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Villeroy & Boch
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Umsatzwachstum im Bereich Küche, leichtes Minus bei Badmöbeln

Der Villeroy & Boch-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Konzernumsatz in Höhe von 833,3 Millionen Euro und lag damit im zum Halbjahr angepassten Zielkorridor. Im Vorjahresvergleich ging der Umsatz um 2,3 Prozent zurück.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im vergangenen Geschäftsjahr mit 103,4 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 53,6 Millionen Euro. Grund hierfür ist vor allem ein Sonderertrag in Höhe von 52,4 Millionen Euro, der insbesondere auf einen Immobilienverkauf in Luxemburg zurückzuführen ist. Das operative EBIT lag mit 51,0 Millionen Euro vor allem umsatzbedingt leicht unter dem Vorjahreswert.

Mit 80,4 Millionen Euro wurde das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Das deutliche Plus basiert in erster Linie auf dem erzielten nicht-operativen Ergebnis.

Der Unternehmensbereich Bad und Wellness erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 554,0 Millionen Euro, wobei sich die Umsatzerlöse in den Geschäftsfeldern unterschiedlich entwickelten: Während die Umsätze in den Bereichen Wellness und Küche um 4,1 Prozent beziehungsweise um 1,1 Prozent stiegen, ging der Umsatz in den Geschäftsfeldern Sanitärkeramik (-8,3 %), Armaturen (-1,4 %) und Badmöbel (-1,3 %) zurück. Der Umsatzanstieg im Bereich Wellness konnte vor allem aufgrund einer guten Performance bei „Quaryl“-Badewannen erreicht werden. Der Umsatzrückgang bei Sanitärprodukten resultierte hauptsächlich aus einem schwierigen ersten Halbjahr, das vom Lagerbestandsabbau von Kunden sowie Verzögerungen im Projekt-geschäft, insbesondere in China, geprägt war. Durch eine Stabilisierung des Geschäfts im dritten Quartal und Umsatzwachstum im vierten Quartal konnte der unterjährige deutliche Umsatzrückstand zum Vorjahr teilweise aufgeholt werden.

Der Unternehmensbereich Tischkultur steigerte seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 3,9 Prozent auf 276,5 Millionen Euro. Größter Wachstumstreiber war das E-Commerce-Geschäft (+16,3 %). Über alle Regionen hinweg lag der Anteil der E-Commerce-Aktivitäten am Tischkultur-Gesamtumsatz bei 19,6 Prozent. Positiv war auch die Entwicklung im Projektgeschäft (+3,9 %) insbesondere in Europa und Amerika. Durch ein optimiertes Shop-Management wurde zudem in den eigenen Einzelhandelsgeschäften wieder ein Wachstum von 1,3 Prozent erzielt. Auch im Geschäft mit stationären Handelspartnern zeigte sich vor allem in den europäischen Märkten eine positive Entwicklung.

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 33,2 Millionen Euro. Mit 82,5 Prozent entfiel der Großteil der Investitionen auf den Unternehmensbereich Bad und Wellness. Der Investitionsfokus lag dabei auf der Anschaffung neuer Produktionsanlagen für die Sanitärkeramik-Werke im In- und Ausland. Im Unternehmensbereich Tischkultur flossen die Investitionen schwerpunktmäßig in neue Maschinen und Werkzeuge für die Produktion sowie in die Optimierung des Einzelhandelsnetzes.

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung am 27. März 2020 vor, den Bilanzgewinn der Villeroy & Boch AG zur Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro für die Vorzugs-Stückaktie sowie 0,55 Euro für die Stamm-Stückaktie zu verwenden.

„Während sich unser Unternehmensbereich Tischkultur über das gesamte Jahr 2019 positiv entwickelt hat, verlief die Umsatzentwicklung im Bereich Bad und Wellness in der ersten Jahreshälfte schwächer als erwartet. In Summe haben wir jedoch unsere im Sommer angepasste Jahresprognose erreicht und dank unseres Sonderertrags ein hervorragendes Konzernergebnis erzielt“, erklärt Frank Göring, Vorstandsvorsitzender der Villeroy & Boch AG.

Für das Geschäftsjahr 2020 strebt der Konzern ein leichtes Wachstum im Umsatz und operativen Ergebnis an.

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