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Autor: Möbelfertigung

Mehr als 7.000 Besucher bedeuten Rekord – Geschäfte für 19 Mio. Euro getätigt

An der diesjährigen „MEM Industrial“, Lateinamerikas führender Fachmesse für Holzbe- und -verarbeitung, Möbelfertigung und Forstwirtschaft, nahmen mehr als 7.000 Besucher aus Mexiko und dem Ausland teil. Noch vor Ort wurden Geschäfte mit einem Wert von über 400 Mio. Pesos (umgerechnet circa 19 Mio. Euro) getätigt.
Die „MEM Industrial“ wurde von Hannover Fairs México, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Deutschen Messe AG mit Sitz in Hannover, veranstaltet. „Es ist uns gelungen, die Messe zur führenden Branchenveranstaltung der Holzwirtschaft Lateinamerikas zu machen“, sagte Christian Pfeiffer, Global Director „Ligna“ & Woodworking der Deutschen Messe. (im Foto rechts; links: Bernd Rohde, Geschäftsführer Hannover Fairs México)

Die „MEM Industrial“ wurde vom 22. bis zum 24. Januar im Centro Citibanamex in Mexico City durchgeführt. Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 14.000 Quadratmetern waren 130 Firmen und 200 Markennamen aus neun Ländern vertreten. Als umfassendste Messe ihrer Art präsentierte die „MEM Industrial“ in diesem Jahr Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Branche: von der Forstwirtschaft über Industrie 4.0 Technologien bis hin zu Holzbearbeitung, Möbelfertigung, Rohmaterialien und Zubehör.

Abgerundet wurden die Leitthemen der diesjährigen „MEM Industrial“ durch ein kostenfreies Rahmenprogramm aus 20 Konferenzen, Workshops und Seminaren. Im Mittelpunkt standen dabei Nachhaltigkeit sowie innovative Oberflächentechniken als Brückenschlag zwischen Design und Industrie.
Die „möbelfertigung“ war als einziges deutsches Magazin exklusiv vor Ort. Ein ausführlichen und detaillierten Nachbericht der Messe lesen in der nächste Industrie-Ausgabe, die im Mai erscheint.
Im Jahr 2021 findet die „MEM Industrial“ vom 20. bis 22. Januar im Centro Citibanamex in Mexico City statt.

Villeroy & Boch

Umsatzwachstum im Bereich Küche, leichtes Minus bei Badmöbeln

Der Villeroy & Boch-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Konzernumsatz in Höhe von 833,3 Millionen Euro und lag damit im zum Halbjahr angepassten Zielkorridor. Im Vorjahresvergleich ging der Umsatz um 2,3 Prozent zurück.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im vergangenen Geschäftsjahr mit 103,4 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 53,6 Millionen Euro. Grund hierfür ist vor allem ein Sonderertrag in Höhe von 52,4 Millionen Euro, der insbesondere auf einen Immobilienverkauf in Luxemburg zurückzuführen ist. Das operative EBIT lag mit 51,0 Millionen Euro vor allem umsatzbedingt leicht unter dem Vorjahreswert.

Mit 80,4 Millionen Euro wurde das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Das deutliche Plus basiert in erster Linie auf dem erzielten nicht-operativen Ergebnis.

Der Unternehmensbereich Bad und Wellness erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 554,0 Millionen Euro, wobei sich die Umsatzerlöse in den Geschäftsfeldern unterschiedlich entwickelten: Während die Umsätze in den Bereichen Wellness und Küche um 4,1 Prozent beziehungsweise um 1,1 Prozent stiegen, ging der Umsatz in den Geschäftsfeldern Sanitärkeramik (-8,3 %), Armaturen (-1,4 %) und Badmöbel (-1,3 %) zurück. Der Umsatzanstieg im Bereich Wellness konnte vor allem aufgrund einer guten Performance bei „Quaryl“-Badewannen erreicht werden. Der Umsatzrückgang bei Sanitärprodukten resultierte hauptsächlich aus einem schwierigen ersten Halbjahr, das vom Lagerbestandsabbau von Kunden sowie Verzögerungen im Projekt-geschäft, insbesondere in China, geprägt war. Durch eine Stabilisierung des Geschäfts im dritten Quartal und Umsatzwachstum im vierten Quartal konnte der unterjährige deutliche Umsatzrückstand zum Vorjahr teilweise aufgeholt werden.

