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Autor: Möbelfertigung

9 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen im April 2021

Im April 2021 haben die deutschen Amtsgerichte 1.333 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 9,0 Prozent weniger als im April 2020. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelte sich somit weiterhin nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider.

Ein Grund für die niedrige Zahl beantragter Unternehmensinsolvenzen ist die ausgesetzte Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis Ende 2020. Das Wiedereinsetzen der Antragspflicht zeigt sich noch nicht in den Ergebnissen für den April 2021. Ausgesetzt war die Insolvenzantragspflicht im April 2021 weiterhin für Unternehmen, bei denen die Auszahlung der seit 1. November 2020 vorgesehenen staatlichen Hilfeleistungen noch aussteht. Für diese Unternehmen wurde die Pflicht zur Beantragung eines Insolvenzverfahrens erst zum 1. Mai 2021 wieder vollumfänglich eingesetzt.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im April 2021 im Baugewerbe mit 215 Fällen (April 2020: 249, -13,7 %). Im Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) waren es 195 Verfahren (April 2020: 231, -15,6 %). Im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wurden im April 2021 142 Insolvenzen gemeldet (April 2020: 145, -2,1 %).

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für April 2021 auf rund 2,5 Milliarden Euro. Im April 2020 hatten sie bei rund 3,2 Milliarden Euro gelegen.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist im April 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut stark angestiegen. 6.438 Verbraucherinnen und Verbraucher stellten einen Insolvenzantrag, das waren fast doppelt so viele wie im April 2020 (+96,1 %). Der starke Anstieg steht im Zusammenhang mit einem Gesetz zur schrittweisen Verkürzung von Restschuldbefreiungsverfahren von sechs auf drei Jahre. Die Neuregelung gilt für ab dem 1. Oktober 2020 beantragte Verbraucherinsolvenzverfahren. Sie ermöglicht den Betroffenen einen schnelleren wirtschaftlichen Neuanfang im Anschluss an ein Insolvenzverfahren. Daher ist davon auszugehen, dass viele überschuldete Privatpersonen ihren Insolvenzantrag zunächst zurückhielten, um von der Neuregelung zu profitieren.

Quattrofügen im Gleichlauf für mehr Qualität

Was bringt das Quattrofügen im Gleichlauf? Johannes Vogelpohl, Spezialist für die Kanten-Durchlaufanlagen bei Hunger erklärt: „Dadurch ist die Schnittgüte um ein Vielfaches besser. Wir haben weniger Ausbrüche bei den Oberflächen. Und auch deutlich weniger bei der Mittellage des Spanträgers. Zum Vergleich: Ein gegenläufiger Füger rupft immer einen Span aus der Platte heraus. Beim Gleichlauf haben wir den gegenteiligen Effekt und der Span wird eher hineingedrückt. In Zusammenarbeit mit Leitz haben wir uns dazu Gedanken gemacht und ausprobiert, ob es auch wie gewünscht funktioniert. Dafür haben wir eine Versuchsanlage bestückt und getestet. Der Formatschnitt ist schlicht und ergreifend noch einmal sauberer gegenüber den herkömmlichen Werkzeugkonzepten.“

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2021 der „möbelfertigung“, die Mitte Juli erscheint.
Außerdem in der Ausgabe: Philipp Blum über die derzeitige Lieferketten-Situation, Leitz und Hunger erklären das Quattrofügen, was nach der Übernahme durch Lectra mit Gerber Technology passiert, Besuch in Continentals Technologie-Zentrum bei Freiburg, Kommentar der F&E-Profis von Adler Lacke über antibakterielle Oberflächen, Sascha Kostros und Dieter Baumanns von Impress über aktuelle Veränderungen im Unternehmen, Daniele Merla über die Deutschland-Pläne von Mauro Saviola, Claudia Küchen und Sabrina Wieland von Schattdecor über Designtrends, Max Betzler und Wolfgang Moyses von Surteco über neue Strategien, wie Frisia-Möbelteile besonders Oberflächenschonende Roboter nutzt, warum Kraft Maschinenbau Becker Sondermaschinenbau übernommen hat und noch viel viel mehr.

Außerdem: Die große Übersicht der Dekor-Spezialisten und die große Übersicht der Werkstoff-Spezialisten.

Betriebsübergang nach Insolvenz in Eigenverantwortung zur BeA GmbH

„Leinen los“ heißt es bei der BeA GmbH. Einer der europaweit marktführenden Hersteller von Befestigungstechnik für Holz und holzähnliche Werkstoffe schaut mit einem neuen Eigentümer und einer neuen Geschäftsführung zuversichtlich in die Zukunft. Die BeA GmbH hat in Form eines Betriebsübergangs am 1. Juni 2021 den Geschäftsbetrieb von der Joh. Friedrich Behrens AG übernommen. Das Unternehmen hatte am 11. November 2020 Insolvenz angemeldet und im Eigenverwaltungsverfahren den Geschäftsbetrieb fortgeführt.

