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Autor: Möbelfertigung

Großer Zuspruch aus der Branche – Anmeldephase für Aussteller gestartet

Nachdem die „Paintexpo“ im Jahr 2020 aufgrund der Situation rund um die Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, laufen nun die Vorbereitungen für die nächste Ausgabe der Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik auf Hochtouren: Die Leipziger Messe, die die „Paintexpo“ mit Wirkung zum 1. Dezember 2020 von der FairFair GmbH übernommen hat, plant die „Paintexpo“ vom 26. bis 29. April 2022 als Präsenzmesse in Karlsruhe. Die Anmeldephase für Aussteller ist gestartet und der Zuspruch aus der Branche ist groß.

Mit 537 Ausstellern aus 29 Ländern und 11.790 Fachbesuchern aus 88 Ländern konnte die „Paintexpo“ bei der letzten Ausgabe im Jahr 2018 ihren Status als Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik festigen. Jeder dritte Aussteller kam aus dem Ausland. Neben Deutschland waren beispielsweise die Länder Italien, Schweiz, Frankreich, Österreich, Belgien, Niederlande, Türkei, Polen, Großbritannien und Dänemark stark vertreten.

Auch vom 26. bis 29. April 2022 wird die „Paintexpo“ zum globalen Schaufenster für die Lackiertechnikbranche: „Auf der ,Paintexpo‘ präsentiert sich im nächsten Jahr das Who-is-Who der Branche mit zahlreichen Markt- und Technologieführern in drei Messehallen, um sich über die neuesten Anwendungen, Zukunftstechnologien und Trends rund um die Lackierung auszutauschen. Das internationale Produkt- und Dienstleistungsangebot der industriellen Lackiertechnik wird dabei in seiner gesamten Bandbreite entlang der Wertschöpfungskette abgedeckt. Die „Paintexpo“ dient als Trendbarometer für Besucher aus dem In- und Ausland – und ist somit erneut ein Pflichttermin für die Branche“, sagt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

Die Anmeldephase für die „Paintexpo“ 2022 ist angelaufen: „Wir sind begeistert von dem großen Interesse unserer Aussteller. Bereits kurz nach dem Anmeldestart konnten wir die ersten 100 Unternehmen als Aussteller begrüßen. Die Branche brennt darauf, sich endlich wieder persönlich treffen zu können“, berichtet die neue Projektdirektorin der „Paintexpo“, Ivonne Simons. Seit mehr als 20 Jahren ist Ivonne Simons bei der Leipziger Messe tätig und betreute schon mehrere B2B-Messen, die sich – wie die „Paintexpo“ – durch einen klaren Zielgruppenfokus und ein maßgeschneidertes Konzept auszeichnen.

Noch bis Ende Juni 2021 können Unternehmen, die sich als Aussteller an der „Paintexpo“ 2022 beteiligen möchten, vom Frühbucherrabatt profitieren. Die Anmeldeunterlagen für Aussteller sind auf der Website der „Paintexpo“ abrufbar. Der Anmeldeschluss ist der 30. November 2021.

Neben innovativen mittelständischen Firmen sind auf der Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik nächstes Jahr auch wieder Markt- und Technologieführer sowie Global Player der Branche dabei – dazu gehören beispielsweise die Aussteller J. Wagner und Freilacke. Das Unternehmen Gema Switzerland, ein international führender Anbieter im Bereich elektrostatischer Pulverbeschichtungen, hat sich ebenfalls seine Standfläche für die „Paintexpo“ 2022 bereits gesichert: Bei der Gema ist die Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik eigenen Angaben zufolge einer der wichtigsten Anlässe, um interessante Kontakte zu knüpfen und anregende Fachgespräche zu führen. Die Firma stellt auf der kommenden „Paintexpo“ zahlreiche Weiterentwicklungen und innovative Produkte zum Anfassen vor. Der Aussteller freut sich besonders auf die persönlichen Gespräche mit den Besuchern im Rahmen der Messe, teilt Gema Switzerland mit.