Der Unternehmensbereich Tischkultur steigerte seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 3,9 Prozent auf 276,5 Millionen Euro. Größter Wachstumstreiber war das E-Commerce-Geschäft (+16,3 %). Über alle Regionen hinweg lag der Anteil der E-Commerce-Aktivitäten am Tischkultur-Gesamtumsatz bei 19,6 Prozent. Positiv war auch die Entwicklung im Projektgeschäft (+3,9 %) insbesondere in Europa und Amerika. Durch ein optimiertes Shop-Management wurde zudem in den eigenen Einzelhandelsgeschäften wieder ein Wachstum von 1,3 Prozent erzielt. Auch im Geschäft mit stationären Handelspartnern zeigte sich vor allem in den europäischen Märkten eine positive Entwicklung.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 33,2 Millionen Euro. Mit 82,5 Prozent entfiel der Großteil der Investitionen auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness. Der Investitionsfokus lag dabei auf der Anschaffung neuer Produktionsanlagen für die Sanitärkeramik-Werke im In- und Ausland. Im Unternehmensbereich Tischkultur flossen die Investitionen schwerpunktmäßig in neue Maschinen und Werkzeuge für die Produktion sowie in die Optimierung des Einzelhandelsnetzes.

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung am 27. März 2020 vor, den Bilanzgewinn der Villeroy & Boch AG zur Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro für die Vorzugs-Stückaktie sowie 0,55 Euro für die Stamm-Stückaktie zu verwenden.

„Während sich unser Unternehmensbereich Tischkultur über das gesamte Jahr 2019 positiv entwickelt hat, verlief die Umsatzentwicklung im Bereich Bad und Wellness in der ersten Jahreshälfte schwächer als erwartet. In Summe haben wir jedoch unsere im Sommer angepasste Jahresprognose erreicht und dank unseres Sonderertrags ein hervorragendes Konzernergebnis erzielt“, erklärt Frank Göring, Vorstandsvorsitzender der Villeroy & Boch AG.

Für das Geschäftsjahr 2020 strebt der Konzern ein leichtes Wachstum im Umsatz und operativen Ergebnis an.

Design-Session von 3 Architektenkammern als Fortbildung anerkannt

Oberflächen haben ihren ganz eigenen Reiz. Ob matt schimmernd, changierend oder glänzend, rau oder soft, unifarben oder multicolor – faszinierend, wie das Oberflächen-Dessin einem Objekt, einem Möbel, einer Wand oder einem Ambiente einen vollkommen anderen Look geben kann. Um die hohe Kunst der Farb- und Materialkomposition beim Designprozess geht es auch bei der Konferenz „Surface in Motion“, die am 13. und 14. Mai 2020 in Mainz stattfindet und die in Kooperation von den Magazinen „möbelfertigung“ und „arcade“ veranstaltet wird: https://www.holzmann-events.de/surface-in-motion/

Dabei können Teilnehmer aus zwei parallelen Vortragsprogrammen wählen – ganz nach Ihrer Präferenz „Technologie“ oder „Design“. In der Design-Session referieren 9 Top-Speaker über die Trends von morgen, über innovative Materialien und außergewöhnliche Dekore. Mit dabei ist unter anderem Designerin Hanne Willmann, Art Director bei Interlübke, die über Trending Surfaces und das aufregende Zusammenspiel von Material, Farbe und Dekor sprechen wird. Hannes Bäuerle von Raumprobe wird über innovative, neuartige Werkstoffe berichten, während sich Claudia Küchen, Vorstand Design und Marketing Schattdecor, mit den Places of Tomorrow auseinandersetzt. Raumpsychologe Uwe Linke erläutert, warum bestimmte Materialien und Oberflächen bei uns ganz kontroverse Gefühle und Emotionen auslösen können.