Neue Eigentümerin der BeA GmbH ist die Greatstar Europe AG, Erlen (Schweiz). Die BeA GmbH und deren Tochtergesellschaften werden als eigenständiger Unternehmensverbund vom Hauptsitz in Ahrensburg geführt. Dr. Jörg Dalhöfer und Stephan Kreft wurden zu Geschäftsführern bestellt und führen die BeA Gruppe.

Dr. Jörg Dalhöfer (56 Jahre) ist CEO und technischer Geschäftsführer. Er verantwortet das operative Geschäft und damit die Bereiche Marketing, Produktmanagement, Konstruktion, Einkauf, Produktion, Logistik und Vertrieb. Zuvor war Dr. Jörg Dalhöfer als COO in der Sicherheits- und Medizintechnik tätig. Daneben hält Dr. Jörg Dalhöfer eine Professur an der Technischen Hochschule Lübeck.

Stephan Kreft (53 Jahre) ist CFO und kaufmännischer Geschäftsführer. Er verantwortet die Bereiche Finanzbuchhaltung, Rechnungs- und Personalwesen und IT. Zuvor war Stephan Kreft als CFO und als Finanzleiter in verschiedenen Unternehmen, unter anderem bei einem produzierenden Unternehmen für Reinraumtechnik, tätig.

Phillip Blum über Ressourcenteuerung und Lieferketten

Philipp Blum, Geschäftsführer der Blum Gruppe: „Natürlich verlangen die sehr schnell und stark gestiegenen Auftragseingänge seit Sommer 2020 uns und der gesamten Lieferkette einiges ab. Dank der guten Zusammenarbeit mit unseren Partnern auf der Zulieferseite und dank des großartigen Einsatzes unseres Teams konnten wir eine den Umständen entsprechend gute Lieferfähigkeit beibehalten. Die Versorgung mit Rohmaterial ist jedoch für alle in der Branche eine große Belastung. Die Engpasssituation bei Stahl beschäftigt uns intensiv und unsere Verantwortlichen sind permanent mit unseren Lieferanten im Austausch. Auch der überraschende Stau im Suezkanal und die pandemiebedingten Verzögerungen im Transportwesen machen die Situation nicht gerade einfacher. Die Aufwände für Abstimmung und der geforderte Grad an Flexibilität sind besonders für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Produktion dabei deutlich über dem Normalniveau. Wir setzen wortwörtlich alles daran, den Anforderungen der Märkte bestmöglich gerecht zu werden.“

Den kompletten Kommentar lesen Sie in der Ausgabe 4/2021 der „möbelfertigung“, die Mitte Juli erscheint.
Außerdem in der Ausgabe: Leitz und Hunger erklären das Quattrofügen, was nach der Übernahme durch Lectra mit Gerber Technology passiert, Besuch in Continentals Technologie-Zentrum bei Freiburg, Kommentar der F&E-Profis von Adler Lacke über antibakterielle Oberflächen, Sascha Kostros und Dieter Baumanns von Impress über aktuelle Veränderungen im Unternehmen, Daniele Merla über die Deutschland-Pläne von Mauro Saviola, Claudia Küchen und Sabrina Wieland von Schattdecor über Designtrends, Max Betzler und Wolfgang Moyses von Surteco über neue Strategien, wie Frisia-Möbelteile besonders Oberflächenschonende Roboter nutzt, warum Kraft Maschinenbau Becker Sondermaschinenbau übernommen hat und noch viel viel mehr.

Außerdem: Die große Übersicht der Dekor-Spezialisten und die große Übersicht der Werkstoff-Spezialisten.

Neue Produktionshalle – Spatenstich ist erfolgt

Mit dem ersten offiziellen Spatenstich am 1. Juli wurde der Baubeginn der neuen Produktionshalle von Pronorm in Vlotho besiegelt. Zu diesem Anlass begrüßten die beiden Geschäftsführer Thorsten Gösling und Roger Klinkenberg zusammen mit Gordon Henke (Betriebsleiter) und Sven Schröder (Betriebstechnik) den Bürgermeister der Stadt Vlotho, Rocco Wilken sowie Stefan Bäunker und Tristan Gerling (beide Planungsbüro Bäunker & Cawalla). Der Neubau bedeutet die Erweiterung der Produktion um ein vollautomatisiertes Plattenlager. Die neu entstehende Lager- und Maschinenhalle wird etwa 2.500 Quadratmeter umfassen und Ende 2021/Anfang 2022 fertiggestellt. „Wir sind dann in der Lage, ein breites Sortiment komplexer Küchen mit 75 verschiedenen Dekoren noch schneller, flexibler und qualitativ hochwertiger anzubieten“, erläuterten beide Geschäftsführer.

Das Traditions-Unternehmen Pronorm mit Sitz in Vlotho / Ostwestfalen beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Neben Deutschland ist Pronorm in den Märkten Benelux, Österreich, Schweiz, Frankreich, United Kingdom sowie Ost-Europa und Asien erfolgreich. Die Exportquote liegt bei 75 Prozent.

