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Autor: Hahn, Sebastian

Beschließt Emission neuer Unternehmensanleihe

Die Homann Holzwerkstoffe GmbH begibt eine neue Unternehmensanleihe 2025/2032 mit einem Volumen von bis zu 120 Mio. Euro und plant ihre bestehende Anleihe 2021/2026 vorzeitig zu refinanzieren. Der entsprechende Wertpapierprospekt für die neue Anleihe wurde heute durch die luxemburgische Finanzmarktaufsichtsbehörde Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) gebilligt und an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) notifiziert.

Die neue Anleihe nach norwegischem Recht (ISIN: NO0013536169, WKN: A4DFTR; die „Anleihe 2025/2032“) hat eine Laufzeit von sieben Jahren und bietet einen festen jährlichen Zinssatz von 6,5 Prozent bis 7,5 Prozent. Der finale Zinssatz wird voraussichtlich nach Ende der Angebotsfrist auf Basis der erhaltenen Zeichnungsaufträge festgelegt und per Preisfestsetzungsmitteilung publiziert. Mit der neuen Anleihe im Nordic Bond Format plant Homann Holzwerkstoffe analog zu seiner erfolgreichen Internationalisierungsstrategie seine Investorenbasis im Ausland weiter zu verbreitern. Gleichzeitig räumt das Management seinen langjährigen Bestandsinvestoren die Möglichkeit ein, über ein freiwilliges Umtauschangebot einschließlich einer Mehrerwerbsoption, an der erfolgreichen Geschäftsentwicklung weiter zu partizipieren.

VDMA

Neuer Chefvolkswirt und neuer Leiter Außenwirtschaft 

Der führende deutsche und europäische Maschinenbauverband VDMA hat zwei Schlüsselstellen neu besetzt. Zum 1. Mai tritt Dr. Johannes Gernandt das Amt als neuer VDMA-Chefvolkswirt an und löst damit Dr. Ralph Wiechers ab, der nach knapp 34 Jahren im Verband in den Ruhestand wechselt. Dr. Wiechers wurde im Jahr 2000 zum Chefvolkswirt des VDMA ernannt und war zudem seit 2015 Mitglied der Hauptgeschäftsführung. Dr. Gernandt ist bereits Leiter der Abteilung Steuern und des Competence Center Wirtschaftspolitische Grundsatzfragen sowie Geschäftsführender Vorstand der IMPULS-Stiftung des VDMA. Er wird diese Ämter weiterführen. Ebenfalls zum 1. Mai übernimmt Oliver Richtberg die Leitung der Abteilung Außenwirtschaft, die er bisher stellvertretend ausgeübt hat. Richtberg folgt auf Ulrich Ackermann, der nun ebenfalls nach fast 39 Jahren im Verband in den Ruhestand geht.

„Der Maschinen- und Anlagenbau hat in all diesen Jahren enorm vom Wissen und Einsatz von Dr. Ralph Wiechers und Ulrich Ackermann für die Branche profitiert“, sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. „Beide sind Koryphäen auf ihren Fachgebieten und haben darüber hinaus den Wandel des Verbands zu einer modernen, fachübergreifenden Organisation mit geprägt. Wir wünschen ihnen für die nun kommende Zeit alles Gute und einen erfüllten Ruhestand“, ergänzt Brodtmann.

Mit Dr. Johannes Gernandt, 46 Jahre, hat der Verband einen wirtschaftspolitischen Fachmann zum Chefvolkswirt ernannt, der die Belange des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus genau kennt. Dr. Gernandt war wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZEW Mannheim und promovierte in Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim. Er kam 2010 als Assistent des Hauptgeschäftsführers zum VDMA und hält den Verband ordnungspolitisch auf Kurs. „Der VDMA steht für Freiheit, Marktwirtschaft und Wettbewerb, zusammengefasst im Begriff Ordnungspolitik. Ich fühle mich diesen Werten aus Überzeugung verpflichtet und freue mich, diese mit mehr Verantwortung weiter zu vertreten“, betont er.