Auch der Entwickler und Hersteller für Lackier-, Pulver- und Klebstoffequipment, Sames Kremlin, ist auf der internationalen Leitmesse Ende April 2022 in Karlsruhe dabei: „Die ,Paintexpo‘ ist seit Beginn ein unumstößlicher Treffpunkt für alle Akteure der industriellen Lackier- und Oberflächentechnik. Das Format ermöglicht den regelmäßigen Austausch mit unseren Partnern, die Präsentation innovativer Produkte und Technologien sowie das Ausloten potentieller Entwicklungsmöglichkeiten. Auf den unersetzbaren, persönlichen Kontakt vor Ort auf der ,Paintexpo‘ freuen wir uns wieder sehr“, erklärt Sandra Dostert, Marketing Manager DACH bei Sames Kremlin. Die Messebesucher können auf viele neue Technologien am Stand des Unternehmens – dazu gehören unter anderem eine neue Pulverapplikationsreihe, das „Paintsave“-System zur Einsparung von Lackverlusten bei Farbwechseln und innovative Applikatoren – gespannt sein.

Neben zahlreichen Produktneuheiten und Weiterentwicklungen der Aussteller aus der Lackiertechnikbranche, die auf der Messe wieder live erlebt werden können, warten auf die Messeteilnehmer weitere Neuerungen. So wird das Vermitteln von Kontakten in der Branche noch stärker gefördert und erleichtert: Bereits im Vorfeld der Messe können Besucher und Aussteller über ein neues Planungstool online Meetings vereinbaren – so können die Gespräche auf der „Paintexpo“ noch zielgerichteter gestaltet werden. Darüber hinaus soll im nächsten Jahr – vor dem Start der Messe – ein neues, digitales Aussteller- und Produktverzeichnis auf der Website der „Paintexpo“ veröffentlicht werden, in dem neben den Firmeninformationen auch Produkte der Aussteller vorgestellt werden.

Weitere Informationen zur „Paintexpo“ 2022 unter www.paintexpo.de.

Von der Unwetter-Lage betroffen

Die Alliance/Küchenring-Zentrale in Rheinbach liegt fast mitten im derzeitigen Unwetter-Katastrophengebiet. Ahrweiler beispielsweise ist nur rund 20 km entfernt. Folglich ist auch der Verband betroffen. Der Strom ist abgeschaltet. Der Keller unter Wasser. Der Sitz von Alliance entsprechend geschlossen. „Aber allen von uns geht es gut“, sagt Geschäftsführer Joachim Bringewald auf Nachfrage von moebelkultur.de. E-Mails funktionieren nicht oder mit stundenlanger Verspätung. Aber in das Intranet kann man sich zum Glück einwählen, auch über Messenger-Dienste wird kommuniziert. Bringewald hofft, dass alles am Montag wieder anläuft. „Wir versuchen für unsere Mitglieder und Partner schnellstmöglich wieder zur Verfügung zu stehen. Zur Zeit besteht unsere Priorität darin, Kollegen, Familien und Freunde mit aller Kraft zu unterstützen“, heißt es zudem von der gesamten Geschäftsleitung aktuell auf der Alliance-Homepage.

Neue Niederlassung in Mexiko

Der Rheinauer Automationsspezialist verstärkt seine Aktivitäten in Mittelamerika: Ab August 2021 ist die Zimmer Group mit einer eigenen Dependance in Querétaro, Mexiko, vertreten und bleibt damit weiter auf Wachstumskurs. Neben dem Hauptsitz in Rheinau verfügt das Unternehmen jetzt weltweit über 13 eigene Standorte.

Die Entscheidung, eine eigene Niederlassung in Mexiko aufzubauen, ist ein wichtiger Bestandteil der globalen Expansions-Strategie der Zimmer Group: „In der Vergangenheit wurde der mexikanische Markt erfolgreich durch einen lokalen Händler erschlossen. Die starke Nachfrage und der Wunsch unserer Kunden bewog uns vor einigen Jahren zum Aufbau eines ersten eigenen Vertriebsteams über unsere damalige US-Niederlassung. Mexiko zählt zu einem unserer Schlüsselmärkte. Um den lokalen Marktauftritt weiter zu stärken, haben wir nun dazu eine eigene Gesellschaft – die Zimmer Automation S. de R.L. de C.V. – in Querétaro gegründet“, erklärt Vincent Zimmer, neuer Geschäftsführer der mexikanischen Niederlassung.

Da die Kunden der Zimmer Group auch weiterhin direkt aus Deutschland beliefert werden, konzentriert sich die Mexiko-Zentrale vor allem auf Vertrieb, Beratung und After Sales. „Nur vor Ort können wir in einem für uns so wichtigen Markt wie Mexiko, die Kunden so intensiv betreuen, wie sie es von der ,Know-How Factory‘ gewohnt sind“, betont Vincent Zimmer abschließend.