Architekten und Innenarchitekten aufgepasst: Die Veranstaltung wird von den Architektenkammern Rheinland-Pfalz und Hessen jeweils mit 5 Unterrichtsstunden (Innenarchitektur) anerkannt, und von der Architektenkammer in NRW mit 4 Stunden.

Und auch die Location ist sehenswert. Denn die „Surface in Motion – Technology & Design Conference“, https://www.holzmann-events.de/surface-in-motion/ findet im KUZ in Mainz statt. Ein Industriedenkmal aus rotem Backstein, das vor einigen Jahren aufwändig saniert wurde und seitdem ein vielfältiges Kulturprogramm bietet.

Wer sich bis zum 1. April meldet, profitiert noch vom Early-Bird-Preis.
Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren: Hymmen, Colorgate, Renolit, Sappi, Continental, Ahlstrom Munksjö, Kleiberit, Lamigraf, Koenig & Bauer, Swiss Krono Group, Sesa, Saueressig Ungricht.

Über Sponsoring-Möglichkeiten informieren Sie Pia Eggert, pia.eggert@holzmann.de, 040-632018-23, und Hans-Christian Hahn, hans-christian.hahn@holzmann.de, 040-632018-43.

Zuwächse beim Bauhauptgewerbe zum Jahresende 2019

Im Oktober 2019 waren die Umsätze im Bauhauptgewerbe 1,3 Prozent höher als im Oktober 2018. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten ebenfalls um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten zehn Monaten 2019 stieg der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,9 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 2,0 Prozent.

Im Hochbau stiegen die Umsätze im Oktober 2019 gegenüber Oktober 2018 um 1,6 Prozent und im Tiefbau um 1,0 Prozent. Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen innerhalb des gesamten Bauhauptgewerbes stiegen die Umsätze im Leitungstiefbau und Kläranlagenbau mit +6,9 Prozent sowie beim Bau von Straßen mit +6,3 Prozent am stärksten. Im Wirtschaftszweig „Dachdeckerei und Bauspenglerei“ gab es mit -2,8 Prozent einen Umsatzrückgang gegenüber Oktober 2018.

Einen Rückgang gab es dann im November: hier war der Umsatz im Bauhauptgewerbe 0,5 Prozent niedriger als im November 2018. Die Zahl der Beschäftigten hingegen stieg um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In den ersten elf Monaten 2019 erhöhte sich der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5,2 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 1,9 Prozent.

Im Hochbau sanken die Umsätze im November 2019 gegenüber November 2018 um 1,2 Prozent, während sie im Tiefbau um 0,2 Prozent stiegen. Unter den umsatzstärksten Wirtschaftszweigen innerhalb des gesamten Bauhauptgewerbes stiegen die Umsätze im Leitungstiefbau und Kläranlagenbau mit +7,5 Prozent sowie beim Bau von Straßen mit +5,0 Prozent am stärksten. Im Wirtschaftszweig „Dachdeckerei und Bauspenglerei“ gab es mit -4,4 Prozent den größten Umsatzrückgang gegenüber November 2018.

Positiv wird es dann auch weitergegangen sein, denn in Richtung Jahresende konnten noch viele Aufträge eingebucht werden: Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war im November 2019 saison- und kalenderbereinigt 14,2 Prozent höher als im Oktober 2019. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich stieg das reale Volumen der saison- und kalenderbereinigten Auftragseingänge von September bis November 2019 gegenüber Juni bis August 2019 um 5,8 Prozent.

Im November 2019 lagen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe in Betrieben von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen nominal mit rund 7,1 Milliarden Euro 10,3 Prozent höher als im November 2018. Das war der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem November in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Auftragseingänge in den ersten elf Monaten 2019 nominal um 9,1 Prozent.