Oliver Richtberg, 39 Jahre, begann seine Karriere im VDMA in der Abteilung Außenwirtschaft, in der er unter anderem die Kampagne „Danke Freihandel“ verantwortete. Anschließend betreute er als persönlicher Referent des Hauptgeschäftsführers verschiedene strategische Projekte, bevor er wieder in die Abteilung Außenwirtschaft wechselte. „In einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannung ist es wichtiger denn je, sich für starke und faire Handelsbeziehungen einzusetzen“, sagt er. Oliver Richtberg studierte Wirtschaft und Politik in Marburg und Köln und war vor seiner Zeit im VDMA im Deutschen Bundestag in Berlin beschäftigt.

Interzum Visions

Interzum Visions jetzt online lesen

Die INTERZUM VISIONS ist da und Sie können sie HIER direkt online lesen. INTERZUM VISIONS ist das einzige von der der Koelnmesse offiziell lizenzierte Magazin zur Weltleitmesse Interzum. Herausgegeben vom Redaktionsteam der möbelfertigung bündelt es die geballte Innovationskraft der Branche: Trends und Technik, Design und Funktion. Die Ausgabe beschäftigt sich natürlich mit den Highlights der Weltleitmesse in Köln und lässt viele der größten Aussteller zu Wort kommen. Aber auch wichtige Entwicklungen rund um die Themen Möbel und Interior sind natürlich dabei.

www.interzum.com

Rock Capital Group

Das Heads Office gewinnt den iF Design Award

Die Atrien des Büroneubaus Heads Office in Aschheim-Dornach bei München sind mit sieben Metern hoch genug für Freudensprünge. Der Grund für den Jubel: Das vor wenigen Monaten fertig gestellte Projekt des Grünwalder Projektentwicklers Rock Capital Group wurde nunmehr auch mit dem prestigeträchtigen iF Design Award 2025 in der Kategorie Interior Architecture ausgezeichnet. Dieser weltweit renommierte Preis ist ein Gütesiegel für herausragende Gestaltung und Designqualität und wird seit über 70 Jahren von der iF International Forum Design GmbH vergeben, einer der ältesten unabhängigen Design-Institutionen. Die Preisverleihung fand gestern im Berliner Friedrichstadtpalast statt.

Das Projekt wird auch in der aktuellen Interzum Visions vorgestellt: HIER

11.000 Einreichungen aus 66 Ländern

„Der iF Design Award ist bereits die vierte bedeutende Anerkennung für das Heads und bestätigt unsere Vision eines neu gedachten Arbeitsumfelds”, erklärt Andreas Wißmeier, Geschäftsführer der Rock Capital Group. Das Heads Office zählt mit dem Preis in der Kategorie Architektur / Bürogebäude zu den Besten unter fast 11.000 Einreichungen aus 66 Ländern. Was die internationale Expertenjury aus 131 Designprofis überzeugt hat? Zum einen das ganzheitliche Gesundheitskonzept von Deutschlands erstem Immune Office, das mit optimaler Luftqualität, biorhythmischem Lichtdesign und 1.200 Pflanzen in den begrünten Atrien den Menschen in den Mittelpunt stellt. Vor allem haben aber die innenarchitektonische Gestaltung mit hochwertigen, natürlichen Materialien durch Ippolito Fleitz Identity Architects und das hauseigene Restaurant Hungry Heads mit 300 Sitzplätzen für Bestnoten gesorgt, das dank Svenja Hansen – Bargtied Design zu einem optischen Leckerbissen geworden ist.

Andreas Wißmeier: „Unser Ziel war es, mit dem Heads Office Paradigmenwechsel einzuleiten und Büro-Architektur neu zu definieren. Mitarbeiter sollen sich maximal wohlfühlen und das Arbeitsumfeld als Bereicherung in ihrem Alltag erleben.” Die wachsende Liste von Auszeichnungen und Anmietungen zeigt, dass der Plan aufgeht: Zuvor erhielt das Heads Office bereits den Real Estate Architecture Award 2024 in der Kategorie Interior Design sowie den renommierten German Design Award 2025 in der Kategorie „Excellent Architecture – Conceptual Architecture“. Darüber hinaus wurde das Projekt für den Award Best Workspaces 2025 nominiert.