Als Sohn des Firmengründers Günther Zimmer hat Vincent Zimmer bereits früh im eigenen Unternehmen mitgearbeitet. Bevor der Wirtschaftswissenschaftler dieses Jahr zum Geschäftsführer ernannt wurde, konnte er zuvor einige Erfahrungen in einem international renommierten Maschinenbauunternehmen sammeln. Zuletzt nutzte er die Möglichkeit, als Assistent der Geschäftsführung der Zimmer Group, weiteres Wissen im internationalen Vertrieb und Marketing zu sammeln – und zwar als „Business Development Manager“ in den USA. Neben seiner Rolle als Geschäftsführer für Mexiko, wird Vincent Zimmer auch weiterhin als Business Development Manager in den USA tätig sein und dort selektiv Key Account Kunden erschließen und betreuen.

Die Zimmer Group, die von den beiden Brüdern Günther und Martin Zimmer vor über 40 Jahren in einem umgebauten Kuhstall in Rheinau gegründet wurde, legt als inhabergeführtes Familienunternehmen großen Wert auf eine zukunftssichere Firmennachfolge in Familienhand. So ist ein großer Teil des Nachwuchses der beiden Firmengründer bereits im Unternehmen beschäftigt, sieben der zehn Kinder der beiden Gesellschafter sind bereits in der Zimmer Group in ganz unterschiedlichen Bereichen tätig. Ziel ist es in einem gemeinsamen Prozess das Familienunternehmen in den kommenden Jahren Schritt für Schritt in die sogenannte „next Generation“ zu führen. Mit Vincent Zimmer wurde nun ein weiterer Schritt in diese Richtung vollzogen.

ift Rosenheim

Michael Breckl-Stock wird zum 1. August 2021 technischer Geschäftsführer

Das ift Rosenheim ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und mit nunmehr 235 Mitarbeitern eines der führenden TIC-Unternehmen der Branche. Gewachsen ist auch die Breite der technischen Dienstleistungen. In 2020 wurde beispielsweise ein PSA-Labor zur Prüfung persönlicher Schutzausrüstungen gegründet, das nun kontinuierlich ausgebaut wird. Michael Breckl-Stock (Dipl.-Ing. (FH), M. Eng., MBA ) übernimmt ab 1. August 2021 die Aufgabe des technischen Geschäftsführers und damit die Verantwortung für alle operativen Aspekte von Prüfung und technischer Dienstleistung. Er ist seit 14 Jahren im ift Rosenheim tätig und hat dabei vielfältige Aufgaben übernommen, aktuell als Prokurist für den Prüfbereich.

Aufgrund der stetig wachsenden Aufgaben im technischen Bereich übernimmt Michael Breckl-Stock zum 1. August 2021 die technische Geschäftsführung von Institutsleiter Prof. Jörn. P. Lass. Diese Anpassung war notwendig geworden, da die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) als nationale Akkreditierungsbehörde für Prüfinstitute eine Entflechtung des Institutsleiters von Dienstleistungen wie Prüfungen und Zertifizierungen gefordert hat. Damit bekommt der Institutsleiter nun mehr Freiraum für die Bereiche Forschung, Gutachten, Normung, Vereinsführung sowie der Koordination diverser Arbeitskreise in Zusammenarbeit mit Herstellern, Verbänden, Politik und anderen Branchenkreisen.

Michael Breckl-Stock ist mit Abschlüssen als Dipl.-Ing (FH), M.Eng. und einem MBA hervorragend für diese Leitungsaufgabe geeignet. In den 14 Jahren am ift Rosenheim hat er zudem praktische Erfahrungen in allen wichtigen Bereichen gesammelt – angefangen als Prüfingenieur, Projektingenieur Produktzertifizierung, Laborleiter Bauteilprüfung, technischer Leiter, Fachexperte für die Deutsche und Schweizerische Akkreditierungsstelle sowie zuletzt als Geschäftsbereichsleiter Prüfung ppa. Damit bringt Michael Breckl-Stock alle Voraussetzungen mit, die vielfältigen technischen Dienstleistungen des ift Rosenheim erfolgreich zu leiten und auszubauen. „Gemeinsam mit Dr. Jochen Peichl als Vorsitzendem der Geschäftsführung und dem Institutsleiter Prof. Jörn. P. Lass ist das ift Rosenheim damit gut aufgestellt, um die Herausforderungen dieser „bewegten Zeiten“ zu meistern.“, so Oskar Anders (Vorstandsvorsitzender Institut für Fenstertechnik e.V.).

