Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Die Befestigungsbranche schraubt an ihrer Zukunft

Anlaufpunkt der Bau- und Befestigungsbranche war das 9. „Fischer Expertenforum“. Mehr als 100 Gäste aus Forschung, Prüfung, Industrie und Ingenieurbüros sowie von Behörden und ausführenden Betrieben tauschten sich vom 23. bis 24. Januar am Hauptsitz der Unternehmensgruppe Fischer in Tumlingen über Branchentrends aus. Namhafte Referenten zeigten neueste Erkenntnisse der Forschung und praxisnahen Anwendung auf. Themenschwerpunkte lagen auf BIM (Building Information Modeling), aktuellen Vorschriften und Bemessungen von Befestigungen, Verankerungen unter extremen Bedingungen sowie der gesetzeskonformen Anwendung von Dübeln in chemisch beanspruchten Sonderbereichen.

Zum Auftakt der Veranstaltung begrüßte Marc Sven Mengis, Vorsitzender der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Fischer, auch im Namen von Prof. Klaus Fischer, Inhaber der Unternehmensgruppe Fischer, die Gäste: „Dank Ihnen ist ein Austausch auf hohem inhaltlichem Niveau gewährleistet, was die Attraktivität des ,Fischer Expertenforums‘ in besonderem Maße ausmacht.“ Bereits vor 16 Jahren war dies der wesentliche Grund, die Veranstaltung ins Leben zu rufen, die jetzt bereits in ihrer neunten Auflage stattfand. Als Institution des Expertenforums moderierte Prof. Konrad Bergmeister (Universität für Bodenkultur in Wien) durch die Veranstaltung. Hierbei überzeugte er einmal mehr mit seinem Wissensschatz und einem hohen Unterhaltungswert, so lautete die positive Resonanz.

Prof. Jörg Reymendt (Mitinhaber des Ingenieurbüros ISG GmbH sowie des IPQ-Instituts für Prüfung und Qualitätssicherung GmbH) zeigte als renommierter Sachverständiger auf diesem Gebiet die Anforderungen an Verankerungen in WHG-Flächen auf, die das Eindringen von Gefahrenstoffen in den Untergrund gemäß Wasserhaushaltsgesetz verhindern sollen. Dr. Christian Schlenk, Leiter der Abteilung Entwicklung Chemie bei Fischer, betonte anschließend die Beständigkeit von Befestigungssystemen mit dem Fischer Injektionsmörtel FIS EM Plus gegenüber wassergefährdenden Flüssigkeiten sowie deren Dichtheit und Standsicherheit während und nach der Beaufschlagung. Dr. Thilo Pregartner, Leiter der Abteilung Technologietransfer und Zulassungen der Unternehmens-gruppe Fischer, zeigte auf, welche wesentlichen Änderungen sich durch die EN 1992-4 im Bemessungsverfahren für Befestigungen in Beton ergeben und legte dabei einen Schwerpunkt auf die Dauerhaftigkeit von Verbunddübeln.

Jochen Burbach, Leiter Fassade im Bereich Industrie/OEM, verdeutlichte, welche Kriterien für energetisch optimierte Fassadenunterkonstruktionen in punkto Statik, Architektur, Bekleidung und Normung maßgeblich sind und wie sich der Wärmeschutz der Gebäudehülle erwirken und ermitteln lasse. Zudem erläuterte er die Vorteile von Fischer Systemen und Hybrid-Lösungen im Vergleich zu Alternativlösungen am Markt – insbesondere hinsichtlich ihres besseren Preis- und thermischen Leistungsverhältnisses. Eine realitätsnahe, innovative Bemessungsmethode von Dübelgruppen in Beton präsentierte Boglárka Bokor (Universität Stuttgart) mit ihrem aktuellen Forschungsschwerpunkt: einem nichtlinearen Federmodell. Dessen Vorteile gegenüber anderen Verfahren akzentuierte auch Dr. Pregartner. Diese lägen in dem erweiterten Anwendungsbereich des CC-Verfahrens hinsichtlich Ankeranordnungen und Geometrien der Ankerplatte, der Berücksichtigung der Ankerplattensteifigkeit, der Bemessung des gesamten Fußpunktes, der höheren Sicherheit in der Bemessung, der exakteren Verformungsberechnung und der Zeitersparnis für Ingenieure.