Mehr über Künstliche Intelligenz lernen – mit kostenlosem Online-Kurs

Mit dem kostenlosen Online-Kurs „Elements of AI“ der Industrie- und Handelskammern in Deutschland kann ab sofort jeder im Internet Wissen über Künstliche Intelligenz (KI) erwerben und testen. In Finnland, wo der Kurs ursprünglich entwickelt wurde, haben inzwischen mehr als 270.000 Menschen das Angebot genutzt. Die „AppliedAI“ Initiative des Innovations- und Gründerzentrums „Unternehmertum“ hat die inhaltliche Überführung von „Elements of AI“ ins Deutsche unterstützt und betreut den laufenden Betrieb.

Das Angebot ist unter www.elementsofai.de aufrufbar und zeigt, wie Maschinen lernen, Bilder und Texte erkennen und mit Menschen interagieren. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet für die nächsten fünf Jahre mit einem stark wachsenden Einsatz von KI in allen Wertschöpfungsstufen. „Im digitalen Zeitalter bleiben wir als deutsche Wirtschaft nur wettbewerbsfähig, wenn wir auch bei Künstlicher Intelligenz an der Weltspitze mitspielen“, sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer zum Ziel des Online-Kurses.

In einem gemeinsamen Aufruf werben DIHK und Bundeswirtschaftsministerium für größere Anstrengungen in Sachen KI. Das weltweite Rennen um die Technologieführerschaft in der Künstlichen Intelligenz sei in vollem Gange. Deutschland und Europa hätten hier eine gute Ausgangsposition. „Künstliche Intelligenz ist bereits im Alltag vieler Menschen und Unternehmen angekommen“, betont Schweitzer. So verwalten sprachgesteuerte Assistenten Einkaufslisten, vollautomatische Einparkassistenten verhindern Blechschäden, KI-Systeme sagen Störungen in Maschinen voraus, und in der Medizin unterstützen sie Ärzte bei Diagnose und Therapieauswahl.

Der Online-Kurs, der von Deutschlands führender KI-Initiative „AppliedAI“ betreut wird, soll dazu beitragen, möglichst viele Menschen mit Künstlicher Intelligenz in Berührung zu bringen und Ängste abzubauen. Denn, so der DIHK-Präsident: „Jede noch so intelligente Maschine braucht einen Menschen, der sie versteht.“ Dafür seien Fachkräfte mit klugen Ideen und dem richtigen Know-how erforderlich.

Für die Teilnahme an dem deutschsprachigen Kurs sind weder mathematische noch Programmier-Kenntnisse erforderlich. Die sechs Module können bei völlig freier Zeiteinteilung in 30 bis 60 Stunden online absolviert werden.

Meckfessel und Haas haben das Steuer übernommen

Scholtissek ist als Holz-Veredler eine feste Größe in der Möbelbranche, und das soll unter neuer Regie auch so bleiben. Nach rund 50 Jahren haben Reinhard Scholtissek und seine Frau Renate Möller, die die Möbelmanufaktur zusammen gegründet haben, ihr Unternehmen zu Jahresbeginn an das neue Führungsduo Olaf Meckfessel und Alexander Haas übergeben. Beide kennen Scholtissek bestens und haben klare Vorstellungen davon, wie es weitergeht.

„Die Kunst einer Unternehmensübernahme liegt darin, die alten Pfade zu nutzen und neue Wege zu finden“, so Olaf Meckfessel, der ausgebildeter Tischler ist, als Qualitätsmanager und Prokurist in der Industrie sowie seit dreieinhalb Jahren in der Betriebsleitung bei Scholtissek arbeitet.

Noch länger dabei ist Alexander Haas, ebenfalls ausgebildeter Tischler und Holztechniker, der seit 15 Jahren als Einrichtungsfachberater in der Möbelmanufaktur begann und dort seit 2009 den Vertrieb leitet. „Tradition ist nicht das Aufbewahren von Asche, Tradition ist das Weitertragen der Glut“, im Sinne dieses Satzes des französischen Sozialisten Jean Jaurès freut auch er sich darauf, Scholtissek zusammen mit Olaf Meckfessel weiterzudenken, ohne die vor Jahrzehnten eingeschlagene Unternehmensphilosophie aus den Augen zu verlieren.