Organisieren eigenes Eventformat „Tech-Together – Woodworking Competence“ Ende September

Seit zwei Jahren muss sich die Industrie besonderen Herausforderungen stellen, da die Corona-Pandemie wichtige Events, die dem persönlichen Austausch gedient haben, unmöglich gemacht hat.

Um dies nicht tatenlos hinzunehmen, hat sich eine Gruppe von engagierten Maschinen- und Anlagenbauern sowie Industriepartnern aus Ostwestfalen-Lippe (OWL) dazu entschlossen, ein alternatives Eventformat ins Leben zu rufen, das Holzbearbeitungstechnologie mit interessierten Kunden zusammenbringen soll: „Tech-Together“.

Die Region OWL bietet geballte Maschinen-, Anlagen- und Zuliefererkompetenz im Bereich der Holzbearbeitung. Namhafte Anbieter, die den gesamten Bearbeitungsprozess abdecken, stellen sich vom 27. bis zum 29. September 2021 dem Interesse der weltweiten Kundschaft. Denn trotz Corona haben die Unternehmen weiter an innovativen Lösungen gearbeitet und möchten ihre technologischen Weiterentwicklungen vorstellen.

Ziel ist es, die Kunden im jeweiligen Show Room wieder persönlich zu empfangen. Ist das nicht möglich, werden State-of-the-Art Kamera und Streaming Techniken die Distanzen überwinden, damit ein Messefeeling aufkommt.

Dadurch, dass die teilnehmenden Unternehmen zeitgleich Ihre Pforten öffnen, wird interessierten Kunden ein Anreiz geboten, die Region OWL zu bereisen und dabei mit möglichst vielen Unternehmen in Kontakt zu treten, natürlich unter strenger Einhaltung der Corona-Regeln. Nicht nur der Sicherheitsaspekt, sondern auch die Tatsache, dass internationale Kunden angesprochen werden, war ausschlaggebend dafür, dass für das Event eine Kombination aus Hausmesse und virtuellen Contents gewählt wurde. Denn im Zweifel müssen die Unternehmen flexibel reagieren und gegebenenfalls auf Online-Inhalte ausweichen können.

Die inhaltliche Ausgestaltung erfolgt individuell und liegt in der Verantwortung der einzelnen Teilnehmer. Das jeweilige Programm kann ab August auf der Eventseite www.tech-together.de eingesehen werden.

Almut Rademacher vom Verein Owl Maschinenbau: „Wir begrüßen es sehr, dass die Teilnehmer in Eigenregie so ein tolles Konzept auf die Beine gestellt haben. Das zeigt einmal mehr, wie proaktiv und lösungsorientiert die Unternehmen hier in der Region sind. Wir alle sehnen uns nach dieser langen Zeit nach persönlichem Austausch, daher sind wir uns sicher, dass die Kunden dieses Angebot wahrnehmen und die Region bereisen werden. Gleichzeitig demonstriert das die Innovationskraft von OWL, und hier insbesondere die der starken holzverarbeitenden Industrie vor Ort.“

Folgende Unternehmen beteiligen sich am Event:
Heinrich Kuper GmbH

Hesse GmbH & Co. KG
Hymmen GmbH Maschinen- und Anlagenbau
Karl Heesemann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
Koch Technology GmbH & Co. KG
Lehbrink Spezialmaschinen GmbH
MB Maschinenbau GmbH
Venjakob Maschinenbau GmbH & Co. KG
Wehrmann Holzbearbeitungsmaschinen GmbH & Co. KG
OWL Maschinenbau e.V. (Kooperationspartner)

VdS-Zertifikat für Funkenmelder „DLD 1/9“

Der intelligente Funkenmelder „DLD 1/9“ von Grecon ist seit Mitte diesen Jahres VdS-zertifiziert. Er bietet damit eine optimale Erkennungsleistung für alle Zündquellen in jeder Umgebung. Dank der Detektionstechnologie „IDT“ kann dieser Melder in anspruchsvollen Umgebungen mit und ohne Fremdlichteinfall eingesetzt werden, der Melder erkennt sowohl Funken, Glimmnester und heiße, nicht glimmende Partikel auch in Hochtemperaturprozessen. Fagus-Grecon bietet mit diesem Melder eine weitere Möglichkeit, Grecon Funkenlöschsysteme exakt auf die jeweiligen Produktionsanforderungen anzupassen und durch eine hohe System- und Betriebssicherheit die Verfügbarkeit industrieller Produktionsanlagen zu erhöhen.