Dr. Selim-Tugra Demir, bei Fischer Consulting verantwortlich für Beratung im Lean Design und in der Lean Construction, zeigte auf, wie die Digitalisierung und die damit verbundenen disruptiven Technologien die Art und Weise des Bauens nachhaltig verändern werden. Damit gehe ein Kulturwandel einher. Zielführend sei die Zusammenarbeit aller Beteiligten, wohingegen „Superhelden“ ihre Daseinsberechtigung verlören. Keynote-Speaker Prof. Oliver Riedel betrachtete, wie die Digitalisierung branchenübergreifend die Arbeitswelt verändert. Der Experte leitet das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. An der Universität Stuttgart ist er zusätzlich Leiter des Instituts für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen sowie Inhaber des Lehrstuhls Produktionstechnische Informations-technologien. In seinem interaktiven Vortrag forderte er die Gäste auf, per Smartphone bei Live-Umfragen zum Thema „Arbeitswelt 4.0“ teilzunehmen. So ließ er deren Erfahrungen mit KI (Künstlicher Intelligenz) und vielem mehr in seine Ausführungen einfließen. Er prognostizierte unter anderem: Die Digitalisierung führe zu einer Requalifizierung in vielen Branchen. Menschen werden in der Folge interaktiv und kooperativ mit cyber-physischen Systemen arbeiten.

Nach einer Begrüßung von Michael Geiszbühl, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Fischer, am Morgen des zweiten Tages eröffnete Prof. Jan Hofmann von der Universität Stuttgart mit dem Thema „Erdbeben in Bezug auf Verankerungen und deren baurechtliche Berücksichtigung“. Eindrucksvoll leitete er mit beispielhaften Vorkommen von Erdbeben in das Thema ein, klärte über die rechtlichen Rahmenbedingungen auf und verdeutlichte, welche Anforderungen Dübel unter seismischer Belastung erfüllen müssen. Auch zeigte er auf, was bei einer erdbebengerechten Befestigung berücksichtigt werden muss. Dabei gelte es, Dehnlängen einzuplanen und ein Lochspiel zwischen Ankerplatte und Dübel zu vermeiden. Einen weiteren Schwerpunkt bildete das Thema BIM (Building Information Modeling). So referierte Dr. Matthias Jacob, Geschäftsführer der Implenia Hochbau GmbH, zur Digitalisierung der Bauindustrie. Er beschrieb, wie BIM als Gebäudedatenmodell in sämtlichen Bau- und Lebensphasen des Gebäudes genutzt werden kann und zeigte aktuelle Hemmnis- se in der Bauwirtschaft auf. Anschließend präsentierte Emil Kral, Technischer Manager bei der Unternehmensgruppe Fischer, welche BIM-Strategie Fischer verfolgt und welche Services und digitalen Zwillinge von Produkten das Unternehmen bereits bietet.

Im anschließenden Podiumsgespräch diskutierten Branchen-größen zum Thema „Dübelbemessung: Aufwendig ausgereizt oder pragmatisch schnell?“ Mit dabei waren Prof. Hofmann (Universität Stuttgart), Dr. Markus Wetzel (ehemaliger Präsident Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik), Dipl.-Ing. Andreas Reinhardt (Systea Pohl GmbH) und Dipl.-Ing. Erik Vogler (PUK group GmbH und Co. KG). In seiner Abschlussrede resümierte Florian Birkenmayer, Sprecher der Geschäftsführung Befestigungssysteme bei der Unternehmensgruppe Fischer: „Gemeinsam ist es uns gelungen, zahlreiche Fachthemen und Trends zu präsentieren und zu diskutieren – und damit die Zukunft weiter zu gestalten.“

Haftfestigkeitsproblemen durch richtige Vorbehandlung vorbeugen

Ob funktionelle oder dekorative Lackierung, ohne richtige Vorbehandlung lässt sich auf metallischen Substraten keine Haftfestigkeit erzielen. Das für Beschichtungsprozesse essentielle Thema wird jedoch häufig unterschätzt. Mit der Kompakt-Schulung „Vorbehandlung metallischer Oberflächen für die Lackierung“ bietet die Deutsche Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung (DFO) e.V. grundlegendes Wissen, um Fehler zu vermeiden. Die eintägige Veranstaltung findet am 2. März 2020 in Neuss statt.