Die neue SHD-Geschäftsleitung unter der Führung von CEO Dietmar Meding (mi.), CFO Bernd Anspach (re.) und Neuzugang CTO Ryan Bryers (li.).
SHD Gruppe

Ryan Bryers als neuer CTO in der Geschäftsführung

Die SHD-Gruppe, ein wichtiger Digitalisierungspartner der Möbel- und Einrichtungsbranche, stellt die Weichen für eine zunehmend internationale Ausrichtung – und hebt das Unternehmen mit der Ernennung von Ryan Bryers als Chief Technology Officer (CTO) strategisch auf ein neues Level. Mittlerweile, erklärt das Softwareunternehmen selbst, sei jeder Unternehmensbereich international aufgestellt – mit standortübergreifenden Teams, die zentrale Kundenprozesse und marktrelevante Themen gemeinsam verantworten. Dies spiegele sich unter anderem in den Bereichen Product & Content, Professional Services, Customer Support und Infrastructure & Services wider.

Ryan Bryers als neuer CTO soll nun auch technologisch visionäre Projekte verantworten. „Ich sehe ein enormes Potenzial bei SHD, technologische Stärke mit strategischer Innovationskraft zu verbinden. Technologie sollte nicht nur funktionieren – sie muss visionär sein und die Produktstrategie sowie deren Ausrichtung aktiv unterstützen“, so Bryers.

Stärkerer Fokus auf Kundenmehrwert

Die Neuausrichtung in der Geschäftsleitung soll einhergehen mit einem noch stärkeren Fokus auf Innovationskraft und Skalierbarkeit bei SHD. „Unsere Stärke war schon immer, marktführende Produkte zu entwickeln – und das bleibt auch so. Was wir jetzt zusätzlich tun: Wir richten unseren Blick gezielt auf das große Ganze – auf die Prozesse unserer Kunden, auf ihre Potenziale und auf die Frage, wo sie wachsen wollen und können“, sagt Dietmar Meding, CEO der SHD-Gruppe. „Wir denken heute schon an morgen. Wer die Zukunft der Küchen- und Möbelbranche aktiv mitgestalten will, muss frühzeitig die richtigen Weichen stellen. Genau das tun wir jetzt.“

Neue Technologien, Arbeitsweisen und Geschäftsmodelle sollen demnach noch früher, zielgerichteter und in engerer Zusammenarbeit mit den eigenen Geschäftskund:innen entwickelt werden. Dazu wird es ein neues Format, den „SHD Innovation Circle“, geben. Das Konzept bringe Branchenentscheider, Kundschaft und Expert:innen an einen Tisch, um im direkten Dialog Use Cases und Markttrends zu diskutieren. Ergänzend dazu öffnet sich das internationale SHD Forum (8. & 9. Juli 2025) in diesem Jahr erstmals auch für die gesamte Branche und extern Interessierte – ein deutliches Signal für Offenheit, Partnerschaft und gemeinsamen Fortschritt.

Der direkte Draht zum Kunden

Die Möbelindustrie kämpft seit Jahren mit einer zunehmenden Konzentration auf der Abnehmerseite. Doch unter dem Radar etablierter Vermarktungsstrukturen haben sich zahlreiche neue Wettbewerber etabliert, die den direkten Draht zum Kunden suchen und darin wirtschaftlich sehr erfolgreich sind. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Personal- und Unternehmensberatung Thaddäus Rohrer GmbH & Co. KG.