Für Anwender wird laut Nils Vespermann, Leiter Produktmanagement Grecon Brandschutz, die Anerkennung von Schutzkonzepten erheblich erleichtert, da die herausragenden Eigenschaften des Melders im Rahmen der VdS-Zertifizierung durch unabhängige Laborprüfungen bestätigt wurden.

Laut Dr. Michael Mehlhorn, Leiter Forschung & Entwicklung Grecon Brandschutz, wird mit dem „DLD 1/9“ der Grundstein für eine zukünftig noch stärkere Vernetzung zwischen präventivem Brandschutz, Produktions- und Qualitätssicherung gelegt: „Im Zuge dieser steigenden Konnektivität werden die durch intelligente Sensorik gewonnen Daten zukünftig mehr und mehr auch zur Steuerung von Produktionsprozessen benutzt. Predictive Maintenance wird durch smarte Technologien auch in sicherheitsrelevanten Systemen wie zum Beispiel einer Funkenlöschanlage möglich werden und damit einen wichtigen Beitrag zu noch effizienterem Ressourceneinsatz leisten.“

Stellt Nachhaltigkeitsbericht 2020 vor

Der Aschaffenburger Warenumschlagspezialist Linde Material Handling (Linde MH) stellt seinen Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2020 vor. Er bilanziert wichtige soziale, ökologische und ökonomische Aspekte des unternehmerischen Handelns und formuliert konkrete Zielvorgaben. Nachhaltigkeit ist in der Unternehmensstrategie fest verankert. Mit regelmäßigen Updates sollen die gemachten Fortschritte auch zukünftig dokumentiert werden.

„Wir bei Linde Material Handling sind davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit zu einem entscheidenden Faktor geworden ist“, sagt Stefan Prokosch, Senior Vice President Brand Management bei Linde MH. „Dabei richten wir den Fokus sowohl auf unser eigenes nachhaltiges Wirtschaften als auch auf die von uns hergestellten Produkte und Lösungen.“ Seinen Kunden möchte das Intralogistikunternehmen ein verantwortungsvoller und zuverlässiger Partner sein und sie mit innovativen Technologien bei der Erreichung ihrer eigenen Nachhaltigkeitsziele unterstützen. Der Nachhaltigkeitsbericht fasst den Status quo sowie Zielsetzungen für die kommenden Jahre zusammen. Das Dokument ist angelehnt an die internationalen Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative (GRI). Als PDF steht es zunächst als englischsprachige Fassung auf der Webseite von Linde MH zum Download.

Linde MH berichtet seit 2014 über die eigenen Aktivitäten und legt mit dem aktuellen Werk einen umfassenden Leitfaden vor: Dem Hauptteil mit den Themenbereichen Unternehmensorganisation und ‑strategie, Arbeitgeberprofil, Mitarbeiter, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Produkte und Lieferketten sowie gesellschaftliche Verantwortung folgt ein ausführlicher Anhang mit relevanten Kennzahlen in tabellarischer Form. Es gibt ein klares Bekenntnis zum nachhaltigen Wirtschaften und dieses Ziel bildet zusammen mit Kundenzufriedenheit und profitablem Wachstum einen Dreiklang innerhalb der Unternehmensstrategie 2027. „Für uns ist nachhaltiges Handeln ein Erfolgsmaßstab, denn es sichert die Zukunft unseres Unternehmens“, erläutert Hans-Georg Connor, Director Health, Safety & Environment bei Linde MH. Um dies zu erreichen, werden konkrete Ziele formuliert: Genannt werden ein EcoVadis-Rating von mindestens 75 Punkten bis 2027, eine Senkung der meldepflichtigen Unfälle um jährlich fünf Prozent, die Zertifizierung aller Unternehmensstandorte nach ISO 14001 und ISO 45001 bis 2024 sowie eine durchschnittliche Krankheitsrate von maximal 3,3 Prozent für das Jahr 2021.

