Stellt auf Recycling-Kante um
Die Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG hat ein weiteres Leuchtturmprojekt ihrer Nachhaltigkeitsstrategie erfolgreich umgesetzt. Als ganzheitlicher Anbieter und Gestalter moderner Arbeitswelten hat das Familienunternehmen als erster Hersteller überhaupt im Markt vollständig auf die Rehau Eco-Kante umgestellt. Sie wird zu 50 Prozent aus recycelten Materialien hergestellt, die als Produktionsreste bereits im Fertigungsprozess anfallen. Dadurch spart Assmann zukünftig rund 130 Tonnen CO2 ein. „Für uns ist das Projekt weit mehr als lediglich ein Materialwechsel. Die Eco-Kante steht für unser ganzheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette und dafür, wie gemeinsame Verantwortung und exzellente Zusammenarbeit spürbare Wirkung für Umwelt und Qualität entfalten können“, so Dr. Julia Koch, Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Assmann: „Wir reduzieren nicht nur Emissionen, sondern schließen Materialkreisläufe.“
In enger Zusammenarbeit mit dem langjährigen Vorlieferanten Rehau hat sich gezeigt, dass ein Anteil von 50 Prozent an postindustriellen Rezyklaten zu diesem Zeitpunkt das Maximum ist, das bei gleichbleibender Qualität erreicht werden kann. Schreibtische, Container und Stauraumsysteme bieten damit eine deutlich verbesserte Umweltbilanz bei bewährt hochwertiger Haptik, Nullfugen-Optik sowie gleichbleibender Farb- und Oberflächenstabilität. Alle Produkte erfüllen auch nach der Umstellung den gewohnten Premiumanspruch an Design, Verarbeitung und Langlebigkeit.
Für alle eingesetzten Kanten liegen Environmental Product Declarations (EPD) vor, die für vollständige Transparenz sorgen. Die Eco-Kante verursacht im Vergleich zur bisherigen Kante aus Polypropylen (PP) rund 27 Prozent weniger CO2 und sogar 67 Prozent weniger CO2 als herkömmliche Kanten aus ABS-Kunststoff. „Zusammen mit der Verwendung von Spanplatten mit 80 Prozent Recyclinganteil verfolgen wir den nach aktuellem Stand bestmöglichen Weg getreu unserem Motto ‚Nachhaltig. Ganzheitlich.‘ und zeigen, dass sich Nachhaltigkeit nahtlos in bestehende Produktionsprozesse integrieren lässt“, so Koch.
Gemeinsames Ziel von Rehau und Assmann für die Zukunft ist eine Recyclingkante, die komplett aus eigenen Produktionsresten besteht. Die technische Machbarkeit für den nächsten Schritt ist bereits gegeben, erste Anwendungen werden aktuell für die Serienproduktion vorbereitet. Voraussetzung für den Einsatz ist jedoch, dass die 100-Prozent-Lösung dieselben hohen Qualitätsansprüche von Assmann erfüllt, die bisher nur mit maximal 50 Prozent Rezyklat erreicht werden können.
Im Rahmen dieses Projekts werden außerdem derzeit Vorbereitungen für die Integration des Rücknahmeprogramms Rehau ReTurn getroffen, bei dem Produktionsreste sortenrein zurückgeführt und zu neuem Kantenmaterial verarbeitet werden. Dadurch können zukünftig rund fünf Tonnen Restmüll pro Jahr gespart werden und wertvolle eigene Rohstoffe im Assmann-Kreislauf erhalten bleiben.
Assmann war 2012 bereits frühzeitig technologischer Vorreiter in der Kantenverarbeitung und setzte auf Laserkanten-Technologie, um Nullfugenqualität zu ermöglichen. Dieser Qualitätsstandard bleibt bestehen – nun jedoch mit deutlich nachhaltigerem Material. „Der Weg von der klassischen PP-Kante, über die laserverarbeitbare Kante bis hin zur Eco-Kante zeigt eines ganz klar: Nachhaltigkeit ist bei uns die logische Weiterentwicklung unseres Qualitäts- und Designverständnisses“, so Geschäftsführerin Karla Aßmann.