Schreiner als Pioniere des D2C-Geschäfts

Was viele Schreiner längst wissen, wird nun zunehmend zum Erfolgsmodell: Der direkte Weg zum Verbraucher kann hochprofitabel sein – Gewinnmargen von 30 Prozent und mehr sind keine Seltenheit. Während sich Handel und Industrie mit endlosen Konditionsverhandlungen, Konventionalstrafen und der administrativen Abwicklung aufreiben, haben sich findige Unternehmen einen neuen Spielraum erschlossen – sie verkaufen Möbel, meist Kastenmöbel, direkt an Endkunden.

Technologie als Wachstumsmotor

Ermöglicht wird dieses Modell durch spezialisierte IT-Lösungen – etwa von Anbietern wie imos – und darauf abgestimmte Produktionseinheiten. Diese sind in der Lage, mit minimalem Personalaufwand (teils nur 2 bis 3 Personen) zehntausende Varianten von Möbeln zu fertigen. Die „neuen Direktvermarkter“ agieren häufig unterhalb des Radars der traditionellen Handelsbetriebe und der Kastenmöbelindustrie – kommen in Summe aber bereits auf einen spürbaren Marktanteil.

Nahtlose Prozesse vom Klick zur Maschine

Der Hauptabsatzweg für diese „kleinen Produzenten“ sind Online-Shops, in denen Möbel individuell konfiguriert werden können. Die Auftragsdaten fließen häufig direkt in die Maschinensteuerung und ermöglichen so bereits eine durchgängige Prozesskette von der Bestellung bis zur Fertigung. Möglich wird das durch Maschinenhersteller, die erkannt haben, dass in Westeuropa immer weniger große Maschinenstraßen gefragt sind. Vielmehr sind flexible, kompakte Produktionssysteme gefragt, die auch für wachsende Betriebe in Schwellenländern attraktiv sind. Zwei Entwicklungen greifen hier ineinander – die Anforderungen in den neuen, exportorientierten Märkten und der Strukturwandel in Europa.

Mass Customization auf wenigen Quadratmetern

Moderne Maschinenstraßen passen heute auf wenige Quadratmeter und ermöglichen nahezu unbegrenzte Variantenvielfalt. Dank flexibler Plattenlieferanten, die direkt oder über Großhändler auch kleinste Mengen just-in-time bereitstellen, können kleine Unternehmen individuelle Maßmöbel mit hoher Oberflächenvielfalt anbieten – ganz ohne Abstriche bei Qualität oder Lieferzeit.

Schreinereien als „Hidden Champions“

Einige Großschreinereien nutzen diese Möglichkeiten in der Supply Chain gezielt, um ausgewählte Handelskanäle im In- und Ausland zu beliefern. Sie verzichten bewusst auf Messeauftritte und Verbandsbindungen, montieren die Möbel manchmal sogar direkt im Namen des Händlers beim Endkunden – und erreichen dabei nicht nur hohe Kundenzufriedenheit, sondern bewahren sich dabei auch ein vergleichsweise hohes Maß an unternehmerischer Freiheit.

Vom Regionalbetrieb zur Online-Marke

Regionale Schreinereien beliefern traditionell den Verbraucher, sind im Objektgeschäft aktiv und unterstützen den Möbelhandel bei Bedarf. Dieses breite Kundenspektrum sorgt für einen meist ausgeglichenen Auftragseingang und hilft, das vertriebliche Risiko zu streuen.

Neu ist jedoch, dass immer mehr dieser Betriebe über Online-Shops und moderne Logistikkonzepte nun auch einen schnellen, direkten Zugang zu einer breiteren Kundengruppe gefunden haben – weit über ihre ursprüngliche regionale Reichweite hinaus. Damit erschließen sich neue Wachstumspotenziale, ohne die gewachsenen Strukturen aufzugeben.

Erfolg über Sichtbarkeit

Entscheidend für den Erfolg im D2C-Geschäft ist die Sichtbarkeit im Internet. Ob über eigene Shops oder Plattformen – Reichweite ist der Schlüssel. Erfolgreiche Anbieter investieren bis zu 30 Prozent ihres Umsatzes in Online-Werbung, etwa über Google Ads oder Plattformprovisionen, die 15 bis 35 Prozent pro Auftrag betragen. Wer seine Kollektion überzeugend präsentiert und hält, was er verspricht, kann so auf Umsätze von 5, 10 oder 15 Millionen Euro und mehr kommen – und das sogar recht schnell.