Als tragende Säule nennt der Bericht die Mitarbeitenden von Linde MH. Unter anderem mit Karrieremöglichkeiten, Teamwork und Weiterbildungsangeboten präsentiert sich das internationale Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber, der auch in den beiden Jahren der Corona-Pandemie am hohen Ausbildungsengagement festgehalten hat. Europaweit gab es im Berichtsjahr 334 Auszubildende in 14 Berufen sowie 30 Studentinnen und Studenten in zehn berufsbegleitenden dualen Studiengängen in Deutschland.

Ein weiteres Kapitel ist dem Themenkomplex Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety and Environment – HSE) gewidmet. Genannt werden Maßnahmen und Ziele, mit denen die Gesundheit der Mitarbeiter erhalten und Unfälle möglichst vermieden werden sollen. Das Gleiche gilt für den Bereich Umweltschutz: Ein erstes Etappenziel ist, die energiebezogenen Treibhausgase bis 2027 um 30 Prozent zu senken. Als Basis gilt der CO2-Fußabdruck in Produktion, Vertrieb und Dienstleistungen des Jahres 2017. Ein Stück des Weges ist bereits erreicht: Rund 79 Prozent des Strombezugs kamen 2020 aus erneuerbaren Energiequellen.

Breiten Raum widmet der 57 Seiten starke Bericht dem Beitrag, den Linde MH mit seinen Produkten und Lösungen für mehr Nachhaltigkeit leistet. Warum der Fokus bei den Produkten auf deren Nutzungsphase liegt, erklärt Brandmanager Stefan Prokosch: „Dort gibt es die größte Hebelwirkung für den Klimaschutz. Das sagen uns die Ökobilanzen. Und mit der neuen Elektrostaplergeneration von Linde schaffen wir eine weitere Voraussetzung, langfristig CO2-Neutralität zu erreichen.“ Überhaupt spielt das Thema Energie für Linde MH eine wichtige Rolle. Prokosch: „Wir wollen für unsere Kunden Energieberater sein und für jede Anwendung die beste Lösung liefern. Dafür steht uns das breiteste Angebot an Energieoptionen zur Verfügung. Beim Recycling von Lithium-Ionen-Batterien besteht bereits eine tragfähige Lösung. Herausforderung bleibt das Recycling der Zellen, bei denen der Recyclinganteil heute noch gering ist.“ Hier arbeitet das Unternehmen eng mit Batterieherstellern zusammen.

Mit den zahlreichen Sicherheitslösungen gibt es zudem ein ganzheitliches Konzept zur Verbesserung der Sicherheit in der Intralogistik. Dazu zählt neben Sensor- und Ultra-Breitband-basierten Assistenzsystemen eine Sicherheitsberatung, mit der sich sicherheitskritische Stellen im Betrieb identifizieren und entschärfen lassen. Last, but not least trägt auch die hohe Produktqualität der Flurförderzeuge zu einem verantwortungsvollen Ressourceneinsatz bei.

Zunehmende Bedeutung gewinnen die Grundsätze von Linde Material Handling bezüglich des Lieferantenverhaltens. Sie legen die klare Erwartung fest, dass Menschenrechte geachtet und internationale Sozialstandards eingehalten werden. Dazu gehören insbesondere das Verbot von Kinderarbeit und Zwangsarbeit gemäß den Anforderungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie die Durchsetzung von gesetzlichen Mindest-, Gesundheits- und Sicherheitsstandards. Um eine größtmögliche Transparenz über die Nachhaltigkeit der Lieferkette zu erreichen, wird ein EcoVadis-Rating oder eine vergleichbare Bewertung für Zulieferer angestrebt: 25 Prozent der strategischen Top-Lieferanten sollen es bis 2022 sein, 100 Prozent der strategischen und risikobehafteten Lieferanten bis 2023 sowie 100 Prozent der direkten Lieferanten bis 2025. Bis 2023 sollen außerdem Mindestanforderungen für Nachhaltigkeit in der Lieferkette definiert und kommuniziert werden, ab 2027 sollen sie für alle Lieferanten verpflichtend sein.

Kam zur Sommermitgliederversammlung zusammen

Das Tischler- und Schreinerhandwerk hat die Corona-Pandemie bis heute vergleichsweise gut durchgestanden. Jetzt treten zunehmend wieder andere Themen auf die Tagesordnung.