Die Fußstapfen sind groß, denn Reinhard Scholtissek zeichnete sich durch besondere Kreativität und feines Marktgespür aus, doch die Voraussetzungen könnten nicht besser sein.

Die Angst vor Produktionsstillständen wächst

Wie soll eine Supply Chain funktionieren, wenn die Menschen Angst vor Ansteckung haben, die Logistik von einem Tag auf den anderen abgeschnitten wird und Entscheider sich nicht mehr sehen können? Und sind diese Ängste begründet oder aufgebauscht? Um Licht ins Dunkle zu bringen, haben die Einkaufsberater der Kloepfel Group 243 Fach- und Führungskräfte der deutschen Industrie und des deutschen Handels im Rahmen einer Online Blitzumfrage befragt. Die stichprobenartige Umfrage wurde branchenübergreifend vom 03.02.2020 bis zum 06.02.2020 durchgeführt.

Gibt es eine Verbindung zu China? Bei dieser Frage konnten die Teilnehmer mehrere Antworten abgeben. So sagten 81 Prozent, dass sie von wichtigen Lieferanten aus China beliefert werden. Rund jeder Dritte (35 Prozent) arbeite dort mit wichtigen Kunden zusammen. Ein Drittel (33 Prozent) produziert direkt in China. 4 Prozent haben keine Verbindung zum Riesenreich.

Mit 63 Prozent gab die Mehrheit der befragten Manager und Fachkräfte an, dass sie froh sind, über die Medien aufgeklärt zu werden. Nur gut jeder Dritte (37 Prozent) findet die aktuelle Berichterstattung völlig überzogen.

58 Prozent halten die Maßnahmen von Regierungen und Fluggesellschaften zum Schutz vor Ansteckung für sinnvoll. 42 Prozent hingegen finden die Maßnahmen teilweise sinnvoll und teilweise übertrieben. Alle Befragten sind aber grundsätzlich der Meinung, dass weiterhin Vorsorge getroffen werden muss. Niemand hielt die Mittel zur Bekämpfung des Coronavirus für unnötig.

Die Mehrheit (42 Prozent) ist bisher noch nicht von Lieferantenausfällen betroffen. 28 Prozent verzeichnen zwar Ausfälle von Lieferanten, können aber kurz- bis mittelfristig alternative Lieferanten aktivieren. 19 Prozent befürchten, dass Lieferengpässe ihre Produktion stilllegen. Unterdessen haben neun Prozent Lieferengpässe, aber diese werden nicht zu einem Produktionsstillstand führen. Nur gut zwei Prozent der Teilnehmer ist in keiner Weise von Lieferantenausfällen betroffen.

Die große Mehrheit der Befragten (ebenfalls 42 Prozent) berichtet, dass sie Projekte weiterhin wie geplant durchführen können. Allerdings müssen mit knapp 41 Prozent fast genauso viele Projekte verschieben, was sie laut Umfrage viel Geld kostet. Neun Prozent können Projektpläne nicht einhalten und befürchten, dass dies sogar deren Existenz gefährdet. Weitere acht Prozent müssen zwar ein geplantes Projekt terminlich verschieben, jedoch sei dies problemlos.

Marc Kloepfel, CEO von den Einkaufspezialisten der Kloepfel Group, stellt fest: „Anfänglich haben wir viele Anfragen unserer Kunden mit Standorten in China nach Mundschutzmasken bekommen. Da sich die Lage aber nicht verbessert, bekommen wir in diesen Tagen viele Eilaufträge für weitere Warengruppe. Die Firmen fangen an, zu hamstern und füllen ihre Lager vorsorglich auf. Dies betrifft neben der produzierenden Industrie auch sehr stark den Handel.“

Auch in der Möbelindustrie sind die Folgen des Virus bereits spürbar: Natuzzi gab jetzt bekannt, dass die chinesische Fertigung aufgrund des dortigen Quarantäne-Protokolls eine weitere Woche geschlossen bleiben muss. Die Lieferzeit für Möbel von „Natuzzi-Editions“ und dem „Softaly-Private“-Label wird sich deshalb um drei Wochen verzögern.