Profitabilität statt Skalierung

Während in den 2010er Jahren Skalierung das Maß aller Dinge im E-Commerce war, rücken heute zunehmend dauerhafte Profitabilität und Effizienz in den Fokus. Viele D2C-Anbieter setzen auf schlanke, technologiegestützte Strukturen und bewusst begrenztes Wachstum.

„Wir haben in den letzten Wochen Shops kennengelernt, bei denen die bestellten Artikel direkt in die Produktion laufen, dort automatisiert gefertigt, anschließend manuell verpackt und per DPD & Co. versendet werden – mit minimalem Personaleinsatz. Wer das beherrscht, arbeitet hochprofitabel“, erklärt Thaddäus Rohrer, Inhaber und Geschäftsführer der gleichnamigen Beratung.

Software als Schlüssel zur Wertschöpfung

Der Dreh- und Angelpunkt dieser neuen Wertschöpfungskette ist eindeutig: Software, Software, Software. Online-Shops, Konfiguratoren, Produktionssteuerung, 3D-Visualisierung und Logistik – der Markt ist vielfältig, es hakt aber oft an mangelnder Durchgängigkeit. Daran wird an vielen Stellen gearbeitet und es verfestigt sich der Eindruck, dass der Markt aktuell die größten Fortschritte bei kleineren Möbel-Unternehmen macht.

Online-Shop mit neuen Funktionen

Geze hat seinen Online-Shop komplett überarbeitet. Händler, Verarbeiter sowie Gebäude-Verantwortliche profitieren von umfangreichen neuen Funktionen. Über den integrierten Ersatzteilshop unter ersatzteile.geze.com können z.B. Facility Manager oder Service-Dienstleister die passenden Teile schnell finden und anfordern. Der neue Geze Online-Shop ist bereits online: shop.geze.com.

Mit dem neuen Online-Shop baut Geze die eigenen Service-Leistungen gezielt aus und treibt die Digitalisierung im Vertrieb weiter voran. Der Shop richtet sich vor allem an Handwerksbetriebe und Händler. Bestehende Vertriebs- und Partnerschaftsstrukturen bleiben unverändert – Großhändler bestellen weiterhin wie gewohnt über das angebundene Warenwirtschaftssystem.

Intuitive Benutzeroberfläche und verbesserte Übersicht
„Das Geze Produktportfolio ist sehr groß – das kann für unsere Kunden durchaus komplex sein. Mit der Optimierung unseres Online-Shops machen wir Händlern, Verarbeitern und Gebäudemanagern ihr Tagesgeschäft deutlich leichter.“ erklärt Christian Schulze Dieckhoff, Director Field Sales Germany bei Geze. Funktionen wie eine individuelle Bestellhistorie, ein Produktvergleich und downloadbares Infomaterial zu jedem Produkt verkürzen die Suchläufe. „Das ist gerade für die typischen Situationen auf dem Bau oder im Service eine echte Arbeitserleichterung.“

Etabliert sich im Messekalender

Der Beschluss der Möbelmeile-Partner war schnell gefasst. Die Möbelmeile Frühjahr und die Internationalen Partnertage von Musterring finden vom 24. bis 26. März 2026 wieder von Dienstag bis Donnerstag statt. Das Frühjahrs-Event hat sich damit fest im Branchenkalender etabliert. 

Der Frühjahrstermin, eine Woche vor der Karwoche, bietet ideale Voraussetzungen für einen intensiven Austausch im ersten Halbjahr. Zeitgleich finden erneut die Partnertage Ostwestfalen in Bad Salzuflen statt – ein zusätzlicher Vorteil für Fachbesucherinnen und -besucher, die den Branchentreff in Ostwestfalen ganzheitlich und effizient nutzen möchten.