Ein optimales Lackierergebnis hängt von der richtigen Vorbehandlung ab. Doch trotz dieser enormen Bedeutung für die Beschichtungsqualität, wird der Vorbehandlung oft zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Fehler in diesem Bereich zählen daher zu den häufigsten Schadensquellen beim Elektrotauchlackieren, Nasslackieren und Pulverbeschichten. Verbunden damit sind meist hohe Folgekosten. Die Kompakt-Schulung „Vorbehandlung metallischer Oberflächen für die Lackierung“ der DFO vermittelt wesentliche Grundlagen, um die Vorbehandlung unterschiedlicher metallischer Substrate durchzuführen.

Das Programm der eintägigen Veranstaltung bietet einen Überblick über die verschiedenen Herstellungsverfahren metallischer Werkstoffe. Als Vorbehandlungsmethoden werden Strahlverfahren ebenso vorgestellt wie unterschiedliche Reinigungstechnologien. Weitere Themen sind Konversionsbehandlungen und Maßnahmen für das Qualitätsmanagement rund um die Vorbehandlung. Abgerundet wird die Agenda durch Tipps für die Anlagenplanung.

Das Seminar richtet sich an Beschichter metallischer Bauteile aus allen Branchen mit keinen oder geringen Vorkenntnissen in der Vorbehandlung sowie an Mitarbeiter aus dem technischen Einkauf, die über keine beziehungsweise nur wenig Know-how in der Weiterverarbeitungstechnik verfügen.

Weitere Informationen sind unter www.dfo.info abrufbar. Über diese Internetseite ist auch eine Online-Anmeldung möglich.

Ist neues Mitglied der Gewema

Der Maschinenbauer Columbus setzt nach eigenen Angaben jeden Tag alles daran, die besten Vakuumpressen der Welt zu produzieren und die Technologie für jedermann gewinnbringend nutzbar zu machen. Aufgrund der zahlreichen Erfolge in der jüngsten Vergangenheit ist es ein logischer Schritt, das weltweite Händlernetzwerk auszubauen. Damit soll Interessenten und Anwendern das hochwertige Angebot möglichst überall direkt vor Ort zugänglich gemacht werden. Der erste Schritt dieser globalen Erweiterungen führt Columbus von Österreich aus ins nördliche Nachbarland Deutschland in Form einer Mitgliedschaft bei der Gewema AG, einer Kooperation im Bereich Maschinenhandel mit Sitz in Ismaning.

Derzeit stattet Columbus zahlreiche Händler mit Vorführmaschinen aus und schult deren Fachberater hinsichtlich Technologie, Materialien und Anwendungsmöglichkeiten. Damit ist gewährleistet, dass diese ihren Kunden die beste Beratung bieten können. Für die Händler ergeben sich aber noch weitere attraktive Vorteile. Zum einen können diese ihren Kunden die innovative Technologie nun praxisnah präsentieren, zum anderen erhalten sie besondere Unterstützung durch das Columbus Competence Center für Vakuumpresstechnologie.

„Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch aus Deutschland und, dass bereits zahlreiche Händler die großartigen Möglichkeiten des Columbus Händlernetzwerkes wahrnehmen. Deutschland ist jedoch nur der erste Wegpunkt von vielen, um unseren Anwendern die Vakuumtechnologie direkt zugänglich zu machen“, so Jürgen Brausewetter, Geschäftsführer von Columbus.

Wood IQ GmbH

Erweitert das Vertriebsteam

Vor dem Hintergrund einer erfolgreichen Unternehmensentwicklung vergrößert Wood IQ GmbH Lohmeyer sein Vertriebsteam mit einer erfahrenen Führungskraft. Karsten Klöpperpieper übernahm die Position des Vertriebsleiters und verantwortet seit dem ersten Januar 2020 sämtliche Vertriebsaktivitäten von Wood IQ in Europa.