Bei der virtuellen TSD-Sommermitgliederversammlung standen vor allem zwei Ereignisse im Mittelpunkt: Sowohl die Lieferengpässe und Materialpreissteigerungen beim Holz als auch die anstehende Bundestagswahl haben in den vergangenen Wochen und Monaten viel Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Politisch hatte sich Tischler Schreiner Deutschland bereits früh positioniert und Wahlforderungen formuliert, die auf konjunkturfördernde Investitionen und Entlastungen für den Mittelstand abzielen, damit dieser sein volles Potenzial zum zukünftigen Wirtschaftswachstum beitragen kann: www.tischler-schreiner.de/wahlforderungen-2021

In Sachen Lieferengpässe und Materialpreissteigerungen ist die Innungsorganisation ebenfalls unverzüglich tätig geworden und hat erreicht, dass das Thema bei den höchsten politischen Entscheidungsgremien angekommen ist. Zudem unterstützten die Verbände die politische Arbeit und halfen dabei, Lösungswege zu entwickeln (www.tischler-schreiner.de/preissteigerungen). „Dass die Politik jetzt unsere Vorschläge aus dem Positionspapier nahezu vollständig übernommen hat und außerdem eine eigene Arbeitsgruppe der Staatssekretäre in den beteiligten Ministerien eingerichtet wurde, bedeutet für unsere Branche, dass wir zukünftig noch direkter und schneller Gehör finden werden“, erklärt TSD-Präsident Thomas Radermacher.

Darüber hinaus standen noch eine Reihe von Projekten auf der Agenda, die inzwischen entweder abgeschlossen oder weiterentwickelt wurden. So konnte Tischler Schreiner Deutschland unter anderem die neue Born2bTischler/Schreiner-Kampagnenwebseite präsentieren, mit der im Nachwuchsmarketing der Branche eine neue Ära beginnt. „Der Zeitpunkt könnte kaum günstiger sein“, betont TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner, „denn viele qualifizierte junge Menschen müssen sich gerade jetzt nach Corona neu orientieren, da gibt das Tischler- und Schreinerhandwerk gern Anleitung und Perspektive.“

Mit dem TSD-Marktplatz wurde im ersten Halbjahr ein brancheninterner Kleinanzeigenmarkt ins Leben gerufen, der vor allem durch einfache Bedienbarkeit und zielgruppengenaue Verbreitung punktet. Ganz gleich ob Gebrauchtmaschinen, Kleinteile, Dienstleistungen oder ein ganzer Betrieb. Die Plattform bietet für Innungsmitglieder die kostenfreie Möglichkeit, Angebote oder Gesuche rund um das betriebliche Geschehen zu veröffentlichen.

In Sachen Holzstaub geht es weiterhin um die Übernahme des nun auf deutsches Niveau abgesenkten EU-Holzstaubgrenzwertes in das deutsche Gefahrstoffrecht, wobei der EU-Grenzwert (BOELV) inzwischen als AGW (E) 28 formal in deutsches Recht übernommen wurde. Im Sozialkonsens galt es dabei, in der TRGS 553 Holzstaub Lösungen für die Maschinen und Tätigkeiten zu finden, mit denen der Status quo beibehalten werden kann. So erscheint es derzeit durchaus realistisch, dass – obwohl sich einiges neu liest – vieles auf dem alten, hohen Niveau bleibt.

Obwohl Asbest seit Oktober 1993 in Deutschland verboten ist, können Hausbesitzer und Handwerker in älteren Gebäuden immer noch auf asbesthaltige Produkte stoßen. Das Bundesarbeitsministerium hatte daher seinerseits Ende letzten Jahres verbindliche neue Regeln aufgestellt. Neben den arbeitsschutztechnischen Maßnahmen setzt der Umgang mit Asbest zwingend entsprechende Qualifikationen voraus.