Das Frühjahrsevent ist Teil des 365-Tage-Konzepts der Möbelmeile, das den kontinuierlichen Dialog und die Kooperation zwischen Industrie und Handel fördert. „Die Möbelmeile ist immer offen, nahbar und kontaktfreudig“, sagt Geschäftsführer Michael Laukötter. „Es macht Spaß zu sehen, wie sich unsere Messegemeinschaft von einem Einmal-Event zu einem Multitouchpoint entwickelt hat – mit guten Begegnungen und neuen Ideen über das ganze Jahr.“

Die Möbelmeile Frühjahr versteht sich als komplementäre Plattform zur großen Herbstmesse: Während im Herbst die Produktneuheiten im Mittelpunkt stehen, bietet der Frühjahrstermin Raum für Gespräche, Konzepte und partnerschaftliche Impulse.

VDMA

Patentbilanz: Maschinenbau in starker Position – Asiens Bedeutung wächst

Ein Drittel der nationalen Patentanmeldungen in Deutschland lässt sich dem Technologiefeld Maschinen- und Anlagenbau zuordnen. In kaum einem anderen Land ist dieser Anteil so hoch wie hierzulande. Aber Länder wie China und Korea haben sich zuletzt dynamisch entwickelt.

Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine wesentliche Säule des deutschen Innovationssystems und steht für einen großen Teil des technologischen Outputs, dokumentiert in Patenten. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2021 rund ein Drittel aller Patente dem Technologiefeld Maschinen- und Anlagenbau zugeordnet. Weltweit wurden im Technologiefeld Maschinen- und Anlagenbau jährlich rund 70.000 transnationale Patente von Unternehmern und Erfindern angemeldet. Mit rund 10.000 Patenten werden etwa 15 Prozent dieser Patente von Unternehmen und Erfindern aus Deutschland angemeldet. In Teilbereichen wie Maschinenelemente oder Werkzeugmaschinen sind die weltweiten Anteile Deutschlands sogar noch höher. Dies sind zentrale Ergebnisse einer neuen Kurzstudie der IMPULS-Stiftung des VDMA, die vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI erstellt wurde. (Die Datenreihe umfasst die Jahre 2005 bis 2021, die aufgrund der weltweiten Datenverfügbarkeit und Veröffentlichungsfristen von Patenten die aktuellsten, vollständig verfügbaren Jahrgänge sind.)

In der Studie wird erstmals nicht nur die technologische, sondern in Ergänzung auch die branchenbezogene Perspektive der Patentanmeldungen beleuchtet, sprich: der Erfindergeist der Maschinenbaufirmen im internationalen Vergleich. Demnach melden diese Unternehmen nicht nur Patente in Maschinenbau-Technologien, sondern auch in anderen Technologiebereichen an – insgesamt weltweit 15.000 im Jahr 2021. Hier stehen die Unternehmen aus Deutschland für etwa ein Drittel (rund 5000) der Anmeldungen. „Diesen Wert erreicht kein anderes Land, was die Schlüsselrolle unserer Unternehmen im globalen Maschinenbau-Ökosystem untermauert“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA. „Unsere Leistungsstärke ist umso beachtlicher vor dem Hintergrund, dass die Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus kaum staatliche Forschungsmittel erhalten, zuletzt nur rund 200 Millionen Euro pro Jahr.“

Allerdings ist die Konkurrenz auf internationalen Technologiemärkten deutlich größer geworden. Insbesondere die Maschinenbau-Patentanmeldungen aus China haben sich seit Mitte des letzten Jahrzehnts mehr als verdoppelt (plus 138 Prozent). Auch Koreas Patentanmeldungen sind seit 2015 um gut ein Viertel gestiegen (plus 26 Prozent). Die Patentanmeldungen aus Deutschland waren währenddessen rückläufig (minus 12 Prozent), wie auch die aus Japan (minus 6 Prozent) und aus den USA (minus 14 Prozent).