und spürbarer Qualität steht die österreichische Möbelindustrie für echte Werte.

Zudem wird in Österreich Partnerschaft noch großgeschrieben. Das gilt für langjährige Beziehungen mit Lieferanten und Händlern ebenso wie für die Endverbraucher. Auf diese Weise sind regionale Netzwerke entstanden, die sich in der Pandemie sogar noch verfestigt haben. Die überwiegend familiengeführten Unternehmen sind seit vielen Generationen in der Möbelfertigung zu Hause. Sie wissen Kontinuität zu schätzen und pflegen ihre Kontakte sehr fürsorglich. Ob die selbstverständliche Verpflichtung der Betriebe gegenüber ihren Angestellten oder die Erfüllung von persönlichen Kundenwünschen – diese gelebte Loyalität zahlte sich insbesondere in der Krisenzeit aus. „Wir sind im Vergleich mit anderen Branchen gut durch die Pandemie gekommen“, resümiert Emprechtinger. „Trotz des schwierigen Marktumfelds haben sich die Österreichischen Hersteller resilient gezeigt und sogar noch an Stärke gewonnen.“

Dabei erwies sich die standortnahe Fertigung als großer Vorteil. Da die Betriebe alle notwendigen Werkstoffe und Materialien größtenteils aus dem eigenen Land oder dem benachbarten europäischen Ausland beziehen, war es möglich, die Lieferketten kurz zu halten und die Möbel weiterhin auszuliefern. Zwar wirkt sich die aktuelle Rohstoff-Knappheit weltweit aus, kann aber von der Österreichischen Möbelindustrie überwiegend gut antizipiert werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die Naturnähe und Authentizität der Einrichtungsspezialisten. So spielt die Bedeutung von wohngesunden Möbeln aus umweltfreundlicher Fertigung eine immer wichtigere Rolle. Auch ein Thema, bei dem die Österreicher weit vorn rangieren.

Produkte mit Mehrwert, langer Lebensdauer und raffinierter Funktionalität sind gefragter denn je. Und Möbel aus Österreich bedienen den Trend nach fühlbarer Qualität, echter Natur, Nachhaltigkeit und verlässlicher Regionalität. Gleichzeitig stehen sie für individuelle Planungsmöglichkeiten, versiertes Handwerk und Hightech. Dieser Mix aus gelebter Tradition und Innovationsintelligenz auf höchstem Niveau zeichnet die österreichischen Betriebe aus. Sie reagieren schnell auf Herausforderungen bzw. Veränderungen und verstehen es, nachhaltige Werte mit viel Leidenschaft zum Material auf moderne Art zu verbinden. Die Voraussetzungen dafür sind fest in der DNA der Betriebe verankert: konsequentes Qualitätsmanagement, ein hohes Engagement bei der Erfüllung von Kundenwünschen und den Anspruch, ihre Produkte stets zu verbessern.

Ist der Circular Plastics Alliance beigetreten

Der Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge (MMFA) schließt sich der Circular Plastics Alliance an, um dessen Ambitionen für eine zirkulare Kunststoffwirtschaft zu unterstützen. Ziel des Bündnisses ist es, die Verwendung recycelter Kunststoffe bei neuen Produkten sukzessive zu erhöhen und die Vorteile von recycelten Kunststoffen in Europa hervorzuheben. Die Allianz hat sich selbst das ehrgeizige Ziel gesetzt, dass bis 2025 jährlich mindestens 10 Millionen Tonnen recycelter Kunststoffe bei der Herstellung neuer Produkte eingesetzt werden sollen.

Matthias Windmöller (Windmöller), Präsident des MMFA, erklärt: „Unsere Mitglieder beim MMFA sind wichtige Akteure in der Kunststoffwertschöpfungskette, die sich bereits dafür einsetzen, die Zirkularität ihrer Produkte zu steigern, indem sie die Gestaltung ihrer Produkte prüfen und anpassen, damit sie besser wiederverwertbar sind. Wir freuen uns darauf, unser Fachwissen mit der Circular Plastics Alliance zu teilen, um diese dabei zu unterstützen, ihr Ziel von 10 Millionen Tonnen zu erreichen.“

Die Circular Plastics Alliance besteht aus privaten und öffentlichen Akteuren aus der Kunststoffwertschöpfungskette und wurde bereits von 282 Partnern aus Industrie, Wissenschaft und dem öffentlichen Sektor unterzeichnet. Die Allianz wird von der Europäischen Kommission im Rahmen der Europäischen Kunststoffstrategie unterstützt.