Und im Handwerk wird dabei in erster Linie der Unternehmer als verantwortliche Person gefordert, da er beispielsweise einen Lehrgang zum Erwerb der besonderen Sachkunde für Tätigkeiten mit Asbest zu absolvieren hat und für entsprechende Grundkenntnisse bei den Mit-arbeitern sorgen muss. Hierzu wurden im Auftrag von Tischler Schreiner Deutschland passende Lehrgangskonzepte erarbeitet und den Landesverbänden zur Umsetzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus steht in Teilen die Neufassung der TRGS 519 Asbest im Raum. Diskutiert wird unter anderem, wie emissionsarme Verfahren definiert und beschrieben werden können. Außerdem müssen für klassische Tätigkeiten wie Stemmarbeiten beim Tausch von Fenstern und Innentüren oder die Erneuerung von Treppen praktikable Lösungen gefunden werden.

Definition der Mitnahmemöbel problematisch: Mit der im vergangenen Herbst vorgelegten Definition zu Mitnahmemöbeln hatte Tischler Schreiner Deutschland sich nicht einverstanden erklärt und diese als zu unscharf kritisiert. „Die Absicht, klassische Handelshäuser und Möbelmärkte sytembeteiligungspflichtig zu machen, um Verpackungsmüll beim Endverbraucher zu vermeiden, greift im Tischler- und Schreinerhandwerk deutlich zu weit“, erklärt TSD-Normen-experte Ralf Spiekers. Im Handwerk spräche man eher von Einzelfällen wie einem einzelnen Beistelltischchen aus der Ausstellung, das dem Kunden direkt mitgegeben werden soll. „Das mitzuregeln würde wahrscheinlich mehr Papier verbrauchen als der zu erwartende Aufwand an Verpackungsmaterial.“ Das stehe in keinem Verhältnis, so Spiekers weiter.

Nachdem zu Jahresbeginn bereits das Regelwerk zur visuellen Beurteilung von Innentüren auf den Markt gekommen ist, folgt im Laufe des Jahres ein zweites mit ausführlichen Beschreibungen technischer Details, das jedem Tischler- und Schreinerbetrieb bei der Produktion und Montage von Innentüren fundierte Hilfe bietet. Ebenso gut kann es von Sachverständigen zur Leistungsbewertung und für die Ermittlung von Anforderungen zurate gezogen werden. Beide Werke zusammen bilden dann ein Kompendium, welches das Thema Innentüren übersichtlich sowie umfassend aufarbeitet und die TSD-Fachschriftenreihe weiter vervollständigt.

Erste Platte bei Shandong Huan Ge Decoration

Meilenstein für Shandong Huan Ge Decoration Co., Ltd und seinen deutschen Partner: Das chinesische Holzwerkstoffunternehmen produzierte am 29. Mai die Erste Platte auf einer Siempelkamp-Anlage für superdünne MDF mit einer „Contiroll“ im Format 9‘ x 28,8m. Die Montage und die erfolgreiche Inbetriebnahme münden somit in die Abnahmephase.

Gegründet 2017 auf Basis einer Investition von 600 Mio. RMB, hat Shandong Huan Ge Decoration Co., Ltd, seinen Sitz in Linyi in der chinesischen Provinz Shandong. Das Unternehmen ist auf die Produktion hochwertiger MDF für den Innenausbau spezialisiert und verfolgt ein integriertes Konzept, das neben der Produktion und dem Vertrieb auch eine eigene Forschung und Entwicklung beinhaltet. Nach anderthalbjähriger Recherche zu Anwendungsoptionen, Materialeinsatz und Einsatzfeldern entschied sich Huan Ge Decoration Co., Ltd für eine Anlage made by Siempelkamp.

Die 2018 im Auftrag gegebene Komplettanlage ist die erste vollständig importierte Produktionsanlage für superdünne und besonders breite MDF in China. Die jährliche Produktionskapazität der neuen Anlage beträgt 250.000 Kubikmeter, das Dickenspektrum der Platten ist auf 1 bis 9 Millimeter ausgelegt.

Der Lieferumfang umfasst neben der kontinuierlichen Presse „Contiroll“ im Format 9‘ x 28,8 Meter die gesamten Siempelkamp-Komponenten mit Streumaschine, Vorpresse und Compactor. Dieser schützt die Stahlbänder in der Presse, sodass Anlagenbetreiber signifikante Kapazitäts- und Qualitätssteigerungen insbesondere bei der Produktion dünner MDF-Platten erzielen. Auch die Besäum- und Diagonalsägen und ein vollautomatisiertes Lagersystem gehören zum Auftragsvolumen. Mit der technischen Planung sowie der Überwachung und Koordination von Montage und Inbetriebnahme wurde Siempelkamp ebenfalls betraut.