„Europas Antwort auf Chinas Seidenstraßeninitiative ist längst überfällig“

Zu den Schlussfolgerungen des EU-Außenministerrats für ein global vernetztes Europa erklärt Ulrich Ackermann, Abteilungsleiter Außenwirtschaft im VDMA:

„Es ist längst überfällig, dass die EU eine Antwort auf Chinas Seidenstraßeninitiative gibt. Denn die von der EU-Kommission im September 2018 vorgestellte ,Asia Connectivity Strategy‘ war bisher nur Experten bekannt und hat keinerlei Ergebnisse erbracht. Um tatsächlich Wirkung zu erzielen, muss aber viel größer als bisher gedacht werden.
Es geht um eine Bündelung von Mitteln im Volumen von 250 bis 300 Milliarden Euro pro Jahr durch eine europäische Institution. Diese Summe ist zwar beachtlich, sie entspricht aber tatsächlich nur einem Drittel der chinesischen Seidenstraßen-Maßnahmen. Um tatsächlich ein solches Finanzierungsvolumen zu erreichen, müsste neben der kommerziellen Finanzierung auch eine Verbindung mit der Entwicklungshilfe sowie Privatkapital erreicht werden.
In der Umsetzung sollte Europa auf seine Prinzipien setzen: Die Projekte müssen in der Ausschreibung transparent sein und strenge Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen. Außerdem muss eine Vorab-Berechnung der Rentabilität der Investitionen erfolgen und es müssen Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption vorgesehen sein. Damit würde ein Gegengewicht zu den zurecht kritisierten Schwächen der chinesischen Projekte gesetzt.“

Baut eigenes Team in Österreich auf

Schock, Erfinder der Quarzkomposit-Spüle, wird ab sofort in Österreich neben dem langjährigen Vertriebspartner HKT mit einem eigenen zweiköpfigen Vertriebsteam präsent sein. „Wir wollen die farbige Quarzkomposit-Spüle in Österreich nach vorne bringen. So freuen wir uns darauf, auch weiterhin vertrauensvoll mit HKT und der Eigenmarke HKT zusammenzuarbeiten – und darüber hinaus den Fachhandel und den Endkunden mit einem eigenen Team und Marketingaktivitäten von unserer innovativen Quarzkomposit-Technologie und einer starken Marke zu überzeugen“, sagt Sven-Michael Funck, Geschäftsführer Vertrieb von Schock.

Schock wird mit seinem kompletten Portfolio antreten: Spülen mit passenden Armaturen und abgestimmtem Zubehör bringen nicht nur Farbe in die Küche, sondern rücken den Spülenbereich auch funktional in den Fokus. Neben der Premiumlinie „Cristadur“ wird ein Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit liegen, einem wichtigen Thema in Österreich.

Christian Kunz ist neuer Obermeister

Stabwechsel bei der Schreiner-Innung Limburg-Weilburg: Nach 20 Jahren als Obermeister trat Matthias Henche bei den Neuwahlen nicht mehr an. Neuer Obermeister wurde Christian Kunz, Matthias Henche wurde zum Ehrenobermeister ernannt. In Anerkennung seiner Verdienste überreichte Geschäftsführer Hermann Hubing Henche die Goldene Ehrennadel des hessisch-rheinland-pfälzischen Tischlerhandwerks und sprach ihm im Namen des Verbandes herzlichen Dank für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement aus.

Veranstaltet Hausmesse 2021 gemeinsam mit Creative Partner

Der neue Termin für die TopaTeam-Hausmesse steht fest. Unter dem Motto „Holz verbindet“ findet sie am 15. und 16. Oktober 2021 im Hotel Esperanto in Fulda statt, erstmals gemeinsam mit Creative Partner.

„Die Vorbereitungen für unser Messewochenende am 15. und 16. Oktober 2021 laufen bereits auf Hochtouren und wir sind uns sicher, dass wir eine tolle Veranstaltung haben werden“, sagt Walter Greil, Geschäftsführer der TopaTeam GmbH. Zum ersten Mal veranstaltet TopaTeam die Messe zusammen mit den Creativen Partnern und nutzt somit unter dem Motto „Holz verbindet“ gemeinsame Synergien. Beide Verbundgruppen gehören zum Der Kreis Systemverbund.

Auch Gerd Fähler, Geschäftsführer der Creativen Partner, freut sich auf die gemeinsame Veranstaltung. „Die Partner von TopaTeam und den Creativen Partnern können sich auf dieser Plattform optimal austauschen und neue Impulse für ihre Arbeit erhalten.“

Die TopaTeam-Hausmesse, die in der Regel alle zwei Jahre stattfindet, ist ein wichtiges Forum für Partner, Lieferanten, TopaTeam-Mitarbeiter und ein Highlight für alle Teilnehmer. „Der persönliche Kontakt zu unseren Partnern und unseren Herstellern steht für uns an erster Stelle. In diesem Jahr wird unsere Hausmesse voraussichtlich der einzige große Treffpunkt für die Schreiner- und Tischlerbranche sein“, erklärt Walter Greil. „Aus diesem Grund konnten wir bereits zahlreiche unserer Hersteller und Lieferanten gewinnen. Diese haben die Möglichkeit, mit eigenen Messeständen sowie Podiumsvorträgen ihre Produkte vorzustellen und mit interessierten Partnern ins Gespräch zu kommen.“