Der aus Herzebrock-Clarholz stammende Industriemeister Metall verfügt über profunde Kenntnisse der Branche. Seit über 20 Jahren ist er in leitenden Vertriebsfunktionen in der Holzbearbeitungsmaschinenbranche tätig. Vor seiner Tätigkeit bei Wood IQ war er unter anderem über zwölf Jahre bei der Weeke Bohrsysteme GmbH, einem Tochterunternehmen der Homag Group, im Export tätig. Weiter führte ihn der Weg zur Wood IQ über die Wemhöner Surface Technologies GmbH, der Marktführer im Bereich Veredelung von Holzwerkstoffen über die Rotodecor GmbH, bekannt als Marktführer für Tiefdruck- und Lackier- und Imprägnieranlagen für den Dekordruck.

„ZOW 2020“

Wenige, dafür konstruktive Gespräche

Der erste Eindruck auf der „ZOW 2020“: Die Halle wirkt sowohl was Aussteller, als auch Besucher angeht, ziemlich leer. Aber der erste Eindruck täuscht. In den Gesprächen mit den Ausstellern zeichnet sich ein anderes Bild ab. Die viel zitierte ideale Lage der Messe im Herzen der Möbelindustrie funktioniert einfach. Sascha Kostros, Head of Decor Management bei Impress, gibt zum Beispiel zu Protokoll: „Wir hatten schon ganz am Anfang Gespräche, die den ganzen Auftritt rechtfertigen.“  Was die Ausstellung angeht, hat Impress das Thema der Messe, „Tiny Spaces“ angenommen. „Bei weniger Wohnraum werden natürlich auch die Möbel kleiner. Dazu müssen dann wiederum die Dekore passen. Unsere Aufgabe ist es also, ganzheitlich vom Wohnraum her zu denken“, erklärt Kostros. Die interessantesten neuen Dekore hat das Unternehmen direkt am Empfangstresen genutzt.
„Tiny Spaces“ als Messe-Motto hat aber auch andere Unternehmen inspiriert. Hailo zum Beispiel hat eine Mini-Küche als Studie ausgestellt. „Das ist sogar noch weit vor dem, was wir einen Prototypen nennen würden. Aber so etwas können wir zu unseren Kunden schon logistisch gar nicht hinbringen, um darüber zu reden. Die ,ZOW‘ ist dafür ideal“, erklärt Frank Peter Koch, Marketingleiter des Unternehmens. „Das funktioniert hier besonders gut, weil aus der Küchenindustrie auch mal Leute vorbei kommen, die auf weiter entfernte Messen eher nicht gehen. Weil sie als Techniker im Werk gebraucht werden.“ 

Insgesamt gibt es wesentlich mehr Neues zu sehen, als vielleicht zu erwarten war. Schüco Alu Competence hat zum Beispiel neben 14 neuen Griffen auch eine neue Profilleuchte für das tolle „Smart Cube“- Regalsystem dabei. Am Stand von DekoraPur wird mit „Pure Flex Super“ sogar ein völlig neuartiges Oberflächen-Material gezeigt, das in Kooperation mit Kleiberit entstanden ist. Die vier Millimeter dicke Platte ist nahezu frei biegbar und kann so in Radien genutzt werden. Gleichzeitig kann sie mit einem Cutter-Messer zugeschnitten werden und bietet sogar antibakterielle Eigenschaften. Thomas Luckow, Vertriebsleitung bei DekoraPur: „Wenn es die ,ZOW‘ nicht gäbe, hätten wir für dieses Produkt sehr lange keine Bühne gefunden. Auf die ,Holz-Handwerk‘ passt es nicht so gut und auf die ,Euroshop‘ geht auch nicht jeder. Hier treffen wir unsere wichtigste Zielgruppe.“

Die „ZOW 2020“ ist klein, der erste Eindruck ist nicht ideal. Aber die wichtigen Besucher sind wieder da und für die Aussteller gilt: Man bekommt das heraus, was man hineinsteckt. 