Das Werk in Rumänien ist zwar in Betrieb, allerdings sind einige benötigte Komponenten asiatischen Ursprungs und deshalb derzeit nicht verfügbar.

Zuvor hatte sich bereits Electrolux besorgt gezeigt, dass das Coronovirus negative Auswirkungen auf das Geschäft haben könnte. Und chinesische Ikea-Filialen sind schon seit Ende Januar aus Sicherheitsgründen komplett geschlossen, zuvor galt dies nur für etwa die Hälfte der insgesamt 30 Handelshäuser in China.

Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. diskutiert

Anlässlich der Fachmesse „Dach + Holz International“ in Stuttgart haben sich Mitglieder des Präsidiums des Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB), unter anderem auch Geschäftsleitungsmitglieder der Kooperationen Hagebau und Eurobaustoff, und des Vorstandes des GD Holz zu einem Gespräch getroffen. „Im Großhandel gibt es eine Vielzahl von Aufgabenstellungen, die im Holzfachhandel und Baustoff-Fachhandel ähnlich sind. Hier gilt es die Themenfelder zu sondieren und sich zukünftig gemeinsam für Lösungen und Vorschläge in der Öffentlichkeit zu engagieren“, so Stefan Thurn, Präsident des BDB und geschäftsführender Gesellschafter bei der J.N. Köbig GmbH aus Mainz.

Bei dem Gespräch ging es um Themenbereiche wie Artikelstammdaten, BIM, Wohnbauförderung und um Fragen der Qualifizierung von Handwerkern oder Transport und Logistik. Diese Bereiche stellen für die Betriebe des Baustoff- und Holzgroßhandels eine erhebliche Herausforderung dar. In einem nächsten Schritt soll ein Katalog gemeinsamer Themen erstellt werden.

„Es geht uns sowohl darum, die gemeinsamen Themen gegenüber der Politik zu kommunizieren als auch darum, die Unternehmen mit gemeinsamen Strategien und Vorstellungen zu unterstützen – und dies sortimentsübergreifend“, so Philipp Zumsteg, Vorsitzender des GD Holz und Geschäftsführer der Carl Götz GmbH aus Neu-Ulm.

Die Sitzung fand in sehr konstruktiver und kommunikativer Atmosphäre statt. Alle Beteiligten haben betont, dass die gemeinsame Bearbeitung von Themen für die Mitglieder beider Verbände von großem Nutzen sein könne.

Spendete an gemeinnützigen Verein

Mit 550 aktiven und ehemaligen Mitarbeitern feierte die Assmann Büromöbel GmbH & Co. KG im vergangenen Jahr ihren 80. Geburtstag. Anlässlich des runden Jubiläums wurde im Vorfeld im Meller Unternehmen für den gemeinnützigen Verein „Sportler 4 a childrens world e.V.“ gesammelt und die Inhaberfamilie Aßmann verdoppelte die Spendensumme. So konnte der in Wallenhorst bei Osnabrück ansässige Verein um John McGurk, der sich für eine bessere Welt für Kinder einsetzt, beim Besuch in Melle jetzt zwei Spendenschecks über insgesamt 3.000 Euro entgegennehmen. Das Geld fließt in aktuelle soziale Projekte der „Sportler 4 a childrens world“.

Es sei ein tolles Gefühl gewesen, auf dem runden Geburtstag im vergangenen Jahr so viele Menschen zu sehen, die dem Unternehmen teilweise über Jahrzehnte eng verbunden seien, betont der geschäftsführende Gesellschafter Dirk Aßmann. Über das Spendengeschenk aus der Belegschaft hatte er sich so sehr gefreut, dass er die Summe direkt verdoppelte. „Der Verein ,Sportler 4 a Childrens world‘ verbindet soziales Engagement und nachhaltiges Handeln. Das passt zu uns und unserer 80-jährigen Unternehmensgeschichte.“