VDM

Evaluierung für Lehrfabrik „Holz und Möbel“ gestartet

Handeln ist angesagt, denn die Herausforderungen für die deutsche Möbelindustrie sind vielfältig und groß: Fachkräftemangel, demografischer Wandel, Digitalisierung und ein aktuell hohes Durchschnittsalter der der Beschäftigten prägen die Branche.

Deshalb hat der der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) gemeinsam mit den Herforder Möbelverbänden, der Wirtschaftsförderung des Kreises Herford und weiteren Kooperationspartnern eine Machbarkeitsstudie zum Aufbau einer eigenen „Lehrfabrik für die Holz- und Möbelindustrie“ gestartet.

„Wir wollen die Hürden für Ausbildung und Qualifizierung senken und den Unternehmen eine praxisgerechte und hochmoderne Lehrfabrik anbieten, die auf technisch höchstem Niveau echte betriebliche Projekte abbildet“, unterstreicht Jan Kurth, Geschäftsführer des VDM und der Herforder Verbände. Beauftragt mit der Durchführung der Machbarkeitsstudie wurde das Paderborner Unternehmen Zeus GmbH, das bereits über einschlägige Erfahrungen mit ähnlichen Einrichtungen in der Metall- und Elektroindustrie verfügt.

Die „Lehrfabrik für die Holz- und Möbelindustrie“ soll unter der Regie von „BANG“, dem Beruflichen Ausbildungs-Netzwerk im Gewerbebereich, und Industriepartnern ein Leuchtturmprojekt für die Branche werden.

„Dieses Bildungszentrum soll möglichst schnell eine hochwertige praxisnahe Berufsausbildung mit Blick auf neue Technologien organisieren, die Attraktivität unserer Branche verbessern und den Nachwuchssorgen begegnen“, erläutert Kurth. „Wir favorisieren diesen Weg, weil so die Individualkosten der Unternehmen für die Ausbildung vertretbar bleiben.“

Vor dem Aufbau der Lehrfabrik müssen Bedarf, technische Anforderungen und Standortsoptionen geprüft werden. Über einen Zeitraum von etwa zwölf Monaten werden gemeinsam mit Unternehmen, Maschinenherstellern, Kommunen, Bildungseinrichtungen und Möbelverbänden die Umsetzungschancen des Projekts geprüft. Kommt die Evaluierung zu einem positiven Fazit, kann die geplante Lehrfabrik für die Holz- und Möbelindustrie als für Ostwestfalen-Lippe zentrale Branche relativ kurzfristig ihre Arbeit aufnehmen.

Der VDM ist Auftraggeber dieser Untersuchung, weitere Partner sind die Holz- und Möbelverbände NRW in Herford sowie die Interkommunale Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH im Kreis Herford. Die Studie betreut Markus Kamann, der über die Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement mbH (GPDM, Paderborn) bundesweit verschiedene „BANG“-Zentren betreibt und vor diesem Hintergrund über hervorragende Expertise verfügt.

25 Mitarbeiter freigestellt

Anfang Dezember hieß es noch: „Aufatmen in Mönchweiler“, Zeyko könne sich mit einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung wieder vollständig sanieren. Schon kurz darauf war klar, dass das zuerst genehmigte Verfahren nach § 270a InsO in ein reguläres Insolvenzverfahren umgewandelt werden musste. Vom Amtsgericht Villingen-Schwenningen wurde am 12. Dezember die vorläufige Insolvenzverwaltung durch Rechtsanwalt Dr. Philipp Grub von der Kanzlei Grub Brugger in Stuttgart angeordnet. Wurde der Geschäftsbetrieb des Unternehmens zunächst vollumfänglich fortgeführt, ist dies nun nicht mehr der Fall.

Hintergund: Mit Beschluss des Amtsgerichts Villingen-Schwenningen vom 1.2.2020 (Samstag) wurde das Insolvenzverfahren nun offiziell eröffnet. Nach der erstmaligen Stellung des Insolvenzantrages vom 19.11.2019 war die Betriebsfortführung zunächst durch das Insolvenzgeld gewährleistet, das seit Samstag aber nicht mehr gezahlt wird. Da Zeyko selbst nicht mehr zahlungsfähig ist, war es nun erforderlich, von den insgesamt 66 beschäftigten Mitarbeitern des Unternehmens 25 Mitarbeiter von der Arbeit freizustellen. Mit den weiterbeschäftigten Mitarbeitern sollen die noch vorhandenen Aufträge abgewickelt werden. Parallel hierzu werden die Bemühungen, einen Investor bzw. Übernahmeinteressenten für das Unternehmen zu finden, fortgeführt. So erklärt die Kanzlei Grub Brugger.

Kooperiert mit Jung von Matt/Donau

Internorm ist Europas führende Fenstermarke. Um auch werblich weiterhin Maßstäbe zu setzen, kooperiert der oberösterreichische Fensterbauer seit diesem Jahr mit der Kreativagentur Jung von Matt/Donau. In einer mehrstufigen Ausschreibung hat Österreichs führende Werbeagentur mit ihrem Konzept auf ganzer Linie überzeugen können. Die Kooperation wird zum 10. Februar mit kreativen Marken- und Produktkampagnen öffentlichkeitswirksam.

Internorm-Miteigentümer Christian Klinger über seine Erwartungen an die neue Partnerschaft: „Voraussetzung war es für uns, einen strategischen Partner für eine zukunftsweisende und überzeugende Kommunikation zu finden. Das Konzept von Jung von Matt/Donau hat uns aufgrund des ganzheitlichen und internationalen Ansatzes überzeugt. Zudem zählt Jung von Matt zu den renommiertesten Agenturen Österreichs, die gleichzeitig eine Strahlkraft über die Landesgrenzen hinaus hat. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und ganz besonders auf die neue Werbelinie.“

Die renommierte Agentur Jung von Matt/Donau ist stolz auf den neuen Partner aus Traun: „Wir freuen uns riesig nach einigen „fensterfreien“ Jahren nun Europas führende Fenstermarke mit unseren Ideen unterstützen zu können“, so Josef Koinig, Geschäftsführer von Jung von Matt/Donau. Die Internorm Marken- und Produktkampagnen werden erstmals am 10. Februar österreichweit in TV, Print und digitalen Medien zu sehen sein.

„ZOW 2020“

Heute geht es los

Heute beginnt die Zuliefermesse im Herzen der Möbelindustrie: die „ZOW 2020“. Mit den Schwerpunkten Ressourcenschonung, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und natürlich Digitalisierung stehen in Bad Salzuflen die zentralen Megatrends der Branche auf dem Themenplan. Gleichzeitig geht es aber auch um den Blick auf Details, individuelle Lösungen, neue Ansätze und innovatives Brainstorming. Mit Prototypen und Produkten zum Anfassen. Hautnah, direkt und brandneu. Renommierte Marktführer wie kleine Manufakturen präsentieren in Bad Salzuflen ihre zukunftsweisenden Produktentwicklungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den so genannten „hidden ideas“ – wegweisende Lösungen im Kleinen, die auf den großen Branchenevents schnell übersehen werden.

Tipp: Die Beschlaglösungen von Ambigence, die schon auf der „Interzum“ hohe Wellen geschlagen haben, lassen sich auf der „ZOW 2020“ nochmal ganz genau unter die Lupe nehmen. Auch in Sachen PUR-Klebstoffe hat sich einiges getan. Dies kann man sich zum Beispiel am Stand von Henkel genauer erklären lassen. Bei Interprint dagegen lohnt sich ein Blick, weil sich das Produktportfolio seit der Übernahme durch die Toppan-Gruppe natürlich verändert und erweitert hat.
Neben „Werkstatt“, „Manufaktur“ oder „Marktplatz“ wird die „ZOW“ aber auch eines wieder sein: ein Ort für intensive Kommunikation und aktive Netzwerk-Pflege – für Zuliefer ebenso wie für Hersteller und alle, die am Wertschöpfungsprozess „Möbel“ beteiligt sind.